DEST005249MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. August 1952 Bekanntgemacht am: 8. September 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist ein zweireihiges Pendelrollenlager bekannt, dessen Blechkäfig aus voneinander unabhängigen,
ringförmigen Hälften besteht, von denen jede mit geschlossenen, in der Axialebene der Rollen
im wesentlichen der Rollenform angepaßten Taschen für die Rollen je einer Reihe versehen ist.
Dabei sind die Käfighälften an ihren äußeren Stirnseiten mit je einem nach innen gerichteten Flansch
versehen, der auf einer unmittelbaren Verlängerung der Rollbahn der betreffenden Rollenreihe des
Lagerinnenringes lagert. Zwischen den beiden Rollenreihen ist ein loser Führungsring angeordnet,
der ebenfalls auf dem Lagerinnenring geführt ist. Diese Lagerausbildung hat den Nachteil, daß sich
das Führungsspiel zwischen der Führungsfläche (Innenbohrung) der Flansche der Käfighälften
und der Rollbahn des Lagerinnenringes bei axialer Belastung verändert, da sich der ganze Käfig zufolge
des losen Führungsringes in Achsrichtung verschieben kann, wobei die Flansche auf der
balligen Rollbahn des Lagerinnenringes, deren Durchmesser gegen die Lagermitte zunimmt, naturgemäß
ebenfalls axial verschoben werden, so daß das radiale Führungsspiel zwischen den Käfighälften
und dem Lagerinnenring auf der Belastungsseite abnimmt und auf der anderen Seite
größer wird. Es ist auch schon bekannt, die Käfighälften mit ihren Mantelflächen zusätzlich noch auf
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St 5249 XII/47 b
dem lagermittigen, außen zylindrischen Führungsring abzustützen. Auch in diesem Fall tritt aber
die gleiche ungünstige Veränderung des Führungsspieles zwischen Käfig und Lagerinnenring auf, da
S die Mantel flächen der Känghälften zwangläufig
kugelig sind, die (legenfläche des Führungsringes jedoch zylindrisch ausgebildet ist und die äußeren
Flansche in gleicher Weise auf der Rollbahn des I .agerinnenringes lagern.
ίο Die Friindung, die von einem Blechkäfig ausgeht,
dessen Käfighälfteii jeweils an der der anderen Käfighälfte zugekehrten Stirnseite einen nach innen
gerichteten Flansch zur Führung besitzen, beseitigt diese Nachteile und besteht darin, daß die beiden
Käfighälfteii ausschließlich mit ihren nach innen gerichteten Flanschen auf einer an sich bekannten
festen, außen zylindrischen M ittelschulter des Lagerinneiiringes oder auf einem ebenfalls bekann-(Ct),
zwischen den Rollenreihen auf dem Innenring geführten, außen zylindrischen Führungsring gelagert
sind. Tritt bei der erfinduiigsgeniäi'ien Ausbildung
des I'endelrollenlagers unter Belastung eine axiale Käligverschiebung ein — die bei fester
MittelsehulkT naturgemäß nur auf das geringe
Spiel zwischen Rollen und Taschen beschränkt ist, bei losem Führungsring aber wesentlich größer sein
kann ■ , so wirkt sich diese nicht in einer \rerklcinerung
bzw. Vergrößerung des Führungsspieles zwischen Käfig und Lagerinnenring aus, sondern
dieses Spiel bleibt unverändert, weil die zylindrischen Füliningslläehen der lagermittigen Käfigllansche
auf der ebenfalls zylindrischen Außenfläche der Mittelschulter oder des Führungsringes
gleiten. Hei Kegelrollenlagern sind zwar bereits derartige !'"lausche an den Rollenkäfigen bekannt,
entsprechend der ganz, anderen Voraussetzungen dienen diese Flansche aber nicht zur Käfigführuiig
oder bilden nicht die einzige Abstützung für den
Käfig.
In der Zeichnung ist der Frfindungsgegenstand
beispielsweise dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 und _' zwei Pendelrollenlager verschiedener Ausführung
im Axialschnitt, Fig. 3 eine Käfighälfte in Radialansieht und Fig. 4 einen Teil des Ouerschnittes
durch eine Käfighälfte mit eingelegten Rollen in größerem Maßstabe.
Der erfindungsgemäße Blechkäfig bestellt aus
ringförmigen, voneinander unabhängigen Hälften 1", i'\ die mit geschlossenen, fensterartigen
Taschen 2 zur Aufnahme der Rollen 3 versehen sind. Die Taschen 2 sind in der Axialebene der
Rollen 3 etwa der Rollenform angepaßt. Die zwischen den Taschen verbleibenden Stege 4 weisen
außenseitig außermittige Kerben 5 auf, die das Herausfallen der Rollen aus den Taschen bei ausgeschwenktem
Lagerinnenring 6 verhindern. Dabei sind die Kerben 5 so hergestellt, daß die Rollen bei
eingeschwenktem Lagerinnenring während des Laufes die durch die Kerben entstandenen Nasen 5"
nicht berühren, so daß eine Abnutzung dieser Nasen unmöglich ist.
Die Käfighälften 1", 1'' besitzen an ihren zueinander gekehrten Stirnseiten nach innen gerichtete
Flansche 7", Jb, die nach Fig. ] auf einer
festen, außen zylindrischen Mittelschulter 8 des Lagerinnenringes 6 und nach Fig. 2 auf einem
ebenfalls außen zylindrischen, zwischen den Rollcnreihen auf dem Lagerinnenring geführten Führungsring
9 gelagert sind. Gemäß Fig. 2 weisen die Käfighälften i", i& zusätzlich an ihren äußeren
Stirnseiten nach innen gerichtete Flansche 10", 10''
auf, deren Innenkante 11 in größerem Abstand von der Rollbahn 6" des Innenringes 6 gehalten ist. Die
Lagerhälfteil haben somit ein verstärktes, nach innen offenes U-Profil.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Zweireihiges Pendelrollenlager, dessen Blechkäfig aus voneinander unabhängigen, ringförmigen Hälften besteht, von denen jede mit geschlossenen, in der Axialebene der Rollen im wesentlichen der Rollcnform angepaßten Taschen für die Rollen je einer Reihe versehen ist und an der der anderen Käfighälfte zugekehrten Stirnseite einen nach innen gerichteten Flansch zur Führung besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Käfighälfteii (ι", τ'') ausschließlich mit ihren nach innen gerichteten Flanschen auf einer au sich bekannten festen, außen zylindrischen Mittelschultcr (8) des Lagerinnenringes (6) oder auf einem ebenfalls bekannten zwischen den Rollenreihen auf dem Lagerinnenring geführten, außen zylindrischen Führungsring (9) gelagert sind.Angezogene Druckschriften:
Österreichische Patentschriften Nr. 169 491,
169 244;schweizerische Patentschrift Nr. 162803;
USA.-Patentschriften Nr. 2 387 962, 1 949 824.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 509 551/121 8.55
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