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Elastischer Gleitschutz mit Kugelgelenkverbindung für Musikinstrumente
Der Erfindungsgegenstand stellt einen elastischen Gleitschutz mit Kugelgelenkverbindung
für Musikinstrumente dar, bei dein dis wesentlich Neue darin besteht, daß die Gleitschutzfläche
aus. Schwammgummi und die Verbindung der Kugelgelenkteile aus einem elastischen,
Zwischenstück bestehen.
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Gleitschutzvorrichtungen der verschiedensten Art sind bereits bekannt,
und insbesondere gibt es auch für Musikinstrumente, wie Celli-, Kontrabässe usw.,
Gleitschutzunterlagen, die mit einer Gummiplatte oder einem Gummiring an, der Auflagefläche
auf dem Boden versehen sind. Alle diese bekannten Gleitschutzvorrichtungen können
allein auf Grund der Beschaffenheit der Reibflächen, auch wenn sie aus Gummi bestehen,
keinen wirksamen Schutz gegen Gleiten bieten, und man versieht daher diese Gleitschutzvorrichtungen
noch mit Ketten, Schnüren oder Riemen, die man an einem Stuhlbein oder sonstwo.
festbindet, oder man läßt kleine Metallspitzen, die sich in den Fußboden (Linoleum,
Teppich usw.) einbohren, noch aus der Gummireibfläche hervortreten. Es ist bekannt,
daß die spitzen Stachel von Celli-und Baßinstrumenten, wenn man nicht eine besondere
und verhältnismäßig große Unterlagplatte anwendet, die Fußböden, Teppiche, Linoleumbeläge,
Holzfußböden usw. erheblich beschädigen. Auf Steinfußböden, Fliesen, Zement usw.
kann sogar mit dem spitzesten Stachel kein Schutz gegen Gleiten des Instrumentes
beim Spiel gefunden werden, und der Musiker gerät in Ermangelung eines geeigneten
Haltepunktes für sein Instrument oft in die größte Verlegenheit.
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Natürlich darf ein Gleitschutz für Musikinstrumente, um überall gebraucht
und -bequem mitgenommen werden zu können, nicht zu groß und zu schwer sein. Der
Umstand, bei geringsten Ausmaßen eine größte Sicherheit gegen Gleitschutz zu bieten,
entscheidet über die Brauchbarkeit eines Gleitschützes überhaupt. Gewöhnliche Gummiplatten,
selbst geriffelte oder aufgerauhte, liegen auf großer. Fläche auf Linoleum, besonders
wenn es gebohnert ist, auf Fliesen, Zementboden usw. nicht fest und beginnen zu
wandern, wenn sie mit dem schräg gestellten Stachel unter den Erschütterungen beim
Spiel beansprucht werden. Eine ganz überraschende Wirkung gegen Gleiten der Instrumente
oder anderer schräg gestellter Stützen erhält man aber, wenn man die Reibflächen
aus stark porösem und zusammendrückbarem Material, wie Schwammgummi, herstellt.
Dieses Material übt zusammengesetzte Reib- und Saugwirkung gegen Gleiten aus und
hat zur Folge. daß es auf den glatten Flächen der Linoleumböden, Steinfliesen, Marmor,
Glas usw. ebenso. fest und mitunter gar noch fester liegt als auf Teppichen, Holzfußböden
und anderen rauhen Flächen. Die außerordentliche Wirkung des Schwammgummis gestattet
es, daher, auch verhältnismäßig kleine Reibflächen anzuwenden und somit den Unterlagkörper
ganz klein zu halten. Es
hat sich praktisch erwiesen, daß z. B.
runde Schwammgummiflächen von etwa 6o mm Durchmesser einen unbedingten Gleitschutz
für Celli auf jeden, selbst den glattesten und härtesten Fußböden bilden. Nicht
die geringsten Spuren von Flecken, Fußbodenbeschädigung o. dgl. sind nach Entfernung
dieses Gleitschutzes zu beobachten. Der Unterteil des Gleitschutzes, welcher die
Schwammgummiplatte trägt, ist zu einer Pfanne eines Kugelgelenkes ausgebildet, in
welche ein mit einem elastischen Zwischenglied versehenes Gelenkoberteil hineinpaßt.
Jedes harte Aufstoßen der Instrumente auf den Fußboden wird vermieden, und der Übelstand
des Mitschwingens der Fußböden, wenn in einem Orchester mehrere Celli oder Bässe
zusammenspielen, wird durch die weiche Schwammgummiunterlage und das elastische
Zwischenglied unterbunden, wodurch die Klangreinheit der Instrumente an sich noch
erhöht wird. Die Fortlassung aller metallischen Teile für die Ausgestaltung des
Kugelgelenkes und die Erzielung eines weichen, aber sicheren Stützpunktes steigert
die jedem Instrument eigene Klangart.
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Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt, und zwar
zeigt Fig. i einen senkrechten Schnitt durch den Unter- und Oberteil eines Gleitschutzes,
Fig.2 einen ähnlichen Schnitt wie nach Fig. i mit Oberteil in schräger Lage, Fig.
g eine zeichnerische Darstellung des Erfindungsgegenstandes an einem Streichinstrument
angebracht.
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Nach Fig. i besteht der Unterteil des Gleitschutzes aus einem Unterlagkörper
a, in welchem die Schwammgummiplatte b fest verklebt ist. Der zur Pfanne eines Kugelgelenkes
ausgebildete Körper a besteht zweckmäßigerweise aus hartem Holz, kann natürlich
aber auch aus anderen Stoffen, wie Hartgummi u. dgl., gefertigt sein. In den zur
Gelenkpfanne ausgebildeten Unterteil greift ein elastisches Zwischenglied d ein,
das seinerseits auch wiederum in den Oberteil e des Kugelgelenkes eingesetzt ist
und Gelenkober- und -unterteil elastisch, aber fest aufeinanderzieht.
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Der Oberteil des Gelenkes ist nach Fig. i als Stütze f in Form eines
Cellostachels ausgebildet.
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Das elastische Zwischenglied d kann beispielsweise ein Körper in Form
und Art eines Luftdruckhalters sein, mit dem, wie allgemein bekannt, Gegenstände
an Schaufensterscheiben usw. befestigt werden und der einen billigen Handelsartikel
darstellt. Ein solches Zwischenglied zur Verbindung eines Kugelgelenkes verwendet,
zieht bei senkrechter Stellung des Stachels die Gelenkglieder straft aufeinander,
und bei schrägen Lagen des Stachels wird das Zwischenglied selbsttätig festgeklemmt,
wirkt also gleichsam selbstsperrend, läßt aber trotzdem eine fast waagerechte Lage
des Stachels zu, ohne daß die Kugelgelenkteile auseinanderspringen.