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Die Erfindung betrifft Vorrichtungen, die zum Rasenmähen, Grasschneiden
und Freischneiden verwendet werden, umfassend ein Drehschneidmesser,
welches auf der senkrechten Welle eines Verbrennungsmotors vergekeilt ist,
wobei dieser Motor von einem Gehäuse getragen wird, das Räder trägt und
das Schneidmesser umgibt.
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Bei Rasenmähern ist das Gehäuse nach vorne und zu den Seiten hin
geschlossen und ist mit einer hinteren Auswurföffnung ausgestattet, welche
im Allgemeinen mit einer Klappe verbunden ist, die, wenn sie offen ist, das
abgeschnittene Gras in einen abnehmbaren Auffangkorb kommen lässt.
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Wenn die Gräser und Pflanzen sehr hoch sind und widerstandsfähigere
Stengel haben, lässt sich das Schneiden schlecht ausführen und führt zu
Verstopfungen, die das Mähen/Schneiden und das Auffangen behindern.
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Das belgische Patent 688 778 beschreibt eine Rasenmäher-
Grasschneidmaschine, deren Schutzgehäuse für das Schneidmesser auf seiner
Stirnseite bezüglich des Schneidmessers zurückgesetzt ist und eine Öffnung
für den Durchgang dieses Schneidmessers umfasst. Für die
Rasenmähfunktion wird das aus dem Gehäuse hervorragende Schneidmesser
von einer abnehmbaren Abdeckung geschützt, während diese Abdeckung für
die Gras- und Freischneidfunktion abgenommen wird, um es dem
Drehschneidmesser zu ermöglichen, die Pflanzenstengel, die das Gehäuse
berühren, abzuschneiden. Da diese Ausgestaltung gefährlich ist, muss vorne
am Gehäuse zusätzlich ein heraufklappbares Schutzschild angebracht werden.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, einen multifunktionalen Rasenmäher
bereitzustellen, der zum Rasenmähen und zum Schneiden von hohem Gras
verwendet werden kann und dabei in der Rasenmäh-/Freischneidfunktion
Verstopfungen und jegliche Gefahr für den Gärtner ausschließt.
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Hierzu erstreckt sich bei dem erfindungsgemäßen Rasenmäher einerseits die
stirnseitige Öffnung des Gehäuses zwischen einer bezüglich der Drehrichtung
des Schneidmessers oberhalb angeordneten Kante, die vor der quer
verlaufenden Mittelebene des Rasenmähers vorgesehen ist, und einer
bezüglich der Drehrichtung des Schneidmessers unterhalb angeordneten
Kante, die hinter dieser Ebene vorgesehen ist, und weist andererseits eine
Höhe auf, die ansteigend von der oberhalb angeordneten Kante bis zur
unterhalb angeordneten Kante verläuft, während die abnehmbaren Elemente
für die Rasenmähfunktion eine halbkreisförmige, die gesamte Öffnung
verschließende Abdeckung und für die Grasschneidfunktion ein
Ablenkelement umfassen, welches auf der unterhalb angeordneten Kante des
hinteren Abschnitts der Öffnung angeordnet ist.
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Um den Rasenmäher in eine Grasschneidmaschine zu verwandeln, reicht es
folglich, die Abdeckung zu entfernen und sie durch das Ablenkelement zu
ersetzen. In dieser Ausbildung ist die ist die Öffnung auf dem größten Teil
ihrer Länge freigegeben, was es ermöglicht, die Stengel dieser Gräser nach
vorne zu biegen, wenn sich die Vorrichtung einer Front aus hohem Gras
nähert, und dabei deren untere Abschnitte unter das Gehäuse und in die Bahn
des Drehschneidmessers zu führen, um die Zerkleinerung zu begünstigen. Die
so geschnittenen Gräser werden vom Schneidmesser bis zum Ablenkelement
geführt, welches sie seitlich zur Seite legt und dabei einen Schwaden bildet.
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Vorteilhafterweise sind die Vorderräder frei drehbar am vorderen Ende der
Arme befestigt, welche in vertikaler Ebene in Form eines Schwanenhalses
ausgebildet sind und in horizontaler Ebene ein "V" bilden, dessen Schenkel
mit Abstand voneinander angeordnet sind und nach vorne auseinandergehen.
Diese Radanordnung erlaubt den Durchgang einer großen Menge von hohem
Gras zwischen ihnen und begünstigt somit das Abschneiden des Grases.
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Weitere Kennzeichen und Vorteile gehen aus der folgenden Beschreibung mit
Bezug auf die schematische beigefügte Zeichnung hervor, die beispielhaft eine
Ausführungsform dieses Rasenmähers darstellt.
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Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht des Rasenmähers mit den beiden
abnehmbaren Elementen,
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Fig. 2 ist eine flächige Draufsicht des mit der Abdeckung ausgestatteten
Rasenmähers in der Rasenmähfunktion.
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Fig. 3 und 4 sind eine flächige Draufsicht bzw. ein Seitenaufriss des
Rasenmähers, wen er mit dem Ablenkelement ausgerüstet ist, um die
Grasschneidfunktion zu gewährleisten.
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Fig. 5 ist eine Teilansicht von vorne, die die allgemeine Form der in das
Gehäuse eingebrachten Öffnung zeigt,
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Fig. 6 ist eine schematische Ansicht, die die Ausbildung der Öffnung des
Gehäuses zeigt.
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Auf dieser Zeichnung bezeichnet das Bezugszeichen 2 das Gehäuse eines
Rasenmähers, welches ebenfalls das Fahrgestell darstellt. Dieses letztere trägt
einen Verbrennungsmotor 3, der auf seinem oberen Abschnitt befestigt ist
und dessen senkrechte Welle 4 (Fig. 4) an ihrem Ende mit Befestigungsmitteln
5 für ein diametrales Schneidmesser 6 ausgestattet ist, welches das
Abschneiden der Pflanzen gewährleistet und in seiner Gesamtheit im Inneren
des Gehäuses vorgesehen ist. Das Gehäuse 2 trägt ebenfalls zwei Hinterräder
7, die von einem Motor angetrieben werden können oder nicht, und mittels
Armen 9 zwei Vorderräder 8. Auf seinem hinterem Abschnitt dient es zur
Befestigung einer Gabeldeichsel 10 und ist mit nicht dargestellten
Befestigungsmitteln für einen abnehmbaren Auffangkorb 12 ausgestattet. Das
Gehäuse ist mit einer hinteren Öffnung, die mit dem Auffangkorb verbunden
sein kann, und mit einer nicht dargestellten Klappe ausgestattet.
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Erfindungsgemäß umfasst das Gehäuse 2 eine stirnseitige Öffnung 135 deren
obere Kante 14 mit Befestigungsmitteln 15, wie zum Beispiel Muttern, oder
mit Gewindestangen ausgestattet ist, die radial mit Abstand voneinander
angeordnet sind und zur Befestigung der beiden abnehmbaren Elemente 16
und 17 dienen, welche es erlauben, die Funktion der Vorrichtung zu ändern,
das heißt, es in die Rasenmäh- oder in die Grasschneidfunktion zu bringen.
Das Element 16 besteht aus einer halbkreisförmigen Abdeckung 16, die die
gesamte Öffnung 13 überdeckt, während das Element 17 aus einem
Ablenkelement besteht, das auf der oberen Kante des hinteren Abschnitts der
Öffnung 13 befestigt wird, welcher Abschnitt bezüglich der Drehrichtung 21
des Schneidmessers 6 unten ist.
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Wie Fig. 2 detaillierter zeigt, erstreckt sich die Öffnung 13 in einem Winkel c
von mindestens 120º, der in dieser Ausführungsform 180º ist. Diese Öffnung
ist asymmetrisch in Bezug auf die längs verlaufende Mittelebene PI des
Geräts. Genauer gesagt ist die Kante 13a, die bezüglich der Drehrichtung -
dargestellt durch den Pfeil 21 - des Schneidmessers oberhalb angeordnet ist,
in Bezug auf die quer verlaufende Mittelebene Pt der Vorrichtung um einen
Winkelwert a vorne, während die unterhalb angeordnete Kante 13b in Bezug
auf diese Mittelebene um einen Winkelwert b hinten ist. Die Winkel a und b
weisen Werte von etwa 20 bis 30º auf.
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Die Fig. 4 bis 6 zeigen, dass die Höhe der Öffnung 13 von der oberhalb
angeordneten Kante 13a bis zur unterhalb angeordneten Kante 13b von einem
Wert H1 auf einen Wert H2 ansteigt, wie in Fig. 6 gezeigt, wobei der H2
zwischen dem zwei- bis fünffachen des Werts H1 liegt.
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Das Ablenkelement 17 besteht aus einer Befestigungskrempe 17a und einer
Wandung 17b, die radial nach außen vorsteht und sich dabei in einem Winkel
von etwa 15º nach unten neigt. Diese Wandung ist an ihrem freien Ende mit
einem Rücksprung 17c ausgestattet, der nach unten gebogen ist. Die Krempe
17a weist Löcher 18 auf, die sowohl zum Durchgang von Schrauben, die in
die auf dem Gehäuse 2 befestigten Muttern, welche Befestigungsmittel 15
darstellen, geschraubt werden, als auch zum Durchgang der Gewindestangen
dienen, die auf dem Gehäuse befestigt sind, um diese Befestigungsmittel
darzustellen, und die von der Krempe vorstehen, um eine Mutter zu
aufzunehmen.
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Auf gleiche Weise ist die Abdeckung 16 mit Löchern 19 durchsetzt, die mit
den Befestigungsmitteln 15 zusammenwirken.
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Wie in Fig. 2 gezeigt, ist die Abdeckung 16 auf der Kante 14 des Gehäuses
15 befestigt, um die gesamte Öffnung 13 zu verschließen, wenn der
Rasenmäher als Rasenmäher konfiguriert ist. In dieser Konfiguration kann der
Rasenmäher mit seiner Hinterklappe heruntergeklappt oder mit seiner
Hinterklappe hochgeklappt benutzt werden, wobei in dem Fall die Abfälle in
den Korb 12 ausgeworfen werden.
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Um den Rasenmäher in eine Grasschneidmaschine umzukonfigurieren, muss
die Abdeckung 16 abgenommen werden und das Ablenkelement 17 auf dem
hinteren oder unterhalb angeordneten Abschnitt der Öffnung 13 montiert
werden, wie in den Fig. 3 und 4 gezeigt. Wenn der Rasenmäher umgebaut
wurde, kann die Kante 14 seines Gehäuses unter diesen Umständen mit dem
Pflanzenstengeln 20 in Berührung kommen und sie, wie in Fig. 4 gezeigt,
nach vorne biegen, was die unteren Abschnitte der Stengel unter das
Gehäuse 2 in die Bahn des Schneidmessers 6 kommen lässt. Die
Drehbewegung des Schneidmessers führt die abgeschnittenen Stengel an das
Ablenkelement 17, welches sie durch seine Neigung und seinen gebogenen
Rücksprung 17c in Form eines Schwadens auf den Boden legt.
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Hier muss angemerkt werden, dass das erhöhen der Höhe der Öffnung 13 ein
Steckenbleiben der Stengel unter dem Gehäuse vermeidet und somit die
Verstopfungen verhindert, bei denen nicht weitergefahren werden kann, und
bei denen sogar die Grasschneidmaschine abgeschaltet werden muss. Das
Ablenkelement 17 gewährleistet ebenfalls den Schutz für den Bediener, indem
der Auswurf nach hinten begrenzt wird, weil ja die hinten am Gehäuse 2
angebrachte Klappe 3 in der Grasschneidanordnung ebenfalls nach unten
geklappt bleibt, um jeglichen Auswurf auf den Bediener entgegenzuwirken.
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In der dargestellten Ausführungsform haben die Hinterräder 7 des
Rasenmähers einen größeren Durchmesser als bei herkömmlichen
Rasenmähern, zum Beispiel in einer Größenordnung von etwa 20 bis 30 cm,
was das Fortbewegen der Vorrichtung auf schwierigem Gelände erleichtert,
wenn er in der Grasschneidmaschineposition ist. Die Vorderäder 8 sind frei
drehbar am Armende 9 befestigt, welche - wie in den Fig. 1 und 4 gezeigt -
auf vertikaler Ebene in Form eines Schwanenhalses ausgebildet sind und auf
horizontaler Ebene ein "V" bilden, dessen Schenkel mit Abstand voneinander
angeordnet sind und nach vorne auseinandergehen, wie in den Fig. 2 und 3
gezeigt, um den Durchgang einer großen Masse bis zum Gehäuse 2
zuzulassen.
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Aus dem Vorangegangenem folgt, dass der Rasenmäher durch eine einfache,
wenig kostspielige Anordnung und durch eine einfache Anbringung schnell in
eine Grasschneidmaschine umgewandelt werden kann, und anders herum,
und dabei keine Gefahr für den Benutzer birgt und ein Freischneiden ohne
Verstopfungsrisiko erlaubt.