DEC0007054MA - - Google Patents

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DEC0007054MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 30. Januar 1953 Bekanntgemacht am 5. Juli 19SC
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, vor oder hinter Last- oder Leistungs-Trennschaltern in Mittelspannungsanlagen Hoehieistungssicherungein oder Unterbrecher anzuordnen. Die auswechselbaren. Sicherungspatronen sitzen in entweder getrennt vom Schalter angeordneten, oder mit diesem zu einer Einheit verbundenen Sicherungsträgern.
In Anlagen, mit unter dem Schalter befindlichen Sicherungen, in. denen von unten nach dem Anspre^- chen der Sicherungen, und zumeist dadurch zwangläufig erfolgtem, automatischem Öffnen des Schalters die Spannung ansteht, erfordert das Auswechseln; der Sicherungspatronen Sorgfalt und Vorsicht. Das Auswechseln mittels Isolierbedienungszangen, ist oft wegen der häufig großen Abmessungen, und Gewichte der Sicherungspatronen recht beschwerlich. Auch bei von oben anstehender Spannung und. über dem Schalter befindlichen .Sicherungen liegen die Verhältnisse kaum günstiger.
Man hat Last- oder Leistungs-Trennschalter gebaut, bei denen die Schaltmesser aus Isoliermaterial bestehen, die durch Sicherungspatronen überbrückt werden. Beim Ansprechen, der Sicherungen und dadurch, ausgelöstem Abschalten des Schalters werden, die' Sicherungspatronen mechanisch, bewegt und entweder wie ein Schwenk- oder wie ein
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trennmesser einseitig abgeschaltet. Bei diesen Bauhöhe einsparenden Geräten sind die Sicherungspatronen für die Auswechselung spannungsfrei, wenn die Spannung von -oben, ansteht, dagegen nicht, wenn die Spannung unterhalb des Gerätes bzw. an der Seite ansteht, äh der die Sicherungspatronen nicht über eine Lufttrennstrecke abgeschaltet wurden.
Da. bei den, vorerwähnten, kombinierten Sicherungs-Last-Trennschaltern die Ausschaltlage der Sicherungspatronen nur dann, einwandfrei verriegelt und durch die. Erschütterung beim Auswechseln der Sicherungspatronen nicht aufzuheben ist] wenn der Schalter mit einem selbstsperrenden Handantrieb oder mit komplizierten Sicherheitsvorrichtungen versehen ist, andererseits derartige Geräte aber im Interesse eines einfachen und wirtschaftlichen Aufbaues von Mittelspannungsschaltanlagen in den, meisten Fällen, nur mittels einer losen Isolierschaltstange betätigt werden, muß das Auswechseln der Sicherungspatronen, aus Sicherheitsgründen immer, d. h. auch bei nicht an Spannung liegenden Siche;-rungspatronen, mittels Isolierbedienungszange vorgenommen, werden.
Es sind kombinierte Sicherungs-Last-Trennschalter bekanntgeworden, bei denen die Sicherungspatronen nach der Art einer Trennsicherung oder eines Hub-Brücken-Schalters gleichzeitig mit beiden Endkontakten aus den feststehenden. Schaltstücken, herausgehoben werden, wodurch die Siche;-rungspatronen, gleichgültig ob die Spannung über oder unter dem Gerät ansteht, immer nach der Abschaltung für die Auswechselung spannungsfrei sind. Abgesehen davon, daß diese Geräte hinsichtlieh ihrer automatischen Funktion wegen der mit der Parallelführung der Schalttraverse verbunden nen Reibung und Verklemmungsmöglichkeit im Dauerbetrieb unzuverlässig sind, bauen, sie auch breitenmäßig wegen, der ,Führungsstangen recht groß, wenn die vorgeschriebenen Abmessungen der Lufttrennstrecken eingehalten werden. Darüber hinaus gilt der für kombinierte Geräte mit einseitiger Abschaltung erwähnte Nachteil der nicht zuverlässigen Verriegelung der Ausschaltlage für je
Phase doppelt unterbrechende Geräte in, besonderem Maße. Die nach der Abschaltung völlig bzw. an beiden Seiten spannungsfreie Sicherungspatrone muß wegen der- nicht genugenden Verriegelung auch bei diesen Geräten aus Sicherheitsgründen mittels Isolierschaltzange ausgewechselt werden.
Nachstehend wird ein neuartiger Sicherungs-
Last-Trennschalter beschrieben, der die Nachteile der vorgenannten Geräte nicht hat. Die Abbildung
zeigt einen Schalter nach der Erfindung in. Seiten-
ansieht. Es handelt sich im wesentlichen um den kombinierten Zusammenbau eines Last- oder Leistungs-Trennschalters I mit einem stromlos zu schaltenden . Trennschalter II zu einer Einheit III, wobei die Verbindung zwischen I und II durch Hochleistungssicherungen HS hergestellt wird. Kennzeichnend ' ist die Verwendung von Schaltern mit Schwenktrennmessern, die dem Gerät bei VDE-mäßigeri Trennstfecken. T eine: bestimmte Ausschalthöhe A geben, sowie eine derartige Anordnung der Schalter I und II, daß die Drehpunkte der Trennmesser des Schalters I unmittelbar neben denen der Trennmesser des Schalters II liegen. Die für die Ausschaltstellung strichpunktiert gezeichneten Trennmesser ι und 2 des Last-Trennschalters I und des Trennschalters II bilden in dieser Stellung den vom Winkel W und, vom kleinsten VDE-mäßigen Abstand TS abhängigen, toten Dreiecksraum D, der ernndungsgemäß für die Unterbringung der Sicherung HS ausgenutzt wird. Dadurch ergeben sich Vorteile in verschiedenster Hinsicht:
a) Die Ausschalthöhe A wird durch die Verwendung von Sicherungen nicht vergrößert-;
b) die Bauhöhe B wird, praktisch, nicht größer als bei einem Last-Trennschalter mit darunter im Leitungszug angeordneten Sicherungen, bei dem nicht wie hier eine doppelte, sondern nur eine einseitige Abtrennung der Sicherung vorhanden ist;
c) die nach der Abschaltung völlig spannungsfreien Sicherungen HS sind vom Bedienungsgang (Pfeilrichtung G) aus gut zugänglich und stehen in der »Ein«- wie in der »Aus«-Schaltlage unverändert fest, so daß ein völlig gefahrloses Auswechseln, auch ohne Isolierschaltzange, möglich ist;
d) der Aufbau des Gerätes kann aus serienmäßig gefertigten Einzelgeräten I, II erfolgen, die zusatz-Hch an den Drehpunktkontaktstücken 3 und 4 ihrer Trennmesser 1 und 2 mit besonderen, vorgezogenen bzw. abgewickelten Kontaktträgern, 5 und 6 und an diesen befestigten. Aufnahmekontaktstücken, 7 und 8 für die Sicherungen, HS versehen sind, wobei die die Isolatoren 9 und 10 tragenden Grundrahmen, 11 und 12 durch die Verbindung V zu einer Einheit verbunden sein können, die zur Anpassung an die Länge jeweils zur Verwendung kommender Sicherungen HS einsteilbar sein kann;
e) für die Geräte sind keine schiebenden, oder gleitenden Funktionsteile erforderlich, die bei automatisch arbeitenden Geräten durch Verziehungen oder Verkilemmungen bzw. durch Verharzen der Gleitfette zu Betriebsstörungen Anlaß geben.;
f) die Montage ist durch die. Verbindung V wegen der Gewichtsauf teilung auf die einzelnen montierbaren Geräte I und II sehr erleichtert;
g) bei Verwendung von Sicherungen mit ausblasendem Gasstrom K können von diesem keine no Anlagenteile getroffen werden, weil die Sicherung vorgeizogen und frei liegt.
Es ist möglich, die Anordnung auch ohne Last- oder Leistungs-Trennschalter mit nur zwei Trennschaltern zu verwenden, wenn nur verhältnismäßig kleine Ströme zu schalten, sind..
Bei der Verwendung eines Last- oder Leistungs-Trennschalters zusammen mit einem Trennschalter sollen Vorkehrungen getroffen, werden, die ein Öffnen, des Trennschalters erst nach dem Abschalten des Last- oder Leistungs-Trennschalters zulassen. Das kann durch elektrische, mechanische oder pneumatische Verriegelung oder durch Anbau eines zwangläufig in der gewünschten Reihenfolge arbeitenden. Antriebes erfolgen. Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbeispiel eine zwangläufige
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Kupplung der Schalterwellen 13 und 14 über Hebel 15 und 16 und eine als Kulisse ausgebildete Verbindungsstange 17 mit Schlitz 18. Beim Ausschalten an der S ehalt er welle 13, die gleichzeitig Antriebswelle ist, wird zuerst der Last-Trennschalterl ausgeschaltet und, dann beim Weiterschalten dieses Gerätes in. die Endausschaltlage der Trennschalter zwangläufig mitgenommen und geöffnet. Umgekehrt erfolgt zunächst das Schließen des Trennschalters II und anschließend das zwangläufige Einschalten des Last- oder Leistungs-Trennschalters I. Das Prinzip der Lichtbogenlöschung des Lastoder Leistungs-Trennschalters kann verschieden sein, beispielsweise durch selbst- oder fremd-' erzeugte Druckluft, Hartgas od. dgl. Das Ausführungsbeispiel zeigt ein Gerät, bei dem die Unterbrechung durch, ein. schnellschaltendes Abreißmesser 19 in einer Kammer 20 erfolgt.
Wenn Last- oder Leistungs-Trennschalter mit Ausschaltfedern und Freiauslösung (Schaltschloß) verwendet werden, ist das automatische Abschalten möglich, wenn durch den Schlagstift 21 der Sicherung HS über ein Auslösegestänge 22 die Freigabe der Freiauslösung 23 erfolgt. Das automatische Abschalten kann sich bei dem Ansprechen, einer beliebigen Sicherung HS auf alle drei Schalterpole, oder durch, entsprechende Verriegelungen auch, nur auf die kranke Schalterphase1, d. h, auf den Pol beziehen, dessen Sicherung >angesprochen hat. Eine automatische Abschaltung nur einer Sicherung ist z. B. dadurch möglich, daß ihr Schlagstift 21 eine Verklinkung freigibt und die Sicherung HS, die unten mit einem Drehgelenk ausgerüstet ist, um ihren, unteren Drehpunkt nach Art einer Ausfallsicherung schwenkend, öffnet. Dabei kann der Netz"-betrieb zweiphasig weiterlaufen,, bis die angesprochene Sicherung ersetzt und mittels Schaltstange wieder für den dreiphasigen Betrieb zugeschaltet wird.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Kombinierter Sicherungs-Last-Trennschalter, dadurch gekennzeichnet, daß ein Last- oder Leistungs-Trennschalter (I) mit schwenkenden Trennmessern (1) mit einem Trennschalter (II) mit schwenkenden Trennmessern (2), wobei die Drehpunkte der Trennmesser des Schalters (I) unmittelbar denen der Trennmesser des Schalters II benachbart angeordnet sind, über Sicherungen, (HS) derartig verbunden, ist, daß der in der Ausschaltlage der Trennmesser zwischen diesen gebildeten Raum (D) für die räumliche Unterbringung der Sicherungen '(HS) ausgenutzt wird.
  2. 2. Kombinierter Sicherungs-Last-TFernschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an, den Drehpunktkontaktstücken (3, 4) der Einzelgeräte (I, II) vorgezogene oder abgewinkelte Kontaktträger (5, 6) mit daran, befestigten Aufnahmekontaktstücken (7, 8) für die Sicherungen, (HS) angebracht sind.
  3. 3. Kombinierter Sicherungs-Last-Trennschalter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelgeräte (I, II) zu einer Einheit (III) verbunden sind, wobei die Verbindung (V) in Anpassung an die Längen der Sicherungen, (HS) verstellbar sein kann.
  4. 4. Kombinierter Sicherungs-Last-Trennschalter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß elektrische, pneumatische oder mechanische Verriegelungen vorgesehen sind, die das Öffnen des Trennschalters (II) erst nach dem Ausschalten des Last-Trennschalters (I) zulassen.
  5. 5. Kombinierter Sicherungs-Last-Trennschalter nach. Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Last-Trennschalter (I) mit automatischer Ausschaltung arbeitet, die durch den Schlagstift (21) einer Sicherung (HS) oder durch Primär- oder Sekundärauslöser ausgelöst wird.
  6. 6. Kombinierter Sicherungs-Last-Trennschalter nach Anspruch 1 bis S, dadurch, gekennzeichnet, daß die willkürliche Betätigung von einer Antriebswelle. (13) aus erfolgt, die mit der zweiten. Schalterwelle (14) zwangläufig so verbunden ist, daß beim Ausschalten zuerst der Last-Trennschalter (I) öffnet und beim Einschalten, zuerst der Trennschalter (II) geschlossen wird.
  7. 7. Kombinierter Sicherungs-Last-Trennschalter nach Anspruch 1 bis 6, dadurch, gekennzeichnet, daß bei automatischer Auslösung entweder eine allpolige Unterbrechung oder nur ein Abschalten einer einzelnen Phase erfolgt, das von einer unterbrechenden Sicherung (HS) gesteuert wird.
  8. 8. Kombinierter Sicherungs-Last-Trennschalter nach Anspruch 1 bis 7, dadurch, gekennzeichnet, daß die automatische Auslösung der Sicherung (HS) in nur einer beliebigen Phase nach Art einer Ausfallsicherung erfolgt.
  9. 9. Kombinierter Sicherungs-Last-Trennschalter nach Anspruch 1 bis 8, dadurch, gekennzeichnet, daß an Stelle des Last-Trennschalters
    (I) ein Trennschalter (wie II) vorgesehen, ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 847615, 467221.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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