GEBIET DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung betrifft absorbierende Einwegartikel. Als absorbierende
Einwegartikel werden absorbierende Einrichtungen verstanden, die so ausgebildet
sind, daß sie äußerlich am Körper eines Benutzers getragen werden und Fluide
aufnehmen, die vom Körper abgegeben werden. Insbesondere bezieht sich die
vorliegende Erfindung auf im wesentlichen flache, wegwerfbare, absorbierende
Damenbinden, Katamneseeinlagen, Inkontinenzeinlagen, Höscheneinlagen und Windeln
mit einer Schicht eines komprimierten, regenerierten Zelluloseschwamms, um den
Artikel, während dieser von einem Benutzer getragen wird, in eine
dreidimensionale Struktur zu expandieren. Die Schicht aus dem komprimierten, regenerierten
Zelluloseschwamm wird durch Körperfluide aktiviert und versieht den Artikel mit
einer selbstförmenden Fähigkeit während der Benutzung.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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In ihrer Grundform umfassen absorbierende Einwegartikel einen absorbierenden
Kern, der zwischen einem durchlässigen, körperberührenden Element (alternativ als
eine Oberschicht oder eine Umhüllung bezeichnet) und einer undurchlässigen
Schutzbarriere (alternativ als Unterschicht bezeichnet) angeordnet ist. Das
absorbierende Element ist natürlich dazu gedacht, die vom Körper abgegebenen Fluide
aufzunehmen und zu halten. Das körperberührende Element ist dazu gedacht, mit den
Körperoberflächen einen komfortablen und trockenfühligen Kontakt zu schaffen
und gleichzeitig einen freien Durchgang von Fluiden in das absorbierende Element
zu erlauben. Die Schutzbarriere ist dazu gedacht, die Fluide, welche ausgestoßen
werden oder welche aus dem absorbierenden Element entweichen, daran zu
hindern, die Wäsche des Benutzers zu beschmutzen.
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Zusätzlich zu den drei oben erwähnten funktionalen Elementen sind absorbierende
Einwegartikel im allgemeinen versehen mit Mitteln zum Unterstützen der
Einrichtung, angrenzend am Schrittbereich des Benutzers, selbst wenn sich der Benutzer
bewegt, wobei diese ihre gedachte Funktion am effektivsten umsetzen können.
Typischerweise sind absorbierende Artikel, wie Damenbinden, mit einer haftenden
Anbringungsmittel zum Festlegen der Einrichtung an dem inneren Schrittbereich
der Unterwäsche der Benutzerin versehen.
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Ein verbesserter Fluidauffang kann erfolgen, wenn sich der absorbierende Artikel in
engem Kontakt mit dem Körper des Trägers befindet.
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Obwohl früher bekannte absorbierende Artikel ihre gedachte Funktion erfüllen,
kann jede herkömmliche Ausbildung in ein oder mehreren Eigenschaften
Absorbierfähigkeit von Körperfluiden, Schutz der Unterwäsche des Benutzers gegen
Verschmutzung und/oder physikalischer Komfort für den Benutzer verbessert werden.
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Im Hinblick auf wegwerfbare Damenbinden wurden mehrere Versuche im Stand
der Technik unternommen, um den Körperkontakt mit der Trägerin zu verbessern
und somit Fluide bei Ausscheidung zu absorbieren und dadurch ein Verschmutzen
zu minimieren, indem eine Damenbinde mit einer anatomisch geformten
Konfiguration geschaffen wird, insbesondere einschließlich solcher, die in ihren medialen
Bereichen nach oben erhaben sind oder einen Buckel haben, um so beim Tragen
nahe an oder in Kontakt mit dem Schambereich zu sein.
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Bei Benutzerinnen zielten diese Damenbinden darauf ab, Menstruationsfluide zu
kontaktieren und unmittelbar zu absorbieren, wenn sie das Vestibulum verlassen.
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Einige Artikel wurden auch beschrieben, in welchen eine anatomisch geformte
Konfiguration während der Tragezeit geschaffen ist, mit dem Vorteil eine besseren
Sitzes an der Anatomie.
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US Patent Nr. 3,736,931 offenbart eine Damenbinde mit einer äußeren, nicht
komprimierten Schicht eines fluidabsorbierenden Materials und einem inneren Kern aus
einem hochgradig komprimierten, fluidabsorbierenden Material, welches
wenigstens teilweise darin eingeschlossen ist. Die Binde ist vorzugsweise V-förmig im
Querschnitt und bogenförmig in ihrer Längsrichtung durch Druckkomprimierung.
Wenn die Binde getragen wird, wird das Fluid zuerst in die innere komprimierte
Schicht gelenkt, um so diese zu veranlassen, zu quellen und die äußere, nicht
komprimierte Schicht, in allen Richtungen zu expandieren, wodurch sie selbst an jede
Trägerin justiert.
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Die Damenbinde expandiert bei Fluidabsorption und kann sich selbst an die
Anatomie der Benutzerin anpassen, da sie aber vor der Benutzung nicht flach ist, kann sie
beschwerlich zu verpacken und zu handhaben sein; darüber hinaus findet die
Expansion hauptsächlich in einer Querrichtung statt, um so eine effektive Abdichtung
gegenüber der inneren Seite der Oberschenkel und an beiden Seiten der vaginalen
Öffnung zu schaffen; deshalb ist die Struktur weder in der Lage, eine konvex nach
oben gerichtete Konfiguration zu bilden, noch bringt sie das absorbierende Element
in direktem Kontakt mit der Freigabestelle des Fluids.
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Gemäß dem US Patent Nr. 3,512,530 ist eine Damenbinde beschrieben, in welcher
eine komprimierte, regenerierte, Zelluloseschwammschicht mit einer größeren,
faserigen Zelluloseschicht kombiniert ist, um einen mehrlagigen absorbierenden Kern
zu bilden. Die komprimierte, regenerierte Zelluloseschwammschicht ist über der
faserigen Schicht positioniert, und sie ist typischerweise um diese herum zentriert;
sie ist als das primäre absorbierende Element der Damenbinde gedacht, wohingegen
die faserige Schicht als ein sekundärer oder Hilfsabsorber wirkt.
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Die Damenbinde kann deshalb vor der Verwendung sehr dünn sein, verglichen zu
anderen sanitären Produkten mit der gleichen Absorptionskapazität.
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Obwohl die komprimierte, regenerierte Zellulosschwammschicht in der Lage ist,
sich bei Fluidabsorption in Z-Richtung zu expandieren, ist die beschriebene Struktur
nicht besonders geeignet, einen wirksamen Körperkontakt mit der Anatomie der
Trägerin zu schaffen und kann für die Benutzerin aufgrund der Eigenschaften des
komprimierten, regenerierten Zelluloseschwammmaterials, insbesondere, wenn
dieses trocken ist, unbequem werden.
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Das EP Patent 293 208 B1 beschreibt die Verwendung von mehreren Schichten
komprimierter, regenerierter Zelluloseschwammlagen in einer Damenbinde als das
einzige absorbierende Material anstelle des gewöhnlichen absorbierenden
Zellstoffkerns, um einen absorbierenden Artikel von verbesserter Festigkeit und
Formstabilität in nassen Zuständen im Vergleich zu traditionellen absorbierenden Artikeln mit
Flockenkernen, die dazu neigen, bei Verwendung zu brechen oder Klumpen zu
bilden, zu erhalten.
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Die Flächengebilde sind mit Schlitzen versehen, um ihre Flexibilität zu erhöhen, mit
einem besseren Komfort für die Benutzerin, und um die fluidabsorbierende Fläche
zu vergrößern.
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Die in dem EP Patent 293 208 B1 beschriebene Damenbinde hat eine Struktur, die
nicht spezifisch dazu gedacht ist, während der Benutzung unter Vorteilsnutzung des
Quellens des absorbierenden Materials eine selbstformende Fähigkeit zu schaffen,
sondern vielmehr eine bessere Festigkeit zu schaffen, wenn sie naß ist, als Artikel,
die herkömmliche, auf Flocken basierende, absorbierende Kerne verwenden, und
eine bessere Flexibilität und Absorptionsgeschwindigkeit zu schaffen, verglichen zu
Artikeln, die das gleiche, komprimierte, regenerierte Zelluloseschwammmaterial
verwenden.
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Die WO 96/19168 A, welche unter Art. 54(3) fällt, bezieht sich auf einen
absorbierenden Einwegartikel zum Tragen angrenzend an einen Körper-
Ausscheidungsbereich, welcher vor der Verwendung im wesentlichen flach ist. Der
im wesentlichen flache absorbierende Einwegartikel hat eine längs verlaufende
Mittellinie und eine quer verlaufende Mittellinie, rechtwinklig dazu, welche jeweils
eine Längs- und Querrichtung definieren, und eine Z-Richtung, die rechtwinklig zu
beiden ist. Der absorbierende Einwegartikel umfaßt eine flüssigkeitsdurchlässige
Oberschicht, einen mit der Oberschicht verbundene, vorzugsweise
flüssigkeitsundurchlässige Unterschicht und einen absorbierenden Kern zwischen der Oberschicht
und der Unterschicht. Der Ausdruck "im wesentlichen flach", wie hier verwendet,
bezieht sich auf Artikel, die ihre Haupterstreckung in einer Ebene haben, im
Gegensatz dazu, geformt zu sein. Der absorbierende Kern umfaßt ein Flächengebilde aus
einem komprimierten, regenerierten Zelluloseschwamm zum Expandieren des
Artikels in eine dreidimensionale Struktur, wenn diese durch einen Benutzer getragen
wird, wobei das Flächengebilde aus komprimiertem, regeneriertem
Zelluloseschwamm durch Körperfluide aktiviert wird. Die Oberschicht ist in der Lage, den
absorbierenden Artikel bei Aktivierung durch die Körperfluide zu expandieren.
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Auch die WO-A-95/00091 und die SO-A-95/27457 sind für die Erfindung von
Interesse.
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Deshalb besteht nach wie vor das Bedürfnis nach einem absorbierenden Artikel, der
in der Lage ist, eine anatomisch geformte Konfiguration für einen engeren
Körperkontakt zu schaffen, der während der Benutzung bei Aktivierung durch absorbierte
Körperfluide erhalten wird, und der gleichzeitig für den Träger bequem ist und der
leicht herzustellen und zu verpacken ist.
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Die Merkmale der vorliegenden Erfindung sind in Anspruch 1 offenbart.
Bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Obwohl die Beschreibung mit Ansprüchen konkludiert, welche die vorliegende
Erfindung besonders herausstellen und deutlich beanspruchen, wird angenommen, daß
die vorliegende Erfindung aus der folgenden Beschreibung in Verbindung mit den
folgenden Zeichnungen besser verstanden wird:
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Fig. 1 ist eine Draufsicht einer Ausführungsform einer Damenbinde gemäß der
vorliegenden Erfindung;
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Fig. 2 ist eine Ansicht im Querschnitt der in Fig. 1 gezeigten Damenbinde, entlang
einer Schnittlinie entsprechend der quer verlaufenden Mittellinie A-A;
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Fig. 3 ist eine Ansicht im Querschnitt ähnlich derjenigen aus Fig. 2, welche die
Damenbinde expandiert in eine dreidimensionale Struktur nach Aktivierung
während des Tragens zeigt;
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Fig. 4 ist eine Ansicht im Querschnitt einer weiteren Ausführungsform einer
Damenbinde gemäß der vorliegenden Erfindung;
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Fig. 5 ist eine Ansicht im Querschnitt ähnlich derjenigen aus Fig. 2, welche die
Damenbinde expandiert in einer dreidimensionalen Struktur nach Aktivierung
während des Tragens zeigt.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Diese Erfindung bezieht sich auf einen absorbierenden Einwegartikel, welcher ein
Absorbiervermögen für Körperfluide, den Schutz der Wäsche des Benutzers
gegenüber einer Verschmutzung, einen verbesserten physischen Komfort für den
Benutzer zeigt und welcher leicht herzustellen und zu verpacken ist. Der absorbierende
Einwegartikel wird unten mit Bezug auf eine Damenbinde oder Katamneseeinlage
beschrieben. Der Ausdruck "Damenbinde", wie hier verwendet, bezieht sich auf
einen Artikel, welcher von Frauen angrenzend an den Schambereich getragen wird
und welcher dazu gedacht ist, verschiedene Körperfluide zu absorbieren und
aufzunehmen, welche vom Körper abgegeben werden (z. B. vaginale Ausscheidungen,
Menstruationsfluide und/oder Urin) und welcher dazu gedacht ist, nach einer
einmaligen Verwendung weggeworfen zu werden. Der absorbierende Einwegartikel ist
vor der Verwendung im wesentlichen flach.
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Der Ausdruck "im wesentlichen flach", wie hier verwendet, bezieht sich auf Artikel,
die ihre Haupterstreckung in einer Ebene haben, im Gegensatz dazu, geformt zu
sein. In einer bevorzugten Ausführungsform hat ein im wesentlichen flacher Artikel
einen absorbierenden Kern mit konstanter Dicke oder hat, wenigstens, einen
absorbierenden Kern, der nicht in einer Richtung geformt ist, welche rechtwinklig zum
absorbierenden Kern selbst ist. Dies schließt nicht eine allgemeine Krümmung des
absorbierenden Kerns aus. Es wird für den Fachmann offensichtlich sein, in
welchem Maße Produkte von einer absolut flachen Form abweichen können und noch
von der Formung während der Verwendung gemäß der vorliegenden Erfindung
profitieren.
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Damenbinden mit länglichen Seitenaufschlägen, welche optional elastisch gemacht
sein können, und Damenbinden mit einer moderaten Krümmung liegen deshalb
innerhalb des Schutzbereich der vorliegenden Erfindung, vorausgesetzt, daß ihr
absorbierender Kern vor der Verwendung nicht in einer Richtung geformt ist, der
rechtwinklig zum absorbierenden Kern selbst verläuft.
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Der Ausdruck "Verwendung", wie hier verwendet, bezieht sich auf die Zeitdauer,
die damit beginnt, wenn der absorbierende Artikel tatsächlich in Kontakt mit der
Anatomie des Benutzers gebracht wird.
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Die Ausdrücke "verbunden" oder "befestigt", wie hier verwendet, umfassen
Konfigurationen, durch welche ein erstes Element direkt mit einem zweiten Element
verbunden ist, und Konfigurationen, durch welche ein erstes Element indirekt mit
einem zweiten Element verbunden ist, indem das erste Element mit
Zwischenelementen verbunden ist, welche wiederum mit dem zweiten Element verbunden sind.
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Interlabiale Einrichtungen, welche teilweise innerhalb und teilweise außerhalb des
Vestibulums der Trägerin sitzen, liegen auch innerhalb des Schutzbereichs dieser
Erfindung. Wie hier verwendet, bezieht sich der Ausdruck "Scham" auf die
äußerlich sichtbaren weiblichen Genitalien und ist beschränkt auf die Labia Majora, die
Labia Minora, die Klitoris und das Vestibulum.
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In den Fig. 1 und 2 ist eine bevorzugte Ausführungsform einer Damenbinde 20
der vorliegenden Erfindung gezeigt. Fig. 1 ist eine Draufsicht der Damenbinde 20
der vorliegenden Erfindung in ihrem flach ausgelegten Zustand vor der
Verwendung, wobei Bereiche der Struktur weggeschnitten sind, um die Konstruktion der
Damenbinde 20 deutlicher zu zeigen, und wobei der Bereich der Damenbinde 20,
welcher der Trägerin entgegen gerichtet ist oder diese berührt, dem Betrachter
entgegen gerichtet ist. Wie in den Fig. 1 und 2 gezeigt ist, umfaßt die Damenbinde
20 vorzugsweise eine flüssigkeitsdurchlässige Oberschicht 24, eine
flüssigkeitsundurchlässige Unterschicht 26, die mit der Oberschicht 24 verbunden ist, und einen
absorbierenden Kern 28, der zwischen der Oberschicht 24 und der Unterschicht 26
liegt, welcher ein Flächengebilde aus einem komprimierten, regenerierten
Zelluloseschwamm 46 zum Expandieren der Damenbinde in eine dreidimensionale
Struktur, wenn sie durch eine Benutzerin getragen wird, umfaßt.
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Die Damenbinde 20 hat zwei Oberflächen, eine körperberührende oder
körperseitige Oberfläche und eine wäscheseitige oder -berührende Oberfläche. Der
absorbierende Kern 28 hat eine entsprechende körperseitige und wäscheseitige Oberfläche.
Die Damenbinde 20 hat zwei Mittellinien, eine längs verlaufende Mittellinie O-O
und eine quer verlaufende Mittellinie A-A, rechtwinklig dazu. Der Ausdruck "längs
verlaufend", wie hier verwendet, bezieht sich auf eine Linie, Achse oder Richtung
in der Ebene der Damenbinde 20, die im wesentlichen ausgerichtet ist mit (z. B. in
etwa parallel zu) einer vertikalen Ebene, welche eine stehende Trägerin in eine linke
und eine rechte Körperhälfte teilt, wenn die Damenbinde 20 getragen wird. Die
Ausdrücke "quer verlaufend" oder "seitlich", wie hier verwendet, sind austauschbar
und beziehen sich auf eine Linie, Achse oder Richtung, welche innerhalb der Ebene
der Damenbinde 20 liegt und im wesentlichen rechtwinklig zur längs verlaufenden
Richtung verläuft. Die Z-Richtung ist rechtwinklig sowohl zur längs verlaufenden
als auch zur quer verlaufenden Richtung der Damenbinde 20 und erstreckt sich von
der Ebene der Damenbinde 20 nach außen, welche durch die längs verlaufende
Mittellinie O-O und die quer verlaufende Mittellinie A-A definiert ist. Der
Ausdruck "längs orientiert" bezieht sich auf eine Richtung ±45 Grad von der längs
verlaufenden Richtung in der Ebene einer Damenbinde 20; der Ausdruck "quer
orientiert" bezieht sich ähnlich auf irgendeine andere Richtung in der Ebene der
Damenbinde 20.
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Die langen Ränder der Damenbinde 20, welche mit der längs verlaufenden
Mittellinie O-O ausgerichtet sind, die Längsseitenränder der Damenbinde 20. Die Enden
der Damenbinde 20, welche die Längsseitenränder verbinden, sind die Querenden
der Damenbinde 20. Zusammen begrenzen die Längsseitenränder und die
Querenden der Damenbinde 20 ihren Umfang. Ebenso hat der absorbierende Kern 28 der
Damenbinde 20 einen Umfang, der durch abwechselnd angeordnete
Längsseitenränder und Querenden begrenzt ist.
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Dreidimensionale Strukturen der Damenbinde 20 sind solche, in welcher die
Struktur der Damenbinde veranlaßt wird, sich, wenigstens teilweise, in der Z-Richtung zu
expandieren, um sich enger an die Anatomie der Benutzerin anzuschmiegen. Die
Expansion findet vorzugsweise in einer Richtung statt, die sich von der
wäscheseitigen Oberfläche in Richtung der körperseitigen Oberfläche der Damenbinde 20
erstreckt. Besonders bevorzugt sind dreidimensionale Strukturen mit einer konvex
nach oben gerichteten Konfiguration, die invertierte U-Formen oder invertierte V-
Formen einschließen, aber nicht beschränkt darauf sind. Mit diesen Konfigurationen
paßt sich die Kontur des Querschnitts des zentralen Bereichs der Damenbinde enger
an die Labia der typischen Trägerin.
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Die Oberschicht 24 ist nachgiebig, weichfühlig und für die Haut der Trägerin nicht
störend. Ferner ist die Oberschicht 24 flüssigkeitsdurchlässig und erlaubt einer Flüssigkeit
ohne weiteres durch ihre Dicke hindurch zu dringen. Eine geeignete
Oberschicht 24 kann aus einem breiten Bereich von Materialien hergestellt sein, wie
Gewebe- und Vliesmaterialien; polymeren Materialien, wie offen geformte
thermoplastische Filme, offene Kunststofffilme und hydrogeformte, thermoplastische
Filme; poröse Schäume; retikulierte Schäume; retikulierte thermoplastische Filme;
und thermoplastische Scrims. Geeignete Gewebe- und Vliesmaterialien können
zusammen gesetzt sein aus natürlichen Fasern (z. B. Holz- oder Baumwollfasern),
synthetischen Fasern (z. B. polymere Fasern, wie Polyester, Polypropylen oder
Polyethylenfasern); oder aus einer Kombination aus natürlichen und synthetischen
Fasern.
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Eine bevorzugte Oberschicht umfaßt einen offen geformten Film. Offen geformte
Film werden als Oberschicht bevorzugt, weil sie durchlässig für Körperfluide und
noch nicht absorbierend sind und eine verringerte Neigung haben, Flüssigkeiten zu
erlauben, durch sie hindurch zurück zu gelangen und die Haut der Trägerin neu zu
benässen. Auf diese Weise bleibt die Oberfläche des geformten Films, welche mit
dem Körper in Kontakt ist, trocken, wodurch eine Körperverschmutzung verringert
wird und ein komfortableres Gefühl für die Trägerin erzeugt wird.
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Geeignete geformte Filme sind beschrieben in US Patent Nr. 3,929,13 5,
veröffentlicht für Thompson am 30. Dezember 1975; US Patent Nr. 4,324,246, veröffentlicht
für Mullane et al. am 13. April 1982; US Patent Nr. 4,342,314, veröffentlicht für
Radel et al. am 03. August 1982, US Patent Nr. 4,463,045, veröffentlicht für Ahr et
al. am 31. Juli 1984 und US Patent Nr. 5,006,394, veröffentlicht für Baird am 09.
April 1991. Eine bevorzugte Oberschicht des absorbierenden Artikels der
vorliegenden Erfindung ist ein geformter Film, der in einer oder mehreren der obigen
Patente beschrieben ist und vermarktet wird auf Damenbinden durch The Procter &
Gamble Company aus Cincinnati, Ohio, als "DRI-WEAVE".
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In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der Körper
oder die frei liegende Oberfläche der geformten Filmoberschicht hydrophil, um so
zu helfen, daß ein Flüssigkeitstransfer durch die Oberschicht schneller erfolgt, als
wenn die körperseitige Oberfläche nicht hydrophil wäre, um so die
Wahrscheinlichkeit zu vermindern, daß ein menstruales Fluid aus der Oberschicht ausfließt, anstatt
in den absorbierenden Kern zu fließen und durch diesen absorbiert zu werden.
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Die Oberschicht der vorliegenden Erfindung muß expandieren können, wenn sich
die Damenbinde 20 in eine dreidimensionale Struktur bei Absorption der
Körperfluide expandiert. Dies kann erreicht werden, wenn die Oberschicht aus einem
Material hergestellt ist, welches unter den Kräften, die durch das sich expandierende
Flächengebilde des komprimierten, regenerierten, Zelluloseschwamms ausgeübt
werden, intrinsisch dehnbar ist. In einer bevorzugten Ausführungsform, die in den
Fig. 1 und 2 dargestellt ist, ist die Oberschicht 24 mit zwei Fältelungen oder
Falten 52 versehen, die symmetrisch an beiden Seiten der längs verlaufenden
Mittellinie O-O und im wesentlichen parallel zu dieser positioniert sind. Wie in Fig. 2
gezeigt ist, ist die Oberschicht 24 in jeder Fältelung oder Falte 52 zweimal auf sich
selbst in Richtung der Längsseitenränder der Damenbinde 20 gefaltet. Eine einzelne
Fältelung oder Falte oder, alternativ, mehr als zwei Falten, können auch in der
Oberschicht 24 vorhanden sein, ohne den Schutzbereich der vorliegenden Erfindung
zu verlassen; die Fältelungen oder Falten können im wesentlichen längs oder quer
ausgerichtet sein.
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Der absorbierende Kern 28 kann irgendein absorbierendes Mittel aufweisen,
welches im wesentlichen komprimierbar, elastisch, nicht störend für die Haut der
Trägerin und in der Lage ist, Körperfluide zu absorbieren und aufzunehmen. Der
absorbierende Kern 28 kann hergestellt werden aus einer breiten Vielfalt von
flüssigkeitsabsorbierenden Materialien, die in wegwerfbaren Damenbinden und anderen
absorbierenden Einwegartikeln gewöhnlich verwendet werden. Beispiele geeigneter
absorbierender Materialien umfassen gemahlenen Holzzellstoff (welcher allgemein
als Luftfilz bezeichnet wird), gekreppte Zellulosewatte; modifzierte, vernetzte
Zellulosefasern (wie solche, die beschrieben sind in US patent Nr. 5,217,445,
veröffentlicht für Young et al. am 08. Juni 1993), Fasern mit Kapillarkanälen (das heißt,
Fasern mit kapillaren Zwischenfaserkanälen, wie beschrieben sind in US Patent Nr.
5,200; 248, veröffentlicht für Thompson et al. am 06. April 1993), absorbierende
Schäume (wie solche, die beschrieben sind in US Patent Nr. 5,260,345,
veröffentlicht für DesMarais et al. am 09. November 1993 und US Patent Nr. 5; 268,244,
veröffentlicht für DesMarais et al. am 07. Dezember 1993); thermisch gebundene,
luftgelegte Materialien (wie ein solches Material, das beschrieben ist in US
Patentanmeldung, amtliches Aktenzeichen Nr. 08/141,156 unter der Bezeichnung
"Catamenial Absorbent Structures Having Thermally Bonded Layers For Improved
Handling of Menstrual Fluids and Their Use in Catamenial Pads Having Improved Fit
and Comfort", eingereicht im Namen von Richards et al. am 21. Oktober 1993
(P&G Case 5051)), absorbierende Schwämme, synthetische Stapelfasern, polymere
Fasern, Hydrogel bildende, polymere Geliermittel, Torfmoos oder irgendwelche
äquivalenten Materialien oder Kombinationen von Materialien. Geeignete
Absorbierende Kerne mit Schäumen, sind in den europäischen Patentanmeldungen 0 598
833, 0 598 823 und 0 598 834.
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In den in Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsformen umfaßt der
absorbierende Kern 28 eine absorbierende Schicht 30 aus einem thermisch gebundenen,
luftgelegten Material, das in Längsrichtung zweimal auf sich selbst gefaltet ist und
Teilchen eines absorbierenden Geliermaterials dazwischen aufweist, welche aus
Gründen der Klarheit nicht gezeigt sind.
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Der absorbierende Kern 28 umfaßt ferner ein Flächengebilde aus einem
komprimierten, regenerierten Zelluloseschwamm 46 zum Expandieren der Damenbinde 20
in die gewünschte dreidimensionale Struktur, wenn die Damenbinde 20 getragen
wird. In einer in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform wird die
Expansion und die endgültige Formgebung der Damenbinde 20 in der
dreidimensionalen Struktur durch das Quellen, im wesentlichen in Z-Richtung, des Materials
vorgesehen, das das Flächengebilde aus komprimiertem regenerierten
Zelluloseschwamm 46 bildet, und das während des Tragens durch die Absorption von
Körperfluiden aktiviert wird.
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Die komprimierte, regenerierte Zelluloseschwammschicht 46 bildet wenigstens
einen Teil der körperseitigen Oberfläche des absorbierenden Kerns 28 in einer
seitenweisen Beziehung mit diesem; sie ist vorzugsweise schmaler und kürzer als die
absorbierende Schicht 30, wie in Fig. 1 dargestellt, und sowohl um die längs
verlaufende als auch um die quer verlaufende Mittellinie O-O und A-A zentriert.
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Der regenerierte Zelluloseschwamm ist ein Material, das im Stand der Technik
bekannt ist; Beispiele geeigneter Materialien sind beschrieben in US Patent Nr.
3,954,493, in der französischen Patentanmeldung FR-A-2,203,827 und im
europäischen Patent EP-B-0 293 208. Der regenerierte Zelluloseschwamm ist ein
Schwamm aus einem Material, der ein Zellulosegerüst enthält. Beispiele solcher
Schwämme umfassen zusätzlich zu Schwämmen, die aus Zellulose selbst bestehen,
Schwämme bestehend aus einem Zellulosederivat, wie Viskose, einem
Zellulosether und einem Zelluloseester, und Schwämmen, die aus Gemischen solcher
Materialien bestehen.
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Nur beispielhaft kann ein regenerierter Zelluloseschwamm präpariert werden aus
einem Gemisch aus einer Viskoselösung mit verstärkenden Fasern und einer
porogenen Verbindung, z. B. Kristallen aus Natriumsulfatdecahydrat oder einem anderen
Alkalimetallsalz mit einem hohen Gehalt an kristallisiertem Wasser, wobei die
endgültige Porenabmessung in Bezug zu derjenigen der Salzkristalle steht. Die
Viskoselösung kann durch eine Extrusionsdüse mit dem gewünschten Querschnitt
hindurch extrudiert werden und dann coagulieren. Das Material wird nach der
Regeneration mit Wasser gewaschen, um das Salz und andere mögliche lösbare
Verbindungen zu beseitigen, dann wird es getrocknet, und, falls notwendig, auf die
gewünschte Dichte komprimiert.
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Der komprimierte, regenerierte Zelluloseschwamm hat eine Netzwerkstruktur,
welche Luftblasen enthält, die durch die Beseitigung der Natriumsulfatkristalle erzeugt
wurden.
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Das komprimierte, regenerierte Zelluloseschwammmaterial ist erhältlich in
verschiedenen Formen, z. B. in Schichten oder Lägen unterschiedlichen Dichten,
Dicken und Basisgewichten; Trockendichtewerte für das in der vorliegenden Erfindung
verwendete, komprimierte Material betragen von 0,1 g/cc bis 1 g/cc, während die
Dicken reichen können von 0,5 mm bis 5 mm.
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Diese geringen Dicken sind besonders bevorzugt für die komprimierten,
regenerierten Zelluloseschwammlagen, die in der vorliegenden Erfindung verwendet
werden, um ein Material zu haben, das in seinem trockenen Zustand vor Aktivierung
durch Körperfluide flexibel ist.
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In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, welche in den
Fig. 1 und 2 dargestellt ist, ist ein Flächengebilde 46 aus einem komprimierten,
regenerierten Zelluloseschwamm mit einer Trockendichte von 0,5 g/cc und einer
Dicke von 2 mm über dem absorbierenden Kern 28 in einer seitenweisen Beziehung
mit diesem positioniert. Die absorbierende Schicht 30 ist 207 mm lang und 64 mm
breit, und das Flächengebilde 46 aus komprimiertem, regeneriertem
Zelluloseschwamm ist 125 mm lang und 30 mm breit und sowohl um die längs verlaufende
als auch um die quer verlaufende Mittellinie O-O und A-A der Damenbinde 20
zentriert. Geeignete Flächengebilde aus komprimiertem, regeneriertem
Zelluloseschwamm können solche sein, wie sie hergestellt werden durch Spontex France.
Unterschiedliche Formen sind für die komprimierte, regenerierte,
Zellulosesehwammlage 46 auch möglich, z. B. eine Sanduhrform.
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Die absorbierende Schicht 30 und die komprimierte, regenerierte
Zelluloseschwammlage 46 können in irgendeiner geeigneten Art und Weise verbunden
werden, um den absorbierenden Kern 28 zu bilden. Geeignete Weisen umfassen, sind
aber nicht beschränkt darauf, ein Verbinden der absorbierende Schicht 30 mit der
komprimierten, regenerierten Zelluloseschwammlage 46 mit Haftmitteln, wie durch
Sprühkleben oder durch Aufbringen von Linien oder Punkten eines Haftmittels
zwischen diesen.
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Alternativ oder zusätzlich, kann die Verbindung zwischen den Schichten durch eine
Faserverhedderung oder durch eine Mehrzahl diskreter Fusionsbindungen erreicht
werden.
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Die komprimierte, regenerierte, Zelluloseschwammlage 46 ist geeignet,
Körperfluide schnell mit einer großen Zunahme ihres Volumens, allgemein vom etwa 2- bis
20-Fachen und gewöhnlich vom 5- bis 15-Fachen ihres Volumens zum Zeitpunkt
der Komprimierung, zu absorbieren. Die Volumenzunahme korrespondiert im
wesentlichen mit einem Quellen in Richtung der Komprimierung, das heißt, in der Z-
Richtung in der Damenbinde 20.
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Die Damenbinde 20 wird herstellt und verpackt als konventionelles Flachprodukt,
wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt. Nachdem die Damenbinde 20 getragen
wurde, beginnt diese, sobald die absorbierten Körperfluide in Kontakt mit dem Material
der komprimierten, regenerierten Zelluloseschwammlage 46 kommen, in Z-
Richtung zu quellen, was ihre Dicke erhöht, wie dies in Fig. 3 gesehen werden
kann. Die Oberschicht 24 folgt dem Quellen der komprimierten, regenerierten
Zelluloseschwammlage 46 durch Entfalten der Fältelungen 52, deshalb ohne ein
Zurückhalten des Quellvorganges.
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Nach der Absorption der Körperfluide und dem nachfolgenden Quellvorgang ist das
Material der komprimierten, regenerierten Zelluloseschwammlage 46 weich,
nachgiebig, verformbar und elastisch. Es ist derart komprimierbar, daß es sich unter den
relativ kleinen Kräften, die während der normalen Verwendung ausgeübt werden,
verformt. Um zusätzlich komprimierbar zu sein, ist das Material der komprimierten,
regenerierten Zelluloseschwammlage 46 nach dem Quellvorgang flexibel und
verformbar, derart, daß es in der Lage ist, einen verbesserten Sitz durch die
Oberschicht 24 in und um die Labia und das Perineum der Trägerin herum zu schaffen,
wenn die dreidimensionale Struktur während der Tragezeit gebildet ist. Die
Fähigkeit, der Topographie der Anatomie zu folgen, liefert einen innigen Kontakt mit den
frei liegenden Genitalien der Benutzerin. Dies hilft, einen besseren Fluidtransfer
von der Benutzerin in die komprimierte, regenerierte Zelluloseschwammlage 46 zu
schaffen. Während diese Eigenschaften der komprimierten, regenerierten
Zelluloseschwammlage 46 einen verbesserten Sitz gewähren, bewirken sich auch, daß das
Produkt für die Trägerin weich und bequem ist.
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Der Quellvorgang bei Flüssigkeitsabsorption des komprimierten, regenerierten
Zelluloseschwammmaterials, welches das Flächengebilde 46 bildet, erzeugt ein
Lückenvolumen, das in feuchten Zuständen nicht zusammenfällt und deshalb das
Material in die Lage versetzt, sofort weitere Freigaben von Fluid anzunehmen und
diese zu der unterliegenden absorbierenden Schicht 30 zu überführen.
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Die gesamte Absorptionskapazität des absorbierenden Kerns 28 der Damenbinde 20
ist deshalb im wesentlichen durch die Kombination der komprimierten,
regenerierten Zelluloseschwammlage 46 mit der absorbierenden Schicht 30 geschaffen.
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Die gesamte Absorptionskapazität des absorbierenden Kerns 28 mit der
komprimierten, regenerierten Zelluloseschwammlage 46 sollte mit der gedächten
Körperfluidlast für die Damenbinde 20 kompatibel sein. Ferner kann die gesamte
Absorptionskapazität des absorbierenden Kerns 28 variiert werden, um Träger aufnehmen,
die in der erwarteten Menge an Körperfluidvolumen variieren. Zum Beispiel kann
eine unterschiedliche Absorptionskapazität verwendet werden für Damenbinden,
die für eine Tagesverwendung gedacht sind, im Vergleich zu solchen, die für eine
Nachtverwendung gedacht sind, oder für Damenbinden, die zur Verwendung durch
Teenager gedacht sind, verglichen mit solchen, die für erwachsene Frauen gedacht
sind.
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In anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann die komprimierte,
regenerierte lose Schwammlage 46 den absorbierenden Kern 28 der Damenbinde 20
vollständig bilden. Die gesamte Absorptionskapazität der Damenbinde 20 wird in
diesem Fall nur durch die komprimierte, regenerierte Zelluloseschwammlage 46
bereit gestellt.
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Der Quervorgang des die komprimierte, regenerierte Zelluloseschwammlage 46
bildenden Materials findet nur bei Aktivierung durch das absorbierte Fluid statt; das
heißt, nur während der Benutzung der Damenbinde 20 und in engem Kontakt mit
der Anatomie der Benutzerin; die Bildung der dreidimensionalen Struktur kann
deshalb einen viel besseren Sitz mit der Anatomie der Benutzerin erreichen.
Darüber hinaus kann der Quervorgang der komprimierten, regenerierten
Zelluloseschwammlage 46 dort beginnen, wo diese tatsächlich von dem Fluid zuerst erreicht
wird; die Bildung der dreidimensionalen Struktur kann deshalb auch an die
unterschiedlichen möglichen Wege angepaßt reagieren, auf welchen die Körperfluide
durch verschiedene Benutzerinnen freigegeben werden.
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Die expandierende Oberschicht 24 liefert auch einen komfortablen Kontakt mit der
Anatomie der Benutzerin, ohne die Expansion der Damenbinde 20 in die
gewünschte dreidimensionale Struktur bei Aktivierung durch Körperfluide zu
beschränken.
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Die Damenbinde der vorliegenden Erfindung ist vor der Verwendung flach und
kann deshalb leichter als ein herkömmlicher, elastisch gemachter oder vorgeformter
Artikel hergestellt verpackt werden. Da die dreidimensionale Struktur nur während
der Verwendung gebildet wird, ist die Damenbinde der vorliegenden Erfindung
auch leichter zu tragen.
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In einer alternativen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann die
Damenbinde 20 zwei Klappen (nicht gezeigt) haben, von denen jede an den Seitenrand
des absorbierenden Kerns angrenzt und sich von diesem seitlich erstreckt. Die
Klappen sind so konfiguriert, daß sie über die Ränder des Höschens der Trägerin im
Schrittbereich fallen, so daß die Klappen zwischen den Rändern des Höschens der
Trägerin und den Oberschenkeln der Trägerin angeordnet sind. Die Klappen dienen
wenigstens zwei Zwecken. Zuerst helfen die Klappen dabei, ein Beschmutzen des
Körpers der Trägerin und des Höschens durch menstruales Fluid zu verhindern,
vorzugsweise indem sie eine doppelwandige Barriere entlang der Ränder des
Höschens bilden. Als Zweites sind die Klappen vorzugsweise mit Anbringungsmitteln
auf ihrer wäscheseitigen Oberfläche versehen, so daß die Klappen unter das
Höschen zurück gefaltet werden können und an der wäscheseitigen Seite des Höschens
angebracht werden können. In dieser Weise dienen die Klappen dazu, die
Damenbinde im Höschen richtig positioniert zu halten.
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Die Klappen können aus verschiedenen Materialien, einschließlich Materialien, die
für die Oberschicht 24, die Unterschicht 26, für Kombinationen daraus verwendet
werden, konstruiert sein und können ein Laminat mit einem Tissue im Zentrum
sein. Ferner können die Klappen ein separates Element ein, das an dem
Hauptkörper der Damenbinde 20 angebracht ist oder können Erstreckungen der Oberschicht
24 und/oder der Unterschicht 26 umfassen. Es wird jedoch empfohlen, daß die
Klappen eine flüssigkeitsundurchlässige Unterschicht haben, um zu verhindern, daß
Körperfluide, welche die Klappen erreichen, die Ränder des Höschens der Trägerin
beschmutzen.
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Bevorzugte Klappen, die für die Damenbinde 20 der vorliegenden Erfindung
geeignet sind oder an diese anpaßbar sind, sind offenbart in US Patent Nr. 4,687,478,
veröffentlicht für Van Tilburg am 18. August 1987; US Patent Nr. 4,589,876,
veröffentlicht für Van Tilburg am 20. Mai 1986 und US Patent Nr. 4,608,047,
veröffentlicht für Mattingly am 26. August 1986.
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Optional kann die Damenbinde 20 Komponenten umfassen, die, welche die Seiten
des Höschens der Trägerin natürlich umhüllen. Damenbinden mit Komponenten,
welche die Seiten des Höschens der Trägerin auf natürliche Weise umhüllen, die zur
Verwendung mit der Damenbinde 20 der vorliegenden Erfindung geeignet sind,
sind offenbart in US Patentanmeldung, amtliches Aktenzeichen Nr. 08/096,121,
unter der Bezeichnung "Absorbent Article having Panty Covering Components that
Naturally Wrap the Sides of Panties", eingereicht am 22. Juli 1993 in den Namen
von Lavash et al. und US Patentanmeldung, amtliches Aktenzeichen Nr. 08/277722,
unter der Bezeichnung "Absorbent Articles Having Undergarment Covering
Components with Zones of Extensibility", eingereicht am 20. Juli 1994 in den Namen
von Weinberger et al.
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Die komprimierte, regenerierte Zelulloseschwammlage 46 zum Expandieren der
Damenbinde 20 in eine dreidimensionale Struktur während des Tragens kann in der
Damenbinde 20 in irgendeiner anderen geeigneten Position und/oder Orientierung
enthalten sein, um die gewünschte dreidimensionale Struktur zu erhalten,
insbesondere kann die komprimierte, regenerierte Zelluloseschwammlage 46 wenigstens
einen Teil der wäscheseitigen Oberfläche des absorbierenden Kerns 28 bilden.
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In einer in Fig. 4 dargestellten alternativen Ausführungsform umfaßt eine
Damenbinde 20 ähnlich derjenigen, die in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist, ferner eine
Annahmeschicht oder sekundäre Oberschicht 29, die zwischen der Oberschicht 24
und dem absorbierenden Kern 28 positioniert ist. Vorzugsweise liegt die
Annahmeschicht 29 nicht über der komprimierten, regenerierten Zelluloseschwammlage 46,
die deshalb in der Lage ist, Körperfluide direkt durch die Oberschicht 24 zu
erhalten. Wie in Fig. 4 dargestellt ist, hat die Annahmeschicht 29 eine diskontinuierliche
Oberfläche mit einem Fenster, welches ein wenig länger und breiter ist als die
komprimierte, regenerierte Zelluloseschwammlage 46. Andere Ausführungsformen
können auch möglich sein, z. B. kann die Annahmeschicht 29 zwei schmale Streifen
aufweisen, die längs orientiert und über den absorbierenden Kern 28 an beiden
Seiten der komprimierten, regenerierten Zelluloseschwammlage 46 positioniert sind.
Alternativ kann die Annahmeschicht 29 zwischen dem absorbierenden Kern 28 und
der Unterschicht 26 enthalten sein, ferner kann die Annahmeschicht 29 zwischen
der komprimierten, regenerierten Zelluloseschwammlage 46 und dem
absorbierenden Kern 30 in einer Ausführungsform ähnlich derjenigen, die in Fig. 2 dargestellt
ist, enthalten sein.
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Die Annahmeschicht 29 kann mehreren Funktionen dienen, einschließlich einem
Verbessern einer Saugwirkung für Körperfluide, die seitlich aus der komprimierten,
regenerierten Zelluloseschwammlage 46 entweichen, oder alternativ die
Annahmeschicht direkt erreichen, über und in den absorbierenden Kern 28 hinein. Durch ein
Verbessern der Saugwirkung für Körperfluide liefert die Annahmeschicht 29 eine
gleichmäßige Verteilung der Körperfluide im absorbierenden Kern 28.
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Die Annahmeschicht 29 umfaßt vorzugsweise Materialien, die in der Lage sind,
eine Flüssigkeit sehr schnell anzunehmen und nachfolgend an angrenzende
Schichten mit im wesentlichen keiner Retentionskapazität abzugeben.
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Die Annahmeschicht 29 kann zusammen gesetzt sein aus mehreren
unterschiedlichen Materialien, einschließlich Vlies- oder Gewebebahnen aus synthetischen
Fasern mit Polyester, Polypropylen oder Polyethylen; natürlichen Fasern,
einschließlich Baumwolle oder Zellulose; Mischungen solcher Fasern; oder irgendwelchen
äquivalenten Materialien oder Kombinationen von Materialien. Beispiele von
Damenbinden mit einer Annahmeschicht und einer Oberschicht sind vollständiger
beschrieben in US Patent Nr. 4,950,264, veröffentlicht für Osborn und US
Patentanmeldung, amtliches Aktenzeichen Nr. 07/810,774, "Absorbent Article Having
Fused Layers", eingereicht am 17. Dezember 1991 in den Namen von Cree et al.
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Die Oberschicht 24, die Annahmeschicht 29 und der absorbierende Kern 28 können
auch in irgendeiner geeigneten Art und Weise verbunden sein, um eine richtige
Fluidüberführung zwischen diesen zu gewährleisten. In einer weiteren alternativen
Ausführungsform, die nicht dargestellt ist, kann die Annahmeschicht 29 zwischen
der Oberschicht 24 und dem unterliegenden absorbierenden Kern 28, der die
komprimierte, regenerierte Zelluloseschwammlage 46 aufweist, positioniert sein; die
Annahmeschicht 29 muß frei bleiben, um die Expansion der komprimierten,
regenerierten Zelluloseschwammschicht 46 bei Absorption eines Fluids folgen zu können,
ohne den Quellvorgang zu beschränken.
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Wie in Fig. 4 dargestellt ist, sind die Fältelungen oder Falten 52 an beiden Seiten
der längs verlaufenden Mittellinie O-O und im wesentlichen parallel zu dieser
positioniert, aber in jeder Fältelung oder Falte 52 ist die Oberschicht 24 zweimal auf
sich selbst in Richtung der längs verlaufenden Mittellinie O-O der Damenbinde 20
gefaltet. Während des Quellvorgangs der komprimierten, regenerierten
Zelluloseschwammlage 46 bei Fluidabsorption bildet das Entfalten der Fältelungen oder
Falten 52 eine Art längs orientierter Seitenaufschläge 47, die eine bessere Dichtung
gegenüber einer Seitenleckage liefern, wie dies in Fig. 5 dargestellt ist; die
Seitenaufschläge 47 können noch vorhanden sein, wenn der Quellvorgang der
komprimierten, regenerierten Zelluloseschwammlage 46 abgeschlossen ist, falls die
Gesamtbreite der Oberschicht 24 ein wenig höher als diejenige ist, welche notwendig
wäre, um dem vollständigen Quellvorgang der komprimierten, regenerierten
Zelluloseschwammlage 46 zu folgen.