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Diese Erfindung bezieht sich auf
Regelventile und bezieht sich genauer, jedoch nicht ausschließlich, auf
den Durchfluss verstärkende
hydraulische Regelventile.
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Auf dem Gebiet von hydraulischen
Regelventilen, die dazu bestimmt sind, regelbar variable Durchflussmengen
durchlaufen zu lassen (im Unterschied zu Ventilen, die lediglich „auf/zu"-Ventile
sind), ist es im Allgemeinen einfacher, eine präzise Regelung kleiner Durchflussmengen
bereitzustellen, wohingegen das Füllgut große Durchflussmengen erfordert.
Im Prinzip besteht eine Lösung
zu dieser Anforderung in der Bereitstellung eines Durchflussverstärkers, jedoch
muss ein Durchflussverstärker
im Stande sein, eine variable Führungsgröße genau
ausfindig zu machen. Ein Durchflussverstärker sollte wünschenswerterweise
auch nicht komplex oder teuer sein, er sollte verlässlich und
leicht einstellbar sein, um für
Leistungsschwankungen aufgrund von beispielsweise Toleranzgrenzen
bei der Herstellung zu kompensieren.
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EP-A-297682 beschreibt ein Regelventil,
jedoch dient das Ventil nicht als wirksamer hydraulischer Durchflussverstärker, der
in eine bestimmte Richtung Gegenkopplung bereitstellt.
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Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden
Erfindung ist ein Regelventil zur Regelung des Flüssigkeitsdurchflusses
durch das Ventil in proportionaler Abhängigkeit von einer variablen
Führungsgröße bereitgestellt,
wobei das Regelventil ein Durchflussregelungsmittel beinhaltet,
das eine bei Gebrauch des Regelventils regelbar variable Flüssigkeitsdurchflussleistung
bereitstellt, wobei die Durchflussleistung in Abhängigkeit
von dem Druck in einer Regelkammer, der über ein Regelelement von der stromaufwärts gelegenen
Seite des Ventils abgezapfte Flüssigkeit
zugeführt
wird, geregelt wird, wobei die Flüssigkeit aus der Kammer unter äußerer Steuerung
entleert wird, um die Druckbeaufschlagung der Kammer als Führungsgröße für das Regelventil
zu variieren, wobei das Regelelement mit dem Durchflussregelungsmittel
gekoppelt ist, um das Zuführen
an die Regelkammer in Abhängigkeit
von der Flüssigkeitsdurchflussleistung
zu variieren und dass es in gewissem Sinn eine Gegenkopplung bereitstellt.
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Die Flüssigkeit, deren Durchfluss
durch das Regelventil geregelt werden soll, ist vorzugsweise eine
Hydraulikflüssigkeit.
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Das Regelelement ist vorzugsweise
eine variable Durchflussbegrenzung, die angeordnet ist, um eine
Durchflussbegrenzung bereitzustellen, die sich mit erhöhter Flüssigkeitsdurchflussleistung
durch das Durchflussregelungsmittel des Ventils reduziert, wobei
sich umgekehrt mit reduzierter Flüssigkeitsdurchflussleistung
die Durchflussbegrenzung durch das Durchflussregelungsmittel des
Ventils erhöht.
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Gemäß einem zweiten Aspekt der
Erfindung ist ein Durchfluss verstärkendes hydraulisches Regelventil
zur Regelung des Flüssigkeitsdurchflusses durch
das Ventil in proportionaler Abhängigkeit
von einem variablen Regeldurchfluss, der relativ zu dem geregelten
Durchfluss volumetrisch klein ist, bereitgestellt, wobei das Regelventil
Folgendes beinhaltet: ein Ventilgehäuse mit einem Flüssigkeitseinlass
und einem Flüssigkeitsauslass,
die gegenseitig durch einen internen Flüssigkeitskanal miteinander
verbunden sind, einen Ventilsitz, der den internen Flüssigkeitskanal
begrenzt, eine Bohrung in dem Ventilgehäuse, wobei die Bohrung den
Flüssigkeitskanal
in dem Bereich des Ventilsitzes schneidet, ein Absperrorgan, das
regelbar entlang der Bohrung in Richtung des Ventilsitzes bzw. von
diesem weg bewegbar ist, um den Flüssigkeitsdurchfluss durch das
Ventil bei Gebrauch des Regelventils zu reduzieren bzw. zu erhöhen, wobei
das Absperrorgan und der Ventilsitz so geformt und bemessen sind,
dass ein Vorwärts-Druckdifferential über das
Ventil, das dadurch entsteht, dass der Flüssigkeitsdruck in dem Flüssigkeitseinlass
umgehend den Flüssigkeitsdruck
in dem Flüssigkeitsauslass übersteigt,
dazu neigt, die Verschiebung des Absperrorgans von dem Ventilsitz
zu erhöhen
und dadurch dazu neigt, die Flüssigkeitsdurchflussleistung
zu erhöhen,
wobei das Ende des Absperrorgans, das von dem Ventilsitz entfernt
liegt, und das Ende der Bohrung zusammen eine variable Volumen-Regelkammer
festlegen, wobei die Druckbeaufschlagung der Regelkammer dazu neigt,
die Verschiebung des Absperrorgans von dem Ventilsitz herabzusetzen
und dadurch dazu neigt, die Flüssigkeitsdurchflussleistung
herabzusetzen, eine Flüssigkeitsleitung,
die den internen Flüssigkeitskanal
zwischen dem Flüssigkeitseinlass
und dem Ventilsitz abzapft, wobei die Flüssigkeitsleitung der Regelkammer
abgezapfte Flüssigkeit
zuführt,
ein variables Durchflussbegrenzungsmittel in der Flüssigkeitsleitung
zur Bereitstellung variabler Begrenzung zu der Regelkammer zugeführter Flüssigkeit,
wobei das variable Durchflussbegrenzungsmittel mit dem Absperrorgan
gekoppelt ist, so dass eine erhöhte
Verschiebung des Absperrorgans von dem Ventilsitz dazu führt, dass
das Durchflussbegrenzungsmittel für den Flüssigkeitsdurchfluss in die
Regelkammer eine reduzierte Begrenzung darstellt und, umgekehrt,
so dass eine geringere Verschiebung des Absperrorgans von dem Ventilsitz
dazu führt,
dass das Durchflussbegrenzungsmittel für den Flüssigkeitsdurchfluss in die
Regelkammer eine erhöhte
Begrenzung darstellt, und ein Mittel, das die Flüssigkeitsentleerung aus der
Regelkammer bei einer äußerlich
regelbaren Geschwindigkeit ermöglicht,
wodurch der geregelte Flüssigkeitsdurchfluss
durch die Regelkammer als geregelte Flüssigkeitsdurchflussleistung
von dem Flüssigkeitseinlass
zu dem Flüssigkeitsauslass verstärkt wird.
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Die Flüssigkeitsleitung ist vorzugsweise
in dem Absperrorgan geformt, um von einer Abzapfstelle auszugehen,
die anliegend an einen Kontaktbereich zwischen dem Absperrorgan
und dem Ventilsitz liegt, wobei die Abzapfstelle auf der stromaufwärts gelegenen
Seite dieses Bereichs liegt, wobei die Flüssigkeitsleitung durch das
Flüssigkeitsbegrenzungsmittel
zu einer Flüssigkeitsentladung
in dem Ende des Absperrorgans, das entfernt von dem Ventilsitz liegt,
führt.
Das Flüssigkeitsbegrenzungsmittel beinhaltet
vorzugsweise ein Drosselungselement, das die Flüssigkeitsentladung in dem Ende
des Absperrorgans teilweise verstopft, wobei das Drosselungselement
sich relativ zu dem Absperrorgan mit der Bewegung des Absperrorgans
bewegt. Das Drosselungselement wird vorzugsweise im Wesentlichen
statisch bezüglich
des Ventilgehäuses
gehalten, so dass es die Flüssigkeitsentladung
in einem Ausmaß durchdringt,
das mit der Bewegung des Absperrorgans entlang der Bohrung variiert.
Die Flüssigkeitsentladung
kann eine Öffnung
innerhalb des Absperrorgans sein und das Drosselungselement kann
ein Stift sein, der so bemessen ist, dass er gleitend in die Öffnung passt,
wobei der Stift mindestens einen Längsschlitz in seinem Umfang
aufweist, um Flüssigkeit
an der Öffnung
vorbei zu führen,
wobei die der Flüssigkeitsleitung
stromaufwärts
der Öffnung liegend
exponierte Länge
des Schlitzes in proportionaler Abhängigkeit von der Verschiebung
des Absperrorgans von dem Ventilsitz variabel ist, um eine variable
Begrenzung des Flüssigkeitsdurchflusses
in die Regelkammer bereitzustellen. Das Drosselungselement weist
vorzugsweise eine bezüglich
des Ventilgehäuses
einstellbare Position auf, wodurch die Einstellung der Betriebseigenschaft
des Regelventils ermöglicht
wird.
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Die Flüssigkeitsleitung kann ein eingebautes Rückschlagventil
aufweisen, das den Gegenstrom von der Regelkammer zurück durch
die Flüssigkeitsleitung
und die Abzapfstelle im Falle eines Gegendruckdifferenzials durch
das Ventil verhindert. Ein derartiges internes Rückschlagventil verhindert die vorübergehende
Druckentlastung der Regelkammer im Falle der Druckentlastung des
normalerweise unter Hochdruck stehenden Flüssigkeitseinlasses, wodurch
das Regelventil daran gehindert wird, als Anti-Kavitations-Ventil
zu dienen.
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Die Flüssigkeitsleitung kann ein eingebautes vorgesteuertes
hydraulisches Rückschlagventil
oder dergleichen aufweisen, das selektiv betriebsfähig ist, um
den Flüssigkeitsausfluss
aus der Regelkammer zu blockieren, wenn das Absperrorgan auf dem
Ventilsitz sitzt, wodurch ein Auslaufen durch das Regelventil, bei
geschlossenem Regelventil, beseitigt wird. Ein derartiges hydraulisches
Rückschlagventil
ist vorzugsweise so, dass es den Gegenstrom durch das hydraulische
Rückschlagventil
nur dann im Wesentlichen verhindert und den Vorwärtsfluss durch das hydraulische
Rückschlagventil
nur dann ermöglicht,
wenn der Vorwärts-Differentialdruck
einen vorbestimmten Stand überschreitet,
welcher selektiv in Abhängigkeit
von dem äußerlich
angewandten Arbeitsdruck variabel ist.
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Das hydraulische Rückschlagventil
beinhaltet vorzugsweise ein Ventilgehäuse mit einem Flüssigkeitseinlass
und einem Flüssigkeitsauslass,
die gegenseitig durch einen internen Flüssigkeitskanal miteinander
verbunden sind, einen Ventilsitz, der den internen Flüssigkeitskanal
begrenzt, ein Sitzventil, das gegen den Ventilsitz bewegbar ist,
um den internen Flüssigkeitskanal
zu blockieren, und von dem Ventilsitz weg bewegbar ist, um den internen
Flüssigkeitskanal
zu öffnen,
einen Kolben, der zu dem Sitzventil hin und von diesem weg bewegbar
ist, eine Feder, die zwischen dem Sitzventil und dem Kolben angeordnet
ist, um das Sitzventil mit der Federkraft, die als Reaktion auf
das Anstoßen
an den Kolben entsteht, in Richtung des Ventilsitzes vorzuspannen, und
wobei der Kolben einem selektiv variablen hydraulischen Druck, der
den äußerlich
angewandten Arbeitsdruck ausmacht, unterzogen werden kann.
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Ausführungsformen der Erfindung
werden nun beispielhaft und unter Bezugnahme auf die begleitenden
Zeichnungen beschrieben, wobei:
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1 eine
halbschematische Längsschnittansicht
einer ersten Ausführungsform
eines hydraulischen Regelventils gemäß der Erfindung ist;
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2 eine
halbschematische Längsschnittansicht
einer zweiten Ausführungsform
eines hydraulischen Regelventils gemäß der Erfindung ist;
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3 ein
Querschnitt eines modifizierte Formen der Regelventile aus 1 und 2 inkorporierenden Regelventilsystems
ist;
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4 ein
Querschnitt eines Regelventilsystems ist, das eine Variante des
Systems aus 3 ist;
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5 ein
schematisches Diagramm eines hydraulischen Regelsystems ist, das
hydraulische Regelventile gemäß der Erfindung
inkorporiert;
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6 eine
Längsschnittansicht
einer Ausführungsform
eines hydraulischen Rückschlagventils ist,
das in die erfindungsgemäßen hydraulischen
Regelventile inkorporiert werden kann oder mit diesen verbunden
werden kann; und
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7 ein
Querschnitt eines Teils eines Regelventilsystems ist, das ein hydraulisches
Rückschlagventil
aus 6 inkorporiert.
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Es versteht sich, dass der Bezug
auf Richtungen (z. B. „nach
oben" und „nach
unten") auf die Ventile in den in 1 und 2 gezeigten entsprechenden
Ausrichtungen Bezug nimmt.
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Erstmals unter Bezugnahme auf 1, beinhaltet ein hydraulisches
Regelventil 10 ein im Allgemeinen röhrenförmiges Gehäuse 12 in Form einer zylindrischen
Muffe mit offenem Ende (weiter unten genau beschrieben), die in
eine geeignete Bohrung 14 in einem Ventilkopf 16 (wovon
nur ein Teil in 1 gezeigt
ist) eingesetzt ist. Eine querverlaufende Bohrung 18 übernimmt
die Funktion eines Flüssigkeitseinlass-Gangs,
der das Ventil 10 beschickt, während die Fortsetzung der Bohrung 14 nach
unten die Funktion eines Flüssigkeitsauslasses 20 von
dem Ventil 10 übernimmt.
Die Seitenanschlüsse 22 verbinden
den Einlass-Gang 18 mit dem Inneren der Muffe 12 nahe
ihrem unteren Ende. Die Muffe 12 ist mit der Bohrung 14 durch
den Ventilkopf 16 mittels einem oberen und einem unteren
O-Ring 24, 26 äußerlich
abgedichtet.
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Ein Sitzventil 28 ist im
Innern der Muffe 12 als Reaktion auf das Gleichgewicht
hydraulischer Kräfte auf
das Sitzventil 28, wie weiter unten genauer beschrieben
werden wird, in Längsrichtung
auf- und abgleitbar. Der obere Teil 30 des Sitzventils 28 übernimmt
die Funktion eines Kolbens, der mit dem Inneren der Muffe 12 durch
eine Reihe axial mit Abstand angeordneter Umfangsrillen 32,
die die Schmierung und die Dichtung verbessern, so dass der Widerstand
gegenüber
Bewegung und Auslaufen von Flüssigkeit
unbedeutend ist, gleitbar abgedichtet ist.
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Der untere Teil 34 des Sitzventils 28 ist
als ein Absperrorgan, das mit einem kreisförmigen, in dem unteren Ende
der Muffe 12 geformten Ventilsitz 36 zusammenarbeitet,
geformt. In der in 1 dargestellten
Konfiguration sitzt das Absperrorgan 34 vollständig im
Ventilsitz 36, so dass der Flüssigkeitsauslass 20 von
dem Flüssigkeitseinlass-Gang 18 abgesperrt
ist und die Flüssigkeitsdurchflussleistung des
Ventils 10 null ist.
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Das untere Ende des Absperrorgans 34 (an das
unterste Ende des Sitzventils 28 angrenzend) kann so fassoniert
sein, dass es bestimmten Messanforderungen entspricht und in der
dargestellten Ausführungsform
weist es eine diametrale V-förmige Kerbe 38 auf,
die die Funktion übernimmt,
die Flüssigkeitsdurchflussleistung
zu regeln, während
das Absperrorgan 34 variabel von dem Ventilsitz 36 angehoben
wird, weil die Enden der Kerbe 38 umgehend über dem
Ventilsitz 36 einen variierenden Bereich gegenüber von
dem Einlass-Gang 18 (mittels der Seitenanschlüsse 22)
eintretende Flüssigkeit darstellen,
während
gleichzeitig Flüssigkeit
frei von der Kerbe 38 direkt in den Flüssigkeitsauslass 20 abläuft.
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Es sei insbesondere bemerkt, dass
der Durchmesser des Absperrorgans 34 in seinem Kontaktbereich
mit dem Ventilsitz 36 bedeutend kleiner ist als der Durchmesser
des Kolbens 30. Der Flüssigkeitsdruck
in dem Einlass-Gang 18 übt
sowohl Aufwärts-
als auch Abwärtskräfte auf
das Sitzventil 28 aus, aber da der Querschnittsbereich
des Kolbens 30, auf den der Aufwärtsdruck wirkt, größer ist
als der Querschnittsbereich des Absperrorgans 34, auf das der
Abwärtsdruck
wirkt, überschreitet
die Aufwärtskraft
die Abwärtskraf.
Kurz gesagt ist das Sitzventil 28 so konzipiert, dass es
in dem Sinne ein Druckungleichgewicht aufweist, dass der Einlassdruck
dazu tendiert, das Absperrorgan 34 von dem Ventilsitz 36 abzuheben.
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Das oberste Ende der Muffe 12 ist
durch eine Ventilkopf-Kappe 40 (von der nur ein Teil in 1 gezeigt ist) abgesperrt.
Die Kappe 40 dichtet das obere Ende des Inneren der Muffe 12,
außer
in gewissen Hinsichten, die nachfolgend genauer beschrieben werden,
ab. Am wichtigsten ist, dass die Unterseite der Kappe 40,
das Innere des oberen Endes der Muffe 12 und der oberste
Teil des Kolbens 30 zusammen eine Kammer 42 festlegen,
die ein Volumen aufweist, das umgekehrt mit dem Ausmaß, zu dem
sich das Absperrorgan 34 von dem Ventilsitz 36 abgehoben hat,
variiert. (In der in 1 gezeigten
Konfiguration ist das Absperrorgan 34 vollständig unten,
der Kolben 30 befindet sich in seiner so weit unten wie
möglich
liegenden Position innerhalb der Muffe 12 und daher ist
das Volumen der Kammer 42 an seinem Maximum). Die Kammer 42 kann
auf eine Weise, die weiter unten beschrieben wird, unter Druck gesetzt werden,
die eine Abwärtskraft
auf den Kolben 28 erzeugt, d. h. in eine Richtung, die
der reinen Aufwärtskraft,
welche durch Druck in dem Einlass-Gang 18 (wie vorher erläutert) ausgeübt wird,
entgegengesetzt ist.
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Flüssigkeit wird von dem Einlass-Gang 18 (über die
Seitenanschlüsse 22)
mittels einer innerhalb des Sitzventils 28 geformten Flüssigkeitsleitung 44 (in 1 nur schematisch aufgezeigt)
abgezapft. Die Flüssigkeitsleitung 44 führt von
einer Abzapfstelle 46 in dem Sitzventil 28 zwischen
dem unteren Ende des Kolbens 30 und dem oberen Ende des
Absperrorgans 34, wobei die Abzapfstelle 46 stromaufwärts des
Ventilsitzes 36 liegt. Die Flüssigkeitsleitung 44 führt von
der Abzapfstelle 46 durch den Körper des Kolbens 30,
um durch eine Öffnung 48 innerhalb des
Kolbens 30 zu entladen und in die Kammer 42.
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Ein Drosselungselement 50 ist
in einer ortsfesten Position mittels nicht in 1 gezeigter Mittel montiert, so dass
es in die Kammer 42 geht und durch die Öffnung 48 in die Leitung 44.
In der in 1 gezeigten
Form (und wie in 3 gezeigt),
weist das Drosselungselement 50 die Form eines zylindrischen Stifts
mit einem Längsschlitz 52 auf,
der sich von dem obersten Teil des Stifts 50 (in 1 ersichtlich) zu einem
Punkt in der Nähe
aber nicht an der untersten Teil des Stifts 50 (in 1 nicht ersichtlich) erstreckt. Der
Stift 50 passt gleitend in die Öffnung 48, so dass der
im Wesentlichen einzige Flüssigkeitsweg
durch die Öffnung 48 durch
den Schlitz 52 ist. Das blinde untere Ende des Schlitzes 52 erstreckt
sich in die Leitung 44 um einen Abstand, der von der Abhebung des
Absperrorgans 34 von dem Ventilsitz 36 abhängt. In
der in 1 gezeigten Konfiguration
sitzt das Absperrorgan 34 vollständig auf dem Ventilsitz 34,
das Sitzventil 28 befindet sich in seiner so weit unten
wie möglich
liegenden Position und die Ausdehnung des Schlitzes 52 unter
der Öffnung 48 und
an die Flüssigkeit
in der Leitung 44 exponiert, befindet sich an einem Minimum
(oder möglicherweise
null) und folglich befindet sich die Durchflussbegrenzung durch
die Öffnung 48 und
in die Kammer 42 an einem Maximum. Beim Abheben des Absperrorgans 34 von
dem Ventilsitz 36 und den Steigen des Sitzventils 28 in
der Muffe 12, wird mehr von dem unteren Ende des Schlitzes 52 unter
der Öffnung 48 der
Flüssigkeit
in der Leitung 44 exponiert und folglich reduziert sich die
Begrenzung des Flüssigkeitsdurchflusses
von der Leitung 44 durch die Öffnung 48 und in die
Kammer 42.
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Im Allgemeinen sinkt die Durchflussbegrenzung
durch die Öffnung 48 bei
ansteigender Durchflussleistung (Durchfluss von dem Einlass-Gang 18 zu
dem Auslass 20) und der Einlauf abgezapfter Flüssigkeit
zu der Kammer 42 steigt an. Wenn die Anbringung des Stifts 50 einstellbar
ist (z. B. durch die Drehung einer Schraubengewinde-Anbringung,
nicht gezeigt), kann die Position des Stifts 50 geändert werden
und an einer Stelle fixiert werden, die (zum Beispiel) eine standardisierte
Leistung bereitstellen würde,
ungeachtet der Variationen, die bei der Herstellung entstehen, oder
anderweitig optimiert werden. Die den Stift 50 beinhaltende
variable Durchflussbegrenzung ist symbolisch in 1 dargestellt und über die schematische Darstellung
der Leitung 44 gesetzt.
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Zur gleichen Zeit, wie Flüssigkeit
von dem Einlass-Gang 18 abgezapft und durch Durchflussbegrenzung
zu der unter Druck setzbaren variablen Volumenkammer 42 zugeführt wird,
wird die Flüssigkeit von
der Kammer 42 über
einen Kanal 54, einschließlich einer äußerlich
variablen Durchflussbegrenzung 56 (symbolisch in 1 dargestellt) geregelt
entleert. Die aus der Kammer 42 entleerte Flüssigkeit
wird bequem zu dem Ventilauslass 20 zurückgeführt. Die Durchflussbegrenzung 56 kann
eine beliebige geeignete Form annehmen, die ermöglicht, dass die Durchflussrate
aus der Kammer 42 durch den Kanal 54 äußerlich
geregelt werden kann.
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Nun wird der Betrieb des Ventils 10 beschrieben.
Nach der Einrichtung eines Vorwärts-Druckdifferentials über das
Ventil 10, d. h. eines Flüssigkeitsdrucks in dem Einlass-Gang 18,
größer als
der Flüssigkeitsdruck
an dem Auslass 20, neigt das Sitzventil 28 dazu,
anzusteigen und die Durchflussleistung (d. h. der Volumenstrom von
Flüssigkeit
durch das Ventil 10 von dem Einlass 18 zu dem
Auslass 20) zu erhöhen.
Gleichzeitig neigt die von dem Einlass abgezapfte und in die Kammer 42 zugeführte Flüssigkeit dazu,
die Kammer 42 unter Druck zu setzen und dadurch das Sitzventil 28 nach
unten zu treiben, wodurch die Durchflussleistung herabgesetzt wird.
Der Abgleichpunkt, d. h. die Durchflussleistung, bei der sich diese
entgegengesetzten Tendenzen gegenseitig aufheben, wird durch die äußerlich
geregelte Einstellung der variablen Durchflussbegrenzung 56, durch
die Flüssigkeit
aus der Kammer 42 entleert wird, damit die Neigung besteht,
den Druck in der Kammer 42 herabzusetzen, bestimmt. Abweichungen
der Durchflussleistung von dem äußerlich
eingestellten Abgleichpunkt haben folgende Auswirkung:
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- (1) Wenn die Durchflussleistung zu niedrig ist (d. h. wenn
die eigentliche Durchflussleistung weniger als die festgesetzte
Durchflussleistung ist), liegt das Absperrorgan 34 zu tief
und dementsprechend reduziert sich der abgezapfte Durchfluss durch
den Stiftschlitz 52 und in die Kammer 42. Dies
reduziert die Druckbeaufschlagung der Kammer 42 und das
Sitzventil 28 neigt dazu, sich anzuheben, wodurch die eigentliche Durchflussleistung
zu der festgesetzten Durchflussleistung erhöht wird.
- (2) Wenn die Durchflussleistung zu hoch ist (d. h. wenn die
eigentliche Durchflussleistung die eingestellte Durchflussleistung übersteigt),
liegt das Absperrorgan 34 zu hoch und dementsprechend erhöht sich
der abgezapfte Durchfluss durch den Stiftschlitz 52 und
in die Kammer 42. Dies erhöht die Druckbeaufschlagung
der Kammer 42 und das Sitzventil 28 neigt dazu,
sich zu senken, wodurch die eigentliche Durchflussleistung zu der
festgesetzten Durchflussleistung herabgesetzt wird.
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Das Ventil 10 übernimmt
daher die Funktion eines Durchflussverstärkers, indem der Durchfluss durch
die variable Durchflussbegrenzung, die aus der Kombination des Absperrorgans 34 (mit
Kerbe 38) und des Ventilsitzes 36 zusammengesetzt
ist, eine verstärkte
Version des äußerlich
geregelten Durchflusses durch die variable Durchflussbegrenzung 56 ist.
Das Ventil 10 ist jedoch viel mehr als ein Open-Loop-Durchflussverstärker, da
die Bereitstellung der unter Druck setzbaren Regelkammer 42 mit ihrer
selbstregulierenden variablen Flüssigkeitszufuhr
(über die Öffnung 48,
den Stift 50 und den Schlitz 52) automatisch Abweichungen
von dem festgesetzten Punkt korrigiert. Zusammengefasst ist das
Ventil 10 also ein Durchflussverstärker mit geschlossener Schleife
mit eingebauter Gegenkopplung.
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Das Ventil 10 kann modifiziert
werden, indem ein vorgesteuertes Rückschlagventil (in 1 nicht gezeigt) oder eine ähnliche
Vorrichtung in den Kanal 54 eingebaut wird. Dieses optionale
Rückschlagventil
(oder diese ähnliche
Vorrichtung) hätten
den Zweck den Flüssigkeitsausfluss
von der Kammer 42 über
den Kanal 54 zu dem Auslass 20 zu blockieren, wenn
das Absperrorgan 34 auf dem Ventilsitz 35 sitzt und
das Ventil 10 „geschlossen"
ist. Dadurch kann ein „Neben"weg
von dem Einlass 18 zu dem Auslass 20 in geeigneten
Umständen
eindeutig gesperrt werden, was das Ventil 10 auslaufsicher
macht. Wenn das modifizierte Ventil 10 anschließend zum
geregelten Durchlaufen von Flüssigkeit
von dem Einlass 18 zu dem Auslass 20 wieder geöffnet werden
soll, wird das Rückschlagventil
eindeutig geöffnet,
um das Durchlaufen von Flüssigkeit
durch den Kanal 54 zu ermöglichen. Ein derartig eindeutiges Öffnen des Rückschlagventils
kann mittels eines Schieberventils, wie weiter unten unter Bezugnahme
auf 5 beschrieben werden
wird, erreicht werden. Eine Art vorgesteuertes Rückschlagventil, das zur Verwendung
in dem Ventil 10 geeignet ist, und wie oben beschrieben
modifiziert, ist in 6 gezeigt
und unter Bezugnahme darauf beschrieben.
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Mit Bezug auf 2 wird nun eine zweite Ausführungsform
eines Regelventils 110 gezeigt, das viel mit der ersten
Ausführungsform
10 (oben unter Bezugnahme auf 1 beschrieben)
gemeinsam hat. Die praktische Bedeutung der Unterschiede zwischen
der ersten und zweiten Ausführungsform
wird anschließend
unter Bezugnahme auf 3 beschrieben.
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Angesichts der vielen Merkmale der
zweiten Ausführungsform
des Regelventils 110, die mit der ersten Ausführungsform
des Regelventils 10 gemeinsam sind, konzentriert sich die
nachfolgende Beschreibung auf jene Merkmale der zweiten Ausführungsform,
die unterschiedlich sind. Dementsprechend sollte für eine Beschreibung
eines jeglichen unten nicht aufgeführten Teils der zweiten Ausführungsform
auf die vorhergehende Beschreibung des identischen oder entsprechenden
Teils in der ersten Ausführungsform
Bezug genommen werden. In 2 wurden
Teilen, die den in 1 gezeigten
Teilen identisch oder entsprechend sind, dieselbe Verweiszahl gegeben,
jedoch mit einer zusätzlichen
voreilenden „1"
(d. h. die Bezüge
für 2 sind Bezüge für 1 plus 100).
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Mit Bezug auf 2 sind der Einlass und Auslass im Vergleich
zu der ersten Ausführungsform umgekehrt,
d. h. die querverlaufende Bohrung 118 ist ein Auslass-Gang,
während
das untere Ende der Bohrung 114 ein Einlass 120 ist.
Da sich die Abzapfstelle 146 immer noch stromaufwärts von
dem Ventilsitz 136 befinden soll, ist die Abzapfstelle 146 zur
untersten Endfläche
des Absperrorgans 134 übertragen,
so dass die Flüssigkeitsleitung 144 direkt
von dem Einlass 120 führt.
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Struktur und Funktion der Öffnung 148,
des Stifts 150, des Schlitzes 152 und der unter
Druck setzbaren Regelkammer 142 bleiben hinsichtlich der ersten
Ausführungsform
unverändert.
Der Kolben 128 weist jedoch einen leicht reduzierten Durchmesser
auf und ist nach unten in den Bereich des Absperrorgans 134,
das auf dem (unveränderten)
Ventilsitz 136 sitzt, ausgedehnt. Der Betrieb des Absperrorgans 134 (mit
seiner Kerbe 138) und des Ventilsitzes 136 bleiben
unverändert,
außer
der relativen Umkehrung des Durchflusses. Da das untere Ende des
Sitzventils 128 dem Einlassdruck direkt unterliegt, besteht
in der zweiten Ausführungsform
110 kein Bedarf an der Bereitstellung eines Differentialbereichs,
um das Abheben des Sitzventils durch Einlassdruck zu erreichen,
obgleich kein Grund besteht, weshalb nicht wie in der ersten Ausführungsform
10 nach Bedarf ein Differentialbereich bestehen kann.
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Zusätzlich zu dem Druckkammer-Entleerkanal 154 besteht
stromabwärts der äußerlich
regelbaren variablen Durchflussbegrenzung 156, deren Durchflusszustand
durch das laufende Ventil 110 verstärkt ist, ein Rückschlagventil 158.
Da der Gang 118 der Flüssigkeitsauslass
in der zweiten Ausführungsform
ist, d. h. stromabwärts
des Ventils 110, führt
der Entleerkanal 154 in den Gang 118 (anstatt
dem Auslass 20 in dem Ventil 10).
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In beiden Ausführungsformen des Ventils 10 und 110,
kann die Flüssigkeitsleitung 44 bzw.
144 innerhalb des Körpers
des Sitzventils 28, 128 zwischen der Abzapfstelle 46, 146 und
der Entladungsöffnung 48, 148 ein
Rückschlagventil
(nicht in 1 oder 2 gezeigt, jedoch in 3 ersichtlich) inkorporieren. Ein
derartiges Rückschlagventil
würde notwendigerweise
so funktionieren, dass der Durchfluss von der Abzapfstelle 46, 146 zu
der Regelkammer 42, 142 ermöglicht wird, aber dazu dienen,
um den Rückfluss zu
verhindern. Ein derartiges Rückschlagventil
hätte die
Funktion des Einschließens
des gesteuerten Stroms in der Regelkammer 42, 142,
sogar wenn der Einlassdruck unter den Auslassdruck fallen würde, wodurch
verhindert wird, dass das Sitzventil 28, 128 als
Anti-Kavitations-Ventil funktioniert.
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3 zeigt
ein Regelventilsystem 300, das modifizierte Formen der
eingangs unter Bezugnahme auf 1 und 2 beschriebene Ventile inkorporiert.
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Ein Paar modifizierter Formen 320A und 320B des
Ventils (110) aus 2 messen
Hydraulikflüssigkeit
von einem Hochdruck(Einlass-)Pumpenrohr P in den Bedienungs-Gang
A bzw. B. Ein Paar modifizierter Formen 310A und 310B des
Ventils (10) aus 1 messen
Hydraulikflüssigkeit
von dem Bedienungs-Gang A bzw. B zu einem Niedrigdruck-(Auslass-)Tank
(Reservoir)-Rohr T. Die Ventile 310A, 310B, 320A und 320B sind
innerhalb eines gemeinsamen Ventilkopfs 316, der mit den
Rohren P und T und den Bedienungsgängen A und B integral geformt
ist, montiert.
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In allen Ventilen 310A, 310B, 320A und 320B sind
jeweils Federn innerhalb ihrer jeweiligen Flüssigkeitsleitungen angebracht,
die dazu dienen, ihre jeweiligen geschlitzten Stäbe (oder andere Formen von
Drosselungselementen) mit einer Feder in ortsfeste Positionen gegen
die jeweiligen anliegenden Ventilkopf-Kappen (die jeweils eine entsprechende äußerlich
variable Durchflusssbegrenzung aufweisen, welche als eines der Regelelemente
für das Ventilsystem
dient) vorzuspannen. Von den vier den Durchfluss verstärkenden
Messventilen verwenden drei (310A, 320A, 320B)
auch ihre jeweiligen inneren Federn, um die jeweiligen internen
Rückschlagventile
(jedes in der Form einer Metallkugel) vorzuspannen.
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Bei dem Regelventilsystem 300 wird
die Funktion der äußerlich
variablen Durchflusssbegrenzungen 56 und 156 der
ersten und zweiten Ausführungsform
von zwei Sätzen 356A und 356B hydraulisch
gesteuerter Schieberventile übernommen.
Jeder der Sätze 356A und 356B ist
auf ein jeweiliges Ende des Ventilkopfs 316 geklemmt, um
den Ausfluss von den Regelkammern der Ventile 310A und 320A,
bzw. 310B und 320B zu regeln. Eine derartige Regelung wird
mittels eines Paars hydraulisch gesteuerter Schiebern 360A und 362A innerhalb
des Satzes 356A und eines identischen Paars Schiebern 360B und 262B innerhalb
des Satzes 356B bewirkt. Der Schieber 360A wird
geöffnet
und öffnet
sich gegenüber
dem hydraulischen Durchfluss von der Regelkammer des Ventils 310A zu
der Tankleitung T vermehrt durch das Erhöhen des Arbeitsdrucks, der über einen
Steueranschluss 364A in einem Ende des Satzes 356A auf
ihr Außenbordende
angewandt wird. Der Schieber 362A wird auf ähnliche
Weise geregelt zur entsprechenden Regelung des Ventils 320A mittels
des über
den Steueranschluss 366A im anderen Ende des Satzes 356A angewandten
Arbeitsdrucks. Eine Druckfeder 368A zwischen den Schiebern 360A und 362A gewährleistet
eine Schieber-Sitz-Neigung
und umgekehrte differentiale Durchflüsse.
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Bestandteile innerhalb des Satzes 356B weisen
dieselbe Struktur und Funktion wie oben hinsichtlich des Satzes 356A beschrieben
auf und sind mit denselben Verweiszahlen dargestellt, außer dass „B" durch „A" ersetzt
wurde.
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Die Sätze 356A und 356B übernehmen
die Funktion von Vorsteuerstufen für die Haupt-Duchflussverstärkungsventile 310A, 320A, 310B und 320B,
die wiederum handgeregelte Auslassdrücke in den Bedienungs-Gängen A und
B erzeugen, welche (beispielsweise) ein hydraulisches Betätigungselement
betreiben, z. B. ein doppelt wirkendes Kolben-/ Zylindersystem,
das als Ausleger-Drehteil in einem selbstangetriebenen Bagger funktioniert.
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In der in 3 gezeigten Anordnung sind die Schiebersätze oder
Vorsteuerstufen 356A und 356B auf die jeweiligen
Enden des Ventilkopfs 316 geklemmt, jedoch sind alternative
Anordnungen möglich.
Zum Beispiel könnten
die Vorsteuerstufen 356A und 356B durch jeweilige
Steckscheiben (nicht gezeigt), die dazu dienen, die Regelkammern
der Ventile 310A–320B abzusperren,
ersetzt werden, wobei die Steckscheiben geeignet mit Öffnungen
versehen und mit hydraulischen Anschlüssen (nicht gezeigt) versetzt
sind, die zu einer äußeren an
einer relativ entfernt befindlichen Leitsteuerungsanordnung (nicht gezeigt)
führen.
Als eine unterschiedliche alternative Anordnung könnte die
Vorsteuerstufe in den Hauptventilkopf eingebaut sein, d. h. eine
angemessen modifizierte Form des Ventilkopfs 316 (z. B.
ein angemessen geformtes Gusstück).
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In der in 3 gezeigten Anordnung von vier Regelventilen
betreiben zwei Sitzventile die angeschlossene doppelt wirkende hydraulische
Vorrichtung, das eine, um das Öl
von der Quelle P zu dem Füllgut
A (oder B) zu messen, und das andere, um das Rücklauföl von dem Füllgut, das mit dem gegenüber liegenden
Auslassanschluss von B (oder A) verbunden ist, zu dem Abfluss T
zu messen.
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Nun unter Bezugnahme auf 4 können die vier den Durchfluss
verstärkenden
Regelventile oder Sitzventile (zwei der Art wie in 1 gezeigt, zwei der Art wie in 2 gezeigt) miteinander in
einer Anordnung 400, die der Anordnung aus 3 ähnlich
ist, verbunden werden, um ein Mittel zur vollständigen Regelung (etwa) eines
hydraulischen Betätigungselements
bereitzustellen. Dabei ist es notwendig, den Zeitablauf (d. h. die
Zeitpunkte, an denen ein jeweiliges Sitzventil beginnt, sich zu öffnen und
zu schließen)
auf eine vorgegebene Weise zu regeln, um eine korrekte Betätigung zu
gewährleisten. Normalerweise
wäre es
vorzuziehen, dass sich das Ablauf-Sitzventil (Art der 1) in einer Flüssigkeitsleitung,
etwa „A",
vor seinem Gegenstück-Zulauf-Sitzventil
(Art der 2) in der „B"-Leitung
leicht öffnet.
Um die Beibehaltung dieses Verhältnisses
ungeachtet äußerlicher
Einflüsse
zu gewährleisten, kann
die Regelung dieses Paars von Sitzventilen von einem Schieberventil 556 (5) übernommen werden, dessen Position
durch zum Beispiel ein äußeres hydraulisches
Pilotsignal geregelt werden kann. Der allgemeine Zeitablauf wird
durch einige ortsfeste Mittel (z. B. Kerben) auf dem Schieber bestimmt
und das feinere Einstellen des Zeitablaufs wird durch das Einstellen
der einzelnen Rückkopplungs-Stifte
(50; 150) in den Hauptsitzventilen (10; 110)
erreicht. Natürlich ist
es auch möglich,
innerhalb einer derartigen Vorsteuerstufe 556 einen Loadsense-Messanschluss (555)
von dem Zulauf-Durchfluss (bei Bedarf) zu inkorporieren, um einem
kraftmessgeregeltes System ein Signal bereitzustellen.
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Außerdem kann der Schieber 556 auf
einem Ende sitzen, wo der Ablauf-Durchfluss
geregelt wird. Dies gewährleistet,
dass, wenn der Schieber 556 sich in seiner Nullstellung
befindet, der Durchflusskanal 554 von dem Messelement (10)
zu dem Tank geschlossen ist, wobei der Regelungs-Durchflusskanal 554 wirksam
abgedichtet und zusammen mit dem Setzen des Absperrorgans (34)
auf den Ventilsitz (36) in dem Hauptsitzventil (10)
ein auslaufsicheres System erzeugt wird. Beim Bewegen des Schiebers 556 öffnet sich
der Sitz und der Schieber misst Flüssigkeit zum Tank über die
ortsfesten Mittel (z. B. Kerben) auf dem Schieber und öffnet daher
das Hauptsitzventil (10).
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In einem wie in 4 gezeigten System, würden Steuergeräte mit einem
oder zwei Schiebern, wie in 5 gezeigt,
und die getrennt von dem Hauptsitzventilgehäuse oder integral mit diesem
sein können,
angewandt werden, um die vier Sitzventile in dem System vollständig zu
regeln; falls zwei Steuergeräte
verwendet werden, regelt jedes Steuergerät ein Zulaufsitzventil in einer
Flüssigkeitsleitung
und sein Ablauf-Gegenstück
in der anderen Flüssigkeitsleitung,
wobei das zweite Steuergerät
für die
anderen beiden Sitzventile sorgt.
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Mit Verweis auf 6 ist nun ein vorgesteuertes hydraulisches
Rückschlagventil 610 gezeigt, das
zur Verwendung in der vorher beschriebenen Version des Ventils 10,
das modifiziert wurde, um, wenn geschlossen, auslaufsicher zu sein,
geeignet ist. Das hydraulische Rückschlagventil 610 beinhaltet ein
hohles Gehäuse 612 mit
einem Einlass 614 und Auslässen 616 (die gemeinsame
Auslässe
von der stromabwärts
liegenden Seite des Ventils 610 sind). Das Gehäuse 612 legt
einen internen hydraulischen Durchflusskanal zwischen dem Einlass 614 und
den gemeinsamen Auslässen 616 fest
und dieser Weg ist von einem kreisförmigen Ventilsitz 618 umgeben.
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Eine zylindrische Bohrung 620 erstreckt
sich nach oben von dem Ventilsitz 618 für die restliche Länge des
Gehäuses 612,
wobei die Bohrung 620 koaxial mit der Längs-Mittellinie des Ventils 610 ist. Ein
Sitzventil 622 ist der Länge nach innerhalb der Bohrung 620 gleitbar
und weist ein abgeschrägtes unteres
Ende 624 auf, das so bemessen ist, dass es gegen den Ventilsitz 618 eine
hydraulische Dichtung bildet, wenn es mit diesem in Berührung ist.
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Ein Kolben 626 ist ebenfalls
der Länge
nach innerhalb der Bohrung 620 gleitbar und befindet sich oberhalb
des Sitzventils 622 ohne daran befestigt zu sein. Die Peripherie
des Kolbens 626 ist der Länge nach durch eine Reihe von
Umfangsrillen 628, die die Schmierung und Dichtung des
Kolbens 626 hinsichtlich der Bohrung 620 verbessern,
um freie Bewegung mit minimalem Auslaufen zu gewährleisten, in eine Gruppe von
ringförmigen
Stegen aufgeteilt.
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Das Sitzventil 622 weist
eine Aussparung 630 auf, die sich von ihrem oberen Ende
in Richtung des unteren Endes, jedoch nicht so weit wie dieses, der
Länge nach
nach unten erstreckt. Eine gewickelte Druckfeder 632 ist
innerhalb der Aussparung 630 untergebracht, um gegen das
untere Ende der Aussparung 630 wirksam zu sein, damit sie
das Sitzventil 622 nach unten treibt, wodurch das abgeschrägte untere
Ende 624 gegen den Ventilsitz 618 und in abdichtendem
Kontakt damit vorgespannt wird. Die Vorspannungskraft der Feder 632 reagiert
nach unten gegen das untere Ende des Kolbens 626.
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Die natürliche (freie oder nicht eingeschlossene)
Länge der
Feder 632 übersteigt
die Länge
der Aussparung 630, so dass das Sitzentil 622 elastisch gegen
den Ventilsitz 618 getrieben wird, selbst wenn sich der
Kolben 626 bis zu dem am weitesten möglich befindlichen Bereich
(siehe unten) in die Bohrung 620 bewegt hat. Für die in 6 gezeigte Konfiguration
ist der Kolben 626 eng mit dem Sitzventil 622 in Kontakt,
so dass die durch den Kolben 626 auf das Sitzventil 622 ausgeübte Kraft
nach unten direkt aufgetragen wird und nicht länger über die Feder 632 übertragen
wird. In 7 ist das Ventil 610 in
einer Konfiguration gezeigt, in der der Kolben 626 zum obersten
Teil der Bohrung 620 angehoben wird, so dass die Kraft
nach unten auf das Sitzventil 622 durch die relativ ausgedehnte
Feder 632 ausgeübt wird.
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Die variable gemeinsame Längstrennung des
Sitzventils 622 und des Kolbens 626 wird (ohne Abhängigkeit
vom Auslaufen entlang der Bohrung 620) mittels eines radial
durch das Sitzventil 622 und in das untere Ende der Aussparung 630 gebohrten Lüftungsanschlusses 634 ermöglicht.
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Der oberste Teil der Bohrung 620 wird
durch eine einschraubbare Kappe 636 mit einem Anschluss 638,
durch den eine äußere Quelle
hydraulischen Drucks (nicht gezeigt) mit einer unter Druck setzbaren
Kammer 640, die zwischen dem obersten Teil des Kolbens 626 und
der Unterseite der Kappe 636 durch das obere Ende der Bohrung 620 festgelegt
ist, in Verbindung stehen kann, geschlossen und abgedichtet.
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In dieser Ausführungsform ist das Ventilgehäuse 612 mit
einem Montagegewinde 642 und einem vergrößerten hexagonalen
Ende 644, durch welches das Ventil 610 in eine
geeignete Bohrung in einem Ventilkopf (siehe 7) geschraubt werden kann, um Teil eines
Systems der hydraulischen Regelung zu bilden, äußerlich geformt. Wenn das Ventil 610 in
der Ventilkopfbohrung (wie in 7 gezeigt) montiert
ist, dann dichten die oberen und unteren Dichtungen 646 und 648 das
Gehäuse 612 zum
Ventilkopf ab und isolieren den Einlass- und Auslassanschluss 614 bzw.
616 gemeinsam, außer über den
internen Durchgangskanal, der durch das Anstoßen des Sitzventils 622 an
den Ventilsitz 618 auf unten beschriebene Weise geregelt
wird.
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Der Betrieb des hydraulischen Rückschlagventils 610 wird
nun genau beschrieben, wobei angenommen wird, dass das Ventil 610,
wie oben beschrieben, in einen Ventilkopf montiert und eingeschlossen
ist und dass eine Quelle selektiv variablen hydraulischen Arbeitsdrucks
mit der Kammer 640 durch den Anschluss 638 in
der Kappe 636 verbunden ist.
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Wenn der Druck in der Kammer 640 anfänglich herabgesetzt
wird und die Kammer frei belüftet wird,
wird der Kolben 626 durch die Feder 632 nach oben
gegen die Kappe 636 getrieben und das Sitzventil 622 wird
mit einer durch die Vorspannung der Feder 632 bestimmten
Kraft in der Abwesenheit irgendwelchen Druckdifferentials über dem
Ventil 610 (d. h. zwischen den Einlass- und Auslassanschlüssen 614, 616)
in den Ventilsitz 618 eingreifen. In dieser Weise wird
das Sitzventil 622 von dem Ventilsitz 618 abheben,
wenn von dem Einlass 614 (relativ hoher Druck) zu den Auslässen 616 (relativ
niedriger Druck) ein differentialer Druck besteht und Hydraulikflüssigkeit
wird von X nach Y (wie in 6 bezeichnet)
fließen.
Dahingegen wird bei der Umkehrung des Druckdifferentials, so dass
an den Ausgängen 616 ein
relativ hoher Druck besteht und an dem Einlass 614 ein
relativ niedriger Druck besteht, das Sitzventil 622 abdichtend
in den Ventilsitz 618 eingreifen und so lange sitzen bleiben,
wie dieses umgekehrte Druckdifferential besteht, wodurch der Rückfluss
von Y zu X automatisch blockiert wird und somit (unter diesen Umständen) als
einfaches Rückschlagventil oder
Einwegventil funktioniert.
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Wenn die Kammer 640 nun
unter Druck gesetzt wird, wird der Kolben 626 auf das Sitzventil 622 „aufsitzen"
und so eine von dem Grad an auf die Kammer 640 angewandten
Druck abhängige
Ventil schließende
Kraft ausüben.
Diese Ventil schließende Kraft
stellt ein entsprechend erhöhtes
Druckdifferential in der Vorwärts-Flussrichtung
(X nach Y) dar, das benötigt
wird, bevor das Sitzventil 622 von dem Ventilsitz 618 abheben wird,
so dass der eigentliche Vorwärtsfluss
beginnen kann. Die selektive Variation des auf die Kammer 640 angewandten
Drucks regelt den Grad an Differentialdruck, der benötigt wird,
damit ein Vorwärtsfluss
besteht. Entwurfgeregelte Faktoren, die das Verhältnis zwischen dem Arbeitsdruck
und dem Schwellen-Differentialdruck beeinflussen, umfassen den Endbereich
des Kolbens 626 und den Bereich des Sitzventils 622,
die dem Einlassdruck exponiert ist, wenn das Ventil geschlossen
ist (im Wesentlichen der von dem Ventilsitz 618 umschlossene
Bereich).
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Auch wenn die Kammer 640 unter
Druck gesetzt wird, wird der Gegenstzum (Y zu X) weiterhin durch
den automatischen Verschluss des Sitzventils 622 gegen
den Ventilsitz 618 während
Bedingungen umgekehrten Druckdifferentials verhindert.
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Auch wenn der Kolben 626 unbeabsichtigt von
dem Ventil 622 getrennt werden sollte, z. B. aufgrund von
Beschleunigung, Vibration oder Erschütterung, wird die Feder 632 weiterhin
das Sitzventil 622 in Richtung des Ventilsitzes 618 und
gegen diesen vorspannen, wodurch die automatische Rückschlagventilfunktion
erhalten wird.
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Modifikationen und Variationen des
oben beschriebenen Rückschlagventils
sind möglich.
Beispielsweise muss das Sitzventil 622 nicht unbedingt mit
einem innerhalb des Gehäuses 612 geformten Ventilsitz 618 verbunden
sein; das Gehäuse 612 könnte verkürzt sein
und der Ersatz-Ventilsitz (nicht gezeigt) innerhalb des Ventilkopfs
oder eines anderen Systems, auf dem oder in dem das modifizierte Ventil 610 montiert
ist, geformt sein.
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Wie in 7 gezeigt,
kann das Rückschlagventil 610 (aus 6) auch innerhalb einer
Reihe 700 von Sitzventilen (ähnlich der Anordnung 400 aus 4, jedoch ohne Vorsteuerstufen,
die in 7 der Klarheit
halber weggelassen wurden) verwendet werden, wobei die Wirkung des
Rückschlagventils 610 darin
besteht, den Betrieb des Sitzventilsystems 700 von Parallelbetrieb
(mit einem herkömmlich
ungeregelten Ventilsystem) auf Tandembetrieb (mit dem äußerlich
geregelten Rückschlagventil 610)
umzustellen.
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Während
gewisse Modifikationen und Variationen der Erfindung oben beschrieben
wurden, beschränkt
sich die Erfindung nicht darauf und andere Modifikationen und Variationen
können
angenommen werden, ohne den Bereich der Erfindung, wie in den beiliegenden
Ansprüchen
definiert, zu verlassen.
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In der vorhergehenden Beschreibung
wurde auf doppelt wirkende Anwendungen Bezug genommen, d. h. Anwendungen
mit zwei Auslassanschlüssen.
Es versteht sich, dass die vorliegende Erfindung auch bei einfach
wirkenden Anwendungen verwendet werden kann, beispielsweise bei
Hubzylindern auf Gabelstaplern, die keinen Druck auf der Senkphase
benötigen,
da dies durch Schwerkraft geschieht.