DEC0008432MA - - Google Patents

Info

Publication number
DEC0008432MA
DEC0008432MA DEC0008432MA DE C0008432M A DEC0008432M A DE C0008432MA DE C0008432M A DEC0008432M A DE C0008432MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
heating wire
measuring tube
electrode
composition
determining
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 10. November 1953 Bekanntgemacht am 26. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, die Zusammensetzung von Gasgemischen zu bestimmen, indem man die durch ein elektrisches Feld bewirkte Veränderung der Wärmeabfuhr eines in dem Gasgemisch befindlichen erhitzten Körpers mißt. Man hat zu diesem Zweck bislang eine Vorrichtung verwendet, in der ein Heizdraht innerhalb des zu bestimmenden Gases einer zweckmäßig koaxial angeordneten metallischen Wand gegenübersteht. Der Heizdraht wird durch einen elektrischen Strom erhitzt. Seine Temperatur kann bei Verwendung eines Heizdrahtes aus. einem Material, dessen elektrischer Widerstand stark temperaturabhängig ist, durch Messung des elektrischen Widerstandes mit Hilfe einer Wheatstoneschen Brücke in einfacher Weise bestimmt werden. Wird dann zwischen dem Heizdraht und der Gefäßwand eine elektrische Spannung in der Größenordnung von einigen tausend Volt angelegt, so verändert sich die Wärmeabfuhr und damit bei gleichbleibender Heizung die Temperatur des Heizdrahtes. Man kann auf diese Weise den Gehalt von Gasgemischen an Gasen bestimmen, die entweder einen Dipol besitzen oder aber polarisierbar sind, wie z. B. Chlormethyl, Blausäure, Chlorwasserstoff, Schwefeldioxyd, Wasserdampf, Acetylen usw. Voraussetzung ist nur, daß die anderen Bestandteile des Gasgemisches keinen Dipol besitzen und auch nicht merklich polarisier-
609 507/269
C 8432IX/421
bar sind. Zu letzterer Gruppe von Gasen gehören z.B. Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff usw. Ein Nachteil der bekannten Vorrichtung ist jedoch darin zu sehen, daß die Wärmeabfuhr und damit die Temperaturänderungen des Heizdrahtes nicht nur von dem Gehalt .der Gasmischung an einen Dipol besitzenden bzw. polarisierbaren Gasen, sondern auch von dem Wärmeleitvermögen der Gasmischung abhängt, so daß eine Änderung der
ίο Zusammensetzung des Anteils der Gasmischung an dipolfreien oder nicht polarisierbaren Bestandteilen das Meßergebnis stark beeinflußt.
Man hat diesen Einfluß durch, eine Differenzmessung zu beseitigen versucht, indem man nur in einer von zwei sonst gleichen Vorrichtungen eine elektrische Spannung anlegt und dann den Unterschied der Heizdrahttemperatur bestimmt. Diese Maßnahme kann jedoch noch nicht befriedigen, weil sich bei einer Änderung der Wärmeleitfähigkeit des Anteils der Gasmischung an dipolfreien oder nicht polarisierbaren Bestandteilen die Temperaturen der Heizdrähte so weit ändern, daß die Meßgenauigkeit darunter stark leidet.
Es ist weiterhin bekannt, zur Messung von Gasströmungen usw. sogenannte Hitzdrahtströmungsmesser zu verwenden, bei denen auf einem dünnwandigen, gegen Wärme und elektrischen Strom isolierenden Meßrohr zwei symmetrisch angeordnete Heizdrahtwicklungen aus einem Material angeordnet sind, dessen elektrischer Widerstand sich mit der Temperatur stark ändert. Man mißt dabei den durch das strömende Gas bewirkten Temperaturunterschied der beiden. Heizdrahtwicklurigen, indem man letztere als nebeneinanderliegende Zweige in eine Wheatstonesche Brücke schaltet. Derartige Hitzdrahtströmungsmesser lassen sich für die Bestimmung von paramagnetischen Bestandteilen in Gasen verwenden, indem man das Meßrohr in ein Magnetfeld bringt, da die Stärke der durch das Magnetfeld hervorgerufenen Gasströmung von dem Gehalt des Gases an paramagnetischen Bestandteilen abhängt.
Es wurde nun gefunden, daß man die Zusammensetzung von Gasgemischen durch Messung der durch ein elektrisches Feld bewirkten Veränderung der Wärmeabfuhr eines mit dem Gasgemisch in Berührung stehenden erhitzten Körpers vorteilhafter bestimmen kann, wenn man als Vorrichtung ein Meßrohr verwendet, das außen auf seiner
'5° Wandung zwei symmetrische Heizdrahtwicklungen trägt und im Innern, vorteilhaft koaxial, nur einer der Heizwicklungen gegenüberstehend, eine Elektrode besitzt.
Das Meßrohr besteht zweckmäßig aus einem dünnwandigen Material, vorzugsweise Glas. Zweckmäßig ordnet man das Meßrohr als Querverbindung einer Ringkammer an.. Für die Heizdrahtwicklungen verwendet man ein Material, dessen elektrischer. Widerstand stark temperaturabhängig ist, wie z. B. Platin oder Nickel. Im Interesse eines guten Wärmeüberganges, zwischen Heizdrahtwicklung und: Meßrohrwandung ist es vorteilhaft, den Heizdraht als Band auszubilden. Die beiden symmetrischen Heizdrahtwicklungen tragen außen zweckmäßig eine Wärmeisolierschicht. Als im Innern des Meß rohres angeordnete Elektrode kann man in einfachsten Fall einen Metalldraht oder -stab verwenden, der in Richtung der Meßrohrachse so weit in das Meß rohr hineinragt, daß er nur einer der beiden Heizwicklungen gegenübersteht. Um jedoch in der gesamten Länge des Meßrohres in etwa gleiche Strömungs- und Wärmeverhältnisse zu erreichen, wird man zweckmäßiger als Elektrode einen durch die gesamte Länge des Meß rohres hindurchreichenden prismatischen Körper aus einem elektrisch nicht leitenden Material verwenden, der.nur gegenüber einer der beiden Heizdrahtwicklungen bzw. nur auf einem Ende und bis zur Grenze zwischen den beiden Heizdrahtwicklungen reichend, eine elektrisch leitende als Elektrode dienende Schicht trägt. Man kann z. B. ein Glasrohr wählen, in dessen Innerem eine metallische Elektrode eingeführt ist. Man kann auch einen Stab oder ein Rohr aus einem elektrisch nicht leitenden Material außen oder innen in bekannter Weise an den erforderlichen Stellen mit einem elektrisch leitenden Überzug versehen. Der Querschnitt der Elektrode braucht nicht unbedingt zylindrisch zu sein. Ebenso ist es nicht unbedingt erforderlich, die Elektrode genau zentrisch im g0 Meßrohr anzuordnen. Die Dicke der Elektrode kann vom dünnen Draht bis zu einem den. Quer-, schnitt des Meßrohres weitgehend ausfüllenden Prisma verändert werden.
An die Elektrode wird eine Spannung, zweck- gg mäßig zwischen 1000 und 500 Volt, angelegt. Man kann sowohl eine Gleichspannung als ,auch eine Wechselspannung verwenden. Als Gegenelektrode verwendet man zweckmäßig die beiden Heizdrahtwicklungen. Dabei wird ein Punkt der Heizwicklung zweckmäßig mit Ringkammer und Erde leitend verbunden. Es kann vorteilhaft sein, auf das Meßrohr innen'oder außen als Gegenelektrode eine metallische Schicht aufzubringen. ,
Eine weitere Ausführungsform sieht vor, Elektrode und Gegenelektrode als zwei.sich im Innern des Meß rohres gegenüberstehende elektrisch leitende Flächen auszubilden.
Nachstehend wird die in der Abbildung dargestellte Ausführungsform der Vorrichtung näher beschrieben, ohne daß damit der Gegenstand der vorliegenden Erfindung eingeschränkt werden soll.
Das Meß rohr ι ist als eine aus dünnwandigem Glas bestehende Querverbindung der Ringkammer 6 ausgebildet. Außen auf der Wandung des Meßrohres 1 sind die beiden symmetrischen Heizdrahtwicklungen 2 und, 3 angebracht, . die von, einer Wärmeisolierschicht 1.0 umgeben sind. Die aus einem dünnen Draht bestehende Elektrode 7 wird isoliert durch die metallische Ringkammer 6 von der einen Seite koaxial in das Meßrohr eingeführt und ragt so weit hinein, daß sie hur der Heizdrahtwicklung 3, jedoch nicht der Heizdrahtwicklung 2 gegenübersteht. Als Gegenelektrode dienen die Heizdrahtwicklungen 2 und 3, die mit der metallischen Ringkammer 6 und der Erde leitend ver-
507/269
C 8432IX/421
bundeii sind. Die Elektrode 7 und die Gegenelektrode sind mit der Spannungsquelle 8 verbunden. Die Stromquelle 9 dient zum Erhitzen der Heizdrahtwicklungen 2 und 3, die zusammen mit den Festwiderständen 4 und 5 und dem Galvanometer 11 eine Wheatstonesche Brücke bilden.
Wenn man durch die Ringkammer 6 ein Gasgemisch leitet, dessen eine Komponente einen Dipol besitzt oder polarisierbar ist, und dann die symmeirischen Heizdrahtwicklungen 2 und 3 mittels eines Stromes aus der Stromquelle 9 erhitzt, während man zwischen der Elektrode 7 und der Gegenelektrode eine elektrische Spannung aus der Spannungsquelle 8 anlegt, so wird die Wärmeabfuhr aus der Heizdrahtwicklung 3 erhöht, während sich die Wärmeabfuhr aus der Heizdrahtwicklung 2 verringert, da sich Unter der Einwirkung des elektrischen Feldes auf das Gasgemisch im Meßrohr eine Gasströmung ausbildet.
Die dadurch bewirkten Temperaturänderungen der Heizdrahtwicklungen werden in der Wheatstoneschen Brücke als Widerstandsänderungen, gemessen. Der Galvanometerausschlag bzw. die Änderung des . Galvanometerausschlages kann direkt als Maß für den Gehalt des Gasgemisches an einer einen Dipol besitzenden oder polarisierbaren Komponente verwendet werden. -
Die beschriebene Vorrichtung macht es möglich, sich der für Messungen von Gasen im magnetischen Feld bekannten Vorteile des Hitzdrahtströmungsmessers auch bei Messungen von Gasen im elektrischen Feld zu bedienen. Durch die Anordnung der beiden Heizdrahtwicklungen außen auf dem Meßrohr wird erreicht, daß der größte Teil der zugeführten Energie nach außen abgeleitet wird, während nur ein kleiner Teil in der Größenordnung von wenigen Prozenten der insgesamt zugeführten Energie in das zu messende Gas gelangt. Dadurch ändert sich die Temperatur der beiden, symmeirischen Heizdrahtwicklungen auch bei einer wesentlichen Veränderung der dipolfreien bzw. nicht polarisierbaren Anteile des Gasgemisches' in bezug auf Wärmeleitvermögen nur so wenig, daß es im Gegensatz zu den bekannten Vorrichtungen immer möglich ist, eine merkliche Änderung der Empfindlichkeit der Messung durch Wechsel der Gaszusammensetzung auszuschließen.
Angezogene Druckschriften: j
Deutsche Patentschriften Nr. 834604, 892-981,

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zur Bestimmung der Zusammensetzung von' Gasgemischen durch Messung der durch ein elektrisches Feld bewirkten Veränderung der Wärmeabfuhr eines mit dem Gasgemisch in Berührung stehenden erhitzten Körpers, gekennzeichnet durch ein Meßrohr, das außen auf seiner Wandung zwei symmetrische Heizdrahtwicklungen trägt und innen, nur einer der beiden Heizdrahtwicklungen gegenüberstehend, eine Elektrode besitzt.
2. Vorrichtung zur Bestimmung der Zusammensetzung von Gasgemischen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Elektrode ein vorzugsweise koaxial angeordneter prismatischer, gegebenenfalls hohler, durch die gesamte Länge des Meßrohres führender Körper aus elektrisch nicht leitendem Material dient, der innen oder außen, nur einer der beiden Heizdrahtwicklungeh gegenüberstehend, eine elektrisch leitende Schicht besitzt.
3. Vorrichtung zur Bestimmung der Zusammensetzung von Gasgemischen nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Gegenelektrode eine innen oder außen auf dem Meßrohr angebrachte elektrisch leitende Schicht dient.
4. Vorrichtung zur Bestimmung der Zusammensetzung von Gasgemischen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Elektrode und Gegenelektrode als zwei sich im Innern des Meßrohres gegenüberstehende elektrisch leitende Flächen ausgebildet sind.
9
deutsche Patentanmeldung Nr. S-2677 IX/421.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3751491T2 (de) Beschichteter fühler zur korrosions- und elektrobeschichtungskontrolle.
DE2501812C2 (de) Meßanordnung zur Messung der Leitfähigkeit eines Elektrolyten
CH663844A5 (de) Thermischer massendurchflussmesser, insbesondere fuer gase.
DE1906388C3 (de) Einrichtung zur kontinuierlichen Bestimmung des Sauerstoffgehalts schmelzflussiger Metalle
DE102009046653A1 (de) Magnetisch-induktives Durchflussmesssystem mit beheizbarem Widerstandsthermometer
DEC0008432MA (de)
DE970488C (de) Vorrichtung zur Bestimmung der Zusammensetzung von Gasgemischen
DE401050C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Messung von Waermefluessen
DE441896C (de) Fluessigkeitsstandfernanzeiger, bei dem die elektrische Widerstandsaenderung eines aus Widerstandskoerper, Spannungsquelle und Messinstrument bestehenden Stromkreises zur Hoehenstandsanzeige der Fluessigkeit verwandt wird
DE10012938C2 (de) Anordnung zur Messung der lokalen elektrischen Leitfähigkeit und Temperatur in Fluiden
DE102015222384A1 (de) Füllstandsmesseinheit und Verfahren zur Bestimmung eines Füllstands
DE742690C (de) Gasanalytisches Messverfahren, insbesondere fuer die Bestimmung des Sauerstoffgehaltes von Gasgemischen
DE102007019925A1 (de) Anordnung zur zweidimensionalen Messung der Temperaturverteilung in einem Messquerschnitt
DE892981C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung und Kontrolle der Zusammensetzung von Gasgemischen
DE1943748A1 (de) Heiz- und Temperaturmessgeraet
DE2047987B2 (de) Sonde zur feststellung einer sich in einem mit einer elektrisch gut leitenden fluessigkeit gefuellten behaelter bildenden gasblase
DE169497C (de) Thermoelektrisches Pyrometer zum Messen der Temperatur geschmolzener Leiter.
AT388455B (de) Waermestromaufnehmer fuer die messung instationaerer waermestroeme
DE1278759B (de) Messzelle zum Bestimmen der elektrischen Leitfaehigkeit von Fluessigkeiten
DE2133419C (de) Meßsonde zum Bestimmen der Ionenkonzen tration in Flüssigkeiten
DE167767C (de)
DE40789C (de) Elektrisches Thermometer
DE10323827B4 (de) Sensor zur Messung der Wärmeleitfähigkeit einer Probe
DE495598C (de) Vorrichtung zum Anzeigen des Konzentrationszustandes von Fluessigkeiten mittels in diese eintauchender Elektroden
DE186021C (de)