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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
gegenwärtige
Erfindung bezieht sich auf die Herstellung eines Aglucon Isoflavon
angereicherten Pflanzenproteinkonzentrats durch Waschen eines Pflanzenproteinmaterials
unter Herstellen eines Pflanzenproteinkonzentrats und Behandeln
mit einem oder mehreren beta-Glucosidaseenzymen unter derartigen
Bedingungen, daß eine
Mehrheit der Glucon Isoflavone zu Aglucon Isoflavonen umgewandelt
werden, die in dem angereicherten Proteinkonzentrat zurückgehalten
werden.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Isoflavone
treten in einer Mannigfaltigkeit von Hülsenpflanzen, einschließlich Pflanzenproteinmaterialien,
wie Sojabohnen, auf. Diese Verbindungen schließen ein Daidzin, 6''-OAc Daidzin, 6''-OMal
Daidzin, Daidzein, Genistin, 6''-OAc Genistin, 6''-OMal Genistin, Genistein, Glycitin,
6''-OAc Glycitin, 6''-OMal Glycitin, Glycitein, Biochanin
A, Formononetin und Coumestrol. Typischerweise sind diese Verbindungen
mit dem inhärenten
bitteren Aroma von Sojabohnen verbunden, und bei der Herstellung
von kommerziellen Produkten, wie Isolaten und Konzentraten ist der
Fokus gewesen, diese Materialien zu entfernen. Beispielsweise werden
in einem herkömmlichen
Verfahren für
die Herstellung eines Sojaproteinisolats, in dem Sojaflocken mit
einem wässrigen
alkalischen Medium extrahiert werden, viel der Proteine in dem Extrakt
löslich
gemacht und verbleiben in der Molke löslich gemacht, die üblicherweise
im Anschluß an
Säurefällung des
Proteins unter Bilden eines Isolats verworfen wird. Restliche Isoflavone,
zurückbelassen
in dem Säure
gefällten
Proteinisolat, werden üblicherweise
durch umfassendes Waschen des Isolats entfernt.
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Es
ist kürzlich
erkannt worden, daß die
Isoflavone, enthalten in Pflanzenproteinen, wie Sojabohnen, das
Wachstum von Humankrebszellen, wie Brustkrebszellen und Prostatakrebszellen,
wie in den folgenden Artikeln beschrieben, inhibieren können. „Genistein
Inhibition of the Growth of Human Breast Cancer Cells, Independence
from Estrogen Receptors and the Multi-Drug Resistance Gene" von Peterson und
Barnes, Biochemical and Biophysical Research, Communications, Band
179, Nr. 1, Seite 661-667,
August 30, 1991; „Genistein
and Biochanin A Inhibit the Growth of Human Prostate Cancer cells
but not Epidermal Growth Factor Receptor Tyrosine Auto-phosphorylation" von Peterson und
Barnes, The Prostate, Band 22, Seite 335-345 (1993), und „Soybeans
Inhibit Mammary Tumors in Models of Breast Cancer" von Barnes et al.
Mutagens and Carcinogens in the Diet, Seiten 239-253 (1990).
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Von
den zuvor aufgeführten
Isoflavonen existieren einige als Glucoside oder als Glucone, mit
einem Glucosemolekül
angefügt
an der sieben Position, wie in der Formel im nachfolgenden veranschaulicht.
Einige der Glucone, wie das 6''-OAc Genistin, enthalten
eine Acetatgruppe, angefügt
an die sechs Position des Glucosemoleküls selbst. Während alle
der Isoflavone, einschließlich
der Glucoside, von Interesse in medizinischer Bewertung sind, sind
die spezifischen Isoflavone von höchstem Interesse die Aglucone,
wo das Glucosemolekül
nicht angefügt
ist. Diese Isoflavone sind nicht so wasserlöslich wie die Glucone oder
Glucoside. Spezifische Isoflavone in dieser Kategorie sind Daidzein,
Genistein und Glycitein.
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Diese
Aglucone haben die folgende allgemeine Formel:
wobei R
1,
R
2, R
3 und R
4 ausgewählt
werden können
aus der Gruppe, bestehend aus H, OH und OCH
3.
Die gegenwärtige
Erfindung ist deshalb auf die Aglucone und Anreicherung eines Pflanzenproteinkonzentrats
mit diesen Materialien gerichtet.
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Verfahren
sind in der Technik zum Umwandeln von Gluconisoflavonen zu Agluconisoflavonen
bekannt, wie in Japanischer Patentanmeldung 258669 von Obata et
al. beschrieben. Derartige Verfahren erzielen nur ein mäßiges Ausmaß an Umwandlung
und sind somit nicht wünschenswert,
insbesondere für
kommerzielle Operationen in großem
Maßstab.
Zusätzlich
lehren bekannte Verfahren, wie in der '669 Anmeldung beschrieben, Entfernen
der Isoflavone aus dem Proteinmaterial und beschreiben nicht, wie
ein Aglucon Isoflavon angereichertes Proteinkonzentrat herzustellen.
Somit besteht ein Verlangen nach einem Verfahren zum Umwandeln einer
Mehrheit und vorzugsweise im wesentlichen aller Glucon Isoflavone
zu Aglucon Isoflavonen und zum Herstellen eines Aglucon Isoflavon
angereicherten Pflanzenproteinkonzentrats.
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Matsuura
et al.: „β Glucosidase
from Soybeans Hydrolyse Daidzin and Genistin", Journal of Food Science, Band 58,
Nr. 1, 1993, Seite 144-147 offenbart Verwenden von sterilisierter
Sojamilch als ein Substrat zum Testen der Aktivität von β-Glucosidase
Enzymen. Experimente in dieser Entgegenhaltung zeigen, daß die Isoflavonglucoside
Daidzin und Genistin in Sojamilch durch β-Glucosidaseenzyme hydrolysiert
werden. In einem Beispiel waren die Prozent Hydrolyse 28% für Daidzin
und 29% für
Genistin.
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US-A-4064277
offenbart, daß restliches β-Glucosidaseenzym,
enthalten in Vollsojabohnen, mit Glycosidsubstraten unter Bilden
von beispielsweise Daidzein und Glycitein reagiert. Diese Entgegenhaltung
lehrt, daß Verarbeiten
von Sojabohnen, bevor die β-Glucosidase
inaktiviert wird, in der Anwesenheit eines konkurrierenden Inhibitors
für β-Glucosidase
bewirkt werden sollte, um ein Sojabohnenprodukt zur Verfügung zu
stellen, daß nicht
eine Kehle-fangende Sensation erzeugt.
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Coward
et al.: „Genistein,
Daidzein and their β-Glycoside
Conjugates: Antitumor Isoflavones in Soybean Foods from American
and Asian Diets",
Journal of Agricultural Food Chemistry, Band 41, Nr. 11, 1993, Seite
1961-1967 offenbart, daß Sojaproteinisolat,
hergestellt durch Löslichmachen
von Proteinen und löslichen Kohlehydraten
aus Sojamehl durch eine alkalische (pH 9,5) Extraktionsstufe und
anschließende
Säure (pH 4,5)
Fällung
des extrahierten Proteins Isoflavon Konzentrationen enthält, die
4-6 fach niedriger als in Sojamehl oder Sojaproteinkonzentrat sind,
wenn als Milligramm pro Gramm Protein ausgedrückt.
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Es
ist deshalb eine Aufgabe der gegenwärtigen Erfindung, ein Aglucon
Isoflavon angereichertes Proteinkonzentrat und ein Verfahren zum
Herstellen dieses zur Verfügung
zu stellen. Diese und andere Aufgaben werden im einzelnen in der
detaillierten Beschreibung der gegenwärtigen Erfindung, wie im Nachfolgenden dargestellt,
erzielt.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
gegenwärtige
Erfindung liefert ein Aglucon Isoflavon angereichertes Pflanzenproteinkonzentrat und
Verfahren zum Herstellen eines derartigen. Die Verfahren zum Herstellen
eines derartigen umfassen Waschen eines Pflanzenproteinmaterials,
umfassend Gluconisoflavone, mit einem wässrigen Lösungsmittel mit einem pH bei
etwa dem isoelektrischen Punkt des Proteinmaterials unter Herstellen
eines Pflanzenproteinkonzentrats, umfassend Gluconisoflavone und
umsetzen der Gluconisoflavone mit einer ausreichenden Menge von
zusätzlichem
Enzym, das eine beta-Glucosidase ist, für eine Zeitdauer und Temperatur,
ausreichend, eine Mehrheit der Gluconisoflavone in dem Konzentrat
zu Aglucon Isoflavonen umzuwandeln und dadurch ein Aglucon Isoflavon
angereichertes Proteinkonzentrat herzustellen. Das sich ergebende
Aglucon angereicherte Konzentrat kann dann abgetrennt und entwässert werden.
Zusätzlich
liefert die gegenwärtige
Erfindung Verfahren zum Gewinnen in relativ hohen Anteilen Isoflavone
in Proteinkonzentraten aus Pflanzenproteinmaterialien.
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BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Obwohl
die gegenwärtige
Erfindung im Hinblick auf Sojabohnenprodukte beschrieben wird, und
obwohl das Verfahren besonders geeignet für die Herstellung von Aglucon
Isoflavon angereicherten konzentrierten Sojabohnenmaterialien ist,
ist das Verfahren nichtsdestoweniger allgemein anwendbar auf die
Herstellung eines Aglucon Isoflavon angereicherten Konzentrats aus
einer Mannigfaltigkeit von Pflanzenproteinquellen, die Isoflavone
enthalten. Ein Beispiel eines geeigneten Pflanzenproteinmaterials
ist ein Sojamaterial, ein Sojabohnenmaterial oder ein Pflanzenproteinmaterial,
umfassend Sojabohnen. Der Ausdruck „Sojabohnenmaterial", wie hier verwendet,
bezieht sich auf Sojabohnen oder irgendein Sojabohnenderivat.
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Das
Ausgangsmaterial in Übereinstimmung
mit dem Konzentrat bevorzugter Ausführungsform ist Sojabohnenflocken,
von denen das Öl
durch Lösungsmittelextraktion
entfernt worden ist. Typischerweise wird ein Sojaproteinkonzentrat
hergestellt aus Sojabohnenflocken durch Waschen der Flocken mit
einem wässrigen Lösungsmittel
mit einem pH bei etwa dem isoelektrischen Punkt des Proteins, der
im Falle von Sojaprotein etwa 4,4 bis 4,6 ist. Eine essbare Säure wird
typischerweise zu dem Wasser hinzugegeben unter zur Verfügung stellen
einer isoelektrischen Waschung für
das Sojaproteinmaterial. Die isoelektrische Waschung entfernt eine
große
Menge von wasserlöslichen
Kohlehydraten und anderen Komponenten, aber entfernt wenig des Proteins,
wodurch ein Proteinkonzentrat zur Verfügung gestellt wird, das typischerweise
einen Proteingehalt auf einer Trockenbasis von etwa 60-75 Gew.%
hat. Die Glucon Isoflavone, enthalten in dem Pflanzenprotein oder
Sojamaterial, werden durch isoelektrisches Waschen entfernt. Aber
wegen des relativ geringen pH sind die entfernten Mengen geringer
als in höheren
pH Extraktionen. Deshalb ist es für die Zwecke der bevorzugten
Ausführungsform
bevorzugt und insofern als maximierende Gewinnung der Isoflavone,
daß isoelektrisches
Waschen auf eine einzelne Stufe beschränkt ist, oder höchstens
eine zusätzliche
Waschung durchgeführt
wird, auch bei dem isoelektrischen Punkt. Es ist auch bevorzugt,
daß das
Gewichtsverhältnis
von wässrigem
Lösungsmittel,
verwendet zum Waschen des Proteinmaterials, relativ zu der Menge
von Proteinmaterial, etwa 5:1 bis etwa 10:1 beträgt.
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Das
sich ergebende in der isoelektrischen Waschung suspendierte Konzentrat
ist bei einem Feststoffspiegel von etwa 10 bis etwa 15 Gew.% und
wird dann mit einer oder mehreren beta-Glucosidaseenzymen umgesetzt unter Umwandeln
einer Mehrheit und vorzugsweise im wesentlichen alles des Gluconisoflavonmaterials,
enthalten in dem Konzentrat, zu Aglucon Isoflavonen. Der pH wird
typischerweise durch die Zugabe einer essbaren Säure, wie Essig-, Schwefel-,
Phosphor-, Salzsäure
oder irgendeines anderen geeigneten Reagenzes eingestellt.
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Beta-Glucosidaseenzym
kann natürlicherweise
in dem Sojabohnenmaterial vorhanden sein oder von mikrobiologischem
Wachstum vorhanden sein, hier als „zusätzliches" Enzym bezeichnet. Hinzugefügtes Enzym
wird hier als „zusätzliches" Enzym bezeichnet.
Die Menge von Enzym, ausreichend, die Umwandlung von Isoflavonen
durchzuführen,
variiert bei einer Vielheit von Faktoren, einschließlich des
Typs von vorhandenem Enzym, Verteilung von Enzymkonzentrationen,
pH des Systems und Aktivitäten
von vorhandenen Enzymen. Sowie einmal ausreichende Konzentrationen
von Enzymen vorhanden sind, wird das Konzentrat mit den beta-Glucosidaseenzymen
für eine
Zeitdauer und Temperatur umgesetzt, ausreichend, eine Mehrheit und
vorzugsweise im wesentlichen alles der Gluconisoflavone, enthalten
in dem Konzentrat, zu der Agluconform umzuwandeln.
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Bevorzugte
zusätzliche
beta-Glucosidaseenzyme schließen
Biopectinase 100L und 300L, Biopectinase OK 70L, Lactase F und Lactozyme
ein. Lactase F ist erhältlich
von Amano International Enzyme Co., Inc. P.O. Box 1000, Troy, VA
22974, welches einen optimalen pH Bereich von etwa 5-6 hat, und
Lactozyme ist erhältlich
von Novo Industries, Enzyme Division, Novo Alle, DK-2880 Bagsvaerd,
Dänemark,
welches einen optimalen pH Bereich von etwa 7 hat, Biopectinase
100L, Biopectinase 300L und Biopectinase OK 70L sind erhältlich von
Quest International, Sarasota, Florida. Zusätzliche Enzyme werden in Mengen
hinzugefügt,
ausreichend, eine Mehrheit und vorzugsweise im wesentlichen alles
der Glucon Isoflavone zu Agluconen umzuwandeln. In Fällen, wo
es notwendig ist, zusätzliche
Enzyme hinzuzufügen,
beträgt
die Menge von hinzugefügtem
Enzym etwa 0,5% Gew.% bis etwa 5 Gew.% des Proteinkonzentrats auf
einer Trockenbasis.
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Die
Verfahren der bevorzugten Ausführungsform
sind Einstufen-Verfahren und erzielen sehr hohe Umwandlungsgrade
von Isoflavonen (von Gluconform zu Agluconform) in relativ kurzen
Zeitdauern und mit relativer Leichtigkeit und Ökonomie. Der Ausdruck „Ein-Stufen" Reaktionsverfahren,
wie hier verwendet, bezieht sich auf ein Reaktionsverfahren, bei
dem bestimmte Verfahrensparameterwerte allgemein über den
Verlauf des Reaktionsverfahrens erhalten bleiben. Diese Verfahrensparameter
schließen
pH und Temperatur ein.
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Die
sehr hohen Umwandlungsgrade sind derartig, daß eine Mehrheit und vorzugsweise
im wesentlichen alles der Isoflavone in Gluconform, vorhanden in
dem Konzentrat, zu Agluconform umgewandelt werden. Der Ausdruck „eine Mehrheit" bezieht sich auf
Umwandlungsausmaß von
Gluconisoflavonen zu Agluconisoflavonen von mindestens 50%. Der
Ausdruck „im
wesentlichen alles" bezieht
sich auf das Umwandlungsausmaß von
Gluconisoflavonen zu Agluconisoflavonen von mindestens etwa 80%
und am bevorzugtesten bei mindestens etwa 90%.
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Obwohl
es nicht gewünscht
ist, durch irgendeine bestimmte Theorie gebunden zu sein, wird angenommen,
daß die überraschenden
und unerwartet hohen Umwandlungsgrade der hier beschriebenen Verfahren von
einer Kombination von Verfahrensparametern, verwendet während des
Ein-Stufen- Reaktionsverfahrens, herrühren. Es
ist bevorzugt, daß die
Temperatur des Reaktionssystems aufrechterhalten bleibt, oder annähernd so,
bei einer Temperatur von etwa 40°C
bis etwa 60°C,
und am bevorzugtesten bei einer Temperatur von etwa 60°C während des
Einstufenreaktionsverfahrens. Im allgemeinen sind die Zeitdauern,
notwendig zum Erzielen von Umwandlung von im wesentlichen allen
Gluconisoflavonen zu Agluconen über
die hier beschriebenen Einstufenverfahren, von etwa 2 Stunden bis
etwa 24 Stunden.
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Ein
Verfahren zum zur Verfügung
stellen eines Aglucon angereicherten Komentrats ist, isoelektrisches Waschen
und Reaktion mit den beta-Glucosidaseenzymen in eine Einzelstufe
zu kombinieren, wobei das Sojaausgangsmaterial in der isoelektrischen
Waschung suspendiert wird, und ein oder mehrere beta-Glucosidaseenzyme
mit einem optimalen pH bei etwa dem isoelektrischen Punkt, wie Lactase
F, wie zuvor beschrieben, wird direkt zu der Aufschlämmung gegeben.
Reaktion wird dann unter den zuvor beschriebenen allgemeinen Bedingungen
durchgeführt,
eine Mehrheit und vorzugsweise im wesentlichen alles der Gluconisoflavone
zu Agluconen umzuwandeln. Dieses vermeidet irgendwelches mögliches
Verlust der Isoflavone durch Waschen.
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Das
Proteinkonzentrat kann dann durch herkömmliche Verfahren, einschließlich Zentrifugations- und Trocknungstechniken,
entwässert
werden unter zur Verfügung
stellen eines Konzentrats mit einem Genisteinspiegel auf einer Trockenbasis
von etwa 1,0 bis etwa 2,0 mg/g und einem Daidzeinspiegel auf einer
Trockenbasis von etwa 0,7 bis etwa 1,5 mg/g.
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Die
gegenwärtige
Erfindung liefert auch Verfahren zum Gewinnen von Isoflavonen in
einem Proteinkonzentrat in sehr hohen Anteilen aus einem Pflanzenproteinmaterial,
wie einem Sojabohnenmaterial. Die Gewinnungsspiegel, erhältlich durch
die hier beschriebenen Verfahren, sind typischerweise mindestens
50%, vorzugsweise 65% und am bevorzugtesten 80%, basierend auf dem
gesamten aller Formen des bestimmten Isoflavons in dem Ausgangspflanzenproteinmaterial.
Obwohl es nicht gewünscht
ist, durch irgendeine bestimmte Theorie gebunden zu sein, wird angenommen,
daß die
hohen Gewinnungen aus den hier beschriebenen Umwandlungsreaktionen
stammen, gekoppelt mit den verschiedenen auch beschriebenen Verarbeitungsvorgängen. Durch
Umwandeln von Gluconisoflavonkonjugaten, die relativ löslich sind,
zu weniger löslichen
Agluconformen bei einer bestimmten Verarbeitungsstufe ist es möglich, in
dem sich ergebenden Produkt einen hohen Prozentsatz der Isoflavone
aus dem Beschickungsmaterial zu gewinnen.
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Die
folgenden Beispiele beschreiben spezifische, aber nicht beschränkende Ausführungsformen
der gegenwärtigen
Erfindung.
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EXPERIMENTELLES
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Eine
Mischung von 15 g Sojabohnenmehl und 150 g Wasser wurde auf einen
pH von 7 eingestellt. 1,5 g Biopectinase 100L wurde zu der Mischung
gegeben. Die Mischung wurde bei 60°C zwei Stunden lang inkubiert,
zu welcher Zeit der pH auf 4,5 eingestellt wurde. Zusätzliche
1 g Biopectinase 100L wurden hinzugegeben, und die sich ergebende
Mischung wurde zwei Stunden inkubiert. Nach Inkubation wurde das
sich ergebende Aglucon Isoflavon angereicherte Protein/Faser Konzentrat
gewonnen. Gewinnung von Isoflavonen in dem Protein/Faser Konzentrat
ist in Tabelle 1, im nachfolgenden aufgeführt, berichtet.
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Diese
Daten zeigen den Umwandlungsgrad an, erzielbar durch eine Kombination
von restlichem(en) Enzym(n) und zusätzlichem Enzym. Signifikante
Umwandlung von Isoflavonkonjugaten zu Agluconen trat auf, insbesondere
für Genistein
und Daidzein. Die Konzentration jedes Typs von hier beschriebenem
Isoflavon basiert auf dem Gesamten aller Formen jenes Isoflavontyps.
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In
einer weiteren Serie von Experimenten wurden die Prozent Gewinnung
von Genistein und Daidzein in einem Proteinkonzentrat, abstammend
von Sojabohnen, untersucht. Der Prozentsatz Gewinnung wurde festgestellt
durch Bestimmen der Menge von Genistein (oder Daidzein) in dem Isolat
und Ausdrücken
jener Menge als einen Prozentsatz, basierend auf der Gesamtmenge
aller Formen von Genistein (oder Daidzein) in dem Sojabohnenausgangsmaterial.
100 g entfettetes Sojamehl wurde zu 1600 g Wasser hinzugefügt, das
auf einen pH von 4,5 durch die Zugabe von Salzsäure eingestellt worden war.
Die Aufschlämmung
wurde auf 50°C erhitzt,
und 2%, bezogen auf Trockengewicht, des Quarks eines Enzyms mit
beta-Glucosidase Aktivität,
insbesondere Lactase F, wurden hinzugegeben. Man ließ die Aufschlämmung 16
Stunden bei 50°C
reagieren unter Gewährleisten
vollständiger
Umwandlung der Gluconisoflavone zu der Agluconform. Das Proteinkonzentrat wurde
von dem wässrigen
Lösungsmittel
durch Zentrifugation unter Bilden eines Aglucon angereicherten Konzentrats
getrennt. Weiteres Waschen des Konzentrats wurde vermieden. Die
Menge von Genistein, gewonnen in der Isolierung, betrug 82% des
Gesamten aller Formen von Genistin und Genistein in dem Ausgangssojabohnenmaterial
(entfettetes Sojamehl). In ähnlicher
Weise war die Menge von Daidzein, gewonnen in dem Isolat, 64%.
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Das
folgende ist eine Beschreibung eines Verfahrens zum mengenmäßigen Bestimmen
von Isoflavonen in Sojaprodukten. Die Isoflavone werden aus Sojaprodukten
extrahiert durch Mischen von 0,75g Probe (sprühgetrocknetes oder fein gemahlenes
Pulver) mit 50 ml 80/20 Methanol/Wasser Lösungsmittel. Die Mischung wird
2 Stunden bei Raumtemperatur mit einem Orbitalschüttler geschüttelt. Nach
2 Stunden werden die verbleibenden ungelösten Materialien durch Filtration
durch Whatman Nr. 42 Filterpapier entfernt. Fünf ml des Filtrats werden mit
4 ml Wasser und 1 ml Methanol verdünnt.
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Die
extrahierten Isoflavone werden durch HPLC (Hochleistungsflüssigkeitschromatographie)
unter Verwenden einer Beckman C18 Umkehrphasensäule getrennt. Die Isoflavone
werden auf die Säule
eingespritzt und mit einem Lösungsmittelgradienten,
beginnend mit 88% Methanol, 10% Wasser und 2% Eisessig und endend
mit 98% Methanol und 2% Eisessig, getrennt. Bei einer Fließgeschwindigkeit
von 0,4 ml/Min werden alle die Isoflavone – Genistin, 6''-O-Acetylgenistin, 6''-O-Malonylgenistin,
Genistein, Daidzin, 6''-O-Acetyldaidzin,
6''-O-Malonyldaidzin,
Daidzin, Glycitin und dessen Derivate und Glycitein deutlich aufgelöst. Peaknachweis
ist durch UV Absorption bei 262 nm. Identifizierung des Peaks war
durch Massenspektrometer.
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Mengenmäßige Bestimmung
wird erzielt durch Verwenden reiner Standards (Genistin, Genistein, Daidzin
und Daidzein), gekauft von Indofine Chemical Company, Sommerville,
N7. Reaktionsfaktoren (integrierter Bereich/Konzentration) werden
für jede
der zuvor angegebenen Verbindungen berechnet und werden verwendet,
mengenmäßig unbekannte
Proben zu bestimmen. Für
die konjugierten Formen, für
die keine reinen Standards verfügbar
sind, werden Reaktionsfaktoren angenommen, dasjenige des Elternmoleküls zu sein, aber
in bezug auf Molekulargewichtunterschied korrigiert. Der Reaktionsfaktor
für Glycitin
wird angenommen, derjenige für
Genistin, korrigiert in bezug auf Molekulargewichtunterschied, zu
sein.
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Dieses
Verfahren liefert die Mengen jedes einzelnen Isoflavons. Aus Bequemlichkeit
können
Gesamtgenistein, Gesamtdaidzein und Gesamtglycitein aus den zuvor
angegebenen Daten berechnet werden und stellen das Aggregatgewicht
dieser Verbindungen dar, wenn alle die konjugierten Formen in ihre
entsprechenden unkonjugierten Formen umgewandelt werden. Diese Gesamtmengen
können
auch direkt durch ein Verfahren unter Verwenden saurer Analyse unter
Umwandeln der konjugierten Formen gemessen werden.