DE866698C - Verfahren und Vorrichtung zum Bewickeln der Staender und zum Formen der Spulen von zwei- oder mehrpoligen Ein- oder Mehrphasenmaschinen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Bewickeln der Staender und zum Formen der Spulen von zwei- oder mehrpoligen Ein- oder Mehrphasenmaschinen

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DE866698C
DE866698C DES3396D DES0003396D DE866698C DE 866698 C DE866698 C DE 866698C DE S3396 D DES3396 D DE S3396D DE S0003396 D DES0003396 D DE S0003396D DE 866698 C DE866698 C DE 866698C
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Alfred Tuma
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Pumpenfabrik Ernst Vogel GmbH
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    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
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    • H02K15/20Shaping or compacting conductors or winding heads after the installation of the winding in the cores or machines; Applying fastening means on winding heads
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    • H02K15/062Windings in slots; Salient pole windings
    • H02K15/065Windings consisting of complete sections, e.g. coils or waves
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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Bewickeln der Ständer und zum Formen der Spulen von zwei- oder mehrpoligen Ein- oder Mehrphasenmaschinen Für das Einbringen von außerhalb des Motors gewickelten Spulen in die Ständernuten sind bisher im wesentlichen folgende Verfahren bekannt: r. Die Träufelwicklung. In die mit Isoliermaterial ausgekleideten, halb offenen Ständernuten werden die Drähte der vorgewickelten Spule im wesentlichen einzeln nacheinander in radialer Richtung eingelegt und durch Einschieben des Nutenkeiles festgelegt. Die Spulenköpfe werden schon vor dem Einträufeln vorgeformt, nachher umbandelt und von Hand aus mittels einfacher Werkzeuge in die notwendige Form gebracht. Dieses Verfahren wird fast immer bei kleinen und mittleren Maschinen angewendet.
  • :2. Einlegen der Spulen als Ganzes in radialer Richtung. Vor dem Einlegen werden .die Spulen mit der Nutenisolation versehen, die Spulenköpfe fertiggebogen und umbandelt. Die Seiten der Spule werden zwecks Abflachung gepreßt; hierauf wird die fertige Spulte in radialer Richtung in gegen die Bohrung zu offene Nuten mit parallelen Flanken eingelegt und durch eingeschobene Nutenverschlußkeile vor dem Herausfallen gesichert. Dieses Verfahren wird hauptsächlich bei vielpoligen Maschinen mit großer Bohrung angewendet. Bei z. B. zweipoligen Maschinen und kleiner Bohrung entstehen erhebliche Schwierigkeiten, weil die für das Einbringen notwendige Form des Spulenkopfes wesentlich anders ist, als sie im fertigen Zustand sein muß.
  • 3. Einschieben geradliniger Leiterstäbe in axialer Richtung. Bei großen elektrischen Maschinen werden geradlinige, mit der Nutenisolation fertig umpreßte einzelne Leiterstäbe oder :Leitergruppen großen Querschnittes axial in die Nuten eingeschoben, die aus dem Ständer herausragenden Leiterteile in die Form der Spulenköpfe von Hand oder mittels bekannter Einrichtungen gebogen und nachher so miteinander verbunden, daß sich die Spulenwindungen.bilden. Diese Wicklungsart kann vorteilhaft nur bei großen und. meist vielpoligen Maschinen angewendet werden, bei denen in jede Nut nur eitle kleine Leiterzahl zu liegen kommt.
  • q.. Einschieben der Spulen in axialer Richtung. Die vorgewickelte Spule wird mit der Nutenisolation umpreßt, ein Spulenkopf wird fertiggeformt und umbandelt, der andere aufgeschnitten, und die Drähte werden so gerichtet, daß sie die geradlinige Fortsetzung,der beiden Spulenschenkel bilden. Dann wird die Spule in axialer Richtung in halb geschlossene Nuten eingeschoben, die Drähte des aufgeschnittenen Spulenkopfes werden zurechtgebogen, miteinander entsprechend verlötet und isoliert. Dieses Verfahren wird wegen des großen Zeitaufwandes nur bei Hochspannungsmaschinen mit asphaltierten Spulen angewendet.
  • Demgegenüber. besteht das erfindungsgemäße Verfahren darin, daß jede Spule mit geschlossenen Windungen in. die Ständernuten axial eingeschoben wird, nachdem der zur Ständerachse senkrechte Querschnitt der Spule an den Stellen, die durch die Nuten geschoben werden müssen, z. B. durch einen Preßvorgang etwas kleiner gemacht wurde als der Querschnitt der beiden Ständernuten.
  • Durch dieses Verfahren ist es möglich, die Spulen vor dem Einbringen in den Ständer fertigzuwickeln und mit allen Isolationen und- Umbandelungen zu versehen. Auf diese Weise werden die Drähte der Spulen gegen Verletzungen und Verlagerungen derart mechanisch gesichert, daß der Einbau der Spulen in das Eisenpaket und die nachträgliche Formgebung der Spulenköpfe so geringe Sachkenntnis erfordert, daß selbst mit vollkommen ungelernten Kräften nach kurzer Anlernung eine außerordentlich (kurze Arbeitszeit und hohe Fertigungssicherheit erzielt werden kann.
  • Durch die geordnete Lage der Drähte in der Nut und durch den Wegfall der Nutenverschlußkeile kann eine wesentlich höhere Nütfüllung und damit höhere Leistung eines in seinen übrigen Abmessungen festliegenden Motors erreicht werden als z. B. bei der Träufelwicklung: Es ist hierbei von besonderem Vorteil, daß eine vollständig sichere, geschlossene Nutenisolation anwendbar ist, die überdies auf die noch auf der Wickelschablone befindlichen Spulenschenkel aufgebracht werden kann, wodurch Drahtkreuzungen in der Nut mit allen ihren Gefahren weitgehend vermeidbar sind.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Spule ebenfalls axial eingeschoben, aber mit geschi'ossenen Windungen. Die Zeichnungen zeigen Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes. In Abb. i- ist die vorbereitete Spule i im Querschnitt durch die Schenkel und in Abb. 2 in Ansicht dargestellt. Die- Spule i wird vorteilhaft auf einer Schablone gewickelt, die- die geraden Teile des Schenkels frei läßt. Die Nutenisolationen 2 können dann auf beide Schenkel der noch auf .der Schablone befindlichen Spule aufgebracht werden, wodurch Drahtkreuzungen in der Nut weitgehend vermeidbar sind. Die Nutenisolation 2 wird z. B. durch mehrfaches Umwickeln mit Edelpreßspan von o,i mm Stärke hergestellt, dessen letzte Windung geklebt und während des Tröcknens durch Klammern gehalten wird. Diejenigen Teile der Spule; die später die Spulenköpfe bilden, werden dann mit den Unibandelungen3 versehen, die in den weiterem Abbildungen der Übersichtlichkeit halber ebenso wie die beiden Drahtenden 4 der Spule nicht mehr eingezeichnet sind.
  • Damit nun die .so vorbereitete Spule i erfindungsgemäß mit geschlossenen Windungen in axialer Richtung in die Nuten eingeschoben werden kann, muß der zur Ständerachse senkrechte Querschnitt der Spule an den Stellen, die durch die Nut geschoben werden müssen, etwas kleiner gemacht werden als der Querschnitt der beiden Nuten, in die die Spule einzubringen ist. Der Querschnitt durch ein Eisenpaket 8 mit einer für das Verfahren günstigen Nutform g ist in Abb. 5 dargestellt. Die dort gezeichneten offenen Nuten, "deren ebene Flanken gegeneinander so geneigt sind, daß die lichte Weite des Nutenraümes -gegen die Bohrung zu abnimmt, sind besonders geeignet, weil sowohl die Herstellung der erfindungsgemäß für das Einschieben notwendigen Spülenform auf einfache Weise möglich ist als auch die Nutenverschlußkeile entbehrlich werden. Bei guter Füllung der zwischen den Drähten verbleibenden Hohlräume, z. B. durch Vakuumtränkung, kann sich im Betrieb die Form des von der Nutenisolation eng umschlossenen Drahtbündels nicht ändern und ist daher durch die Nutform selbst gegen Bewegungen in radialer Richtung gesichert.
  • Als Beispiel für das erfindungsgemäße Verfahren wird der Einbau der ersten Spule einer zweipoligen Drehstromwicklung mit 2q. Nuten beschrieben. Die für das Einschieben notwendige Form der Spule i wird z. B. durch Pressen in einer zweiteiligen Form 5, 6 gemäß Abb. 3 und q. hergestellt. Abb. 3 Zeigt den Querschnitt dieser Preßform mit eingelegter Spule r und Abb. q. eine Draufsicht bei abgenommenem Oberteil 6. Der Querschnitt der Spulenschenkel wird durch das Pressen etwas kleiner gemacht als der Nutenquerschnitt, und beide Schenkel werden in jene Lage zueinander gebracht, die die beiden Nuten besitzen, in die die Spule eingeschoben werden soll. Im gleichen Arbeitsgang wird der eine Spulenkopf an den Stellen 7, die durch die Nut geschoben werden müssen, in die zum Einschieben notwendige Form gepreßt. Der zur Ständerachse senkrechte Querschnitt der Spule i wird also an allen Stellen, die durch die Nut geschoben werden müssen, etwas kleiner gemacht als "der Querschnitt der beiden Nuten, in die die Spule einzubringen ist. Das in Abb. q. an den Stellen 7 angedeutete Breitquetschen des Drahtbündels ist für die Drahtisolation ganz unschädlich, wenn die Spule mit passendem Querschnitt gewickelt wird, z. B. so, daß die Breite des Leiterbündels gleich oder etwas kleiner gemacht wird, als die Nutbreite an der engsten Stelle beträgt. Die Nut erhält dabei auch die richtige Füllung, weil der wegen der größeren mittleren Nutbreite zur Verfügung stehende größere Nutquerschnitt zur Unterbringung der Nutenisolation benötigt wird.
  • Die so geformte Spule i kann nun ohne weiteres in die beiden Nuten in axialer Richtung eingeschoben werden. Dabei ist es von großem Vorteil, daß die später die Spulenköpfe bildenden Stellen der Spule bereits umbandelt .sind, weil dadurch die Drähte dort, wo sie beim Einschieben entlang der Zahnkante gleiten müssen, durch die Umbandelung gegen Verletzung der Isolation geschützt sind. Das Einführen der Spule kann noch erleichtert werden, wenn in jede der beiden Nuten ein, dünnes, der Nutform angepaßtes Blech eingesetzt wird, das ein wenig in die Nut hineinragt und sich vom Eisenpaket weg schwach halbtrichterartig erweitert. In Abb.5 ist das Eisenpaket 8 mit eingeschobener Spule i im Querschnitt, in Abb. 6 im Längsschnitt durch die beiden Nuten, in denen die Spule sitzt, und in Abb. 7 in einer seitlichen Ansicht dargestellt.
  • Die nach dem Einschieben aus dem Eisenpaket herausragenden fertig umbandelten Spulenteile müssen nunmehr in die durch die Art der Wicklung vorgeschriebene Form des Spulenkopfes gebracht werden. Mittels der in der Wickelei bisher angewendeten Verfahren, wie z. B. Verformung von Hand aus mit Klopfholz und Hammer in Verbindung mit Formeinlagen oder ähnlichen Hilfsmitteln, läßt sich das durch die Umbandelung verhältnismäßig starr gewordene Drahtbündel nur mehr schwer oder gar nicht in die gewünschte Form bringen. Erfindungsgemäß wird diese schwierige Verformung sehr rasch und sicher so durchgeführt, daß mit einem besonderen mehrteiligen Verformungswerkzeug die aus dem Eisenpaket herausragenden, fertig umbandelten Spulenteile als Ganzes in die durch die Art der Wicklung vorgeschriebene Form des Spulenkopfes gebracht werden. Als Beispiel wird nachstehend ein solches Verformungswerkzeug und seine Anwendung bei der Verformung beschrieben, die im wesentlichen aus vier Arbeitsgängen besteht.
  • Der erste Arbeitsgang bzw. der Zustand nach dessen Beendigung ist in Abb. 8 bis i i dargestellt und besteht im Einbringen des Verformungswerkzeuges in den Raum, der von den aus dem Eisenpaket herausragenden Spulenteilen umschlossen wird. Das Verformungswerkzeug besteht im wesentlichen aus zwei Verformungsstücken io, i i, die auf einem Gleitkeil i2 gegeneinander verschiebbar angeordnet sind. Jedes der beiden Verformungsstücke io, ii trägt je einen Zapfen 13, 14, an denen zwei Winkelhebel 15, 16 angreifen, die durch einen Bolzen 17 so miteinander verbunden sind, daß durch Ausübung einer entsprechenden Kraft auf die freien Enden der Winkelhebel 15, 16 die beiden Verformungsstücke io, i i voneinander entfernt oder einander genähert werden können.
  • Abb. 8 bis i i zeigen das Eisenpaket 8 mit eingeschobener Spule i und eingelegtem Verformungs-Werkzeug io bis 17- In Abb. 8 sind :das Eisenpaket 8 und die Teile io bis 14 des Verformungswerkzeuges in Ansicht von vorn gezeichnet, während die Schenkel der Spule i im Schnitt entlang A-B der Abb. g dargestellt sind. Im Eisenpaket 8 sind der Übersichtlichkeit halber nur die beiden Nuten eingezeichnet, in die die Spule eingeschoben ist. Abb. 9 zeigt einen Schnitt entlang C-D der Abb. 8, wobei die Spule i aber in Ansicht dargestellt ist. Abb. io zeigt eine Ansicht aller Teile von oben und Abb. i i eine Seitenansicht. Abb. 8 und 9 zeigen deutlich, daß im ersten Arbeitsgang die beiden Verformungsstücke io, 1i, nachdem sie einander ganz genähert wurden, von oben her in den Raum, der von den aus dem Eisenpaket 8 herausragenden fertig umbandelten Spulenteilen umschlossen wird, eingebracht werden können.
  • Den zweiten Arbeitsgang bzw. den Zustand nach dessen Beendigung zeigen Abb. 12 bis 15, die bezüglich der geometrischen Darstellung gleich den Abb. 8 bis i i gehalten sind. Im zweiten Arbeitsgang werden die beiden Verformungsstücke io, ii durch Ausübung einer entsprechenden Kraft auf die freien Enden der Winkelhebel 15, 16 voneinander entfernt. Dabei umfassen die entsprechend geformten Verformungsstücke io, i i zuerst die Schenkel der Spule i und halten so bei der dann einsetzenden Vorverformung die richtige Breite der den Spulenkopf bildenden Spulenteile aufrecht. Diese Vorverformung besteht, wie am deutlichsten Abb. 13 zeigt, im wesentlichen in der Herstellung einer Kröpfung in den vorher geradlinig verlaufenden Spulenschenkeln i und in einer Vergrößerung des Halbmessers der runden Spulenenden. Die notwendige Abstützung der Spulenschenkel erfolgt bei den Spulen der ersten Lage am Eisenpaket 8; bei den Spulen der weiteren Lagen an den bereits früher gebildeten Spulenköpfen. Die in diesem Arbeitsgang hergestellte Vorform der aus dem Eisenpaket 8 herausragenden Spulenteile muß so geartet sein, daß durch den folgenden dritten Arbeitsgang die durch die Art der Wicklung vorgeschriebene Form des Spulenkopfes gebildet wird. Diese Bedingung wird zwangsläufig erfüllt, wenn die Verformungsstücke io, ii gemäß der später näher beschriebenen Formgebung ausgebildet sind und die Spule die passende Länge besitzt.
  • Im dritten Arbeitsgang wird das ganze Verformungswerkzeug samt den vorverformten Spulenteilen um 9o° umgelegt, womit der Spulenkopf seine endgültige Form erhält. Der Zustand nach Beendigung dieses Arbeitsganges ist in Abb. 16 bis 18 gezeigt. Abb. 16 stellt einen Schnitt entlang E-F -der Abb. 18 dar, wobei aber der fertig ausgebildete Spulenkopf 18 in Ansicht gezeichnet ist. Abb. 17 zeigt eine Ansicht aller Teile in der gleichen Lage wie Abb. 6, und in Abb. 8 ist die Seitenansicht dargestellt. Das Umlegen um 9o° erfolgt durch Ausübung einer entsprechenden Kraft auf die freien Enden der Winkelhebel 15, 16. Abb. 16 zeigt die richtige Form des Spulenkopfes 18; seine' innere Begrenzung liegt bei allen noch freien Nuten außerhalb des istrichliniert gezeichneten, den Nutengrund andeutenden Kreises ig, und seine äußere Begrenzung liegt innerhalb des Außendurchmessers 2o des Eisenpaketes B. Eine solche Lage der äußeren Begrenzung ist nicht Bedingung; aber meist. erwünscht.
  • Im vierten. Arbeitsgang müssen die Verformungsstücke i o, ii aus dem fertig gebildeten Spulenkopf i8 entfernt werden. Wie Abb. ig und 2o zeigen, werden zu diesem Zweck die Verformungsstücke io, ii -durch Ausübung einer entsprechenden Kraft auf die freien Enden der Winkelhebel 15; 16 einander ganz genähert, wodurch die Umgreifung des Spulenkopfes 18 durch die Verformungsstücke io, ii aufgehoben wird und, wie Abb. ig zeigt, diese in Richtung der Ständerachse entfernt werden können.
  • Abb. 2,1 zeigt den Zustand nach Beendigung dieses vierten und letzten Arbeitsganges. Da in axialer Richtung alle noch ünbewickelten Nuten frei liegen, kann die nächste Spule auf jeden Fall eingeschoben werden, gleichgültig, in welche Nuten sie gemäß der gewünschten Art der Bewicklung eingebracht werden muß.
  • Die Form der Verformungsstücke io, i i für einen maßtechnisch bestimmten Fall ist in der Hauptsache nach Aufzeichnung der gewünschten Spulenkopfform-, .ähnlich Abb. 16, gegeben. Der Abstand a, um den die Verformungsstücke io, ii gegeneinander beweglich sein müssen, ergibt sich aus der Notwendigkeit, . diese in zusammengeschobenem Zustand zwischen die nach dem Einschieben geradlinig aus der Nut herausragenden Spülenschenkel einbringen zu können (Abb. 8). Durch den Abstanda ist auch die Ausbildung der Winkelhebel 15, 16 gegeben, die vorteilhaft mit kniehebelartiger Wirkung ausgestattet werden, wodurch auch noch bei großen Motoren die menschliche Muskelkraft für die Verformungsvorgänge ausreichend ist. Die Formgebung des die Spule- unten umfassenden Teiles 21 der Verformungsstücke io, ii ist an den, Stellen, 2,2, durch die Bedingung festgelegt, . daß .die Verformungsstückezo, ii aus dem fertigen SpulenkopfiKin Richtung der Ständerachse entfernt werden müssen.
  • Wenn in der Wicklung Spulen verschiedener Weite vorkommen, so ist für jede Spülenweite ein eigenes Verformüngswerkzeüg notwendig. Bei der im Beispiel angenommenen zweipoligen Drehstromwicklung in 24 Nuten werden Spulen mit zwei verschiedenen Weiten angewendet, und es sind demnach nur zwei verschiedene Verformungswerkzeuge erforderlich.
  • Nach dem beschriebenen Einbau der ersten Spule in die Nuten I und XIV (Abb. 21) wird die symmetrisch dazu liegende zweite Spule in gleicher Weise in die Nuten II und. XIII eingebaut, womit die erste Spulenkopflage gebildet ist. Die dritte Spule wird in die Nuten XV und XXIV und die vierte, dazu symmetrische Spule in die Nuten III und XII eingebaut. Diese beiden Spulen haben eine kleinere Weite, und zu ihrer Verformung ist ein zweites Werkzeug notwendig. Die im zweiten Arbeitsgang notwendige und schon früher erwähnte Abstützung der Sphlenschenkel dieser beiden Spulen erfolgt an den bereits gebildeten Spülenköpfen der ersten bzw. zweiten Spule. Die Spülenköpfe der dritten und vierten Spule legen sich auf die unteren Spulenköpfe und bilden die zweite Spulenkopflage. Damit ist eine Phase gewickelt, und die beiden anderen .Phasen .der Drehstromwicklung sind um i2o° ver--setzt mit den gleichen Werkzeugen herstellbar. Es ergibt sich also eine Sechslagenwicklung, die aber bei der geringen Höhe jeder einzelnen Lage die gleiche Ausladung ergibt wie die bei vorstehendem Beispiel sonst übliche Dreilagenwicklung. Die ganze Länge- jeder Spule muß, wie auch bei den bisher bekannten Bewicklungsverfahren, der Weite des Spulenkopfes und .dessen Lage in axialer Richtteig angepaßt werden. Für die im Ausführungsbeispiel beschriebene Bewicklüng werden Spulen mit sechs verschiedenen Längen benötigt.
  • Die praktische- Durchführung des Verfahrens hat gezeigt, daß die in der Elektroindustrie üblichen Drahtisolationen, z. B. einmal Papier, einmal Baumwolle, die bei dem Verformungsvorgang auftretenden Beanspruchungen mit voller Sicherheit aushalten. Auch Drähte, mit einmal' Papier, einmal Zellwolle isoliert, konnten trotz .der höheren Druckempfindlichkeit der Zellwolle einwandfrei verarbeitet werden.
  • Besonders geeignet ist das Verfahren für die Bewicklung von Eisenpaketen mit kleiner Bohrung und großer Eisenlänge, da die Träufelwicklung bei derartigen Ständerabmessungen sehr zeitraubend und unsicher wird. Das Verfahren gestattet bei gleicher Einfachheit und Sicherheit auch noch die Bewicklung von Ständern, bei denen, wie in Abb. 22, im Längsschnitt dargestellt, das Eisenpaket 8 in ein rohrförmiges Gehäuse 23 fest eingebaut ist, das wesentlich: länger ist als das Eisenpaket und .das überdies an seinen Enden. Flansche 24 trägt, deren lichte Weite. nur etwas größer als der Durchmesser des Nütengr-undes ist. Derartige Ständer werden. für Motoren benötigt, deren Außendurchmesser so klein wie möglich gehalten werden muß. Für die Bewicklung eines solchen Ständers muß das beschriebene Verformungsverfahren wie folgt etwas abgeändert werden.
  • Nach dem früher beschriebenen zweiten Arbeitsgang werden rdurch eine geeignete Sperrvorrichtung, z. B, eine an den Verformungsstücken angebrachte federartig einschnappende Klinke, die beiden Ver-Formungsstücke 1o, ii in; ihrer Lage zueinander festgehalten. Im folgenden dritten Arbeitsgang kann das Umlegen des ganzen Verformungswerkzeuges samt den verformten Spulenteilen durch Ausübung einer entsprechenden Kraft auf die Winkelhebel 15, 16 .nur um ungefähr 45' erfolgen, weil dann die Winkelhebel 15, 16 an dem Gehäuseflansch 2¢ anstehen. Sie werden nach Erreichung dieser Lage von den an den Verformungsstücken io, ii befindlichen Zapfen 13, 14 abgehoben, und das weitere Umlegen bis go° wird, wie Abb. 22 und 23 zeigen; mit einem eigenen, an den frei gewordenen Zapfen 13, 14: angreifenden Umlegewerkzeug 25 vorgenommen. Dieses ist so geformt, daß es bei um ungefähr 45' geneigter Lage des Verformungswerkzeuges durch die Flanschbohrung hindurch auf die Zapfen 13, 14. aufgeschoben werden kann und das Umlegen um die restlichen 4.5° möglich ist, ohne d'aß der Stiel 26 dieses Umlegewerkzeuges 25 den Gehäuseflansch 2,. berührt. In Abb.23 ist der Zustand nach erfolgter Umlegung dargestellt. Nunmehr wird das Umlegewerkzeug 25 von den Zapfen 13, i,. in axialer Richtung abgezogen und die die beiden Verformungsstückeio, ii distanzierende Sperrung gelöst. Hierauf können, wie schon früher im vierten Arbeitsgang beschrieben, die beiden Verformungsstücke io, i i einander genähert und ebenfalls in axialer Richtung aus dem fertig verformten Spulenkopf herausgezogen und durch die Flanschbohrun g hindurch entfernt werden. Die weitere Bewicklung erfolgt wie früher beschrieben und bietet keine Schwierigkeiten, wenn der Raum zwischen Eisenpaket 8 und Gehäuseflansch 2,. für .die Aufnahme aller Spulenköpfe richtig bemessen ist.

Claims (6)

  1. PATENTANSPi3CCIIE: i. Verfahren zum Bewickeln der Ständer und zum Formen der Spulen von zwei- oder mehrpoligen Ein- und Mehrphasenmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß jede Spule mit geschlossenen Windungen in die Ständernuten axial eingeschoben wird, nachdem der zur Ständerachse senkrechte Querschnitt der Spule an den Stellen, die durch die Nuten geschoben werden müssen, z. B. durch einen Preßvorgang etwas kleiner gemacht wurde als ,der Querschnitt der Ständernuten.
  2. 2. Offene Ständernuten zur Aufnahme der nach dem Verfahren gemäß Anspruch i hergestellten Spulen, gekennzeichnet durch ebene, gegeneinander so geneigte Nutflanken, daß die lichte Weite des Nutraumes gegen die Bohrung zu abnimmt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bereits vor dem Einschieben der Spulen in das Eisenpaket dieNutenisolationen auf die Spulenschenkel aufgebracht und die später die Spulenköpfe bildenden Stellen der Spule fertig umbandelt werden. ,..
  4. Verfahren nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Einschieben der Spule die aus dem Eisenpaket herausragenden, fertig umbandelten Spulenteile durch ein mehrteiliges Verformungswerkzeug als Ganzes in die durch die Art der Wicklung vorgeschriebene Form des Spulenkopfes gebracht werden.
  5. 5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch,:, dadurch .gekennzeichnet, daß das Verformungswerkzeug im wesentlichen aus zwei auf einem Gleitkeil (i2) gegeneinander verschiebbar angeordneten Verformungsstücken (io, ii) besteht, die Zapfen (i3, 1q.) tragen, an :denen zwei durch einen Bolzen (i7) so miteinander verbundene Winkelhebel (15, 16) angreifen, daß durch Ausübung einer entsprechenden Kraft auf die freien Enden der Winkelhebel die beiden Verformungsstücke voneinander entfernt oder einander genähert werden können und daß die Verformungsstücke (io, i i) eine solche Form erhalten, daß sie im ersten Arbeitsgang (Abb.8 bis i i), nachdem sie einander ganz genähert wurden, in. den von den aus dem Eisenpaket herausragenden fertig umbandelten Spulenteilen umschlossenen Raum eingebracht werden können, :daß sie ferner im zweiten Arbeitsgang (Abb. 12 bis i5), bei dem sie voneinander .entfernt werden, durch Umgreifen der Spulenschenkel die richtige Breite der den Spulenkopf bildenden Spulenteile aufrechterhalten und im übrigen die aus. Odem Eisenpaket herausragenden Spulenteile so vorv erformen, daß nach dem im dritten Arbeitsgang (Abb. 16 bis 18) vorgenommenen Umlegen des ganzen Verformungswerkzeuges samt den vorverformten Spulenteilen um go° die durch die Art der Wicklung vorgeschriebene Form des Spulenkopfes gebildet wird und daß sie schließlich im vierten Arbeitsgang (Abb. ig, 2o), nachdem sie wieder einander genähert wurden, aus dem fertig verformten Spulenkopf entfernt werden können.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5 für die Bewicklung von Ständern, bei denen das Eisenpaket in ein rohrförmiges Gehäuse festeingebaut ist, -das wesentlich länger ist als das Eisenpaket und das: überdies an seinen Enden Flansche trägt, deren lichte Weite nur etwas größer als der Durchmesser des Nutengrundes zu sein braucht, dadurch gekennzeichnet, daß die Verformungsstücke (i o, i i) nach dem zweiten Arbeitsgang durch eine lösbare Sperrvorrichtung in ihrer Stellung zueinander festgehalten werden und zum vollständigen Umlegen des Verformungswerkzeuges samt den verformten Spulenteilen um go° statt der Winkelhebel (i5, 16) ein Umlegewerkzeug (2:5) verwendet wird (Abb. 22 und 23).
DES3396D 1941-05-18 1941-05-18 Verfahren und Vorrichtung zum Bewickeln der Staender und zum Formen der Spulen von zwei- oder mehrpoligen Ein- oder Mehrphasenmaschinen Expired DE866698C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE102016216766A1 (de) * 2016-09-05 2018-03-29 Thyssenkrupp Ag Montagevorrichtung zum gleichzeitigen Einführen und Verfahren
DE102016219480A1 (de) * 2016-10-07 2018-04-12 Thyssenkrupp Ag Montagevorrichtung zum gleichzeitigen Einführen von Kupferstäben

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