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Gebiet der Erfindung
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Die Erfindung betrifft das Gebiet
der Messung physikalischer Eigenschaften von fliessbarem Material. Insbesondere
betrifft diese Erfindung das Gebiet der Messung des Feuchtigkeitsgehaltes
von Baumwolle die in einem Baumwollentkörner verarbeitet wird.
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Stand der Technik
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Eine Einflussgrösse, die die Qualität der Baumwollfasern
bestimmt, die durch Entkörnung
gewonnen werden, ist der Anteil der Feuchtigkeit, die in den Baumwollfasern
vorhanden ist, wenn die Baumwolle gereinigt und entkörnt wird.
Reinigungsmaschinen für
die Baumwollfasern arbeiten dann am wirksamsten und beschädigen die
Baumwollfasern am wenigsten, wenn der Feuchtigkeitsgehalt der Baumwollfasern
während
der Reinigung in einem optimalen Bereich gehalten wird. Der Feuchtigkeitsgehalt
von Baumwollfasern kann dadurch in einem optimalen Bereich gehalten
werden, dass der Trockner für
die Baumwollfasern ständig
dem Feuchtigkeitsgehalt der Baumwollfasern angepasst wird, die den
Trockner verlassen.
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Ein typisches Feuchtigkeitsmessgerät bestimmt
den Feuchtigkeitsgehalt aufgrund des elektrischen Widerstandes der
Baumwolle. Ein solches Gerät
entnimmt dem Baumwollstrom eine Baumwollprobe und presst diese Probe
zwischen eine Kathode und eine Anode. Das Gerät misst dann den elektrischen
widerstand zwischen der Kathode und der Anode. Da der Feuchtigkeitsgehalt
von Baumwolle umgekehrt proportional zum elektrischen Widerstand
der Baumwo1ie ist, kann der Feuchtigkeitsgehalt mit empirisch bestimmten
Gleichungen berechnet werden.
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Unglücklicherweise messen Widerstadsmessgeräte nur in
einem Relativ kleinen Bereich des Feuchtigkeitsgehaltes genau. Wenn
der Feuchtigkeitsgehalt zunimmt, nimmt der widerstand ab. Daraus
folgt, dass die Messgenauigkeit leidet, wenn das Gerät kleine
Widerstände
nicht genau messen kann. Deshalb ist es wünschbar, den Wiederstand der
Probe anzuheben, indem man beispielsweise den Abstand zwischen Kathode
und Anode vergrössert,
wenn der Feuchtigkeitsgehalt zunimmt. Entsprechend steigt der Widerstand
der Baumwolle wenn der Feuchtigkeitsgehalt abnimmt. Das kann ausgeglichen
werden, indem der Abstand zwischen Kathode und Anode verringert
wird, was den Widerstand über
die Probe verringert. Unglücklicherweise verschärft diese
Lösung
das Problem der Messung bei hoher Feuchtigkeit.
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Wegen diesen widersprüchlichen
Problemen bei der Auslegung geht man bei typischen Feuchtigkeitsmessgeräten einen
Kompromiss zwischen der Genauigkeit bei niedrigen und bei hohen
Feuchtigkeitsgehalten ein. Das bedeutet, dass die Genauigkeit solcher
Geräte
sich auf einen relativ schmalen Bereich um die Mitte der erwarteten
Feuchtigkeitsgehalte beschränkt.
Wenn ein Feuchtigkeitsmessgerät
den Feuchtigkeitsgehalt über
einen genügend
grossen Bereich nicht genau bestimmt, so neigt der Regler eines
Faser-Trockners dazu, nicht optimale Feuchtigkeitsgehalte in der
Baumwolle aufrechtzuerhalten. Wenn der Faser-Trockner den Feuchtigkeitsgehalt
während
der Reinigung nicht in einem optimalen Bereich hält, so erfahren die Baumwollfasern
grössere
Beschädigungen
als dies bei optimaler Feuchtigkeit der Fall wäre.
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Was demnach gebraucht wird, ist ein
Verfahren und eine Vorrichtung, die den Feuchtigkeitsgehalt von Baumwolle über einen
genügend
grossen Bereich genau misst, so dass eine optimale Regelung eines
lint Trockners in einer Entkörnungsanlage
ermöglicht
wird.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die vorgenannten und weitere Anforderungen
werden durch eine Vorrichtung erfüllt, die den Feuchtigkeitgehalt
eines Materials wie Baumwolle misst, dessen elektrischer Widerstand
eine Funktion der Feuchtigkeit des Materials ist. Die Messung des
Feuchtigkeitsgehaltes erfolgt aufgrund von vorgegebenen elektrischen
Ladungen, die durch das Material fliessen. Die Vorrichtung hat einen
Feuchtigkeitssensor mit ersten Elektroden, zweiten Elektroden und
Erdungselektroden. Die Erdungselektroden sind zwischen den ersten
und zweiten Elektroden eingeschoben. Die Vorrichtung enthält auch
eine Feuchtigkeitsbestimmungsschaltung, die erste elektrische Ladungen
an die ersten Elektroden und zweite elektrische Ladungen die zweiten
Elektroden abgibt. Die Feuchtigkeitsbestimmungsschaltung bestimmt
den Betrag der elektrischen Ladung die von den ersten und zweiten
Elektroden durch das Material zu den Erdungselektroden fliesst und
bestimmt den Feuchtigkeitsgehalt des Materials aufgrund des Betrages
der elektrischen Ladungen die durch das Material fliessen.
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Indem erste elektrische Ladungen
an die ersten Elektroden und zweite elektrische Ladungen an die zweiten
Elektroden angelegt werden, misst die vorliegende Erfindung den
Feuchtigkeitsgehalt des Materials über einen weiten Bereich von
Feuchtigkeitsgehalten. Diesen weiten Bereich erhält man indem man die ersten elektrischen
Ladungen an den ersten Elektroden in einem Masse ansetzt, das optimal
für Feuchtigkeitsgehalte am
oberen Ende des gewünschten
Messbereiches und die zweiten elektrischen Ladungen an den zweiten Elektroden
in einem Masse ansetzt, das optimal für Feuchtigkeitsgehalte am unteren
Ende des gewünschten Messbereiches
liegt. So werden die typischen Probleme im Zusammenhang mit der
Messung des Feuchtigkeitsgehaltes aufgrund des Widerstandes wie
oben beschrieben vermieden.
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In vorzugsweisen Ausführungen
hat die Feuchtig-keitsbestimmungsschaltung erste Schaltungen zum Laden
der Elektroden und zweite Schaltungen zum Laden der Elektroden.
Die ersten Schaltungen zum Laden der Elektroden laden erste Kondensatoren
bis zu einer ersten Spannung auf. Es gibt für jede erste Elektrode einen
ersten Kondensator. So wird die erste Spannung an jede der ersten
Elektroden angelegt. Entsprechend laden zweite Schaltungen zum Laden
der Elektroden zweite Kondensatoren bis zu einer ersten Spannung auf. Es
gibt für
jede zweite Elektrode einen zweiten Kondensator. Die erste Spannung
wird so an jede der zweiten Elektroden angelegt.
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Die Feuchtigkeitsbestimmungsschaltung
enthält
auch eine Entladezeitschaltung für
den Sensor die erste Entladezeitdauern bestimmt, die den ersten
Elektroden zugeordnet sind. Die ersten Entladezeitdauern messen
die Geschwindigkeiten mit welchen die erste Spannung an den ersten
Elektroden wegen der Entladung der ersten Kondensatoren zu zweiten
Spannungen absinkt. Die Entladezeitschaltung für den Sensor bestimmt auch
zweite Entladezeitdauern für
die zweiten Elektroden. Die zweiten Entladezeitdauern messen die Geschwindigkeiten
mit welchen die erste Spannung an den zweiten Elektroden wegen der
Entladung der zweiten Kondensatoren zu zweiten Spannungen absinkt.
Die Entladezeitschaltung für
den Sensor enthält
einen Taktgeber der periodisch Taktimpulse ausgibt und einen Zähler zur
Zählung
der Taktimpulse während
die erste Spannung an den ersten Elektroden zur zweiten Spannung
absinkt, wenn die ersten Kondensatoren sich entladen. Der Zähler zählt auch
Taktimpulse während
die erste Spannung an zweiten Elektroden zur zweiten Spannung absinkt,
wenn die zweiten Kondensatoren sich entladen.
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Ein Rechner für den Feuchtigkeitsgehalt in
vorzugsweiser Ausführung
bestimmt den Feuchtigkeitsgehalt eines Materials aufgrund einer
Anzahl ausgewählter
erster und zweiter _ Entladungszeitdauern. Die ausgewählten ersten
und zweiten Entladungszeitdauern liegen innerhalb eines ausgewählten Bereiches
für Taktimpulse.
Der Rechner für
den Feuchtigkeitsgehalt bestimmt den Feuchtigkeitsgehalt mit einem
Verfahren, das die ausgewählten
ersten und zweiten Entladungszeitdauern in folgender Weise mit dem
Feuchtigkeitsgehalt in Beziehung setzen:
wobei M der Feuchtigkeitsgehalt
des Materials in Gewichtsprozenten einer Feuchte-Basis ausgedrückt, M
1(m)der Feuchtigkeitsgehalt des Materials,
der mit einer gewählten
m-ten ersten Entladezeitdauer bestimmt ist, wobei m ein ganze Zahl
zwischen 1 und n
1 einschliesslich n
1 ist, und M
2(m)der
Feuchtigkeitsgehalt des Materials ist, der mit einer gewählten m-ten
zweiten Entladezeitdauer bestimmt ist, wobei m ein ganze Zahl zwischen
1 und n
2 einschliesslich n
2ist.
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In anderen vorzugsweisen Ausführungen
schliessen die ersten und zweiten Elektroden parallele, lineare
elektrische Leiter ein. Jeder Leiter der ersten und zweiten Elektrode
ist gegen alle anderen Leiter elektrisch isoliert. Die Erdungselektroden
enthalten einzelne parallele, lineare elektrische Leiter, die parallel
zu den Leitern der ersten und zweiten Elektroden verlaufen und gegen
diese isoliert sind. Jede Erdungselektrode ist mit einem elektrischen
Erdungspotential verbunden.
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Diese Erfindung vermittelt auch ein
Verfahren zur Messung des Feuchtigkeitsgehaltes eines Materials aufgrund
des Betrages von elektrischen Ladungen die durch das Material fliessen.
Erste elektrische Ladungen gehen an erste Elektroden und zweite
elektrische Ladungen gehen an zweite Elektroden. Die ersten und
zweiten elektrischen Ladungen werden über das Material zu den Erdungselektroden
entladen, die zwischen den ersten und zweiten Elektroden eingeschoben
sind. Der Betrag der elektrischen Ladungen, die von den ersten und
zweiten Elektroden durch das Material zu den Erdungselektroden fliessen,
wird bestimmt. Der Feuchtigkeitsgehalt des Materials wird aufgrund
von Beträgen
von elektrischen Ladungen, die von den ersten Elektroden abfliessen
und aufgrund von Beträgen
von elektrischen Ladungen, die von den zweiten Elektroden abfliessen,
bestimmt.
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In vorzugsweisen Ausführungen
der Erfindung umfasst die Abgabe der ersten elektrischen Ladung
an die ersten Elektroden auch das Aufladen des ersten Kondensators
auf eine erste Spannung und das Anlegen der ersten Spannung an die
ersten Elektroden. Die Abgabe der zweiten elektrischen Ladung an
die zweiten Elektroden umfasst auch das Aufladen des zweiten Kondensators
auf eine erste Spannung und das Anlegen der ersten Spannung an die
zweiten Elektroden.
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In gewissen vorzugsweisen Ausführungen
umfasst die Bestimmung eines Betrages der elektrischen Ladungen,
die von ersten Elektroden durch das Material zu den Erdungselektroden
fliessen auch die Bestimmung erster Entladungszeitdauern für die ersten
Elektroden. Die ersten Entladungszeitdauern messen die Geschwindigkeit
mit welcher die erste Spannung an den ersten Elektroden bis zur
zweiten Spannung abnimmt, wenn die ersten Kondensatoren sich entladen.
Auch die Bestimmung des Betrages der elektrischen Ladungen, die
von den zweiten Elektroden durch das Material zu den Erdungselektroden
fliessen, umfasst die Bestimmung von zweiten Entladungszeitdauern
für zweite
Elektroden. Die zweiten Entladungszeitdauern messen die Geschwindigkeit
mit welcher die erste Spannung an den zweiten Elektroden bis zur
zweiten Spannung abnimmt, wenn die zweiten Kondensatoren sich entladen.
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Bei einigen Ausführungen werden die ersten Entladungszeitdauern
dadurch bestimmt, dass periodisch Taktimpulse erzeugt werden und
diese gezählt
werden während
die erste Spannung an den ersten Elektroden bis zur zweiten Spannung
abnimmt, wenn die ersten Kondensatoren sich entladen. Entsprechend
werden die zweiten Entladungszeitdauern dadurch bestimmt, dass periodisch
Taktimpulse erzeugt werden und diese gezählt werden, während die
erste Spannung an den zweiten Elektroden bis zur zweiten Spannung
abnimmt, wenn die zweiten Kondensatoren sich entladen. Der Feuchtigkeitsgehalt
des Materials wird mit Hilfe einer Anzahl ausgewählter erster und zweiter Entladungszeitdauern
bestimmt, die in einen vorbestimmten Bereich von Taktimpulsen fallen.
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In vorzugsweisen Ausführungen
soll der Feuchtigkeitsgehalt des Materials aufgrund der ausgewählten ersten
und zweiten Entladungszeitdauern bestimmt werden, gemäss:
wobei M der Feuchtigkeitsgehalt
des Materials in Gewichtsprozenten einer Feuchte-Basis ausgedrückt, M
1(m)der Feuchtigkeitsgehalt des Materials
ist, der mit einer gewählten
m-ten ersten Entladezeitdauer bestimmt ist, wobei m ein ganze Zahl
zwischen 1 und n
1 einschliesslich n
1 ist, und M
2(m)der
Feuchtigkeitsgehalt des Materials ist, der mit einer gewählten m-ten
zweiten Entladezeitdauer bestimmt ist, wobei m ein ganze Zahl zwischen
1 und n
2 einschliesslich n
2 ist.
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Diese Erfindung vermittelt weiter
ein Verfahren zur Messung des Feuchtigkeitsgehaltes von Baumwolle
aufgrund des Betrages von elektrischen Ladungen die durch die Baumwolle
fliessen. Erste elektrische Ladungen werden ersten Elektroden zugeführt indem
ein Satz erster Kondensatoren auf eine erste Spannung aufgeladen
und die erste Spannung an die ersten Elektroden angelegt wird. Jeder
erste Kondensator hat eine Kapazität von etwa einem Mikrofarad.
Zweite elektrische Ladungen werden zweiten Elektroden zugeführt, indem
ein Satz zweiter Kondensatoren auf, eine erste Spannung aufgeladen
und die erste Spannung an die zweiten Elektroden angelegt wird.
Jeder zweite Kondensator hat eine Kapazität von etwa 270 Picofarad. Die ersten
und zweiten elektrischen Ladungen werden über die Baumwolle an die Erdungselektroden
abgeführt, welche
zwischen die ersten und zweiten Elektroden eingeschoben sind.
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Erste Entladezeitdauern und zweite
Entladezeitdauern werden bestimmt. Die ersten Entladezeitdauern
messen die Geschwindigkeit mit welcher die erste Spannung an den
ersten Elektroden bis zur zweiten Spannung abnimmt, wenn die ersten
Kondensatoren sich entladen. Entsprechend messen die zweiten Entladezeitdauern
die Geschwindigkeit mit welcher die erste Spannung an den zweiten
Elektroden bis zur zweiten Spannung abnimmt, wenn die zweiten Kondensatoren
sich entladen. Die die ersten Entladezeitdauern werden dadurch bestimmt,
dass periodisch Taktimpulse mit einer Freuqenz von etwa zwei Megahertz
erzeugt und diese. gezählt
werden, während
die erste Spannung an den ersten Elektroden bis zur zweiten Spannung
abnimmt. In entsprechender Weise werden die zweiten Entladezeitdauern
dadurch bestimmt, dass periodisch Taktimpulse mit einer Freuqenz
von etwa zwei Megahertz erzeugt und diese gezählt werden, während die
erste Spannung an den zweiten Elektroden bis zur zweiten Spannung
abnimmt. Der Feuchtigkeitsgehalt der Baumwolle wird mit Hilfe einer
Anzahl ausgewählter
erster und zweiter Entladezeitdauern bestimmt, die in einen vorbestimmten
Bereich von Taktimpulsen fallen, der etwa zwischen 2000 und 10
7 Taktimpulsen liegt. Dieser Bereich ausgewählter Taktimpulse
entspricht etwa einer Zeitdauer von einer Millisekunde bis zu etwa
fünf Sekunden.
Dieser Feuchtigkeitsgehalt wird gemäss
bestimmt, wobei M der Feuchtigkeitsgehalt
der Baumwolle in Gewichtsprozenten einer Feuchtebasis,
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In den obigen Gleichungen ist n1 die Anzahl ausgewählter erster Entladezeitdauern,
die im gewählten Bereich
liegen und n2 die Anzahl ausgewählter zweiter
Entladezeitdauern, die im gewählten
Bereich liegen. M1(m)ist der Feuchtigkeitsgehalt
der Baumwolle, der mit Hilfe einer m-ten ausgewählten ersten Entladezeitdauer
bestimmt wird, wobei m eine ganze Zahl zwischen 1 und n1 und
inklusive ist. M2(m)ist der Feuchtigkeitsgehalt
der Baumwolle, der mit Hilfe einer m-ten ausgewählten zweiten Entladezeitdauer
bestimmt wird, wobei m eine ganze Zahl zwischen 1 und n2 und
inklusive ist. N1(m)ist die m-te ausgewählte erste
Entladezeitdauer in Zeitimpulsen und N2(m)ist
die m-te ausgewählte
zweite Entladezeitdauer in Zeitimpulsen ausgedrückt.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Weitere Vorteile der Erfindung werden
durch Hinweise auf die genauere Beschreibung von vorzugsweisen Ausführungen
sichtbar werden, wenn diese zusammen mit den Zeichungen betrachtet
werden, die nicht massstäblich
sind, worin gleiche Bezugszeichen gleiche oder ähnliche Elemente in allen Zeichnungen wie
folgt bezeichnen:
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1 ist
eine perspektivische Ansicht eines Fühlers eines Feuchtigkeitssensors,
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2 ist
eine Seitenansicht eines Fühlers
eines Feuchtigkeitssensors,
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3 ist
ein Blockdiagramm der Funktionen des Feuchtigkeitssensors und
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4 ist
ein schematisches Diagramm einer Ladeeinheit für erste Elektroden und einer
Ladeeinheit für
zweite Elektroden.
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Ausführliche Beschreibung der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung wird verwendet
um den Feuchtigkeitsgehalt von Baumwolle, so bei der Verarbeitung
in einem Entkörnungsprozess,
zu messen. Obwohl die ausführliche
Bescheibung der Erfindung die Messung der Feuchtigkeit von Baumwollfasern
betrifft, ist zu beachten, dass die Erfindung auch zur Messung des
Feuchtigkeitsgehaltes anderer Materialien dienen kann, die Eigenschaften
eines Masseflusses haben, die gegen eine ebene Fläche gedrückt werden
können
und die eine elektrische Leitfähigkeit
haben, die vom Feuchtigkeitsgehalt innerhalb eines messbaren Bereiches
abhängt.
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Gemäss 1 wird eine vorzugsweise Ausführung eines
Feuchtigkeitssensors (normalerweise mit 8 bezeichnet) dargestellt.
Der Feuchtigkeitssensor 8 enthält einen Messblock 9 mit
einer ebenen Messoberfläche 20.
Der Messblock 9 besteht aus elektrisch nicht-leitendem
Material mit hohem Widerstand und geringer Neigung Feuchtigkeit
zu absorbieren wie Teflon. Vorzugsweise besteht der Messblock 9 aus
einem Material, das seine nichtleitenden Eigenschaften auch dann
erhält,
wenn es längere
Zeit Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Im Messblock 9 gibt es
eine Reihe Sensorelektroden bestehend aus ersten Elektroden 11a – 11b und
zweiten Elektroden 10a – 10f. Die ersten
Elektroden 11a – 11b und
zweiten Elektroden 10a – 10f sind parallele
gerade elektrische Leiter aus hochleitendem Metall, wie Kupfer,
Aluminium oder rostfreiem Stahl. Die ersten Elektroden 11a – 11b und
zweiten Elektroden 10a – 10f sind im Messblock 9 eingebettet,
wobei deren Seiten an der Messoberfläche 20 freistehen.
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Ebenfalls im Messblock 9 ist
eine Reihe Erdungselektroden 12a – 12i eingebettet,
die als einzelne, parallele gerade elektrische Leiter ausgebildet
sind, die zwischen die Reihen der ersten Elektroden 11a – 11b und zweiten
Elektroden 10a – 10f eingesetzt
sind. Wie in 1 angegeben,
ist jede der ersten und zweiten Elektroden auf beiden Seiten von
zwei Erdungselektroden 12a – 12i umgeben. Die
Erdungselektroden 12a – 12i, die
alle elektrisch geerdet sind, bestehen auch aus einem hoch-leitenden
Metall. Die Erdungselektroden haben ebenfalls Seiten, die an der
Messoberfläche 20 freistehen.
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Obwohl die nachfolgende Beschreibung
einen Feuchtigkeitssensor mit zwei ersten Elektroden 11a – 11b,
sechs zweiten Elektroden 10a – 10f und neun Erdungselektroden 12a – 12i erwähnt, ist
zu beachten, dass die Erfindung durch keine bestimmte Anzahl Elektroden
beschränkt
ist. Eine Beschränkung
der Anzahl Erdungselektroden besteht darin, dass deren Anzahl vorzugsweise
mindestens um Eins grösser
als die Summe der ersten und zweiten Elektroden sein soll.
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In einer typischen Anwendung kann
der Messblock 9 in die Innenwand eines Kanals, eines Rohres oder
einer ähnlichen
Leitung eingebaut sein, durch die Baumwolle fliesst. Obwohl die
Messoberfläche 20 in 1 eben dargestellt ist,
kann die Messoberfläche 20 auch
gekrümmt
sein, wie ein Teil einer zylindrischen oder konischen Oberfläche. Die
Form der Messoberfläche 20 ist
nicht von erstrangiger Bedeutung wenn das Material, dessen Feuchtigkeitsgehalt
zu messen ist, die Messoberfläche 20 genügend gut
berührt.
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In 2 ist
eine Seitenansicht einer vorzugsweisen Ausführung des Messblockes 9 mit
einer Baumwollprobe 13 gezeigt, die neben der Messoberfläche 20 liegt.
Die Baumwolle 13 berührt
vorzugsweise die ersten Elektroden 11a – 11b, die zweiten
Elektroden 10a – 10f und
die Erdungselektroden 12a – 12i ständig. Wird eine
positive elektrische Ladung auf die ersten Elektroden 11a – 11b gelegt
(wie das die "+" Symbole angeben), dann existiert ein elektrisches
Potential zwischen den ersten Elektroden 11a – l1b und
den Erdungselektroden 12a – 12i. Wird eine positive
elektrische Ladung auf die zweiten Elektroden 10a – 10f gelegt,
dann existiert entsprechend ein elektrisches Potential zwischen
den zweiten Elektroden 10a 10f und den Erdungselektroden 12a – 12i.
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Wenn die Baumwolle 13 ganz
trocken ist, so ist sie im Wesentlichen elektrisch nicht leitend
und keine nennenswerte Ladung fliesst von den ersten Elektroden 11a – 11b oder
den zweiten Elektroden 10a – 10f zu den Erdungselektroden 12a – 12i.
Wenn aber der Feuchtigkeitsgehalt der Baumwolle 13 – ansteigt,
so steigt auch ihre Leitfähigkeit.
Wenn also der Feuchtigkeitsgehalt der Baumwolle 13 ansteigt,
so steigt auch der Ladungsfluss von den ersten Elektroden 11a – 11b oder
den zweiten Elektroden 10a – 10f zu den Erdungselektroden 12a – 12i an.
Wie aus 2 ersichtlich,
neigt die Ladung dazu von einer positiv geladenen Elektrode, wie
der ersten Elektrode 11a, zu den zwei Erdungselektroden
die am nächsten
liegen, wie die Erdungselektroden 12e und 12d,
zu fliessen (wie durch Pfeile angegeben). Falls die Ladung der ersten
Elektroden 11a – 11b und
der zweiten Elektroden 10a – 10f nicht ergänzt wird,
wenn die Ladung zu den Erdungselektroden 12a – 12i abfliesst,
so schwächt
sich das Potential an den ersten Elektroden 11a – 11b und
den zweiten Elektroden 10a – 10f im Vergleich
Zum Potential an den Erdungselektroden 12a – 12i nach
und nach ab.
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In 3 ist
ein funktionales Blockschema einer Feuchtigkeitsgehaltsbestimmungsschaltung 6 gemäss einer
vorzugsweisen Ausführung
der vorliegenden Erfindung gezeigt. Die ersten Elektroden 11a – 11b und
die zweiten Elektroden 10a – 10f sind in die
Anordnung der Erdungselektroden 12a – 12i eingesetzt gezeigt.
In der vorzugsweisen Ausführung
sind die ersten Elektroden 11a – 11b und die zweiten
Elektroden 10a – 10f physisch
identisch. Aber die ersten Elektroden 11a – 11b sind
an Ladungsschaltungen für
die ersten Elektroden 11a – 11b und die zweiten
Elektroden 10a – 10f sind
an Ladungsschaltungen für
die zweiten Elektroden angeschlossen. Der besseren Klarheit wegen,
zeigt 3 nur eine Ladungsschaltung 14a für eine erste
Elektrode, die an eine erste Elektrode 11a angeschlossen
ist und nur eine Ladungsschaltung 30c für eine zweite Elektrode, die
an eine zweite Elektrode l0c angeschlossen ist. Man geht
davon aus, dass die andere erste Elektrode 11b an eine
Ladungschaltung für
eine erste Elektrode angeschlossen ist, die in 3 nicht dagestellt ist um die Zeichnung
nicht zu überladen,
die aber der Ladungsschaltung 14a für eine erste Elektrode entspricht.
Man geht ebenfalls davon aus, dass die anderen zweiten Elektroden 10a, 10b, 10d, 10e und 10f an
andere Ladungschaltungen für
zweite Elektroden angeschlossn sind, die in 3 ebenfalls
nicht dagestellt sind, die aber der Ladungsschaltung 30c für zweite
Elektroden vorzugsweise entsprechen.
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Immer noch gemäss 3 wird eine Feuchtigkeitsmessung durch
eine Elektroden-Entladezeitschaltung 48 eingeleitet, die über die
Leitung 46 ein Start-Ladesignal an die Ladungsschaltung 14a für erste
Elektroden abgibt. Die Ladungsschaltung 14a für erste
Elektroden enthält
einen Ladegenerator 16a, der an die erste Elektrode 11a und
an einen ersten Kondensator 18a in einem Knoten 22a angeschlossen
ist. Die andere Seite des Kondensators 18a ist geerdet.
Wenn der Ladegenerator 16a das Start-Ladesignal erhält, erzeugt
der Ladegenerator 16a eine erste elektrische Ladung, die
im ersten Kondensator 18a gespeichert wird. Der Ladungsfluss
vom Ladegenerator 16a zum ersten Kondensator 18a wird
in 3 durch einen Ladestrom 26a angezeigt.
Wenn der Ladegenerator 16a ein Stopp-Ladesignal von der
Elektroden-Entladezeitschaltung 48 über die
Leitung 46 erhält,
erzeugt der Ladegenerator 16a keine Ladung mehr und die
erste elektrische Ladung, die im ersten Kondensator 18a gespeichert
ist, beginnt sich zu entladen.
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Wie in 3 gezeigt,
gibt es für
die Ladung drei mögliche
Pfade, die die Ladung im ersten Kondensator 18a benützen kann:
zurück
zum Ladegenerator 16a, zu einem Spannungsvergleicher 24a oder
zur ersten Elektrode 11a. Da die Eingangsimpedanzen des
Spannungsvergleichers 24a und des Ladegenerators 16a vorzugsweise
im Vergleich zur dritten Möglichkeit
sehr hoch sind, bleibt als einziger gangbarer Pfad für die Entladung
zur Erde jener über
die erste Elektrode 11a. Dieser Ladungsfluss vom ersten.
Kondensator 18a zur ersten Elektrode 11a ist in
der 3 als Entladestrom 28a angegeben.
So hat die Ladung im ersten Kondensator 18a die Neigung
von der ersten Elektrode 11a durch die Baumwolle 13 zu
den nächsten
Erdungselektroden 12c und 12d zu fliessen. Dieser
Entladungsfluss dauert bis die Ladung im ersten Kondensator 18a verschwunden
ist, oder bis der Strom 28a sonstwie unterbrochen ist.
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Indem der Entladestrom 28a vom
Knoten 22a abfliesst, nimmt auch die Spannung am Knoten 22a von einem
ersten Spannungswert ab, der zu der Zeit existierte als das, Entladesignal
von der Entladezeitschaltung 48 ausgesendet wurde. Die
Spannung im Knoten 22a wird mit einer Referenzspannung
vR im Spannungsvergleicher 24a verglichen.
Die Entladezeitschaltung 48 enthält einen Zähler 50c der die Anfangsspannung
in der Leitung 60c erfasst. Die Entladezeitschaltung 48 enthält auch
einen Taktgeber 52, der in der vorzugsweisen Ausführung periodisch
Taktimpulse mit einer Freuquenz von etwa 2 MHZ erzeugt. Es ist zu
beachten, dass auch andere Takt-Frequenzen in Abhängigkeit
der vorgesehenen Messzeit vorgesehen werden können. Vorzugsweise wird die
Entladezeitschaltung 48 mit dem Taktgeber 52 und
dem Zähler 50c mit
einem Mikroprozessor als Rechner ausgeführt.
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Wenn das Stopp-Ladesignal an den
Ladungsgenerator 16a abgegeben wird, beginnt der Zähler 50c Taktimpulse
zu zählen
während
die Spannung in der Leitung 60c erfasst wird. In. einer
vorzugsweisen Ausführung
ist die erste Spannung in der Leitung 60c ein Spannungspegel
H, wie fünf
Volt. Wenn der erste Kondensator 18a sich entlädt, nimmt
auch die Spannung am positiven Eingang der Vergleichsschaltung 24a ab.
Wenn die Spannung am positiven Eingang der Vergleichsschaltung 24a auf
einen Wert nahe der Vergleichsspannung VR abfällt, so
fällt die
Spannung am Ausgang der Vergleichsschaltung 24a auf einen
Spannungspegel L ab. Wenn die Spannung am Ausgang der Vergleichsschaltung 24a,
die der Spannung in der Leitung 60c entspricht, auf einen
Spannungspegel L abfällt,
so hört
der Zähler 50c zu
zählen
auf. So wird eine erste Entladezeitdauer in Verbindung mit der ersten
Elektrode 11a durch die Zahl der Taktimpulse bestimmt,
die der Zähler 50c zählt, während die
Spannung am positiven Eingang der Vergleichsschaltung 24a vom
ehrten oder Anfangswert zum zweiten oder Folgewert absinkt.
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Ebenfalls in 3 ist eine Ladungsschaltung 30c für eine zweite
Elektrode gezeigt, welche einen Ladungsgenerator 32c und
einen zweiten Kondensator 34c aufweist, die an eine zweite
Elektrode 10c und den Knoten 36c angeschlossen
sind. Der positive Eingang des Spannungsvergleichers 38c ist
ebenfalls am Knoten 36c angeschlossen und der Ausgang des
Spannungsvergleichers 38c ist an die Leitung 60d angeschlossen.
Die Arbeitsweise der Ladungsschaltung 30c für die zweite
Elektrode entspricht jener der Ladungsschaltung 14a für die erste
Elektrode wie oben bereits beschrieben. Doch ein wesentlicher Unterschied
zwischen den beiden Ladungsschaltungen liegt in der unterschiedlichen
Grösse
der Kondensatoren 18c und 34c. Wegen dieser unterschiedlichen
Kapazitäten
ist die zweite elektrische Ladung, die sich auf dem zweiten Kondensator 34c bildet
kleiner als die erste elektrische Ladung, die sich am ersten Kondensator 18a bildet.
Dieser Unterschied im Umfang der Ladungen und seine Wirkung auf
die Arbeitsweise der Erfindung wird nachfolgend genauer behandelt.
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Weiterhin auf die 3 bezugnehmend, erfassen die Zähler 50c und 50f die
Spannungen in den Leitungen 60c und 60f, wenn
die Entladeströme 28a und 28b der
ersten Elektroden fliessen und bestimmen Impulszählwerte, die die ersten Entladezeitdauern
im Zusammenhang mit den ersten Elektroden 11a und 11b darstellen.
Die Zähler 50a, 50b, 50d, 50e, 50g und 50h erfassen
die Spannungen in den Leitungen 60a, 60b, 60d, 60e, 60q und 60h wenn
die Entladeströme 42a – 42f fliessen
und bestimmen Impulszählwerte,
die die zweiten Entladezeitdauern im Zusammenhang mit den zweiten
Elektroden 10a bis 10f darstellen. Diese acht Impulszählwerte
werden an einen Feuchtigkeitsgehaltrechner 56 abgegeben.
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Der Feuchtigkeitsgehaltrechner
56,
beispielsweise ein Rechner mit einem Mikroprozessor, bestimmt den
Feuchtigkeitsgehalt der Baumwolle
13 aufgrund der acht
Impulszählwerte
von den Zählern
50a –
50h.
Der Feuchtigkeitsgehaltrechner
56 scheidet zuerst jene Impulszählwerte
aus, die ausserhalb eines vorgegebenen Bereiches für Taktimpulse
liegen. In einer vorzugsweisen Ausführung liegt der vorgegebene
Bereich zwischen 2000 und 10
7 Impulsen.
Benützt
man den vorzugsweisen zwei MHZ Takt, entspricht dieser Bereich einem
Zeitfenster zwischen etwa einer Millisekunde und etwa fünf Sekunden.
So werden nur ausgewählte
Entladezeitdauern, d.h. solche mit Impulszählwerten von nicht weniger
als etwa 2000 und nicht mehr als etwa 10
7 für die Feuchtigkeitsgehaltsbestimmung
gemäss
der vorzugsweisen Ausführung
benützt.
Mit Hilfe der ausgewählten Entladezeitdauern
berechnet der Feuchtigkeitsgehaltrechner den Feuchtigkeitsgehalt
der Baumwolle
13 gemäss
der Formel:
wobei M der Feuchtigkeitsgehalt
der Baumwolle in Prozenten einer Feuchtebasis ist. M
1(m)in
der obigen Gleichung ist der Feuchtigkeitsgehalt der Baumwolle in
Prozenten, der mit der gewählten
m-ten ersten Entladezeitdauer von insgesamt n
1 ersten
Entladezeitdauern von den ersten Elektroden
11a und 11b
bestimmt ist. M
2(m)ist der Feuchtigkeitsgehalt
der Baumwolle in Prozenten, der mit der gewählten m-ten zweiten Entladezeitdauer
von insgesamt n
2 zweiten Entladezeitdauern
von den zweiten Elektroden
10a –
10f bestimmt ist. M
1(m) wird gemäss
bestimmt, wobei N
1(m) die m-te ausgewählte erste Entladezeitdauer
in Impulsen eines Taktgebers
52 von einer ersten Elektrode
ausgedrückt
ist. M
2(m) wird gemäss
bestimmt wobei N
2(m)die m-te ausgewählte zweite Entladezeitdauer
in
52 Zeitimpulsen von einer zweiten Elektrode ausgedrückt ist.
Die Koeffizienten in den obigen Gleichungen wurden für eine Ausgangsspannung von
etwa 6.9 Volt und eine untere Spannung von etwa 4.64 Volt bestimmt.
Die Koeffizienten für
andere Spannungen konnten ebenfalls bestimmt werden.
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In einer vorzugsweisen Ausführung der
Erfindung ist n1 gleich 2 und n2 gleich 6.
Aber es sollte klar sein, dass das Verfahren zur Bestimmung des
Feuchtigkeitsgehaltes gemäss
der vorliegenden Erfindung sich nicht auf bestimmte Werte von n1 und n2 beschränken lässt. Die
Erfindung ist weiter auch nicht auf eine bestimmte Beziehung zwischen
den Werten von n1 und n2 beschränkt.
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In einer typischen Anwendung der
Erfindung gibt der Feuchtigkeitsgehaltrechner 56 den Wert
des Feuchtigkeitsgehaltes M an ein Feuchtigkeitssteuersystem 54 innerhalb
der Entkörnungsanlage
ab. Das Feuchtigkeitssteuersystem 54 ist ein Gerät wie der
Baumwollfasertrockner, das den Wert des Feuchtigkeitsgehaltes dazu
benützt,
den Feuchtigkeitsgehalt der Baumwolle so einzustellen, dass die
Baumwollfasern möglicht
wenig beschädigt
werden und der Entkörnungsvorgang
möglichst
wirksam ist. Der Wert des Feuchtigkeitsgehaltes wird auch an eine
Feuchtigkeitsanzeige 58, wie einen digitalen Anzeiger für Zahlenwerte,
abgegeben, der von einer Bedienungsperson beobachtet wird.
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Wie bereits erwähnt, besteht ein unterschied
zwischen der Ladeschaltung 14a für erste Elektroden und der
Ladeschaltung 30c für
zweite Elektroden darin, dass die Kondensatoren 18a und 34c unterschiedliche Kapazität haben.
In einer vorzugsweisen Ausführung
hat die Ladeschaltung 14a für erste Elektroden einen Kondensator 18a mit
einem Mikrofarad und die Ladeschaltung 30c für zweite
Elektroden einen Kondensator 34c mit 270 Picofarad. Der
erste Kondensator 18a hat etwa die 3700-fache Ladekapazität des zweiten
Kondensators 34c. Wenn also beide Kondensatoren 18a und 34c auf
dieselbe Spannung aufgeladen werden, braucht der erste Kondensator 18c mehr
Zeit zur Entladung als der zweite Kondensator 34c. Das
stimmt sofern die beiden Entladeströme 28a und 42c je
einen Pfad mit gleicher Leitfähigkeit
durchfliessen, wie etwa durch die gleiche Baumwollprobe 13.
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Durch den Einbau von Kondensatoren 18a und 34c mit
verschiedenen Entladezeitdauern für denselben Feuchtigkeitsgehalt
in der Baumwolle, kann der Bereich des Feuchtigkeitsgehaltes, der
während
optimalen Entladezeitdauern gemessen werden kann, erweitert werden.
Wenn z. B. die Baumwollprobe einen Feuchtigkeitsgehalt von 14.9%
hat, so sinkt das Potential am Ein-Mikrofarad-Kondensator 18a in etwa einer
Millisekunde von 6.9 Volt auf 4 Volt. Eine Millisekunde entspricht
2000 Impulsen der zwei-MHZ Impulsgebers 52, was ein Wert
ist, der im optimalen Bereich für
die Entladezeitdauern liegt. Wenn aber die Baumwollprobe 13 nur einen
Feuchtigkeitsgehalt von 3.9% aufweist, dann würde der Ein-Mikrofarad-Kondensator 18a typischerweise mehr
als 3 × 1010 Impulse des zwei-MHZ Impulsgebers 52 (über vier
Stunden) benötigen
um von einem Potential von 6.9 Volt auf 4.64 Volt zu entladen. Eine
so lange Entladezeitdauer ist mit dem Bedürfnis nach schneller Feuchtigkeitsmessung
unvereinbar und fällt
damit weit ausserhalb des vorzugsweisen Bereiches für Entladezeitdauern.
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Andererseits fällt ein Anfangspotential von
6.9 Volt am 270-Picofarad-Kondensator 34c in etwa 9.48 x 106 Impulsen (etwa fünf Sekunden) auf 4.64 Volt
ab, wenn es sich über
Baumwolle 13 mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 3.9% entladen
kann. Da ein typisches Feuchtigkeitsregelsystem in einer Entkörnungsanlage
viele neue Feuchtigkeitsmessungen pro Minute benötigt, so wird eine Entladezeitdauer
von weniger als fünf
Sekunden für
die Messung von niedrigen Feuchtigkeiten, wie sie der 270-Picofarad-Kondensator
34c ermöglicht,
vorgezogen. Aber 270 Picofarad ist nicht eine optimale
Grösse
um Baumwolle mit einem hohen Feuchtigkeitsgehalt zu messen. Beispielsweise
braucht es weniger als einen Impuls des zwei MHZ Impulsgebers 52 um
den zweiten Kondensator 34c durch Baumwolle 13 mit
14.9% Feuchtigkeitsgehalt zu entladen. Eine solche Entladezeit neigt
dazu zu kurz zu sein, um mit dem Impulsgeber 52 der vorzugsweisen
Ausführung
ausgedrückt
zu werden.
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Die vorausgehenden Beispiele zeigen,
dass sich der Ansatz mit zwei Bereichen für den Sensor der vorliegenden
Erfindung, dazu führt,
dass diese sich ergänzen.
Indem Ladeschaltungen für
die zweiten Elektroden eingebaut werden, die Feuchtigkeitsgehalte
von etwa 3.9% bis etwa 9.5% messen können und Ladeschaltungen für die ersten
Elektroden eingebaut werden, die Feuchtigkeitsgehalte von etwa 9.3%
bis etwa 14.9% messen können,
misst die vorzugsweise Ausführung
der Erfindung Feuchtigkeitsgehalte über einen weiten Bereich von
11% zuverlässig.
So ist der Bereich der Feuchtigkeitsmessung bei der vorliegenden
Erfindung mehr als etwa doppelt so gross als der Bereich bekannter
Geräte.
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Aufgrund dieser Beschreibung ist
erkennbar, dass der Bereich der Feuchtigkeitsmessung noch weitergehend
erweitert werden könnte
indem man weitere Elektrodenanordnungen einbaut, die durch Kondensatoren
geladen werden, die grösser
oder kleiner sind als ein Mikrofarad. Das Potenzial an solchen dritten
Elektroden könnte
den Bereich für
die Feuchtigkeitsmessung auf Feuchtigkeiten von über 14.9% ausdehnen. Entsprechend
könnte
eine Anordnung vierter Elektroden durch Ladeschaltungen für vierte
Elektroden mit Kondensatoren mit weniger als 270 Picofarad aufgeladen
werden. Das Potenzial an solchen vierten Elektroden könnte den
Bereich für
die Feuchtigkeitsmessung auf Feuchtigkeiten von weniger als 3.9%
ausdehnen. Von einer bestimmten Grösse der Kondensatoren an kann
es dann sein, dass der Kriechstrom einen zu beachtenden Wert erreicht.
Doch dann könnte
man Schaltungen verwenden, die weniger Kriechstrom zulassen als
jene, die hier beschreiben sind. Deshalb ist zu beachten, dass der
Bereich der Erfindung nicht durch zwei Elektrodenpotenziale beschränkt ist.
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Es ist auch erkennbar, dass die verschiedenen
Potenziale der Ladungen, die an die ersten und zweiten Elektroden
der vorzugsweisen Ausführung
angelegt werden, auch durch andere Mittel als Kondensatoren verschiedener
Grösse
erreicht werden können.
Die verschiedenen Potenziale der Ladungen könnten auch dadurch erreicht
werden, dass verschiedene Anfangsspannungen an die ersten und zweiten
Elektroden vor dem Entladen angelegt werden. Zum Beispiel könnte in
einer anderen Ausführung
ein drittes Potenzial an die ersten Elektroden und ein viertes Potenzial
an die zweiten Elektroden angelegt werden. Dabei wäre das dritte
Potenzial höher
als das vierte Potenzial. Eine höhere
Anfangsspannung an den ersten Elektroden ergibt eine höhere Ladung
auf den ersten Elektroden als auf den zweiten Elektroden. In dieser
anderen Ausführung
werden die ersten Entladezeitdauern dadurch bestimmt, dass die Zeit
gemessen wird die es braucht, um die dritte Spannung an den ersten
Elektroden auf die fünfte
Spannung abzubauen, wenn der Entladestrom von den ersten Elektroden
zu den Erdungselektroden fliesst. Entsprechend werden die zweiten
Entladezeitdauern dadurch bestimmt, dass die Zeit gemessen wird
die es braucht, um die vierte Spannung an den zweiten Elektroden
auf die sechste Spannung abzubauen wenn, der Entladestrom von den
zweiten Elektroden zu den Erdungselektroden fliesst. Die fünften und
sechsten Spannungen dieser anderen Ausführung. könnten dieselbe oder verschiedene
Spannungen sein:
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Bezugnehmend auf die 4 soll eine ausführlichere Beschreibung der
Ladeschaltung 14a für
die erste Elektrode nachfolgen. Es ist zu beachten, dass die nachfolgende
Beschreibung auch für
die Ladeschaltung 14b für
die erste Elektrode zutrifft, die gleich arbeitet wie die Ladeschaltung 14a.
Zum Laden für
die Feuchtigkeitsmessung setzt die Entladezeitschaltung 48 die
Spannung in der Leitung 46 auf den Spannungspegel H. Die
Leitung 46 ist mit einem Festkörperschalter 138 verbunden,
wie einem solchen der von Analog Devices unter der Nummer ADG419
hergestellt wird und der auf den Spannungspegel H anspricht indem
er die Festkörperschalter 134a und 134b in
die Stellungen gemäss 4 schaltet: der Schalter 134a ist
geschlossen und der Schalter 134b ist geöffnet. In
diesem Zustand hat die Spannung im Knoten 100, die am positiven Eingang
des Operationsverstärkers
(Opamp) 102 anliegt, den gleichen Wert wie am Knoten 141 am
Eingang der Zenerdiode 140. Der Ausgang des Opamps 102 ist über den
widerstand 122 und die Dioden 116 und 114 am
Knoten 22a angeschlossen. Der negative Eingang zum Opamp 102,
der erste Kondensator 18a und die erste Elektrode 11a sind
alle am Knoten 22a angeschlossen. Der Opamp 102 der
als Differenz-Eingangsverstärker
arbeitet, lädt
den ersten Kondensator 18a soweit auf, bis die Spannung
im Knoten 22a nahezu der Spannung im Knoten 100 entspricht.
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Die Spannung im Knoten 22a,
welche der Spannung im ersten Kondensator 18a und über der
Baumwollprobe 13 entspricht, liegt auch am positiven Eingang
zum Opamp 104 an. Der Opamp 104 ist ein Puffer mit
Einheitsverstärkung
und sehr hoher Eingangsimpedanz der mit dem Knoten 22a verbunden
ist. Der Ausgang des Opamp 104 treibt die Vergleichsschaltung 24a,
einen Überwachungsring 118 (in 4 gestrichelt eingezeichnet)
und die Anoden der Dioden 112 und 114 an. Der Überwachungsring 118 minimiert
die Oberflächenverlustströme auf der
gedruckten Schaltung. Die Verbindung des Ausgangs des Opamps 104 über den widerstand
124 mit der Anode der Diode 114 bewirkt, dass über der
Diode 114 nahzu keine Spannung auftritt, während der
Kondensator 18a entladen wird. Dadurch werden die Verlustströme über die
Diode 114 minimiert. Die – Referenzspannung VR (typischerweise etwa 4.7 Volt) am Knoten 147 wird
an den negativen Eingang der Vergleichsschaltung 24a angelegt.
Zu der Zeit, zu der der Kondensator 18a sich auf die zweite
Spannung entladen hat, fällt
der Ausgang der Vergleichsschaltung 24a vom Spannungspegel
H, den er während
der Entladung des Kondensators 18a gehalten hat, auf den Spannungspegel
L ab. Die Widerstände 128 und 130 mindern
die binären
Ausgangswerte der Vergleichsschaltung 24a soweit, dass
sie sich für
die Übertragung über den
Puffer-Opamp 108 eignen. Der Ausgang des Puffer-Opamps 108 erscheint
in Leitung 60c. Wie in 3 gezeigt,
ist die Leitung 60c an den Eingang eines Zählers 50c der
Entladezeitschaltung 48 der Elektroden angeschlossen. In
einer vorzugsweisen Ausführung
der Erfindung entspricht die Spannung in der Leitung 60c zunächst dem
Spannungspegel H.
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Die Entladezeitschaltung 48 wartet
zunächst
etwa 100 Millisekunden ab, nachdem in der Leitung 46 der
Spannungspegel H anliegt. In dieser Zeit lädt sich der Kondensator 18a auf.
Dann wird die Spannung in der Leitung 46 auf den Spannungspegel
L gesetzt. Als Folge davon ändert
der Umschalter 138 seinen Zustand und öffnet den Schalter 134a und
schliesst den Schalter 134b. In diesem Zustand ist der
positive Eingang zum Opamp 102 geerdet und die Spannung
am Ausgang des Opamp 102 fällt ab. Die Ladung im ersten
Kondensator 18a, welche denjenigen Weg zur Erde sucht,
der die geringste Impedanz aufweist, bildet einen Entladestrom 28a der
zur ersten Elektrode 11a, durch die Baumwolle 13 und
zu den Erdungselektroden 12c und 12d fliesst.
Ein relativ unbedeutender Teil der Ladung fliesst an den negativen
Eingang des Opamp 102, den positiven Eingang des Opamp 104 und
die negativ vorgespannte Diode 114, die alle relativ hohe
Impedanzen aufweisen.
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Etwa zur selben Zeit zu der die Entladezeitschaltung 48 die
Spannung in der Leitung 46 auf den Spannungspegel L setzt,
wird der Zähler 50c auf
Null zurückgesetzt
und er beginnt Taktimpulse zu zählen.
Der Zähler 50c fährt mit
der Zählung
fort, bis die Spannung in der Leitung 60c auf den Spannungspegel
L fällt.
Der Feuchtigkeitsgehaltsrechner 56 liest dann den Wert
am Zähler 50c in
die Variable N1(1) ein.
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Obwohl im Sinne besserer Klarheit 4 eine schematische Darstellung
einer einzigen Ladeschaltung 14a für erste Elektroden zeigt, enthält die vorzugsweise
Ausführung der
Erfindung eine weitere Ladeschaltung 14b für erste
Elektroden, die an die erste Elektrode 11b angeschlossen ist. Die
Ladeschaltung 14b für
erste Elektroden ist vorzugsweise mit der Ladeschaltung 14a für erste
Elektroden identisch und beide Schaltungen können gemeinsame Knoten 11, 141 und 147 teilen.
Als Resultat laufen die Phasen für
die Ladung und die Entladung in einer Messsequenz für die Ladeschaltung 14a und
die Ladeschaltung 14b für
erste Elektroden wie oben beschrieben in gleicher Weise ab: Wenn
die Entladephase in der Messsequenz abgeschlossen ist, liest der
Feuchtigkeitsgehaltsrechner 56 den Wert im Zähler 50d,
der zur Ladeschaltung 14b für erste Elektroden gehört, in die
Variable N1(2) ein.
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Weiter auf 4 bezugnehmend soll eine genauere Beschreibung
einer vorzugsweisen Ausführung der
Ladeschaltung 30c für
zweite Elektroden nachfolgen. Es ist zu beachten, dass die nachfolgende
Beschreibung auch für
Ladeschaltungen 30a, 30b und 30d – 30f für zweite
Elektroden gilt, die vorzugsweise gleich arbeiten wie die Ladeschaltung 30c.
Zu Beginn einer Ladephase der Feuchtigkeitsgehaltsmessung setzt
die Entladezeitschaltung 48 die Spannung in der Leitung 46 auf
den Spannungspegel H. Die Leitung 46 ist mit dem Festkörperschalter 138 verbunden,
der auf den Spannungspegel H anspricht indem er die Festkörperschalter 134a und 134b in
die Stellungen gemäss 4 stellt: Schalter 134a ist
geschlossen und Schalter 134b ist offen. In diesem Zustand
ist die Spannung im Knoten 100, der am positiven Ausgang
des Opamp 162 liegt, gleich wie im Knoten 141 am
Vorderende der Zenerdiode 140. Der Ausgang des Opamp 162 ist über den
Widerstand 172, die Diode 158, und das JFET 156 mit
dem Knoten 36c verbunden. Ebenso ist der negative Eingang
des Opamp 162, der zweite Kondensator 34c und
die zweite Elektrode 10c mit dem Knoten 36c verbunden.
Der Opamp 162, der als Differenz-Eingangsverstärker arbeitet, lädt den zweiten
Kondensator 34c soweit auf, bis die Spannung im Knoten 36c etwa
der Spannung im Knoten 100 entspricht.
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Die Spannung im Knoten 36c,
die der Spannung im zweiten Kondensator 34c und über der
Baumwollprobe 13 entspricht, liegt auch am positiven Eingang
zum Opamp 164 an. Der Opamp 164 ist ein Pufferverstärker mit
Einheitsverstärkung
und sehr hoher Impedanz, der an den. Knoten 36c angeschlossen
ist. Der Ausgang des Opamp 164 treibt die Vergleichsschaltung 38c,
einen Überwachungsring
160 (in 4 gestrichelt eingezeichnet),
die Anoden der Dioden 154 und 158 und das Gatter
des JFET 156 an, der als Diode angeschlossen ist. Der Überwachungsring 160 minimiert
die Oberflächenverlustströme auf der
gedruckten Schaltung. Die Verbindung des Ausgangs des Opamps 164 über den
Widerstand 170 mit dem Gatter des JFET 156 bewirkt,
dass über
dem JFET 156 nahzu keine Spannung auftritt, während der
Kondensator 34c entladen wird. Dadurch werden die Verlustströme über dem
JFET 156 minimiert.
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Die Referenzspannung VR (typischerweise
etwa 4.7 Volt) am Knoten 147 wird an den negativen Eingang
der Vergleichsschaltung 38c angelegt: Zu der Zeit, zu der
der Kondensator 34c sich auf die zweite Spannung entladen
hat, fällt
der Ausgang der Vergleichsschaltung 38c vom Spannungspegel
H, den er während der
Entladung des Kondensators 34c gehalten hat, auf den Spannungspegel
L ab. Die Widerstände 176 und 178 mindern
die binären
Ausgangswerte der Vergleichsschaltung 38c soweit, dass
sie sich für
die Übertragung über den
Puffer-Opamp 168 eignen. Der Ausgang des Puffer-Opamps 168 erscheint
in Leitung 60d. Wie in 3 gezeigt,
ist die Leitung 60d an den Eingang eines Zählers 50d der
Entladezeitschaltung 48 der Elektroden angeschlossen. In
einer vorzugsweisen Ausführung
der Erfindung entspricht die Spannung in der Leitung 60d zunächst dem
Spannungspegel H.
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Die Entladezeitschaltung 48 wartet
zunächst
etwa 100 Millisekunden ab, nachdem in der Leitung 46 der
Spannungspegel H anliegt. In dieser Zeit lädt sich der zweite Kondensator 34c auf.
Dann wird die Spannung in der Leitung 46 auf den Spannungspegel
L gesetzt. Als Folge davon ändert
der Umschalter 138 seinen Zustand und öffnet den Schalter 134a und
schliesst den Schalter 134b. In diesem Zustand ist der
positive Eingang zum Opamp 162 geerdet und die Spannung
am Ausgang des Opamp 162 fällt ab. Die Ladung im zweiten Kondensator 34c,
welche denjenigen Weg zur Erde sucht, der die geringste Impedanz
aufweist, bildet einen Entladestrom 42c der zur zweiten
Elektrode 10c, durch die Baumwolle 13 und zu den
Erdungselektroden 12d und 12e fliesst. Ein relativ
unbedeutender Teil der Ladung fliesst an den negativen Eingang des
Opamp 162, den positiven Eingang des Opamp 164 und
zum Eingang/Kanal des JFET 156 der als Diode angeschlossen ist,
wobei alle relativ hohe Impedanzen aufweisen.
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Wenn die Entladezeitschaltung 48 für die Elektroden
die Spannung in der Leitung 46 auf binäre Niederspannung setzt, wird
der Zähler
50d auf Null zurückgesetzt
und er beginnt Taktimpulse zu zählen.
Er fährt mit
der Zählung
fort, bis die Spannung in der Leitung 60d auf die binäre Niederspannung
fällt.
Der Feuchtigkeitsgehaltsrechner 56 liest dann den wert
am Zähler
50d in die Variable N2(3) ein.
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Obwohl im Sinne besserer Klarheit 4 eine schematische Darstellung
einer einzigen Ladeschaltung 30c für zweite Elektroden zeigt,
enthält
die vorzugsweise Ausführung
der Erfindung fünf
weitere Ladeschaltungen 30a, 30b, 30d, 30e und 30f für zweite
Elektroden, die an zweite Elektroden 10a, 10b, 10d, 10e und 10f angeschlossen
sind. Die Ladeschaltungen 30a, 30b, 30d, 30e und 30f für zweite
Elektroden sind vorzugsweise mit der Ladeschaltung 30c für zweite
Elektroden identisch und alle Schaltungen können gemeinsame Knoten 100, 141 und 147 teilen.
Als Resultat laufen die Phasen für
die Ladung und die Entladung in einer Messsequenz für die Ladeschaltung 30c und
die Ladeschaltungen 30a, 30b, 30d, 30e und 30f für zweite
Elektroden, wie oben beschrieben, in gleicher Weise ab. Wenn die
Entladephase in der Messsequenz abgeschlossen ist, liest der Feuchtigkeitsgehaltsrechner 56 die
Werte in den Zählern 50a, 50b, 50e, 50g und 50h in
die Variablen N2(1), N2(2),
N2(4), N2(5) und
N2(6) für
die Ladeschaltungen 30a, 30b, 30d, 30e und 30f für zweite Elektroden
ein.
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Obwohl in der, vorzugsweisen Ausführung der
Erfindung die ersten und zweiten elektrischen Ladungen gleichzeitig
an getrennte Anordnungen von Sensorelektroden angelegt werden, ist
zu bemerken, dass erste und zweite elektrische Ladungen der gleichen
Anordung von Sensorelektroden zu verscheidenen Zeiten angelegt werden
könnten.
Beispielsweise könnten
die Sensorelektroden an Schalter angeschlossen sein, die die Sensorelektroden
je nach Stellung des Schalters an erste oder zweite Ladeschaltungen
anschliessen. In dieser anderen Ausführung beginnt die Messsequenz
damit, dass jede Sensorelektrode mit entsprechenden ersten Ladeschaltungen
verbunden ist. wenn die ersten elektrischen Ladungen durch das Material
entladen sind und die ersten Entladezeitdauern bestimmt sind, schalten
die Schalter um und verbinden die Sensorelektroden mit den zweiten
Ladeschaltungen. Die zweiten Ladeschaltungen legen dann die zweiten
elektrischen Ladungen an die Sensorelektroden an, wobei die zweiten
elektrischen Ladungen über
das Material entladen werden und die zweiten Entladezeitdauern bestimmt
werden. Von nun an erfolgt die Bestimmung des Feuchtigkeitsgehaltes
aufgrund der ersten und zweiten Entladezeitdauern so, wie es vorgängig für die vorzugsweise
Ausführung
beschrieben wurde. Es ist zu beachten, dass diese Messsequenz auch
umgekehrt werden könnte
indem die zweiten Entladezeitdauern vor den ersten Entladezeitdauern
bestimmt werden.
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Es ist zu beachten, und es wird dem
Fachmann auf diesem Gebiet aus der vorgehenden Beschreibung und
den Zeichnungen erkennbar sein, dass Modifikationen und Veränderungen
bei der Ausführung
der Erfindung vorgenommen werden können. Dementsprechend ist es
ausdrücklich
beabsichtigt, dass die vorgehende Beschreibung und die zugehörigen Zeichnungen
nur vorzugsweise Ausführungen
zeigen, die nicht darauf beschränkt
sind und dass der Schutzbereich der vorliegenden Erfindung durch
die beigefügten
Patentansprüche bestimmt
ist.