DE4415712A1 - Künstliche Supraleiter durch die Änderung der inneren Parameter der Stoffe - Google Patents
Künstliche Supraleiter durch die Änderung der inneren Parameter der StoffeInfo
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Landscapes
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Description
Die Suche nach den Hochtemperatursupraleitern bestand bis
jetzt darin, die geeignete Elemente herauszufinden, die dann
in den speziellen chemischen Verbindungen und/oder in Legie
rungen, durch gegenseitige Beeinflussung den Suprazustand
herbeiführten. Dies war bedingt durch die Erklärung der
Supraleitung nur aus den gemittelten Eigenschaften der ganzen
Probe (W. Buckel, Supraleitung, 4. überarbeitete und ergänzte
Auflage, VCH Ges.mbH, Weinheim, 1990, S.29-44, [1]).
Die Mitnahmeauffassung erklärt die Supraleitung aufgrund der
Eigenschaften der primitiven Zelle oder ihres Äquivalentes
(Donocik, R. "Ansätze der Theorie der Supraleitung aufgrund
der Mitnahme", (Die Quelle wird nachgereicht), [2]).
Diese Auffassung erlaubt es, eine Diagnose für die Elemente
und für die bekannten chemischen Verbindungen und Legierungen
aufzustellen an welchen Mikrobestandteilen und an welcher
Struktur es mangelt, um den Suprazustand der gewünschten
Übergangstemperatur Tc herbeizuführen [2].
Diese Mängel können dann, im Sinne der Formel für die Über
gangstemperatur Tc (Suprazustandformel) nach der Patentanmel
dung P 43 30 421.4 von 08.09.1993 [3], durch innere und
äußere Ausstattung des eigentlichen Supraleiters nach den hier
angeführten Patentansprüchen, beseitigt werden.
Der angezeigte Weg der Herstellung der Supraleiter ist ein
geradliniger Weg und muß in vielen Fällen einfacher und
billiger sein als der Weg der Beseitigung der Mängel durch
die Erfindungen neuer komplizierten Verbindungen.
1. Die Elemente Si und Ge sind in ihrer natürlichen Phase
keine Supraleiter. Unter Drücken von mehr als 100 kbar werden
sie Supraleiter mit Übergangstemperaturen 6,7K und 5,4K.
Anhand dieser Werte der Übergangstemperaturen, die sich gut
in die natürlichen Werte der weiteren Elemente der Gruppe 4
des periodischen Systems einreihen, kann man aufgrund der er
wähnten Suprazustandformel schließen, daß die Elektronenkon
figuration wie auch die Anzahl der Energiebänder der Elektro
nen bei den γ- bzw. β-Phasen der erwähnten Elemente durch den
hohen Druck nicht verändert war. Die Massendichte hat etwa um
acht Prozent zugenommen, was auch dem Anwachsen von acht Pro
zent der Dichte der freien Elektronen entspricht.
Nach dem Einspruch 1 kann das Anwachsen der Dichte der Elek
tronen in dem eigentlichen Leiter im groben Bereich erzielt
werden. Wie das Beispiel von Si und Ge zeigt und auch viele
andere Beispiele bestätigen, kann man lediglich durch Ände
rung der Elektronendichte die Supraleitung sehr beeinflussen.
2. Das Element Aluminium ist supraleitend mit der Übergangs
temperatur 1,2K. Durch die Implantation von Fremdatomen bei
tiefen Temperaturen konnte seine Übergangstemperatur im Be
reich von 7 bis über 8 K gebracht werden ([1], S. 214). Die
Übergangstemperatur wurde also durch die Implantation auf das
fünffache gehoben. Nach der Suprazustandformel ist das
möglich, falls weitere Energiebänder der Elektronen und Pho
nonen durch diesen Eingriff entstanden sind, gegebenenfalls
die Phononendichte an den Mitnahmestellen außerordentlich
stark zugenommen hat. Der Anspruch 2 erklärt zutreffend die
Gründe solches Verhaltens und ermöglicht mit Hilfe der Supra
zustandformel von [2], die Herstellung des entsprechenden
Supraleiters.
3. Das Element Palladium in seinem natürlichen Zustand ist
kein Supraleiter. Nach der Implantation der H-Atome in dem
Verhältnis H/Pd = 0,9 ist das Element supraleitend geworden.
Die Übergangstemperatur war 4K. Bei der Implantation mit
Deuterium-Atomen erreichte man bei dem Verhältnis D/Pd = 1
die Übergangstemperatur 11 K ([1], S. 226).
Diesen Tatbestand kann man nach Mitnahmeauffassung der Supra
leiter etwa folgenderweise erklären. Das natürliche Paladium
hat zwar zehn 4d-Elektronen aber ähnlich wie bei Element
Nickel, diese besetzen auch teilweise die Schale 5s. Denn
sonst würde die Schale 4d mit 5 vollen Energiebändern voll
besetzt und Palladium müßte ein Nichtleiter sein. Bei den Ver
hältnissen, wo Palladium ein elektrischer Leiter aber kein
Supraleiter ist, dürfte natürliches Palladium nur eine positi
ve Ladung pro primitive Zelle haben und die Orbitale 5s¹ mit
einem Elektron und die Orbitalen 4d¹⁰ und 4d⁹ mit eineinhalb
(2-1/2) Elektronen besetzt haben. In diesem Fall hat das
Element Pd in der primitiven Zelle nur ein positives Ion und
kein aufgefülltes Energieband der Elektronen. In diesem Zu
stand ist es sehr anfällig zur Bildung der Verhältnisse, die
in Anspruch 2 geschildert wurden und nach dem Anspruch 3
unterstützt werden. Die Anfälligkeit der Elemente zur solchen
Bildung erstreckt sich bis zu der Anzahl 3 der Elektronen in
der nächsten Schale in Bezug zu der d-Schale. Das ist bewie
sen im beschriebenen Fall vom Element Al. Die Ausnutzung die
ses Tatbestandes beschreibt der Anspruch 4.
4. Die stöchiometrische Legierung Cu₅Zn₈ hat 21 freie
Elektronen in der primitiven Zelle. Sollten die Proportionen
der anderen Mikrobestandteile des Suprazustandes die gleichen
gemacht werden, eventuell nach den Ansprüchen 1 und 3, wie
bei dem Element Al, würde man den Supraleiter mit der
Übergangstemperatur 133K bekommen. Würde man dann durch die
Anwendung des Anspruches 2 nur den Anfachungsgrad 3 bekommen,
hätte man die Übergangstemperatur 399 K erreicht. Der
Anspruch 5 beinhaltet diese Anweisung.
Claims (5)
1. Der künstliche Supraleiter der sonst nach den bekannten
Methoden hergestellt wird
dadurch gekennzeichnet,
daß der eigentliche eventuell schichtartige Leiter an seiner
Oberfläche mit einer Metall- oder Halbleiterschicht ausge
stattet wird, deren Austrittsarbeit so angepaßt ist, daß ein
Potentialwall an dem Kontakt entsteht, wodurch das Anwachsen
oder Änderung der Dichte der Elektronen (Löcher) im eigent
lichen Leiter stattfindet und durch Änderung der Dicke der
angebrachten Schicht variiert wird, um die Proportionen der
Mikrobestandteile des Suprazustandes, der gewünschten Über
gangstemperatur anzupassen.
2. Der künstliche Supraleiter
dadurch gekennzeichnet,
daß der eigentliche Leiter mit fremden Atomen, etwa mit Hilfe
der Implantation, Diffusion in solchem Ausmaß ergänzt
wird, daß dadurch die Gruppengeschwindigkeit in der Nähe von
0 K von Phononen und Elektronen an einer oder mehreren
Stellen zur Übereinstimmung gebracht werden.
3. Der künstliche Supraleiter
dadurch gekennzeichnet,
daß der eigentliche Leiter so prepariert wird, etwa durch
Epitaxie, Einfrieren, . . . , daß seine künstliche Struktur die
Koinzidenz der Gruppengeschwindigkeiten der Phononen und
Elektronen in der gewünschten Stromrichtung ermöglicht.
4. Der künstliche Supraleiter
dadurch gekennzeichnet,
daß der eigentliche Leiter ein Element mit der aufgefüllten
Schale der d-Elektronen ist und die Anzahl der weiteren
Elektronen in der nicht aufgefüllten Schale die Zahl 3 nicht
überschreitet.
5. Der künstliche Supraleiter
dadurch gekennzeichnet,
daß der eigentliche Leiter eine stöchiometrische Legierung
ist, die ihre Struktur der räumlichen Anordnungsgesetzen
verdankt, wie Cu₅Zn₈, Cu₃Sn, . . . , und durch die Anwesenheit
bestimmter Mikrobestandteile des Suprazustandes die
potentielle Möglichkeit hat, ein künstlicher Supraleiter zu
werden
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4415712A DE4415712A1 (de) | 1994-05-04 | 1994-05-04 | Künstliche Supraleiter durch die Änderung der inneren Parameter der Stoffe |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4415712A1 true DE4415712A1 (de) | 1995-11-09 |
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ID=6517272
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4415712A Withdrawn DE4415712A1 (de) | 1994-05-04 | 1994-05-04 | Künstliche Supraleiter durch die Änderung der inneren Parameter der Stoffe |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE4415712A1 (de) |
-
1994
- 1994-05-04 DE DE4415712A patent/DE4415712A1/de not_active Withdrawn
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