DE4440887A1 - System zur Klassifizierung von Parametern, Formen und Typen des Schlaf-Wach-Verhaltens - Google Patents

System zur Klassifizierung von Parametern, Formen und Typen des Schlaf-Wach-Verhaltens

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DE4440887A1
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Hans-Ullrich Balzer
Karl Prof Dr Med Habil Hecht
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B5/00Measuring for diagnostic purposes; Identification of persons

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Medical Informatics (AREA)
  • Biophysics (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
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  • Surgery (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Measurement Of The Respiration, Hearing Ability, Form, And Blood Characteristics Of Living Organisms (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein System zur Klassifizierung von Parametern, Formen und Typen des Schlaf-Wach-Verhaltens:
  • 1. Störungen des Schlaf-Wach-Verhaltens der Menschen in der hochtechnisierten Non- Stop-Gesellschaft sind weit verbreitet. Ihre Symptome sind chronische Müdigkeit und Schläfrigkeit am Tage, chronische Ein- und Durchschlafstörungen in der Nacht (Schlaflosigkeit, Insomnie) sowie zu frühes Erwachen am Morgen. Diese Symptome zählen auch zum Schichtfehlanpassungssyndrom, welches nicht nur beim Schichtarbeiter,sondern bei allen Menschen, die gegen das Prinzip der inneren Uhr verstoßen, auftritt.
  • 2. Chronische Schlafstörungen im Sinne einer Insomnie (Schlaflosigkeit) liegen vor, wenn mindestens dreimal in der Woche für die Dauer von mindestens einem Monat verminderte Schlafqualität nachgewiesen wird, die zur permanenten Beeinträchtigung der Gesundheit, Leistungsfähigkeit und der gesamten Lebensqualität führt.
  • 3. Chronische Störungen des Schlaf-Wach-Verhaltens haben Krankheitswert, wirken als Stressoren und können in Abhängigkeit von ihrer Dauer zur permanenten Beeinträchtigung der Gesundheit und Lebensqualität sowie zu chronischen psychosomatischen Krankheiten führen.
  • 4. Die Schlafdauer ist ungeeignet als Maß der Schlafqualität (bisher üblich), da Schlafdauertypen (Kurz-, Mittellang- und Langschläfer) nachgewiesen worden sind. Diese sind bisher in der schlafmedizinischen Diagnostik nicht berücksichtigt. Unkenntnis der Schlafdauertypen führt zur Fehldiagnose. So werden gesunde Kurzschläfer häufig als Patienten mit Durchschlafstörungen bzw. mit Früherwachenssymptom eingestuft, mit Schlafmitteln behandelt und infolgedessen zu Arzneimittelkranken bzw. zu Patienten mit arzneimittelinduzierten Schlafstörungen gemacht.
  • 5. Den chronopsychophysiologischen Prinzipien nicht entsprechende Schichtarbeit, transmeriadiane Flüge und chaotische Lebensweise verursachen das Schichtfehlanpassungssyndrom.
  • 6. Das Schichtfehlanpassungssyndrom wird auch dadurch verursacht, daß mit den zirkadianen Aktivitätstypen (Morgen-, Abend- und Indifferenztyp) in der medizinischen Diagnostik nicht adäquat umgegangen wird.
  • 7. Wenig Beachtung findet in der medizinischen Diagnostik der Minischlaf am Tage (10- 15 min.) und die rhythmischen natürlichen Schlafneigungszeitpunkte während eines 24- Stundentages (Schlaffenster).
  • 8. Es gibt derzeit keine einheitliche Bewertung von Schlafverhaltensformen, wie z. B. "normaler durchgehender Nachtschlaf", "normaler unterbrochener Nachtschlaf", "zerhackter Nachtschlaf", "Tagesschlaf" und "Minischlaf am Tage". Diese Schlafverhaltensformen können weder vom praktischen Arzt, noch von den Schlaflaboratorien objektiv bewertet werden.
  • 9. Die oben genannten Begriffe des Schlaf-Wachverhaltens sind z.Zt. nicht oder nur unzureichend definiert, so daß nur eine bedingte Klassifizierung des Schlaf- Wachverhaltens möglich ist und damit keine oder nur eine sehr begrenzte Möglichkeit zur objektiven Einschätzung der Leistungsfähigkeit am Tage besteht.
  • 10. Die bisher bekannte technische Lösung der Aufnahme von Daten des Schlaf-Wach- Verhaltens ist für bestimmte Anwendungszwecke unzureichend. So entsteht z. B. durch die feste Zuordnung einer Signal-Quittierungsfunktion an das Gerät ein nächtlicher Sucheffekt nach dem Gerät (teilweise bedingt auch durch auftretenden Orientierungsverlust), was wiederum zu einem ungewollten Aufwachen des Patienten führen kann.
  • 11. Subjektive Angaben zu Parametern, Formen oder Typen des Schlaf-Wach-Verhaltens werden in der bisher bekannten technischen Lösung der Aufnahme von Daten des Schlaf- Wach-Verhaltens nicht erfaßt.
  • 12. Die Lösung der beschriebenen Probleme und unzureichenden Möglichkeiten bei der Klassifizierung von Parametern, Formen und Typen des Schlaf-Wach-Verhaltens ist mittels eines Systems mit folgenden Bestandteilen möglich: 1 Datenerfassungseinheit zur Aufnahme objektiver Daten;
    2 Datenerfassungseinheit zur Aufnahme subjektiver Daten;
    3 Auswerteeinheit;
    4 Display der Auswerteeinheit;
    5 Interface für PC-Anschluß;
    6 Interface für TV-Anschluß. (sh. Fig. 1)
Die Datenerfassungseinheit zur Aufnahme objektiver Daten (1) dient zur Registrierung von physiologischen Parametern oder Verhaltensparametern mit oder ohne aktive Hilfe der beobachteten oder untersuchten Person über mindestens 8 Tage und/oder Nächte kontinuierlich. Dabei können die erfaßten Daten direkt (on-line), indirekt (off-line) oder telemetrisch an die Auswerteeinheit (3) übermittelt werden (sh. Fig. 1). Diese Daten können z.B: als Zeitreihen in folgender Form in der Auswerteeinheit (3) gespeichert werden:
Die wöchentlichen Mittelwerte von erfaßten und berechneten Daten können auf dem Display (4) oder dem PC (5) oder einem anderen Monitor dargestellt werden. (sh. Anlage, Anwendungsbeispiel Awb 1).
Die Datenerfassungseinheit zur Aufnahme subjektiver Daten (2) dient zur Registrierung von psychologischen Parametern oder Verhaltensparametern mit oder ohne aktive Hilfe der beobachteten oder untersuchten Person über mindestens 8 Tage und/oder Nächte kontinuierlich. Dabei können die erfaßten Daten direkt (on-line), indirekt (off-line) oder telemetrisch an die Auswerteeinheit (3) übermittelt werden (sh. Fig. 1). Diese Daten können z.B: als Zeitreihen in folgender Form in der Auswerteeinheit (3) gespeichert werden:
Skala zur Bewertung von Befindenszuständen nach subjektiven Aussagen
Die technische Form der Registrierung von subjektiven Daten, z. B. in Form von Skalen, kann z. B. über einen analogen Schieberegler (verstellbarer Widerstand) oder digital in Form von Zifferneingaben oder Bit-Eingaben o. ä. erfolgen.
Die Auswerteeinheit (3) des Systems verarbeitet die von den Datenerfassungseinheiten (1) und (2) aufgenommenen Daten mittels eines in ihr implementierten Algorithmus. Dieser gestattet u. a. die Klassifizierung folgender Formen des Schlafverhaltens:
  • - normaler durchgehender Schlaf;
  • - normaler unterbrochener Schlaf;
  • - zerhackter Schlaf;
  • - Tagesschlaf;
  • - Nachtschlaf;
  • - Minischlaf;
und folgende Typen des Schlaf-Wach-Verhaltens
  • - Morgentyp (MT);
  • - Abendtyp (AT);
  • - Indifferenztyp (IT);
  • - Kurzschläfer (KS);
  • - Mittellangschläfer (MS);
  • - Langschläfer (LS); (sh. Anlage, Anwendungsbeispiel Awb 2).
Nach einer Registrierzeit von mindestens 8 Tagen/Nächten können diese Angaben auf dem Display (4) der Auswerteeinheit (3) dargestellt werden oder über das standardisierte Interface (5) einem PC bzw. über ein spezielles Interface (6) einem TV-Gerät oder einem anderen Monitor übermittelt werden.
Die Schlafbewertung bei Schichtarbeit oder Zeitzonenwechsel erfolgt über eine spezielle digitale Eingabe einer Zeitdifferenz. Dabei gilt:
  • - Schlafbewertung bei Schichtarbeit Zeitdifferenz = Beginn Schichtarbeit - Beginn Normalarbeitszeit Beispiel
  • - Schlafbewertung bei Zeitzonenwechsel
Die Zeitverschiebung wird durch digitale Eingabe der "neuen" Ortszeit in die Auswerteeinheit (3) berücksichtigt. Dabei wird in der Auswerteeinheit der Moment der Eingabe einer "neuen" Ortszeit mit registriert.
Die Auswerteeinheit (3) gestattet nach Analyse des Types des Schlaf-Wach-Verhaltens einen Test auf Schlafstörung:
Schlafstörung
liegt vor, wenn u. a. die Einschlafdauer <30 min, - Einschlafstörung
oder das nächtliche Wachsein <60 min - Durchschlafstörung
oder das nächtliche Erwachen mehrmals <10 min - Durchschlafstörung
und die Schlafdauer < als die individuelle @ durchschnittliche Schlafzeit des jeweiligen Typs @ (Kurzschläfer, Mittellangschläfer, Langschläfer) @ minus 2h beträgt - Schlafdauerstörung
(sh. Anlage Anwendungsbeispiel Awb 3).
Die Auswerteeinheit (3) gestattet außerdem bei wiederholter Anwendung des Tests auf Schlafstörung einen Test auf Vorliegen einer chronischen Schlafstörung:
Chronische Schlafstörungen im Sinne einer Insomnie (Schlaflosigkeit) liegen vor, wenn mindestens dreimal in der Woche für die Dauer von mindestens einem Monat verminderte Schlafqualität (Nachweis von Schlafstörung, getrennt nach Einschlaf-, Durchschlaf- und Schlafdauerstörung, für je ein definiertes Intervall von 8 Tagen aufeinanderfolgend innerhalb des Untersuchungsmonats) nachgewiesen wird, die zur permanenten Beeinträchtigung der Gesundheit, Leistungsfähigkeit und der gesamten Lebensqualität führt.
Untergruppe 1 - chronische Einschlafstörungen;
Untergruppe 2 - chronische Durchschlafstörungen;
Untergruppe 3 - chronische Schlafdauerstörung;
Untergruppe 4 - allgemeine chronische Schlafstörungen;
(sh. Anlage Anwendungsbeispiel Awb 4/1 und Awb 4/2).
Anwendungsmöglichkeiten und Anwendungsbereiche
  • 1. Allgemeinmedizinische Praxis;
  • 2. Schlafmedizin;
  • 3. Leistungsmedizin;
  • 4. Verkehrsmedizin;
  • 5. Management;
  • 6. Allgemeine Gesundheitskontrolle;
  • 7. Raumfahrtmedizin;
  • 8. Arbeits- u. Umweltmedizin,
  • 9. Klinische Psychologie;
  • 10. Arbeits-, Ingenieur-, Verkehrs- und Leistungspsychologie;
  • 11. Pädagogik;
  • 12. Gutachterwesen
Aufgabe der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, aus objektiv gewonnenen Daten des Schlaf-Wach- Verhaltens, die mittels Schlaftagebüchern, Schlafprotokollen in schriftlicher oder anderer Art (z. B. technischer, wie technischer Schlafprotokolle, Aktometer . . . ) oder anderer diagnostischer Techniken erfaßt worden sind, sowie aus subjektiven Aussagen der Patienten bzw. Gesunden, die mittels spezifischer Formen der Protokollierung (z. B. Skalen- oder Bewertungssysteme) aufgezeichnet wurden, Klassifizierungen von Parametern, Formen und Typen des Schlaf-Wach-Verhaltens vorzunehmen. Diese Klassifizierungen geben dem Nutzer des Systems Möglichkeiten:
  • - die Qualität des Schlaf-Wach-Verhaltens eines Menschen umfassender, exakter und differenzierter als bisher zu diagnostizieren;
  • - eine zeitliche Zuordnung der Leistungsfähigkeit der untersuchten Person vorzunehmen;
  • - die Dynamik der Regulationsprozesse des Schlaf-Wach-Verhaltens Gesunder und Kranker zu verifizieren, woraus sich eine neue Qualität der medizinischen Diagnostik ergibt;
  • - ein internationales einheitliches System von Definitionen der Parameter, Formen und Typen des Schlaf-Wach-Verhaltens zu schaffen, wodurch das wissenschaftliche Verständnis unter den Medizinern erhöht und bisher häufig auftretende Mißverständnisse verringert werden und somit eine erhöhte Qualität der Therapie des Patienten möglich wird.
Anlage 1
Schlaf-Protokoll
Awb 1
Awb 2
Anlage 2
Awb 3
Awb 4/1
Anlage 3
Awb 4/2

Claims (14)

1. Gemäß Anspruch 1 wird das System gekennzeichnet dadurch, daß
  • - es aus einer Datenerfassungseinheit für objektive Daten (1),
  • - aus einer Datenerfassungseinheit für subjektive Daten (2) und
  • - aus einer Auswerteeinheit (3) mit Display (4), Interface für PC-Anschluß (5) und
    einem speziellen Interface für den Anschluß an ein TV-Gerät (6) besteht (sh. Fig. 1).
2. Gemäß Anspruch 2 wird die Datenerfassungseinheit für objektive Daten (1) des Systems gekennzeichnet dadurch, daß
  • - sie die Erfassung von physiologischen Parametern oder Verhaltensparametern mit oder ohne aktive Hilfe der beobachteten oder untersuchten Person über mindestens 8 Tage und/oder Nächte kontinuierlich gestattet (sh. Fig. 1).
3. Gemäß Anspruch 3 wird die Datenerfassungseinheit für objektive Daten (1) des Systems gekennzeichnet dadurch, daß
  • - sie die erfaßten Daten der physiologischen Parameter oder Verhaltensparameter direkt (on-line), indirekt (off-line) oder telemetrisch an die Auswerteeinheit (3) übermittelt (sh. Fig. 1).
4. Gemäß Anspruch 4 wird die Datenerfassungseinheit für subjektive Daten (2) des Systems gekennzeichnet dadurch, daß
  • - sie die Erfassung von subjektiven psychologischen oder Verhaltensparametern mit oder ohne aktive Hilfe der beobachteten oder untersuchten Person über mindestens 8 Tage und/oder Nächte kontinuierlich gestattet (sh. Fig. 1).
5. Gemäß Anspruch 5 wird die Datenerfassungseinheit für subjektive Daten (2) des Systems gekennzeichnet dadurch, daß
  • - sie die erfaßten subjektiven Daten der psychologischen und Verhaltensparameter Parameter direkt (on-line), indirekt (off-line) oder telemetrisch an die Auswerteeinheit (3) übermittelt (sh. Fig. 1).
6. Gemäß Anspruch 6 wird die Auswerteeinheit (3) des Systems dadurch gekennzeichnet, daß
  • - sie mittels eines in ihr implementierten Algorithmus
  • - an Hand der erfaßten objektiven Daten von Parametern des Schlaf-Wach- Verhaltens eine Klassifizierung von Parametern, Formen und Typen gemäß Anspruch 10 gestattet,
  • - an Hand der erfaßten subjektiven Daten von Parametern des Schlaf-Wach- Verhaltens eine Klassifizierung von Parametern, Formen und Typen gemäß Anspruch 11 gestattet,
  • - eine Darstellung von gemessenen Daten bzw. klassifizierten Parametern, Formen und Typen gemäß Anspruch 10, 11, 12, 13 und 14 auf einem Display (4) gestattet,
  • - einen Datentransfer von gemessenen Daten bzw. klassifizierten Parametern, Formen und Typen gemäß Anspruch 10, 11, 12, 13 und 14 über eine standardisierte Schnittstelle (5) an einen PC zur weiteren Darstellung bzw. Verarbeitung ermöglicht.
  • - einen Datentransfer von gemessenen Daten bzw. klassifizierten Parametern, Formen und Typen gemäß Anspruch 10, 11, 12, 13 und 14 über eine spezielle Schnittstelle (6) an ein TV-Gerät oder anderen Monitor zur weiteren Darstellung bzw. Verarbeitung ermöglicht.
7. Gemäß Anspruch 7 wird das System gekennzeichnet dadurch, daß
  • - der Begriff " Schlafstörung" an Hand der erfaßten objektiven Daten von Parametern des Schlaf-Wach-Verhaltens mit folgenden Untergruppen klassifiziert wird: Schlafstörung liegt vor, wenn u. a. die Einschlafdauer <30 min, - Einschlafstörung oder das nächtliche Wachsein <60 min - Durchschlafstörung oder das nächtliche Erwachen mehrmals <10 min - Durchschlafstörung und die Schlafdauer < als die individuelle @ durchschnittliche Schlafzeit des jeweiligen Typs @ (Kurzschläfer, Mittellangschläfer, Langschläfer) @ minus 2 h beträgt - Schlafdauerstörung
8. Gemäß Anspruch 8 wird das System gekennzeichnet dadurch, daß
  • - der Begriff "Chronische Schlafstörung" an Hand der erfaßten objektiven Daten von Parametern des Schlaf-Wach-Verhaltens mit folgenden Untergruppen klassifiziert wird:
    Chronische Schlafstörungen im Sinne einer Insomnie (Schlaflosigkeit) liegen vor, wenn mindestens dreimal in der Woche für die Dauer von mindestens einem Monat verminderte Schlafqualität (Nachweis von Schlafstörung, getrennt nach Einschlaf-, Durchschlaf- und Schlafdauerstörung, für je ein definiertes Intervall von 8 Tagen aufeinanderfolgend innerhalb des Untersuchungsmonats) nachgewiesen wird, die zur permanenten Beeinträchtigung der Gesundheit, Leistungsfähigkeit und der gesamten Lebensqualität führt. Untergruppe 1 - chronische Einschlafstörungen;
    Untergruppe 2 - chronische Durchschlafstörungen,
    Untergruppe 3 - chronische Schlafdauerstörung;
    Untergruppe 4 - allgemeine chronische Schlafstörungen.
9. Gemäß Anspruch 9 wird das System gekennzeichnet dadurch, daß an Hand der erfaßten objektiven Daten von Parametern des Schlaf-Wach-Verhaltens folgende Formen des Schlafverhaltens wie folgt klassifiziert werden:
  • 1. normal durchgehender Nachtschlaf
  • 2. normal unterbrochener Nachtschlaf
  • 3. der zerhackte Nachtschlaf
  • 4. Nachtschlaf
    Schlafbeginn eines mehrstündigen durchgehenden oder unterbrochenen (sh. alle Nachtschlafarten) Schlafes wenn er in der Zeit von 19 Uhr abends bis 7 Uhr morgens liegt, bzw. in dieser Zeit beginnt und für die Nachtschlafart 1, 2 und 3 innerhalb einer Zeit von 12 Stunden nach Beginn endet.
  • 5. Tagesschlaf
    Beginn eines mehrminütigen (<20 min.) oder mehrstündigen durchgehenden oder unterbrochenen Schlafes in der Zeit von 7-19 Uhr, jedoch mindestens 1 h nach Ende des Nachtschlafes.
  • 6. Minischlaf
    Beginn eines mehrminütigen (<= 20 min.) durchgehenden Schlafes unabhängig von der Tageszeit (in der Regel jedoch während des Tages, in der Zeit von 7-19 Uhr).
10. Gemäß Anspruch 10 wird das System gekennzeichnet dadurch, daß an Hand der erfaßten objektiven Daten von Parametern des Schlaf-Wach- Verhaltens folgende Typen des Schlaf-Wach-Verhaltens wie folgt klassifiziert werden:
11. Gemäß Anspruch 11 wird das System gekennzeichnet dadurch, daß an Hand der erfaßten subjektiven Daten von Parametern des Schlaf-Wach- Verhaltens folgende Typen des Schlaf-Wach-Verhaltens wie folgt klassifiziert werden:
  • 1. Morgentyp (Lerche)
    permanent spontaner Frühaufsteher (vor 6 Uhr) mit Leistungszenit in den frühen Morgenstunden (4-10 Uhr) und permanent frühes zu Bettgehen (vor 22 Uhr);
  • 2. Abendtyp (Eule)
    permanenter Spätaufsteher (nach 9 Uhr) mit Leistungszenit in den Abend- u. Nachtstunden (nach 17 Uhr) und permanent spätes zu Bettgehen (nach 24 Uhr);
  • 3. Indifferenztyp
    permanent spontaner Normalaufsteher (6-9 Uhr) mit einem mehrgipfligen Leistungszenit am Tage (10-17) und eventuell in den Abendstunden und mit einer Zubettgehzeit zwischen 22 und 24 Uhr.
12. Gemäß Anspruch 12 wird das System gekennzeichnet dadurch, daß die Schlafbewertung bei Schichtarbeit oder Zeitzonenwechsel über eine spezielle digitale Eingabe einer Zeitdifferenz erfolgt. Dabei gilt: für Schichtarbeit:Zeitdifferenz = Beginn Schichtarbeit - Beginn Normalarbeitszeitfür Zeitzonenwechsel:Zeitdifferenz = "alte" Ortszeit - "neue" Ortszeit.
13. Gemäß Anspruch 13 wird das System gekennzeichnet dadurch, daß die Auswerteeinheit (3) nach Analyse des Types des Schlaf-Wach-Verhaltens einen Test auf Schlafstörung gestattet.
14. Gemäß Anspruch 14 wird das System gekennzeichnet dadurch, daß die Auswerteeinheit (3) einen Test auf Vorliegen einer chronischen Schlafstörung gestattet.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19811206A1 (de) * 1998-03-10 1999-09-16 Hagen Malberg Verfahren und Vorrichtung eines schlafgesteuertem Wecksystems mit integrierter Überwachungsfunktion physiologischer Parameter
DE19940070A1 (de) * 1999-08-24 2001-03-22 Mpv Truma Ges Fuer Medizintech Anlage zur Überwachung von Patienten mit Schlafstörungen

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