HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Die Erfindung betrifft allgemein das Spritzgießen und insbesondere eine
Vorrichtung, wie im Oberbegriff von Anspruch 1 bestimmt, mit einer Einrichtung
zum gleitenden Positionieren von vier beheizten Düsenverteilern, die in einer
gekühlten Form in der gleichen Ebene wie ein zentraler Verteiler angeordnet sind,
von dem sie Schmelze empfangen.
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Solch eine Spritzgießvorrichtung ist aus der EP-A-0108333 bekannt. In dieser
Vorrichtung sind die Verteiler an der Spitze der Düsen angeordnet, wobei die
Verteilerblöcke durch Lagerringe befestigt sind, die die freie Bewegung des Verteilers
infolge der thermischen Ausdehnung verhindern.
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Außerdem sind Heißkanalsysteme aus der US-A-4422841 und der US-A-
4043726 bekannt. Beide dieser Systeme verwenden Kanalrohre, um das
geschmolzene Kunstharz zu den Düsenanordnungen zu verteilen.
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Wie es auf dem Gebiet des Spritzgießens allgemein bekannt ist, ist es sehr
wünschenswert, simultan eine große Anzahl von Hohlräumen spritzgießen zu
können. In der Vergangenheit ist dies dadurch geschehen, daß ein Schmelzkanal
in einem beheizten Düsenverteiler sich verzweigte zu einer Anzahl
unterschiedlicher Düsen, die jeweils zu unterschiedlichen Hohlräumen führten.
Während ein Problem bezüglich der Fehlausrichtung der durch die Düsen
hindurchgehenden Schmelzebohrungen mit den verschiedenen Verzweigungen
des Schmelzekanals auftreten kann aufgrund der größeren Wärmeexpansion und
Kontraktion der beheizten Düse bezüglich der gekühlten Form, in der die Düsen
sitzen, tritt dieses Problem typischerweise nur dann auf, wenn der Düsenverteiler
sehr groß ist. Es ist bekannt, die Anzahl der Hohlräume zu erhöhen und dadurch
auch die Größe der Form, indem zwei oder mehr Düsenverteiler miteinander
verbunden werden. Allerdings erhöht dieses das Problem der thermischen
Expansion und Kontraktion. In der Vergangenheit ist diesem Problem damit
begegnet worden, daß die Düsen an ihrer Positon in der Form sicher fixiert wurden
und die thermische Expansion und Kontraktion in der Verbindung zwischen den
Düsenverteilern zugelassen wurde. Ein Beispiel für diesen Versuch gemäß dem
Stand der Technik ist in dem US-Patent mit der Nr. 4,761,343 der Anmelderin
gezeigt, das am 2. August 1988 erlassen wurde, worin eine Anzahl von
Düsenverteilern mittels eines Überbrückungsverteilers miteinander verbunden sind,
der sich über deren Spitzen spannt. Das Zulassen der thermischen Expansion und
Kontraktion ist dadurch gegeben, daß der Überbrückungsverteiler ein wenig über
die Spitzen der Abstützverteiler gleiten kann, um die thermische Expansion und
Kontraktion aufzunehmen. Während dies den Vorteil aufweist, daß eine Anzahl von
Düsenverteilern miteinander verbunden werden können, besteht aber ein Nachteil
dahingehend, daß der Überbrückungsverteiler sich in einer Ebene erstrecken muß,
die deutlich unterschiedlich ist zu der Ebene der Düsenverteiler, was eine Situation
ergibt, die nicht akzeptabel ist bei einigen Anwendungen, wie z. B. dem Stapelguß,
bei dem eine minimale Formenhöhe notwendig ist. Ein weiteres Beispiel für das
Zulassen der Unterschiede bei der thermischen Expansion und Kontraktion ist in
dem US-Patent mit der Nr. 4,219,323 von Brigth et al gezeigt, das am 26. August
1980 erlassen wurde. In diesem Fall sind zwei beheizte Düsenverteiler über ein
Verbindungsglied miteinander verbunden, indem Ausdehnungsschlitze quer
ausgeklinkt sind, um die thermische Expansion zuzulassen. Während dies den
Vorteil hat, daß das Verbindungselement sich in der gleichen Ebene wie die
Düsenverteiler befindet, hat dies zusätzlich zu seiner großen Ungenauigkeit auch
noch den Nachteil, daß Buchsen innerhalb des Verbindungselements notwendig
sind, um eine Schmelzeleckage durch die Ausdehnungsschlitze zu verhindern.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, zumindest
teilweise die Nachteile des Standes der Technik zu beseitigen mit einer
Spritzgußvorrichtung, die vorsieht, vier beheizte Düsenverteiler, die in einer
gekühlten Form montiert sind, gleitend in der gleichen Ebene wie den zentralen
Verteiler anzuordnen, von dem sie Schmelze erhalten.
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Dafür stellt die Erfindung eine Spritzgußvorrichtung, wie in Anspruch 1
bestimmt, zur Verfügung mit einem beheizten zentralen Verteiler und einer
Vielzahl von beheizten Düsenverteilern, die in der Form montiert sind. Die
Vorrichtung weist des weiteren einen Schmelzkanal auf, der in dem zentralen
Verteiler zur Förderung der Schmelze von einem zentralen Einlaß in dem zentralen
Verteiler durch die Düsenverteiler zu einer Vielzahl von beheizten Düsen sich
verzweigt, welche Düsen sich von jedem Düsenverteiler aus erstrecken. Jede Düse
sitzt in der Form, wobei eine zentrale Schmelzebohrung mit einem Einlauf
ausgerichtet sich erstreckt, welcher Einlauf zu einem Hohlraum in der Form führt.
Jeder Düsenverteiler ist derart gefertigt und montiert, daß aufgrund der
thermischen Expansion die Verzweigungen des Schmelzekanals bis zu einer
Ausrichtung mit den Schmelzebohrungen durch die Düsen gleitend verschiebt,
wenn die Verteiler auf die Betriebstemperatur aufgeheizt sind.
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Besondere Vorteile der Verbesserung treten dadurch auf, daß der zentrale
Verteiler und die vier Düsenverteiler sich in einer gemeinsamen Ebene erstrecken.
Der zentrale Verteiler ist zentral bezüglich der vier Düsenverteiler positioniert und
weist zwei langgestreckte Arme auf, die sich im wesentlichen in einander
entgegengesetzten Richtungen entlang einer Längsachse erstrecken. Jeder Arm
weist zwei einander entgegengesetzte Seiten und ein Paar von Düsenverteilern
auf, die an einander entgegengesetzten Seiten eines jeden Armes des zentralen
Verteilers montiert sind, wodurch jeder Düsenverteiler von dem zentralen Verteiler
in einer zweiten Richtung versetzt ist, die im wesentlichen senkrecht auf der
Längsachse des zentralen Verteilers steht. Eine längliche Verbindungsbuchse
erstreckt sich auswärts von jeder Seite eines jeden Armes des zentralen Verteilers,
um einen der Düsenverteiler mit dem zentralen Verteiler gleitend zu verbinden.
Eine gleitend bewegbare Positionierungseinrichtung erstreckt sich zwischen der
Form und jedem Düsenverteiler. Der Schmelzekanal des Verteilersystems
verzweigt sich in einander entgegengesetzte Richtungen in jedem Arm des
zentralen Verteilers, um sich durch jede der Verbindungsbuchsen hindurch zu
erstrecken, und um sich danach zu jedem der Vielzahl von beheizten
Düsenverteilern zu erstrecken. Der Schmelzekanal verzweigt sich erneut in jedem
Düsenverteiler, um sich zu der Schmelzebohrung durch jede der Düsen zu
erstrecken.
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Die Verbindungsbuchse positioniert den Düsenverteiler bezüglich des
zentralen Verteilers in einer ersten Richtung, die im wesentlichen parallel zu der
Längsachse verläuft, während sie eine Bewegung zuläßt, um die thermische
Expansion und Kontraktion des Düsenverteilers und des zentralen Verteilers in der
zweiten Richtung zuzulassen, die im wesentlichen senkrecht auf der ersten
Richtung steht. Die gleitfähige Positionierungseinrichtung positioniert jeden
Düsenverteiler in einer Position bezüglich der Form in der zweiten Richtung,
während sie es zuläßt, daß sich der Düsenverteiler relativ zur Form in der ersten
Richtung bewegt. Die Kombination der Verbindungsbuchse mit der gleitfähigen
Positionierungseinrichtung läßt eine ausreichende Bewegung sowohl in der ersten
als auch in der zweiten Richtung zu, um die thermische Expansion und Kontraktion
der beheizten Verteiler bezüglich der gekühlten Form zuzulassen. Jeder
Düsenverteiler ist derart gefertigt und montiert, daß die thermische Expansion
innerhalb des zentralen Verteilers, der Verbindungsbuchsen und der Düsenverteiler
die Verzweigungen des Schmelzekanals gleitend bewegt in eine fluchtende
Ausrichtung mit den Schmelzebohrungen durch die Düsen, wenn die Veteiler und
die Verbindungsbuchsen auf die Betriebstemperatur aufgeheizt sind.
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Weitere Aufgaben und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
folgenden Beschreibung und den Figuren, auf die Bezug genommen wird.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Fig. 1 ist eine Draufsicht zur Darstellung von vier beheizten Düsenverteilern, die in
einer teilweise zusammengesetzten Form sitzen, gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung,
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Fig. 2 ist ein Querschnitt entlang der Linie 2-2 von Fig. 1, nachdem die Form
vollständig zusammengesetzt worden ist,
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Fig. 3 ist ein Querschnitt entlang der Linie 3-3 von Fig. 1, nachdem die Form
vollständig zusammengesetzt worden ist,
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Fig. 4 ist eine isometrische Ansicht einer in Fig. 1 gezeigten Schmelze-
Verbindungsbuchse, und
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Fig. 5 ist eine isometrische Ansicht zur Darstellung eines Düsenverteilers mit
einem Positionierungsstift und einem Nocken in einer Position, um diesen in
einen passenden Kanal in der Form aufzunehmen.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Es wird Bezug genommen auf die Fig. 1, 2 und 3, die vier beheizte
Düsenverteiler 10 zeigen, die in einer Form 12 montiert sind. Während die Form 12
üblicherweise eine größere Anzahl von Platten und Einsätzen in Abhängigkeit von
der entsprechenden Anwendung aufweist, ist in diesem Fall aus Gründen der
vereinfachten Darstellung lediglich eine Verteiler-Rückhalteplatte 14 und eine
Rückwand 16 gezeigt, die miteinander über Bolzen 18 verbunden sind. In anderen
Ausführungsformen kann eine Hydraulikplatte mit Ventilelementen und einem
Betätigungsmechanismus verwandt werden, um eher ein Ventilkörpersystem als
ein Eingußzapfensystem zur Verfügung zu stellen.
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Ein langgestreckter, beheizter, zentraler oder Haupt-Verteiler 20 mit zwei
Armen 22 erstreckt sich in einander entgegengesetzte Richtungen und ist ebenfalls
in der Form 12 montiert. Der zentrale Verteiler 20 weist eine Längsachse 24 auf,
die sich in einer ersten Richtung erstreckt. Wie am besten in Fig. 1 zu sehen,
erstreckt sich jeder Arm 22 des zentralen Verteilers 20 zwischen einem Paar von
Düsenverteilern 10. Die vier Düsenverteiler 10 und der zentrale Verteiler 20
erstrecken sich alle in einer gemeinsamen Ebene 26 und jeder Düsenverteiler 10
ist mit dem zentralen Verteiler 20 mittels einer langgestreckten Verbindungsbuchse
30 verbunden, die sich in einer zweiten, im wesentlichen auf der ersten Richtung
senkrecht stehenden Richtung erstreckt.
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Der zentrale Verteiler 20 wird von einem integralen elektrischen
Heizelement 32 erhitzt und die Form 12 wird dadurch gekühlt, daß Kühlwasser
durch Kühlkanäle 34 gepumpt wird. Wie in Fig. 2 zu sehen, ist der beheizte zentrale
Verteiler 20 zentral positioniert mittels eines zentralen Positionierungsrings 36, der
zwischen diesem und der Form 12 sitzt, und weist des weiteren einen isolierenden
Luftraum 38 auf, der sich zwischen ihm und der ihn umgebenden gekühlten Form
12 erstreckt. Der zentrale Verteiler 20 weist des weiteren auch noch eine zentrale
Verteilerausdehnungs- oder -einlaß-Buchse 40 auf, die sich rückwärtig durch die
Rückwand 16 zu dem zentralen Einlaß 42 erstreckt. Ein Schmelzekanal 44
erstreckt sich von dem zentralen Einlaß 42, verzweigt in einander
entgegengesetzte Richtungen in die Arme 22 des zentralen Verteilers 20 und
verzweigt dann erneut in einander entgegengesetzte Richtungen, um sich durch
jede Verbindungsbuchse 30 in die entsprechenden vier Düsenverteiler 20 zu
erstrecken.
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Während die Düsenverteiler und der durch diese verlaufende
Schmelzekanal verschiedene Konfigurationen aufweisen können, verzweigt in
diesem Fall der Schmelzekanal 44 sich in jeden Düsenverteiler 10, um sich dann
zu acht einzelnen, voneinander beabstandeten beheizten Düsen 46 zu erstrecken.
Wie am besten in Fig. 3 zu sehen, fährt der Schmelzekanal 44 fort durch eine
zentrale Schmelzebohrung 48 durch jede Düse 46 zu einem Einlauf 50, der zu
einem Hohlraum 52 führt. Die Anordnung der verschiedenen Verteiler und die
Konfiguration des Schmelzekanals 44 durch diese stellt sicher, daß die Länge des
Schmelzeflusses zu jedem Einlauf 50 in dem System exakt gleich ist. Jede Düse
46 ist mit der zentralen Schmelzebohrung 48 mit dem Einlauf 50 ausgerichtet
mittels einer Umfangspositionierungsbuchse 54 positioniert, die in einem
kreisförmigen Sitz 56 in der Verteiler-Rückhalteplatte 14 sitzt. Die Vorderfläche 58
von jedem Düsenverteiler 10 stößt gegen die rückwärtigen Enden 60 der Düsen 46
an und ist in dieser Stellung über Schrauben 62 fixiert, die sich in die Verteiler-
Rückhalteplatte 14 hinein erstrecken. Die Schrauben 62 erstrecken sich durch
Löcher 64 in jedem Düsenverteiler 10, wobei diese ausreichend größer sind als die
Schrauben 62, damit der Düsenverteiler 10 sich ausreichend bewegen kann, um
die thermische Expansion und Kontraktion zuzulassen, was weiter unten
detaillierter beschrieben ist. Die Düsenverteiler 10 werden ebenfalls mittels eines
integralen elektrischen Heizelementes 66 beheizt und sind derart montiert, daß sich
isolierende Lufträume 68 zwischen Ihnen und der diese umgebenden, gekühlten
Form 12 erstrecken.
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Wie auch unter Bezug auf Fig. 4 zu sehen, weist jede Verbindungsbuchse 30
einen zylinderförmigen Gewindeabschnitt 70 an einem Ende 72 und einen
gewindelosen, zylinderförmigen Abschnitt 74 an dem anderen Ende 76 auf. Die
Verbindungsbuchse 30 enthält des weiteren eine zentrale Bohrung 78 sowie einen
hexagonalen Flansch 80, wodurch es möglich ist, diese an Ort und Stelle zu
befestigen und auch wieder leicht zu entfernen. Wie in Fig. 1 gezeigt, ist in dieser
Ausführungsform jede Verbindungsbuchse 30 montiert, indem der
Gewindeabschnitt 70 in eine Gewindeöffnung 82 in einem Arm des zentralen
Verteilers 20 eingeschraubt ist, wobei der gewindelose Abschnitt 74 in eine dazu
passende gewindelose, zylinderförmige Öffnung 84 in einem der Düsenverteiler 10
gleitend aufgenommen ist. In anderen Ausführungsformen können die Richtungen
umgekehrt sein oder kann die Verbindungsbuchse 30 an beiden Enden
gewindelose Abschnitte 74 aufweisen, wobei in diesem Fall die Öffnung 82 in
einem Arm des zentralen Verteilers 20 ebenfalls gewindelos sein würde.
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Die gewindelosen Abschnitte 74 der Verbindungsbuchsen 30 sind derart
gefertigt, daß sie eng genug in die Öffnungen 84 in den Düsenverteilern 10
eingepaßt sind, um eine Schmelzeleckage zu verhindern, aber dennoch in den
Öffnungen 84 ausreichend gleiten können, um die thermische Expansion und
Kontraktion zuzulassen. In einer bevorzugten Ausführungsform bestehen die
Verteiler 10 und 20 aus einem Material, wie z. B. aus Stahl, mit einem relativ
niedrigen Koeffizienten der thermischen Expansion, und die Verbindungsbuchsen
30 sind aus einem Material hergestellt, wie z. B. aus einer Beryllium-Kupfer-
Legierung, mit einem relativ größeren Koeffizienten der Expansion. Auf diese
Weise können die Verbindungsbuchsen 30 einfach installiert werden und können
sich dann in eine festere Fassung ausdehnen, wenn sie auf die Betriebstemperatur
aufgeheizt und einem hohen Druck ausgesetzt sind. In anderen
Ausführungsformen können sie alle aus dem gleichen Material hergestellt und auch
noch vorgespannt sein.
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Unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 5 ist zu sehen, daß jeder
Düsenverteiler 10 ebenfalls auch noch mittels eines langgestreckten
Positionierungsstiftes 86 positioniert ist, der sich von einem Loch 88 in dem
Düsenverteiler 10 in ein Loch 90 in einem Nocken 92 erstreckt, der wiederum in
einem Kanal 94 in der Verteiler-Rückhalteplatte 14 aufgenommen ist. Wie in Fig. 1
zu sehen, erstreckt sich der Positionierungsstift 86 in der ersten Richtung parallel
zur Längsachse 84 des zentralen Verteilers 20 und ist, in dieser Ausführungsform,
bevorzugt mit dem Zentrum 96 des Düsenverteilers 10 ausgerichtet.
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Nachdem die Vorrichtung wie gezeigt zusammengesetzt worden ist, wird im
Gebrauch Kühlwasser durch die Kühlkanäle 34 geleitet und elektrische Energie an
die Heizelemente 32 und 66 angelegt, um die Verteiler 10 und 20 und die
Verbindungsbuchsen 30 auf Betriebstemperatur aufzuheizen. Wenn die Verteiler
10 und 20 aufgeheizt sind, bewirkt die thermische Expansion, daß jeder
Düsenverteiler 10 quer über die rückwärtigen Enden 60 der Düsen 46 gleitet, die
bezüglich der Form an Ort und Stelle fixiert sind. Die Größe dieser Bewegung bei
jeder Düse 46 muß vorberechnet werden und die Düsenverteiler 10 müssen mit
jeder Verzweigung des Schmelzekanals 44 derart dimensioniert werden, daß sie in
eine exakte Ausrichtung mit der Schmelzebohrung 48 von einer der Düsen 46
gleiten, wenn die Betriebstemperatur erreicht ist. Es ist leicht zu erkennen, daß ein
Einspritzdruck von bis zu 20.000 psi und eine Einspritztemperatur von bis zu 300ºC
das Ausrichten sowohl sehr schwierig als auch dessen Erreichen sehr kritisch
macht. Eine unzureichende Ausrichtung erzeugt Spannung in der Schmelze und
führt zu einer unakzeptablen Qualitätssteuerung.
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Der Positionierungsstift 86 läßt zu, daß jeder Düsenverteiler 10 sich in die
erste Richtung bewegt, verhindert aber, daß er sich in der zweiten, im wesentlichen
auf der ersten Richtung senkrecht stehenden Richtung bewegt. Die Größe der
Bewegung in der ersten Richtung des Düsenverteilers 10 an der spezifischen
Position einer jeden Düse 46 ist eine Kombination aus der Expansion des zentralen
Verteilers 20 und des Düsenverteilers 10, von dem es sich aus erstreckt, und hängt
daher ab von der Distanz einer jeden einzelnen Düse 46 von dem zentralen
Positionierungsring 36. Da diese Distanz zusammen mit dem Koeffizienten für die
Expansion der Verteiler 10 und 20 bekannt ist, kann die Größe der Bewegung des
Düsenverteilers 10 in die erste Richtung bei jeder speziellen Düse 46 berechnet
werden, und der Düsenverteiler 10 ist derart gefertigt, daß der Schmelzekanal 44
sich mit der Schmelzebohrung 48 bei der Betriebstemperatur ausrichten wird.
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Wenn der zentrale Verteiler 20 und jeder Düsenverteiler 10 aufgeheizt sind,
dehnen sie sich auch noch in der zweiten Richtung aufeinander zu aus. Allerdings
gleitet der gewindelose Abschnitt 74 der Verbindungsbuchse 30, die sich zu jedem
Düsenverteiler 10 erstreckt, in der zylinderförmigen Öffnung 84 in dem
Düsenverteiler 10, um diese Expansion des Düsenverteilers 10 und des zentralen
Verteilers 20 aufeinander zu in der zweiten Richtung zu absorbieren oder zu
kompensieren. Auf diese Weise absorbiert die Verbindungsbuchse 30 die
thermische Expansion in der zweiten Richtung, so daß der Positionierungsstift 86
verwandt werden kann, den Düsenverteiler 10 in der zweiten Richtung zu
positionieren, aber sein Gleiten in der ersten Richtung zuzulassen.
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Die Größe der Bewegung in der zweiten Richtung des Düsenverteilers 10
bei jeder Düse 46 hängt ab von der Distanz, um die die Düse 46 von dem
Positionierungsstift 86 versetzt ist. Da diese Distanz zusammen mit dem
Koeffizienten für die Expansion des Düsenverteilers 10 bekannt ist, kann die Größe
der Bewegung des Düsenverteilers in der zweiten Richtung bei jeder speziellen
Düse 46 berechnet werden, und der Düsenverteiler ist derart gefertigt, daß der
Schmelzkanal 44 sich mit der Schmelzebohrung 48 bei der Betriebstemperator
ausrichten wird.
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Auf diese Weise läßt die Kombination der Verbindungsbuchse 30 mit dem
Positionierungsstift 86 eine ausreichende Bewegung des Düsenverteilers 10
sowohl in der ersten als auch in der zweiten Richtung zu, um die thermische
Expansion der beheizten Verteiler 10 und 20 bezüglich der gekühlten Form 12
zuzulassen. Selbstverständlich kann diese Bewilligung für eine Demontage oder
Reparatur umgekehrt werden, wenn die Heizelemente 32 und 66 ausgeschaltet
werden und die Verteiler 10 und 20 sich abkühlen. Während Positionierungsstifte
86 und Nocken 92 dargestellt sind, können in anderen Ausführungsformen andere
Positionierungseinrichtungen verwandt werden, die die Düsenverteiler 10 in der
zweiten Richtung positionieren, aber deren freies Gleiten in der ersten Richtung
zulassen.
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Nachdem die Verteiler 10 und 20 sich in ihre Position ausgedehnt haben, in
der jede Verzweigung des Schmelzekanals 44 mit der Schmelzebohrung 48 durch
eine der Düsen 46 ausgerichtet ist, wird druckbeaufschlagte Schmelze von einer
Spritzgußmaschine (nicht dargestellt) dem zentralen Einlaß 42 des
Schmelzekanals 44 gemäß eines vorbestimmten Zyklusses zugeführt. Die
Schmelze fließt dann durch den Schmelzekanal 44 in die Verteiler 10 und 20 und
dann zu der ausgerichteten zentralen Schmelzebohrung 48 in jeder Düse 46 und
daraufhin durch die Einläufe 50 in die Hohlräume 52. Nachdem die Hohlräume 52
befüllt worden sind und eine geeignete Abbindungs- und Kühlperiode verstrichen
ist, wird der Einspritzdruck freigesetzt und das Schmelzefördersystem
dekomprimiert, um ein Fadenziehen durch die offenen Einläufe 50 zu vermeiden.
Die Form 12 wird dann geöffnet, um die geformten Produkte auszustoßen. Nach
dem Ausstoßen wird die Form 12 geschlossen und der Zyklus wird kontinuierlich
mit einer von der Größe des Wandabschnittes des geformten Teiles und der Art
des zu formenden Materials abhängigen Zykluszeit wiederholt.
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Während die Beschreibung der Spritzgußvorrichtung mit Bezug auf eine bevorzugte
Ausführungsform erfolgte, ist es offensichtlich, daß verschiedene andere
Modifikationen möglich sind, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen, wie
er von Fachleuten auf diesem Gebiet verstanden und in den folgenden
Patentansprüchen definiert wird.