DET0010790MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 31. März 1955 Bekanntgemacht am 30. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Der Stromversorgungsteil von Koffer-Rundfunkempfängern od. dgl. hat in neuerer Zeit eine Änderung
dadurch erfahren, daß vollkommen gasdichte Akkumulatoren auf den Markt gekommen sind, die
als Heizstromquelle für die Röhren geeignet sind. Beim Betrieb aus dem Wechselstromnetz werden
die parallel geschalteten Heizfäden über einen Gleichrichter geheizt, jedoch bleibt der Akkumulator
eingeschaltet, weil er dann als Siebkapazität und als Spannungsstabilisator ausgenutzt wird.
Bei derartigen Geräten sieht man bekanntlich die Möglichkeit vor, parallel zum Akkumulator ein
Primärelement, also* eimi Trockenelement (bzw. bei
höheren Spannungen eine Trockenbatterie), parallel zu schalten, damit das Gerät auch nach ent-
ladenem Akkumulator bei fehlender Lademöglichkeit weiter betrieben weiter kann. Wenn die Spannung
des Trockenelementes etwas höher als die des Akkumulators ist, ergibt sich bei einer solchen
Parallelschaltung aus mehreren Gründen eine besonders gute Ausnutzung des Trockenelementes.
Die hohe Anfangsspannung des Elementes wird nämlich nicht für eine übermäßig starke Heizung
der Röhren verbraucht, sondern wird zur Aufladung des Akkumulators ausgenutzt. Diese vom
Akkumulator aufgenommene Energie wird dann später an die Heizfäden wieder abgegeben. Diese
Stromlieferung aus dem Akkumulator entlastet
609 S28/3T6
T 10790ΎΙΠα/21α*
dann das Trockenelement und verlängert damit dessen Lebensdauer, weil die Amperestundenzahl
bekanntlich bei geringer Stromentnahme größer ist.
! -Kerner tritt eine gewisse Regenerierung des
Trockenelementes unter dem Einfluß der Ladespannung auf, wobei es günstig ist, daß der Akkumulator
ein unzulässiges Ansteigen der Spannung am Trockenelement verhindert.
Die erwähnte Bedingung, daß die Spannung des
ίο Trockenelementes höher als die des Akkumulators
sein soll, wird bei Röhrenheizfäden mit einer Heizspannung von 1,4 V durch Verwendung eines
Edison-Akkumulators (Nickel-Eisen- oder Nickel-Cadmium-Akkumulator) und eines Braunstein-Trockenelementes
erfüllt. Bei der Parallelschaltung eines Anodenakkumulators und einer Anodenbatterie
kann der Spannungsüberschuß der Anodenbatterie durch eine entsprechend höhere Zellenzahl
erzielt werden.
Die Erfindung zeigt, daß es möglich ist, die. Regenerierung
des Trockenelementes in einer solchen Schaltung wesentlich zu verbessern und damit das
Trockenelement noch mehr auszunutzen. Erfin-dungsgemäß werden das Trockenelement, welches
mit der Ladeeinrichtung verbunden ist, und der Akkumulator, an dem die Heizfäden über einen
Schalter liegen, miteinander über einen Widerstand verbunden, der mittels eines zusätzlichen Kontaktes
an dem Schalter nur beim Laden freigegeben wird. Dieser Widerstand wird so bemessen, daß die
an dem Trockenelement liegende Regenerierungsspannung soviel höher als die am Akkumulator
liegende Ladespannung ist, daß noch keine Zerstörung des Trockenelementes stattfindet.
Es ist an sich bekannt, bei der Regenerierung eines Trockenelementes einen Widerstand in Reihe
zu schalten. Hieraus ergibt sich jedoch noch nicht die erfindungsgemäße Schaltung, die ermöglicht,
das Trockenelement, obwohl es während der Speisung der Röhrenheizfäden mit einem Akkumulator
direkt parallel geschaltet ist, mit einer Regenerierungsspannung zu betreiben, die höher als die
Spannung des Akkumulators beim Laden ist.
Die Erfindung ist sinngemäß auch auf die Parallelschaltung eines Anodenakkumulators und einer Anodenbatterie anwendbar.
Die Erfindung ist sinngemäß auch auf die Parallelschaltung eines Anodenakkumulators und einer Anodenbatterie anwendbar.
Die Abbildung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Der Netztransformator1 T, der zugleich zur Anodenstromversoirgung
dienen kann, liefert; über einen Gleichrichter G einen Gleichstrom, der mittels des
Kondensators C von z. B. 250 ^F des Siebwiderstandes
Rs von z.B. 4.0hm und des Akkumulators
A gesiebt wird. Bei geschlossenen Schaltern ScH1 und Sch2 speist der gesiebte Gleichstrom die
Heizfäden F. Parallel zum Akkumulator A liegt in bekannter Weise das Trockenelement T zu dem
oben geschilderten Zweck. Soll der Akkumulator aufgeladen werden, so werden die Heizfäden F
mittels des Schalters ScIt1 abgeschaltet. Gleichzeitig
wird der Schalter 6VA2 geöffnet, der erfindungsgemäß
einen Widerstand R von z. B: 0,5 Ohm freigibt. An diesem Widerstand R verursacht der dem
Akkumulator A zugeführte Ladestrom einen Spannungsabfall, so daß die am Trockenelement liegende
Regenerierungsspannung um diesen Spannungsabfall höher als die Ladespannung des Akkumulators
ist. Ein Trockenelement mit einer Nennspannung von i,s V kann eine Regenerierungsspannung von
z. B. 1,6 bis 1,65 V vertragen. Bei höherer Spannung
wird das Trockenelement zerstört. Der Edison-Akkumulator A hat nach erfolgter Aufladung eine
Spannung von 1,4 V. Die mittlere Arbeitsspannung des Edison-Akkumulators beträgt 1,25 V und die
mittlere Arbeitsspannung' des Trockenelementes !.3S V. Die Anfangsspannung des Trockenelementes
ist 1,6 V und sinkt im Laufe des Betriebes auf 0,9 V und weniger ab.
Während der Regenerierung und Ladung kann parallel zum Akkumulator gegebenenfalls ein Widerstand
geschaltet werden, so daß dieser Widerstand zusammen mit dem Widerstand R einen
Spannungsteiler bildet, der die gewünschte Stromverteilung zwischen Trockenelement und Akkumulator
festlegt.
Die Erfindung ist äußer für Rundfunk-Kofferempfänger
auch für Funksprechgeräte und tragbare Verstärker anwendbar, wie sie z. B. in Koffer-Plattenspieler
eingebaut werden.
Claims (2)
1. Stromversorgungsschaltung für einen Empfänger oder Verstärker, welcher wahlweise aus
Batterien oder aus dem Wechselstromnetz betrieben werden kann, bei der die Heizfäden bei
beiden Betriebsarten an der Parallelschaltung eines Akkumulators und eines Trockenelementes
(oder einer Trockenbatterie) mit höherer Spannung als die des Akkumulators liegen und
bei der ein Schalter vorgesehen ist, mit dem beim Laden des Akkumulators die Heizfäden
abgeschaltet werden können, dadurch gekennzeichnet, daß das Trockenelement, welches mit
der Ladeeinrichtung verbunden ist, und der Akkumulator, an dem die Heizfäden über den
Schalter liegen, miteinander über einen so bemessenen,
mittels eines zusätzlichen Kontaktes an dem Schalter nur beim Laden freigegebenen
Widerstand (R) verbunden sind, daß die an dem Trockenelement liegende Regenerierungsspannung soviel höher als die am Akkumulator
liegende Ladespannung ist, daß noch keine Zer-■ störung des Trockenelementes stattfindet.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, gekennzeichnet
durch die Anwendung auf die Parallelschaltung eines Anodenakkumulators
und einer Anodenbatterie.
Angezogene Druckschriften:
Funktechnik 1954, Heft 6, S. 447 und 448;
deutsche Patentschriften Nr. 643763, 844176.
Funktechnik 1954, Heft 6, S. 447 und 448;
deutsche Patentschriften Nr. 643763, 844176.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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