DE69918471T2 - Verfahren und vorrichtung zur behandlung von bodenaushub und erhaltene aufschüttung - Google Patents

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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von Bodenaushub zum Erhalt einer Aufschüttung, eine Vorrichtung zu seiner Durchführung sowie nach dem Verfahren erhaltenes Aufschüttmaterial und das eine bestimmte Verdichtungskapazität und eine bestimmte Wasserempfindlichkeit aufweist.
  • Im Bereich von Bauarbeiten, bei denen Gräben ausgehoben werden, um hier Kabel, Kanäle zu verlegen, und dies insbesondere unter oder entlang von Straßen und Gehwegen, sind die Aushubmaterialien dieser Gräben sehr wichtig und ihre Wiederverwendung zur Ausbildung von Aufschüttmaterial weist zahlreiche Vorteile auf. Die Behandlung von Bodenaushub zur Herstellung von Aufschüttmaterial für Gräben hat daher aus Gründen, die mit der Umwelt und der Notwendigkeit verbunden sind, einerseits die Entsorgung von Aushub und andererseits Verbrauch von natürlichem Aufschüttmaterial zu reduzieren, zum Beispiel von Aufschüttmaterial das aus Steinbrüchen stammt, eine wesentliche Bedeutung erhalten.
  • In Hinblick auf das Auffüllen von Gräben muss die Wahl der verwendbaren Materialien und ihrer Eigenschaften in Hinblick auf Umweltaspekte, mechanische, physikalische und chemische Eigenschaften des Aufschüttmaterials einem präzisen Pflichtenheft entsprechen, und diese Beschränkungen hängen von der Verwendung ab, die an den Gräben und im Inneren eines Grabens vorgesehen ist.
  • Daher fordert für die Verwendung als Aufschüttmaterial, zum Beispiel für eine Straße, das Pflichtenheft insbesondere die folgenden Merkmale für das eingesetzte Aufschüttmaterial:
    • – eine Verdichtungskapazität Q3-Q4, wie sie in der Norm NF 11300 definiert ist,
    • – eine Wasserempfindlichkeit definiert durch die Werte IPI und ICBR, wobei das Verhältnis ICBR/IPI größer ist als 1 und der Index IPI größer ist als 15, und dies bei jeglicher Korngröße (Granulometrie).
  • Die Werte IPI und ICBR sind in den Normen NFP 94 093 und 94 078 definiert. Die Aufschüttmaterialien und ihre Merkmale gemäß ihrem Einsatz sind durch die Norm NFP 98 331 definiert.
  • Weitere Konformitätskriterien können gemäß dem vorgesehenen Einsatz des Aufschüttmaterials (zum Beispiel für den unteren Teil der Aufschüttung oder den oberen Teil der Aufschüttung), gemäß der Natur des Grabens, seines Inhalts und gemäß den mit der Umwelt verbundenen Einschränkungen zusätzlich berücksichtigt werden.
  • Die Korngröße selbst kann durch die Verwendung bestimmt sein, die mit dem Aufschüttmaterial im Graben vorgesehen ist. In der Verlegezone verwendet man allgemein eine Korngröße von 0/6 mm bis 80 % von 0/4 mm und ungefähr 70 % von 0/2 mm, aus Gründen der Verträglichkeit mit dem was verlegt wird (Kanalisation, Kabel ...) und darüber für die unteren und oberen Teile der Aufschüttung, weniger zwingende Normen. Daher verwendet man im allgemeinen für die unteren und oberen Teile Material, dessen Korngröße ein Drittel der Breite des Grabens nicht übersteigt. Zum Beispiel verwendet man zum Füllen für einen Graben von 40 cm, für die unteren und oberen Teile der Aufschüttung, ein Material mit einer Korngröße unter 133 mm.
  • Allgemein liegt die Korngröße eines Aufschüttmaterials zwischen 0/6 bis 0/50.
  • Aus der Druckschrift FR-A-2 729 685 ist bekannt, Aushubmaterial zu behandeln, um es als Aufschüttmaterial verwendbar zu machen. Jedenfalls bleibt das erhaltene Material gegenüber Wasser empfindlich, mit einem IPI-Wert unter 15 und einem Verhältnis von ICBR/IPI unter 1, so dass das gemäß dem Verfahren erhaltene Material im oberen Teil der Aufschüttung oder unteren Teil der Aufschüttung nicht verwendbar ist, Teile, die im allgemeinen die Hauptmenge ausmachen, wenn man einen Graben füllt. Außerdem erlaubt dieses Verfahren nur einen begrenzten Umfang an Aushub zu behandeln, und insbesondere kein toniges Aushubmaterial.
  • Die vorliegende Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine neue Behandlung für Bodenaushub in einem größeren Umfang zur Verfügung zu stellen (mit erhöhtem Tongehalt und Wassergehalt), um daraus ein Aufschüttmaterial herzustellen, das insbesondere den oben definierten Kriterien entspricht.
  • Daher betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Behandlung von Bodenaushub zum Erhalt einer Aufschüttung, bei dem der zu behandelnde Aushub eine Zerkleinerung erfährt, gefolgt von einem Sieben, wobei die Zerkleinerung und das Sieben im Kreislauf erfolgen, und dem aufgegebenen Aushub Kalk zugesetzt wird und geeignetes Aufschüttmaterial gewonnen wird.
  • Ein weiteres Ziel der Erfindung ist, ein Verfahren zur Behandlung von Bodenaushub zum Erhalt einer Aufschüttung zur Verfügung zu stellen, bei dem zu behandelndem Bodenaushub der Kalk vor einer Zerkleinerung zugesetzt wird und die Zerkleinerung und ein Sieben im Kreislauf erfahren, wobei der Siebrückstand vor die Zerkleinerung zurückgeführt wird und geeignetes Aufschüttmaterial gewonnen wird.
  • Ein weiteres Ziel der Erfindung ist, ein Verfahren zur Behandlung von Bodenaushub zum Erhalt einer Aufschüttung zur Verfügung zu stellen, bei dem zu behandelndem Bodenaushub der Kalk vor einer ersten Zerkleinerung zugesetzt wird und die erste Zerkleinerung, dann ein Sieben erfahren, wobei der Siebrückstand vor die Zerkleinerung zurückgeführt wird und ein zweites Zerkleinern erfährt, und geeignetes Aufschüttmaterial gewonnen wird.
  • Ein weiteres Ziel der Erfindung ist, eine Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens zur Behandlung von Bodenaushub zum Erhalt einer geeigneten Aufschüttung zur Verfügung zu stellen. Eine solche Vorrichtung umfasst einen Brecher, ein Sieb, Transportmittel für den Aushub von der Quelle zum Brecher, Transportmittel für den zerkleinerten Aushub vom Brecher zum Sieb, Transportmittel für den Siebrückstand zum Brecher, Mittel zum Verteilen von Kalk im Aushub, die auf Höhe der Transportmittel für den Aushub von der Quelle zum Brecher oder auf Höhe des Brechers angeordnet sind, ausgenommen Mittel zum Trennen des Aushubs und zur Vermischung des Aufschüttmaterials.
  • Ein weiteres Ziel der Erfindung ist, eine solche Vorrichtung, das heißt ohne Mittel zum Trennen und zur Vermischung, zur Verfügung zu stellen, die es ermöglicht, Bodenaushub zu behandeln, um geeignetes Aufschüttmaterial herzustellen, wobei die Vorrichtung umfasst: einen Brecher, ein Sieb, Transportmittel für den Aushub von der Quelle zum Brecher, Transportmittel für den zerkleinerten Aushub vom Brecher zum Sieb, Transportmittel für den Siebrückstand zum Brecher, Mittel zum Verteilen von Kalk im Aushub, die auf Höhe der Transportmittel für den Aushub von der Quelle zum Brecher oder auf Höhe des Brechers angeordnet sind.
  • Ein weiteres Ziel der Erfindung ist, eine solche Vorrichtung, das heißt ohne Mittel zum Trennen und zur Vermischung, zur Verfügung zu stellen, die es ermöglicht, Bodenaushub zu behandeln, um geeignetes Aufschüttmaterial herzustellen, wobei die Vorrichtung umfasst: einen ersten Brecher, ein Sieb, einen zweiten Brecher, Transportmittel für den Aushub von der Quelle zum ersten Brecher, Transportmittel für den zerklei nerten Aushub vom ersten Brecher zum Sieb, Transportmittel für den Siebrückstand zum zweiten Brecher, Transportmittel für den zerkleinerten Aushub vom zweiten Brecher vor das Sieb und Mittel zum Verteilen von Kalk im Aushub, die auf Höhe der Transportmittel für den Aushub von der Quelle zum ersten Brecher angeordnet sind.
  • Wie später zu sehen ist können die Vorrichtungen wohlgemerkt andere im Bereich der Behandlung von Bodenaushub und Aufschüttmaterial übliche Einrichtungen umfassen.
  • Zur Ausführung dieses Verfahrens wird der Bodenaushub im Sinne der vorliegenden Erfindung jedenfalls keinem Vorgang wie einer Trennung unterzogen, das heißt einer selektiven Verteilung, die dazu vorgesehen ist, die Materialien mit einer Korngröße von mehr als 60 mm oder 40 mm von anderen Materialien abzutrennen. Eine selektive Verteilung kann gleichermaßen durch ein Sieb oder Bechersieb vorgenommen werden. Deshalb umfassen die Vorrichtungen der Erfindung keine Mittel zur Trennung von Bodenaushub noch ein Siebwerk. Das Fehlen einer Trennung ist ein Vorteil im Vergleich zu den üblichen Techniken.
  • Übrigens wird das Verfahren ohne eigene Mischungsstufe durchgeführt. Bei den üblichen Techniken zur Behandlung von natürlichem Aufschüttmaterial ist es bekannt, am Ende mit Kalk zu behandeln, was ein Vermischen des Aufschüttmaterials mit dem Kalk notwendig macht. Bei diesen Verfahren ist am Ende der Behandlung ein Mischer notwendig, da der Mischer das natürliche Aufschüttmaterial zu Beginn der Behandlung vor dem Zerkleinern nicht vermischen kann. Beim erfindungsgemäßen Verfahren erreicht der Brecher gleichermaßen das Vermischen.
  • Gemäß der Erfindung ist unter Bodenaushub eine Vermengung von verschiedenen Materialien zu verstehen wie Ton, Schlick, feste oder schwere Elemente oder Materialien mit Korngröße über 60 mm wie Zie gel, Pflastersteine, Leichtbeton des Straßenuntergrunds, Agglomerate, Flintstein, Mörtel, Gehwegeinfassungen und allgemein das, was aus dem Boden und den Straßen herausgenommen wird, wenn man einen Graben aushebt.
  • Ein weiteres Ziel der Erfindung ist, geeignetes Aufschüttmaterial zur Verfügung zu stellen, das heißt, das die mit der Verwendung im Graben verbundenen Kriterien erfüllt, eine Verdichtungskapazität von Q3-Q4 wie sie in der Norm NF 11300 definiert ist, eine Empfindlichkeit auf Wasser definiert durch die Werte IPI und ICBR, wobei das Verhältnis ICBR/IPI größer ist als 1 und der Index IPI größer ist als 15, und eine bestimmte Korngröße.
  • Für die Verlegezone, wie oben zu sehen war, kann eine Korngröße von 0/6 mm bis 80 % von 0/4 mm und ungefähr 70 % von 0/2 mm erforderlich sein.
  • So kann es in bestimmten Verlegezonen oder gemäß bestimmter Einschränkungen, die mit der Verwendung der Gräben verbunden sind, notwendig sein, nicht aggressives Aufschüttmaterial (zusätzlich zur Korngröße) vorzusehen, das einen pH unter 10 aufweist, einen elektrischen Widerstand über 1000 Ωcm (Norm AFNOR 05-252), was durch Anwendung der Erfindung möglich ist.
  • Ein bestimmter thermischer Widerstand und eine Gasdurchlässigkeit können gleichermaßen erforderlich sein.
  • Der in den aufgegebenen Bodenaushub eingebrachte Kalk wird in einer Menge von 0,1 bis 10 Gewichts-% des Aushubs verwendet, bevorzugt von 0,8 bis 3 %. Bevorzugt verwendet man ungefähr 1 % Kalk. Die Menge dieses Additivs hängt wohlgemerkt von der Qualität des behan delten Aushubs und den für die Aufschüttung erforderlichen Qualitäten ab.
  • Als Kalk kann Kalk des Typs verwendet werden, der bei Bauarbeiten verwendet wird, und insbesondere als „fein" bezeichneter Kalk. Es wird eine Korngröße in der Größenordnung von ungefähr 0,1 bis 10 mm, bevorzugt ungefähr 0,2 mm gewählt.
  • Weitere Details und Vorteile der Erfindung werden besser verständlich mit Hilfe der folgenden ausführlichen Beschreibung und der erläuternden Beispiele. Es wird darin auf die begleitenden Zeichnungen Bezug genommen, worin:
  • 1 schematisch eine Vorrichtung zur Behandlung von Bodenaushub zeigt, die die Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ermöglicht.
  • 2 schematisch eine andere Vorrichtung zur Behandlung von Bodenaushub zeigt, die die Ausführung einer Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens ermöglicht.
  • Im Sinne der Erfindung versteht man unter Zerkleinern und Sieben die üblichen Behandlungsschritte, denen die Materialien zur Wiederverwendung unterzogen werden, um daraus Aufschüttmaterial zu gewinnen. Diese Vorgänge werden in gewöhnlichen Brechern und Sieben vorgenommen, wie sie in der Druckschrift „Aspects of processing techniques for recycling of building materials" Aufbereitungs-Technik, 32 (1991), Januar Nr. 1, Wiesbaden, beschrieben sind. Daher ist es bekannt, als Brecher Zerkleinerungsgeräte mit Sand, Schlagwirkung, Kegel und Kugeln zu verwenden. Wenn ein einziger Brecher verwendet wird oder als erster Brecher, wird bevorzugt ein Schlagbrecher verwendet.
  • Die Siebe werden üblicherweise so gewählt, dass eine gewünschte bestimmte Korngröße erhalten wird. Ein Sieb mit 6,3 ist daher verwendbar, um Aufschüttmaterial der Verlegezone herzustellen. Es wird die Größe des letzten der Siebnetze angegeben; die Siebe sind in der Tat allgemein mit mehreren Siebstufen vorgesehen, wobei die Netzgröße nach unten abnimmt.
  • Im Sinne der Erfindung ist der Rückstand des Siebens oder des Siebwerks Teil des Stroms, der in das Sieb eintritt, der nicht durchtritt, da die Stücke zu groß sind und sie werden verworfen. Er muss deshalb erneut zerkleinert werden, was durch Überführung in den Kreislauf Zerkleinern-Sieben erfolgt. Der andere Teil des aufgegebenen Stroms, der das Sieb passiert, bildet das geeignete Aufschüttmaterial.
  • Übrigens sind die Mittel zur Förderung, zum Transport und zur Zuführung von in diesem Bereich der Vorrichtungen üblicher Art. Es handelt sich insbesondere um Förderbänder, Zuführbänder, Rollenbahnen oder allgemein um Förderer und Dosiertrichter.
  • Im Sinne der Erfindung ist das entsprechende Aufschüttmaterial einsatzfertig; sein Wassergehalt kann zum Beispiel durch Bewässern eingestellt werden.
  • Eine erste Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens ist in 1 dargestellt. Der zu behandelnde Aushub, der von Quelle 10 stammt, wird ausgehend von einem Zuführtrichter 19 durch ein Förderband 11 zu einem Brecher 12 befördert. Der Brecher 12 ist über ein Förderband 13 mit einem Sieb 14 verbunden, das einerseits geeignetes Aufschüttmaterial 15 und andererseits Siebrückstand ausgibt, der durch einen Förderer 16 vor den Brecher 12 befördert wird.
  • Die Mittel zum Verteilen von Kalk sind durch eine Dosierschnecke 17 gebildet, die während der Förderung auf dem Band 11 auf kontrollierte Weise Kalk in das zu behandelnde Aushubmaterial 10 abgibt.
  • Zu diesem Zweck kann das Band 11 mit Wägemitteln 18 ausgerüstet sein, die in Verbindung mit der Schnecke 17 ermöglichen, kontrollierte Zugabe der Kalkmenge durch Steuerung vorzunehmen.
  • In 2 ist eine zweite Variante des Verfahrens ausgeführt in einer Vorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt. Der zu behandelnde Aushub 20 wird ausgehend von einem Zufuhrtrichter 32 auf einer Fördereinrichtung 21 zu einem ersten Brecher 22 befördert. Die Fördereinrichtung 21 ist mit einer Dosierschnecke 30 ausgerüstet, die Kalk auf kontrollierte Weise in das Aushubmaterial abgibt, das dann im ersten Brecher 22 behandelt wird. Der zerkleinerte Aushub wird dann durch ein Band 23 zu einem Sieb 24 befördert, das einerseits geeignetes Aufschüttmaterial 25 und andererseits Siebrückstand ausgibt, der durch ein Band 26 zu einem zweiten Brecher 27 befördert wird, wobei das Zerkleinerungsprodukt des zweiten Brechers 27 über ein Band 29 vor das Sieb 24 befördert wird.
  • Unter der Fördereinrichtung 21 ist auf an sich bekannte Weise ein Wägemittel 33 installiert, das es ermöglicht, die Dosierung durch die Schnecke 30 zu steuern, indem es durch Steuermittel 34 damit verbunden ist.
  • Wenn außerdem die zweite Zerkleinerungseinrichtung eine Kegelmühle ist, kann ein Wächter 37 vorgesehen sein, der ein Anhalten für den Fall ermöglicht, dass auf dem Band 26 Metall auftaucht. Der Wächter 37 ist optional und in 2 in unterbrochenen Linien dargestellt.
  • Schließlich kann optional und bevorzugt eine Eisenentfernungsvorrichtung 35 vorgesehen sein, die vor dem Sieb 24 auf dem Band 23 angeordnet ist. Es kann gleichermaßen ein Puffersilo 36 vorgesehen sein, das es ermöglicht, die Zufuhr von Siebrückstand zur zweiten Zerkleine rungseinrichtung 27 zu regulieren. Ebenso kann ein Zwischenspeicher 28 für den Siebrückstand vorgesehen sein. Gemäß den Eigenschaften des zu behandelnden Aushubs kann anstelle einer unmittelbaren Behandlung des Aushubs, der von verschiedenen Baustellen stammende Aushub gesammelt werden, um durch Dosierung der Zusammensetzungen der Aushubmaterialien unterschiedlicher Herkunft homogenere Aufschüttmaterialzusammensetzungen zu erhalten. Auf diese Weise können Quellen 31, 31' von Aushub unterschiedlicher Herkunft vorgesehen sein.
  • In einer Variante des zweiten Verfahrens ist die Dosierschnecke 30' so installiert, dass sie den Kalk vielmehr auf Höhe des Brechers 22 anstatt auf Höhe der Fördereinrichtung 21 abgibt. Ebenso kann in der Variante von 1 die Dosierschnecke 17 so versetzt sein, dass der Kalk dem Aushubmaterial im Brecher zugesetzt wird. Es können auch zwei Dosierschnecken vorgesehen sein.
  • Diese Varianten sind in 2 für den zu behandelnden Aushub 31, 31' und für die vorübergehende Lagerung von Siebrückständen 28, die Eisenentfernungseinrichtung 35, den Pufferbehälter 36 und die Dosierschnecke 30' in unterbrochenen Linien dargestellt.
  • In einer Variante kann das Sieb mit Mitteln zur Verhinderung von Verstopfung ausgerüstet sein. Ebenso können der Eingang und der Ausgang der Brecher mit Luftkanälen ausgerüstet sein.
  • Diese Installationen können außerdem auf einer Baustelle fest oder mobil vorgesehen sein, so dass sie auf der Baustelle oder auf andere Baustellen versetzt werden können.
  • Ergebnisse
  • Durch Verwendung der Vorrichtung der Variante von 1 mit einem Schlagbrecher von 1 m Breite und dessen Rotordurchmesser 1 m beträgt, können 40 t/h geeignetes Aufschüttmaterial erhalten werden. Unter Verwendung der Variante von 2 ist die Ausbeute beträchtlich erhöht und es können bis zu 70 t/h erhalten werden.
  • In den beiden Fällen wird ein Sieb von 6,3 verwendet, um eine Korngröße von 0/4 mm zu erhalten. Am Ende des Durchlaufs wird eine Feinheit im Bereich von 20 bis 30 % erhalten, ein Wassergehalt von 10 bis 16 %, wobei 1 Gewichts-% Kalk in Bezug auf trockenen Bodenaushub eingesetzt wird.
  • Im Vergleich dazu ermöglicht eine Ausrüstung wie sie in 2 beschrieben ist, ohne Zusatz von Kalk, ein Aufschüttmaterial vom Typ b5 zu erhalten, aber dieses entspricht nicht dem Kriterium der Wasserempfindlichkeit, das erfüllt wird, wenn der Feinheitsgrad kleiner oder gleich 12 Gewichts-% ist, Vbs < 0,2. Also kann ein solches Aufschüttmaterial vom Typ b5 nicht in Q3 verwendet werden.
  • Im Gegenzug ist bei Behandlung mit 1 % Kalk durch eine Flockulationswirkung der selbe Bodenaushub gemäß der Erfindung behandelt als Aufschüttung in Klasse Q3 (Norm NF 11.300) verwendbar.

Claims (11)

  1. Verfahren zur Behandlung von Bodenaushub zum Erhalt einer Aufschüttung, dadurch gekennzeichnet, dass der zu behandelnde Aushub eine Zerkleinerung erfährt, gefolgt von einem Sieben, wobei die Zerkleinerung und das Sieben im Kreislauf erfolgen, und dadurch, dass dem aufgegebenen Aushub Kalk zugesetzt wird und Aufschüttmaterial gewonnen wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der aufgegebene Aushub nicht getrennt ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zu behandelnde Aushub eine Zerkleinerung und ein Sieben im Kreislauf erfährt, wobei der Siebrückstand vor die Zerkleinerung zurückgeführt wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zu behandelnde Aushub eine erste Zerkleinerung erfährt, dann ein Sieben, wobei der Siebrückstand vor die Siebung zurückgeführt wird und eine zweite Zerkleinerung erfährt.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kalk vor der Zerkleinerung oder während der Zerkleinerung zugeführt wird.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kalk vor der ersten Zerkleinerung oder während der ersten Zerkleinerung zugeführt wird.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass von 0,1 bis 10 Gew.-% Kalk bezogen auf den Aushub zugegeben werden, bevorzugt 0,8 bis 3 Gew.-% Kalk bezogen auf den Aushub.
  8. Vorrichtung zur Behandlung von Bodenaushub zum Erhalt einer Aufschüttung aus einer Aushubquelle umfassend mindestens: – einen Brecher, – ein Sieb, – Transportmittel für den Aushub von der Quelle zum Brecher, – Transportmittel für den zerkleinerten Aushub vom Brecher zum Sieb, – Transportmittel für den Siebrückstand zum Brecher, – Mittel zum Verteilen (17, 30, 30') von Kalk im Aushub, die auf Höhe der Transportmittel für den Aushub von der Quelle zum Brecher oder auf Höhe des Brechers angeordnet sind, ausgenommen Mittel zum Trennen des Aushubs und zur Vermischung des Aufschüttmaterials.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie umfasst: – einen Brecher (12), – ein Sieb (14) – Transportmittel (11) für den Aushub von der Quelle zum Brecher, – Transportmittel (13) für den zerkleinerten Aushub vom Brecher zum Sieb, – Transportmittel (16) für den Siebrückstand vor den Brecher.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie umfasst: – einen ersten Brecher (22), – ein Sieb (24) – einen zweiten Brecher (27), – Transportmittel für den Aushub von der Quelle zum ersten Brecher (22), – Transportmittel (23) für den zerkleinerten Aushub vom ersten Brecher zum Sieb, – Transportmittel (26) für den Siebrückstand zum zweiten Brecher, – Transportmittel (29) für den zerkleinerten Aushub vom zweiten Brecher vor das Sieb.
  11. Aufschüttmaterial, dadurch gekennzeichnet, dass es durch das Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7 erhalten ist und dadurch, dass es aufweist: – eine Verdichtungskapazität von Q3-Q4, – eine Wasserstabilität definiert durch die Werte IPI und ICBR, wobei das Verhältnis ICBR/IPI größer ist als 1 und der Index IPI größer ist als 15.
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