DER0018191MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 26. Januar 1956 Bekannitgeniiachit am 27. Dezember 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Prüfung der Wärmedurchlässigkeit
für Körper bestimmter Dicke und bestimmter Abmessungen, insbesondere für Wände und
Decken, mit Hilfe von bekannten Wärmefluß-Meßverfahren.
Durch zwei fahrbare Prüfkammern. soll die Genauigkeit
der Messung und der Ablauf des Prüfvorganges verbessert werden.
Bei den üblichen Prüfvorgängen werden die Prüflinge zwischen zwei Räume bestimmter Ternr
peratur, gegen seitlichen Wärmeverlust geschützt, stationär eingebaut. Nach ihrer Austrocknung
wird mit Hilfe des bekannten Wärmefluß-Meßverfahrens nach Hencky und Schmidt oder
anderer Verfahren der Wärmedurchgang gemessen.
Man hat den Prüfvorgang dadurch zu verbessern gesucht, daß man in die Trennwand der beiden
temperierten Räume gleichzeitig mehrere Prüflinge einbaute, um eine größere Anzahl in kürzerer
Zeit prüfen zu können. Es besteht deshalb ein erheblicher Nachteil darin, daß eine Prüfung zahlreicher
Prüflinge sehr lange und unterschiedliche Zeiten in Anspruch nimmt, weil die Austrocknungsdauer
der Prüflinge verschieden ist. Die Anzahl der zu prüfenden Prüfkörper ist darüber
hinaus durch die Größe der Trennwand begrenzt. Durch die Erfindung werden ein Verfahren und
eine Vorrichtung für die Prüfung der Wärmedurchlässigkeit von Körpern, beispielsweise von
Wänden, geschaffen. Der grundlegende Gedanke der Erfindung besteht darin, daß zwei fünfseitig ge-
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schlossene, gegen äußeren Wärmeabfluß abgedämmte, Wärmefluß-Meßeinrichtungen, und Einrichtungen
zur Klimaerzeugung und- regelung enthaltende Prüfkammern fahrbar gemacht und an den gegen seitlichen Wärmeabfluß allseitig abgedämmten,
frei aufgebauten Prüfkörpern gleicher Abmessungen herangefahren werden, so daß der
Prüfkörper als Membran zwischen den fahrbaren Prüfkammern zu stehen kommt. Zweckmäßigerweise
werden die Prüfkammern mit dem Prüfkörper während 'des Prüfvorganges starr verbunden.
Der zweite Gedanke beruht auf der Erkenntnis, daß durch die Verringerung des Luftraumes zu
beiden Seiten des Prüfkörpers bis höchstens auf seine seitlichen Abmessungen die Gewähr gegeben
ist, daß in beiden Prüfkammern ein beliebiges, in beiden Kammern unterschiedliches
Klima einstellbar ist. Beispielsweise können Temperatur und besonders die relative Feuchtigkeit
exakt konstant gehalten werden. Dadurch werden bei sämtlichen Prüfungen gleiche Meßbedingungen
geschaffen und über die ganze Fläche des Prüfkörpers ein gleichmäßiger Wärmefluß hervorgerufen.
In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Prüf Vorgang als Beispiel dargestellt. Die Vorrichtung zur Prüfung der Wärmedurchlässigkeit
besteht aus zwei fünfseitig geschlossenen, gegen äußeren Wärmeabfluß abgedämmten Prüfkamr
mern 1 (Warmkammer) und 2 (Kaltkammer), die an den Prüfkörper 3, hier beispielsweise eine
Mauer, herangefahren und durch eine Vorspannung 4 starr verbunden worden sind, so daß
der Prüfkörper 31 als Membran zwischen beiden eingebaut ist. Durch die Anordnung von Dichtungspolstern.
5 an den Kammern, isoliertem' Auflager 6 am Prüfkörper und Isoliermantel 7 rund um die
Nahtstellen ist es verständlich, daß eine seitliche Wärmeableitung am Prüfkörper nicht eintreten
kann. Im Ausführungsbeispiel sind Leitbleche 8 mit Ventilator 9 eingebaut, die eine gleichmäßige
Luftbewegung bewirken und zur Befestigung des Wärmenußmessers 10 dienen. Zur Regelung des
Klimas sind Heizkörper 11, Kühlkörper 12, Kontaktthermometer
13 und Feuchtigkeitsregler 14 eingebaut. Sämtliche Instrumente sind, von außen
sichtbar, durch eine Beobachtungstür 15 bedienbar.. Auf einem fahrbaren Maschinen- und Bedienungsaggregat sind die erforderlichen Geräte, Meß-
instrumente und Maschinen montiert. Nach Beendigung des Prüfvorganges werden die Verspannung
4 und der Isoliermantel 7 gelöst, und die Prüfkammern 1 und 2 nebst Maschinensatz 16
können am nächsten Prüfkörper eine Messung ausführen, Serienmessungen können mit wesentlicher
Zeitersparnis vorgenommen werden, weil die Prüfkörper an ihrem Standort bereits austrocknen
können.
Selbstverständlich braucht die Lage der Prüfkammern 1 und 2 nicht unbedingt senkrecht zu
sein, sondern in eine beliebige Lage verdrehbar, wenn die praktische Wärmeströmung des Prüfkörpers
eine solche verlangt.
Claims (4)
1. Verfahren zur Prüfung der Wärmedurchlässigkeit für Körper bestimmter Dicke
und Abmessungen, insbesondere für Wände und Decken, mit Hilfe von bekannten Wärmefluß
- Meßverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß zwei fünfseitig geschlossene, gegen äußeren
Wärmeabfluß abgedämmte Prüfkammern (1 und 2), die Wärmefluß-Meßeinrichtungen
und Einrichtungen zur Klimaerzeugung und -regelung enthalten, fahrbar ' gemacht und an
einen gegen seitlichen Wärmeabfluß allseitig abgedämmten frei aufgebauten Prüfkörper (3)
herangefahren werden, so daß der Prüfkörper als Membran zwischen den fahrbaren Prüfkammern
zu stehen kommt.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in den Prüfkammern (1 und 2) ein beliebiges, in beiden Kammern unterschiedliches
Klima einstellbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch ,gekennzeichnet, daß die in den Prüfkammern
eingebauten' Meßinstrumente von außen siehtbar und bedienbar sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und. 3, dadurch gekennzeichnet, daß die fahrbaren Prüfkammern
in eine beliebige Lage drehbar sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 738/165 12.56
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