DE546830C - Einrichtung an radial beaufschlagten Turbinen - Google Patents
Einrichtung an radial beaufschlagten TurbinenInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D1/00—Non-positive-displacement machines or engines, e.g. steam turbines
- F01D1/24—Non-positive-displacement machines or engines, e.g. steam turbines characterised by counter-rotating rotors subjected to same working fluid stream without intermediate stator blades or the like
- F01D1/28—Non-positive-displacement machines or engines, e.g. steam turbines characterised by counter-rotating rotors subjected to same working fluid stream without intermediate stator blades or the like traversed by the working-fluid substantially radially
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf radial beaufschlagte Dampf- oder Gasturbinen, in denen die
Schaufelringe mit zwei oder mehreren Durchgängen für das Treibmittel ausgebildet sind.
In einer radial beaufschlagten Turbine bisher gebräuchlicher Ausführung mit zwei oder mehreren
Durchgängen für das Treibmittel wird der Druck in demSpalt zwischen je zwei aufeinanderfolgenden
Laufschaufelringen gleich groß längs des ganzen Spaltes, weil die einzelnen Durchgangskanäle
jedes Ringes das gleiche Wärmegefälle (Druckgefälle) durch die ganze Turbine hindurch aufweisen. In einer solchen Turbine
erfolgt deshalb keine Strömung des Treibmittels in axialer Richtung in den Spalten zwischen den
einzelnen Durchgangskanälen; an den freien Enden der Schaufelringe aber ist das Treibmittel,
z. B. der Dampf, bestrebt, an dem Ende vorüberzuströmen, indem ein Druckunterschied,
der gleich dem Druckgefälle in dem Schaufelringe ist, zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Spalten vorhanden ist. Um diese unerwünschte Überströmung zu verhindern, werden Dichtungen,
für gewöhnlich in Gestalt von Blechringen, nahe den Enden der Schaufelringe vorgesehen.
Zweck der Erfindung ist es, diese Überströmung um die Enden der Schaufelringe zu
vermeiden oder wenigstens herabzusetzen. Zu diesem Zwecke wird erfindungsgemäß der dem
freien Ende jedes Schaufelringes am nächsten liegende Durchgangskanal für ein kleineres
Wärmegefälle (Druckgefälle) als der andere Durchgangskanal oder die übrigen Durchgangskanäle ausgebildet. Hierdurch wird das Druck-
gefalle, auf dem das Bestreben des Dampfes, um das freie Ende des Schaufelringes zu entweichen,
beruht, entsprechend herabgesetzt und somit auch das besagte Bestreben selbst entsprechend verringert. Der zweite Durchgangskanal
oder, bei Schaufelringen mit mehr als zwei Durchgangskanälen, der der Befestigung
des Ringes am nächsten liegende Kanal ist dann für ein entsprechend höheres Druckgefälle
ausgebildet. In diesem Falle ist die Einrichtung derart, daß die Summe der Wärmegefälle
oder Druckgefälle in zwei aufeinanderfolgenden Durchgangskanälen gleich derjenigen
in zwei anderen aufeinanderfolgenden Durchgangskanälen zweier benachbarter Schaufelringe,
wenn es sich um eine Gegenlaufturbine handelt, bleibt. Dies bedeutet, daß ein Druckausgleich
in jedem zweiten Spalte vor sich geht, der somit den gleichen Druck in seiner ganzen
Länge aufweist. In diesem Spalte wird somit das Verhältnis das gleiche wie in einer Turbine
bisher bekannter Ausführung, d. h. irgendwelche Strömung zwischen den einzelnen Kanälen
findet hier nicht statt. Eine derartige Strömung erfolgt dagegen in den übrigen Spalten, so daß
in den letzteren Spalten Dichtungen zwischen den einzelnen Durchgangskanälen vorgesehen
werden müssen. Aus dem Gesichtspunkte der Herstellung werden aber Dichtungen auch in
den übrigen Spalten vorgesehen. 6g
Zwecks Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeichnung hingewiesen, auf welcher Abb. 1
einen Axialschnitt von drei Schaufelringen
schematisch darstellt, die zu einer Gegenlaufturbine bekannter Ausführung gehören. Die
Abb. 2 bis 4 stellen ähnliche Schnitte von Schaufelringen dar, die zu Turbinen verschiedener
Ausführungen nach der Erfindung gehören.
In den in Abb. ι gezeichneten Schaufelringen findet ein gleich großes Wärmegefälle (Druckgefälle)
in jedem von den drei- Durchgangskanälen jedes Schaufelringes statt. In bezug
ίο auf das Druckgefälle sind somit die einzelnen Schaufelringe identisch. Wenn man das Druckgefälle
in einem Durchgangskanale jedes Ringes mit a/2 bezeichnet, so wird das Druckgefälle
zweier aufeinanderfolgender Ringe gleich α. Mit Pfeilen ist angedeutet, wie das Treibmittel,
z. B. Dampf, um die freien Enden der Schaufelringe leckt. Diese Leckung beruht für jeden
Schaufelring auf einem Druckunterschied, der gleich a/2 ist. Durch das Einsetzen von Dichtungsblechen
io, ii zwischen den einzelnen Schaufelringen nahe an deren Enden versucht
man, diese Leckung zu vermeiden oder herabzusetzen. Bei jedem freien Ringende kommt
deshalb auf jedes Dichtungsblech ein Druckunterschied gleich a/4. Zwischen den einzelnen
Durchgangskanälen erfolgt dagegen keine Strömung in den Spalten zwischen den Ringen, und
es bedarf deshalb keiner Dichtungsbleche zwischen den einzelnen Durchgangskanälen.
In Abb. 2 sind ebenfalls drei Durchgangskanäle dargestellt. In diesem Falle aber ist
angenommen, daß der an dem freien Ende jedes Ringes befindliche Durchgangskanal für ein
Wärmegefälle (Druckgefälle) gleich «/4 ausgebildet ist, während der dem befestigten Ende
des Ringes am nächsten liegende Durchgangskanal für ein Wärmegefälle (Druckgefälle)
gleich 3 a/4 ausgebildet ist. Der mittlere Durchgangskanal ist für ein Wärmegefälle von al2 bestimmt,
und zwar gilt dies für sämtliche Ringe der Beschaufelung. Mit dieser Wahl der Wärmegefälle
wird die Summe der Wärmegefälle je zweier aufeinanderfolgender Schaufelringe gleich α. Wenn man die Ringe mit 1, 2, 3 und 4
und die Spalte mit B, C, D bezeichnet, wird, falls ι der erste Ring eines beliebig gewählten
Teiles der Beschaufelung ist, der Druck im Spalte B wie auch im Spalte D an allen Stellen
gleich. Dagegen ändert sich der Druck im Spalte C. Zwischen Spalt B und Spalt C
herrscht am freien Ende des Ringes 2 ein Druckunterschied entsprechend dem Wärmegefälle
a/4. Eine Überströmung von Dampf erfolgt somit um das genannte freie Ende des Ringes 2. Dieser Überströmung wirken zwei
Dichtungsbleche 10 und 11 entgegen, die je
einen Druckunterschied von a/8 aufzunehmen haben, d. h. nur den halben Druckunterschied
im Vergleich mit der Ausführung gemäß Abb. 1. Die Leckung um das freie Ende des Schaufelringes
wird also praktisch halb so groß als in der Ausführung gemäß Abb. 1. Im Spalte C
zwischen dem rechten und dem mittleren Kanäle herrscht ebenfalls ein Druckunterschied entsprechend
dem Wärmegefälle von a/4 zu a/2, d. h.
gleich a/4. Eine Überströmung von Dampf erfolgt somit von dem rechten nach dem mittleren
Kanäle;, ihr wird aber durch das Dichtungsblech 12 entgegengewirkt. Zwischen dem mittleren
und dem linken Kanäle ist ebenfalls ein Bestreben zur Dampf über strömung vorhanden,
und dieser Überströmung wirkt ein Dichtungsblech 13 entgegen. Der Druckunterschied entspricht
auch hier einem Wärmegefälle gleich a/4,
und zwar von aJ2 zu 3 a/4. Am freien Ende des Ringes 3 herrscht ein Druckgefälle gleich α/4,
dem durch zwei Dichtungsbleche 14 und 15 entgegengewirkt wird, die je einen Druckunterschied
von a/8 aufnehmen.
Im Spalte B findet zwischen den einzelnen Kanälen keine Dampfströmung statt, weil ja
das Druckgefälle hier längs der ganzen Länge des Spaltes das gleiche ist. Im nächstfolgenden,
nicht dargestellten Spalte ändert sich aber der Druck, und die Strömungsverhältnisse werden
hierbei die gleichen, wie sie oben in bezug auf den Spalt C beschrieben sind.
Aus dem Vorstehenden ergibt sich, daß Dichtungsbleche zwischen den einzelnen Kanälen
in den Spalten B und D entbehrlich sind, da hier kein Druckunterschied vorhanden ist. Der
Herstellung wegen werden aber Dichtungsbleche auch an diesen Stellen angebracht. Im
Vergleich mit der Turbine nach Abb. 1 wird die Leckung an den freien Endön der Schaufelringe
der Turbine nach Abb. 2 durch die ganze Turbine hindurch nur halb so groß als in der
Turbine nach Abb. 1, was aus der obigen Darstellung unmittelbar hervorgeht.
Die Anzahl der Durchgangskanale kann selbstverständlich größer oder geringer als drei
sein, etwa nur zwei, wie in Abb. 3 dargestellt ist. Hier kann man zweckmäßig das Wärmegefälle
beim freien Ringende gleich a/3 und beim befestigten Ringende gleich 2 a/3 setzen. Die in
Verbindung mit Abb. 2 gegebene Erklärung dürfte hinreichend sein, um Abb. 3 ohne besondere
Erklärung verstehen zu können.
In den Abb. 2 und 3 befinden sich die Durchgangskanäle der aufeinanderfolgenden Schaufelringe
gerade einander gegenüber. In Abb. 4 dagegen sind die Durchgangskanäle der aufeinanderfolgenden
Schaufelringe durch entsprechende gegenseitige Versetzung der Schaufelringe axial zueinander versetzt. Hierdurch
irfolgt eine Herabsetzung des Durchgangsquerschnittes jedes Kanales durch die ganze
Beschaufelung hindurch. An den mit 5 bezeichneten Stellen der Zeichnung, wo ein Schaufelring die freie Fläche des vorhergehenden
Ringes teilweise deckt, entsteht eine Verdichtung des Dampfes, während an den mit 6
bezeichneten Stellen, wo ein nachfolgender Kanal breiter ist als der vorhergehende Kanal,
eine Verdünnung oder eine Saugwirkung entsteht. Diese Saugwirkung befördert eine Herabsetzung
der Leckung im Spalte vor dem Ringe und bewirkt somit, daß der Dampf, der an dem freien Ende des Ringes vorüberleckt,
noch weiter vermindert wird. Die gleiche Wirkung kann dadurch erreicht werden, daß jeder
to Kanal, der dem freien Ende des betreffenden Ringes am nächsten liegt, etwas breiter gemacht
wird als der vorhergehende Kanal.
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Einrichtung an radial beaufschlagten Dampf- oder Gasturbinen mit zwei oder mehreren Durchgangskanälen für das Treibmittel in den Schaufelringen, dadurch gekennzeichnet, daß der dem freien Ende jedes Ringes am nächsten liegende Durchgangskanal für ein geringeres Wärmegefälle (Druckgefälle) als der andere Durchgangskanal oder die übrigen Durchgangskanäle ausgebildet ist.
- 2. Einrichtung an radial beaufschlagten Gegenlaufturbinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Summe der Wärmegefälle (Druckgefälle) zweier aufeinanderfolgender Schaufelkanäle gleich derjenigen der beiden andern oder übrigen aufeinanderfolgenden Schaufelkanäle in den beiden aufeinanderfolgenden Schaufelringen ist.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Turbine mit einer ungeraden Anzahl von Durchgangskanälen versehen ist, von denen der mittlere Kanal für ein gleiches Wärmegefälle (Druckgefälle) in jedem Schaufelring durch die ganze Turbine hindurch ausgebildet ist oder die mittleren Kanäle entsprechend ausgebildet sind, während der dem freien Ende jedes Ringes am nächsten liegende Kanal für ein kleineres Wärmegefälle und der dem befestigten Ende jedes Ringes am nächsten liegende Kanal für ein größeres Wärmegefälle ausgebildet ist.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den Spalten zwischen den Schaufelringen Dichtungsmittel zwischen den einzelnen Durchgangskanälen vorgesehen sind.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgangskanäle der aufeinanderfolgenden Schaufelringe in axialer Richtung zueinander versetzt sind.
- 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der dem freien Ende jedes Ringes am nächsten liegende Durchgangskanal breiter ist als der vorhergehende Kanal.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA62392D DE546830C (de) | 1931-06-23 | 1931-06-23 | Einrichtung an radial beaufschlagten Turbinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA62392D DE546830C (de) | 1931-06-23 | 1931-06-23 | Einrichtung an radial beaufschlagten Turbinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE546830C true DE546830C (de) | 1932-03-17 |
Family
ID=6942884
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA62392D Expired DE546830C (de) | 1931-06-23 | 1931-06-23 | Einrichtung an radial beaufschlagten Turbinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE546830C (de) |
-
1931
- 1931-06-23 DE DEA62392D patent/DE546830C/de not_active Expired
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