DEP0003968BA - Verfahren zur Herstellung eines Antikonzipiens - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Antikonzipiens

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DEP0003968BA
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DE
Germany
Prior art keywords
silver
preparation
metals
considered
contraceptive
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Hans Berlin-Charlottenburg Ehrmann
Alfred Dr. Berlin-Charlottenburg Sucharipa
Original Assignee
Katadyn GmbH, Berlin
Publication date

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Description

PATENTANWALT
H :· ?'-:'2Ό MAYER 34/2138 DE 25. August 1949
../! Ua E RSDOKF
i;uü.tiTiiASSE 2Oe
Pat ent anmel dung
der Firma
K a t a d y η &«,nubeHe Berlin W 30, JEaienstr.3
"Verfahren zur Herstellung eines Antikonzipiens"
Während es seit Jahrzehnten bekannt ist, dass Silber in oligodvnamischer Dosierung Bakterien abtötet und, ζβΒβ in kolloidaler Form, vergiftend auf niedere Zellen, u.a. das Sperma und die Larven des Seeigels, wirkt, haben erst neuere Untersuchungen der Anmelderin gezeigt, dass die oligodynamisch-bakte.rizide Wirkung des Silbers auch beim Sperma von Warmblütlern und Menschen festzustellen ist«
Bei der Ausnutzung dieser Wirkung für die Schaffung eines empfängnisverhütenden Mittels ergeben sich praktisch ziemliche Schwierigkeiten« Das Metall muss einerseits in ional verteilter Form' zur Anwendung gebracht werden. Die sich hierfür empfehlenden Metallsalze sind indessen im allgemeinen schlecht brauchbar, weil sie, insbesondere bei wiederholter Applikation, Ätzungen hervorrufen können. Ein anderer zu berücksichtigender Paktor besteht darin, dass zur Erzielung der erforderlichen augenblicklichen Wirkung aktives Silber und Sperma ohne jede Verzögerung in innigen Eontakt gebracht werden müssen«
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Antikonzipiens, das allen an ein solches Mittel zu stellenden Bedingungen vollauf entspricht» Dieses Verfahren besteht darin, dass metallisches Silber in grossoberflächiger
aufgeteilter Form und oligodynamischer Dosierung auf ein adsorptiv wirkendes, mit Schaummitteln versetztes Trägermaterial verteilt wird»
Man· gelangt durch diesen Prozess zu einem Präparat, das sich als ausgesprochen gewebsfreundlich erweist und selbst bei oft wiederholter Anwendung völlig unschädlich ist, zugleich aber auch keine der unerwünschten Eigenschaften chemischer Antikonzipientien an sich hat, z.B. weder Reizungen hervorruft noch mit der Gefahr einer Blutschädigung resorbiert wird.
Infolge der auss erordentli ehen Oberflächenvergrößerung des Silbers setzt im feuchten Medium unverzüglich eine kräftige Ionenemission ein«. Andererseits werden die Spermien im Augenblick der Berührung mit dem Präparat von diesem adsorptiv festgehalten, soweit sie nicht selbst adsorbierend auf das Metall wirken; die οIigodynamische Wirkung entfaltet sich daher sofort. Die Spermien werden hierbei augenblicklich gelähmt und unbeweglich gemacht und sterben - unter physiolo= gisehen Bedingungen - innerhalb von 1-2 Minuten ab»
Ein nicht geringer Vorzug der Erfindung besteht schliesslich auch darin, dass das in der angegebenen Weise hergestellte Präparat zugleich hochgradig desinfizierend wirkt, zumal es durch die Mitverwendung der Schaummittel einen umfassenden vaginalen Wirkungsbereich erreicht«.
Die technologische Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens kann im Einzelnen unter Zuhilfenahme bekannter Verfahren und Materialien erfolgen. Als Trägerstoff empfiehlt sich in erster Linie bolus alba, aber auch Kaolin, jEieselguh^r usw. Die Aufbringung auf diese Träger kann z.B. durch Niederschlagen von Silbernitrat und einen anschliessenden Wärmeprozess (Brennen) vollzogen werden. Die deutsche Patentschrift 532 989 nennt Beispiele für die Herstellung besonders aktiver oligodynamischer Körper,,

Claims (1)

  1. Wenngleich für das beschriebene Verfahren im allgemeinen nur Silber als oligodynamisch wirksames MSi toll in Betracht kommt, wäre es dem Prinzip nach auch möglich, andere derartige Metalle, z.B. Kupfer, oder Mischungen dieser Metalle zu verwenden,, Ebenso ist zu sagen, dass anstelle metallischen Silbers auch schwer lösliche Salze desselben, insbesondere Halogensilber, in Betracht kommen können, sofern der Grad ihrer Löslichkeit die Nachteile der oben angegebenen Art verhütet.
    Verfahren zur Herstellung eines Antikonzipiens, dadurch gekennzeichnet, dass metallisches Silber in grossoberflächiger Form und oligodynamischer Dosierung auf ein adsorptiv wirkendes mit Sehaummitteln versetztes Trägermaterial verteilt wird

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