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Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet des Audiosignalcodierens
und insbesondere ein verbessertes Verfahren und eine verbesserte
Vorrichtung zum Codieren von Audiosignalen auf der Basis eines psychoakustischen
Modells.
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Allgemeiner
Stand der Technik
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Während der
letzten Jahre wurden sogenannte "psychoakustische
Audiocoder" entwickelt, welche
die Übertragung
und Speicherung von qualitativ hochwertigen Audiosignalen mit Bitraten
von etwa 1/12 oder weniger der bei einem herkömmlichen Compact-Disc-Medium
(CD) gemeinhin verwendeten Bitrate ermöglichen. Derartige Coder nutzen
die in einem Audiosignal auf Grund der Einschränkungen des menschlichen Hörapparats
enthaltene Irrelevanz durch Codieren des Signals mit lediglich so
großer
Genauigkeit, wie erforderlich ist, um ein psychoakustisch nicht
unterscheidbares rekonstruiertes (d.h. decodiertes) Signal zu ergeben.
Von mehreren Normungsorganisationen wurden Normen erstellt, beispielsweise
die Audionormen MPEG1 und MPEG2 der Moving Picture Experts Group
der International Standardization Organization (ISO/MPEG). Psychoakustische
Audiocoder sind beispielsweise im US-Patent Nr. 5,285,498, ausgegeben
an James D. Johnston am 8. Feb. 1994, und im US-Patent Nr. 5,341,457,
ausgegeben an Joseph L. Hall II und James D. Johnston am 23. Aug.
1994, ausführlich
beschrieben.
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Im
Allgemeinen kann die Konstruktion eines psychoakustischen Audiocoder
für monophone
Audiosignale folgendermaßen
beschrieben werden.
- • Die Eingangsabtastungen werden
durch Verwendung verschiedener Typen von Filterbänken und Transformationen,
beispielsweise der bestens bekannten modifizierten diskreten Cosinus-Transformation
(MDCT), von Polyphasenfilterbänken
oder Hybridstrukturen, in eine unterabgetastete Spektraldarstellung
umgewandelt.
- • Durch
Verwendung eines psychoakustischen Modells werden eine oder mehrere
zeitabhängige Maskierungsschwellen
für das
Signal geschätzt. Diese
Schwellen liefern den maximalen Codierfehler, der in das Audiosignal
eingebunden werden kann, während
dennoch eine psychoakustisch unbeeinträchtigte Signalqualität bestehen bleibt.
- • Die
Spektralwerte werden gemäß der Genauigkeit,
die den Maskierungsschwellenschätzwerten entspricht,
quantisiert und codiert. Auf diese Weise kann das Quantisierungsrauschen
durch das entsprechende übertragene
Signal verborgen (d.h. maskiert) werden und ist dadurch nach dem Decodieren
nicht wahrnehmbar.
- • Schließlich werden
alle relevanten Informationen (z.B. codierte Spektralwerte und zusätzliche Nebeninformationen)
in einen Bitstrom gepackt und zu dem Decoder übertragen.
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Folglich
sind die in einem entsprechenden Decoder verwendeten Verarbeitungen
umgekehrt:
- • Der
Bitstrom wird decodiert und in codierte Spektraldaten und Nebeninformationen
geparst.
- • Die
umgekehrte Quantisierung der quantisierten Spektralwerte wird durchgeführt.
- • Die
Spektralwerte werden mittels einer Synthesefilterbank in eine Zeitraumdarstellung
zurück umgewandelt.
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Mittels
einer derartigen generischen Coderkonstruktion ist es möglich, die
Irrelevanz, die in jedem Signal auf Grund der Einschränkungen
des menschlichen Hörapparats
enthalten ist, effizient zu nutzen. Insbesondere kann das Spektrum
des Quantisierungsrauschens entsprechend der Form der Rauschmaskierungsschwelle
des Signals geformt sein. Auf diese Weise kann das Rauschen, das
sich aus dem Codierprozess ergibt, unter dem codierten Signal "verborgen" sein, und demnach
kann eine psychoakustisch transparente Qualität bei hohen Kompressionsraten
erreicht werden.
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Ohne
weitere Vorsichtsmaßnahmen
liefert allerdings ein psychoakustischer Coder beim Codieren von
transienten Signalen, beispielsweise von Kastagnetten- oder Glockenspieltönen, eventuell
keine transparente Signalqualität.
Dieses Problem ist darauf zurückzuführen, was
gemeinhin als "Vorecho"-Problem bekannt
ist, mit dem Fachleute vertraut sind. Insbesondere ist, während das
zu codierende Signal eventuell nur in Abschnitten des Zeitfensters,
das durch die Analysefilterbank des Coders verarbeitet wird, und
einem bestimmten Moment starke Signalkomponenten enthält, der
resultierende Codierfehler für
gewöhnlich über die
gesamte Fensterlänge
ausgebreitet. Demnach kann das Quantisierungsrauschen über einen
Zeitraum, beispielsweise von 20 Millisekunden oder mehr, verteilt
sein, und es kann dadurch die Größe von Originalsignalkomponenten
in bestimmten Signalbereichen übersteigen. Wenn
man beispielsweise ein Kastagnettensignal mit einem "Ausschlag" im mittleren Abschnitt
eines Analysefensters hernimmt, können die Rauschkomponenten
des codierten Signals im Abschnitt des Fensters unmittelbar vor
dem "Ausschlag" stärker als
die Originalsignalkomponenten sein.
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Bekannt
ist, dass auf Grund der Eigenschaften des menschlichen Hörapparats
derartige "Vorechos" nur dann maskiert
werden, wenn keine erhebliche Menge des Codierungsrauschens länger als
etwa 2 ms vor Beginn des Signals vorliegt. Andernfalls wird das
Codierungsrauschen wahrscheinlich als "Vorecho"-Artefakt wahrgenommen – d.h. als ein
kurzes rauschähnliches
Ereignis, das dem Beginn des Signals vorangeht.
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Eine
Reihe von Verfahren wurden vorgeschlagen, um Vorecho-Artefakte in
einem codierten/decodierten Signal zu vermeiden, das durch ein psychoakustisches
Audiocodiersystem erzeugt wird:
- 1) Ein Verfahren,
welches verwendet wurde, ist, die Codierungsgenauigkeit der Spektralkoeffizienten
des Filterbankfensters, welches zuerst den transienten Signalabschnitt
abdeckt, zu erhöhen. Dies
ist als "Vorechokontrolle" bekannt und beispielsweise
in die MPEG1-Audionorm eingebunden. Da diese Lösung erheblich mehr Bits zum Codieren
dieser Rahmen benötigt,
kann ein derartiges Verfahren in einem Konstantbitraten-Coder nicht
ohne weiteres angewandt werden. In einem bestimmten Maß kann lokalen
Variationen im Bitratenbedarf durch Verwendung des herkömmlichen
Verfahrens, welches als "Bitreservoir" bekannt und ebenfalls
in die MPEG1-Audionorm eingebunden ist, Rechnung getragen werden.
Dieses Verfahren gestattet die Bewältigung von Bitratenbedarfsspitzen
durch Verwendung von Bits, die während
des Codierens vorangegangener Rahmen beiseite gelegt wurden – demnach
bleibt die durchschnittliche Bitrate immer noch konstant. In der
Praxis muss jedoch die Größe des Bitreservoirs
unrealistisch groß sein,
um beim Codieren von Eingangssignalen von stark transienter Natur Artefakte
zu vermeiden.
- 2) Eine andere Strategie, die in zahlreichen herkömmlichen
psychoakustischen Audiocodern verwendet wird, ist als Adaptive-Window-Switching bekannt.
Dieses Verfahren, welches ebenfalls in die MPEG1-Audionorm eingebunden
ist, passt die Größe der Filterbankfenster
an die Eigenschaften des Eingabesignals an. Während Abschnitte des Signals,
die relativ stationär
sind, eine lange Fensterlänge
benutzen (wie üblich
ist), werden kurze Fenster verwendet, um die transienten Abschnitte
des Signals zu codieren. Auf diese Weise kann der Spitzenbitbedarf
erheblich reduziert werden, da die Bereiche, für welche eine hohe Codiergenauigkeit
erforderlich ist, zeitlich eingeschränkt sind.
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Ein
wesentlicher Nachteil des Adaptive-Window-Switching-Verfahrens ist, dass es erhebliche
zusätzliche
Komplexität
in den Coder einbindet und dessen Konstruktion verkompliziert. Da
die verschiedenen Fenstergrößen verschiedene
Parameter und Codierstrategien voraussetzen, besteht ein Coder, der
Window-Switching
verwendet, in Wirklichkeit aus im Wesentlichen zwei Codern, einem
für die
längere Fenstergröße und einem
für die
kürzere
Fenstergröße. Darüber hinaus
kann dieses Verfahren im Fall eines "gepitchten" Signals, das aus einer pseudostationären Reihe
von impulsartigen Signalen besteht, beispielsweise der menschlichen
Sprache, nicht effizient verwendet werden, ohne beträchtliche
Einbußen
bei der Codiereffizienz in Kauf zu nehmen. Auf Grund des Mechanismus
der Spracherzeugung würde
die temporale Ausbreitung des Quantisierungsrauschens bei Verwendung
dieses Verfahrens nur durch ständiges
Auswählen
der kürzeren
Fenstergröße vermieden.
Dies wiederum würde
infolge der reduzierten Codierverstärkung und des erhöhten Nebeninformationsaufwands
zu einer erheblichen Abnahme der Codereffizienz führen.
- 3) Ein drittes Verfahren, das verwendet wurde,
um die temporale Ausbreitung des Quantisierungsrauschens zu vermeiden,
ist, das Signal vor dem Durchführen
der Spektralzerlegung einer Verstärkungsänderung/-modifi zierung zu unterziehen. Das
dieser Herangehensweise zu Grunde liegende Prinzip ist, die Dynamik
des Eingangssignals durch Anwendung einer Verstärkungsmodifikation vor seiner
Codierung zu reduzieren. Die Parameter der Verstärkungsmodifikation werden dann
im Bitstrom übertragen – mittels
dieser Informationen kann der Prozess auf der Decoderseite umgekehrt
werden.
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Um
für die
meisten Signale eine gute Leistung zu erzielen, muss jedoch die
Verarbeitung unabhängig
auf verschiedene Teile des Frequenzspektrums angewandt werden, da
transiente Ereignisse oft nur in bestimmten Abschnitten des Spektrums
vorliegen. Dies kann mittels komplexerer Hybridfilterbänke durchgeführt werden,
die eine getrennte Verstärkungsverarbeitung
verschiedener Spektralkomponenten gestatten. Im Allgemeinen sind
jedoch die Abhängigkeiten
zwischen der Verstärkungsmodifikation und
dem psychoakustischen Modell des Coders oftmals schwierig zu lösen.
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"Mobile Radio Communications", R. Steele, Pentech
Press, London, 1992, S. 188-191, offenbart die Verwendung von auf
Sprachsignale angewandtem prädiktivem
Codieren. Dies funktioniert durch Vorhersagen der Sprachsequenz,
Bilden eines Fehlers zwischen der tatsächlichen Sprache und der vorhergesagten
Sprache und Quantisieren der Fehlersequenz vor der Übertragung.
Zwei Formen werden besprochen, nämlich
D*PCM und DPCM, die dem entsprechen, was in diesem Dokument als "DPCM mit offenem
Kreislauf" und "DPCM mit geschlossenem
Kreislauf" bezeichnet
wird (siehe Encoder 34 und 44 aus nachstehender 3 und 4 und
Decoder 55 aus 5).
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"Frequency domain
coding of speech",
J. M. Tribolet und R. E. Crochiere, IEEE Transactions on Acoustics,
speech and signal processing, IEEE New York, US, Bd. ASSP-27, Nr.
5, S. 512-530, (1979), ist eine Abhandlung, welche herkömmliche
Frequenzraum-Sprachcodierverfahren, einschließlich Subband- und Transformationscodierer, beschreibt.
Die Beschreibung der Transformationscodierer regt die Verwendung
einer adaptiven Quantisierung der Transformationskoeffizienten an.
Die Beschreibung der Subband-Coder regt die mögliche Verwendung prädiktiver
Codierverfahren an, wobei die Prädiktion über den
Zeitverlauf hinsichtlich der Daten innerhalb eines bestimmten Subbandes
durchgeführt
wird.
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Kurzdarstellung
der Erfindung
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Ein
Verfahren und eine Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung
werden in den unabhängigen
Ansprüchen
dargelegt, auf welche der Leser nunmehr verwiesen wird. Bevorzugte
Merkmale werden in den abhängigen
Ansprüchen
dargelegt.
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Gemäß einer
veranschaulichenden Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung werden ein Verfahren und eine Vorrichtung
bereitgestellt, welche die Nachteile von im Stand der Technik bekannten Verfahren
beheben. Insbesondere wird die Formung von wahrnehmbarem Rauschen
im Zeitraum durch Durchführen
einer (linearen) Prädiktion
(d.h. Filterung) im Frequenzraum erzielt. Infolgedessen wird die
temporale Ausbreitung von Quantisierungsrauschen reduziert. Konkret
werden gemäß einer
veranschaulichenden Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung die folgenden Verarbeitungsschritte in
einem Encoder zur Verwendung mit monophonen Signalen angewandt:
- • Das
zu codierende Audiosignal wird durch eine hochauflösende Filterbank/Transformation
(wie jener, die für
den "längeren Block" bei herkömmlichen
psychoakustischen Codern verwendet werden, die sich Adaptive-Window-Switching
bedienen) in Spektralkomponenten zerlegt.
- • Durch
Verwendung eines psychoakustischen Modells werden eine oder mehrere
zeitabhängige Maskierungsschwellen
für das
Signal geschätzt. Diese
Schwellen liefern den maximalen Codierfehler, der in das Audiosignal
eingebunden werden kann, während
dennoch eine psychoakustisch unbeeinträchtigte Signalqualität bestehen bleibt.
- • Dann
wird die Codierung der Spektralwerte mittels eines auf differentieller
Pulscodemodulation (DPCM) basierendem Quantisierungs-/Codierungsschemas
durchgeführt,
welches hinsichtlich der Filterbankausgänge in Frequenz betrieben wird.
Wie bei herkömmlichen
psychoakustischen Codern kann das Ziel für die erforderliche Codierungsgenauigkeit
durch das psychoakustische Modell angegeben werden.
- • Schließlich werden
alle relevanten Informationen (z.B. die codierten Spektralwerte
und die erzeugten Nebeninformationen) in einen Bitstrom gepackt
und zu dem Decoder übertragen.
Insbesondere beinhalten die erzeugten Nebeninformationen einen Merker,
welcher die Verwendung von DPCM-Codierung anzeigt, und gegebenenfalls Informationen über den
Zielfrequenzbereich und das zum Codieren verwendete Filter.
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Analog
dazu führt
ein entsprechender veranschaulichender Decoder gemäß einer
veranschaulichenden Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung die folgenden Verarbeitungsschritte aus:
- • Der
Bitstrom wird decodiert und in codierte Spektraldaten und Nebeninformationen
geparst.
- • Die
umgekehrte Quantisierung der quantisierten Spektralwerte wird durchgeführt. Insbesondere kann
dies das DCPM-Decodieren von Spektralwerten umfassen, wenn die Verwendung
von DPCM mittels Merker in den Nebeninformationen angegeben wurde.
- • Die
Spektralwerte werden mittels einer Synthesefilterbank in eine Zeitraumdarstellung
zurück umgewandelt.
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Die
Auswahl des Typs von DPCM-Quantisierungs-/Codierungsschema (Prädiktor/Quantisierer-Kombination)
kann verschiedene Vorteile für
das Gesamtsystemverhalten ergeben. Konkret und gemäß einer
ersten veranschaulichenden Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein DPCM-System mit geschlossenem
Kreislauf verwendet. Wenngleich diese erste Ausführungsform eine Codierungsverstärkung für transiente
Signale ergibt, wird bei einer bevorzugten Lösung gemäß einer zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ein DPCM-System mit offenem Kreislauf
verwendet. Diese zweite Ausführungsform
ergibt vorteilhafterweise einen zeitgeformten Quantisierungsfehler
am Ausgang des Decoders. Konkret wird, da die DPCM-Verarbeitung
auf spektrale Koeffizienten angewandt wird, das Quantisierungsrauschen
im decodierten Signal (nachdem die inverse Filterbank im Decoder
angewandt wurde) in der Zeit geformt, wodurch das Quantisierungsrauschen
unter dem eigentlichen Signal gehalten wird. Auf diese Weise werden
temporale Probleme mit der Entmaskierung, entweder bei transienten
oder "pitchigen" Signalen, vorteilhaft
ohne Bedarf an erheblicher Übercodierung
und deren entsprechendem Bitaufwand vermieden.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
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1 zeigt
eine herkömmliche
Vorrichtung zum Ausführen
von psychoakustischem Codieren durch Verwendung eines PCM-Quantisierungs-/Codierungsschemas
zur Verwendung beim Codieren von monophonen Audiosignalen.
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2 zeigt
eine herkömmliche
Vorrichtung zum Ausführen
von psychoakustischem Decodieren gemäß der psychoakustischen Codierungsvorrichtung
aus 1.
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3 zeigt
einen psychoakustischen Audioencoder, der sich eines Prädiktionsschemas
mit geschlossenem Kreislauf gemäß einer
ersten veranschaulichenden Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung bedient.
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4 zeigt
einen psychoakustischen Audioencoder, der sich eines Prädiktionsschemas
mit offenem Kreislauf gemäß einer
zweiten veranschaulichenden Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung bedient.
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5 zeigt
einen psychoakustischen Audiodecoder gemäß einer veranschaulichenden
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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6 zeigt
ein Flussdiagramm eines Verfahrens zum Codieren von Audiosignalen
gemäß einer veranschaulichenden
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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7 zeigt
ein Flussdiagramm eines Verfahrens zum Decodieren von codierten
Audiosignalen gemäß einer
veranschaulichenden Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung.
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Ausführliche
Beschreibung
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Das
vorliegende erfindungsgemäße Verfahren
und die vorliegende erfindungsgemäße Vorrichtung bewältigen die
Nachteile von im Stand der Technik bekannten Verfahren durch wirksames
Ersetzen der Verwendung eines herkömmlichen Pulscodemodulations(PCM)-Quantisierungs-/Codierungsschemas,
welches für
gewöhnlich
in herkömmlichen
psychoakustischen Audiocodern verwendet wird, durch ein auf differenzieller
Pulscodemodulation (DPCM) basierendes Quantisierungs-/Codierungsschema, wobei
das DPCM-Schema hinsichtlich der Filterbankausgänge im Frequenzraum betrieben
wird. (Sowohl PCM-Codierungs- als
auch DPCM-Codierungsverfahren sind Fachleuten im Allgemeinen bestens
bekannt).
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1 zeigt
einen herkömmlichen
psychoakustischen Encoder zur Verwendung beim Codieren monophoner
Audiosignale. Der Encoder aus 1 führt die
folgenden Schritte aus:
- • Das Eingangssignal x(k) wird
durch die Analysefilterbank/-transformation 12 in Spektralkoeffizienten
zerlegt, was "n" Spektralkomponenten
y(b, 0)...y(b, n-1) für
jeden Analyseblock "b" ergibt, wobei "n" die Anzahl von Spektralkoeffizienten
je Analyseblock (d.h. die Blockgröße) ist. Jede Spektralkomponente
y(b, j) ist einer Analysefrequenz oder einem Analysefrequenzbereich
gemäß der verwendeten
Filterbank zugeordnet.
- • Das
psychoakustische Modell 14 schätzt die erforderliche Codierungsgenauigkeit
für eine
psychoakustisch transparente Qualität des codierten/decodierten
Signals und erzeugt eine oder mehrere Maskierungsschwellen. Diese
Informationen können
beispielsweise das minimale Signal-Rausch-Verhältnis
(SNR) umfassen, das in jedem Frequenzband erforderlich ist, und
werden dem PCM-Encoder 16 bereitgestellt.
- • Jede
Spektralkomponente y(b, j) wird quantisiert und jeweils durch Quantisierer 16-0...16-(n-1) (die jeweils
Quantisierungen Q0...DQ
durchführen)
auf Übertragungsindizes
i(b, 0)...i(b, n-1) abgebildet. Diese Quantisierer führen eine
Quantisierung/Codierung der Spektralkoeffizienten gemäß den psychoakustischen
Maskierungsschwellen, die durch das psychoakustische Modell 14 erzeugt
werden, durch.
- • Die
Indexwerte i(b, 0)...i(b, n-1) werden gemeinsam mit (optionalen)
Nebeninformationen dem Bitstromencoder 18 zugeführt und
hernach in dem codierten Bitstrom übertragen (z.B. zu einem Decoder).
Alternativ dazu kann der codierte Bitstrom auf einem Audiosignalspeichermedium,
beispielsweise einer Compact Disc (CD) oder einem Digital Audio
Tape (DAT) für
den späteren
Wiederabruf gespeichert werden.
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Gemäß bestimmten
veranschaulichenden Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung kann die Codiervorrichtung aus 1 durch
Ersetzen des PCM-Encoders 16 durch einen Encoder vom DPCM-Typ
vorteilhaft modifiziert werden, wobei das DPCM-Codieren im Frequenzraum
durchgeführt
wird. 3 und 4 zeigen zwei derartige veranschaulichende
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung. Insbesondere kann eine veranschaulichende Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung durch Ersetzen des PCM-Encoders 16 der
herkömmlichen Codiervorrichtung
aus 1 durch das Modul 32 gemäß 3 realisiert
werden, wodurch eine Codiervorrichtung gemäß einer ersten veranschaulichenden
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung entsteht. Analog dazu kann eine andere
veranschaulichende Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung durch Ersetzen des PCM-Encoders 16 der
herkömmlichen
Codiervorrichtung aus 1 durch das in 4 dargestellte
Modul 42 realisiert werden, wodurch eine Codiervorrichtung
gemäß einer
zweiten veranschaulichenden Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung entsteht. In jedem Fall wird der Eingang
zu dem Quantisierer-/Codierungs-Kernel durch die Reihe der Spektralkoeffizienten
y(b, 0)...y(b, n-1) angegeben. Das heißt, dass die DPCM-Codierung über den
Frequenzraum durchgeführt wird,
im Gegensatz zu beispielweise prädiktiver
Codierung über
den Zeitraum, was durch herkömmliche Subband-ADPCM-Coder
durchgeführt
wird, die Fachleuten bestens bekannt sind.
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Konkret
werden der Drehschalter 33 des veranschaulichenden Encoders
aus 3 und der Drehschalter 43 des veranschaulichenden
Encoders aus 4 jeweils verwendet, um die
Spektralwerte y(b, 0)...y(b, n-1) vor der Quantisierung/Codierung durch
DPCM-Encoder 34 bzw. 44 in eine serielle Reihenfolge
zu bringen, und der Drehschalter 35 des veranschaulichenden
Encoders aus 3 und der Drehschalter 46 des
veranschaulichenden Encoders aus 4 werden
jeweils verwendet, um die entsprechenden resultierenden Indexwerte
i(b, 0)...i(b, n-1) daraufhin in eine parallele Reihenfolge zu bringen. Wenngleich
in jedem der dargestellten veranschaulichenden Encoder die Verarbeitung
der Spektralwerte y(b, 0)...y(b, n-1) vorteilhaft in der Reihenfolge
ansteigender Frequenz durchgeführt
wird, können
andere veranschaulichende Ausführungsformen
die Verarbeitung entweder in der Reihenfolge abnehmender Frequenz
oder in anderen alternativen (z.B. nichtmonotonen) Reihenfolgen
durchführen.
Darüber
hinaus kann auch nur eine Untermenge der Spektralwerte (und nicht
alle "n" davon, wie hier
dargestellt ist) den DPCM-Encodern 34 und 44 zur
differentiellen Codierung bereitgestellt werden.
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Insbesondere
zeigt 3 eine erste veranschaulichende Ausführungsform
eines Encoders gemäß der vorliegenden
Erfindung, bei welchem ein Prädiktionsschema
mit geschlossenem Kreislauf verwendet wird. Prädiktion mit geschlossenem Kreislauf ist
ein herkömmliches
Verfahren, das Durchschnittsfachleuten bestens bekannt ist. Beim
veranschaulichenden psychoakustischen Audioencoder aus 3 wird
allerdings eine Prädiktion
mit geschlossenem Kreislauf auf die Spektralwerte (d.h. im Frequenzraum)
angewandt. Insbesondere wird ein Prädiktionsfilter (das in der
Figur als einen Prädiktor 36 und
einen Addierer 39 aufweisend dargestellt ist) durch die
quantisierten Ausgangswerte, die durch den Quantisierer 37 erzeugt
werden, angesteuert, und der vorhergesagte wert wird durch den Subtrahierer 38 von
dem Eingangssignal subtrahiert, so dass vorteilhaft nur das Prädiktionsfehlersignal
quantisiert/codiert wird. Festzuhalten ist, dass der Quantisierer 37 jeweils
Quantisierungen Q0...Qn-1 für jeden der
Spektralkomponentenwerte y(b, 0)...y(b, n-1) durchführt, welche
diesem durch den Drehschalter 33 (über den Subtrahierer 38)
bereitgestellt werden. Die Verwendung des veranschaulichenden Encoders aus 3 führt vorteilhaft
zu einer Codierungsverstärkung,
wenn das Encodereingangssignal x(k) eine transiente Charakteristik
aufweist.
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4 zeigt
eine zweite veranschaulichende Ausführungsform eines Encoders gemäß der vorliegenden
Erfindung, bei welchem ein Prädiktionsschema
mit offenem Kreislauf verwendet wird. Prädiktion mit offenem Kreislauf
ist ein herkömmliches
Verfahren, das Durchschnittsfachleuten bestens bekannt ist. Beim
veranschaulichenden psychoakustischen Audioencoder aus 4 wird
allerdings eine Prädiktion
mit offenem Kreislauf auf die Spektralwerte (d.h. im Frequenzraum)
angewandt. Insbesondere wird ein Prädiktor 47 durch die
unquantisierten Eingangswerte angesteuert, und der vorhergesagte
Wert wird dann durch den Subtrahierer 48 von dem Eingangssignal
subtrahiert, so dass vorteilhaft nur das Prädiktionsfehlersignal (durch
den Quantisierer 45) quantisiert/codiert wird. Festzuhalten
ist, dass der Quantisierer 45 jeweils Quantisierungen Q0...4n-1 für jeden der
Spektralkomponentenwerte y(b, 0)...y(b, n-1) durchführt, für welche
diesem entsprechende Prädiktionsfehlersignale
durch den Drehschalter 43 (über den Subtrahierer 48)
bereitgestellt werden.
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Wie
beim veranschaulichenden Encoder aus 3 wird die
Verwendung des veranschaulichenden Encoders aus 4 vorteilhaft
zu einer Codierungsverstärkung
führen,
wenn das Encodereingangssignal x(k) eine transiente Charakteristik
aufweist. Darüber
hinaus wird allerdings die Verwendung eines psychoakustischen Audioencoders,
der sich der Lösung
mit offenem Kreis lauf aus 4 bedient,
vorteilhaft einen zeitgeformten Quantisierungsfehler im endgültigen rekonstruierten
Ausgangssignal x'(k)
eines entsprechenden Decoders ergeben. Dies folgt aus der Tatsache,
dass Prädiktion
mit offenem Kreislauf auf Spektralkoeffizienten angewandt wurde,
so dass das Quantisierungsrauschen als in Zeit geformt erscheint,
wodurch der Rauschpegel unter den Signalpegel gestellt wird. Auf
diese Weise werden temporale Probleme mit Entmaskierung, entweder
in transienten oder "pitchigen" Signalen, ohne Bedarf
an erheblichem Übercodieren
und dem entsprechenden Bitaufwand vorteilhaft vermieden.
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Da
bei den oben beschriebenen veranschaulichenden Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung prädiktives
Codieren auf Spektralraumdaten angewandt wird, gelten bestimmte
Beziehungen, die für
die klassische Prädiktion
bekannt sind, bei vertauschtem Zeit- und Frequenzraum. Beispielsweise wird
eine Prädiktionsverstärkung in
Abhängigkeit
von dem "Hüllkurvenflachheitsmaß" des Signals (im
Gegensatz zum "Spektralflachheitsmaß") erzielt. Darüber hinaus
ist bei dem in 4 dargestellten Fall mit offenem
Kreislauf der Prädiktionsfehler
in der Zeit (im Gegensatz zur Frequenz) geformt. Demnach kann das
oben beschriebene Verfahren mit offenem Kreislauf tatsächlich als
dem Anwenden eines adaptiven Zeitraumfensters durch Prädiktion
im Frequenzraum gleichwertig angesehen werden, wobei Faltung mittels
einiger Elemente im Frequenzraum effektiv verwendet wird, um Formung
des Rauschens im Zeitraum zu instanziieren.
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Wenngleich
bei den oben beschriebenen Ausführungsformen
der Prädiktionsprozess über das gesamte
Frequenzspektrum (d.h. für
alle Spektralkoeffizienten) durchgeführt wird, kann bei anderen
veranschaulichenden Ausführungsformen
die Prädiktion für nur einen
Abschnitt des Spektrums (d.h. für
eine Untermenge der Spektralkoeffizienten) durchgeführt werden.
Darüber hinaus
können
verschiedene Prädiktorfilter
vorteilhaft in verschiedenen Abschnitten des Signalspektrums verwendet
werden. Auf diese Weise kann das vorliegende erfindungsgemäße Verfahren
zur Rauschkontrolle im Zeitraum auf jedwede gewünschte frequenzabhängige Weise
angewandt werden.
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Um
für das
geeignete Decodieren des codierten Signals zu sorgen, weist der
Bitstrom, der durch die veranschaulichenden Encoder aus 3 und 4 erzeugt
wird, vorteilhafterweise bestimmte zusätzliche Nebeninformationen
auf, die beispielsweise als zusätzlicher
Eingang zum Bitstromencoder 18 aus 1 dargestellt
sind. Bei verschiedenen veranschaulichenden Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung kann beispielsweise ein Feld mit Nebeninformationen die
Verwendung von DPCM-Codierung und die Anzahl von verwendeten verschiedenen
Prädiktionsfiltern
angeben. Dann können
weitere Felder im Bitstrom für
jedes Prädiktionsfilter übertragen
werden, welche den Zielfrequenzbereich des entsprechenden Filters
und dessen Filterkoeffizienten signalisieren.
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6 zeigt
ein Flussdiagramm eines Verfahrens zum Codieren monophoner Audiosignale
gemäß einer
veranschaulichenden Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung. Das in diesem Flussdiagramm dargestellte
veranschaulichende Beispiel implementiert bestimmte relevante Abschnitte
eines psychoakustischen Audioencoders mit Prädiktion mit offenem Kreislauf
und einem einzigen Prädiktionsfilter.
Konkret führt
Schritt 61 eine herkömmliche
Berechnung der Spektralwerte mittels einer Analysefilterbank durch
(wie beispielsweise durch die Analysefilterbank/Transformation 12 des
herkömmlichen
Encoders aus 1 durchgeführt wird). Dann werden in Schritt 62 die
Ordnung des Prädiktionsfilters
eingestellt und der Zielfrequenzbereich definiert. Diese Parameter
können
beispielsweise zu Zwecken der Veranschaulichung auf eine Filterordnung
von 15 und einen Zielfrequenzbereich von 4 kHz bis 20 kHz eingestellt
werden. Mit diesen veranschaulichenden Parameterwerten werden Vorechos
und Nachechos beim Codieren von "pitchigen" Signalen vorteilhaft
entfernt.
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In
Schritt 63 wird das Prädiktionsfilter
durch Verwendung des Bereichs von Spektralkoeffizienten, welcher
dem Zielfrequenzbereich entspricht, und durch Anwenden eines herkömmlichen
Verfahrens zum prädikativen
Codieren, welches für
DPCM-Coder bestens bekannt ist, ermittelt. Beispielsweise kann die
Autokorrelationsfunktion der Koeffizienten in einem herkömmlichen
Levinson-Durbin-Rekursionsalgorithmus berechnet und verwendet werden, der
Fachleuten bestens bekannt ist. Infolgedessen sind die Prädiktorfilterkoeffizienten,
die entsprechenden Reflexionskoeffizienten ("PARCOR"-Koeffizienten) und die erwartete Prädiktionsverstärkung bekannt.
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Wenn
die erwartete Prädiktionsverstärkung eine
bestimmte Schwelle (z.B. 2 dB) übersteigt,
wie durch die Entscheidung 64 festgestellt wird, wird das DPCM-Codierverfahren der
Schritte 65 bis 67 verwendet. Diesfalls werden
die Prädiktionsfilterkoeffizienten
quantisiert (in Schritt 65), wie es zur Übertragung
an den Decoder als Teil der Nebeninformationen erforderlich ist.
Dann wird (in Schritt 66) das Prädiktionsfilter auf den Bereich
von Spektralkoeffizienten angewandt, der dem Zielfrequenzbereich
entspricht, wo die quantisierten Filterkoeffizienten verwendet werden.
Für alle
weiteren Verarbeitungen wird der gegebene Bereich von Spektralkoeffizienten durch
den Ausgang des Filterprozesses ersetzt. Schließlich wird (in Schritt 67)
ein Feld des Bitstroms übertragen,
das die Verwendung von DPCM-Codierung ("Prädiktionsmerker" ein) signalisiert,
und der Zielfrequenzbereich, die Ordnung des Prädiktionsfilters und Informationen,
welche dessen Filterkoeffizienten beschreiben, sind ebenfalls im
Bitstrom enthalten. Wenn andererseits die erwartete Prädiktionsverstärkung die
Entscheidungsschwelle nicht übersteigt, überträgt Schritt 68 ein
Feld im Bitstrom, welches signalisiert, dass kein DPCM-Codieren
verwendet wurde ("Prädiktionsmerker" aus). Schließlich wird
in jedem der beiden Fälle
der Quantisierungsprozess auf die Spektralkoeffizienten angewandt
(Schritt 69), wobei die Quantisierung auf den psychoakustischen Maskierungsschwellen
basiert, die durch das psychoakustische Modell des Encoders erzeugt
werden.
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Durch
Verwendung einer Encoderausführungsform
der vorliegenden Erfindung mit offenem Kreislauf (z.B. wie in der
veranschaulichenden Vorrichtung von 3 und in
dem veranschaulichenden Verfahren aus 6 dargestellt
ist) kann ein unkomplizierter temporaler Rauschformungseffekt für bestimmte
herkömmliche
Blocktransformationen, einschließlich der diskreten Fourier-Transformation (DFT)
oder der diskreten Cosinus-Transformation (DCT), erzielt werden,
die beide Durchschnittsfachleuten bestens bekannt sind. Wenn beispielsweise ein
psychoakustischer Coder gemäß der vorliegenden
Erfindung eine kritisch unterabgetastete Filterbank mit überlappenden
Fenstern verwendet – z.B. eine
herkömmliche
modifizierte diskrete Cosinus-Transformation (MDCT) oder eine andere
herkömmliche
Filterbank, die auf Time Domain Aliasing Cancellation (TDAC) basiert – unterliegt
die resultierende temporale Rauschformung den der Filterbank innewohnenden
Time-Domain-Aliasing-Effekten. Beispielsweise
findet im Fall einer MDCT eine Spiegelungsoperation (d.h. Aliasing-Operation) je Fensterhälfte statt
und das Quantisierungsrauschen erscheint innerhalb der linken bzw.
der rechten Hälfte des
Fensters nach dem Decodieren gespiegelt (d.h. aliasiert). Da der
endgültige
Filterbankausgang durch Anwendung eines Synthesefensters auf den
Ausgang von jeder inversen Transformation und Durchführen eines
Overlap-Add dieser Datensegmente erhalten wird, werden die unerwünschten
aliasierten Komponenten in Abhängigkeit
von dem verwendeten Synthesefenster gedämpft. Demnach ist es vorteilhaft,
ein Filterbankfenster zu wählen,
welches nur eine geringe Überlappung
zwischen aufeinanderfolgenden Blöcken
aufweist, so dass der temporale Aliasing-Effekt minimiert wird.
Eine geeignete Strategie im Encoder kann beispielsweise ein Fenster
mit einem geringen Maß an Überlappung
für kritische
Signale mit einem stark transienten Charakter adaptiv auswählen, während ein
breiterer Fenstertyp, der eine bessere Frequenzselektivität ermöglicht,
für stationäre Signale
verwendet wird. Die Implementationsdetails einer derartigen Strategie
sind für
Fachleute offensichtlich.
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2 zeigt
einen herkömmlichen
psychoakustischen Decoder zur Verwendung beim Decodieren monophoner
Audiosignale entsprechend dem herkömmlichen psychoakustischen
Encoder aus 1. Der Decoder aus 2 führt die
folgenden Schritte aus:
- • Der ankommende Bitstrom wird
geparst, und die Indexwerte i(b, 0)...i(b, n-1) werden durch den
Decoder/Multiplexer 22 extrahiert.
- • Durch
Verwendung inverser Quantisierer 24-0 bis 24-(n-1) (die
jeweils inverse Quantisierungen IQ0...IQn-1 ausführen)
werden die quantisierten Spektralwerte yq(b, 1)...yq(b, n-1) durch
den PCM-Decoder 24 rekonstruiert.
- • Die
quantisierten Spektralwerte yq(b, 1)...yq(b, n-1) werden durch die Synthesefilterbank 26 in eine
Zeitraumdarstellung zurück
umgewandelt, was das rekonstruierten Ausgangssignal x'(k) ergibt.
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Gemäß einer
veranschaulichenden Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann die herkömmliche Decodiervorrichtung
aus 2 vorteilhaft modifiziert werden, indem der PCM-Decoder 24 durch
einen Decoder vom DPCM-Typ
ersetzt wird, wobei die DPCM-Decodierung im Frequenzraum erfolgt. 5 zeigt
eine derartige Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Insbesondere kann eine veranschaulichende
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung durch Ersetzen des PCM-Decoders 24 der herkömmlichen
Decodiervorrichtung aus 2 durch das Modul 52,
welches in 5 dargestellt ist, realisiert
werden, was eine Decodiervorrichtung gemäß einer veranschaulichenden
Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung ergibt. Konkret wird der Eingang zum DPCM-Decoder 55 durch
die Reihe von Indexwerten i(b, 0)...i(b, n-1) angegeben, welche
vor dem Decodieren durch den Drehschalter 53 in eine serielle
Reihenfolge gebracht werden. Die resultierenden Spektralwerte yq(b,
0)...yq(b, n-1) werden nach dem DPCM-Decodieren durch den Drehschalter 56 in
eine parallele Reihenfolge gebracht.
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Der
DPCM-Decoder 55 weist einen inversen Quantisierer 54,
einen Prädiktor 57 und
einen Addierer 58 auf. Der inverse Quantisierer 54 führt inverse Quantisierungen
IQ0...IQn-1 jeweils
für jeden
der Indexwerte i(b, 0)...i(b, n-1) durch, welche diesem durch den
Drehschalter 53 bereitgestellt werden. Festzuhalten ist,
dass, wenn der veranschaulichende Encoder mit offenem Kreislauf
aus 4 verwendet wurde, um das Audiosignal zu codieren,
die Kombination aus Prädiktor 57 und
Addierer 58 des veranschaulichenden Decoders aus 5 ein
Rauschformungsfilter realisieren, welches die temporale Form des
Quantisierungsrauschens vorteilhaft regelt. Auch hier können, wenngleich
der veranschaulichende Decoder aus 5 die Verarbeitung
der Indexwerte i(b, 0)...i(b, n-1) in der Reihenfolge ansteigender
Frequenz vorteilhaft durchführt,
andere veranschaulichende Ausführungsformen
die Verarbeitung entweder in der Reihenfolge abnehmender Frequenz
oder in anderen alternativen (z.B. nicht monotonen) Reihenfolgen
durchführen,
vorzugsweise auf eine Weise, die mit der Reihenfolge, welche durch
einen entsprechenden Encoder verwendet wird, übereinstimmt. Darüber hinaus kann
nur eine Untermenge der Indexwerte (und nicht alle "n" davon, wie in diesem Dokument dargestellt
ist) dem DPCM-Decoder 55 bereitgestellt werden, und/oder
mehrere verschiedene Prädiktorfilter
können
für verschiedene
Abschnitte des Signalspektrums verwendet werden, wiederum vorzugsweise
auf eine Weise, welche mit dem spezifischen Verfahren, das durch
einen entsprechenden Encoder verwendet wird, übereinstimmt. Festzuhalten
ist ebenso, dass in letzterem Fall beispielsweise, um eine geeignete
Decodierung des ankommenden Bitstroms durchzuführen, ein Decoder gemäß der vorliegenden
Erfindung vorteilhaft zusätzliche
Nebeninformationen evaluieren kann, welche durch einen entsprechenden
Encoder übertragen
wurden. Auf diese Weise kann der Decoder DPCM-Decodieren in jedem angegebenen Zielfrequenzbereich
mit einem gewünschten
entsprechenden Decoderprädiktionsfilter
anwenden.
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7 zeigt
ein Flussdiagramm eines Verfahrens zum Decodieren von monophonen
Audiosignalen gemäß einer
veranschaulichenden Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Das veranschaulichende Beispiel, das
in diesem Flussdiagramm dargestellt ist, implementiert bestimmte
relevante Abschnitte eines psychoakustischen Audiodecoders mit einem
einzigen Prädiktionsfilter.
Konkret führt
Schritt 71 eine herkömmliche
Rekonstruktion der Spektralkoeffizientenwerte durch inverse Quantisierung durch.
Dann überprüft die Entscheidung 72 die
Bitstrominformationen, um festzustellen, ob die Verwendung von DPCM-Codierung
angegeben wird ("Prädiktionsmerker" ist auf ein). Wenn
dies der Fall ist, wird der erweiterte Decodierungsprozess, der
in Schritt 73 und 74 dargestellt ist, angewandt.
Konkret werden die übertragenen
Nebeninformationen im Bitstrom decodiert, um den Zielfrequenzbereich
der DPCM-Codierung, die Ordnung des Prädiktionsfilters und Informationen,
welche dessen Filterkoeffizienten beschreiben, zu ermitteln (Schritt 73).
Dann wird das inverse Prädiktionsfilter
auf den Bereich von Spektralkoeffizienten angewandt, der dem angegebenen Zielfrequenzbereich
entspricht (Schritt 74). Für alle weiteren Verarbeitungen
wird der gegebene Bereich von Spektralkoeffizienten durch den Ausgang
des Filterungsprozesses ersetzt. Schließlich (und unabhängig von
der durch die oben beschriebene Entscheidung 72 vorgenommenen
Bestimmung) wird in Schritt 75 eine herkömmliche
Synthesefilterbank von den Spektralkoeffizienten abgearbeitet.
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Wenngleich
in diesem Dokument eine Reihe konkreter Ausführungsformen dieser Erfindung
dargestellt und beschrieben wurden, versteht es sich, dass diese
Ausführungsformen
lediglich die zahlreichen möglichen
konkreten Anordnungen veranschaulichen, die durch Anwendung der
Grundgedanken der Erfindung konzipiert werden können. Beispielsweise werden,
wenngleich die veranschaulichenden Ausführungsformen, die in diesem
Dokument dargestellt und beschrieben wurden, auf das Codieren und
Decodieren von monophonen Audiosignalen beschränkt wurden, alternative Ausführungsformen,
welche zum Codieren und Decodieren der mehrkanaligen (z.B. stereophonen)
Audiosignale verwendet werden können,
für Durchschnittsfachleute
auf der Basis der in diesem Dokument bereitgestellten Offenbarung
klar ersichtlich sein.