DE8803767U1 - Niveauregelventil zum selbsttätigen Konstanthalten der Fahrgestellhöhe eines Fahrzeugs, insbesondere eines Kraftfahrzeugs mit Luftfederung - Google Patents
Niveauregelventil zum selbsttätigen Konstanthalten der Fahrgestellhöhe eines Fahrzeugs, insbesondere eines Kraftfahrzeugs mit LuftfederungInfo
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Description
Graubremse GmbH, Eppelheimer Str. 76, 6900 Heidelberg
Niveauregelventil zum selbsttätigen Konstanthalten der Fahrgestellhöhe eines Fahrzeugs, insbesondere eines
Kraftfahrzeugs mit Luftfederung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Niveauregelventil zum selbsttätigen Konstanthalten der Fahrgestellhöhe eines
Fahrzeugs, insbesondere eines Kraftfahrzeugs mit Luftfederung, mit einem Ventilgehäuse, einem federbelasteten
Doppelventilkörper, einem Einlaßsitz fur den
DoppelVentilkörper und ggf. einem im Ventilgehäuse gelagerten
Einsatzkörper, einem einen AuslaBsitz fur den Doppelventilkörper tragenden und int Einsatzkörper oder im
Ventilgehäuse abgedichtet verschiebbaren hohlen Ventilstößel,
dessen Stellung relativ zum Ventilgehäuse über einen außerhalb des Ventilgehäuses angeordneten schwenkbaren
Betätigungshebel veränderbar ist, wobei zur Bildung einer hababhangig veränderbaren Querschnitt aufweisenden Drossel
zum Be- und Entlüften eine örtliche Verdickung mit beidseitig
sich anschließenden Freiräumen am Ventilstößel relativ zu einer Bohrung im Einsatzkörper oder im Ventilgehäuse
vorgesehen ist und am Niveauregelventil zwei radiale
Bohrungen als Bestandteil zweier für je eine unterschiedlichen Fahrzeugseiten zugeordnete Leitung zu je
einem Luftfederbalg vorgesehen sind, zwischen denen eine Querdrosselstelle gebildet ist. Derartige Niveauregelventile
werden insbesondere für Lastkraftfahrzeuge und Anhänger
benötigt.
Ein Niveauregelventil der eingangs beschriebenen Art ist aus der DE-PS 33 33 888 bekannt, wobei dieses Niveauregelventil
einen Einsatzkörper aufweist, der in axialer Richtung abgedichtet im Ventilgehäuse gelagert und in axialer Richtung
zum Zwecke der Einstellung der Abschlußstellung verstellbar ist. Dieses Niveauregelventil ist auch bereits den
Luftfederbälgen zweier unterschiedlicher Fahrzeugseiten zugeordnet, wobei die radialen Bohrungen zum Anschluß der
Leitungen nicht nur das Ventilgehäuse, sondern auch den Einsatzkörper radial durchdringen und in einem im Durchmesser
eingezogenen Bereich am Einsatzkörper enden. Der Einsatzkörper weist in diesem Bereich auf seinem äußerem
Umfang eine unrunde Querschnittsgestaltung auf, derart, daß hier bereits eine Drosselstelle in Querrichtung gebildet ist.
Auch die Gestaltung zwischen einer Verdickung am hohlen Ventilstößel und dem inneren Umfang des Einsatzkörpers ist so
gestaltet, daß in Querrichtung eine Drosselung stattfindet. Insgesamt wird damit eine Querdrosselstelle gebildet, die
verhindert, daß bei Kurvenfahrt und entsprechenden Wankbewegungen Druckluft aus dem einen Luftfederbalg auf der
einen Fahrzeugseite in den Luftfederbalg auf der anderen Fahrzeugseite überfuhrt wird. Neben der Querdrosselstelle
weist das bekannte Niveauregelventil auch bereits eine Drossel zum Be- und Entlüften der Luftfederbälge der
angeschlossenen Kreise auf, die einen hubabhangig veränderlichen Querschnitt bereitstellt, d. h. bei kleinen
'3 "J
Hüben dee Ventilstößel» steht ein kleiner Querschnitt zur Be-
und entlüftung zuir Verfügung, während bei großen Hüben ein
entsprechend großer Querschnitt freigegeben wird. Diese
hubabhängig veränderliche Drossel, ist natürlich immer im Zusammenhang mit der Drosselvcirkung am Einlaßventil und am
Auslaßventil zu sehen, weil letztendlich in jeder Stellung der engste Querschnitt in der Leitungsverbindung die
~! DrosSelwirkung !in wesöntl &iacgr;&udiagr;&idigr;&Iacgr;&thgr;&OHacgr; tröstxmüiu. Die bekannte Drossel
■) mit dem hubabhängig veränderlichen Querschnitt - also nicht
die Querdrosselstelle - weist insofern einen Nachteil auf, als bei kleinen Hüben die axiale Länge des die Drossel
bildenden Ringquerschnitts zwischen Verdickung und eingezogenem Bereich zunächst größer wird, so daß die
•i Drosselwirkuwg an dieser Stelle ansteigt. Erst nachdem die
Hübe so groß geworden sind, daß eine axiale Überlappung ., zwischen der Verdickung und dem eingezogenen Bereich nicht
c mehr gegeben ist, oder mit anderen Worten die Verdickung y em Ventilstößel völlig aus dem eingezogenen Bereich
herausgefahren ist, wird der zur Durchströmung freigegebene
Querschnitt wieder größer und die Drosselwirlcung verschwindet weitgehend.
si
si
h Aus der DE-AS 10 64 357 ist ein Niveauregelventil ohne
f Einsatzkörper bekannt, also ein solches, bei dem der '" Ventilstößel direkt im Gehäuse des Niveauregelventils
verschiebbar gelagert ist. Zwischem dem Doppel vent ilkörpeir des Einlaß- bzw. Auslaßventils und den Anschlußstutzen für
zwei, je zu einem Luftfederbalg beispielsweise verschiedener Fahrzeugseiten führender Leitungen ist eine Drossel mit
veränderlichem Querschnitt gebildet, der der gedrosselten Be- und Entlüftung dex Luftfederbälge dient. Je nach der
axialen Stellung des Ventilstößels ist diese Axialdross*il
verschieden lang,so da» sich damit die Drosselwirkung hubabhängig verändert. In Verbindung damit sind auf dem
AuBenurafang a&s Ventilstößel in axialer Sichtung vorgesehene
Taschen und/oder axial sich erstreckende Ausnehmungen
vorgesehen. Diese Axialdrossel dient nicht der Querdrosselung, also einem Luftaustausch zwischen zwei
Luftfederbälgen. Fur diese Querdrosselung wird eine andere Drossel überströmt, nämlich die Stege zwischen den Taschen
über den Umfang des Ventilstoßeis, also in dem Spalt zum f
Ventilgehäuse. Diese aus den Stegen gebildete Drossel weist |
in Abschlußstellung konstante Drosselwirkung auf. Tritt f
zusätzlich eine Verstellbewegung an dem Ventilstößel auf, I
dann kann sich diese Querdrosselwirkung ebenfalls verändern. j
daß sich bei größeren Hüben die Querdrossolwirkung noch \
verstärkt, weil der Ventilstößel ansonsten mit sehr engem
eingefräste Schlitze in axialer Richtung auf, die insgesamt einen Kanal zur überströmung der hubabhängig veränderlichen
weist keine örtliche Verdickung und das Ventilgehäuse auch keinen eingeschnürten Bereich auf, so daß auch entsprechende
Es ist weiterhin ein Luftfederventil bekannt, welches zur Regelung des Luftfederbalgdrucks in Abhängigkeit vom
Beladungszustand des Fahrzeugs dient und bei dem der Ventilstößel eine ausgeprägte Verdickung und beidseitig daran
anschließend Freiräume aufweist, wobei dieser Ventilstößel in einem Einsatzkörper mit glatt durchgehender Bohrung
angeordnet ist. Die Verdlokung ist an zwei gegenüberliegenden Stallen ihres umfange abgeflacht ausgebildet/ so daß die
beiden Freiräume Über diese beiden Abflaohungen miteinander
verbunden sind. Damit wird eine Im Hub veränderlichen
Querschnitt aufweisende Drossel geschaffen, Das iiuftfederventil weist jedoch keine Guerdrosselstelle auf,
weil der Einsatzkörper eine umlaufende, um den gesamten
Umfang gleichbleibenden freien Querschnitt aufweisende Nut trägt, an die die beiden zu den Luftfederbälgen führenden
Leitungen angeschlossen sind. Damit tritt das Problem einer Querdrosselung bei diesem Luftfederventil nicht auf.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Niveauregelventil der eingangs beschriebenen Art derart
weiterzubilden, daß es bei großen Hüben eine große Menge Luft zum Be- oder Entlüften durchläßt, bei kleinen Hüben dagegen
eine kleinere Luftmenge. Die Querdrosselstelle muß hiervon unbeeinträchtigt bleiben, d. h. es ist erforderlich, bei
kleinen Hüben eine große Querdrosselwirkung zu erzielen, während bei großen Hüben vorteilhaft die Querdrosselwirkung
stark vermindert bzw. gänzlich aufgehoben sein mag.
Erfindungsgemäß wird dies bei einem Niveauregelventil der eingangs beschriebenen Art dadurch erreicht, daß die beiden
sich an die Verdickung anschließenden Freiräume über einen die Querdrosselstelle nicht beeinträchtigenden Kanal
miteinander verbunden sind. Wenn die Drossel mit hubabhängig veränderlichem Querschnitt mindestens die beschriebene
Verdickung sowie die beidseitig anschließenden Freiräume aufweist, wird hier ein die beiden Freiräume miteinander
verbindender Kanal geschaffen, der das Durchleiten von Luft durch diesen Kanal unter zumindest teilweiser Umgehung
ermöglicht. Die Luft wird vermittels de? Kanals gleichsam auch in den jeweils anderen Freiraum gebracht und kann dann
von dort, also auf einem anderen Strömungsweg, in die radialen Bohrungen übertreten. Damit ist der Vorteil
verbunden, daß die Luft auf der Seite der Verdickung in die radialen Bohrungen bzw. aus diesen heraus überströmen kann,
die am jeweils entgegengesetzten Ende zu der Bewegungsrichtung bei einem Hub an der Drossel gebildet
werden. Konkret gesagt kann z. B. beim Belüften der Lürtfeaefoäige ein GröSteil der in die Lü£t£ede£balfe
* I · Il I t Ii »
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••••••III · · .
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einzuführenden Luft über das geöffnete Einlaßventil und den
ersten, sich anschließenden Freiraum strömen. Bs gelangt der
größere Teil der Luft über den Kanal in den anderen Freiraum
und erst von diesem anderen Freiraum in die radialen Bohrungen. Ein kleiner Teil der Luft wird dabei naturlich
nach wie vor auch aus dem ersten Freiraum unter dem Doppelventilkörper direkt über den Ringquerschnitt der
Drossel überströmen. Damit ist der besondere Vorteil
verbunden, daß sich die Drosselwirkung der Drossel mit hubabhängig veränderlichem Querschnitt bereits bei sehr
kleinen Hüben vermindert. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, auch bei relativ kleinen Hüben schon
vergleichsweise größere Luftmengen überströmen zu lassen.
Wichtig ist dabei, daß der Kanal so angeordnet sein muß, daß die Querdrosselstelle nicht beeinträchtigt wird. Die
Querdrosselwirkung muß insbesondere bei kleinen Hüben immer
noch voll gewährleistet sein, d. h. der Kanal darf nicht so angeordnet sein, daß er die Querdrosselstelle überbrückt bzw.
die Wirkung der Querdrosselstelle aufhebt. So darf der Kanal keinen unmittelbaren Anschluß an die radialen Bohrungen
aufweisen, sondern der Kanal muß lediglich die beiden Freiräume miteinander verbinden.
Der Kanal kann im Bereich der Verdickung angeordnet sein. Hierbei entsteht der Vorteil, daß eine gla'it durchgehende
Bohrung im Einsatzkörper oder im Ventilgehäuse vorgesehen sein kann, mit der die Verdickurg am Ventilstößel
zusammenarbeitet. Es entfällt damit die Notwendigkeit, die
Bohrung abzustufen bzw. im Durchmesser einzuziehen. Der Kanal kann beispielsweise aus einer oder mehreren axial die
Verdickung durchsetzenden Durchbrechungen mit randgeschlossenem Querschnitt bestehen« Axiale Bohrungen
durch die verdickung, die in dem einen Freiraum beginnen und in dem anderen Freiraum enden, sind möglich. Diese
Durchbrechungen liegen dann auf kleinerem Durchmesser als es dem Äußendurchmesäef der verdiökünf entspricht. Eb ist aber
auch möglich, daß der Kanal aus einer oder mehreren raodoffenen Durchbrechungen an der Verdickung besteht, die
bei verdrehgesicherter Lagerung des Ventilstößels versetzt zu den radialen Bohrungen der beiden Leitungen zu den beiden
Luftfederbälgen angeordnet sind. Wenn die beiden radialen Bohrungen um 180° versetzt über den umfang angeordnet sind,
dann können sich beispielsweise die randoffenen Durchbrechungen in einem Versatz von jeweils 90° dazu
erstrecken. Es ist auch möglich, daß die randoffener Durchbrechungen aus zwei Abflachungen, Abfrasungen o. dgl.
der Verdickung bestehen.
Die Verdickung weist zweckmäßig eine über den Umfang
durchgehende Ringwandung auf, die eine größere Höhe als der Durchmesser der radialen Bohrungen besitzt. In einem solchen
Fall erweist sich auch eine verdrehgesicherte Lagerung des Ventilstößels nicht als erforderlich. Die Verdickung des
Ventilstößels kann von einem auf diesen aufgesetzten Formkörper gebildet sein, der außen eine Ringwandung mit nach
innen radial abstehenden Stegen aufweist, wobei zwischen den Stegen die Kanäle gebildet sind. Damit ist eine einfache
Herstellung und Montage verbunden. Die Ringwandung kann eine den Durchmesser der radialen Bohrungen um das Maß 2 &khgr; s_
übersteigende Höhe aufweisen, wobei das Maß S2 größer als der
Abstand S1 ausgebildet ist, mit welchem sich die
Sitzausbildung im Einlaßventil und am Auelaßventil überlappt.
Es muß ja immer berücksichtigt werden, daß auch die Sitzauebildung am Einlaßventil und am Auslaßventil eine
Drosselstelle darstellt, deren Wirkung · je nach Hub - die
ansonsten drosselnde Wirkung des Niveauregelventils
überlagert. Es kann also hler eine Abstimmung zwischen diesen verschiedenen Drosselstellen erreicht werden« Die Höhe der
Ringwandung und der Durchmesser der radialen Bohrungen sind ■ ebenfalls zweckmäßig aufeinander abgestimmt, wobei die
geometrische Gestaltung die Beeinflussung des Mengenverlaufe
über des.· seit gestattet.
/&Iacgr;
&eegr; J^
Andererseits kann die Bohrung im Einsatzkörper oder im
Ventilgehäuse gegenüberliegend zu der Verdickung am Ventilstößel einen im Durchmesser eingezogenen Bereich
aufweisen, wobei der Kanal im eingezogenen Bereich oder im Einsatzkörper oder im Ventilkörper vorgesehen ist; der Kanal
4af uaraafaf oti» dan raHialon Hnhfimoon annonrdnaf - Äii/-ih daha
ergeben sich einfache konstruktive Ausführungsformen.
Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden weiter
beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 einen Schnitt durch den oberen Teil eine«
Niveauregelventils in einer ersten Ausführungsform,
Figur 2 einen Schnitt gemäß der Linie TI-II in Figur 1,
Figur 3 ein Diagramm der Durchflußmenge über dem Hub,
wesentlichen Teile des Niveauregelventils in einer zweiten Ausführungsform,
Figur S eine Schnittdarstellung einer weiteren Äusfuhrungsmoglichkeit und
Das in Figur 1 dargestellte Niveauregelventil weist ein Ventilgehäuse 1 auf, in welchem eine Vorratskammer 2 für
Druckluft vorgesehen ist, die über einen Anschluß 3 und eine Leitung 4 dauernde verbindung zu einem Druckluftbehälter 5
hat, so daß in der Vorratskammer immer Druckluft ansteht. In
der Vorratskammer 2 1st ein Doppelventllkörper 6 mit Hilfe
einer Feder 7 beweglich, aber angepreßt gelagert. Das Ventilgehäuse 1 weist einen eingezogenen Rand 8 auf, mit dem
der Doppelventllkörper 6 ein Einlaßventil 6, 8 bildet. In dem
Ventilgehäuse 1 ist ein Ventilstößel 9 abgedichtet und axial verschiebbar geführt, der an seinem oberen freien Ende eine
Auslaßsitz 10 aufweist, der mit dem Doppelventilkörper 6 ein Auslaßventil 6, 10 bildet. Das Einlaßventil 6, 8 und das
Auslaßventil 6, 10 überlappen sich in ihrer geometrischen Ausbildung um den Abstand s... Je nach dem Hub des
Ventilstößels 9 tritt hier am Einlaßventil 6, 8 oder am Auslaßventil 6, 10 bereits eine erste Drosselwirkung auf.
Nach unten schließt sich im Ventilgehäuse 1 eine axiale Bohrung 11 an, die den Ventilstößel 9 auf einem Großteil
seiner Länge umgibt. An diese axiale Bohrung 11 schließen auf gleicher Höhe und vorzugsweise 180° gegeneinander über den
Umfang versetzt zwei radiale Bohrungen 12 und 13 an, die
Bestandteil letztlich von Leitungen 14 und 15 sind, die zu Luftfederbälgen 16 und 17 führen, die auf unterschiedlichen
Fahrzeugseiten angeordnet sind. Es ist also immer für zwei Luftfedern bzw. zwei Luftfederkreise nur ein gemeinsames
Niveauregelventil vorgesehen.
Der Ventilstößel 9 weist in seinem mittleren Bereich, der der Anordnung der radialen Bohrungen 12 und 13 zugeordnet ist,
eine Verdickung 18 auf, die hier als Formkörper 19 ausgebildet ist, der auf den Ventilstößel 9 axial gesichert
aufknüpfbar ist. Der Formkörper 19 beispielsweise aus
Kunststoff weist eine außen über den umfang umlaufende
Ringwandung 20 auf und besitzt drei radiale Stege 21 (Figur 2), zwischen denen und der Ringwandung 20 axiale
Durchbrechungen 22 gebildet sind. Diese Durchbrechungen 22 bilden insgesamt einen Kanal, der einen oberhalb der
Verdickung 18 angeordneten ersten Freiraum 23 mit einem zweiten, unterhalb der Veruiektmg 18 angeordneten Freirauia
verbindet. Die Ringwandung 20 besitzt eine Hohe, die hier um
das MaB 2 &khgr; S2 höher ist als der Durchmesser der radialen
Bohrungen 12 und 13. Zwischen dem äußerem Umfang der
Ringwandung 20 Und dem inneren Durchmesser der Bohrung 11 ist
nur ein vergleichsweise enger Ringspalt 25 gebildet, der in Verbindung mit den radialem Bohrungen 12 und 13 eine
Querdrosselstelle zwischen den Luftfederbälgen 16 und 17
bildet. Die maximal drosselnde Wirkung dieser Querdrosselstelle ist in der Abschlußstellung, wie in Figur 1
dargestellt/ gegeben und ändert sich auch bei kleinen Hüben nicht wesentlich, während bei großen Hüben die
Querdrosselwirkung weitgehend in Fortfall kommt, wenn die Ringwandung 20 die radialen Bohrungen 12 und 13 freigibt.
Andererseits bildet die Verdickung 18 mit dem Teil des Ringspalts 25, der sich in axialer Richtung erstreckt, die
Drossel mit veränderlichem Querschnitt, wobei z. B. zum Zwecke der Belüftung der Luftfederbälge der Ventilstößel 9
angehoben wird, um das Einlaßventil 6, 8 zu öffnen. Dabei wandert auch die Verdickung 18 mit der Ringwandung 20 nach
oben, so daß der axiale Teil des Ringspalts 25 zwischen dem Freiraum 23 und den radialen Bohrungen 12 und 13 zunächst
zunimmt, &.\so die drosselnde Wirkung an dieser Stelle erhöht
wird. Gleichzeitig nimmt die axiale Länge des Ringspalts auf der anderen Seite, also im Bereich des Freiraums 24 ab. Um
nun die in die Luftfederbälge 16 und 17 zu überführende Luft
insbesondere bei größeren Hüben über einen möglichst großen Querschnitt einführen zu können, sind die Durchbrechungen 22
vorgesehen, so daß der größte Teil der Luft über das geöffnete Einlaßventil, den Freiraum 23, die Durchbrechungen
22, den Freiraum 24 und von dort in die radialen Bohrungen 12 und 13 übertritt, wo vergleichsweise große Querschnitte zur
Verfugung stehen.
Figur 3 zeigt den Kurvenverlauf der durchströmenden Druckluftmenge über dem Hub bei Be- und Entlüftungsvorgancjen.
Die durchgezogene Linienführung ist der Ausführungsform der
Figuren 1 und 2 zugeordnet, wobei das HaB S2 größer als der
&Iacgr;&igr;
Abstand S1 sein möge, im Bereich kleines Hübe bleibt
die drosselnde Wirkung der Drossel mit veränderlichem
Querschnitt erhalten, die erst im Bereich größerer Hübe
verlorengeht« Im Anfangsbereich der Hübe wirken sich dabei
die Drosselwirkung der Drossel mit veränderlichem Querschnitt wie auch die Drosselwirkung am Einlaßventil 6, &THgr; oder
Auslaßventil 6, 10 gemeinsam aus. Ab einer bestimmten Hubhöhe ist der freie Querschnitt im Bereich des Einlaßventils 6,
övier des Auslaßventils 6, 10 so grofl, daß seine drosselnde
Wirkung weitgehend ohne Einfluß ist, so daß nur noch die Drosselwirkung der Drossel mit veränderlichem Querschnitt zur
Wirkung kommt. Schließlich verliert auch diese Drosselstelle ihre Wirkung und die Druckluft kann nahezu ungehindert
überströmen. Wählt man die Bauhöhe der Verdickung 19 oder der Ringwandung 20 entsprechend kleiner, beispielsweise auch
kleiner als das Maß S1, dann kann die gestrichelte Kurve
entstehen (Figur 3). Es versteht sich, daß die Höhe der Ringwandung 20 immer noch größer als der Durchmesser der
radialen Bohrungen 12 und 13 ist. Gerade das Maß der
Abdeckung dieser radialen Bohrungen 12 und 13 durch die
Ringwandung 20 bestimmt den Kurvenverlauf im öbergangsbereich -zwischen den geraden Stücken (Figur 3).
Das in den Figuren 1 und 2 dargestellte Ausführungsbeispiel ist ohne einen Einsatzkörper beschrieben. Die Ausführung im
einzelnen kann jedoch auch dann in aleicher Weise ausgeführt sein, wenn das dargestellte Ventilgehäuse 1 als ein
Einsatzkörper angesehen wird, um den sich dann noch einmal ein Ventilgehäuse herum erstreckt.
Eine Ausfuhrungsform sait einem Einsatzkörper 26 ist in
4 dargestellt. Dieser ist entsprechend abgedichtet im Ventilgehäuse 1 gelagert und kann zu Zwecken der
Einstellbarkeit der Abschlußstellung axial verstellbar sein, wobei Sie Verstellung dann se gewählt sein nuS, das jeweils
der Anschluß der radialen Bohrungen 12 und 13 aneinander, die
/Ib
den Einsatzkörper 26 und das Ventilgehäuse 1 durchdringen,
nicht unterbrochen wird. Andererseits sind die radialen Bohrungen 12 und 13 untereinander nicht durch eine umlaufende
Nut o. dgl. verbunden. Auch hier wird zwischen den Stegen 21 eine Reihe von Durchbrechungen 22 geschaffen, die insgesamt
einen Kanal zur Verbindung der Freiräume 23 und 24 untereinander darstellen, und zwar ohne daß die
Querdrosselstelle beeinträchtigt wird. Der Ringspalt 25 ist hier sehr eng gezeichnet, wirkungsmäßig aber durchaus
vorhanden.
Die Figuren 5 und 6 verdeutlichen zwei weitere Ausführungsmöglichkeiten und gelten jeweils unabhängig davon,
ob ein Einsatzkörper vorgesehen ist oder nicht. Bei der Ausführungsform gemäß Figur 5 ist die Bohrung 11 mit einem
eingeschnürten Bereich 27 versehen, der der Verdickung 18
zugekehrt angeordnet ist. Zwischen diesen beiden Teilen ist der Ringspalt 25 gebildet. Im Bereich dieses eingezogenen
Beteichs 27 ist eine oder mehrere axial geführte Rinnen 28 vorgesehen, wobei die Rinne 28 um 90° gedreht gegenüber der
radialen Bohrung 12 wiedergegeben ist, um die Zeichnung
insoweit zu vereinfachen. Tatsächlich sind aber auch hier bei dieser AusfQhrungsform die radialen Bohrungen 12 und 13 auf
180° gegenüber dem Umfang versetzt angeordnet, während dazu, um 90° versetzt, zwei Rinnen 28 angeordnet sind, die
gegeneinander bzw. miteinander wiederum einen Winkel von 180° einschließen.
Das Aueführungsbeiepiel der Figur 6 verdeutlicht, daß auf den
eingeschnürten Bereich 27 im Bereich der Bohrung 11 auch
verzichtet werden kann, so daß die Verdickung 18 alleine am Ventilstößel § ausreicht, line Leitung 29 im Einsatzstück 26
oder im Ventilgehäuse 1 verbindet dabei die beiden Freiräume
23 und 24 und überbrückt den Ringepalt 25. Auch bei dieser
Autführungeform sind tatsächlich die beiden radialen Bohrungen 12 und 13 In der beschriebenen Welse vorgesehen.
Die Leitung 29 darf auf keinen Fall in direkter Verbindung mit einer der radialen Bohrungen 12 und 13 stehen.
Andererseits sind die beiden Enden der Leitungen 29 so anzuordnen, daß sie von der Verdickung 18 möglichst in keiner
Betriebssituation abgedeckt werden.
Claims (10)
1. Niveauregelventil zum selbsttätigen Konstanthalten der
Fahrgestellhohe eines Fahrzeugs, insbesondere eines Kraftfahrzeugs mit Luftfederung, mit einem Ventilgehäuse,
einem federbelasteten Doppelventilkorper, einem Einlaßsitz
für den Doppelventilkorper und ggf. einem im Ventilgehäuse gelagerten Einsatzkörper, einem einen Auslaßsitz für den
Doppelventilkorper tragenden und im Einsatzkörper oder im Ventilgehäuse abgedichtet verschiebbaren hohlen Ventilstößel,
dessen Stellung relativ zum Ventilgehäuse über einen außerhalb des Ventilgehäuses angeordneten schwenkbaren
Betätigungshebel veränderbar ist, wobei zur Bildung einer hubabhängig veränderlichen Querschnitt aufweisenden Drossel
zum B.·»- und Entlüften eine ortliche Verdickung mit beidseitig
sich anschließenden Freiräumen am Ventilstößel relativ zu
einer Bohrung im Einsatzkörper oder im Ventilgehäuse
vorgesehen ist und am Niveauregelventil zwei radiale
Bohrungen als Bestandteil zweier für je eine unterschiedlichen Fahrzeugseiten zugeordnete Leitung zu je
einem Luftfederbalg vorgesehen sind, zwischen denen eine Querdrosselstelle gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden sich an die Verdickung (18) anschließenden Freiräume (23, 24) über einen die Querdrosselstelle nicht
beeinträchtigenden Kanal (22, 28, 29) miteinander verbunden sind.
2. Niveauregalventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kanal (22) im Bereich der Verdickung (18) angeordnet
ist.
3. Niveauregelventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kanal aus einer oder mehreren axial die Verdickung (18) durchsetzenden Durchbrechungen (22) mit
randgeschlossenem Querechnitt besteht«
4. Niveauregelventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal aus einer oder mehreren randoffenen
Durchbrechungen an der Verdickung (18) besteht, die bei
verdrehgesicherter Lagerung des Ventilstoßeis (9) versetzt zu den radialen Bohrungen (12, 13) der beiden Leitungen (14, 15)
zu den beiden Luftfederbälgen (16, 17) angeordnet sind.
5. Niveauregelventil nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die randoffenen Durchbrechungen aus zwei Abflachungen
bestehen.
6. Niveauregelventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdickung (18) eine über den Umfang durchgehende
Ringwandung (20) aufweist, die eine größere Hohe als der Durchmesser der radialen Bohrungen (12, 13} besitzt.
7. Niveauregelventil nach Anspruch 3 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdickung (18) des Ventilstößel (9)
von einem auf diesen aufgesetzten Formkörper (19) gebildet
i.*t, der außen eine Ringwandung (20) mit nach innen radial
abstehenden Stegen (21) aufweist, und daß zwischen den Stegen (21) die Kanäle gebildet sind.
8. Niveauregelventil nach Anspruch 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ringwandung (20) eine den Durchmesser der radialen Bohrungen (12, 13) um das Maß 2 &khgr; s,
übersteigende Höh« aufweist, wobei das Maß s, größer als der
Abstand S1 ausgebildet ist, mJt sichern sich die
Sitzauebildung am Einlaßventil (6, 8) ucd Auslaßventil (6,
10) überlappt.
9. Niveauregelventil nach Anspruch &iacgr; bis 8, dadurch
gekennzeichnet, d<tß die Höhe der Ringwandung (20) uid der
Durchmesser der radialen Bohrungen (12, 13) aufeinender
abgestimmt sind.
10. Niveauregelventil nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daB die Bohrung (11) im Einsatzkörper (26)
oder im Ventilgehäuse (1) gegenüberliegend zu der Verdickung
(18) am Ventilstößel (9) einen im Durchmesser eingezogenen Bereich (27) aufweist, daß der Kanal im eingezogenen Bereich
(27) oder im Einsatzkörper (26) oder im Ventilgehäuse (1) vorgesehen ist, und daß der Kanal versetzt zu den radialen
Bohrungen (12, 13) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8803767U DE8803767U1 (de) | 1988-03-19 | 1988-03-19 | Niveauregelventil zum selbsttätigen Konstanthalten der Fahrgestellhöhe eines Fahrzeugs, insbesondere eines Kraftfahrzeugs mit Luftfederung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8803767U DE8803767U1 (de) | 1988-03-19 | 1988-03-19 | Niveauregelventil zum selbsttätigen Konstanthalten der Fahrgestellhöhe eines Fahrzeugs, insbesondere eines Kraftfahrzeugs mit Luftfederung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8803767U1 true DE8803767U1 (de) | 1988-05-05 |
Family
ID=6822086
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8803767U Expired DE8803767U1 (de) | 1988-03-19 | 1988-03-19 | Niveauregelventil zum selbsttätigen Konstanthalten der Fahrgestellhöhe eines Fahrzeugs, insbesondere eines Kraftfahrzeugs mit Luftfederung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8803767U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19923456C5 (de) * | 1999-05-21 | 2008-07-24 | Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH | Niveauregelventil für die Luftfederung von Fahrzeugen, insbesondere Nutzfahrzeugen |
-
1988
- 1988-03-19 DE DE8803767U patent/DE8803767U1/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19923456C5 (de) * | 1999-05-21 | 2008-07-24 | Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH | Niveauregelventil für die Luftfederung von Fahrzeugen, insbesondere Nutzfahrzeugen |
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