DEF0000212MA - - Google Patents
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Description
Tag der Anmeldung: 31. Oktober 1949 Bekanntgemacht am 29. September 1955
Die Erfindung bezieht sich auf Brennkraftmaschinen mit Rohrschiebersteuerung.
Bekanntlich hängt die günstige Wirkungsweise einer Brennkraftmaschine mit Rohrschiebersteuerung
in erheblichem Maße von der Möglichkeit ab, eine einwandfreie Abdichtung des Rohrschiebers
gegen die umgebende Zylinderwand zu gewährleisten, in welcher die Ein- und Auslaßkanäle ausgespart
sind, deren Mündungen zum gegebenen
ίο Zeitpunkt mit der seitlichen Umfangsöffnung des
Schiebers zusammenfallen müssen. Erst bei einwandfreier Abdichtung läßt sich der Zylinderinnenraum
zwischen dem Kolben und Zylinderkopf genau in streng vorbestimmten Zeitabständen öffnen
bzw. schließen.
Es ist gleichfalls bekannt, daß die Saug- und Auslaßöffnungen und -kanäle bei Brennkraftmaschinen
mit Rohrschiebersteuerung auf entgegengesetztein Seiten des Motoirzylinders angeordnet sind. Bei
mehrzylindrigen Brennkraftmaschinen, insbesondere von gedrängter Bauart, bei welchen die Zylinder
zu einem gemeinsamen Zylinderblock vereinigt send, tritt hierdurch der Nachteil auf, daß sich die Saugbzw.
Auslaßsiammler auf entgegengesetzten Seiten der Brennkraftmaschine befinden.
Die Erfindung ermöglicht eine Brennkraftmaschine mit Rohrschiebersteuerung mit einwandfreier
Abdichtung und der Möglichkeit der Anordnung der Saug- und Auslaßsammler auf derselben
Seite der Brennkraftmaschine.
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F212 Ια/4601
Ferner erlaubt es die Erfindung, die Bearbeitung (k's Zylinderblockes einer solchen BrennkraftniaschiiK·
zu vereinfachen und dadurch die HcrstellungskosU
π /ti erniedrigen.
Erlinilungsgemäß werden die Saug- und Auslaßleitungen
l)ei einer mehr/.ylindrigen Brennkraftmaschine derart angeordnet, daß deren innere Mündungen
sowie die jedem Zylinder zugeordneten Leitungen in bezug auf eine die Zylinderachse
ίο enthaltende Querebene symmetrisch angeordnet
sind.
Die Satig- und Auslaßkanäle der benachbarten Zylinder sind in umgekehrter Reihenfolge angeordnet,
so daß du· Zuleitungen für je zwei Kanäle vereinigt und die Anzahl der Anschlüsse der Saug-
und Auslaßsammler herabgesetzt ttTcrc\en konijeji.
Ferner werden die Leitungen der benachbarten
Zylinder miteinander so verbunden, daß sie in eine einzige an der Seitenwandung der Brennkraft -
so maschin*· mündende Leitung übergehen, so daß bei gerader Zylinderzahl, wie sie aus Gründen der
Symmetrie und der Auswuchtung bei den meisten Brennkraftmaschinen mit Reihenzylindern üblich
ist, die Anzahl der Mündungen zum Anschluß an die Saug- und Auslaßsammler gleich 11 -\- 1 ist,
wobei η die Zylinderzahl der Brennkraftmaschine bedeulet.
Die Achsen der einem Zylinder zugeordneten, vorzugsweise waagerecht verlaufenden Saug- und
Auslaßleiiungen sind im wesentlichen um 90" zueinander
versetzt. Hieraus ergibt sich eine vollkommene Symmetrie in der Anordnung der im
Innern des Zylinderblockes befindlichen Saug- und Auslaßleitungeii, die auch dadurch gewährleistet
wird, daß die Abstände zwischen den im Motorblock vorgesehenen Reihenzylindern mit Rücksicht
auf die fortschrittliche Ausbildung der bei mehrzylindrigen Brennkraftmaschinen die Kurbelwellen
abstutzender Mitteillager gleich gewählt werden können.
Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der Zeichnung sowie aus der Beschreibung eines
Ausführungsbeispielcs einer vierzylindrigen Brennkraftmaschine
mit Rohrschiebersteuerung; die Dar-Stellung gibt einen durch die Ansaug- und Abzugsöffnungen
gelegten schematischen Horizontalschnitt der Zylindergruppe wieder.
Im Zylinderblock sind die gemäß der gemeinsamen geradlinigen Blockachse M-M aneinandergereihten
Zylinder 1, 2, 3 und 4 je mit einem Saugl)zw. Auslaßkanal ι", ι''; 2", 21'; 3", 3''; 4", 4'' versehen.
Sämtliche Kanäle befinden sich auf der einen Seile des Motorblockes 5 in gleicher Höhe
und sind in bezug auf die die Zylinderachsen einschließenden senkrechten Querebenen I-1, H-II,
111-111 und IV-IV jeweils symmetrisch so angeordnet,
dt iß ihre sämtlich in der gleichen mit der
Zeichinrngslläclie zusammenfallenden Ebene liegenden
Achsen Λ" .ν und y y jeweils paarweise, im wesentliehen
um 90 zueinander, versetzt sind.
Die äußeren Auslaßkanäle i'' und 4'' führen je zu einer Leitung 6 bzw. 7, die einen zur Achse der
Kanäle abgewinkelten Strang aufweisen und sich an in der Seitenwandung 8 des Blockes 5 ausgesparte
Öffnungen 9 bzw. 10 anschließen.
Die Auslaßkanäle 21', 3'' der Zylinder 2 bzw. 3
münden nach ihrer Vereinigung in einer einzigen, in der Wandung 8 des Molorblockes 5 ausgesparten
Auslaßöffnung 11.
Die den benachbarten Zylinderpaaren 1, 2 u'riid. 3, 4
zugeordneten Paare von Saugkanälen ι", 2" bzw. 3", 4"
vereinigen sich paarweise und münden über zwei kurze, z.B. im 'Raum waagerechte Leitungen 12
bzw. 13, an der Wandung 8 des Blockes mit dem Saugsammleir 14.
In die Zylinder sind die Rohrschieber 15, 16, 17
18 drehbar eingesetzt. Form und Anordnung der Schieber sind so getroffen, daß der Motor mit der
Zündfolge 1-3-4-2 arbeitet. Die-· Drehrichtung' der
Schieber wird durch die Pfeile veranschaulicht.
Zur Vereinfachung der Zeichnung wurde der Auslaßsammleir nicht dargestellt. Er kann wie der
Saugsammlor auf der gleichen Seite der Brennkraftmaschine und auch in ungefähr gleicher Höhe
angeordnet sein.
Die oben beschriebene Anordnung der Saug- und Auslaßkanäle erlaubt es, die Anzahl der Anschlüsse
zum Verbinden der Saug- und Auslaßsammler herabzusetzen, vereinfacht die Fertigbearbeitung des
Motorblockes und verbessert die Abdichtung der go sich in den Zylindern drehenden Rahrschicbcr, so
daß der Zylinderinnenraum in genau vorbestimmten Zeitabständen geschlossen bzw. geöffnet und demgemäß
der Wirkungsgrad der Brennkraftmaschine erhöht wird.
Die Erhöhung des Wirkungsgrades ist Hinter anderem auch eine Folge davon, daß die in, der
Nähe des Auslaßkanals liegende Stelle mit verhältnismäßig· hoher Temperatur an diejenige mit verhältnismäßig
niedriger Temperatur, die in der Nähe xoo des Saugkanals liegt, herangerückt wird; hierdurch
entstellt ein wirksamer Wärmefluß, der z. B. etwaige bei bekannten Anordnungen sonst unvermeidliche
Wärmespannungen und dementsprechend Verformungen ausgleicht.
Claims (3)
1. Brennkraftmaschine mit Rohrschieber-Steuerung
und in einem gemeinsamen Motorblock angeordneten Reihenzylindern, dadurch gekennzeichnet, daß die Saug- und Auslaßkanäle
(ΐα, i''; 2", 2h; 3", 3''; 4", 4'') der Zylinder
(1, 2, 3, 4) auf derselben Zylindcrseite (8) und
in bezug auf die zu der Blockachsc [Al-M) senkrecht
stehenden, die Achsen (I-I, H-II, III-III,
IV-IV) der betreffenden Zylinder enthaltenden Querebenen symmetrisch angeordnet sind.
2. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß jeweils die Saug- und die Auslaßkanäle (i", 2« bzw. 21', 3'' bzw. 3", 4")
der einander benachbarten Motorzylinder (1, 2, 3, 4) in einer gemeinsamen, von den Zylinderachsen
gleich weit entfernten Parallclebenc (8) las
münden und z. B. gruppenweise zu einer gemein-
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samen, vor der Seitenwandung (8) des Motorblockes (5) liegenden Leitung zusammengefaßt
■sind.
3. Brennkraftmaschine nach den Ansprüchen 1
und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen der Saug- und Auslaßkanäle (ia, ib; 2«, 2b;
3a> 3b'>
4a> 4*) :(fcr !einzelnen Zylinder (1, 2, 3, 4)
und wenigstens deren an die Zylinder angeschlossenen Stränge abwechselnd, im wesentlichen
um 900 zueinander versetzt sind.
Angezogene Druckschriften:
Französische Patentschriften Nr. 768 639,461 594; britische Patentschrift Nr. 124073.
Französische Patentschriften Nr. 768 639,461 594; britische Patentschrift Nr. 124073.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 509 562/175 9. 55
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