DE60102149T2 - Anordnung zum axialen Verbinden von einem Rohr mit einer Armatur - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft das technische Gebiet von Präzisionspassungen, das heißt, sie betrifft Baugruppen aus verschiedenen Komponenten, die die hermetische koaxiale Verbindung eines Rohrs mit dem gerippten Endbereich eines Passstücks erfordern, das einen Anschlagflansch besitzt.
- Im Stand der Technik, der beispielsweise in den Patenten
EP 0 477 704 B1 undEP 0 159 997 B1 offenbart ist, besteht eine Baugruppe der oben genannten Art aus einer koaxial um das Äußere des Rohrs herum platzierten Hülse, wobei ein im Allgemeinen zylindrischer koaxialer Ring zwischen dem Rohr und dieser Hülse vorgesehen ist. - Wenn die Hülse in Richtung des besagten Anschlagflansches verschoben wird, nimmt sie den oben erwähnten Ring in der gleichen Richtung mit sich, und dieser Ring übt, wenn er sich bewegt, auch radialen Druck auf das Rohr aus, das koaxial darin vorhanden ist. Dieser Druck hat den Effekt, die innere Oberfläche des Rohrs plastisch zu verformen, so dass sie sich an die oben erwähnte gerippte Fläche des Endbereichs des Passstücks anpasst, die normalerweise die Form von abwechselnden ringförmigen Erhebungen mit einem halbkreisförmigen Querschnitt hat. In anderen, einfacheren Ausgestaltungen des Standes der Technik wird der oben erwähnte allgemein zylindrische Ring nicht verwendet, und die Anbringbaugruppe weist nur eine Hülse auf, innerhalb derer das Rohr erweitert wird, bevor es mit Kraft an dem entsprechenden Passstück angebracht wird.
- Auf dem fraglichen Anwendungsgebiet bestehen die an Passstücken anzubringenden Rohre meist aus Metall oder Plastik, und in beiden Fällen haben die oben beschriebenen Systeme, die momentan verwendet werden, Nachteile oder Beschränkungen hinsichtlich ihrer funktionalen Verlässlichkeit.
- Das einfachere System, das oben zuletzt beschrieben ist, ist nur dann funktional, wenn Plastikrohre angebracht werden, nicht wenn Metallrohre angebracht werden, denn aufgrund des starken Drucks des Rohrs auf das Passstück, erfolgt durch die thermische Erweiterung der Röhre, kann die hermetische Abdichtungen der Verbindung nicht länger verlässlich garantiert werden, wenn das Rohr Fluide bei hohen Temperaturen befördert.
- Andererseits ist das anfangs beschriebene Systeme mit dem allgemein zylindrischen Ring effektiv für das Anschließen von Metallrohren, aber nicht von Plastikrohren, die in der Anwesenheit von hohen Temperaturen schrumpfen und/oder nachgeben, was der Ring (der normalerweise aus Metall besteht) nicht kompensieren kann, da seine elastische Reaktion, insbesondere entgegengesetzt, wie sie es durch seine thermische Ausdehnung ist, für diese Aufgabe unzureichend ist.
- Der Erfinder der vorliegenden Erfindung hat eine Baugruppe in Betracht gezogen, die die bisher beschriebenen Nachteile und Beschränkungen überwindet, und zwar insofern, als sie mit einem zweiten Ring versehen ist, der koaxial zwischen der Hülse und dem besagten allgemein zylindrischen Ring vorgesehen ist, welcher eine größere elastische Reaktion bietet und auch die Gleichmäßigkeit des radialen Drucks entlang der gesamten Länge des sich in der Hülse befindlichen Rohrs sicherstellt, anders als andere Systeme, die eine solche Gleichmäßigkeit in Richtung der Enden des allgemein zylindrischen Rings nicht garantieren, die sich unter den radialen Beanspruchungen verformen, denen sie unterworfen werden.
- Indem die äußere Oberfläche des Rings mit einer geeigneten leicht konischen Gestalt versehen wird, erzielt der Erfinder auch eine exakte und automatische Zentrierung der verschiedenen Teile, die die erfindungsgemäße Baugruppe ausmachen sollen.
- Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher eine Baugruppe zur koaxialen Befestigung eines Rohrs an der Außenseite des Endbereichs eines Passstücks, wie sie im Oberbegriff des Anspruchs 1 beschrieben ist, gekennzeichnet durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des gleichen Anspruchs.
- Die Vorteile der erfindungsgemäßen Baugruppe ergeben sich aus der nun folgenden ausführlicheren Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform, die von dem Erfinder aus den vielen verschiedenen Ausführungsformen ausgewählt wurde, die Fachleuten aus den in den anliegenden Ansprüchen vorhandenen Lehren gegenwärtig werden. Diese Beschreibung wird sich auch auf die anliegenden Zeichnungen beziehen, welche folgendes zeigen:
- – In
1 einen Längsschnitt durch einen Teil der besagten veranschaulichenden Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Baugruppe, wobei alle Teile zusammengefügt sind; - – in
2 eine vergrößerte und teilweise geschnittene Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Baugruppe in einer Explosionsansicht, d. h. wobei die verschiedenen Teile vor dem Zusammenfügen aufgereiht sind. -
2 zeigt zunächst, dass die erfindungsgemäße Baugruppe1 , die für die Befestigung eines Rohrs2 an der gerippten Oberfläche3d des Endbereichs3t eines Passstücks3 sorgen soll, mit einem Anschlagflansch4 , im Wesentlichen aus einer Hülse5 besteht, die koaxial um das Äußere eines ersten, allgemein zylindrischen Rings6 herum angebracht ist. Zwischen diesem Ring und der Hülse5 ist ein zweiter zylindrischer Ring7 koaxial und ohne Spiel eingesetzt. - Wenn die Hülse
5 in der Richtung der Längsachse des Passstücks3 gezogen wird, werden der zweite Ring7 und der erste Ring6 mitgenommen und dringen koaxial einer in den anderen ein, wie in1 deutlich wird. Der besagte erste allgemein zylindrische Ring6 , der, wenn er axial gleitet, einen gleichmäßigen radialen Druck entlang der gesamten Länge des Abschnitts des Rohrs in Kontakt mit ihm ausübt, dringt das Rohr dazu, sich durch teilweise oder vollständig plastische Verformung hermetisch an die oben erwähnte gerippte Oberfläche3d des Endbereichs3t des Passstücks3 anzupassen, und die Hülse5 beendet ihre axiale Bewegung, wenn sie auf den Anschlagflansch4 dieses Passstücks3 trifft. - Um einen selbstzentrierenden Effekt an den verschiedenen Komponenten zu erzielen, schlägt der Erfinder vor, die äußere Oberfläche
6e des besagten allgemein zylindrischen Rings6 vorteilhaft zu gestalten, indem dieser Ring6 mit einer geringfügigen Ausweitung versehen wird, die sich in Richtung des Anschlagflansches4 öffnet. Das Ergebnis ist eine Baugruppe, die alle vom Erfinder beabsichtigten Ziele erreicht. - Um zu verhindern, dass sich die Hülse
5 löst, schlägt der Erfinder vor, die innere Oberfläche5s mit einer ringförmigen Ausnehmung8 zu versehen, die dazu geeignet ist, wenn die Hülse5 in Kontakt mit dem Anschlagflansch4 ist, eine ringförmige Erhebung9 aufzunehmen, die an der äußeren Oberfläche des besagten allgemein zylindrischen Rings6 ausgeformt ist. Dies wird verhindern, dass sich die Hülse5 löst, ob sie nun gedreht wird oder nicht, ohne Notwendigkeit für weitere Maßnahmen (zusätzliche Teile an der Hülse und an dem Anschlagflansch, Berändelung, etc.), die bei den gängigen Beispielen des Standes der Technik notwendig sind.
Claims (3)
- Baugruppe (
1 ) zur koaxialen Befestigung eines Rohrs (2 ) an der Außenseite des Endabschnitts (3t ) eines Rohrverbindungsstücks (3 ), das eine gerippte Oberfläche (3d ) und einen Widerlagerflansch (4 ) besitzt, wobei die Befestigung durch axiales Verschieben einer koaxialen Hülse (5 ) zu dem Widerlagerflansch (4 ) hin erreicht wird, wobei im Inneren der Hülse (5 ) ein erster, im Allgemeinen zylindrischer Ring (6 ) aufgenommen ist, der radial gegen das Rohr (2 ) gepresst wird, wodurch das Rohr (2 ) durch plastische Deformation an die gerippte Oberfläche (3d ) des Endabschnitts (3t ) des Rohrverbindungsstücks (3 ) angepasst wird, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Hülse (5 ) und dem ersten, im Allgemeinen zylindrischen Ring (6 ) ohne Spiel ein zweiter zylindrischer Ring (7 ) eingefügt ist, der koaxial zwischen dem ersten, im Allgemeinen zylindrischen Ring (6 ) und der Hülse (5 ) aufgenommen ist. - Baugruppe nach Anspruch 1, wobei die Innenoberfläche (
5s ) der Hülse (5 ), zum Aufnehmen eines ringförmigen Reliefs (9 ), das an der Außenoberfläche des im Allgemeinen ringförmigen Rings (6 ) ausgebildet ist, mit einer ringförmigen Aussparung (8 ) versehen ist. - Baugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Außenoberfläche (
6e ) des im Allgemeinen ringförmigen Rings (6 ) zum begrenzenden Widerlagerflansch (4 ) hin nach außen geneigt ist, um eine Selbstzentrierung zu ergeben.
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