DEP0041374DA - Vorrichtung insbesondere zur medizinischen Schallbehandlung - Google Patents
Vorrichtung insbesondere zur medizinischen SchallbehandlungInfo
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Description
Bei der medizinischen Schallbehandlung besteht vielfach der Wunsch, die Einwirkung des Schalles auf hautnahe Partieen zu beschränken. Zu diesem Zweck hat man Schallerzeuger mit konkav gekrümmter Strahlfläche benutzt, bei denen die Schallstrahlen in einem Brennraum gesammelt werden, den man an der zu behandelnden Körperstelle zur Einwirkung kommen läßt. Es wird zwar auf diese Weise erreicht, daß die Schallintensität an der Behandlungsstelle stärker ist als an den benachbarten und insbesondere den tieferliegenden Körperpartieen; da aber die jeweils behandelte Körperstelle klein ist im Vergleich zur Größe der Strahlfläche, so muß man für eine bestimmte Ausdehnung der zu behandelnden Körperstelle entweder entsprechend größere Strahlflächen verwenden oder aber die Beschallung abschnittweise nacheinander vornehmen. Mit den heute zur Verfügung stehenden Schwingern ist es aber gewöhnlich ohne Fokussierung bereits möglich, die zur Beschallung erwünschte Intensität zu erreichen, so daß man also bei einer Fokussierung nicht mehr in der Lage ist, die maximal erreichbare Schallintensität auszunutzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ohne Brennraumbildung eine starke Abnahme der Schallintensität hinter der Behandlungsstelle, insbesondere für Zwecke einer hautnahen Behandlung herbeizuführen. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß ein stark divergierendes Schallfeld zur Einwirkung gebracht wird, wobei Ultraschallerzeuger für stark<Nicht lesbar> Um eine gegenüber dem Schallstrahlenbündel von normalen Schwingeranordnungen mit ebener Strahlfläche erhöhte Divergenz zu erzielen, kann man Schwinger mit konvex gekrümmter Strahlfläche, konvex gekrümmte Rückstrahler oder zerstreuende Schallinsen verwenden.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in mehreren Ausführungsbeispielen veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt eine Anordnung mit einem Magnetostriktionsschwinger a mit konvex gekrümmter Strahlfläche b. Durch die Divergenz der Schallstrahlen nimmt die Intensität der Beschallung mit der Eindringtiefe in den Körper c stark ab. Die hautnahen Partieen sind infolgedessen der Schalleinwirkung am stärksten ausgesetzt. Der Schwinger ist in einem wassergefüllten Gehäuse d untergebracht. Es ist aus Nickelblechlamellen in der Form von Kreisringabschnitten aufgebaut, die staffelförmig geschichtet sind, so daß sich eine im wesentlichen kugelförmige Strahlfläche b ergibt. Das Gehäuse d ist durch eine nachgiebige Haut f abgeschlossen, welche sich beim Andrücken der Form der Körperoberfläche gut anpaßt. Dies ist besonders wichtig, wenn größere Körperpartieen beschallt werden sollen, so daß ein guter Kontakt über eine größere Fläche herzustellen ist. Der Abstand zwischen Schwinger a und Kontakthaut f ist im dargestellten Beispiel so groß, daß sich bei dem gewählten Grade der Strahlungsdivergenz eine Kontaktfläche von etwa der doppelten Größe der Strahlfläche ergibt. Ist eine intensivere Maximalintensität der Beschallung erwünscht, so kann man den Abstand der Kontaktfläche vom Schwinger auch kleiner machen. Im Gegensatz zu Anordnungen mit Brennraumbildung kann man mit der Strahlfläche des Schwingers bis dicht an die zu behandelnde Stelle herangehen.
Fig. 2 und 3 zeigen Beispiele für die Erzeugung divergierender Schallstrahlung mit Hilfe gewöhnlicher Schwingerformen durch Verwendung eines gewölbten Reflektors g bzw. h in Verbindung mit z. B. einem ringförmigen Schwinger i (Fig. 2) oder einem ebenen Magnetostriktionsschwinger k (Fig. 3). Schließlich kann man eine Divergenz der Schallstrahlung auch, wie in Fig. 4 veranschaulicht, durch Anwendung einer zerstreuenden Schallinse m bei ebenem Schwinger n erzielen.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Beispiele beschränkt, vielmehr sind noch mancherlei Abänderungen und auch andere Ausführungen möglich. Ferner ist die Erfindung nicht nur bei der medizinischen, sondern auch bei der Schallbehandlung von Flüssigkeiten und festen Körpern zu gebrauchen, insbesondere dann, wenn nur eine geringe Eindringtiefe bzw. eine mit der Tiefe stark abnehmende Schallintensität erwünscht ist. Schließlich ist sie überall von Vorteil, wo die gewünschte Schallintensität unter der mit dem Schwinger an sich erreichbaren Intensität an der Schwingerstrahlfläche liegt.
Claims (4)
1.) Vorrichtung insbesondere zur medizinischen Schallbehandlung, insbesondere zur Beschallung hautnaher Körperpartien, gekennzeichnet durch Verwendung von Ultraschallgeneratoren für Schallfelder mit einer starken, im Vergleich zum Schallstrahlenbündel einer normalen Schwingeranordnung mit ebener Strahlfläche erhöhten Divergenz der Schallstrahlen.
2.) Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von Schwingern mit konvex gekrümmter Strahlfläche.
3.) Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines konvex gekrümmten Rückstrahlers.
4.) Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Schallinse.
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