DE601239C - Verfahren zur thermodynamischen Energiespeicherung - Google Patents

Verfahren zur thermodynamischen Energiespeicherung

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DE601239C
DE601239C DEM121881D DEM0121881D DE601239C DE 601239 C DE601239 C DE 601239C DE M121881 D DEM121881 D DE M121881D DE M0121881 D DEM0121881 D DE M0121881D DE 601239 C DE601239 C DE 601239C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K3/00Plants characterised by the use of steam or heat accumulators, or intermediate steam heaters, therein
    • F01K3/006Accumulators and steam compressors

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structures Of Non-Positive Displacement Pumps (AREA)

Description

  • Verfahren zur thermodynamischen Energiespeicherung Die Erfindung betrifft die thermodynamische Energiespeicherung. Bei dieser wird zu Zeiten geringen Energiebedarfes mittels einer Wärmepumpe einem Unterspeicher Wärme in Form von Dampf niedriger Temperatur entzogen und unter Aufwendung mechanischer Energie durch Kompression des Dampfes und Niederschlagen desselben in einem Oberspeicher auf ein höheres Temperaturniveau gebracht und dort gespeichert. Zu Zeiten erhöhten Energiebedarfes kann die so gespeicherte Energie zur Energierückgabe verwendet werden, indem dem Oberspeicher Dampf entzogen und nach Arbeitsleistung in einer Dampfkraftmaschine wieder dem Unterspeicher zugeführt und dort niedergeschlagen wird. Hierbei arbeitet der Unterspeicher vorteilhafterweise als Verdrängungsspeicher mit einem über Kondensatoren oder Vorwärmer führenden Vorwärmekreislauf und einem über Verdampfer führenden Dampfabgabekreislauf. Eine derartige Anlage zeigt die Abb. i, in der US den Unterspeicher, OS den Oberspeicher, Tl die Verdampfer, K die Kondensatoren bedeuten. Der mit K ompr. bezeichnete Kompressor und die mit Turb. bezeichnete Kraftmaschine (Turbine) arbeiten auf das MotorfGeneratoraggregat bzw. werden von diesem angetrieben. Bei Energieüberschuß wird der Oberspeicher dadurch geladen, daß in den Verdampferstufen V unter gleichzeitiger Entladung des Unterspeichers US Dampf stufenweise geringer werdenden Druckes erzeugt und im Kompressor auf den Druck des Oberspeichers verdichtet wird. Bei Energiebedarf wird der Oberspeicher dadurch. entladen, daß die Turbine aus ihm Dampf erhält und mit dem Abdampf in mehreren Kondensationsstufen K das abgekühlte Wasser des Unterspeichers US auf höhere Temperatur bringt.
  • Bei dieser Arbeitsweise wird die Größe des Unterspeichers von dem Temperaturunterschied zwischen dem unten gesammelten Kaltwasser und dem oben gesammelten Warmwasser bestimmt. Der Unterspeicher braucht nicht unter Überdruck zu stehen, so lange die Warmwassertemperatur unter ioo° bleibt. Der Wirkungsgrad der gesamten Speicherung wird bei großer Zahl der Verdampfer- und Kondensationsstufen und geringer Temperaturspanne im Unterspeicher günstiger, weil das der Temperaturspanne entsprechende Gefälle ein Mehr an Ladearbeit gegenüber der Entladearbeit erfordert und also selbst bei theoretisch verlustloser Arbeitsweise dieses Energiequantum bei jedem Wärmeumsatz verlorengehen muß. Demgegenüber spielt, wie eine Wirtschaftlichkeitsberechnung zeigt, auch die Tatsache, daß größere Temperaturdifferenzen im Unterspeicher die Anordnung mit geringeren Speicherdimensionen gestatten, nur eine untergeordnete Rolle, da der Unterspeicher als nicht unter Überdruck stehender Behälter billig herzustellen ist und die Kosten des teureren unter Überdruck stehenden Oberspeichers um so geringer werden können, je besser der Wirkungsgrad der Gesamtanlage ist. Die solchermaßen aus Wirtschaftlichkeitsgründen anzustrebende geringe Temperaturspanne im Unterspeicher von nur i5° und' weniger hat jedoch besondere Folgen für die Bemessung des Kompressors. Dieser nimmt aus jeder Verdampferstufe einen Teilstrom an Dampf zur zugeordneten Kompressorstufe auf, so daß in der Stufe höchsten Druckes das geringste, in der Stufe geringsten Druckes das größte Fördergewicht zu verarbeiten ist. Andererseits bewirkt die Kompression des Dampfes zwischen den aufnehmenden Stufen eine Volumenverringerung, die an sich in keinem bestimmten Verhältnis zu den Gewichtsunterschieden steht.
  • Es ergibt sich infolgedessen, daß immer eine Stufe, die bei den gegebenen Dampfmengen und spezifischen Volumina gerade voll beaufschlagt sind; die Schluckfähigkeit des ganzen Kompressors begrenzt, auch wenn die anderen Stufen des Kompressors noch nicht voll vom Dampf beaufschlagt sind. Je nach der'Dampftemperatur und der Temperaturspanne im Unterspeicher lassen sich für bestimmte Stufenzahlen jene Stufen ermitteln, die voll beaufschlagt sind und daher die Leistungsgrenze des Kompressors bedingen. Zeichnet man sich unter Berücksichtigung der jeweils voll beaufschlagten Stufe die Gesamtfördergewichte des Kompressors in der Stufe höchsten Druckes auf, so ergeben sich Kurvenscharen, die sämtlich ein klar erkennbares Maximum aufweisen, bei dem die Leistungsfähigkeit des Kompressors am günstigsten wird.
  • Erfindungsgemäß soll diese Tatsache für die Festlegung der Temperatur- und Druckverhältnisse der Speicheranlage in der Weise ausgenutzt werden, daß die mittlere Temperatur des angesaugten Dampfes und die Temperaturspanne, mit der der Unterspeicher arbeitet, je nach der Stufenzahl so gewählt sind, daß annähernd die für die geringste Kompressorgröße sich ergebenden günstigsten Werte eingehalten sind, das sind z. B. bei zweistufiger Dampfentwicklung Temperaturspannen von etwa 2o bis 40°, bei vierstufiger Dampfentwicklung Spannen von etwa 2o bis 5o°. Hierdurch wird auch erreicht, daß der Kompressor bei verhältnismäßig kleiner Diinensionierung möglichst große Dampfmengen bei günstigem Vollastwirkungsgrad verarbeiten kann, was für die Wirtschaftlichkeit der Speicheranlage wesentlicher ist als die eingangs erläuterten Grundsätze der bisherigen Überlegungen, die eigentlich zu Temperaturspannen im Unterspeicher von i S ° und weniger führen würden.
  • Eine gleichmäßig günstige Ausnutzung der Kompressorstufen ergibt sich dann, wenn alle Stufen ungefähr gleiche Dampfvolumina zu fördern haben, wozu es in der Regel erforderlich ist, die Temperaturdifferenzen zwischen den einzelnen Stufen der Dampfentwicklung in bestimmter Weise ungleich zu verteilen. Die Differenzen sind so zu bemessen, daß in jeder Stufe das Produkt aus der zu verarbeitenden Dampfmenge und dem spezifischen Dampfvolumen gleich ist, so daß also die Volumenabnahme bei der Kompression in jeder einzelnen Kompressorstufe der Mengenzunahme durch die nächsthöhere Dampfentwicklungsstufe die Waage hält.
  • Die Kurvenscharen der Abb.2a und 2b zeigen die `oben geschilderten Verhältnisse, und zwar geben sie als Ordinate das gesamte Ansauggewicht eines Kompressors bei voller Beaufschlagung einer Stufe für verschiedene mittlere Temperaturen des angesaugten Dampfes an, wozu als Abszisse die Temperaturspanne im Unterspeicher aufgetragen ist. Es zeigen Abb. Z a die Kurvenscharen für zweistufige Dampfentwicklung, Abb. 2 b für vierstufige Dampfentwicklung. Den gerechneten Zahlen liegen folgende Annahme- und Einheitswerte zugrunde: i. Das maximale Fördervolumen eines Rades betrage i cbm je Zeiteinheit.
  • 2. Die gesamte Temperaturdifferenz des Unterspeichers wirddurch die einzelnenDampfentwicklungsstufen gleichmäßig unterteilt.
  • Die gleichmäßige Unterteilung der gesamten Temperaturdifferenz ergibt gleiche Radzahlen je Ansaugestufe des Kompressors und ist zudem mit Rücksicht auf den Gesamtwirkungsgrad des Prozesses erwünscht. Aber auch, wenn man von dieser Voraussetzung abweicht, bleibt der Charakter der Kurven erhalten. Das insgesamt mögliche Fördervolumen ergibt sich dann daraus, daß in einer der Stufen das Maximalfördervolumen erreicht ist, diese Stufe also als engster Querschnitt wirkt.
  • Die Steigerung der Kennlinien im Bereich der geringen Temperaturdifferenzen ergibt sich dadurch, daß die geringe Temperaturdifferenz geringe Volumenunterschiede zur Folge hat, also das Höchstvolumen in der obersten Stufe des Kompressors zu fördern ist, die sämtliche Teilströme gemeinsam erfaßt. Andererseits ergibt sich der abnehmende Verlauf der Kennlinie nach Überschreitung des Maximums in den Bereichen der größeren Temperaturdifferenzen daraus, daß große Temperaturspanne im Speicher auch große Spannen in den Einzelstufen zur Folge hat und daß dabei die Volumenverringerung infolge der Kompression größer wird als die Gewichtszunahme infolge der stufenweisen Aufnahme der Teilströme. Die Schluckfähigkeit wird daher bei großen Temperaturspannen im wesentlichen von den unteren Kompressorstufen bestimmt, die den Dampf niedrigsten Druckes und damit größten spezifischen Volumens zu fördern haben. Die Maxima sind in jenem Bereich gelegen, bei welchem die Volumenabnahme der Gewichtszunahme durch Hinzukommen der Teilströme ungefähr gleich ist.
  • Die gezeichneten Diagramme sind nach einer Rechnung ermittelt, die im folgender. für den in Fig. 2b mit A bezeichneten Punkt wiederholt sei. Es beträgt dort die - Gesamttemperaturdifferenz des Unterspeichers 40°. Das Wasser kühlt sich in den vier Verdampfern über die Zwischenwerte 70, 6o und 5o° auf die Temperatur von 40° ab. Die von vier Kompressorstufen angesaugten Dampfströme haben gleichfalls die Temperatur 40, 5o, 6o und 70°, demnach die mittlere Temperatur 55°. Wir nehmen dabei an, daß der Dampf während der Kompression in jederllStufe, stets so gekühlt werde, daß die Kompression: in der Grenzkurve verläuft, eine Voraussetzung, die praktisch genügend genau durch Einspritzung erreicht wird. Man erhält nun für jedes Rad das zugehörige Fördergewicht, indem man das zugrunde gelegte Fördervolumen durch das spezifische Volumen des Dampfes für die betreffende Ansaugetemperatur teilt. Die Zahlenwerte sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt:
    Tem- Spez. Volu- Ansauge- Förder- Förder-
    men des an-
    pera- gewicht gewicht volumen
    tur gesaugten @@ @e Stufe je Stufe je Stufe
    Dampfes V
    OC m1/kg kg kg m3
    Obere Temperatur des Unter-
    speichers .............. 80
    Dampftemperatur der Ent-
    wicklungsstufe
    I ............... 70 5,05 0,0416 o,=664 0,83
    II ............... 6o 7,69 0,0416 0,1248 o,96
    III ............... 50 12,05 0,0416 to,o832 1,0o
    IV ............... 40 19,55 0,0416 0,0416 0,81
    Für die beim Beispiel zugrunde gelegten Verhältnisse ergibt sich also, daß die Stufe III diejenige ist, die bei voller Beaufschliagung der Fördermenge begrenzt, und .daß eine Gesamtförderung von o,1664 kg möglich ist. Der Punkt A liegt dicht neben, jedoch noch nicht auf dem Maxitraum. Für die. mittlere Dampftemperatur von 55' erweist sich eine Temperaturdifferenz des Unterspeichers von etwa 37' als am günstigsten.
  • Im übrigen zeigen die Kurven bei zweistufiger Ansaugung ein ausgesprochenes Maximum in der Nähe von 30°, für vierstufige Ansaugung eiki solches in der Nähe von 4o°. Für eine fünfstufige Ansaugung des Kompressors würde man auf noch höhere Maximalwerte kommen.
  • An Hand der gegebenen Diagramme und sonstigen Rechnungsunterlagen kann man für jeden sonst noch denkbaren Fall die Maximalwerte im Sinne der vorstehenden Erfindung errechnen und die Auswahl der Temperaturspanne danach bestimmen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur thermodynamischen Energiespeicherung, bei dem Dampf, der aus einem Unterspeicher in mehreren Stufen durch Entspannen entwickelt wird, mittels eines durch Überschußenergie betriebenen Kompressors komprimiert und in einem Oberspeicher gespeichert wird, um ihn in Zeiten von Energiemangel unter Energieabgabe zu entspannen, dadurch gekennzeichnet, daß die mittlere Temperatur des angesaugten Dampfes und die Temperaturspanne, mit der der Unterspeicher arbeitet, je nach der Stufenzahl so gewählt sind, daß annähernd die für die geringste Kompressorgröße sich ergebenden günstigsten Werte eingehalten sind, das sind z. B. bei zweistufiger Dampfentwicklung Temperaturspannen von etwa 2o bis 40°, bei vierstufiger Dampfentwicklung Spannen von etwa 2o bis 5o°. .
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperaturdifferenzen zwischen den einzelnen Dampfentwicklungsstufen in der Weise ungleich gehalten sind, daß die vom Kompressor zwischen den einzelnen Stufen geförderten Dampfvolumina untereinander nahezu gleich sind.
DEM121881D 1932-11-22 1932-11-22 Verfahren zur thermodynamischen Energiespeicherung Expired DE601239C (de)

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