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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung ist auf Zusammensetzungen zur Behandlung von
Verbrennungen gerichtet.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die
Behandlung von Verbrennungsverletzungen ist auf dem medizinischen
Gebiet weiterhin von großer
Bedeutung. Verbrennungen aufgrund von Hautkontakt mit Flammen, heißen Oberflächen, heißen Flüssigkeiten
usw. gehören
sowohl am Arbeitsplatz als auch zu Hause zu den drei üblichsten
Unfällen.
In Nordamerika werden etwa 95% aller Verbrennungsverletzungen durch
Hausmittel behandelt, 2,5 Millionen Patienten suchen jährlich in
den US medizinischen Rat für
Verbrennungen, etwa 100.000 von diesen benötigen einen Krankenhausaufenthalt
(Peate, W. F., Am. Fam. Physician, 45: 1321, 1992]. Diese Zahlen
schließen
Sonnenbrandverletzungen nicht ein.
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Europäische Zahlen
sind ähnlich,
wobei etwa 5% der Verbrennungsverletzungen, die unter ärztlicher Aufsicht
kommen, in ein Krankenhaus überwiesen
werden, bei einer Sterblichkeitsrate von 0,2% [Jonsson, C. E., Ann.
Chir. Gynaecol., 69: 168, 1980; Hytonen, M. et al., Ann. Chir. Gynaecol,
76: 218, 1987; de Roche, R. et al., Burns, 20: 58, 1994]. Die meisten
Verbrennungsverletzungen passieren zu Hause, die meisten sind Verbrühungsunfälle, wobei
die Geschlechts- und Altersverteilung in großem Maß mit der Region, der Urbanisierung
und der Bildung variieren.
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Die
psychosoziale Auswirkung von Verbrennungsverletzungen ist dramatisch. Über 95%
der Kosten entstehen durch schwere Verbrennungen, meistens (~ zwei
Drittel) als Verlust an Arbeitstagen und zu einem geringeren Maß für die direkte
Pflege [de Roche, R. et al., 1994; Khoo, A. K. et al., Ann. Acad.
Med. Singapore, 23: 680, 1994; Hansbrough, J. F. et al., J. Burn
Care Rehabil., 16: 377, 1995]. Es gibt jedoch im Wesentlichen keine
veröffentlichten
Daten, welche die Epidemiologie und Auswirkung von Verbrennungsverletzungen
analysieren, die nicht unter ärztlicher
Aufsicht kommen, die aber häufig
einen Verlust an Arbeitstagen und beträchtliche, wenn auch vorübergehende
Verringerungen der Lebensqualität
verursachen [Miller, S. F., Am. Fam. Physician, 16: 167, 1977; Mertens,
D. M. et al., Nurs. Clim. North Am., 32: 343, 1997].
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Die
hauptsächlichen
sofortigen Brandverletzungsprobleme umfassen Schmerzen und eine
primäre
Infektion. Narbenbildung und funktionelle Beeinträchtigung
kennzeichnen den mittelfristigen Zeitraum. Malignität stellt
ein Langzeitrisiko dar, obwohl dies bei den meisten Verbrennungen
selten ist, außer
denen durch Ultraviolett- und andere Strahlung.
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Über den
wohlbekannten Leidenszustand von Verbrennungsschmerzen hinaus sind
die objektiven Bedrohungen, die Schwere und die Prognose von Brandverletzungen
alle Funktionen des Verletzungsausmaßes, d.h. der Oberfläche und
der Tiefe der Gewebezerstörung.
Die Gesamt-Gewebezerstörung ist
die Summe aller Zellen, die durch Wärme zerstört wurden und der viel größeren Zahl
von Zellen, die aufgrund von lokalen Gewebereaktionen, einschließlich Ödems, Leukozyteninfiltration,
lokaler Mediatoren, Apoptose und primärer Infektion, sterben. Diese
Elemente sind sowohl bei kleinen als auch bei massiven Brandverletzungen
grundlegend und ähnlich,
wobei die Letztgenannten systemische Reaktionen in einem kritischen
Pflegeszenarium hinzufügen.
und die Sterblichkeitsraten als quantitative Funktion von Gewebeverlust,
Infektion und Nachverbrennungs- Immunsuppression
zunehmen.
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Die
Prinzipien der Verbrennungstherapie haben sich in den vergangenen
Jahrzehnten wenig geändert,
und es gibt einen gewissen Mangel an grundlegenden wissenschaftlichen
und Tiermodellen für
eine tiefgehende Analyse der zellulären und molekularen Ereignisse,
die einer Gewebeverbrennungsverletzung folgen. Es gibt eine seit
langem bestehende Übereinstimmung
bezüglich
einer raschen und aggressiven Intervention nach einer Verbrennungsverletzung,
einschließlich
der frühen
Verwendung von Hauttransplantation.
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Eine
Schlussfolgerung aus diesem anerkannten Erfordernis für eine rasche
Intervention ist, dass es nach der direkten Gewebezerstörung durch
das hyperthermische Trauma die lokalen und systemischen biologischen
Reaktionen sind, die einen großen
Teil des Nachverletzungsverlaufs bestimmen. Dieses Szenarium ist
analog zu der Entwicklung von Schocksyndromen und kann diese einschließen, welche
selbst lebensbedrohend sein können,
unabhängig
von der Natur und dem Ausmaß einer
gegebenen Verletzung [Cason, J. S., Prog. Pediatr. Surg., 14: 3,
1981]. Außer
Schock hat jedoch die unmittelbare Beeinträchtigung durch Gewebeverletzungsreaktionen
nach einem Thermotrauma über
die allgemeine Schmerzlinderung und Vorbeugung gegen Infektion hinaus
wenig Beachtung gefunden [Baxter, C. R. und Waeckerle, J. F., Ann.
Emerg. Med., 17: 1305, 1988; Brofeldt, B. T. et al., J. Burn Care
Rehabil., 10: 63, 1989].
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Am
sekundären
Zelltod aufgrund von Gewebeverbrennungsverletzungs-Reaktionen sind
Elemente der Reaktanten der akuten Phase, wie Leukozyten-Extravasation
und Mediator-Freisetzung, beteiligt. Eine Vasokonstriktion um den
Verletzungsort herum, aber Hyperämie
und Flüssigkeitsverlust
innerhalb des verletzten Gebiets, wirken unter Verringerung der
Oxygenierung, der Akkumulation von toxischen Zelltrümmern und
der Aktivierung von Komplement und der Apoptose-Stoffwechselwege
für einen
ausgeprägten
sekundären
Zelltod zusammen. Diese Ereignisse schaffen den tückischen
Kreislauf, der selbst für
kleine Verbrennungsverletzungen und deren Leidenszustand charakteristisch
ist [Shaw, A. et al., Br. J. Hosp. Med., 52: 583, 1994; Arturson, G.,
Burns, 22: 255, 1996]. Zusätzlich
stellt das verletzte Gewebe eine ideale immunologisch unterpriviligierte Zielstelle
für infektiöse Agenzien
dar, die den Genesungsprozess dramatisch bedrohen können.
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Während die
Notwendigkeit, Brandverletzungen zu bedecken, seit langem anerkannt
ist, sind ideale Lösungen
immer noch schwer bestimmbar, und die Vielfalt von vorgeschlagenen
Heilmitteln ist überbordend, sie
liegt im Bereich von Honig, Baumrinde und Tierurin oder -kot bis
zu Kartoffelschalen und Amnionmembranen, Allotransplantaten und
modernen Kunststoffen, um nur einige wenige aufzuzählen.
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Die
Verwendung von Gerbsäuren
(TA) (oder Tannin-Kräuterextrakten)
als Verbrennungsheilmittel ist auf der Grundlage von alten chinesischen
Texten früh
in diesem Jahrhundert vorgeschlagen worden [Davidson, E. C., Surg.
Gynecol. Obstet., 41, 1925]. TA ist der kollektive Name für eine Gruppe
von undefinierten Substanzen, die Fell oder Haut, das bzw. die verwesen
kann, in unverwesbares Leder überführen. TA
kommt in den meisten Teilen des Pflanzenreiches vor und kommt häufiger in
höheren
Pflanzen, insbesondere in den Rinden von Bäumen vor (zitiert aus: Hupkens
P. et al., Burns, 21: 57, 1995). Die Acidität dieser Extrakte ist ungewiss,
da Hydroxygruppen aus der Trihydroxybenzol-Struktur extrem schwache
Protonen-Donoren sind.
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Die
häufig
schlecht beschriebenen Tannin-Kräuterextrakte
unterschieden sich in ihrer Hepatotoxizität und Tendenz zu einer sekundären Infektion
[Hupkens, P. et al., 1995]. Die TA-Behandlung ist mit Lebernekrose bei
Verbrennungspatienten, selbst dem Tod verbunden worden: In einem
Bericht zeigten 14 von 16 mit TA behandelten Patienten, die durch
ihr Verbrennungstrauma starben, definitive Anzeichen von ernster
Lebernekrose (besprochen in [Hupkens, P. et al., 1995]). Dieser
Toxizitätsgrad
ist unannehmbar und hat zum Verschwinden von TA aus der ärztlichen
Praxis geführt,
obwohl die verbrennungsspezifischen therapeutischen Profile, die
mit TAs verbunden waren, einschließlich ihrer analgetischen und
narbenverhindernden Wirkungen, ziemlich übereinstimmend mitgeteilt wurden
und die TA-Verwendung bei schweren Verbrennungen die Kriegsverbrennungs-Sterblichkeitsraten
von 35% auf 12% verringert zu haben scheint [Erb, I. H. et al.,
Ann. Surg., 117: 234, 1943].
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Es
sind keine pathophysiologischen Untersuchungen oder Schlussfolgerungen
verfügbar,
welche den oder die aktiven Wirkstoffe) in den heterogenen Mischungen
von Kräuter-Tanninen
identifizieren, die als Verbrennungsheilmittel verwendet wurden.
Der vorgeschlagene Wirkungsmechanismus von TA wurde auf die empfunde
Bedeutung sogenannter "Verbrennungstoxine" (eines 70 Jahre
alten, nicht länger
akzeptablen Konzepts) gestützt,
die in die Wunde freigesetzt werden, und verließ sich auf die Fähigkeit
von TAs, diese vermeintlichen Toxine zu absorbieren/fällen.
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Die
Verwendung von Essig als antimikrobiellem Mittel ist so alt wie
die Verwendung von Alkohol, und um etwa 1000 A. D. wurde in alten
medizinischen Texten aus chinesischen und arabischen Quellen, wie
Shen Tua (1031–1095
A. D.), ein Waschen der Hände
mit Essig empfohlen [Chan, E. L. et al., Am. J. Nephrol., 14: 295,
1994]. Essig ist eine unreine organische Säure und eine reiche Quelle
von vielen flüchtigen
Verunreinigungen [De, V. M. et al., Food Add. Contam., 4: 161, 1987].
Er hat mögliche
antibakterielle und antivirale Wirkungen, obwohl der Mechanismus
dieser Essig-Aktivität
unbekannt ist. Essig ist für
die menschliche Nicht-Nahrungs-Verwendung zugelassen und zeigt ein
gutes Verhalten als Hauptbestandteil von Vaginalduschen, obwohl
die Mechanismen wiederum ungewiss sind [Brinton, L. A. et al., Gynecol.
Oncol., 38: 49, 1990; Nyirjesy, P. et al., Obstet. Gynecol., 90:
50, 1997].
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Die
Wirksamkeit von reiner Essigsäure,
Natriumacetat und Essig sind selten [Brighenti, F. et al., Eur. J.
Clin. Nutr., 49: 242, 1995] und niemals mit Bezug auf eine antimikrobielle
Aktivität
verglichen worden. Obwohl Natriumacetat in einigen Vaginalduschen
verwendet wird, ist deren Wirksamkeit nicht gemessen worden [Chvapil,
M. et al., Obstet. Gynecol., 52: 88, 1978]. Während die Säure-Empfindlichkeit von Bakterien
ein Element der antimikrobiellen Aktivität ist, ist diese unzureichend,
um die antimikrobiellen Wirkungen von Essig zu erklären, da
einige übliche
in Nahrungsmitteln vorkommende Bakterien hochempfindlich gegenüber Essig sind,
jedoch eine Magensäure-Einwirkung überleben
und übliche
Darmerkrankungen verursachen [Nishikawa, Y. et al., Int. J. Food
Microbiol., 18: 271, 1993]. Es gibt eine beträchtliche Menge an veröffentlichter
Literatur über
die antimikrobiellen Wirkungen von Essig [Emili, H. et al., 1974;
Larghi, O. P. et al., Rev. Asoc. Argent. Microbiol., 7: 86, 1975;
Fasanella, R. M., Ophthalmic. Surg., 1991; Karapinar, M. und Gonul,
S. A., Int. J. Food Microbiol., 16: 261, 1992; Nishikawa, Y. et
al., 1993; Rund, C. R., Ostomy. Wound Manage., 42: 18, 1996], Beobachtungen,
die ihren Weg in die Nahrungsverarbeitungsindustrie finden [Dickens,
J. A. et al., Poult. Sci., 73: 576, 1994; Entani, E. et al., Kansenshogaku
Zasshi, 71: 443, 1997].
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Während gezeigt
wurde, dass eine Essigbehandlung von getöteten Hühnchen vor dem Einfrieren signifikant
eine bakterielle Kontamination verringerte, gibt es keine veröffentlichten
Berichte über
die Wirkungen von Essig auf lebende Haut [Dickens, J. A. et al.,
1994]. Eine in großem
Umfang verwendete Hautanwendung von Essig findet in den Ländern im
pazifischen Raum statt, wo Essig, der als Nematozysten-Inhibitor
wirkt, als erste Hilfe gegen potentiell lebensbedrohende Quallenstiche
empfohlen wird [Fenner, P. J. et al., Med. J. Aust., 143: 550, 1985;
Beadnell, C. E. et al., Med. J. Aust., 156: 655, 1992; Fenner, P.
J. et al., Med. J. Aust., 158: 498, 1993].
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In-vitro-Gewebekultur-Untersuchungen
legten nahe, dass Essigsäure
für humane
Fibroblasten und Keratinozyten in Konzentrationen über 0,025%
toxisch ist (besprochen in [Rund, C. R., 1996]). Diese Daten stehen
im Gegensatz zu der häufigen
Verwendung von Essig-Duschen, die gut und über längere Zeitspannen der intravaginalen
Verwendung toleriert werden [Nyirjesy, P. et al., Obstet. Gynecol.,
90: 50, 1997]. Die Anwendbarkeit derartiger Gewebekultur-Untersuchungen
auf In-vivo-Gewebe ist deshalb ungewiss.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Es
ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, Zusammensetzungen für die Behandlung
von Verbrennungen bereitzustellen. Gemäß einem Aspekt der vorliegenden
Erfindung wird eine Zusammensetzung zur Behandlung von Verbrennungen
bereitgestellt, die eine therapeutisch wirksame Menge einer oder
mehrerer schwacher organischer Säuren,
die ausgewählt
sind aus der Gruppe umfassend Essigsäure, Essig und Citronensäure, in
einem Träger
umfasst, der ein Gelierungsmittel umfasst, wobei der pH der Zusammensetzung
im Bereich von 4,0 bis 4,5 liegt.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die Verwendung der
neuen Zusammensetzung bei der Herstellung eines Medikaments zur
Verwendung in einem Verfahren zur Behandlung von Verbrennungen bereitgestellt.
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Die
vorliegende Erfindung beinhaltet eine Zusammensetzung für die Behandlung
von Verbrennungen. Die Zusammensetzung umfasst eine therapeutisch
wirksame Menge einer oder mehrerer schwacher organischer Säuren, die
mit der menschlichen Haut kompatibel sind, in einem geeigneten Träger. Die
schwachen organischen Säuren
sind aus der Gruppe ausgewählt,
die Essigsäure,
Essig und Citronensäure
umfasst. Der geeignete Träger
ist ein Träger
auf wässriger
Basis in Gelform, die beispielsweise ein CarbopolTM als
Gelierungsmittel verwendet. In noch einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung schließt
die Zusammensetzung auch ein oder mehrere andere Mittel ein, die
ausgewählt
sind aus Sonnenabschirmungsmitteln, Hautbefeuchtungsmitteln und
Kräuterextrakten.
Die Erfindung ermöglicht
die Behandlung von Hauttrauma, das aus thermischen, chemischen,
Licht-Quellen herrührt,
wobei das Verfahren umfasst, dass man auf die betroffene Hauptfläche eine
therapeutisch wirksame Menge der Zusammensetzung aufträgt, in welcher
der pH bevorzugt im Bereich zwischen 4,1 bis 4,4, am bevorzugtesten
zwischen 4,15 bis 4,25 liegt und optimal gleich 4,2 ist.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 veranschaulicht
Daten, welche die Schmerzwahrnehmung von Patienten nach der Behandlung von
Verbrennungen mit verschiedenen Zusammensetzungen betreffen.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Für den Zweck
des besseren Verständnisses
der Erfindung bedeutet der Ausdruck Verbrennung einen Bereich von
Gewebeschaden, der durch übermäßige Einwirkung
von thermischen, chemischen, elektrischen oder radioaktiven Mitteln
verursacht wurde. Die Wirkungen können lokal, was eine Zellverletzung
oder einen Zelltod zur Folge hat, oder sowohl lokal als auch systemisch
sein. Verbrennungen werden gemäß der Tiefe
des Gewebeschadens klassifiziert.
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Die
vorliegende Erfindung ist auf eine Zusammensetzung zur Behandlung
von Verbrennungen gerichtet, wobei die Zusammensetzung wirksam ist,
um für
eine sofortige Einwirkung auf Gewebeverletzungsreaktionen nach Trauma
zu sorgen. Im Gegensatz zu topischen lokalen Analgetika, welche
die Aspekte der Wundheilung, lokalen oder systemischen Antworten
nicht beeinflussen [Pedersen, J. L. et al., 1996], stellen die Zusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung sowohl eine Analgesie als auch ausgeprägte Auswirkungen auf
die Gewebeverletzungsreaktion bereit, welches sich in dem vorteilhaften
Verlauf der narbenfreien Heilung widerspiegelt.
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Die
vorliegende Erfindung beruht auf der beobachteten Wirksamkeit von
schwachen organischen Säuren,
die mit menschlicher Haut kompatibel sind, als therapeutischem Verbrennungsmittel,
wie durch Anspruch 1 definiert. Die Wirksamkeit der Zusammensetzungen
der Erfindung wurde zum Beispiel unter Verwendung von Essig von
Nahrungsmittelgüte,
verdünnter
Essigsäure
oder Citronensäure
gezeigt. Die lokale Zufuhr der Zusammensetzung der Erfindung demonstrierte
einen Bereich von unerwarteten Eigenschaften, die für die Behandlung
von thermischen Verletzungen mit vollständiger oder partieller Hautdicke
aufgrund von Flammen, Kontakt mit heißen Oberflächen, Verbrühungen sowie Hautoberflächenschaden
aufgrund von Übereinwirkung von
Sonnenlicht vorteilhaft sind.
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Die
Verwendung der Zusammensetzung dieser Erfindung läuft der
Intuition zuwider, da Säuren
selbst Verbrennungen verursachen können, wenn man ihnen in ausreichender
Konzentration begegnet. Quellen von konzentrierten Säuren können topische
Verbrennungen verursachen und sollten so vermieden werden. Im Gegensatz
dazu hat die vorliegende Erfindung belegt, dass in einer geeigneten
Zusammensetzung schwache Säuren,
zum Beispiel Essigsäure,
Essig und Citronensäure,
für eine
Verbrennungstherapie wirksam sind. Diese Konzentrationen/Verdünnungen
sind dem Essigsäure-Gehalt
von Essig von Nahrungsmittelgüte
bzw. dem Citronensäure-Gehalt
von natürlichem
Citronensaft ähnlich.
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Es
wird angenommen, dass die Zusammensetzung der Erfindung auf die
anfänglichen
Oszillationen des Zyklus abzielt, welche zum sekundären Zelltod
führen,
wodurch der sekundäre
Zelltod mit entsprechender Verbesserung des Nachverletzungs-Heilungsprozesses
verhütet
wird. Dies wird durch die Beobachtungen belegt, dass, obwohl die
positive Auswirkung auf lokalisierte Verbrennungen dramatisch, reproduzierbar,
schnell ist, die Auswirkungen jedoch auch über 1–2 h der anfänglichen
Auftragung hinaus andauern.
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Wie
oben erörtert,
stoppen die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung den Begleitschaden aufgrund
der Kaskade von lokalen Reaktionen auf ein thermisches Trauma. Ohne
die Schmerzen und daraus folgende Vasokonstriktion, ohne Extravasation
und daraus folgendes) Ödem,
Infiltration, Mediator-Freisetzung und Blasenbildung kann die Heilung
ungehindert beginnen und tut dies auch. Es ist möglich, dass die umstrittenen
antimikrobiellen Wirkungen von Essig durch Verringerung der lokalen
Beladung mit infektiösen
Agenzien und so des Risikos für
eine primäre
Besiedelung zu den Heilwirkungen beitragen, die von Gelen mit subneutralem
pH bereitgestellt werden [Emili, H. et al., 1974; Larghi, O. P.
et al., 1975; Fasanella, R. M., 1991; Karapinar, M. und Gonul, S.
A., 1992; Nishikawa, Y. et al., 1993; Rund, C. R., 1996; Entani,
E. et al., 1997]. Jedoch ist eine Infektion bei der typischen Haushaltsverbrennung,
die als anfängliches
und getestetes Ziel dieser Erfindung angesprochen wird, kein signifikantes
Problem.
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Formulierungen
gemäß der vorliegenden
Erfindung haben eine Wirksamkeit bei der Behandlung einer Vielfalt
von zufälligen
und geplanten Verbrennungen ersten und zweiten Grades mit partieller
Hautdicke sowie einer Anzahl von kleinflächigen Verbrennungen dritten
Grades demonstriert. Zusätzlich
haben die Zusammensetzungen der Erfindung eine Wirksamkeit bei der
Behandlung von Sonnenbränden
bei freiwilligen Erwachsenen gezeigt. In einer Blindstudie wurden
Testsubjekte aufeinanderfolgend mit verschiedenen Gelformulierungen
behandelt, die den aktiven Bestandteil enthielten oder nicht und
ansonsten ununterscheidbar waren. Diese Experimente belegten unzweifelhaft
die Wirksamkeit der Zusammensetzungen der Erfindung.
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Speziell
umfassen die Wirkungen der Zusammensetzungen der Erfindung: eine
rasche lokale Analgesie ohne das taube Gefühl von Lokalanästhetika,
die Verhütung/rasche
Verringerung von Hyperämie,
die Verhütung
oder Verringerung von lokalem Ödem,
die Verhütung
von Blasenbildung, die Verhütung
von Wundinfektion, die Beschleunigung der Wundheilung, die Verhütung von
Depigmentierung; die Verhütung
von verzögerter
Hyperalgesie und die Abwesenheit von Narbenbildung und Keloidbildung.
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Die
meisten dieser Wirkungen sind neu entdeckt und hierin offenbart.
Jedoch ist eine mögliche
antibakterielle Wirkung von Essig und anderen apolaren schwachen
Säuren
in der Literatur umstritten und könnte, falls vorhanden, möglicherweiser
zu den ausgezeichneten Wundheilungseigenschaften beitragen, die
nach früher,
vorübergehender
Anwendung der Erfindung auf Oberflächenverbrennungsverletzungen
beobachtet werden.
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Die
Zusammensetzungen der Erfindung enthalten eine sorgfältig gesteuerte
Säurekonzentration,
die typisch von einer schwachen organischen Säure abgeleitet ist, wie durch
Anspruch 1 definiert, und mit menschlicher Haut kompatibel ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform
umfasst die Zusammensetzung 0,5 bis 2% Essigsäure oder Essig und 2 bis 8%
Citronensäure.
In einer am meisten bevorzugten Ausführungsform umfasst die Zusammensetzung
1% Essigsäure
oder Essig und 5% Citronensäure.
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Die
Zusammensetzung weist einen pH im Bereich von etwa 4,0 bis etwa
4,5 auf. Die Auswahl des pH der Zusammensetzung hängt von
der verwendeten Formulierung und der Fähigkeit der anderen Komponenten in
der Formulierung ab, den sauren pH zu tolerieren. Vorzugsweise beträgt der pH-Bereich
für die
Wirksamkeit im Allgemeinen etwa 4,0 bis etwa 4,5, wobei ein bevorzugter
pH-Bereich bei 4,1 bis 4,4 und ein bevorzugterer pH-Bereich bei
4,15 bis 4,25 und ein am meisten bevorzugter pH bei etwa 4,2 liegt.
Bei Gelformulierungen, die auf CarbopolTM basieren,
ist ein pH von etwa 4,2 bevorzugt, da er die Formulierung des Gels
leichter macht.
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Die
Zusammensetzung wird als Gel formuliert, um für eine länger anhaltende Bedeckung der
betroffenen Hautflächen
zu sorgen. Das Gel ist ein Gel auf Wasser-Basis unter Verwendung
eines geeigneten Gelierungsmittels.
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Die
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung werden als wasserlösliches
Gel formuliert, das für
aufrechterhaltene Konzentrationen an schwacher Säure sorgt. Die Gelformulierung
kann zum Beispiel CarbopolTM als Gelierungsmittel
verwenden. CarbopolTM ist ein übliches
Gelierungsmittel in Nahrungsmitteln, Kosmetika, verschreibungspflichtigen
und frei verkäuflichen
Arzneimitteln, ist hoch hydrophil und wird rasch unter fließendem Wasser
entfernt. Dies ermöglicht
eine Leichtigkeit der Wiederauftragung, um die analgetischen Wirkungen
der Zusammensetzung zu verlängern.
Während
CarbopolTM ein Beispiel für ein Gelierungsmittel
ist, ist es für
den Fachmann offensichtlich, dass andere bekannte Gelierungsmittel
zusätzlich
oder anstelle von CarbopolTM verwendet werden
können,
vorausgesetzt, dass sie wirksam sind, ein Gel im gewünschten
pH-Bereich zu bilden, und die Nützlichkeit
der organischen Säure
nicht beeinflussen.
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Die
Zusammensetzungen können
auch Kräuterextrakte
einschließen,
die wegen ihrer angeblichen lindernden und kosmetischen Wirkungen
als attraktiv angesehen werden. Zum Beispiel kann ein geeichter
Extrakt von Ringelblume und Aloe Vera den Geruch verbessern und
für zusätzliche
lindernde Eigenschaften sorgen. Kräuterextraktionen können als
Kurzzeit (20 min, 25°C)-Aufgüsse mit
Essig oder 5%-iger Essigsäure
von getrockneten, pulverförmigen
Kräutern
bei pH 2,7 ± 0,3
(eingestellt auf etwa pH 4,2) durchgeführt werden.
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Die
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung sind für kleine
Haushalts- und Küchenverbrennungen
sowie Sonnenbrände,
d.h. über
95% der Verbrennungs/Verbrühungsunfälle in Nordamerika,
besonders nützlich.
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Die
möglichst
schnelle Zufuhr der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung nach
der Verletzung ist ein wichtiges Element für ihre volle Wirksamkeit. Eine
verzögerte
Anwendung der Formulierung zeigt eine langsam abnehmende Wirksamkeit,
aber eine wiederholte Verabreichung Stunden nach dem Trauma ist
erfolgreich nach Sonnenbränden
getestet worden, um Schmerzen, Hyperämie und Blasenbildung zu verringern und
für eine
Linderung der Wärmeüberempfindlichkeit
zu sorgen.
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Abhängig von
der Tiefe und Fläche
der Wunde führt
eine einzige oder wiederholte akute Anwendung der Zusammensetzungen
der Erfindung innerhalb von Minuten zu einem hohen Grad an funktioneller
Zurückgewinnung
und einem ausgezeichneten Wundheilungsverlauf ohne Blasenbildung
und Narbenbildung selbst bei Subjekten, die dazu tendieren, Keloid
zu entwickeln. Bei bis heute bei einem oder mehreren Vorkommnissen
getesteten Subjekten hat die Zusammensetzung der Erfindung bis jetzt
nicht die Entwicklung einer Depigmentierung oder verzögerten Hyperalgesie
gestattet.
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Während bei
den meisten kleinen Verbrennungen eine einzige Anwendung der Zusammensetzung
der Erfindung für
eine wirksame Linderung sorgt, wird es für ein optimales Heilen bevorzugt,
dass die Zusammensetzung 2- bis 4-mal über die ersten zwei Stunden
nach dem Verbrennungstrauma angewendet wird.
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Die
vorliegende Erfindung hat zum ersten demonstriert, dass die topische
Anwendung von H+ (Wasserstoffion) durch
eine saure Formulierung die normalen Symptome (Überempfindlichkeit, Blasenbildung
usw.) und anschließende
Komplikationen (Infektion, Narbenbildung usw.) von thermischen Verletzungen
ersten, zweiten und kleinflächigen
dritten Grades eliminiert oder zumindest signifikant verringert.
Die H+-Anwendung beschleunigt auch den Heilungsprozess.
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Um
die vorteilhafte Wirkung der Zusammensetzung innerhalb des verbrannten
Bereichs einer lokalen thermischen Verletzung zu verlängern, wird
die Zusammensetzung bevorzugt als Gelformulierung bereitgestellt,
beispielsweise unter Verwendung von CarbopolTM 940
NF, einem kommerziell erhältlichen, üblicherweise verwendeten
Verdickungsmittel in Nahrungsmitteln, Kosmetika und verschiedenen
medizinischen Produkten. Zusätzlich
können,
da Kräuter
und/oder ihre Extrakte traditionell wegen ihrer lindernden Wirkungen
verwendet worden sind, Aloe Vera, Ringelblume, deren Extrakte und ähnliche
Substanzen in dem sauren Gel verwendet werden. Jedoch sind die mögliche(n)
Wirkungen oder Wirksamkeit der Letztgenannten unabhängig von
den Wirkungen der schwachen Säure
und können
diese nicht beeinflussen.
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Die
Ausführungsformen
dieser Erfindung können
in eine Kit-Aufmachung formuliert werden, die eine Zusammensetzung
zur Behandlung von Verbrennungen, welche eine therapeutisch wirksame
Menge einer oder mehrerer schwacher organischen Säuren umfasst,
die aus der Gruppe umfassend Essigsäure, Essig und Citronensäure ausgewählt sind,
in einem geeigneten Träger,
wobei der pH der Zusammensetzung im Bereich von 4,0 bis 4,5 liegt,
abgepackt zusammen mit Umwickelungs- oder Bandagenmaterialien und
Anweisungen zur Verwendung umfasst. Weitere Substanzen, die dazu
beitragen, das beschädigte
Gewebe von der Umgebung abzuschließen, können in dem Kit eingeschlossen
sein, zusammen mit anderen Substanzen, welche die Behandlung von
verbrannter Haut unterstützen.
Applikatoren, die bei der Zufuhr der Zusammensetzung auf beschädigtes Gewebe
helfen, können
ebenfalls in dem Kit eingeschlossen sein.
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Bevorzugte
Ausführungsformen
der Erfindung werden nun in den folgenden Beispielen beschrieben. Es
ist anzuerkennen, dass die Erfindung nicht auf die speziellen Beispiele
beschränkt
ist, die lediglich erläuternd
für die
bevorzugten Ausführungsformen
sind.
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HERSTELLUNG VON SAUREN
GELEN
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Essigsäure und
Citronensäure
wurden aus Eisessig (99,8%-ig) bzw. festem Citronensäure-Monohydrat (analytische
Güte) in
destilliertem H2O 5%-ig (Gew./Vol.) gemacht.
Mischungen, die 4 oder 5% Citronensäure und 1% Essigsäure umfassten,
wurden auch aus Citronensäure-Monohydrat
und kommerziellem Essig von Nahrungsmittelgüte hergestellt, der 5% Essigsäure enthielt.
Pulverförmige
trockene Ringelblume und Aloe Vera wurden dann auf 0,15% bzw. 0,075%
zu diesen sauren Lösungen
oder zu Essig gegeben. Dieser Schritt ist fakultativ, und die Weglassung
der Kräuter
beeinflusst nicht die Potenz der Endprodukte. Die Mischungen wurden
20 min bei Raumtemperatur inkubiert und gerührt und durch Cellulose filtriert,
gefolgt von der Zugabe von EDTA auf 0,1%. Anschließend wurde
festes CarbopolTM 940 NF oder 980 NF langsam
auf 1,8% angewendet, während
man mit einem hoch magnetischen Aufbau rührte, bis die Suspension die
Körnigkeit
verlor. 10 N NaOH wurde dann langsam eingerührt, um den pH der Mischungen
für ihre
Gelierung auf 4,2 einzustellen. Zum Beispiel wurden für je 100
ml der Essig- und 5%-igen Essigsäure-Gele
2,8 ml der alkalischen Lösung
benötigt,
wohingegen für
das 5%-ige Citronensäure-Gel
4,3 ml erforderlich waren. Das tatsächliche Erfordernis für 10 N NaOH
kann leicht variieren, abhängig
vom speziellen pH-Parameter des verwendeten destillierten Wassers.
Schließlich
wurde überschüssige Luft
durch 5-minütige
Zentrifugation mit langsamer Geschwindigkeit (2000 U/min) bei Raumtemperatur
aus den Gelsuspensionen entfernt.
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Als
Kontrolle für
die sauren Gele wurde auf ähnliche
Weise aus destilliertem H2O – (Kräuter) – EDTA und
CarbopolTM 940 NF oder 980 NF ein neutrales
(pH 7,0) Gel hergestellt. Da die durch CarbopolTM vermittelte Gelierung
bei nahe neutralem pH viel effizienter ist, wurde signifikant weniger
CarbopolTM für das neutrale Gel verwendet.
Zusätzlich
wurde auch ein neutrales Gel aus 5%-iger Essigsäure hergestellt, die mit 10
N NaOH titriert wurde.
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Diese
Formulierungen sind nachstehend zusammengefasst:
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Herstellung
I: Essig-Formulierung
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Herstellung
II: 5%-ige Essigsäure-Formulierung
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Herstellung
III: 5%-ige Citronensäure-Formulierung
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Herstellung
IV: 5%-ige Citronensäure-
+ Essig-Formulierung
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Herstellung
V: 4%-ige Citronensäure-
+ Essig-Formulierung
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Herstellung
VI: Destilliertes H
2O-Formulierung bei pH
7,0
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Herstellung
VII: Neutrale Formulierung (pH 7,0) aus 5%-iger Essigsäure und
NaOH
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Die
Anwendung der aktiven Bestandteile in einer sauberen Gelform wird
besonders bevorzugt, da sie Vorteile hinzufügt, die einem kontrollierten,
getesteten und qualitätsgesicherten
Produkt eigen sind. Insbesondere sorgt ein Gel sowohl für eine aufrechterhaltene
Zufuhr des aktiven Bestandteils oder der aktiven Bestandteile als
auch für
einen Schutz vor einem mikrobiellen Angriff. Eine Gelformulierung
und eine Abpackung in UV-beständigen
Behältern
verringert den Verlust an flüchtigen
Stoffen [De, V. M. et al., 1987] und ermöglicht den Zusatz von Bestandteilen,
um dessen Heilungseigenschaften, Geruch, kosmetisches Ansprechen,
Transportierbarkeit und Haltbarkeit zu erhöhen.
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Die
Wirksamkeit der Verbrennungstherapie der vorliegenden Erfindung
wird durch eine schnelle Anwendung, vorzugsweise direkt nach dem
thermischen Trauma, verstärkt.
Eine Zeitspanne von weniger als 5 Minuten zwischen dem Trauma und
der Anwendung ist optimal, 10–30
Minuten sind annehmbar. Die Wirksamkeit wird weiter durch 2 bis
4 Wiederholungsanwendungen über
die ersten 1 bis 2 Stunden verstärkt,
insbesondere für
die Linderung von Schmerzen, die mit der thermischen Verletzung
verbunden sind. Über
diesen Zeitrahmen hinaus sorgen weitere Anwendungen der Zusammensetzung
im Allgemeinen nicht für
eine verbesserte therapeutische Wirkung. Bei Sonnenbränden, bei
denen ein Verbrennungstrauma über
eine längere
Zeitspanne erworben worden ist, ist die Wirkung der Zusammensetzung
weniger unmittelbar und kann in schweren Fällen wiederholte Anwendungen über die
ersten mehreren Stunden der Behandlung erfordern.
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Die
Zusammensetzungen der Erfindung werden freigiebig direkt und schnell über der
betroffenen Hautfläche
aufgetragen. Positive Ergebnisse treten im Wesentlichen sofort auf.
Die Schmerzlinderung ist nach einer einzigen oder wiederholten Auftragung
innerhalb der ersten 2 h des Traums dramatisch, schnell und anhaltend.
Falls sie nicht vollständig
ist, kann die Zusammensetzung der Erfindung frei nochmals aufgetragen werden.
Dies gilt insbesondere für
das Gel, das sofort mit Wasser abgespült wird, falls erforderlich.
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Die
unmittelbar Wahrnehmung nach Auftragung der Zusammensetzung der
Erfindung ist eine kühlende,
lindernde Wirkung, gefolgt von verschwindenden Wundschmerzen. Es
war typisch, dass Verbrennungsopfer innerhalb etwa 5–10 Minuten
jedwede Aktivität,
die dem Unfall voranging, wieder aufnahmen und im Wesentlichen das
Trauma vergaßen.
Bei oberflächlichen
Verbrennungen verschwindet die typische Nachverbrennungs-Hyperalgesie
innerhalb von 10–15
Minuten, bei tieferen Verletzungen dauert dieser Prozess einen Tag, behindert
aber nicht die Möglichkeit,
beispielsweise normal zu duschen, wobei erneut aufgetragen wird,
wenn subjektive oder objektive Symptome (Ödeme, Hyperämie) anhalten, wie es der Fall
bei mehreren Thermotraumen war, die klein, aber von voller Hautdicke
waren und erfolgreich mit der Zusammensetzung der Erfindung behandelt
wurden.
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Die
Abwesenheit von Narbenbildung wurde bei allen Testanwendungen (einschließlich der
obigen Verbrennungen dritten Grades) beobachtet, ebenso wie die
Abwesenheit von Blasenbildung. Dies gilt auch für oberflächliche, mittlere und tiefe
Verbrennungen mit partieller Hautdicke.
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Anfängliche
Eindrücke
wiesen auf eine gelegentliche Depigmentierung hin [Kahn, A. M. und
Cohen, M. J., 1996], bis es klar wurde, dass die beeinträchtigen
Hautflächen
eine helle bis abwesende Pigmentierung aufwiesen, die im Kontrast
zu der gebräunten
Umgebung stand. Diese helleren Bereiche wurden später im Einklang
mit ihrer umgebenden Haut ohne Abgrenzung gebräunt. Diese Beobachtung zeigt
einen wirksamen Ersatz der verletzten Hautfläche durch gesundes neues Hautgewebe
anstelle von Kollagen-reichem, Melanozyten-armem Narbengewebe an.
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Die
Narbenbildung ist eine ernsthafte Schwierigkeit bei der Handhabung
von Verbrennungen, jedoch ist das Verständnis der funktionellen Gewebeelemente
und der Gewebeverletzungs-Antworten, welche die Narbenentwicklung
antreiben, in seinem Anfangsstadium [Swann, D. A. et al., 1988;
Carr, C. J., 1992; Robson, M. C. et al., 1992; Garg, H. G. et al.,
1993; Gibbons, M. et al., 1994; Garg, H. G. et al., 1995; Ghahary,
A. et al., 1995; Harland, D. L. et al., 1997]. Analysen der Mechanismen,
die eine Narbenbildung nach der Behandlung mit den Zusammensetzungen
der Erfindung verhindern, könnten
ein neues Licht darauf werfen und mögliche neue therapeutische
Strategien in diesem zentralen Bereich der Handhabung von Verbrennungen
aufzeigen.
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Die
Wirksamkeit der Zusammensetzung der Erfindung in Fällen von
Sonnenbrand, die einen ernsten Fall mit einer Verbrennung von etwa
40% der Körperoberfläche einschlossen,
wurde demonstriert. Bei Sonnenbränden
akkumuliert die thermische und Strahlungsverletzung relativ langsam
und gleichmäßig über den betroffenen
Bereichen. Die Zusammensetzung der Erfindung wurde innerhalb einer
Stunde nach Verlassen der Sonne aufgetragen, d.h. viel später im Verbrennungsreaktionsprozess
als nach akuten Hitzeverbrennungen. Die Wirkung der Zusammensetzung
der Erfindung war dramatisch, aber viel langsamer. Die beeindruckende
Hyperämie
verschwand innerhalb einer Stunde von freizügigem Auftragen und Wiederauftragen
der Zusammensetzung der Erfindung, wobei sie interessanterweise
mehrere kleine Flächen
zurückließ, die unbeabsichtigt
nicht von dem Gel bedeckt wurden. Dies impliziert streng lokale
Wirkungsmechanismen. Am Ende des Tages duschte sich dieses Opfer
mit lauwarmem Wasser, um etwas trockenen Gelrückstand zu entfernen – das Gel
löst sich
sofort in Wasser –,
und eine dünne
Schicht wurde für
die Nacht aufgetragen, einschließlich der Flächen, die
zuvor unbedeckt waren, aber immer noch eine lokale Hyperalgesie
und Hyperämie
zeigten. Am nächsten
Tag gab es keine Anzeichen von Sonnenbrand, und die Haut war angenehm
zu berühren.
Die Haut zeigte keine Überempfindlichkeit
gegenüber
der Einwirkung von Sonne. Jedoch wurden Sonnenschutzmittel freizügiger verwendet.
Es entwickelte sich eine natürliche
Bräunung,
was die Wiederherstellung einer normalen Hautreaktion auf Sonnenlicht
nahelegte.
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BEISPIELE
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Beispiel 1: In-vivo-Tests
des sauren Gels bei Subjekten mit thermischer Hautverletzung
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Siebenundvierzig
erwachsene Freiwillige wurden in diesen Studien rekrutiert. Diese
Subjekte hatten zufällig
oder freiwillig Oberflächenverbrennungen
mit partieller Hautdicke erlitten. Sie wurden mit den oben bei pH
4,2 hergestellten Zusammensetzungen oder wässrigen Lösungen von 5% Essigsäure bei
pH 2,7 behandelt. Einige der Testobjekte unterzogen sich Tests bei
wiederholten Vorfällen.
Dies schloss zwei getestete Verbrennungen mit kleiner Fläche mit
nahezu vollständiger
Dicke (dritten Grades) ein: beide wurden erfolgreich behandelt.
Die gemessenen Hauptantwortelemente waren: Geschwindigkeit und Ausmaß der lokalen
Analgesie, Entwicklung und Ausmaß von Hyperämie, Entwicklung und Ausmaß von lokalem Ödem, Entwicklung
und Ausmaß von
Blasenbildung, Entwicklung und Ausmaß von Wundinfektion, Zeitverlauf
der Wundheilung, Entwicklung und Ausmaß von Depigmentierung, Entwicklung
und Ausmaß von
verzögerter
Hyperalgesie, Entwicklung und Ausmaß von Narbenbildung und Keloidbildung.
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Die
anfänglichen
Formulierungen beruhten auf einer Essig-Basis, aber anschließende Formulierungen,
die typisch auf 5% Essig- oder Citronensäure basierten, wurden entwickelt
und mit Kontrollgelen mit neutralem pH (auf Wasser-Basis) verglichen.
Alle Formulierungen mit schwacher Säure der Erfindung verhielten sich
auf ähnliche
Weise, wobei ein blindes Teilsequenz (N-aus-eins)-Protokoll verwendet
wurde.
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Die
Auftragung einer flüssigen
Zusammensetzung war annehmbar wirksam, um für eine Schmerzlinderung zu
sorgen. Es wird bevorzugt, dass die Zusammensetzung in einem Trägermedium
bereitgestellt wird, um den Kontakt der Zusammensetzung mit der
Haut über
ausgedehnte Zeitspannen aufrechtzuerhalten. Bei einem derartigen
Trägermedium
kann es sich entweder um einen physikalischen Gegenstand, wie einen Schwamm,
Mull, ein Gewebe oder ein Handtuch handeln, das die Flüssigkeit
an dem Ort der Verletzung enthält,
oder es kann sich um eine viskosere Zusammensetzung handeln, wie
ein Gel oder eine Lotion.
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Die
Beispiele 2–14
sind alle Beschreibungen von zufälligen
Verbrennungen und Verbrühungen.
Es wurden keine infektiösen
Komplikationen nach Auftragung irgendeiner der Gelformulierungen
oder flüssigen Anwendungen
von Essig oder Citronensäure
beobachtet. Während
die Schwankungen zwischen einzelnen Personen beträchtlich
waren, gab es keinen Zweifel der Beobachter – von denen einer ein Arzt
ist – dass
die Kombination von 5% Citronensäure
plus 1% Essig oder Essigsäure
die wirksamste Formulierung mit anhaltender Wirkung war, während Citronensäure-Gele
die am wenigsten wirksamen waren. Eine rasche Gelauftragung nach
der Verletzung zeigte die schnellsten, beeindruckensten Wirkungen.
Diese Eindrücke
wurden während
einer laufenden vorklinischen Tatsachen-Auffindung und Pilotstudie,
an der erwachsene Freiwillige teilnehmen, bei 48 nicht-zufälligen Verbrennungen
bestätigt
(siehe Tabelle 1 und Beispiel 15).
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Beispiel 2 (Bezug)
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Eine
weiße,
46 Jahre alte Frau (ID Nr. 2) verbrannte ihre dorsale Hand mit einer
Schüssel
heißer
Suppe. Innerhalb einer Minute des Traumas tauchte sie ihre Hand
in eine Schüssel
mit Essig (bei einem 5%-igen Essigsäure-Gehalt). Der Schmerz war
innerhalb von 20 Sekunden gelindert, der Schmerz erschien allmählich beim
Herausziehen aus dem Essig wieder und verschwand beim Wiedereintauchen.
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Nach
etwa 5 Minuten entfernte sie ihre Hand aus dem Essig, da der Schmerz
weg war, sie nahm wieder eine normale Aktivität auf. Es entwickelten sich
keine Blasen und Narben, sie duschte an diesem Abend und am nächsten Morgen
ohne Anzeichen von Hyperalgesie.
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Beispiel 3 (Bezug)
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Ein
weißer,
20 Jahre alter Kellner (ID Nr. 22) wurde versehentlich von einem
Mitarbeiter auf seinem Oberarm mit einer heißen Fajita-Bratpfanne verbrannt.
Die Verbrennung war schwer, 7 cm lang und tief. Innerhalb von weniger
als 5 Minuten wurde ein sauberes, großzügig mit Essig getränktes Handtuch
auf diese Wunde aufgebracht, ein zweites Aufbringen wurde 10 Minuten
später
vorgenommen. Eine Schmerzlinderung wurde innerhalb von weniger als
30 Sekunden des ersten Aufbringens erzielt. Innerhalb von 15 Minuten
nach dem Trauma nahm der Kellner die normale Arbeitsaktivität in der
hektischen Mittagsessenszeit des Restaurants wieder auf. Zwei Stunden
später
wurde die Handtuchumwickelung, die nun trocken war, entfernt, und
er wurde zu einer nahen Klinikambulanz geschickt. Dort wurde ein
zweiter Grad, wahrscheinlich IIb, diagnostiziert, eine sterile Bandage
und Analgetika wurden angeboten, wobei die Letzteren vom Patienten
abgelehnt wurden. Das Fehlen von Blasenbildung wurde bemerkt. Eine
Einladung für
Wundenüberwachungen
im Laufe der nächsten mehreren
Tage wurde abgelehnt. Die Wundheilung verlief ohne Komplikationen,
es gab keine Hyperalgesie, und die Wunde war 4 Wochen nach dem Trauma
vollständig
geschlossen.
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Beispiel 4 (Bezug)
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Eine
weiße,
21 Jahre alte weibliche Bedienung (ID Nr. 24) verbrühte ihre
gesamte dorsale Handfläche mit
frisch gekochtem Kaffee. Innerhalb von 2 Minuten trugen wir flüssigen Essig
auf, gefolgt von der Auftragung eines ausgiebig mit Essig vollgesaugten
Handtuchs. Die Schmerzlinderung war innerhalb von weniger als 30 Sekunden
vollständig,
und die Person nahm unbehindert innerhalb von 10 Minuten nach dem
Unfall ihre Bedienungspflichten wieder auf. Es entwickelten sich
keine Blasen oder Narben.
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Beispiel 5 (Bezug)
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Ein
weißer,
26 Jahre alter männlicher
Kellner (ID Nr. 25) verbrannte seinen ventralen Daumenbereich mit
einer heißen
Fajita-Bratpfanne. Innerhalb von 2 Minuten wurde ein Leinenhandtuch
aufgebracht, das großzügig mit
Essig vollgesaugt war. Die Schmerzlinderung war innerhalb von 20
Sekunden vollständig,
das Leinenhandtuch wurde innerhalb von 10 Minuten entfernt, und
die normalen Arbeitsaktivitäten
wurden wieder aufgenommen. Es entwickelten sich keine Blasen oder
Narben.
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Beispiel 6 (Bezug)
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Ein
weißer,
50 Jahre alter Mann (ID Nr. 42) verbrannte versehentlich den ventralen
Handbereich mit einer Bratpfanne, was starke Schmerzen verursachte,
lokale Analgetika wurden mit wenig Linderung aufgebracht. Das Trauma
wurde 40 Minuten nach dem Trauma in eine Schüssel mit Essig eingetaucht.
Die Schmerzlinderung war innerhalb 1 Minute vollständig, aber
es erforderte 35–40
Minuten, bevor die Schmerzlinderung stabil war und das Opfer seine
Hand aus der Schüssel
entfernen konnte. Eine beginnende Blasenbildung schritt nicht weiter
fort, es gab keine Hyperalgesie.
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Beispiel 7 (Bezug)
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Ein
schwarzer, 31 Jahre alter Koch (ID Nr. 41) verbrannte versehentlich
seinen dorsalen Handbereich mit siedendem Öl. Flüssiger Essig wurde innerhalb
von 3 Minuten aufgebracht. Die Schmerzlinderung war innerhalb von
30 Sekunden vollständig.
Essig-Gel (5%-ig) wurde 2 Minuten später aufgebracht, und die Schmerzlinderung
hielt an. Innerhalb von 20 Minuten nach dem Trauma wurde die normale
Arbeitsaktivität
wieder aufgenommen. Es entwickelten sich keine Blasen oder Narben.
Dieses Opfer hatte 5 Monate zuvor einen sehr ähnlichen Unfall und wurde in
einer Krankenhaus-Notfallabteilung mit mehreren anschließenden Besuchen
behandelt. Er konnte erst 12 Tage später die Arbeit wieder aufnehmen.
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Beispiel 8 (Erfindung)
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Ein
weißer,
32 Jahre alter Kellner (ID Nr. 39) verbrannte versehentlich den
ventralen Bereich von 3 Fingern auf einer Warmhalteplatte. Wir trugen
innerhalb von 5 Minuten Essigsäure-Gel
(5%-ig) auf. Die Schmerzlinderung war innerhalb von 30 Sekunden
vollständig.
Das Gel wurde über
die nächsten
10 Minuten 3-mal erneut aufgetragen, die normale Arbeitsroutine
wurde innerhalb von 15 Minuten wieder aufgenommen. Es entwickelten
sich keine Blasen oder Narben.
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Beispiel 9 (Erfindung)
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Eine
weiße,
48 Jahre alte weibliche Bedienung (ID Nr. 44) verbrühte versehentlich
einen großen
dorsoventralen Unterarmbereich mit heißer Suppe. Wir trugen innerhalb
von 3 Minuten 5%-iges Citronensäure-Gel
auf die Verbrennungsverletzung auf. Die Schmerzlinderung war innerhalb
von 45 Sekunden vollständig. Das
Gel wurde über
die nächsten
15 Minuten 3-mal erneut aufgetragen. Die normale Arbeitsaktivität wurde innerhalb
von 25 Minuten wieder aufgenommen. Es entwickelten sich keine Blasen
oder Narben.
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Beispiel 10 (Erfindung)
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Eine
asiatische, 35 Jahre alte weibliche Bedienung (ID Nr. 45) bedeckte
versehentlich den dorsalen Handbereich mit siedendem Öl. Wir trugen
innerhalb von 4 Minuten ein 5% Citronensäure- und 1% Essig-Gel auf.
Die Schmerzlinderung begann sofort und war innerhalb von weniger
als 30 Sekunden vollständig.
Das Gel wurde über
die nächsten
10 Minuten 2-mal erneut aufgetragen und dann entfernt. Es entwickelten
sich keine Schmerzen zurück,
und innerhalb von 20 Minuten wurde eine normale Arbeitsaktivität wieder
aufgenommen. Es entstanden keine Blasen oder Narben.
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Beispiel 11 (Erfindung)
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Ein
weißer,
34 Jahre alter Kellner (ID Nr. 46) wurde versehentlich mit einer
Bratpfanne im dorsalen Unterarmbereich verbrannt. Wir trugen innerhalb
1 Minute ein 5% Citronensäure-
und 1% Essig-Gel auf. Die Schmerzlinderung war innerhalb von 15
Sekunden vollständig.
Das Gel wurde innerhalb von 10 Minuten einmal erneut aufgetragen
und entfernt, als die normale Arbeitsaktivität wieder aufgenommen wurde.
Es entwickelten sich keine erneuten Schmerzen. Es entstanden keine
Blasen oder Narben.
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Beispiel 12 (Erfindung)
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Ein
weißer,
32 Jahre alter Mann (ID Nr. 47) wurde versehentlich mit einer Bratpfanne
auf dem ventralen Unterarm verbrannt. Innerhalb von 5 Minuten wurde
ein 5% Citronensäure-
und 1% Essig-Gel aufgebracht. Die Schmerzlinderung begann sofort
und war innerhalb von 20 Sekunden vollständig. Das Gel wurde über die nächsten 15
Minuten noch 2-mal aufgebracht und dann entfernt. Es entwickelten
sich keine erneuten Schmerzen. Es entstanden keine Blasen oder Narben.
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Beispiel 13 (Erfindung)
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Eine
weiße,
29 Jahre alte weibliche Bedienung (ID Nr. 48) wurde versehentlich
mit einer Bratpfanne auf dem ventralen Unterarm verbrannt. Wir trugen
innerhalb von 1 Minute ein 5% Citronensäure- und 1% Essigsäure-Gel
auf. Die Schmerzlinderung war innerhalb von 15 Sekunden vollständig. Das
Gel wurde noch einmal aufgetragen und 10 Minuten nach dem Trauma
entfernt. Es entwickelten sich keine erneuten Schmerzen, und die
normale Arbeitsaktivität
wurde wieder aufgenommen. Es entstanden keine Blasen oder Narben.
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Beispiel 14 (Erfindung)
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Ein
weißer,
46 Jahre alter Mann (ID Nr. 6) wurde mit einer Leimpistole am dorsalen
Unterarm verbrannt. Wir trugen innerhalb von 1 Minute neutrales "Wasser-Gel" auf. Es trat keine
Schmerzlinderung ein, aber das Gel schien die Verletzung etwas zu
kühlen.
Zwei Stunden nach dem Trauma wurde ein 5% Citronensäure- und
1% Essig-Gel verfügbar
und wurde aufgetragen. Die Schmerzlinderung war innerhalb von 20
Minuten vollständig.
Zu diesem Zeitpunkt hatte sich eine Blase entwickelt, aber die Blasenbildung
schritt nicht fort und nahm tatsächlich über die
nächsten
folgenden Stunden ab. Das 5% Citronensäure- und 1% Essig-Gel wurde innerhalb dieser
Zeitspanne 4-mal erneut aufgetragen. Die Wunde heilt zur Zeit ohne
Komplikationen.
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Beispiel 15: Reihe von
kontrollierten Verbrennungstests bei freiwilligen Menschen (Erfindung)
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Kontrollierte,
vom Arzt beobachtete Tests bei erwachsenen freiwilligen Menschen:
Durch einen 5–7''-Kontakt mit einer erhitzten (300 ± 50°C) Metallsonde
wurde auf dem dorsolateralen Unterarm ein lokalisiertes 2,5 cm2-Thermotrauma erzeugt. Dies erzeugte ein
Verbrennungstrauma zweiten Grades mit Blasenbildung und intensiven
Schmerzen. Unbehandelt wird es sich in 50–60% der Anwendungen in ein
verschlimmertes Trauma zweiten Grades (Kategorie IIb-Typ) entwickeln.
Bis zu 4, aber gewöhnlich
2 Verbrennungstraumen wurden pro Subjekt und Anlass angebracht.
Der primäre
Test-Endpunkt war Schmerzlinderung, der sekundäre Endpunkt war Anwesenheit/Abwesenheit
von Blasenbildung, der tertiäre
Endpunkt war Anwesenheit/Abwesenheit von Hyperalgesie (unangemessenen
Schmerzen) nach Einwirkung von warmem Wasser (bei einer Temperatur,
die von dem Subjekt für
eine normale Dusche gewählt
wird) 12–14
h nach dem Testtrauma. Die Testsubjekte wurden 1 h nach dem Trauma
und mehrere Male (4- bis 8-mal) über
eine 2- bis 4-wöchige
Zeitspanne danach von einem Arzt beobachtet.
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Aus
ethischen Gründen
wurde am Ende dieser Zeitspanne, gewöhnlich nach 60 Minuten, allen
Freiwilligen die wirksame Formulierung zur Verfügung gestellt. Mehrere verschiedene
Formulierungen wurden nacheinander und wiederholt bei der gleichen
Verbrennung getestet, um Vergleichsdaten zu liefern. Diese Tests
waren nur gelegentlich blind. Bei den bereitgestellten 48 Patienten
(siehe Tabelle 1) dieser nicht-zufälligen Verbrennungen sind nur
Ergebnisse der anfänglichen
Behandlung angezeigt. Die Beschleunigung der Wundheilung war kein
Endpunkt dieser Studie, aber die sehr schnelle Wiedererlangung der
Funktion und die Abwesenheit von 1.) einer einzigen sekundären Infektion,
2.) einem einzigen Vorkommnis von posttraumatischer Wundverschlechterung
war ein gleichmäßiger Befund.
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Beispiel 16: Ein kritisches
Experiment wurde bei freiwilligen Menschen durchgeführt (Erfindung)
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Eine
Unterarm-Hautfläche
von etwa 10 cm2 wurde entweder mit Essigsäure/Citronensäure- oder
Wasser-Gel 45 Sekunden beschichtet, und das Gel wurde dann mit einem
trockenen Baumwolltupfer entfernt. Das Standard-Wärmetrauma
wurde dann auf den gleichen Flächen
angewendet. Es trat ein Schutz vor Schmerzen in der Fläche auf,
die zuvor mit dem Essigsäure/Citronensäure-Gel,
aber nicht mit dem Wasser (neutralen)-Gel beschichtet war, wo die
Schmerzlinderung nach Auftragung einer Zusammensetzung der vorliegenden
Erfindung rasch war. Während
eine Schmerzlinderung durchgehend bei den Traumen beobachtet wurde,
die mit der Essig/Citronensäure-Gelformulierung
der vorliegenden Erfindung vorbehandelt wurden, gab es in mehreren
Tests eine begrenzte, aber definitive Blasenbildung und keine beschleunigte
Heilung.
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Die
vorliegende Erfindung stellt eine attraktive, preiswerte, chemisch
stabile und leicht transportierbare Wahl für den überwiegenden Teil von Verbrennungsunfällen bereit.
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Obwohl
verschiedene bevorzugte Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung hierin in Einzelheiten beschrieben worden
sind, erkennt der Fachmann, dass Abwandlungen dabei vorgenommen
werden können,
ohne den Geist der Erfindung oder den Bereich der beigefügten Ansprüche zu verlassen.
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Tabelle
1: Zeigt Daten, die aus der Behandlung von 48 nicht-zufälligen Verbrennungswunden
erhalten wurden, welche mit verschiedenen Zusammensetzungen behandelt
wurden.
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