DE721309C - Vorrichtung zur gegenseitigen und gleichzeitigen Regelung der Kalt- und Warmluftzufuhr zu Vergasern von Brennkraftmaschinen, insbesondere Flugzeugmotoren - Google Patents

Vorrichtung zur gegenseitigen und gleichzeitigen Regelung der Kalt- und Warmluftzufuhr zu Vergasern von Brennkraftmaschinen, insbesondere Flugzeugmotoren

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DE721309C
DE721309C DEF79287D DEF0079287D DE721309C DE 721309 C DE721309 C DE 721309C DE F79287 D DEF79287 D DE F79287D DE F0079287 D DEF0079287 D DE F0079287D DE 721309 C DE721309 C DE 721309C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M31/00Apparatus for thermally treating combustion-air, fuel, or fuel-air mixture
    • F02M31/02Apparatus for thermally treating combustion-air, fuel, or fuel-air mixture for heating
    • F02M31/04Apparatus for thermally treating combustion-air, fuel, or fuel-air mixture for heating combustion-air or fuel-air mixture
    • F02M31/06Apparatus for thermally treating combustion-air, fuel, or fuel-air mixture for heating combustion-air or fuel-air mixture by hot gases, e.g. by mixing cold and hot air
    • F02M31/08Apparatus for thermally treating combustion-air, fuel, or fuel-air mixture for heating combustion-air or fuel-air mixture by hot gases, e.g. by mixing cold and hot air the gases being exhaust gases
    • F02M31/081Manual switching of the fluids directed to the heat exchange surfaces
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Description

  • Vorrichtung zur gegenseitigen und gleichzeitigen Regelung der Kalt- und Warmluftzufuhr zu Vergasern von Brennkraftmaschinen, insbesondere Flugzeugmotoren Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur gegenseitigen und gleichzeitigen Regelung der Kalt- und Warmluftzufuhr zu Vergasern von Brennkraftmaschinen, insbesondere Flugmotoren, durch einen gemeinsamen Regelkörper.
  • Bei den bekannten Einrichtungen für Zuführung und Vorwärmung der Ansaugluft bei Brennkraftmaschnnen ist vielfach keine Regelung der Temperatur durch veränderliche Mischung von Kalt- und Warmluft vorgesehen. In Fällen, wo die gesamte Ansaugluft ohne Regelung durch den Vorwärmer strömt, ergibt sich eine verhältnismäßig niedrige Gesamttemperatur der Ansaugluft. Hierzu kommt noch eine weitere Unterkühlung durch die Verdunstungskälte des zerstäubten Kraftstoffes, so daß bei den vorkommenden atmosphärischen Verhältnissen. (eine Vereisung stark gekühlter Vergaserteile nicht vermieden werden kann. Soweit Temperaturregelvorrichtungen für die Ansaugluft von Brennkraftmaschinen bekannt sind, betreffen sie meist Einrichtungen, bei welchen die Regelkörper für Warm- und Kaltluft getrennt und durch Hebel zwecks gleichzeitiger Betätigung gekuppelt sind. Es 'ist jedoch auch bereits bekanntgeworden, an der Vereinigungsstelle von Warm- und Kaltluftleitung als Regelkörper einen Drehschieber anzuordnen, der bei Drehung die eine Leitung schließt und gleichzeitig die aridere öffnet. Bei diesen bekannten Anordnungen entstehen an der Austritts- bzw. Vereinigungsstelle der Warm- und Kaltluft infolge der Kanten der Klappen und Schieber starke Wirbel, da sich die Absperrflächen dabei senkrecht zur Strömungsrichtung im. den Luftstrom hineinbewegen und dieseln gewissermaßen abschneiden. Infolgedessenwird bei jeder 'Querschnittsöffnung eine Druckänderung im samten Leitungssystem und damit verbunden .eine unerwünschte Änderung der Gesamtdurchflußmenge hervorgerufen. Damit ,ändert sich bei jeder Querschn.ittsregelung die Zylinderfüllung und infolgedessen auch die Motorleistung. Der eigentliche Zweck der Regelvorrichtung für Warm- und Kaltluftzufuhr, nämlich die jeweilige Einstellung der Zylinderfüllung zwecks Erzielung des besten Wirkungsgrades und der besten Brennstoffausnützung bei betriebssicherer Verhütung von Eisbildung an Vergaserteilen, wird dadurch außerordentlich erschwert oder ganz unmöglich gemacht.
  • Die Erfindung besteht nun bei solchen Regelvorrichtungen für Kalt- und Warmluftzufuhr durch einen gemeinsamen Regelkörper in der Anordnung einer- schnabelförmig sich 'öffnenden, in geschlossenem Zustande einen Stromlinienkörper bildenden zweiflügeligen öffnungsklappe an der Mündung der in Strömungsrichtung der Luft koaxial in die Kaltluftleitung eingeführten Warmluftleitung zum Vergaser. Die Zuführung der Heißluft zum Vergaser ist ferner zweckmäßigerweise so ausgebildet, daß die besonders zu Eisansatz neigenden Vergaserteile in der zentralen Strömungsrichtung der Heißluft nahe an der üffnungsklappe liegen.
  • Ein Ausführungsbeispiel ist in Abb. i und 2 dargestellt. Der Eintritt der in bekannter Weise, z. B. mittels Durchführens des Luftkanals durch die Abgasleitung, erzeugten Warmluft erfolgt bei a, der Eintritt der Kaltluft bei b in das die Warmluftleitung d umgebende Gehäuse c. Die Einlaßöffnungen beider Leitungen sind an Stellen gleichen Druckes angeordnet, also beispielsweise bei Flugmotoren innerhalb der :Motorverkleidung. Der Querschnitt der Warmluftl.eitung ist kleiner gewählt als der für die Luftversorgung der Brennkraftm:aschinen erforderliche Gesamtquerschnitt, so daß die geringe Luftmenge möglichst hohe Temperatur erhält. Innerhalb des Gehäuses c ist die Warmluftleitung mit einer öffnung e versehen. Über diese üffnung legen sich zwei als Schnabelhälften ausgebildete Klappen f und g, die auf der Warmluftr ohrleitung durch zwei Ringe fa gehalten sind. Der Austritt der Warmluft erfolgt, wenn diese Klappen geschlossen sind. durch den Stutzen h, dessen Querschnitt mit Hilfe der Klappe i geregelt werden kann. An das Gehäuse c, dessen Querschnitt sich oben verengt, schließt sich das Vergasergehäuse l an. Die Regelung der der bei b eintretenden Kaltluft zuzusetzenden Warmluft erfolgt durch entsprechendes Öffnen der Schnabelhälften f und g, welche .in geschlossenem Zustande, wie gestrichelt gezeichnet, einen Stromlinienkörper bilden und beim Öffnen den Durchflußquerschnitt für die Kaltluft bei m in gleichem Maße verringern, wie die Warmluftleitung geöffnet wird. Die Klappe i ist bei geschlossenem Schnabel f, g vollständig geöffnet und -wird entsprechend der üffnungsweite des letzteren mehr oder weniger geschlossen, so daß die überschüssige Warmluft ins Freie abfließen kann.
  • Diese Ausführungsart .ermöglicht eine r@eibungs- und wirbelfreie Führung der Warm-und Kaltluft bei jeder beliebigen Querschnittseinstellung, da die Regelvorrichtung gleichzeitig als Düse und Leitfläche für die Warm- und Kaltluft ausgebildet ist. Es isst daher die Möglichkeit gegeben, einwandfrei die einer jeden Betriebszustands.änderung des Motors entsprechende Schnabelöffnungsweite festzulegen.
  • Eine entsprechend den jeweiligen atmosphärischen Verhältnissen erforderliche Temperatur- und Mengenänderung der Ansaugluft kann mit oben beschriebener Einrichtung durchgeführt werden, ohne daß der Druck in der Ansaugleitung geändert und daher das Mischungsverhältnis von Luft und Brennstoff gestört wird. Damit entfällt auch jede damit verbundene Änderung der Zylinderfüllung sowie der Motorleistung und -drehzah1. Außerdem bleibt dabei der Wärmezustand des Motors gleichmäßig: die bei den bisherigen Einrichtungen an Zylinderköpfen und Ventilen leicht beobachteten hohen Wärmegrade werden vermieden.
  • Im Vergaser durch Bedienungsfehler oder atmospärische Einflüsse entstandene Eisbildung, welche bei normalen Verhältnissen unter Verwendung der oben beschriebenen Regeleinrichtung, wie schon erwähnt, vermieden -wird. kann durch nahezu vollständige Drosselung des Kaltluftzutritts zum Vergaser unter Ausnutzung des dadurch entstehenden Unterdrucks mittels eines größeren Zusatzes von Warmluft zu den vereisten Teilen in kürzester Zeit aufgetaut werden. Als weiterer Vorteil ergibt sich eine Begünstigung der Bren@nstoffzerst,äubung durch die hohe Temperatur des zentralen Heißluftstromes-, der die Zerstäuberdüsen des Vergasers umspült.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur gegenseitigen und gleichzeitigen Regelung der Kalt- und Warmluftzufuhr zu Vergasern von Brennkraftmaschi.n:en, insbesondere Flugmotoren, durch einen gemeinsamen Regelkörper, gekennzeichnet durch Anordnung einer schnabelförmig sich öffnenden, in geschlossenem Zustande einen Stromlinienkörper bildenden zweiflügeligen Öffnungsklappe (f, g) an der Mündung der in Strömungsrichtung der Luft koaxial in die Kaltluftleitung (c) eingeführten Warmluftzuleitung (d) zum Vergaser. a. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch. Anordnung der üffnungsklappe (f, g) nahe an den der Eisansatzbildung ausgesetzten und in der zentralen Strömungsrichtung der Heißluft liegenden Teilen des Vergasers (Düse, Dros,sel'klappe usw.).
DEF79287D 1935-04-30 1935-04-30 Vorrichtung zur gegenseitigen und gleichzeitigen Regelung der Kalt- und Warmluftzufuhr zu Vergasern von Brennkraftmaschinen, insbesondere Flugzeugmotoren Expired DE721309C (de)

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