DE69021069T2 - Adaptierbare vereisungsdetektorschaltung. - Google Patents

Adaptierbare vereisungsdetektorschaltung.

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Description

  • Diese Erfindung bezieht sich auf Eisdetektoren zur Erfassung von Vereisung als einer Funktion des Schmelzens von Eis auf einer Detektoroberfläche.
  • 2. Beschreibung des Standes der Technik
  • Es sind Eisdetektoren für Luftfahrzeuge bekannt, die eine Erfassungsoberfläche erwärmen und die thermische Schmelzwärme entweder während des Schmelzens oder des erneuten Gefrierens des abgelagerten Eises messen. Bei derartigen Eisdetektoren ist es schwierig, den Wärmeverlust aufgrund der thermischen Schmelzwärme genau zu messen, da verschiedene Verluste aus anderen Quellen vorhanden sind, die zur Schmelzwärme hinzukommen oder von dieser abgezogen werden und Meßfehler verursachen. Zu diesen anderen Verlusten gehören Übertragungswärmeverlust aufgrund unterschiedlicher Luftgeschwindigkeit, Lufttemperatur und Luftdichte sowie Wärmeverlust an Anordnungen, die den Eisdetektor abstützen. Es besteht somit ein Bedarf, zur Anzeige von Vereisung eine genauere Messung der Schmelzwärme zu liefern.
  • Die WO-A-88-09980 offenbart eine Eisdetektorschaltung zur Erfassung einer Eisablagerung auf einer Erfassungsoberfläche eines Eisdetektorfühlers und weist zur Erwärmung der Erfassungsoberfläche eine Heizvorrichtung sowie zur Erfassung der Temperatur der Erfassungsoberfläche während der Erwärmung einen Temperatursensor auf. Es ist eine Steuervorrichtung vorgesehen, die wahlweise die Heizvorrichtung mit Energie versorgt. Ein Zeitgeber erzeugt ein Zeit-Ausgangssignal, das einen zwischen ausgewählten Temperatursensor-Ausgangsniveaus verstrichenen Zeitabschnitt wiedergibt. Es ist eine Berechnungsvorrichtung zur Berechnung eines Ausgangssignal vorgesehen, das die Eisablagerung als eine Funktion eines vorher festgelegten Verhältnisses zwischen Eisablagerung und Zeit-Ausgangssignal wiedergibt. Das vorher festgelegte Verhältnis kann in einer Verweistabelle im Computer gespeichert oder durch einen Algorithmus geliefert werden, der ein zwischen dem Zeit-Ausgangssignal und der Ablagerung von Luftfeuchtigkeit auf dem Fühler der Erfassungsoberfläche festgelegtes Verhältnis wiedergibt.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Bei der vorliegenden Erfindung, wie sie in Anspruch 1 festgelegt ist, paßt eine Eisdetektorschaltung den Betrieb eines Eisdetektorfühlers oder -sensors an, um unterschiedliche Wärmeverluste in Zusammenhang mit Wärmeverlust bei erzwungener Konvektion an die Luftströmung über dem Sensor und Wärmeleitungsverlust an Anordnungen, die den Sensor umgeben, zu berichtigen.
  • Die Eisdetektorschaltung steuert die Erwärmung eines Fühlers oder Detektors zur Erfassung von Eis, das eine Schmelztemperatur aufweist. Die Eisdetektorschaltung erzeugt ein Vereisungs-Ausgangssignal, das eine Vereisung als eine Funktion eines durch den Fühler erzeugten Temperatur-Ausgangssignals anzeigt. Eine Steuervorrichtung in der Eisdetektorschaltung leitet zum Detektor, um eine Startzeit der Erwärmung zyklisch zu steuern. Die Eisdetektorschaltung weist weiterhin eine Meßvorrichtung auf, die mit dem Temperatur-Ausgangssignal gekoppelt ist, um eine Aufwärmzeit auf eine erste Temperaturschwelle unterhalb der Schmelztemperatur zu messen und um eine Schmelz zeit auf eine zweite Temperatur oberhalb der Schmelztemperatur zu messen. Eine Vergleichsvorrichtung in der Eisdetektorschaltung vergleicht die Schmelzzeit mit einem gespeicherten Vergleichsparameter und erzeugt das Vereisungs-Ausgangssignal. Eine Anpaßvorrichtung paßt die Startzeit als eine Funktion der Aufwärmzeit an, so daß die Start zeit für Wärmeverlust vom Detektor aufgrund von Nicht-Vereisung angepaßt wird.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform paßt die Anpaßvorrichtung weiterhin die Zyklusdauer als eine Funktion der Schmelz zeit an und paßt den gespeicherten Vergleichsparameter als eine Funktion der Aufwärmzeit an.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
  • Fig. 1 zeigt teils ein Block-, teils ein schematisches Diagramm einer bevorzugten Ausführungsform einer Eisdetektorschaltung 60, die mit dem Eisdetektorfühler 62 verbunden ist, der einen sich selbst erwärmenden Widerstands-Temperatursensor Rv aufweist, der dazu angeordnet ist, eine der Vereisung unterliegende Luftströmung, Pfeil F, aufzunehmen. Der Temperatursensor Rv kann ein sich selbst erwärmendes Dünnfilm-Widerstandsthermometer aus Platin aufweisen. Der Eisdetektor 62 ist an einer Strebe 64 auf einem Luftfahrzeug gelagert, und zwischen dem Fühler 62 und der Strebe besteht ein unerwünschter Wärmeverlust L.
  • Die Eisdetektorschaltung 60 weist Widerstände R&sub1;, R&sub2;, R&sub3;, R&sub4;, R&sub5;, und R&sub6; auf, die zur Bildung einer Widerstands-Brückenschaltung 66 mit dem Widerstand Rv verbunden sind, wie es in Fig. 1 gezeigt ist. Eine Erregungsquelle 68 ist über einen Festkörperschalter 70 mit den Erregungsanschlüssen 72, 74 der Brücke 66 gekoppelt. Wenn der Schalter 70 durch Anlegen eines Steuerungs-Ausgangssignals an Leitung 76 geschlossen wird, versorgt die Erregungsquelle 68 die Brücke 66 mit Energie. Wenn die Brücke 66 mit Energie versorgt wird, erwärmt der Widerstand Rv den Fühler 62 zur Erfassung von Vereisung. Der Widerstand Rv im Fühler 62, der Teil der Brücke 66 ist, erzeugt auf Leitung 78 ein Temperatur-Ausgangssignal, das die Temperatur T des Fühlers 62 wiedergibt. Die Widerstände R&sub1;, R&sub2;, R&sub3;, R&sub4;, R&sub5; sind zur Bildung eines ohmschen Potentialteilers zwischen den Erregungsanschlüssen 72, 74 in Reihe geschaltet. Der ohmsche Potentialteiler weist mehrere Abgreifpunkte 80, 82, 84, 86 auf, die Potentiale erzeugen, die im Vergleich zum Temperatur-Ausgangssignal auf Leitung 78 sukzessive höhere Temperaturschwellen wiedergeben.
  • Eine Vergleichsvorrichtung 90 vergleicht das Temperatur-Ausgangssignal auf Leitung 78 mit dem Potential am Abgreifpunkt 80 und erzeugt auf Leitung 92 ein Ausgangssignal, das anzeigt, daß die Temperatur T eine erste Schwellentemperatur unterhalb des Schmelzpunktes von Eis erreicht hat. Eine Vergleichsvorrichtung 94 vergleicht das Temperatur-Ausgangssignal auf Leitung 78 mit dem Potential am Abgreifpunkt 82 und erzeugt auf Leitung 96 ein Ausgangssignal, das anzeigt, daß die Temperatur T eine zweite Schwelle erreicht hat, die oberhalb des Schmelzpunktes von Eis liegt. Eine Vergleichsvorrichtung 98 vergleicht das Temperatur-Ausgangssignal auf Leitung 78 mit dem Potential am Abgreifpunkt 84 und erzeugt auf Leitung 100 ein Ausgangssignal, das anzeigt, daß die Temperatur T einen Punkt erreicht hat, bei dem im wesentlichen das gesamte Eis vom Fühler 62 entfernt ist. Eine Vergleichsvorrichtung 102 vergleicht das Temperatur-Ausgangssignal auf Leitung 78 mit dem Potential am Abgreifpunkt 86 und erzeugt auf Leitung 104 ein Ausgangssignal, das anzeigt, daß sich die Temperatur T außerhalb eines normalen Temperaturbereichs befindet und daß deshalb eine Funktionsstörung vorliegt.
  • Die Ausgangssignale der Vergleichsvorrichtungen auf den Leitungen 92, 96, 100, 104, die anzeigen, daß die Temperatur T sukzessive höhere Temperaturschwellen erreicht hat, werden zu einer Meßschaltung 106 geleitet. Das Steuerungs-Ausgangssignal auf Leitung 76 wird ebenfalls zur Meßschaltung 106 geleitet, wodurch der Beginn der Erwärmung angezeigt wird. Die Meßschaltung 106 mißt die Aufwärmzeit zwischen dem Beginn der Erwärmung und der Zeit, bei der die Temperatur die erste Schwelle erreicht, und erzeugt auf Leitung 108 ein Ausgangssignal T1ZEIT, das die Aufwärmzeit anzeigt. Die Meßschaltung mißt weiterhin die Schmelzzeit zwischen der ersten und der zweiten Schwelle und erzeugt auf Leitung 110 ein Ausgangssignal MZEIT, das die Schmelzzeit anzeigt.
  • Die Meßschaltung 106 mißt ebenfalls die Zeit, bei der die Temperatur T die dritte Schwelle erreicht und erzeugt auf Leitung 112 ein Ende-der-Erwärmung-Ausgangssignal, das anzeigt, wann die dritte Schwelle erreicht worden ist. Eine Steuereinheit 114 steuert das Steuerungs-Ausgangssignal auf Leitung 76 als eine Funktion des Ende-der-Erwärmung-Ausgangssignals auf Leitung 112 und eines gespeicherten anpaßbaren Parameters ZYKLUSDAUER, der in einem Speicherelement oder Speicher bei 116 gezeigt ist. Während des Betriebs startet die Steuereinheit 114 einen Erwärmungs-Zeitabschnitt, indem sie das Steuerungs-Ausgangssignals auf Leitung 76 erzeugt, damit der Schalter 70 die Erregungsquelle 68 mit der Brücke 66 verbinden kann. Die Verbindung der Brückenschaltung mit der Erregungsquelle 68 bewirkt, daß der Widerstand Rv die Erwärmung des Fühlers 62 beginnt. Wenn das Temperatur-Ausgangssignal T die durch den Spannungsteiler gesetzten Schwellen übersteigt, verändern die Ausgangssignale 92, 96, 100 der Vergleichsvorrichtungen sukzessive ihren Zustand, wodurch angezeigt wird, daß die Temperatur T sukzessive höhere Schwellentemperaturen erreicht hat. Wenn die Temperatur T die dritte Schwelle erreicht, öffnet die Steuereinheit 114 den Schalter 70 und der Sensor kann bis zum Ende des Zyklus' abkühlen. Die Länge des Zyklus' wird durch die ZYKLUSDAUER gesteuert.
  • Die Parameter-Anpassungsschaltung 118 empfängt die Ausgangssignale T1ZEIT und MZEIT auf den Leitungen 108 und 110 und paßt die Parameter ZYKLUSDAUER, STREBEN-HEIZVORRICHTUNG, die bei 120 gespeichert gezeigt ist, und VEREISUNGSZEIT, die bei 122 gespeichert gezeigt ist, an, wie es unten in Zusammenhang mit Fig. 2 detailliert beschrieben ist.
  • Die Vergleichsschaltung 124 vergleicht die gespeicherten Vergleichsparameter VEREISUNGSZEIT mit der erfaßten Schmelzzeitvariablen MZEIT und erzeugt auf Leitung 126 ein die Vereisung anzeigendes Vereisungs-Ausgangssignal. Das Vereisungs-Ausgangssignal auf Leitung 126 kann zu einer Ablesevorrichtung 128 oder einer Steuerungsvorrichtung 130 geleitet werden, die die Enteisung von Luftfahrzeugoberflächen steuert.
  • Der bei 120 gespeicherte Parameter STREBEN-HEIZVORRICHTUNG steuert die Betätigung eines Festkörperschalters 132, der die Energieversorgung einer Heizvorrichtung 134 in der Strebe oder Lagerungsanordnung 64 für den Fühler 62 steuert.
  • Fig. 2 zeigt ein durch die Parameter-Anpassungsschaltung 118 ausgeführtes Flußdiagramm oder einen Algorithmus. Die Parameter-Anpassungsschaltung 118 kann eine digitale Logik oder ein Microprozessorsystem aufweisen, und das Microprozessorsystem kann auch für andere in der Eisdetektorschaltung 60 ausgeführte Funktionen verwendet werden. Der in Fig. 2 gezeigte Algorithmus ist ein adaptiver Steuerungsalgorithmus, der bei der Steuerung des Eisdetektors und des Vereisungs-Ausgangssignals verwendete Parameter an Umgebungsbedingungen des Wärmeverlusts und der Vereisung anpaßt. Der Algorithmus wird für jeden Erwärmungszyklus des Fühlers 62 einmal ausgeführt. Die Parameter-Anpassungsschaltung 118 beginnt die Ausführung des Algorithmus' bei Leitung 12 in Fig. 2, und schreibt gemessene Zeiten A und B mit gegenwärtigen Werten von T1ZEIT bzw. MZEIT fort, wie es in Block 14 gezeigt ist. T1ZEIT ist der Zeitabschnitt zwischen dem Starten der Energieversorgung der Heiz- Vorrichtung und der Erfassung der ersten Temperaturschwelle. MZEIT ist der Zeitabschnitt der Eisschmelze zwischen der Erfassung der ersten und der zweiten Erfassungsschwelle.
  • Die Zeit A, die Zeit zur Erwärmung des Sensors auf die erste Temperaturschwelle, steht in Wechselbeziehung mit dem zwingenden Übertragunswärmeverlust an die Luftströmung F und dem Wärmeleitungsverlust L an die Anordnungen (Wärmesenken) 64, die den Sensor umgeben. Wenn die Umgebungstemperatur niedriger ist, dauert es länger, den Sensor 62 auf die erste Temperaturschwelle zu erwärmen, da sich die umgebenden Wärmesenken auf einer niedrigeren Temperatur befinden. Deshalb ist die Zeit A ist größer, wenn die Umgebungstemperaturen niedrig sind. Wenn über den Sensor 62 eine größere Massenströmung F stattfindet, ist der Wärmeverlust bei erzwungener Konvektion größer und die Zeit A nimmt daher zu.
  • Die Leitungswärmeverluste und die Wärmeverluste aufgrund er- V zwungener Konvektion sind während des Zeitabschnitts des Schmelzens vorhanden und bewirken einen Fehler in der Messung von Schmelzwärme von Eis auf dem Fühler. Die Zeit A gibt diesen Hintergrund-Wärmeverlust wieder, der unabhängig von Wärmeverlust aufgrund von schmelzendem Eis ist.
  • In den Entscheidungsblöcken 16, 18, 20 vergleicht die Parameter-Anpassungsschaltung die Zeit A mit gespeicherten Zeitkonstanten A1, A2, A3, um verschiedene Betriebsmodi M1, M2, M3 und M4 basierend af der Geschwindigkeit des Hintergrund-Wärmeverlusts auszuwählen. Der Betrieb des Eisdetektors wird somit hinsichtlich des Hintergrund-Wärmeverlusts berichtigt.
  • Im Entscheidungsblock 16 vergleicht die Parameter-Anpassungsschaltung die Zeit A mit der Zeitkonstante A1, die bei einer bevorzugten Ausführungsform A1 = 200 Mikrosekunden beträgt. Wenn die Zeit A weniger als Al beträgt, zeigt dies an, daß die Umgebungstemperatur so warm ist, daß die Vereisung nur sehr langsam, wenn überhaupt, auftritt, und die Parameter-Anpassungsschaltung wählt den Modus Ml im Block 22 aus. Beim Modus M1 stellt die Parameter-Anpassungsschaltung die ZYKLUSZEIT lang ein, damit das Eis lange Zeit auf dem Sensor anwachsen kann. Bei einer bevorzugten Ausführungsform stellt die Parameter-Anpassungsschaltung 118 die ZYKLUS ZEIT beim Modus M1 auf 8 Sekunden ein. Beim Modus M1 paßt die Parameter-Anpassungsschaltung 118 den gespeicherten Vergleichsparameter VEREISUNGSZEIT so an, daß er lang ist, um die Wahrscheinlichkeit einer falschen Anzeige von Vereisung aufgrund von Rauschen zu verringern. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist beim Modus M1 VEREISUNGSZEIT = 4 Sekunden. Beim Modus M1 stellt die Parameter-Anpassungsschaltung den Parameter STREBEN-HEIZVOR- RICHTUNG auf ein niedriges Niveau ein, das die Streben-Heizvorrichtung abschaltet. Nachdem die Parameter-Anpassungsschaltung die Parameter ZYKLUSZEIT, VEREISUNGSZEIT und STREBEN- HEIZVORRICHTUNG im Block 22 angepaßt hat, verläßt die Parameter-Anpassungsschaltung den Algorithmus über die Linien 24, 26.
  • Nach Vervollständigung des Algorithmus' stehen die durch die Parameter-Anpassungsschaltung ausgewählten Worte ZYKLUSZEIT, VEREISUNGSZEIT und STREBEN-HEIZVORRICHTUNG zur Verwendung während des nächsten Erwärmungszyklus' des Fühlers zur Verfügung.
  • Wenn die Zeit A größer als die Konstante A1 ist, vergleicht die Parameter-Anpassungsschaltung 118 als nächstes im Entscheidungsblock 18 die Zeit A mit einer zweiten Konstante A2 (größer als Konstante A1). Bei einer bevorzugten Ausführungsa form ist A2 = 5 Millisekunden. Wenn die Zeit A weniger als die Konstante A2 beträgt, zeigt dies an, daß sich die Umgebungstemperatur und die Luftströmung in einem Bereich befinden, in dem eine Vereisung möglich ist, und die Parameter-Anpassungsschaltung wählt im Block 28 den Modus M2 aus. Beim Modus M2 wird die Konstante VEREISUNGSZEIT auf einen kürzen Zeitabschnitt eingestellt als beim Modus M1, und bei einer bevorzugten Ausführungsform beträgt beim Modus M2 die VEREISUNGSZEIT = 42 Millisekunden.
  • Nach der Auswahl des Modus M2 führt die Parameter-Anpassungsschaltung den Entscheidungsblock 30 aus, der die gegenwärtige Eisschmelzzeit B mit einer Konstante B1 vergleicht, die bei einer bevorzugten Ausführungsform B1 = 42 Millisekunden beträgt. Wenn die Zeit B weniger als die Konstante B1 beträgt, dann tritt keine besondere Vereisung auf, und am Block 32 wird der Modus M2A ausgewählt. Beim Modus M2A wird die ZYKLUSZEIT auf 8 Sekunden eingestellt und die STREBEN-HEIZVORRICHTUNG wird niedrig eingestellt und die Streben-Heizvorrichtung wird nicht mit Energie versorgt. Nach Vervollständigung des Blocks 32 verläßt die Parameter-Anpassungsschaltung den Algorithmus über die Linien 34, 36, 26.
  • Wenn die Vereisungszeit B nicht weniger als die Schwelle B1 beträgt, fährt die Parameter-Anpassungsschaltung fort, den Entscheidungsblock 38 auszuführen. Beim Entscheidungsblock 38 wird die Vereisungszeit B mit einer Konstante B2 verglichen, und bei einer bevorzugten Ausführungsform ist B2 = 220 Millisekunden. Wenn die Vereisungszeit B geringer als die Konstante B2 ist, dann tritt mäßige Vereisung auf, und der Modus M2B wird ausgewählt. Beim Modus M2B wird im Block 40 die STREBEN- HEIZVORRICHTUNG niedrig eingestellt, und die ZYKLUSZEIT wird auf einen kürzeren Zeitabschnitt eingestellt als beim Modus M2A. Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird die ZYKLUSZEIT beim Modus M2B auf 4 Sekunden eingestellt. Nach Ausführung der Befehle in Block 40 verläßt die Parameter-Anpassungsschaltung den Algorithmus über die Wege 42, 36 und 26.
  • Wenn die Vereisungszeit B nicht weniger als die Schwelle B2 beträgt, dann besteht starke Vereisung, und die Parameter- Anpassungsschaltung bewegt sich vom Entscheidungsblock 38 zum Block 44. Beim Block 44 stellt die Parameter-Anpassungsschaltung die STREBEN-HEIZVORRICHTUNG auf ein hohes Niveau ein und die Streben-Heizvorrichtung wird eingeschaltet. Beim Modus M2C stellt die Parameter-Anpassungsschaltung ebenfalls die ZYKLUS- ZEIT auf einen kurzen Zeitabschnitt ein, bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die ZYKLUSZEIT = 2 bis 3 Sekunden, um zu verhindern, daß auf dem Sensor Eis zu dick anwächst. Nach Beendigung des Blocks 44 verläßt die Parameter-Anpassungschaltung den Algorithmus über die Wege 46, 36, 26.
  • Blickt man nun zurück auf den oben diskutierten Entscheidungsblock 18, so bewegt sich die Parameter-Anpassungschaltung zum Entscheidungsblock 20, wenn die Zeit A nicht weniger als die Konstante A2 beträgt. Beim Entscheidungsblock 20 vergleicht die Parameter-Anpassungschaltung die Zeit A mit einer Konstante A3. Die Konstante A3 beträgt vorzugsweise 50 Millisekunden. Wenn die Zeit A weniger als 50 Millisekunden beträgt, dann besteht mäßiger Wärmeverlust vom Sensor und die Parameter-Anpassungschaltung wählt den Modus M3 bei 50 aus. Beim Modus M3 wird die VEREISUNGSZEIT auf eine längere Zeit als beim Modus M2 eingestellt und der Parameter STREBEN-HEIZVORRICHTUNG wird hoch eingestellt. Bei einer bevorzugten Ausführungsform beträgt beim Modus M3 die VEREISUNGSZEIT = 45 Millisekunden. Wenn die Zeit A länger als 50 Millisekunden ist, dann wählt die Parameter-Anpassungsschaltung den Modus M4 bei 48 aus, wodurch ein schneller Hintergrund-Wärmeverlust vom Sensor angezeigt wird, wie man ihn bei niedrigen Umgebungstemperaturen antrifft. Beim Modus M4 wird die VEREISUNGSZEIT höher als beim Modus M3 eingestellt, und bei einer bevorzugten Ausführungsform beträgt die VEREISUNGSZEIT = 55 Millisekunden beim Modus M4 und die STREBEN-HEIZVORRICHTUNG wird hoch eingestellt. Nach Beendigung des Blocks 48 oder 50 verläßt die Parameter-Anpassungsschaltung 118 den Algorithmus über die Wege 36, 26.
  • Die Streben-Heizvorrichtung wird mit Energie versorgt, wenn Eis erfaßt wird und sich die Umgebungstemperatur unterhalb des Sollwerts befindet. Dies verringert den Stromverbrauch durch die Streben-Heizvorrichtung, verlängert die Lebensdauer der Heizvorrichtung und der elektrischen Teile in der Strebe und erhöht die Empfindlichkeit des Sensors für Vereisung bei nahezu Gefriertemperaturen durch Verringerung der Wärmeleitung von der Strebe zur Sensoroberfläche. Das schnelle Ansprechen der Streben-Heizvorrichtung auf Vereisungsvorgänge verhindert, daß Eis auf der Strebe anwächst.
  • Während die Erfindung unter Bezugnahme auf bevorzugte Ausführungsformen beschrieben wurde, erkennen Fachleute, daß Form und Details verändert werden können, ohne vom Umfang der Erfindung, wie er durch die beigefügten Ansprüche definiert ist, abzuweichen.

Claims (6)

1. Eine Schaltung (66) zur Steuerung der Erwärmung eines Eis erfassenden Fühlers (62) und zur Erzeugung eines Vereisungs- Ausgangssignals, das die Vereisung als eine Funktion eines durch den Fühler (62) erzeugten Temperatur-Ausgangssignals anzeigt, wobei die Schaltung folgendes aufweist: Eine Steuervorrichtung (114), die zur Steuerung der Dauer zyklischer Zeitabschnitte der Erwärmung und Abkühlung des Fühlers (62) angeordnet ist, eine Meßvorrichtung (106), die zur Aufnahme des Temperatur-Ausgangssignals und zum Messen der Schmelzzeit von einer ersten Temperaturschwelle unterhalb der Schmelztemperatur von Eis und einer zweiten Temperaturschwelle oberhalb der Schmelztemperatur von Eis angeordnet ist, eine Vergleichsvorrichtung (124), die zum Vergleichen der Schmelzzeit mit einem gespeicherten Vergleichsparameter und Erzeugen des Vereisungs- Ausgangssignals angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßvorrichtung zur Messung einer Aufwärmzeit vom Beginn des Erwärmens bis zu einer ersten Temperaturschwelle unterhalb der Schmelztemperatur von Eis angeordnet ist, und eine Anpaßvorrichtung (118) zum Anpassen der Dauer des Zeitabschnitts der Abkühlung als einer Funktion der Aufwärmzeit angeordnet ist, um Wärmeverlust von dem Fühler (62) aufgrund Nicht-Vereisung auszugleichen.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpaßvorrichtung (118) weiterhin zum Anpassen der Dauer des Zeitabschnitts der Erwärmung als einer Funktion der Schmelzzeit angeordnet ist.
3. Schaltung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpaßvorrichtung (118) weiterhin zum Anpassen des gespeicherten Vergleichsparameters als einer Funktion der Aufwärmzeit angeordnet ist.
4. Schaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpaßvorrichtung (118) weiterhin zum Anpassen des gespeicherten Vergleichsparameters als einer Funktion der Schmelzzeit angeordnet ist.
5. Schaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpaßvorrichtung (118) weiterhin zum Anpassen der Erwärmung einer erwärmbaren Anordnung (64), auf der der Fühler (62) angebracht ist, als einer Funktion der Aufwärmzeit angeordnet ist.
6. Schaltung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anpaßvorrichtung (118) weiterhin zum Anpassen der Erwärmung der Anordnung (64) als einer Funktion der Schmelzzeit angeordnet ist.
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