DE67092C - Einrichtung zur Verhütung von Unfällen beim Brechen strorndurchflossener Kabel - Google Patents
Einrichtung zur Verhütung von Unfällen beim Brechen strorndurchflossener KabelInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B7/00—Insulated conductors or cables characterised by their form
- H01B7/32—Insulated conductors or cables characterised by their form with arrangements for indicating defects, e.g. breaks or leaks
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02G—INSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
- H02G7/00—Overhead installations of electric lines or cables
- H02G7/18—Devices affording mechanical protection in the event of breakage of a line or cable, e.g. net for catching broken lines
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Description
Ml
HES
PATENTAMT.
(Grafschaft Middlesex).
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung, beim Brechen stromdurchflossener
Kabel Unfälle aller Art, wie Explosions- oder Feuersgefahr, zu verhüten. Diese Einrichtung
besteht wesentlich in der Verbindung einer Hülfsleitung mit der Hauptleitung, deren erstere
am besten "mit einer schmelzbaren Sicherung
,sversehen ist oder auch ohne eine solche angeordnet
werden kann. Die Hülfsleitung ist aufser an ihren Enden, an welchen sie mit der lauptleitung "metallisch verbunden ist, von dem
laupfleiter isolirt. Die schmelzbare Sicherung
l!hat den Zweck, den Strom nach Bruch des
Kabels unter Ausschlufs der Bildung eines Lichtbogens an der Bruchstelle durch -den
Hülfsleiter allein zu führen und denselben durch die Stromwärme derartig zu erhitzen, dafs ein
Abschmelzen der entsprechend feuer- und explosionssicher eingebetteten Sicherung eintritt
unter Umständen, welche einen Unglücksfall, sei es durch Zündung oder dergleichen
mehr, vollständig ausschliefsen. Die Einricnrung
wird überall da mit grofsem Vortheil angewendet, wo elektrische Leitungen m~~ der Nähe
brennbarer oder explosibler Stoffe vorbeigeführt werden und wo dieselben in unterirdischen
Räumen Verwendung finden, in denen sehr leicht eine Entzündung explosibler Gase oder
mit brennbaren Stoffen angefüllter Luft erfolgen kann. Auch wo Leitungen oberirdisch geführt
werden und durch beim Brechen des Kabels entstehende Funken bezw. Lichtbogenbildung
Unfälle oder durch die starke Spannung des Stromes unmittelbare Gefahren für das Leben
entstehen könnten, wird die Einrichtung, mit Vortheil angewendet werden.
In den beiliegenden Zeichnungen wird angedeutet, in welcher Weise die Einrichtung
Anwendung finden kann.
In Fig. ι derselben bedeuten L und L1 eine
Leitung, durch welche von der elektrischen Erzeugermaschine D der Strom einer Treibmaschine
E zugeführt und nach der Erzeugermaschine wieder zurückgeleitet wird. Um nun
beim Bruch der Stromleitung L bezw. L1 Unglücksfälle der oben genannten Art zu verhüten,
wird nahe den Punkten A und -B von
dem Hauptleiter L ein Hülfs- oder Nebenleiter M abgezweigt, dessen Leitungsfähigkeit
von besonderen Verhältnissen, unter welchen die Stromführung geschieht, abhängig ist. Der
Nebenleiter M bildet eine Zweigleitung von dem Hauptleiter L und wird vortheilhaft mit
einer schmelzbaren Sicherung S versehen. Auch in den Hauptleiter L kann eine derartige Sicherung
eingeschaltet werden. Von der Treibmaschine E kehrt der Strom durch die Leitung L1
zur Erzeugermaschine zurück. Auch die Leitung L1 ist mit einer Sicherung C1 und einem
■ Nebenleiter M1 versehen, welcher von dem
Hauptleiter L1 ganz wie der Nebenleiter M
vom Hauptleiter L abgezweigt ist. Auch der Nebenleiter M1 wird mit einer Sicherung Sl
versehen. Tritt nun ein Bruch des Kabels L
bezw. L1 ein oder wird eines derselben durchschnitten, dann würde, falls der Nebenleiter M
bezw. M1 nicht vorhanden ist, an der Bruchstelle ein wenn auch nur kurze Zeit währender
Funke bezw. ein elektrischer Lichtbogen "Üefr" bilden. Dadurch jedoch, dafs der an der
Bruchstelle des Kabels unterbrochene Strom sofort einen Weg über den Nebenleiter findet,
wird die Bildung eines Funkens an der Bruchstelle verhütet. Der Nebenleiter wird derartig
geführt oder isolirt, dafs eine Erwärmung bezw. ein Schmelzen desselben einen Unfall irgend
einer Art hervorzubringen nicht vermag. Schmilzt derselbe oder wird derselbe so stark erwärmt,
dafs eine in demselben angeordnete schmelzbare Sicherung ohne Hervorbringung eines
schädlichen Funkens bezw. eines Lichtbogens schmilzt, dann wird dadurch der Strom in
unschädlicher Weise unterbrochen. In Fällen, wo Leiter hochgespannte Ströme übertragen,
und hauptsächlich in Fällen, wo derartige Leitungen oberirdisch geführt werden, wird es
doppelt wünschenswerth sein, dieselben nach dem Bruch gänzlich von der Stromquelle abzuschliefsen.
Dies zu erreichen, kann eine selbstthätige Ausschaltung dienen, welche in der Weise angeordnet wird, dafs sie, wenn die
Hülfssicherung durch Schmelzung ausgeschaltet wird, den Strom vollständig unterbricht.
In Fig. 2 wird eine derartige Anordnung zum gänzlichen Unterbrechen des Stromkreises beim
Bruch des Hauptleiters gezeigt. Diese Anordnung wird im wesentlichen gebildet durch ein
auf einer Gleitstange geführtes Gewicht W, welches durch einen . Draht S mit dem Nebenleiter
M verbunden ist. Der Strom läuft dann über M durch die Sicherung S, geht auf das
Gewicht W über und wird von diesem durch den metallisch mit demselben verbundenen
Hülfsleiter M weiter geführt. Bewirkt nun die diesen durchströmende S'trommenge das Abschmelzen
der Sicherung, so wird das Gewicht W herabgleiten and dadurch eine Ausschaltvorrichtung
P bethätigen, welche in dem Hauptleiter L eingeschaltet ist. Auf diese Weise
kann leicht der erwähnte Zweck erreicht werden, dafs selbstthätig mit der Unterbrechung
des Stromes im Nebenleiter die vollständige Unterbrechung des Hauptleiters bewirkt wird,
so dafs also durch Berühren der Enden des Hauptleiters nach dem selbstthätigen Ausschalten
des Nebenleiters die Bildung eines Lichtbogens unmöglich gemacht wird.
Die Anordnung des Nebenleiters kann nun, wie leicht ersichtlich ist, auf verschiedene Weise
bewirkt werden, entweder wie dies an Hand der Fig. ι erläutert wurde, durch einen von
dem Hauptleiter vollständig isolirt und räumlich von ihm getrennt angeordneten Nebenleiter,
oder durch das Einlegen desselben innerhalb oder durch Anlegen desselben aufserhalb
des Hauptleiters, wobei der Nebenleiter vortheilhaft durch einen schraubenförmig gewundenen,
elastischen und gut isolirten''Draht f gebildet wird fs. Fig. 2 und 4). Den Nebenieiter^jelastisch
zu machen empfiehlt sich aus dem GrancteT" weil däSürcE bei Bruch des
Hauptkabels ein starkes Auseinanderschnellen
.j Qliae„dafs„_gleichzeitig,
Der Hülfsleiter wirkt also in diesen Fällen auch als selbsttätiger Ausschaltery Selbstverständlich Ί
wird auch in diesen Fällen'auf eine gute Isolirung des Nebenleiters vom Hauptleiter zu
achten sein. Bisweilen dürfte es nothwendig sein, die Möglichkeit zu verhindern, dafs ein
Funke bezw. ein Lichtbogen entstehen kann, wenn das Kabel nicht durch Zufall, sondern
absichtlich, etwa durch das Eindringen eines scharfen Werkzeuges, zerschnitten wird. In
diesem Falle erweist die durch die Fig. 5 veranschaulichte Anordnung der Kabel sich als
zweckmäfsig. Dieselbe unterscheidet sich von der in Fig. 1 dargestellten, abgesehen davoh,
dafs hier ein in den Hauptleiter eingebetteter Nebenleiter Verwendung findet, nur durch die
Einschaltung von Widerständen R R1 in die Nebenleiter nahe den Punkten BB1. Durch
diesen Widerstand wird bewirkt, dafs beim Durchschneiden des Kabels, welches bei der
gedachten Anordnung der Widerstände nur an einem zwischen dem Widerstand und der
Erzeugermaschine gelegenen Punkt stattfinden kann, der Hauptleiter mit dem Nebenleiter
mittelst des schneidenden Werkzeuges derart kurz geschlossen wird, dafs der Widerstand
durch unmittelbaren Uebergang des Stromes vom Hauptleiter auf den Nebenleiter an der
Schneidstelle gleichsam ausgeschaltet und ein Anwachsen des Stromes im Nebenleiter infolge
des aus dem Nebenleiter ausgeschalteten Widerstandes bewirkt wird, welches dann die Ausschaltung
durch Abschmelzen der Sicherung und Unterbrechung des Stromes auch im Hauptleiter nach der in Fig. 2 gezeigten Unterbrechungsart
zur Folge hat; damit aber ist alle Gefahr beseitigt.
Claims (2)
1. In einem elektrischen Stromvertheilungssystem
mit einem Haupt- und einem parallel zu diesem geschalteten Hülfsleiter die Anordnung
eines Ausschalters im Hauptleiter, welcher durch einen selbstthätigen Ausschalter
im Nebenleiter beeinflufst wird.
2. Die unter 1. genannte Einrichtung in der Weise, dafs an die Hülfsleiter nahe der
Stromverbrauchsstelle Widerstände . eingeschaltet werden, zum Zwecke, beim Durch-
schneiden des Hauptleiters durch leitende Verbindung dieses und des Hülfsleiters mittelst
des schneidenden Werkzeuges einen Kurzschlufs vor dem Widerstand herzustellen, hierdurch den in den Hülfsleiter
geführten Strom zu verstärken und so die Ausschaltung zu bewirken.
Bei der unter i. und 2. gekennzeichneten Vorrichtung die Anordnung von spiralförmigen
Hülfsleitern, welche um oder in den Hauptleiter gelegt werden, um beim
Bruch des Kabels die Bruchstücke durch die Federkraft des Hülfsleiters aus einander
zu schnellen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE67092C true DE67092C (de) |
Family
ID=340750
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT67092D Expired - Lifetime DE67092C (de) | Einrichtung zur Verhütung von Unfällen beim Brechen strorndurchflossener Kabel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE67092C (de) |
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