DE8808869U1 - Vorrichtung zur Anzeige einer therapeutisch vorgebbaren Behandlungstemperatur - Google Patents

Vorrichtung zur Anzeige einer therapeutisch vorgebbaren Behandlungstemperatur

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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F7/00Heating or cooling appliances for medical or therapeutic treatment of the human body
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    • G01KMEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • G01K11/16Measuring temperature based upon physical or chemical changes not covered by groups G01K3/00, G01K5/00, G01K7/00 or G01K9/00 using changes in colour, translucency or reflectance of organic materials
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Description

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STD38.G5 Blatt 4
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Anzeige einer therapeutisch vorgebbaren Behandlungstemperatur gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Zur unterstützenden oder ausschließlichen Wärme- oder Kältetherapie sind unterschiedliche medizinische Geräte oder Einrichtungen wie Kompressen, Packungen, Mischauflagen, Kältestifte, elektrisch beheizbare Liegen, Heizkissen, Heizmatten oder dergleichen bekannt, die auf unterschiedliche Weise erwärmt bzw. abgekühlt werden. So werden bspw. Kompressen oder Packungen in entsprechenden Aufbereitungsgeräten erwärmt bzw. gekühlt, wobei die Kompressen oder Packungen mit einer vorzugsweise atoxischen, organischen Spezialfüllung versehen sind, die ein extrem niedriges Wärmeleitvermögen aufweist, so daß die Kompressen oder Packungen für den Anwendungsfall einer Kältetherapie auch bei tiefen Temperaturen gut angeformt werden können und sich nur sehr langsam erwärmen.
Die Kompressen oder Packungen können entweder in den speziellen Eispackungen-Aufbereitungsgsräten bzw. Wärmepakkungen-Aufbereitungsgeräten, in Kühl- oder Gefrierschränken oder in einem Heißwasserbad, einem Mikrowellenofen, einem Wärmeschrank usw. abgekühlt bzw. erwärmt werden.
Die von einem Benutzer in einen Kühlschrank oder einen Ge-
frierschrank eingelegten Packungen oder Kompressen werden dabei auf sehr unterschiedliche Kältegrade abgekühlt. In
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gleicher Weise werden die von einem Benutzer in ein Heißwasserbad, einen Wärmeschrank oder in einen Mikrowellenofen eingelegten Kompressen oder Packungen unterschiedlich stark erwärmt, wobei die Dauer des Verbleibs der Packungen 5 oder Kompressen im Wasserbad, Mikrowellenofen oder Wärmeschrank den Grad der Erwärmung ebenso bestimmt wie die Höhe der Temperatur des Heißwasserbades bzw. des Wärmeschrankes.
10 Auch bei der Anwendung von speziellen Aufbereitungsgeräten, die gegebenenfalls mit Temperatureinstell- und -überwachungsvorrichtungen versehen sein können, hängt die zur Behandlung erreichte Temperatur von verschiedenen Faktoren wie Verweilzeit außerhalb des Aufbereitungsgerätes, der Verweilzeit im Aufbereitungsgerät usw. ab, so daß in allen vorgenannten Fällen das Einhalten einer therapeutisch optimalen Temperatur nicht sichergestellt ist, was im Extremfall zu schädigenden Wirkungen, zumindest aber zu einer nicht optimalen Behandlung führt.
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Auch bei der therapeutischen Wärmebehandlung mittels Heizmatten, beheizbaren Liegen oder elektrischen Heizkissen erfolgt üblicherweise nur eine grobe Temperatureinstellung, die in der Regel keinen Aufschluß über die tatsächliehe Oberflächentemperatur des betreffenden Gerätes liefert, auf der sich ein Patient während der Behandlung befindet. Von besonderer Bedeutung ist eine exakte Temperaturanzeige bei der Verwendung von Heizmatten in Inkubatoren, da die richtige Temperatureinstellung zum Teil eine wesentliche Voraussetzung für das Oberleben eines Säuglings ist.
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STD38.G* Blatt 6
In zahlreichen therapeutischen Anwendungsfällen ist es wünschenswert, eine optimale Temperatur bzw. einen optimalen Temperaturbereich bei öer Kälte- oder Wärmebehandlung einzuhalten, um einen guten therapeutischen Erfolg zu er·· zielen. Diese optimale Temperatur bzw. der optimale Tempe-&idigr;&Ggr;&agr;&iacgr;&idiagr;&udigr;&idigr;&Ggr;&ugr;&bgr;&iacgr;&Ggr;&bgr;&Igr;&Ogr;&eegr; käim Zudem &ngr;&Ogr;&Ggr;&igr; döi jöweiliyön Körpöifpäif tie des Patienten abhängen, wobei bspw. mit Muskulatur versehene Körperbereiche oder gut durchblutete Körperbereiche höhere bzw. niedrigere Temperaturen vertragen können, während Extremitäten bei einer Wärmebehandlung unter diesem Bereich und bei einer Kältebehandlung über diesem Bereich liegen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Anzeigsvorrichtung der eingangs genannten ArL zu schaffen, die vor Behandlungsbeginn und während der Behandlungsdauer die optimale therapeutische Behandlungstemperatur leicht erkennbar anzeigt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das kennzeichrende Merkmal des Anspruchs 1 gelöst.
Die erfindungsgeniäße Lösung stellt sicher, daß die für eine bestimmte tritetapeutische Behandlung optimale Temperatur bzw. der optimale Temperaturbereich unmittelbar auf dem verwendeten medizinischen Gerät bzw. der verwendeten medizinischen Einrichtung angezeigt wird.
Die erfindungsgemäße Lösung eignet sich für jede Art von
Wärme- und Kältepackungen sowie Kompressen, KeI^. -.cen,
Heizliegen oder dergleichen. Wegen der Beständigkeit von
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Flüssigkristallanzeigen gegenüber Mikrowellenstrahlungen, Infrarotstrahlungen o.dgl. eignen sich die Anzeigen auch für die Erwärmung von Packungen oder Kompressen in Mikrowellenöfen oder bei der Anwendung in Wärmeschränken oder Inkubatoren. Auf diese Weise wird sichergestellt, daS die jeweils optimale Behandlungstemperatur optisch gut und leicht erkennbar angezeigt wird. Damit werden Behandlungsfehler bis hin zu einer Schädigung des Patienten vermieden, ohne daß größere Aufwendungen für das Erkennen der jeweils eingestellten Temperatur erforderlich sind.
Die verwendeten Flüssigkristall-Temperaturanzeigestreifen sind grundsätzlich bekannt und werden bspw. zur unmittelbaren Körpertemperaturanzeige auf Körperteile eines Pa- tienten aufgeklebt, um in einem Temperaturbereich von bspw. 36*C bis 42#C in bestimmten Abstufungen die Körpertemperatur anzuzeigen. Bei diesen Flüssigkristallanzeigen handelt es sich um kristalline Mesophasen, die sich als doppelbrechende, trübe, homogene Flüssigkeiten über den Schmelzpunkten bestimmter organischer Kristalle ausbilden, wobei bei definierten Umwandlungspunkten sprunghafte Eigenschaftsänderungen auftreten. Die mit solchen Eigenschaftsänderungen auftretenden optischen Änderungen werden zur Temperaturanzeige verwendet.
Wird nur ein FlUssigkristall-Anzeigefeld verwendet, so dient dies zur Anzeige der optimalen Behandlungstemperatur, bei der der Umwandlungspunkt mit dieser optimalen Behandlungstemperatur erreicht ist. Liegt die Temperatur des medizinischen Gerätes oder der medizinischen Einrichtung über oder unter dieser optimalen Behändlungetemperatur, so
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leuchtet die Flüssigkristallanzeige nicht auf, während mit dem Erreichen der optimalen Behandlungstemperatur bzw. eines therapeutisch wirksamen Temperaturbereichs die Flüssigkristallanzeige je nach Art der Flüssigkristalle grün, gelb, blau oder dergleichen aufleuchtet.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung weist mindestens zwei Anzeigefelder auf, die unterschiedliche Flüssigkristall-Anzeigemittel enthalten, so daß unterschiedliche Temperaturen oder Temperaturbereiche durch unterschiedliche Umwandlungspunkte angezeigt werden. Diese Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung ermöglicht es, bspw. bei Kältepackungen für eine Behandlung zu tiefe Temperaturen mittels des einen Anzeigefeldes zur Anzeige zu bringen, während bei einer optimalen Behandlungstemperatur das andere Anzeigefeld zur Anzeige kommt. Liegt die Temperatur der Kältepackung oberhalb der optimalen Behandlungstemperatur von bspw. -TC, so leuchtet keines der beiden Anzeigefelder auf, so daß der Patient optisch erkennen kann, daß keine optimale Therapie möglich ist. Durch die Verwendung von zwei Anzeigefeldern kann insbesondere erreicht werden, daß bei der Abkühlung der Kältepackung in einem Gefrierschrank die Kältepackung bei Beginn der Therapie eine zu tiefe Temperatur aufweist, was zu Erfrierungen bzw. Verbrennungen führen kann.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösung sieht, mindestens drei Anzeigefelder vor, die mit entsprechenden FlUssigkristall-Anzeigemitteln versehen sind/ die eine optimale Behandlungstemperatur bzw. einen optimalen Behandlungstemperaturbereich sowie Temperaturbe-
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reicher die darüber oder darunter liegen, zur Anzeige bringen. Mit einer derartigen Vorrichtung kann analog zu dem vorstehend beschriebenen £nwendungsfall zusätzlich das Nichterreichen einer optimalen Behandlungstemperatur sowie das Oberschreiten der optimalen Behandlungstemperatur angezeigt werden oder unterschiedliche optimale Behandlungstemperaturen zur Anzeige gebracht werden. Im letztgenannten Fall kann bspw. das Erreichen einer optimalen Behandlungstemperatur oder eines optimalen Behändlungstemperaturbereichs für unterschiedliche Körperpat;tien zur Anzeige gebracht werden.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösung weisen die Anzeigefelder Flüssigkristall-Anzeigemitcel auf, die bei Erreichen des Umwandlungspunktes in unterschiedlichen Farben aufleuchten oder die in gleichen Farben aufleuchten und unterschiedlich.·?» Symbole auf der Oberfläche enthalten, die bei Aufleuchten des Untergrundes erkennbar werden.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösung sind die Flüssigkristall-Temperaturanzeigestreifen mit einer Adhäsiv-Rückseite zum Aufkleben der Streifen auf ein medizinisches Gerät oder eine medizinische Einrichtung versehen.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Flüssigkristall-Temperaturanzeigestreifen mit einer Wärmeleitfolie verbunden ist, die über die Länge des Flüssigkristall- Temperaturanzeigestreifens hinausgeht. Zusätzlich kann die
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Wärmeleitfolie mit einer Adhäsiv-Rückseite versehen sein, so daß die Wärmeleitfolie in Verbindung mit dem darauf befindlichen Flüssigkristall-Temperaturanzeigestreifen auf ein medizinisches Gerät oder eine medizinische Einrichtung geklebt werden kann. In Verbindung mit einem beheizbaren Operationstisch kann damit die exakte Temperatur an der Liegestelle eines Patienten angezeigt werden, da die Wärmeleitfolie bis zur Liegefläche reicht, während der eigentliche Flüssigkristall-Temperaturanzeigestreifen außerhalb des Liegebereichs des Patienten angeordnet ist und die Temperatur im Liegebereich des Patienten anzeigt. Eine derartige Anzeige ermöglicht eine ständige Kontrolle der Liegeflächentemperatur beispielsweise während einer Operation, wobei die Kontrolle in Folge der optisch gut erkennbaren Flüssigkristall-Temperaturanzeigestreifen leicht und ohne das Erfordernis eines genauen Hinsehens möglich ist.
Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles soll der der Erfindung zugrundeliegende Gedanke näher erläutert werden. Es zeigen:
Figur 1 Eine schematische Ansicht einer Kältepackung mit einem FlUssigkristall-Temperaturanzeigestreifen;
Figur 2 eine schematische Darstellung einer Wärmepackung mit einem FlUssigkristall-Tempitaturanzeigestreifen und
Figur 3 eine Draufsicht auf einen FlUssigkristall-Temperaturanzeigestreifen mit sechs Anzeigefeldern..
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Die in Figur 1 schematisch dargestellte Kältepackuug 1 be steht aus einer Kunststoffteile die auch bei tiefen Tempo-
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raturen verformbar und schmiegsam ist und eine hohe Reißfestigkeit aufweist. In der Packungshülle ist ein vorzugsweise atoxischer, organischer Kälteträger vorgesehen, der auch bei Temperaturen von -20°C und kälter modulierbar ist und der sich während der Therapie nur sehr langsam erwärmt .
Mittig auf der Kältepackung ist ein Flüssigkeitskristall-Temperaturanzeigestreifen 3 angebracht, der drei Anzeigefelder 31, 32, 3J aufweist. Die Anzeigefelder 31, 32, 33 enthalten Flüssigkristalle mit unterschiedlichen definierten Umwandlungspunkten, so daß eine sprunghafte Änderung der optischen Eigenschaften bei unterschiedlichen Temperaturen auftritt.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel weisen die drei Anzeigefelder 31, 32, 33 den gleichen Farbton bei Erreichen des jeweiligen Umwandlungspunktes auf und tragen unterschiedliche Symbole auf ihrer Oberfläche, die bei Aufleuchten des betreffenden Anzeigefeldes sichtbar werden und außerhalb des betreffenden Temperaturbereiches unsichtbar bleiben bzw. schwer sichtbar sind. Der Umwandlungspunkt des ersten Anzeigefeldes 31 wird bspw. bei einer Temperatur von -5*C erreicht, von wo ab das erste Anzeigefeld 31 aufleuchtet. Das zweite Anzeigefeld 32 dient zur Anzeige der optimalen Therapietemperatur von bspw« -7"C und weist Flüssigkristallmittel auf, die ihren Umwandlungspunkt bei dieser Temperatur bzw. in einen um diese Temperatur liegenden Temperaturbereich erreichen. Das dritte Anzeigefeld 33 weist Flüssigkristalle als Anzeigemittel auf, die bei einer Temperatur von bspw. -10*C ihren
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Umwandlungspunkt erreichen und bei dieser Temperatur aufleuchten .
Die in den einzelnen Anzeigefeldern enthaltenen Flüssigkristalle können so eingestellt werden, daß bspw. das erste Anzeigefeld 31 im Temperaturbereich von -5eC bis bspw. O*C aufleuchtet, während das die optimale Behandlungstemperatur anzeigende zweite Anzeigefeld 32 eine Flüssigkristallmischung enthält, die im Bereich zwischen -6"C und -8*C aufleuchtet, während im dritten Anzeigefeld 33 Flüssigkristalle enthalten sind, die unterhalb einer Temperatur von -8eC aufleuchten.
Figur 2 zeigt eine Wärmepackung 2, die zur Wärmetherapie des Lumbaibereichs, der Hände, Handgelenke, Schultern oder Wirbelsäule eines Patienten dient und Schlaufen zum Herausheben der Wärmepackung 2 beispielsweise aus einem Heißwasserbad aufweist. Die Wärmepackung wird entweder in einem speziell dafür vorgesehenen Wärmepackungen-Aufbereitungsgerät oder in einem Warm- oder Heißwasserbad erwärmt und an der betreffenden Körperpartie des Patienten angelegt. In diesem Anwendungsfall weist die Wärmepackung 2 einen Flüssigkristall-Temperaturanzeigestreifen 3 auf, der zwei Anzeigefelder 34, 35 enthält. Die Anzeigefelder 34, 35 enthalten Flüssigkristall-Anzeigemittel mit unterschiedlicher Farbgebung bei unterschiedlichen Umwandlungspunkten.
So erreicht bspw. die in dem ersten Anzeigefeld 34 enthaltene Flüssigkristallmischung ihren Umwandlungspunkt in ei nem Temperaturbereich für eine optimale Wärmetherapie,
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während die FlUssigkristallmittel im zweiten Anzeigefeld 35 ihren Umwandlungspunkt bei Erreichen einer Temperatur aufweisen, bei der die Gefahr von Verbrennungen besteht.
In beiden vorgeschriebenen Anwendimgefailen werden die Kompressen bzw. Packungen 1 bzw. 2 abgekühlt bzw. erwärmt bis die den höchsten bzw. niedrigsten Temperaturbereich anzeigenden Anzeigefelder aufleuchten. Nach der Entnahme der Packungen bzw. Kompressen aus einem Gefrierschrank j 10 oder einem Heißwasserbad wird die Packung bzw. Kompresse \ solange der Umgebungstemperatur ausgesetzt bis das die op-
timale Behandlungstemperatur anzeigende Anzeigefeld zum Aufleuchten kommt, so daß die Wärme- oder Kältetherapie begonnen werden kann.
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Erlischt das die optimale Behandlungstemperatur anzeigende Anzeigefeld bzw. leuchtet das das Unterschreiten oder Überschreiten der optimalen Behandlungstemperatur anzeigende Anzeigefeld auf, wird die Behandlung beendet, da der optimale therapeutische Erfolg ohnehin nicht mehr zu erzielen ist.
Figur 3 zeigt einen Flüssigkristall-Temperaturanzeigestreifen 3 mit sechs verschiedenen Anzeigefeldern, deren Anzeigeflächen mit unterschiedlichen Symbolen zur Anzeige verschiedener optimaler Temperaturen für verschiedene Körperpartien eines Patienten versehen sind. Eine mit einer derartigen Flüssigkristall-Temperaturanzeigestreifen versehene Kälte- oder Wärmepackung kann im Handel angeboten und für jeden Anwender leicht erkennbar für verschiedene Anwendungszwecke verwendet werden, da zum Erreichen der
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optimalen Behandlungstemperatur nur das Aufleuchten des jeweiligen Anzeigefeldes beachtet werden muß. Auf diese Weise können Behandlungsffchler oder mangelhafte Therapieergebnisse vermieden werden, ohne daß ein behandelnder Arzt oder Therapeut die jeweilige Therapie überwachen muß.
£in derartiger Flüssigkristall-T^mperaturanzeigestreifen eignet sich auch für verschiedenartige medizinische Geräte wie Heizmattan, Heizliegen oder Heizkissen, deren jeweilige Oberflächentemperatur optimal angezeigt werden kann.
Die erfinoungsgemäße Flüssigkristall-Anzeigestreifen erweisen sich dort als besonders sinnvoll, wo die jeweils herrschende Temperatur optisch leicht erkennbar angezeigt werden muß. Dies gilt ebenso für Inkubatoren, in denen die exakte Anzeige der Behandlungstemperatur Voraussetzung für eine optimale Behandlung von Säuglingen ist wie für beheizbare Operationsliegen, die eine exakte und leicht erkennbare Temperaturanzeige im Bereich der Liegefläche eines Patienten erforderlich machen.
In Verbindung mit einer Wärmeleitfolie kann die Flüssigkristallanzeige beispielsweise am Rand einer beheizbaren Operationsliege angeordnet werden, während die Temperatur durch die Wärmeübertragung mittels der Wärmeleitfolie aus dem Bereich der Liegefläche eines Patienten angezeigt wird. Durch die Verwendung von gut erkennbaren Symbolen oder unterschiedlicher Farben der Flüssigkristallanzeige wird eine leichte Erkennbarkeit der jeweils optimalen 3a handlungstemperatur angezeigt, so daß kein genaues einsehen für den behandelnden Arzt erforderlich ist, der den
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jeweils optimalen Temperaturbereich aus dem Augenwinkel erkennen kann.
Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf das vorstehend angegebene bevorzugte Ausführungsbeispiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen Gebrauch machen. So können bspw. anstelle von Flüssigkristallen auch flüssige Mischkristalle oder dergleichen als Anzeigemittel der Anzeigestreifen verwendet werden.
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Claims (6)

Susanne Ruth STEINDORF 8. Juli 1988 Dorfring 23 D-2875 Ganderkesee 2 STD38.G5 Vorrichtung zur Anzeige einer therapeutisch vorgebbaren Behandlungstemperatur A nsprüche
1. Vorrichtung zur Anzeige einer therapeutisch vorgebbaren Behandlungstemperatur für wärme- oder kälteabgebende medizinische Einrichtungen oder Geräte, vorzugsweise für Kompressen, Packungen, Mischauflagen oder Kältestifte *ur
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STD38.G5 Blatt 2
Applikation von Wärme oder Kälte, medizinische Heizinatten, , Liegen, Heizkissen oder dgl. zur Wärme- oder Kältethera-
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5 gekennzeichnet durch
einen an der medizinischen Einrichtung (1,2) anbi:ingbaren Flüssigkristall-Temperaturanzeigestreifen (3) mit mindestens einem Anzeigefeld (31 bis 35), das eine vorgegebene Temperatur und/oder einen vorgegebenen Temperaturbereich optisch anzeigt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennze ichnet durch mindestens zwei Anzeigefslder (34, 35), die Flüssigkristalle zur Anzeige unterschiedlicher Temperaturen und/oder Temperaturbereiche aufweisen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mindestens drei Anzeigefelder (31, 32, 33), die Flüssigkristalle zur Anzeige einer Temperatur oder eines Temperaturbereiches unterhalb einer vorgegebenen Temperatur bzw. eines vorgegebenen Temperaturbereiches, zur Anzeige der vorgegebenen Temperatur bzw. des vorgegebenen Temperaturbereiches und zur Anzeige einer Temperatur oder eines Temperaturbereiches oberhalb der vorgegebenen Temperatur bzw. des vorgegebenen Temperaturbereiches aufweisen.
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STD38.G5 Blatt 3
4. Vorrichtung n<ich Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anzeigemittel der Anzeigefelder (31 bis 35) aus organischen Flüssigkristallen mit unterschiedlichen definierten Umwandlungspunkten bestehen, bei denen sich die optischen Eigenschaften sprunghaft ändern.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
FliJssigkristall-Temperaturanzeigestreif en (3) mit einer Adhäsiv-RUckseite zum Aufkleben der Flüssigkristall-Temperaturanzeigestreifen auf ein medizinisches Gerät oder eine medizinische Einrichtung (1, 2) versehen sind.
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6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Flüssigkristall-Temperaturanzeigestreifen (3) mit einer wärmeleitenden Folie verbunden ist, die über die Länge des FlUssigkristall-Temperaturanzeigestreifens (3) hinausgeht.
DE8808869U 1988-07-09 1988-07-09 Vorrichtung zur Anzeige einer therapeutisch vorgebbaren Behandlungstemperatur Expired DE8808869U1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19608129A1 (de) * 1996-03-02 1997-09-04 Karl H A Dr Schmidt Selbstklebender Indikator
DE10238079B4 (de) * 2001-11-09 2005-09-08 Möllmann, Michael, Dr.med. Priv.-Doz. Anordnung zur Aufrechterhaltung der normalen Körpertemperatur von Patienten

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