DE8804328U1 - Elektrostatisch wirkendes Rußabbrennfilter - Google Patents
Elektrostatisch wirkendes RußabbrennfilterInfo
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Description
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Johannes A. HülIer/Wolfgang Stingel
TITEL:
ANWENDUNGSGEBIET:
Die Erfindung betrifft ein Filtersystem für alle Rußerzeuger, wie z. B. Dieselmotoren, Gasöl-Turbinen,
Hausbrandanlagen usw., das den Ruß aus dem Verbrennungsabgas ausfiltert und diesen zu Kohlendioxyd verbrennt.
ZWECK:
Ein derartiges Filtersystem muß den Ausstoß von schädlichen Rußpartikeln in die Atemluft auf ein erträgliches Maß
reduzieren bzw. ganz verhindern.
Zur Erfüllung dieser Erfordernisse sind derzeit keramische Rußabbrennfiltersysteme bekannt, bei denen in einer Art
keramischen Siebes die Rußpartikel in Sacklöchern angesammelt werden, wo sie zu einem späteren Zeitpunkt
mittels eines ölbrenner* freigebrannt werden. Die nach diesem Prinzip arbeitenden Systeme sind bekannt unter den
Namen "Duplex-Rußabbrennfilter" (MAN) bzw. "Mickelfiltersystem"
(Daimler Benz).
Alle diese Systeme haben den Nachteil, daß der Abgasfluß durch den Partikelfilter stark gehemmt wird (Verstopfungsgefahr) und dadurch beispielsweise die Leistungsabgabe eines
Dieselmotors erheblich reduziert wird bzw. der Wirkungsgrad
wesentlich verschlechtert wird.
Außerdem sind diese Systeme technisch sehr aufwendig und deshalb teuer, wartungsintensiv und benötigen einen relativ
großen Platzbedarf. was die Anwendung auf stationäre Anlagen. LKW und ähnliches beschränkt.
AUFGABE:
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für alle Rußerzeuger ein selbsttätig und sicher arbeitendes Filtersystem anzubieten, das einfach, platzsparend und preiswert
ist und bei allen Rußerzeugern ohne Umstände eingebaut bzw. nachgeröstet werden kann.
LÖSUNG:
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Verbrennungsabgase - nahezu strömungsverlustlos - durch ein elektrostatisches FUtersystem geführt werden (die
Wirkungsweise eines elektrostatischen Filters wird als bekannt vorausgesetzt), wobei im Abgas mitgeföhrte
Rußpartikel - unter der Einwirkung des elektrischen Feldes -an eine Elektrode angelagert werden. Diese Elektrode ist
zentral im Abgaskanal, längs der Strömung, plaziert und elektrisch auf ca. 800 0C aufgeheizt. Durch Zufuhr von Luft
Johannes A. Müller/Wolfgang Stingel
(&zgr;. B. aus dem Bordnetz des Druckluftsystems) wird nun an
der erhitzten Elektrode der angelagerte Ruß zu Kohlendioxyd verbrannt und über den weiteren Abgaskanal an die Umwelt
abgegeben.
BESCHREIBUNG EINES AUSFÜHRUNGSBEISPIELS:
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Skizze
dargestellt und im folgenden näher beschrieben:
Es zeigen Fig. 1 einen Querschnitt durch das elektrostatische Rußabbrennfilter und Fig. 2 einen Längsschnitt
durch dasselbe.
Das elektrostatische Rußabbrennfilter setzt sich im
wesentlichen zusammen aus:
a) Zentral 1iegende - durch den Keramikisolator (2) rundum
isolierte - Hochspannungselektrode (1) (= metallisierte
Innenwandung des Keramikisolators (2))
b) Keramikisolator (2) mit Distanzsteg oben und unten
c) Elektrische Heizleiterwicklung (3)
d) Temperatursensor für thermostatisch gesteuerte Regelung des Heizstromes (4)
e) Federelemente oben und unten (5) (zwischen Gehäuse und
Keramikisolator)
f) Gehäuse (6) (= Gegenelektrode)
g) Gehäusedeckel (7)
h) Hochspannungszuführung (8)
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i) Heizleiterstromzuführung (9)
j) Fixiernasen (10) im Gehäuse und Deckel
Der Gehäusedeckel (7) ist mit dem Gehäuse (6), das als Gegenelektrode des elektrostatischen Filters funktioniert,
mittels Schraubverbindung lösber verbunden= Des komplett-p
Gehäuse ist elektrisch auf Massepotential zu legen.
Innerhalb des Gehäuses ist der Keramikisolator (2) mit den Distanzstegen oben am Gehäuse (6) und unten am Gehäusedeckel (7) durch die Fixiernasen (10) am Gehäuse (6) und
Gehäusedeckel (7) fixiert. Durch die zwischen den Distanzstegen des Keranikisolators (2) und dem Gehäuse (6) bzw.
Gehäusedeckel (7) liegenden Federelemente (5) wird eine Vorspannung erzielt, durch die die unterschiedlichen
Wärmeausdehnungskoeffizienten der verschiedenen Materialien ausgeglichen werden.
Um den äußeren Umfang des zylindrischen Keramixisolators (2)
ist ein elektrischer Heizleiter (3) gewendelt. Der Heizleiter (3) sowie ein Temperatursensor (4) wird innerhalb
des oberen Distanzsteges des Keramikisolators (2) durch ein Loch im Federelement (5) und Gehäuse (6) nach außen
geführt (9).
Die innere Wandung des zylindrischen Keramikisolators (2)
ist hitzefest metallisiert und wirkt als Hochspannungselektrode (1) gegenüber dem auf Massepotential liegenden
Gehäuse (6) und Gehäusedeckel (7). Die Hochspannungszuführung (8) wird durch ein Loch im Gehäusedeckel (7) und
Federelement (5) innerhalb des unteren Distanzsteg as Keramikisolators (2) zur hitzebeständig metallisierten
inneren Wandung des Keramikisolators (2) - der Hochspannungselektrode (1) - geführt.
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Grundsätzlich kann die Plazierung von Hochspannungselektrode (1) und Heizleiter (3) getauscht werden, so daß
der Keramikisolator (2) von innen beheizt wird und die Hochspannungselektrode an der Außenseite des Keramikisolators (2) aufgebracht wird.
\ ERZIELBARE VORTEILE: *i
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen ■
insbesondere darin, daß zur Filterung der Rußpartikel und deren Verbrennung ein einfaches, preiswertes, automatisch
und sicher arbeitendes System eingesetzt werden kann, das nahezu keine Strömungsverluste im Abgasstrom verursacht und
durch den geringen räumlichen Mehrbedarf überall eingesetzt werden kann. Durch den einfachen Aufbau sind eventuelle
Reparaturen problemlos und schnell durchführbar.
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Fig. 1 Querschnittzeichnung Fig. 2 Längsschnittzeichnung
Gehäuse
Teil Nr
Elektrostatisch wirkender
Rußabbrennfilter
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Claims (6)
- Johannes A. MQller/Wolfgang StingelSCHUTZANSPROCHE1- Elektrostatisch wirkendes Rußabbrennfilter für Verbrennungseinrichtungen bzw. Verbrennungsmaschinen, gekennzeichnet dadurch, daß die Hochspannungselektrode(1) im Zentrum des kompletten Filtergehäuses ((6) und (7)) durch den oberen und unteren Distanzsteg des Keramikisolators (2) fixiert wird und der Keramikisolator (2) mittels elektrischem Heizleiter (3) beheizt wird.
- 2. Elektrostatisch wirkendes Rußabbrennfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochspannungselektrode (1) durch den metallisierten inneren Hohlraum ausgebildet ist, der zentral im Keramikisolator (2) untergebracht ist.
- 3. Elektrostatisch wirkendes Rußabbrennfilter nach den Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Keramikisolator (2) durch dessen oberen und unteren Distanzsteg zentrisch im kompletten Filtergehäuse ((6) und (7)) gelagert ist.
- 4. Elektrostatisch wirkendes tfußabbrennfilter nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Hohlräume in den oberen und unteren Distanzstegen des Keramikisolators (2) einerseits die Hochspannungszuführung (8) zur Hochspannungselektrode (1) und andererseits die Heizleiterstromzuführung (9) sowie der Anschluß des Temperaturfühlers (4) zum Keramikisolator(2) geführt werden kann.I Il ·Johannes A. MQller/Wolfgang Stingel &iacgr; - 2 -
- 5. Elektrostatisch wirkendes Rußabbrennfilter nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem zentral liegenden Keramikisolator (2) Heizleiterwendeln (3·) sowie ein Temperaturfühler (4) aufgebracht sind.
- 6. Elektrostatisch wirkendes Rußabbrennfilter nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das komplette Filtergehäuse ((6) und (7)) über den Masseanschluß (11) auf Massepotential zu legen ist. Das komplette Filtergehäuse ((6) und (7)) besteht aus dem Gehäuse (6) mit den Fixiernasen (10) und dem Gehäuse-Deckel (7) mit den Fixiernasen (10). Es nimmt über Federelemente (5) den Keramikisolator (2) durch Einpassen der oberen und unteren Distanzstege in die Fixiernasen (10) auf.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8804328U DE8804328U1 (de) | 1988-03-30 | 1988-03-30 | Elektrostatisch wirkendes Rußabbrennfilter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8804328U DE8804328U1 (de) | 1988-03-30 | 1988-03-30 | Elektrostatisch wirkendes Rußabbrennfilter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8804328U1 true DE8804328U1 (de) | 1988-07-07 |
Family
ID=6822501
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8804328U Expired DE8804328U1 (de) | 1988-03-30 | 1988-03-30 | Elektrostatisch wirkendes Rußabbrennfilter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8804328U1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0335143A3 (de) * | 1988-03-30 | 1991-04-24 | Johannes Alfons Müller | Elektroabscheider zur Abscheidung von Russpartikeln aus dem Abgasstrom von Verbrennungseinrichtungen bzw. Verbrennungsmaschinen |
| DE102008037763A1 (de) * | 2008-08-14 | 2010-03-04 | Robert Bosch Gmbh | Elektrostatischer Abscheider und Heizsystem |
| DE102009021072A1 (de) * | 2009-05-13 | 2010-11-25 | Robert Bosch Gmbh | Elektrostatischer Abscheider und Heizsystem |
| EP2322281A1 (de) * | 2009-11-17 | 2011-05-18 | Robert Bosch GmbH | Heizungsanlage für Biomasse mit einem elektrostatischen Abscheider |
-
1988
- 1988-03-30 DE DE8804328U patent/DE8804328U1/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0335143A3 (de) * | 1988-03-30 | 1991-04-24 | Johannes Alfons Müller | Elektroabscheider zur Abscheidung von Russpartikeln aus dem Abgasstrom von Verbrennungseinrichtungen bzw. Verbrennungsmaschinen |
| DE102008037763A1 (de) * | 2008-08-14 | 2010-03-04 | Robert Bosch Gmbh | Elektrostatischer Abscheider und Heizsystem |
| EP2153902A3 (de) * | 2008-08-14 | 2013-11-13 | Robert Bosch GmbH | Elektrostatischer Abscheider und Heizungssystem |
| DE102009021072A1 (de) * | 2009-05-13 | 2010-11-25 | Robert Bosch Gmbh | Elektrostatischer Abscheider und Heizsystem |
| EP2322281A1 (de) * | 2009-11-17 | 2011-05-18 | Robert Bosch GmbH | Heizungsanlage für Biomasse mit einem elektrostatischen Abscheider |
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