DE4401089A1 - Schutzhülle für kontaktlose Chipkarten - Google Patents
Schutzhülle für kontaktlose ChipkartenInfo
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- G06K19/077—Constructional details, e.g. mounting of circuits in the carrier
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schutzhülle für kon
taktlose Chipkarten, bei der die Chipkarte von
einer flachen, insbesondere rechteckigen Hülle
umgeben ist.
Im Stand der Technik ist es bekannt, für verschie
dene Formen von Karten mit Datenträgern, wie
Scheckkarten, Kreditkarten und dergleichen,
Schutzhüllen zu verwenden. Diese Schutzhüllen die
nen dem mechanischen Schutz der Karten und bieten
eine bequeme Transportmöglichkeit mehrerer Karten.
In den deutschen Offenlegungsschriften DE-OS 32 34
778, DE-OS 33 12 103 und DE-OS 35 38 685 sind Aus
führungsformen für flache rechteckige Kunststoff
schutzhüllen zur Aufnahme einer rechteckigen Karte
beschrieben, die insbesondere für den Transport
schutz vorgesehen sind.
In DE-OS 36 04 020 ist weiterhin eine Sicher
heitshülle für eine mit einem Datenträger versehene
Karte beschrieben. Diese Hülle weist an der Außen
seite eine Vorrichtung zur Dateneingabe und eine
mechanische Kartenentnahmesperre bzw. eine Vorrich
tung auf, mit der die Karte unbrauchbar gemacht
werden kann.
Weiterhin ist nach DE-OS 41 35 100 eine Schutzhülle
bekannt, deren innere Wand oder eine Teilfläche da
von abgepolstert ist.
In neuerer Zeit werden vielfach kontaktlose Chip
karten verwendet. Die kontaktlosen Chipkarten die
nen dazu, einen Datenaustausch zwischen der Chip
karte und einer Schreib- bzw. Lesestation berüh
rungslos zu gewährleisten. Der Datentransfer er
folgt dabei ohne direkten elektrischen Kontakt
durch Übertragung mittels eines elektromagnetischen
Feldes. Innerhalb des jeweiligen Arbeitsabstandes
zwischen Karte und Schreib- bzw. Lesestation ist es
möglich, den Datenaustausch zu betreiben, ohne daß
die Karte in ein Schreib- bzw. Lesegerät eingelegt
werden muß.
Nachteilig ist dabei, daß die auf der Karte aufge
brachten Daten gelesen, gelöscht oder überschrieben
werden können, ohne daß der Kartenträger dies be
merkt. Damit sind auch nichtautorisierte, zufällige
oder gar mißbräuchliche Zugriffe auf die auf der
Karte gespeicherten Daten möglich.
Um diesen nichtautorisierten Zugriff zu verhindern,
wurde für bestimmte Systeme von Chipkarten die Mög
lichkeit geschaffen, das Chip so zu programmieren,
daß es nur auf ausgewählten Schreib- bzw. Lesesta
tionen gelesen und beschrieben werden kann. Dadurch
können zwar bestimmte Lese- und Schreibstationen
von der Kommunikation ausgeschlossen werden.
Nachteilig ist jedoch, daß mißbräuchliche Zugriffe
nicht sicher ausgeschlossen werden können und nicht
bemerkt werden.
In dem Prospekt "The Stereo Effekt" der Firma
Angewandte Digital Elektronik GmbH vom 23. 08. 1993
ist eine Ausführung kontaktloser Chipkarten
beschrieben, bei der nichtautorisierte Zugriffe auf
die Chipkarte durch eine bestimmte
Antennenanordnung innerhalb der kontaktlosen
Chipkarte dadurch vermieden werden, daß der
Datenaustausch zwischen Karte und Schreib- bzw.
Lesestation durch Ausnutzung des Stereoeffektes auf
einen eng bemessenen Raum, innerhalb dessen die
Karte positioniert werden muß, beschränkt wird.
Nachteilig ist dabei, daß zur Kommunikation mit der
Karte diese an einen bestimmten Punkt des Raumes
gebracht werden muß.
Auch diese Systeme besitzen den Nachteil, daß der
Kartenträger keine durch ihn selbst zu kontrollie
rende Möglichkeit hat, einen mißbräuchlichen Zu
griff auf seine kontaktlose Chipkarte zu verhin
dern.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde,
eine Einrichtung anzugeben, die es ermöglicht, kon
taktlose Chipkarten vor einem nichtautorisierten
Zugriff zu schützen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst,
daß zumindest ein Teilbereich der die Karte umge
benden Flächen elektrisch leitend ist.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, daß der
elektrisch leitende Teilbereich an einer
nichtmetallischen Schutzhülle angebracht ist.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung umfaßt eine
Schutzhülle mit einer aufklappbaren Seite, an der
die elektrisch leitenden Teilbereiche angebracht
sind oder die ganzflächig elektrisch leitend ist.
Im zusammengeklappten Zustand bedeckt die klappbare
Seite die in der Schutzhülle steckende Chipkarte
und vermindert oder schirmt das elektromagnetische
Feld ab.
Wenn die Schutzhülle nicht vollständig aus elek
trisch leitfähigem Material gefertigt ist, besteht
sie vorteilhafterweise aus Kunststoff, Leder oder
anderem nichtmetallischen Material.
Ferner ist es möglich, daß der elektrisch leitende
Teilbereich an Streifen angebracht ist, die zusätz
lich in die Schutzhülle eingefügt werden können.
Weiterhin kann an der Chipkarte zusätzlich min
destens ein elektrisch leitender Teilbereich ange
bracht sein.
Außerdem kann der elektrisch leitende Teilbereich
an einer weiteren Karte angebracht werden, die zu
sätzlich in die Schutzhülle eingefügt wird. Die Au
ßenabmessungen dieser Karte können der Chipkarte
gleich oder nahezu gleich sein. Der Einsatz dieser
weiteren, als Dämpfungskarte wirkenden Karte, ist
insbesondere für einen sicheren Gebrauch und als
zusätzlicher Werbeträger, Notizkarte, Gebrauchsan
weisung und ähnliches vorteilhaft.
Ferner ist es möglich, daß der elektrisch leitende
Teilbereich an Streifen angebracht ist, die in der
Schutzhülle verschiebbar angeordnet sind.
Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, daß eine flä
chige Seite der Hülle ganz flächig mit einer elek
trisch leitenden Schicht versehen ist und die an
dere flächige Seite teilmetallisiert ausgeführt
ist.
Anstelle der elektrisch leitenden Schicht kann auch
eine magnetisch wirksame Schicht angebracht werden.
Die erfindungsgemäße Schutzhülle gewährleistet ei
nerseits einen mechanischen Schutz vor Beschädigun
gen der Chipkarte und verhindert andererseits einen
nichtautorisierten Zugriff auf die auf der Karte
befindlichen Daten. Der Karteninhaber verfügt damit
über ein einfach zu handhabendes Mittel, selbst zu
beeinflussen, ob die auf der Karte befindlichen
Daten gelesen oder überschrieben werden können.
Als ein zusätzlicher Vorteil ergibt sich dabei, daß
es durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der
Chipkartenhülle möglich wird, die gewünschte Reich
weite der Datenübertragung, d. h. den maximal wirk
samen Abstand zwischen Karte und Schreib- bzw. Le
segerät zu beeinflussen.
Die Schutzhülle kann in einfacher Weise aus Metall
oder biegesteifem Kunststoff oder aus ein- und
beidseitig metallisiertem Folienkunststoff beste
hen. Die Metallhülle oder die Metallschichten
schirmen das für den Betrieb der kontaktlosen Chip
karte erforderliche elektromagnetische Feld ab oder
vermindern seine Wirkung und gewährleisten damit
einen wirksamen Schutz vor ungewolltem Zugriff auf
die Karte.
Die Erfindung soll im folgenden anhand eines Aus
führungsbeispieles näher erläutert werden. In der
zugehörigen Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Ausführungsform für eine metalli
sierte Kunststoffhülle, die im unteren Teilbe
reich nicht metallisiert ist
und
Fig. 2 eine Ausführungsform, bei der der mitt
lere Teilbereich ohne Metallisierung ausgeführt
ist.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 1, bei der eine me
tallisierte Kunststoffhülle vorgesehen ist, weist
im unteren Bereich einen nichtmetallisierten Strei
fen auf. Dieser Streifen ist so bemessen, daß die
auf der Chipkarte angeordnete Antenne teilweise ab
gedeckt wird und damit die Reichweite auf das ge
wünschte Maß eingeschränkt wird.
Es ist auch möglich, die Metallschichten ganzflä
chig auf den Kunststoff aufzubringen, um die kon
taktlose Chipkarte beim Einfügen in eine derartige
Hülle vollständig einem Schreib-/ Lesezugriff zu
entziehen.
Vorteilhafterweise kann die Hülle auch so ausge
führt werden, daß eine Seite der Hülle ganzflächig
mit einer Metallschicht versehen ist und die andere
Seite teilmetallisiert ausgeführt ist, um je nach
der Seite, mit der die Karte in die Hülle einge
steckt wird, den Schreib-Lese-Schutz zu gewähren
oder auszuschalten.
Werden die Metallschichten je nach Form der auf der
Karte angebrachten Antenne in einer bestimmten An
ordnung auf die Kunststoffhülle aufgebracht, so
wird das elektromagnetische Feld nicht vollständig
abgeschirmt. Befindet sich eine kontaktlose Chip
karte in einer solchen Schutzhülle, so kann der Ar
beitsabstand zwischen Karte und Schreib- bzw. Lese
gerät verkürzt werden. Die Reichweite kann somit
einem gewünschten Abstand angepaßt werden. Zweckmä
ßig ist es dabei, die Reichweite auf die halbe oder
auf noch geringere Werte der Arbeitsreichweite zu
verkürzen. In dem dargestellten Beispiel sind für
eine Größe der Hülle von 86 mm * 55 mm Teilbereiche
abgedeckt. Dies kann gemäß der in Fig. 1 darge
stellten Ausführungsform dadurch erfolgen, daß im
unteren Bereich ein ca. 10 mm breiter Streifen
nicht metallisiert ist oder, wie in Fig. 2 darge
stellt, dadurch, daß ein ca. 15 mm breiter me
tallisierter Randstreifen angebracht ist.
Claims (10)
1. Schutzhülle für kontaktlose Chipkarten, bei der
die Chipkarte von einer flachen, insbesondere
rechteckigen Hülle umgeben ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß zumindest ein Teilbereich der die
Karte umgebenden Flächen elektrisch leitend ist.
2. Schutzhülle nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der elektrisch leitende Teilbereich
an einer elektrisch nichtleitenden Hülle angebracht
ist.
3. Schutzhülle nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der elektrisch leitende Teilbereich
an einer klappbaren Seite der Schutzhülle ange
bracht ist.
4. Schutzhülle nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der elektrisch leitende Teilbereich
an Streifen angebracht ist, die zusätzlich in die
Schutzhülle nach Bedarf positionsgerecht eingefügt
werden.
5. Schutzhülle nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der elektrisch leitende Teilbereich
an einer weiteren Karte angebracht ist, deren Au
ßenabmessungen der Chipkarte nahezu gleich sind und
die zusätzlich in die Schutzhülle eingefügt wird.
6. Schutzhülle nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß an der Chipkarte zu
sätzlich mindestes ein elektrisch leitender Teilbe
reich angebracht ist.
7. Schutzhülle nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der elektrisch leitende
Teilbereich an Streifen angebracht ist, die in der
Schutzhülle verschiebbar angeordnet sind.
8. Schutzhülle nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß eine flächige Seite der
Hülle mindestens teilweise mit einer elektrisch
leitenden Schicht versehen ist und die andere flä
chige fest oder klappbar angebrachte Seite teil
weise elektrisch leitend ausgeführt ist.
9. Schutzhülle nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß anstelle der elektrisch
leitenden Schicht eine magnetisch wirksame Schicht
angebracht ist.
10. Schutzhülle nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Merkmale der Ansprüche 2 bis 9 in
beliebigen Kombinationen angebracht sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944401089 DE4401089A1 (de) | 1994-01-15 | 1994-01-15 | Schutzhülle für kontaktlose Chipkarten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944401089 DE4401089A1 (de) | 1994-01-15 | 1994-01-15 | Schutzhülle für kontaktlose Chipkarten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4401089A1 true DE4401089A1 (de) | 1995-07-20 |
Family
ID=6508018
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19944401089 Withdrawn DE4401089A1 (de) | 1994-01-15 | 1994-01-15 | Schutzhülle für kontaktlose Chipkarten |
Country Status (1)
| Country | Link |
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