DE69306282T2 - Verfahren zur Herstellung einer Vorrichtung zur Verschleissanzeige von Reibbelägen und mit diesem Verfahren gefertigte Vorrichtung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Vorrichtung zur Verschleissanzeige von Reibbelägen und mit diesem Verfahren gefertigte VorrichtungInfo
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- F16D66/02—Apparatus for indicating wear
- F16D66/021—Apparatus for indicating wear using electrical detection or indication means
- F16D66/022—Apparatus for indicating wear using electrical detection or indication means indicating that a lining is worn to minimum allowable thickness
- F16D66/023—Apparatus for indicating wear using electrical detection or indication means indicating that a lining is worn to minimum allowable thickness directly sensing the position of braking members
- F16D66/024—Sensors mounted on braking members adapted to contact the brake disc or drum, e.g. wire loops severed on contact
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Verschleißanzeigeeinrichtung für Reibbeläge sowie eine durch dieses Verfahren erhaltene Einrichtung.
- In vielen Bereichen der Technik, insbesondere bei der Herstellung von Bremsanlagen für Fahrzeuge, verwendet man Reibbeläge, die dazu bestimmt sind, mit beweglichen Teilen in Berührung zu kommen, um deren Geschwindigkeit durch Reibung zu vermindern.
- Beispielsweise ordnet man zur Bildung einer Scheibenbremse an einem Fahrzeugrad zwei Bremsbeläge auf beiden Seiten einer mit diesem Rad verbundenen Scheibe an, wobei diese Bremsbeläge beim Bremsvorgang an die Scheibe angedrückt werden können, um deren Rotationsgeschwindigkeit durch Reibung zu vermindern.
- Bei dieser Funktionsweise tritt natürlich ein Verschleiß der Bremsbeläge ein, und es ist notwendig, diese auszuwechseln, sobald die Dicke ihres Belages zu klein geworden ist.
- Zur Messung des Verschleißes von Reibbelägen sind Verschleißanzeigeeinrichtungen bekannt, die, verbunden mit einer elektrischen Schaltung, den Zeitpunkt anzeigen können, an dem sich ein Austausch der Bremsbeläge als notwendig erweist.
- Bei einem bekannten Verfahren zur Herstellung solcher Einrichtungen, wie es beispielsweise in FR-A-2 507 722 beschrieben wird, wird das Ende der Ummantelung eines elektrisch leitenden Kabels auf im gesamten Betriebstemperaturbereich des Belages stabile und elektrisch isolierende Weise verschlossen, in einer Seitenwand eines Reibbelages wird ein Loch mit zur Verschleißfläche des Belages im wesentlichen paralleler Achse ausgebildet, und das Ende des elektrisch leitenden ummantelten Kabels wird in dieses Loch eingesteckt und durch Klebung in Position gehalten.
- Auf diese Weise kommt die Scheibe, die an dem Bremsbelag reibt, notwendigerweise nach einer bestimmten Betriebszeit mit der leitenden Seele des Kabels in Kontakt. Dieser Kontakt schließt einen elektrischen Stromkreis, wodurch ein den Verschleiß der Beläge anzeigendes Signal ausgelöst wird.
- Eine solche Einrichtung hat jedoch den Hauptnachteil, daß ihre Zuverlässigkeit dadurch eingeschränkt ist, daß die in den Belag eingesteckte Ummantelung des Kabels ihrerseits beschädigt werden kann durch Witterungseinflüsse, durch sehr starke Erhitzungen, denen sie aufgrund des Reibbelages unterliegt, und durch innere Verformungen der Seele ihres elektrisch leitenden Kabels, das starken Temperaturschwankungen unterliegt.
- Das leitende Kabel muß eine Ummantelung aufweisen, die zugleich wasserdicht, zugfest und temperaturbeständig gegenüber hohen Temperaturen ist. Die Vereinigung dieser drei Eigenschaften ist ein schwieriges Problem, da wasserdichte Materialien, die gegenüber erhöhten Temperaturen beständig sind, im allgemeinen nicht zugfest sind.
- Rohe Behandlungen der Einrichtung oder rauhe Betriebsbedingungen können jedoch zu beträchtlichen Zugbeanspruchungen und zur Beschädigung des Kabels führen.
- Die Beschädigung des Kabels kann dazu führen, daß elektrische Störsignale erzeugt werden, die insbesondere die Funktion von Autoradios beeinträchtigen.
- DE-A-2 039 166 beschreibt im übrigen eine Verschleißanzeigeeinrichtung für Reibbeläge, bei der elektrisch leitende Adern in eine Matrix aus Harz eingebettet sind.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung einer Verschleißanzeigeeinrichtung für Reibbeläge vorzuschlagen, das die oben genannten Nachteile überwindet und dabei eine dauerhafte und zuverlässige Einrichtung ergibt und das außerdem einfach und wirtschaftlich durchführbar ist.
- Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer Verschleißanzeigeeinrichtung für Reibbeläge, insbesondere Bremsbeläge, bei dem in einer Seitenwand eines Reibbelages ein Loch mit zur Verschleißfläche des Belages im wesentlichen paralleler Achse ausgebildet wird und man in dieses Loch das Ende einer ummantelten elektrisch leitenden Ader einsteckt, die durch Klebung in Position gehalten wird, bevor die ummantelte elektrisch leitende Ader in dieses Loch eingesteckt wird, das Ende ihrer Ummantelung auf im gesamten Betriebstemperaturbereich des Belages stabile und elektrisch isolierende Weise verschlossen wird, indem man einen Tropfen eines aushärtbaren Harzes anbringt.
- Die nach diesem neuen Verfahren hergestellte Verschleißanzeigeeinrichtung erweist sich als wesentlich zuverlässiger als diejenigen, die durch bekannte Verfahren erhalten werden.
- Erfindungsgemäß wird nämlich das Ende der leitenden Ader perfekt isoliert, wobei jeder ungewollte elektrische Kontakt zwischen ihrer leitenden Seele und der Umgebung verhindert wird, der beispielsweise zu Störungen von Autoradios führen könnte.
- Erfindungsgemäß wird nur das Ende der Ummantelung verschlossen, und das gesamte Ende der ummantelten elektrisch leitenden Ader wird in das seitliche Loch des Belages eingeführt und durch Klebung gehalten.
- Bevorzugt ist das Harz, das das Ende der Ummantelung der ummantelten elektrisch leitenden Ader verschließt, ein Epoxiharz oder ein Cyanacrylatharz.
- Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist außerdem eine Vorrichtung zur Verschleißanzeige von Reibbelägen, insbesondere Bremsbelägen, mit einer ummantelten elektrisch leitenden Ader, die in einem in einer Seitenwand eines Belages ausgebildeten Loch untergebracht werden kann, wie in Anspruch 3 beansprucht.
- Zum besseren Verständnis der Erfindung werden nunmehr zwei lediglich als Beispiel und ohne jegliche beschränkende Absicht gegebene Ausführungsformen anhand der beigefügten schematischen Zeichnung erläutert, in der zeigen:
- - Figur 1 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der Erfindung;
- - Figur 2 einen Schnitt längs der Linie II-II in Figur 1.
- In Figur 1 bilden eine Tragplatte 1 und ein an dieser Tragplatte befestigter Reibbelag 2 zusammen einen Bremsbelag für Scheibenbremsen.
- In einer Seitenwand 3 des Belages 2 ist ein Loch 4 so ausgebildet worden, daß seine Achse im wesentlichen zu der Verschleißfläche 5 des Belages 2 parallel ist.
- Erfindungsgemäß ist eine ummantelte elektrisch leitende Ader 6 mit einer leitenden Seele 7 und einer Ummantelung 8 aus isolierendem Kunststoff in das seitliche Loch 4 eingesteckt, wobei ihr Ende mit Hilfe eines Harztropfens 9 aus einem Epoxiharz verschlossen ist, das bei hoher Temperatur gebrauchsfähig sein muß.
- Beispielsweise ist es mehrere Stunden lang beständig gegenüber Temperaturerhöhungen von bis zu 400 ºC.
- Die Anbringung dieses Harztropfens kann beispielsweise mit Hilfe einer Spendevorrichtung (Dispenser) erfolgen.
- Vorzugsweise läßt man das Produkt bei Umgebungstemperatur gelieren, und man schließt seine Vernetzung bei erhöhter Temperatur ab.
- Im Verlauf der Vernetzung dringt das Harz durch Kapillarwirkung in das Ende der Ummantelung ein. Auf diese Weise härtet es in einem Zustand aus, in dem es eng mit der Ummantelung verbunden ist, wodurch am Ende der Ader ein wasserdichter und gegenüber hohen Temperaturen beständiger Stopfen gebildet wird.
- Im übrigen kann die Ummantelung 8 der ummantelten elektrisch leitenden Ader 6 ihrerseits beeinträchtigt werden, insbesondere durch Temperaturschwankungen, denen sie ausgesetzt ist, und durch Dehnungen der leitenden Seele 7, die sie umschließt.
- Die in der Zeichnung dargestellte Ummantelung 8 ist aus Glasfasern hergestellt, die einzeln mit einem Produkt auf Silikonbasis ummantelt und miteinander verflochten sind, um die Ummantelung 8 zu bilden.
- In einer Variante dieser Ausführungsform ist die so erhaltene Ummantelung auch in ihrer Gesamtheit mit einem Produkt auf Silikonbasis umhüllt.
- Man kann zu diesem Zweck reines Silikon oder ein Silikonharz verwenden, das beispielsweise aus reinem Silikon und einem Acryllack zusammengesetzt sein kann.
- Prüfungen, die an dieser Ummantelung nach der Norm NFR 13 414 und NFR 13 415 durchgeführt wurden, haben ausgezeichnete isolierende Eigenschaften in Verbindung mit einer guten Beständigkeit gegenüber hohen Temperaturen sowie einer hohen mechanischen Festigkeit ergeben, selbst nach mehrtägigem Eintauchen in Wasser oder nach Erhitzung auf 250 ºC für mehrere Stunden.
- Insbesondere wurde beobachtet, daß unter diesen Bedingungen der Vorerhitzung und des Eintauchens in Wasser eine mit einer solchen Ummantelung versehene elektrisch leitende Ader eine Durchschlagspannung in der Größenordnung von 4 KV aufweist, welcher Wert um das Vierfache höher ist als der von der oben genannten Norm geforderte Wert.
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung einer Verschleißanzeigeeinrichtung für
Reibbeläge (2), insbesondere Bremsbeläge, bei dem man das Ende der
Ummantelung (8) einer ummantelten elektrisch leitenden Ader (6) auf im gesamten
Betriebstemperaturbereich des Belages (2) stabile und elektrisch isolierende
Weise verschließt, ein Loch (4) mit zur Verschleißfläche (5) des Belages (2)
im wesentlichen paralleler Achse in einer Seitenwand (3) dieses Belages (2)
ausbildet, das Ende der ummantelten elektrisch leitenden Ader (6) in dieses
Loch (4) einsteckt und durch Klebung in Position hält, dadurch
gekennzeichnet, daß man das Ende der Ummantelung (8) verschließt, indem man dort
einen Tropfen eines aushärtbaren Harzes anbringt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Harz
ein Epoxiharz oder ein Cyanacrylat ist.
3. Vorrichtung zur Verschleißanzeige von Reibbelägen (2), insbesondere
Bremsbelägen, mit einer ummantelten elektrisch leitenden Ader (6), die in
einem in einer Seitenwand (3) des Belages (2) ausgebildeten Loch (4)
untergebracht werden kann, wobei das Ende der Ummantelung (8) der elektrisch
leitenden Ader durch ein im gesamten Betriebstemperaturbereich des
Belages (2) stabiles und elektrisch isolierendes Verschlußmittel verschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußmittel ein Tropfen eines
aushärtbaren Harzes ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ummantelung (8) der elektrisch leitenden Ader (6) aus Glasfasern aufgebaut ist, die
einzeln mit einem Produkt auf Silikonbasis beschichtet sind, wobei die
Fasern miteinander verflochten sind, um die Ummantelung zu bilden.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ummantelung (8) auch in ihrer Gesamtheit mit einem Produkt auf Silikonbasis
beschichtet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 und 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Produkt auf Silikonbasis reines Silikon oder ein Silikonharz ist,
das beispielsweise aus reinem Silikon und einem Acrvllack zusammengesetzt
ist.
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