DE48129C - Verfahren zur Abteufung von Schächten in schwimmendem Gebirge. (2 - Google Patents

Verfahren zur Abteufung von Schächten in schwimmendem Gebirge. (2

Info

Publication number
DE48129C
DE48129C DENDAT48129D DE48129DA DE48129C DE 48129 C DE48129 C DE 48129C DE NDAT48129 D DENDAT48129 D DE NDAT48129D DE 48129D A DE48129D A DE 48129DA DE 48129 C DE48129 C DE 48129C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shaft
mountains
floating
water
cold
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT48129D
Other languages
English (en)
Original Assignee
F. H. POETSCH in Magdeburg, Breiteweg 4
Publication of DE48129C publication Critical patent/DE48129C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D1/00Sinking shafts
    • E21D1/10Preparation of the ground
    • E21D1/12Preparation of the ground by freezing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Excavating Of Shafts Or Tunnels (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE B: Bergbau.
Zweiter Zusatz zum Patent No. 25015 vom 27. Februar ii
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 29. December 1888 ab. Längste Dauer: 26. Februar 1898.
Mein Verfahren zur Berichtigung der Schachtfigur in der Abtheilung B des Schachtes, entsprechend der ursprünglich begonnenen Schachtfigur in der Abtheilung A desselben Schachtes, ist charakterisirt durch Abkühlung des Schachtraumes mittelst eingeblasener kalter Luft oder durch Erzeugung eines kalten Haloidsalzregens in diesem Schacht und Herstellung einer stabilen Frostmauer aufserhalb der betreffenden Schachtfigur in beliebiger Schachttiefe.
Angenommen, es sei nach irgend einer Methode der Schacht A B abgeteuft und man habe durch öfteres Absetzen einen Theil der ursprünglichen Weite eingebüfst, so stelle ich dieselbe in folgender Weise wieder her. Ich stelle eine entsprechende Anzahl Gefrierapparate P, welche unten mit wasserdichten Säcken S umgeben sind, in den Schacht auf die Sohle desselben, fülle nach meinem durch Zusatz-Patent No. 48127 bekannten Verfahren die Säcke S mit süfsem Wasser oder nassem Sande und führe dieses Wasser in den Säcken in den festen Aggregatzustand über, verschliefse auch die Zwischenräume an den Wandungen der Wassersäcke S1 nach dem durch das Zusatz-Patent No. 48127 bekannt gegebenen Verfahren, hebe das Wasser aus dem Schacht AB und führe ein an seinem unteren Ende mit mehreren der Schachtfigur entsprechenden Vertheilungsröhren versehenes patentgeschweifstes Rohr R, Fig. 1, in den Schacht und blase durch dieses Rohr R möglichst tief unter ± 00C. abgekühlte Luft in den Schachtraum, dessen Temperatur dadurch allmälig immer tiefer unter ±o°C. sinkt und die Bildung einer stabilen Frostmauer aufserhalb des eisernen Schachtausbaues A B ermöglicht.
Wenn ich kalte Luft nicht zur Verfügung habe, so erzeuge ich in dem Schacht, nachdem das Wasser aus demselben entfernt und die Frostmauer oder Mörtelschicht in der Schachtsohle vertäfelt ist, einen bis —200C. kalten und kälteren Laugenregen, Fig. 2, und pumpe die zur Schachtsohle fallende kalte Lauge behufs Regenerirung der Kälte in den Kälteerzeuger der über Tage befindlichen Kälteerzeugungsmaschine zurück. Der kalte Regen wirkt intensiver abkühlend auf die Wände des abgesetzten Schachtes und liefert in kürzerer · Zeit eine stabilere Frostmauer als kalte Luft.
Sobald die Schachtstöfse hinreichend stark gefroren sind, was durch Beobachtungen der Temperaturen der einströmenden und zurückkommenden Lauge berechnet oder durch horizontale Durchbohrung des Schachtstofses festgestellt werden kann, wechselt man successive die Profile EFG HI aus, arbeitet die gefrorenen Schachtstöfse nach und hängt die Tübbings von der Form des ursprünglichen Querschnitts an die oberen. Tübbings und fährt damit fort, bis sämmtliche Tübbings ausgewechselt sind.
Wenn der nach einer anderen Methode begonnene und abgesetzte Schacht nicht in eine Wasser abschliefsende Gebirgsschicht abgeteuft worden war, so geschieht dies nachträglich nach Berichtigung der Schachtfiguren EFGHI in oberen Teufen auf folgende Weise:
Man prefst in abgesetzter Weite einen oder mehrere metallene Cylinder KL u. s. w. unter Wasser in die Schachtsohle bis zur abschliefsenden Schicht x, Fig. i, und bohrt das Gebirge innerhalb seiner Wandungen aus, verschliefst die Schachtsohle durch eine Frostmauer mittelst der Säcke S und Gefrierapparate P, pumpt den Schacht leer, kühlt den in verjüngten Weiten hergestellten leeren Schachtraum ab, wodurch aufserhalb desselben die stabile Frostmauer gebildet wird, und führt, nachdem dies geschehen ist, die gefrorenen Schachtstöfse bis in das abschliefsende Gebirge weiter, legt die Keilkränze und schliefst die Tübbings an dieselben an.

Claims (5)

Patent-Anspruch: Die Ausführung des unter No. 25015 patentirten Verfahrens, um einen nach unlen enger werdenden Schacht in seiner ganzen Teufe auf normale Weite zu bringen, in der Weise, dafs:
1. die Sohle des Schachtes durch mit Wasser und Schlamm gefüllte Säcke S, welche zum Gefrieren gebracht werden, abgeschlossen wird;
2. der Schacht leer gepumpt wird;
3. die Schachtstöfse durch Einleiten von tief abgekühlter Luft oder eines tief abgekühlten Laugeregens vereist werden;
4. die Schachtauskleidung entfernt wird, und
5. die Schachtstöfse in normaler Weite niedergeführt und dann verkleidet werden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT48129D Verfahren zur Abteufung von Schächten in schwimmendem Gebirge. (2 Expired - Lifetime DE48129C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE48129C true DE48129C (de)

Family

ID=323123

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT48129D Expired - Lifetime DE48129C (de) Verfahren zur Abteufung von Schächten in schwimmendem Gebirge. (2

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE48129C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
US8991937B2 (en) Solution mining method with horizontal fluid injection
EP0002877A2 (de) Verfahren zur Gewinnung von Methan
DE2924493A1 (de) Zerklueftungs-vorerwaermungs-oelgewinnungsverfahren
US3262741A (en) Solution mining of potassium chloride
US3599717A (en) Alternate flood process for recovering petroleum
DE2047239C3 (de) Verfahren zum Abbau einer ein KaIimineral enthaltenen Formation mittels Lösungsmittel
DE102008056262A1 (de) Schlammabsaugung
DE48129C (de) Verfahren zur Abteufung von Schächten in schwimmendem Gebirge. (2
RU2245998C1 (ru) Способ сохранения коллекторских свойств призабойной зоны продуктивного пласта нефтегазодобывающей скважины
DE112014002228T5 (de) Verfahren zur Verstärkung von Smektit-Schiefer in Tagebauböschungsgruben
CN108457633A (zh) 一种层内选择性压裂方法
DE3017122A1 (de) Bohrverfahren
DE329896C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Abteufen von Schaechten, insbesondere durch wasserfuehrende Schichten
US3830069A (en) Novel method for constructing subjacent foundation
DE2052184A1 (de) Verfahren zum Herstellen eines Tiefgründungskörpers
CN107747498A (zh) 一种模袋填充式锚固注浆装置和方法
EP3510203B1 (de) Verfahren zur herstellung eines wasserspeichers
WO2015132240A1 (de) Wasserfreies verfahren zum hydraulischen fracken einer unterirdischen formation
CN118638535B (zh) 一种粘土增溶型稠油水基降黏解堵剂及其应用
SU43841A1 (ru) Способ возведени бетонных и железобетонных гидротехнических сооружений
DE3427882A1 (de) Verfahren zum herstellen eines roehrenfoermigen unterirdischen hohlraumes
DE371540C (de) Verfahren zum Sichern loser Gebirgsschichten im Bergbau
DE2000642C2 (de) Verfahren zur Gewinnung von Kalium-Chlorid, Magnesium-Chlorid und Natrium-Chlorid aus natürlichen steinsalzarmen bis steinsalzreichen Carnallititen
DE184483C (de)
DE154487C (de)