DE9412666U1 - Glasscheibe für Kühltheken - Google Patents

Glasscheibe für Kühltheken

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    • H05B3/84—Heating arrangements specially adapted for transparent or reflecting areas, e.g. for demisting or de-icing windows, mirrors or vehicle windshields
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47F—SPECIAL FURNITURE, FITTINGS, OR ACCESSORIES FOR SHOPS, STOREHOUSES, BARS, RESTAURANTS OR THE LIKE; PAYING COUNTERS
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Description

Glasscheibe für Kühltheken
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Glasscheibe für den Einbau in Kühltheken mit einer elektrischen Widerstandsheizung auf einem Teil ihrer im eingebauten Zustand zum Inneren der Kühltheke gerichteten Oberfläche.
Mit einer derartigen Glasscheibe ausgerüstete Kühltheken sind bekannt. Sie müssen sowohl eine ausreichende
Isolierung des Thekeninnenraums als auch freie Durchsicht auf die Waren ermöglichen. Wenn die Glasscheibe wesentlich kalter ist als die Umgebungsluft, dann kann bei einer
erhöhten Luftfeuchtigkeit die Scheibenoberfläche
beschlagen. Zur Vermeidung von Kondensation ist es daher zweckmäßig, die in einem besonders starken thermischen
Kontakt mit den gekühlten Bereichen der Theke stehenden Teile der Glasscheibe zu erwärmen. Zu diesem Zweck kann eine elektrische Widerstandsheizung auf einem Teil der
Glasscheibe vorgesehen sein.
Aus der EP 0 502 775 Al ist eine gattungsgemäße Glasscheibe bekannt, bei der der Heizwiderstand aus einer elektrisch leitfähigen, lichtdurchlässigen Dünnschicht besteht. Solche elektrisch leitfähigen Dünnschichten werden entweder
pyrolytisch oder nach einem Vakuumverfahren aufgebracht. Beim pyrolytischen Auftragen müssen die Glasscheiben auf eine verhältnismäßig hohe Temperatur erwärmt werden, so daß die Glasscheiben zu diesem Zweck einer aufwendigen
Wärmebehandlung unterworfen werden müssen. Das Auftragen der Dünnschicht mit Hilfe eines Vakuumverfahrens ist
ebenfalls aufwendig, weil hierfür kostspielige Anlagen
erforderlich sind. Außerdem sind derartige Dünnschichten empfindlich gegen mechanische Beanspruchungen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Glasscheibe der gattungsgemäßen Art zu schaffen, die ebenfalls eine Kondensation von Wasser auf der Scheibenoberfläche verhindert, jedoch einfacher in ihrer Herstellung ist. Die Glasscheibe soll ferner unempfindlich gegen mechanische Beanspruchungen sein.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer gattungsgemäßen Glasscheibe dadurch gelöst, daß die elektrische Widerstandsheizung aus dünnen metallischen Drähten besteht, die in einer mit der Glasscheibe verbundenen thermoplastischen Kunststoffschicht eingebettet sind, und daß die thermoplastische Kunststoffschicht mit einer hochelastischen weichen Kratzfestschicht mit Selbstheileigenschaften verbunden ist.
Die Erfindung sieht also vor, die Glasscheibe in dem besonders kondensationsgefährdeten Bereich ihrer Oberfläche mit einer thermoplastischen Kunststoffschicht zu verbinden, in die elektrische Heizdrähte eingelegt wurden, und diese thermoplastische Kunststoffschicht ihrerseits durch eine weiche Kratzfestbeschichtung gegen mechanische Beanspruchungen zu schützen. Verfahren zum Einlegen von Heizdrähten in thermoplastische Kunststoffschichten gehören zum Stand der Technik, ebenso wie weiche Kratzfestschichten. Die Herstellung der erfindungsgemäßen Glasscheibe ist mit einem vergleichsweise geringen technischen Aufwand möglich.
Während es sich bei den bekannten Heizscheiben mit eingelegten Widerstandsdrähten um Verbundglasscheiben handelt, bei denen die mit den Widerstandsdrähten versehene thermoplastische Kunststoffschicht auf beiden Seiten mit je einer Glasscheibe verbunden ist, ist bei der erfindungsgemäßen Glasscheibe die Beheizung mit Widerstandsdrähten bei einer Einzelglasscheibe möglich.
Verbundglasscheiben eignen sich nämlich nicht für die Verwendung in Kühltheken, weil dort erhebliche mechanische Belastungen auftreten, die eine Glasscheibe aus thermisch vorgespanntem Glas erfordern. Aus technischen Gründen ist es jedoch nicht möglich, zwei thermisch vorgespannte gebogene Glasscheiben mit einer geometrischen Form, wie sie für Kühltheken erforderlich ist, zu einer Verbundglasscheibe miteinander zu verbinden, so daß nur monolithische Glasscheiben für Kühltheken zum Einsatz kommen. Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen wird es nun möglich, auch solche monolithischen Glasscheiben mit einer Widerstandsheizung aus Heizdrähten zu versehen, ohne daß die so ausgebildete Heizscheibe gegen mechanische Belastungen empfindlich wäre.
Im praktischen Einsatz hat sich vor allem Polyurethan als Material für die hochelastische weiche Kratzschicht bewährt.
Da die Kunststoffschichten leicht verformbar sind, können sie problemlos auch auf gebogenen Glasscheiben aufgebracht werden. Es können auf diese Weise Kühltheken mit gebogenen, großflächigen Scheiben in guter optischer Qualität hergestellt werden.
Weitere Vorteile, zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnungen sowie aus den Unteransprüchen.
Von den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 eine in eine Kühltheke einzubauende Glasscheibe in perspektivischer Darstellung, und
Fig. 2 einen Querschnitt durch einen Teilbereich der in Fig. 1 dargestellten Glasscheibe.
Die in Fig. 1 dargestellte Glasscheibe 1 ist für den Einbau in eine Kühltheke vorbereitet. In dem im eingebauten Zustand der Glasscheibe 1 den gekühlten Waren am nächsten liegenden unteren Bereich 2 ist die Glasscheibe 1 mit einer elektrische Widerstandsdrähte 3 aufweisenden Folie 4 versehen. Die Widerstandsdrähte 3 sind in die thermoplastische Folie 4 auf ihrer der Einzelglasscheibe zugewandten Seite eingelegt. Entlang der Seitenkanten 7, sind auf der Folie 4 verzinnte Kupferfolienbänder 9, 10 angebracht. Diese Kupferfolienbänder 9, 10 dienen als Samme1schienen für die als Heizleiter wirkenden elektrischen Widerstandsdrähte 3. Die Sammelschienen 9, sind über Anschlußelemente 11, 12 mit nichtdargestellten Stromkabeln verbunden.
Der Aufbau des mit einer elektrischen Widerstandsheizung versehenen Bereichs 2 der Glasscheibe 1 ergibt sich im einzelnen aus der Querschnittsdarstellung in Fig. 2. Die Glasscheibe 1 ist eine 6 mm dicke, vorgespannte Einscheibensicherheitsscheibe. Die im eingebauten Zustand dem Kühlraum zugewandte Oberfläche 14 der Glasscheibe 1 ist mit einer etwa 0,7 mm dicken thermoplastischen Folie 4, beispielsweise aus Polyvinylbutyral, verbunden. In die thermoplastische Folie 4 wurden dünne Wolframdrähte 3 mit einem Durchmesser von 20 bis 50 Mikrometern in gerader oder gewellter Form abgelegt und fixiert. Die Oberfläche der Wolframdrähte 3 ist geschwärzt, damit an ihnen keine störenden Lichtreflexionen entstehen. Die zum Thekeninnenraum gerichtete Oberfläche 15 der thermoplastischen Folie 4 ist mit einer Schicht 16 aus weichelastischem Polyurethan verbunden. Die thermoplastische Folie 4 und die weichelastische Schicht lassen sich wegen ihrer guten Verformbarkeit ohne Schwierigkeiten der Biegung der Glasscheibe 1 anpassen.

Claims (5)

Schutzansprüche
1. Glasscheibe für den Einbau in Kühltheken mit einer elektrischen Widerstandsheizung auf einem Teil ihrer im eingebauten Zustand zum Inneren der Kühltheke gerichteten Oberfläche, dadurch gekennz eichnet, daß die elektrische Widerstandsheizung aus dünnen Drähten (3) besteht, die in einer mit der Glasscheibe (1) verbundenen thermoplastischen Kunststoffschicht (4) eingebettet sind, und daß die thermoplastische Kunststoffschicht (4) mit einer hochelastischen weichen Kratzfestschicht (16) mit Selbstheileigenschaften verbunden ist.
2. Glasscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die thermoplastische Kunststoffschicht (4) aus Polyvinylbutyral besteht.
3. Glasscheibe nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die weiche Kratzfestschicht (16) aus Polyurethan besteht.
4. Glasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Glasscheibe (1) aus thermisch vorgespanntem Silikatglas besteht.
5. Glasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizdrähte (3) in der thermoplastischen Kunststoffschicht (4) auf der an der Glasscheibe (1) anliegenden Seite angeordnet sind.
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