-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf Telekommunikationsnetze und
insbesondere auf die Rufweglenkung in einem Telekommunikationsnetz, vornehmlich
in einem Privatnetz, in welchem die Anrufe unterschiedliche Prioritäten aufweisen.
-
Private
Telekommunikationsnetze werden aus Kommunikations-Knotenpunkten gebildet,
die untereinander über
Teilstücke
oder Leitungen verbunden sind, welche die Kommunikation und/oder die
Signalisierung transportieren. Die Veröffentlichung von J. Eldin und
K.P Lathia, "Le
RNIS appliqué au
Centrex et aux reseaux prives virtuels" (Anwendung von ISDN auf Centrex und
virtuelle Privatnetze), enthält
eine Beschreibung der physikalischen Privatnetze und der virtuellen
Privatnetze. Wie in diesem Dokument erläutert wird, sind in einem physikalischen
Privatnetz die verschiedenen Standorte oder Knotenpunkte über spezielle
Leitungen verbunden, während
in einem virtuellen Privatnetz jeder Knotenpunkt mit der nächstgelegenen
Vermittlungsstelle des öffentlichen
Netzes verbunden ist, wo eine geeignete Software die Verbindungen
nach Bedarf herstellt. Es gibt zwei Varianten von virtuellen Privatnetzen:
So kann man einerseits semipermanente Verbindungen vorsehen, die
ohne Anwahl hergestellt werden, sobald einer der Knotenpunkte Bedarf
an einer Leitung anmeldet, und die stets dieselben Punkte miteinander
verbinden. Dies kann insbesondere bei Signalisierungsverbindungen
in einer Anwendung auf einem dienstintegrierten Digitalnetz (Integrated Services
Digital Network, ISDN) der Fall sein. Auf der anderen Seite kann
man vermittelte Verbindungen vorsehen, die nur durch Anwahl hergestellt
werden können.
In der folgenden Beschreibung werden physikalische oder virtuelle
Privatnetze betrachtet, die aus Knotenpunkten bestehen, welche untereinander über Leitungen
verbunden sind, die Leitungen beliebiger Art sein können, also
Leitungen, die fest zugewiesene Verbindungen beinhalten, oder Leitungen, die
unter Einbeziehung eines externen Netzes gebildet werden; letzeres
kann ein Netz beliebigen Typs sein, etwa das öffentliche vermittelte Netz,
ein öffentliches
terrestrisches Netz, ein ISDN, ein anderes Privatnetz usw.
-
In
Telekommunikationsnetzen stellt sich das Problem der Rufweglenkung,
also die Wahl einer Leitwegführung,
die es gestattet, einen Anruf über das
Netz zu leiten, gegebenenfalls unter Überschreitung der Grenze zu
einem externen Netz. Ziel einer solchen Rufweglenkung ist es, die
Leitwegführung
eines Anrufs und die Herstellung einer Kommunikationsverbindung
zu ermöglichen
und zugleich zu versuchen, die Last der Kommunikation über das
Netz zu verteilen. In an sich bekannter Weise führt man dazu Weglenkungsberechnungen
unter Festlegung einer Kostenfunktion für die Netzleitungen durch. Diese
Funktion gestattet es, jeder Leitung ein Kostenniveau zuzuordnen,
das für
das Risiko einer Blockierung der Leitung repräsentativ ist; hierbei kann man
eine Kostenfunktion wie etwa die Berechnung des Verhältnisses
zwischen den benötigten
Ressourcen und den auf der Leitung verfügbaren Ressourcen wählen:
Kosten
= Benötigte
Ressourcen/verfügbare
Ressourcen
-
Die
bessere Weglenkung wird für
den Fall erzielt, bei dem die Summe der Kosten für die zur Weglenkung verwendeten
Leitungen minimiert wird. Im allgemeinen führt man eine Weglenkungsberechnung
zum Zeitpunkt der Herstellung einer Kommunikationsverbindung durch, über welche
der Anruf geführt
wird.
-
Überdies
besteht eine an sich bekannte Vorgehensweise darin, für die Kommunikationsverbindungen
in einem Privatnetz unterschiedliche Prioritäten vorzusehen. Die Wahl einer
höheren
Priorität
gestattet die bevorzugte Weglenkung eines Anrufs, erforderlichenfalls
unter Bevorzugung der Ressourcen des Privatnetzes, die von den Kommunikationsverbindungen
mit einer niedrigeren Priorität
genutzt werden.
-
Es
wurde vorgeschlagen, die Prioritäten
zu verwalten, indem für
jede Kommunikationsverbindung einerseits eine Prioritätsstufe
und andererseits ein Aktivierungsmodus festgelegt wird. Die Prioritätsstufe
ist beispielsweise eine ganze Zahl; der Aktivierungsmodus wird aus
der folgenden Liste gewählt:
- – Nicht
geschützte
Kommunikationsverbindung,
- – geschützte und
nicht bevorrechtigte Kommunikationsverbindung,
- – nicht
geschützte,
aber bevorrechtigte Kommunikationsverbindung.
-
In
dieser Lösung
kann eine geschützte
Kommunikationsverbindung von einer anderen Kommunikationsverbindung
nicht bevorrechtigt werden. Anders ausgedrückt, wird die Bevorrechtigung
auf die Ressourcen der nicht geschützten Kommunikationsverbindungen
angewandt, welche die niedrigste Prioritätsstufe haben. Ebenfalls wird
vorgeschlagen, bei der Weglenkung im Fall einer Sättigung
des Netzes die folgenden Einschränkungen
zu beachten:
- – Die maximale Priorität aller
für die
Weglenkung einer Kommunikationsverbindung bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen
muß so
niedrig wie möglich
sein;
- – die
Anzahl der bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen muß so niedrig
wie möglich sein;
- – die
Gesamtkosten für
die Weglenkung müssen so
niedrig wie möglich
sein.
-
Im
Dokument EP-A-0 830 047 wird ein Verfahren für die Rufweglenkung in einem
Netz mit mehreren durch Leitungen untereinander verbundenen Knotenpunkten
beschrieben, beinhaltend die Berechnung der Kosten für unterschiedliche
Leitwegführungen
zur Übermittlung
des Anrufs sowie die Auswahl einer Leitwegführung in Abhängigkeit
von den Kosten, bei welchem die Kosten für eine Leitwegführung einen
aus mehreren Komponenten bestehenden Vektor bilden.
-
Im
Dokument PERAVIAN, M. ET AL: "DECENTRALIZED
NETWORK CONNECTION PREEMPTION ALGORITHMS", COMPUTER NETWORKS AND ISDN SYSTEMS,
Vol. 30, No. 11, 22. Juni 1998 (1998-06-22), Seiten 1029–1043 XP004123763
ISSSN/0169–7552,
wird ein Verfahren für
die Rufweglenkung in einem Netz mit mehreren durch Leitungen untereinander
verbundenen Knotenpunkten beschrieben, beinhaltend die Berechnung der
Kosten für
unterschiedliche Leitwegführungen zur
Rufweglenkung sowie die Auswahl einer Leitwegführung in Abhängigkeit
von den Kosten, bei welchem der zu bevorrechtigende Durchlaßbereich,
die Priorität
der zu bevorrechtigenden Verbindungen und die Anzahl der zu bevorrechtigenden
Verbindungen optimiert werden.
-
Die
Erfindung bietet eine Lösung
für das
Problem der Rufweglenkung in einem Netz, die es so weit wie möglich gestattet,
den verschiedenen mit der Priorität verbundenen Einschränkungen
Rechnung zu tragen.
-
Überdies
stellt sich in Privatnetzen das Problem der Verminderung der Anzahl
von Kommunikationsverbindungen. Sofern nämlich die Netze unterschiedliche
Kommunikationsverbindungen (Sprache, Daten oder andere Signale)
transportieren, schlagen unterschiedliche Protokolle, wie eine Dienstqualität, Kommunikationsverbindungen
vor, die unterschiedliche gewährte
Bandbreiten aufweisen. Dies ist beispielsweise bei X.25-Protokollen, auch
Frame Relay genannt, der Fall, welche eine Replikation auf kleinere
Durchlaßbereichen
zulassen, wenn der Durchlaßbereich
nicht verfügbar
ist.
-
Ein
weiteres neues Problem, für
welches die Erfindung eine Lösung
bietet, betrifft die simultane Verwaltung der gewährten Bandbreiten
und der Prioritäten
in der Weglenkung der Kommunikationsverbindungen. Die Erfindung
gestattet das Verwalten der Prioritäten in Abhängigkeit von Datenratenkategorien.
-
Zu
diesem Zweck wird mit der Erfindung ein Verfahren zur Rufweglenkung
in einem Netz mit mehreren über
Leitungen untereinander verbundenen Knotenpunkten vorgeschlagen, beinhaltend
die Berechnung der Kosten für
unterschiedliche Leitwegführungen
zur Rufweglenkung sowie die Auswahl einer Leitwegführung in
Abhängigkeit
von den Kosten, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Anruf eine Prioritätsstufe
zugeordnet wird, aufgrund derer er in der Lage ist, Kommunikationsverbindungen
im Netz vorrangig zu belegen, sowie durch
- – eine erste
Komponente gleich dem maximalen Wert der Prioritätsstufe der auf jeder der besagten Leitungen
bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen auf den Leitungen, aus
welchen sich der Rufweg zusammensetzt,
- – eine
zweite Komponente gleich der Anzahl bevorrechtigter Kommunikationsverbindungen
auf den besagten Leitungen nach Prioritätsstufe,
- – und
eine dritte Komponente gleich der Summe auf den besagten Leitungen
einer abnehmenden Funktion der Menge von verfügbaren Ressourcen auf jeder
der besagten Leitungen,
ferner dadurch, daß die zweite Komponente eines gegebenen
Kostenvektors kleiner als die zweite Komponente eines anderen Kostenvektors
ist, wenn für
die höchste
Prioritätsstufe,
für welche die
zweiten Komponenten unterschiedlich sind, die zweite Komponente
des gegebenen Kostenvektors kleiner als die zweite Komponente des
anderen Kostenvektors ist.
-
In
diesem Fall erfolgt der Auswahlschritt zur Minimierung der Weglenkungskosten
für eine
Ordnungsrelation, in welcher der erste Vektor kleiner als ein zweiter
Vektor ist, wenn die erste Komponente des ersten Vektors kleiner
als die erste Komponente des zweiten Vektors ist,
und für den Fall
der Gleichheit der ersten Komponenten, wenn die zweite Komponente
des ersten Vektors kleiner als die zweite Komponente des zweiten
Vektors ist,
und für
den Fall der Gleichheit der ersten und der zweiten Komponente, wenn
die dritte Komponente des ersten Vektors kleiner als die dritte
Komponente des zweiten Vektors ist. In einer anderen Ausführungsform
transportiert das Netz Kommunikationsverbindungen mit unterschiedlichen
Datenraten sowie mit einer Möglichkeit
zur Verminderung der Datenrate, und die Weglenkungskosten sind auch
von der Datenrate abhängig,
die über
den besagten Leitungsweg transportiert werden kann.
-
Hierzu
wird mit der Erfindung ein Verfahren vorgeschlagen, in welchem das
Netz Kommunikationsverbindungen mit unterschiedlichen Datenraten sowie
mit einer Möglichkeit
zur Verminderung der Datenrate transportiert, in welchem die Kosten
für einen Rufweg
außerdem
abhängig
von der Datenrate sind, die über
den besagten Rufweg transportiert werden kann, und das dadurch gekennzeichnet
ist, daß die Kosten
eines Rufweges eine vierte Komponente beinhalten, die gleich der
Verminderung der für
einen Anruf geforderten Datenrate auf der besagten Route ist.
-
In
einer Ausführungsform
erfolgt der Schritt zur Berechnung der Kosten eines Rufweges durch Iterationen,
bei welchen nacheinander die verschiedenen Leitungen, aus denen
sich der Rufweg zusammensetzt, hinzugefügt werden.
-
Man
kann den Schritt zur Berechnung der verschiedenen Rufwege und der
Berechnung eines Rufweges auch durch Anwendung des Dijkstra-Algorithmus' durchführen.
-
Weitere
Eigenschaften und Vorteile der Erfindung werden beim Lesen der nachstehenden
beispielhaften Beschreibung der Ausführungsformen der Erfindung
deutlich werden, wobei auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen
wird, von denen die einzige Abbildung einen Graph der Lastkomponente
des Kostenvektors gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung zeigt.
-
Mit
der Erfindung wird vorgeschlagen, in einem Telekommunikationsnetz
die Parameter zu berücksichtigen,
welche die Priorität
für die
Definition der Kosten und der Berechnung der Rufwege festlegen.
Sie gestattet es dem Netz, den Prioritätseinschränkungen beim Transport der
Anrufe und der Herstellung der Kommunikationsverbindungen Rechnung
zu tragen. Zu diesem Zweck wird mit der Erfindung vorgeschlagen,
für die
Leitungen des Netzes eine Kostenfunktion Cost zu berücksichtigen,
welche eine vektorielle Form hat, d.h. in zwei voneinander unabhängigen Komponenten
vorliegt; dieser Kostenvektor weist eine Komponente auf, die von
der Priorität
der vorrangig hergestellten Kommunikationsverbindungen für den Transport über den
Rufweg abhängt,
sowie eine Komponente, die von der Priorität der Auslastung der Leitung
abhängt.
Der Kostenvektor kann somit folgende Form annehmen:
Cost :=
(PrioritätMin;
KostenLeitung)
-
Die
erste Komponente PrioritätMin
ist die Komponente, welche die höchste
Prioritätsstufe
der Kommunikationsverbindungen repräsentiert, die über die
Leitung vorrangig hergestellt werden, um eine neue Kommunikation
zu transportieren. Sie ist gleich der höchsten Priorität der Kommunikationsverbindungen,
die auf der Leitung zu bevorrechtigen sind, um die Durchschaltung
einer neuen Kommunikationsverbindung zu gewährleist-en. Wenn die Leitung
nicht gesättigt
ist, ist diese Komponente null; wenn die Leitung dagegen gesättigt ist,
ist diese Komponente gleich der Prioritätsstufe der vorrangig herstellbaren
Kommunikationsverbindung, welche die niedrigste Prioritätsstufe
repräsentiert.
-
Diese
Komponente gestattet es, bei der Berechnung eines Rufweges im Privatnetz
nicht nur die Auslastung der Leitungen, sondern auch die Prioritätsstufen
der Kommunikationsverbindungen zu berücksichtigen, die bereits hergestellt
sind und gegebenenfalls bevorrechtigt sein müssen; sie repräsentiert
die Fähigkeit
der Leitung, bevorrechtigte Kommunikationsverbindungen aufzunehmen.
-
Die
zweite Komponente KostenLeitung ist abhängig von der Auslastung der
Leitung oder der verfügbaren
Ressourcen und wird im folgenden unter Bezug auf die Abbildung näher beschrieben.
-
Mit
der Erfindung wird außerdem
vorgeschlagen, bei den möglichen
Rufwegen eine Kostenfunktion Ch zu berücksichtigen, welche eine vektorielle
Form hat, d.h. in drei voneinander unabhängigen Komponenten vorliegt;
dieser Kostenvektor weist eine Komponente auf, die von der maximale
Priorität der
auf den verschiedenen Teilabschnitten des Rufweges bevorrechtigten
Kommunikationsverbindungen abhängig
ist. Er weist außerdem
eine Komponente auf, welche die Anzahl der nicht geschützten Kommunikationsverbindungen
repräsentiert,
welche bevorrechtigt sein müssen,
um die Rufweglenkung für
jede Prioritätsstufe
zu ermöglichen.
Die dritte Komponente ist eine Komponente für die Auslastung des Rufweges.
Der Kostenvektor kann somit folgende Form annehmen:
Ch := (PrioritätMax; NbComPreemp[priorität], LoadCost)
-
Die
erste Komponente PrioritätMax
ist die Komponente, welche von der Prioritätsstufe Kommunikationsverbindungen
abhängt,
die auf den verschiedenen Leitungen des Netzes bevorrechtigt sind. Sie
gestattet es, bei der Berechnung eines Rufweges im Privatnetz nicht
nur die Auslastung der Leitungen, sondern auch die Prioritätsstufen
der Kommunikationsverbindungen zu berücksichtigen, die zur Gewährleistung
der Weglenkung bevorrechtigt sind; die Minimierung dieser ersten
Komponente führt
zur Bevorrechtigung der am niedrigsten priorisierten Kommunikationsverbindungen
zum Aufbau des Rufweges. Die zweite Komponente ist abhängig von
der Anzahl der bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen für jede Prioritätsstufe;
sie hat somit das Aussehen einer Tabelle. Die dritte Komponente
LoadCost ist abhängig
von der Auslastung der Leitung und entspricht der Komponenten Kostenleitung
der durchlaufenen Leitungen.
-
Der
Kostenvektor eines Rufweges wird durch Iteration aus den Kostenvektoren
der verschiedenen Teilabschnitten des Rufweges bestimmt. Um eine
Leitung hinzuzufügen,
welche einem Rufweg, der einen Kostenvektor Ch aufweist, Kosten
in Höhe von Cost
zuzuordnen, kann man wie folgt eine Summenfunktion definieren:
Add(Ch1,
Cost) := Ch2
-
Diese
Summenfunktion gestattet es, aus dem Kostenvektor Ch1 des Rufweges
und dem hinzugefügten
des hinzugefügten
Rufweges den Kostenvektor Ch2 des Rufweges zu ermitteln, welcher die
hinzugefügte
Leitung enthält.
Gemäß der Schreibweise
Ch2
:= (PrioritätMax2;
NbComPreempt2[priorität], LoadCost2)
definiert
man jede einzelne Komponente des Vektors wie folgt: Für die erste
Komponente, welche die höchste
Priorität
der bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen auf den verschiedenen
Leitungen repräsentiert,
ist die erste Komponente der Summe gleich dem höchsten Prioritätswert der
auf dem vorhergehenden Rufweg bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen
und der maximalen Priorität
der auf dem hinzugefügten
Rufweg bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen. Anders ausgedrückt, erhöht sich
die maximale Priorität
der bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen auf den vom neuen
Rufweg durchlaufenen Leitungen, wenn man einem gegebenen Rufweg
eine Leitung hinzufügt,
nur dann, wenn die maximale Priorität der zu bevorrechtigenden
Kommunikationsverbindungen auf der hinzugefügten Leitung über der
maximalen Priorität
der bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen auf den vom gegebenen
Rufweg durchlaufenen Leitungen liegt. Dies wird geschrieben als
PrioritätMax2 := Max[PrioritätMax1,
PrioritätMin],
wobei
die Funktion Max einem Zahlenpaar die größte der beiden Zahlen zuordnet.
-
Für die zweite
Komponente, die repräsentativ
für die
Anzahl der bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen ist, ist die
zweite Komponente der Summe gleich der zweiten Komponente des vorhergehenden
Rufweges, wenn die Leitung nicht gesättigt ist, für jede der
Prioritätsstufen.
Wenn die Leitung gesättigt
ist, impliziert der Transport des gelenkten Anrufs die Bevorrechtigung
einer Kommunikationsverbindung auf der Prioritätsstufe PrioritätMin, und die
Anzahl bevorrechtigter Kommunikationsverbindungen erhöht sich
in dieser Prioritätsstufe
um eine Einheit. Mathematisch ausgedrückt, ergibt dies:
WENN
KostenLeitung = GESÄTTIGT,
DANN
NbComPreempt2[PrioritätMin] := NbComPreempt1[PrioritätMin]
+ 1
ENDEWENN,
wobei der Wert GESÄTTIGT für die Leitung der Wert der
Komponente KostenLeitung ist, wenn die Leitung über keine Ressourcen mehr verfügt, oder
anders ausgedrückt,
wenn es erforderlich ist, eine Kommunikationsverbindung zu bevorrechtigen,
um die Rufweglenkung zu ermöglichen.
-
Die
dritte Komponente LoadCost ergibt sich durch Hinzufügen der
Kosten für
die Leitung zu den Kosten des vorhergehenden Rufweges. Mit anderen Worten:
Die Gebührenkomponente
der eines Rufweges ist gleich der Summe der Gebührenkomponenten aller Leitungen,
aus denen sich der Rufweg zusammensetzt. Mathematisch ausgedrückt, ergibt dies:
LoadCost2 := Kosteneitung + LoadCost1
-
Die
so definierte Summenfunktion gestattet es, jedem über das
Privatnetz geführten
Rufweg einen Kostenvektor zuzuordnen. Mit der Erfindung wird außerdem eine
Ordnungsrelation im Vektorraum der Kosten vorgeschlagen, und zwar
derart, daß Rufwege
verglichen werden können
und ein "besserer" Rufweg definiert
werden kann. Diese Ordnungsrelation ist auf folgende Weise definiert:
Ch1 < Ch2
WENN PrioritätMax1 < PrioritätMax2
ODER WENN (PrioritätMax1 =
PrioritätMax2 UND NbComPreempt1[priorität] < NbComPreempts2[priorität])
ODER
WENN (PrioritätMax1 = PrioritätMax2 UND NbComPreemptl[priorität] = NbComPreempts2[priorität])
UND LoadCost2 < LoadCost2)
-
In
dieser Definition erscheinen eine Ordnungsrelation und eine Gleichheitsrelation
zwischen den Komponenten NbComPreempts[priorität]; zwei Tabellen von Anzahlen
von bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen sind gleich, wenn
ihre jeweiligen Werte für
jede Prioritätsstufe
gleich sind; ist dies nicht der Fall, so werden, ausgehend von der
höchsten
Prioritätsstufe,
die Anzahlen von bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen verglichen,
bis sich eine Differenz ergibt; anders ausgedrückt, gilt:
NbComPreempts1[priorität] < NbComPreempts2[priorität]
wenn für
i = Max{j/NbComPreempts1[i]} NbComPreempts2[i]} ergibt sich NbComPreempts1[i] < NbComPreempts2[i]
-
Dies
entspricht der Minimierung der Anzahl der bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen hoher
Priorität.
-
Anders
formuliert, ist ein Rufweg "besser" als ein anderer
Rufweg, wenn er nur Leitungen mit einer geringeren Prioritätsstufe
der bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen nutzt. Wenn zwei
Rufwege Leitungen mit derselben maximalen Prioritätsstufe für die bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen
nutzen, ist der "bessere" Rufweg derjenige,
der die Anzahl der mit dieser Stufe bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen
minimiert. Wenn zwei Rufwege Leitungen mit bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen
nutzen, welche dieselbe maximale Prioritätsstufe aufweisen, und dieselbe
Anzahl von Kommunikationsverbindungen bevorrechtigen, ist der bessere
Rufweg derjenige, der die geringsten Kosten aufweist.
-
Diese
Definition einer Ordnungsrelation ist der Wahl einer Netzverwaltung äquivalent.
Das Minimieren der ersten Komponente führt zur Begrenzung der Prioritätsstufe
der in diesem Netz bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen, gegebenenfalls
auf Kosten der Anzahl der bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen
oder der Kosten für
den Transport des Anrufs. Das Anstreben der Minimierung der zweiten
Komponente vor der dritten führt
vorzugsweise eher zu einer Verringerung der Anzahl der bevorrechtigten
Kommunikationsverbindungen zu verringern als der Kosten für den Transport
eines Anrufs. Man könnte
auch andere Ordnungsrelationen definieren, um anderen Einschränkungen
auf dem Netz Rechnung zu tragen.
-
Diese
Definitionen eines Kostenniveaus pro Rufweg und einer Ordnungsrelation
zwischen den Rufwegen gestatten eine Bewertung der verschiedenen
möglichen
Rufwege und einen Vergleich der verschiedenen Rufwege, um einen
von ihnen auszuwählen.
-
Vorteilhafterweise
verwendet man den Dijkstra-Algorithmus, um eine Rufweglenkung festzulegen,
die den größten definierten
Kostenvektor gemäß der erwähnten Ordnungsrelation
minimiert. Der Dijkstra-Algorithmus ist in den algorithmischen Arbeiten
beschrieben und ein bekanntes Verfahren, um in einem bewerteten
Graphen einen kürzeren
Weg zwischen zwei Knotenpunkten zu finden. Bei der Anwendung dieses
Algorithmus' auf
die vorliegende Erfindung werden die Knotenpunkte des Graphen aus
den Netzknoten gebildet. Die Strecken zwischen den Knotenpunkten
werden aus Leitungen des Privatnetzes oder – im Fall einer möglichen Überschreitung
einer Netzgrenze – aus
Durchquerungen eines externen Netzes gebildet. Die Distanz ist der
größte definierte
Kostenvektor; die Bestimmung dieses Vektors durch Iteration ist
insbesondere auf den Dijkstra-Algorithmus
zugeschnitten, in welchem man einem bestehenden Rufweg bei jeder
Iteration Leitungen hinzufügt.
Die klassische Ordnungsrelation in den reellen Zahlen wird in der
Algorithmusanwendung durch die Ordnungsrelation ersetzt, die weiter
oben ebenfalls definiert ist. Für
die Berechnung der Rufwege der Erfindung kann man auch Algorithmen
verwenden, die zum Dijkstra-Algorithmus analog sind und ebenfalls
das Ermitteln des kürzesten
Weges gestatten. Man kann beispielsweise den Bellman-Algorithmus
oder den Floyd-Algorithmus
zitieren, wobei anzumerken ist, daß der Bellman-Algorithmus nur auf Graphen
ohne Kreise anwendbar ist.
-
Die
Abbildung gibt ein mögliches
Aussehen der zweiten Komponente KostenLeitung des Kostenvektors
einer Leitung wieder, welche von der Auslastung oder den verfügbaren Ressourcen
abhängig
ist; auf der Ordinate ist die Komponente KostenLeitung aufgetragen.
Entlang der Abszisse sind die verfügbaren Ressourcen aufgetragen – für den Fall
eines Netzes vom ISDN-Typ, in welchem die Leitung durch mehrere
T0- oder T2-Zugänge
gebildet wird, entsprechen die verfügbaren Ressourcen beispielsweise
der Anzahl der freien B-Kanäle.
Die Abbildung zeigt im wesentlichen, daß die Komponente KostenLeitung eine
zunehmende Funktion der Auslastung oder – in strikt äquivalenter
Weise – eine
abnehmende Funktion der auf der Leitung verfügbaren Ressourcen ist. Diese
Funktion weist diesseits eines gegebenen Auslastungswertes einen
konstanten Wert oder – in strikt äquivalenter
Weise – jenseits
eines bestimmten Wertes von verfügbaren
Ressourcen einen konstanten Wert auf.
-
Im
Beispiel besitzt die Auslastung einen unbegrenzten, d.h. einen über jedem
anderen Wert liegenden Wert, wenn die Leitung unterbrochen wird. Sie
besitzt einen Wert "GESÄTTIGT", wenn kein Kanal
verfügbar
ist; dieser Wert "GESÄTTIGT" wird so gewählt, daß er über der
Summe aller möglichen Kosten
für einen
Rufweg über
die Kanäle
B liegt. Die nimmt einen ersten Wert KostenLeitung3 an,
wenn ein einziger Kanal verfügbar
ist, einen zweiten Wert KostenLeitung2 an,
wenn ein 2 bis k Kanäle
verfügbar sind,
wobei k eine ganze Zahl ist, und einen Wert KostenLeitung1 = 1, wenn mehr als k Kanäle verfügbar sind,
wobei gilt: KostenLeitung3 > KostenLeitung2 > KostenLeitung1. Zweckmäßig ist
ein Wert von k in der Größenordnung
von 10; die Wahl eines relativ geringen k-Wertes gestattet es, die
Neuberechnung von Rufwegen zu vermeiden, solange die Kosten nicht variieren.
Es sind auch andere Werte möglich,
insbesondere in Abhängigkeit
von der Kapazität
einer Leitung und von der Anzahl der durch eine Kommunikationsverbindung
belegten Kanäle.
Die Wahl der Werte für
KostenLeitung1, der Anzahl von Werten für KostenLeitung1 wie auch die Wahl der Auslastungswerte,
für welche
die Funktion Werte ändert,
hängt von
der Art des Netzes und von der gewünschten Lastverteilung ab.
Diese Werte können – wie im
Beispiel – Absolutwerte
sein, aber auch von der Gesamtkapazität der Leitung abhängen.
-
Es
wird nun eine zweite Ausführungsform der
Erfindung beschrieben, die ganz konkret auf Netze abgestimmt ist,
in denen das X25-Protokoll zur Anwendung kommt, bei dem die Priorität nach Kategorien
unterschiedlicher Datenraten verwaltet wird. In diesem Fall wird
mit der Erfindung vorgeschlagen, im Kostenvektor der Leitungen oder
der Rufwege eine Komponente vorzusehen, die repräsentativ für die Datenratenkategorie und
die mit einem Rufweg verbundene Verminderung ist.
-
In
dieser Ausführungsform
wird jeder Leitung eine Kostenhöhe
zugeordnet, die wie im weiter oben beschriebenen Fall eine vektorielle
Form hat und wie folgt geschrieben werden kann:
Cost := (PreemptInfo[KlasseDatenrate];
KostenLeitung)
-
Die
zweite Komponente ist identisch mit derjenigen gemäß der ersten
Ausführungsform;
die erste Komponente ist ein Vektor, der eine Funktion der Datenratenkategorie
ist und für
eine gegebene Datenrate folgendes angibt:
- – Anzahl
NbComPreempt[priorität]
von zu bevorrechtigenden Kommunikationsverbindungen nach Prioritätsstufe
zur Erzielung dieser gegebenen Datenrate
- – Maximale
Prioritätsstufe
PrioritätMax
der auf der Leitung bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen.
-
In
dieser Ausführungsform
der Erfindung wird jedem Rufweg eine Komponente zugeordnet, die
für die
Verminderung bei der im Rufweg enthaltenen Datenrate, bezogen auf
die geforderte Datenrate, repräsentativ
ist:
Ch[DatenrateGefordert}] := (DatenrateVermindert), PrioritätMax; NbComPreempt[priorität], LoadCost),
wobei
die drei letzten Komponenten diejenigen sind, die weiter oben definiert
wurden. Die erste Komponente ist die Komponente, die für die Verminderung hinsichtlich
der Datenrate repräsentativ
ist; sie gibt für
den Rufweg die auf die geforderte Datenrate bezogene Verminderung
an.
-
Die
weiter oben definierte Summenfunktion wird auf die nachstehend beschriebene
Weise modifiziert: Zunächst
wird für
einen gegebenen Rufweg und für
eine hinzuzufügende
Leitung die für
den Anruf auf der hinzuzufügenden
Leitung verfügbare
Datenrate berechnet. Diese Datenrate hängt von der Priorität des zu
transportierenden Anrufs und von der Verteilung der Prioritäten der
nicht geschützten
Anrufe auf der betreffenden Leitung ab, also von der ersten Komponente
des momentan definierten Vektors Cost.
-
Anders
ausgedrückt,
wird ermittelt, welche Datenrate von der hinzuzufügenden Leitung
unter Berücksichtigung
der Priorität
des zu transportierenden Anrufs transportiert werden kann. Wenn
der bereits erzielte Rufweg mit einer Verminderung verbunden ist,
braucht nicht versucht zu werden, die auf diesem Rufweg verfügbare Datenrate
zu übertreffen, und
man kann sich damit begnügen,
auf der hinzuzufügenden
Leitung die vorhandenen Kommunikationsverbindungen zu bevorrechtigen,
die nicht ausreichend geschützt
sind, um die zuvor erzielte verminderte Datenrate zu gewährleisten.
-
Somit
werden aus der verminderten Datenrate des vorhergehenden Rufweges,
aus der Priorität des
zu transportierenden Anrufs und aus den Kommunikationsverbindungen
auf der hinzuzufügenden Leitung
- – die
auf der Leitung verfügbare
Datenrate,
- – die
Anzahl der zu bevorrechtigenden Kommunikationsverbindungen nach
Datenratenkategorien und
- – die
maximale Priorität
der auf der hinzugefügten Leitung
zu bevorrechtigenden Kommunikationsverbindungen ermittelt.
-
Diese
Parameter werden als DatenrateVermindert, NbComPreempt[priorität] und
PrioritätTransit[datenratenkategorie]
bezeichnet.
-
Für die Verminderungskomponente
wird die Verminderung auf dem SummenRufweg als größter Wert
der
- – Verminderung
auf dem vorhergehenden Rufweg und
- – gegebenenfalls
die zusätzliche
Verminderung aus dem hinzugefügten
Rufweg
berechnet, was zu folgendem Ergebnis führt:
DatenrateVermindert2 := Max(DatenrateVermindert1);
DatenrateGefordert – DatenrateVerfügbar),
wenn
die verfügbare
Datenrate geringer als die geforderte Datenrate ist, ansonsten zu
dem Ergebnis:
DatenrateVermindert2 :=
DatenrateVermindert1
-
Auf
diese Weise ist die Komponente der verminderten Datenrate des SummenRufweges
gleich der mit dem Rufweg verbundenen Verminderung unter Berücksichtigung
der hinzugefügten
Leitung.
-
Bezogen
auf die vorhergehende Ausführungsform,
sind die Berechnung der Komponenten PrioritätMax und NbComPreempt[priorität] der Summe
so modifiziert, um die Tatsachs zu berücksichtigen, daß es notwendig
sein kann, mehrere Kommunikationsverbindungen von geringerem Niveau
zu bevorrechtigen, um die geforderte Datenrate zu gewährleisten.
-
Somit
ergeben sich nach Datenratenkategorien:
PrioritätMax2 := Max[PrioritätMax1,
PrioritätTransit]
für die maximale
Prioritätsstufe
der Kommunikationsverbindungen auf den Leitungen, aus denen sich
der SummenRufweg zusammensetzt.
-
Für die Anzahl
der bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen ergeben sich nach
Datenratenkategorien:
NbComPreempt2[priorität] := NbComPreemptl[priorität] + NbComPreempt[priorität]
dergestalt,
daß der
vorhergehenden Anzahl bevorrechtigter Kommunikationsverbindungen
die Anzahl von Kommunikationsverbindungen hinzugefügt werden
müssen,
um die Weglenkung des Anrufs über
die hinzugefügte
Leitung zu bewerkstelligen.
-
In
dieser Ausführungsform
gestattet die Definition des Kostenvektors eines Rufweges die Berücksichtigung
der möglichen
Verminderung.
-
Die
Ordnungsrelation zwischen zwei Rufwegen wird mit denselben Benennungen
und für
eine vorgegebene geforderte Datenrate:
Ch1 < Ch2
WENN DatenrateVermindert1 < DatenrateVermindert2
WENN (DatenrateVermindert1- DatenrateVermindert2 UND PrioritätMax1 < PrioritätMax2)
ODER WENN (DatenrateVermindert1- DatenrateVermindert2 UND
PrioritätMax1 = PrioritätMax2 UND
NbComPreemptl[priorität] < NbComPreempt2[priorität])
ODER
WENN (DatenrateVermindert1- DatenrateVermindert2 UND PrioritätMax1 = PrioritätMax2 UND NbComPreemptl[priorität] = NbComPreempt2[priorität]
UND LoadCost1 < LoadCost2)
-
Anders
formuliert, ist ein Rufweg "besser" als ein anderer,
wenn er das Herstellen der Kommunikationsverbindung mit einer geringeren
Verminderung der Datenrate gestattet. Für zwei Rufwege mit gleich großer Verminderung
ist der bessere Rufweg derjenige, der die Rufwege mit bevorrechtigten
Kommunikationsverbindungen nutzt, welche die niedrigste Prioritätsstufe
haben. Wenn zwei Rufwege unter Verwendung von Leitungen mit bevorrechtigten
Kommunikationsverbindungen derselben Prioritätsstufe dieselbe Verminderung
aufweisen, ist der "bessere
Rufweg" derjenige,
der die Anzahl der bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen mit
hoher Prioritätsstufe minimiert.
Wenn zwei Rufwege unter Verwendung von Leitungen mit derselben Prioritätsstufe
für die
bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen dieselbe Verminderung
mit sich bringen, ist der "bessere Rufweg" derjenige, der die
niedrigsten Kosten aufweist.
-
Diese
Definition einer Ordnungsrelation ist der Wahl einer Netzverwaltung äquivalent,
bei welcher vor jeder Rufwegführung
Kommunikationsverbindungen ohne Verminderung bevorzugt werden. Anschließend bewirkt
die Minimierung der zweiten Komponente die Begrenzung der Priorität der im Netz
bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen, gegebenenfalls auf Kosten
der Anzahl der bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen oder der Kosten
für die
Rufwegführung.
Das Anstreben der Minimierung der zweiten Komponente vor der dritten führt vorzugsweise
eher zu einer Verringerung der Anzahl der bevorrechtigten Kommunikationsverbindungen
zu verringern als der Kosten für
den Transport eines Anrufs. Man könnte auch andere Ordnungsrelationen
definieren, um anderen Einschränkungen
auf dem Netz Rechnung zu tragen. Man könnte wiederum auch andere Ordnungsrelationen definieren,
um anderen Einschränkungen
auf dem Netz Rechnung zu tragen.
-
In
dieser Ausführungsform
kann man, wie auch in der vorhergehenden, die Berechnung der Rufwege
durch Anwendung des Dijkstra-Algorithmus' oder ähnlicher weiter oben erwähnter Algorithmen
durchführen.
-
Die
vorliegende Erfindung beschränkt
sich keineswegs auf die beschriebenen und dargestellten Beispiele
und Ausführungsformen,
sondern kann sich auch auf zahlreiche für den Fachmann denkbare Varianten
beziehen. Sie bezieht sich auch auf andere Netzarten als die in
der Beschreibung erwähnten
Privatnetze. Es ist ebenfalls klar, daß sich die Erfindung nicht
auf beschriebene Ausführungsformen
beschränkt.
So kann man in Abhängigkeit
von Einschränkungen
des Netzes, in welchem die Erfindung zur Anwendung kommt, auch andere
Definitionen der Komponenten des Kostenvektors und der Ordnungsrelation
wählen.
Die Erfindung ist unabhängig
vom Vorhandensein geschützter
Kommunikationsverbindungen anwendbar.