DE4305040C2 - Freilaufdiode für einen GTO-Thyristor - Google Patents
Freilaufdiode für einen GTO-ThyristorInfo
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- DE4305040C2 DE4305040C2 DE4305040A DE4305040A DE4305040C2 DE 4305040 C2 DE4305040 C2 DE 4305040C2 DE 4305040 A DE4305040 A DE 4305040A DE 4305040 A DE4305040 A DE 4305040A DE 4305040 C2 DE4305040 C2 DE 4305040C2
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- H—ELECTRICITY
- H10—SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H10D—INORGANIC ELECTRIC SEMICONDUCTOR DEVICES
- H10D8/00—Diodes
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- Thyristors (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Diode
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Freilaufdioden sind Stand der Technik. Sie werden
in Umrichtern eingesetzt, wo sie GTO-Thyristoren antipa
rallel geschaltet werden. Diese Dioden werden etwa die
Hälfte der Zeit mit einer Gleichspannung belastet. Zur
Verringerung der Durchlaßverluste sind sie im allgemeinen
so dimensioniert, daß die Raumladungszone bei Erreichen
der maximalen Sperrspannung bis in die hochdotierte Kato
denzone hineinreicht. Ein geringer Teil der Sperrspannung
fällt daher in der hochdotierten Katodenzone ab.
Es hat sich gezeigt, daß solche Dioden selbst dann spontan
durch Verlust ihrer Sperrfähigkeit ausfallen können, wenn
sie mit einer Sperrspannung betrieben werden, die erheb
lich unter der Nennsperrspannung liegt. Die genaue Ursache
hierfür ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird vermu
tet, daß sie durch Höhenstrahlung verursacht werden. Diese
erzeugt offensichtlich Mikroplasmen, die einen Ionisati
onskanal im Halbleiterkörper zur Folge haben. Innerhalb
dieses Kanals tritt eine so hohe Stromdichte auf, daß die
Diode überhitzt und zerstört wird.
Ziel der Erfindung ist es, eine Freilaufdiode zu schaffen, bei der
ohne Erhöhung der Durchlaßverluste
die genannten spontanen Ausfälle redu
ziert werden.
Dieses Ziel wird dadurch erreicht, daß die Diode als
Freilaufdiode für einen GTO-Thyristor verwendet wird.
Die maximale Sperrspannung ist diejenige Sperrspannung,
die sich in erster Näherung aus den Größen Dicke und Do
tierung der Mittelzone ergibt.
Aus dem Stand der Technik ist zwar aus DE 36 31 136 eine
Diode bekannt, die die Merkmale des Oberbe
griffs des vorliegenden Patentanspruchs 1 aufweist. Aus
diesem Dokument ergibt sich jedoch kein Hinweis darauf,
daß die Diode nach dem Stand der Technik als Freilaufdiode
für einen GTO-Thyristor Verwendung finden kann. Die Er
kenntnis der Zerstörungsgefahr für Freilaufdioden für ei
nen GTO-Thyristor durch Höhenstrahlung ist diesem Stand
der Technik somit nicht entnehmbar.
Aus E. Spenke: "PN-Übergänge", Springer-Verlag, 1979,
Seite 58 bis 65 sowie aus H. Schlangenotto et al in: Wiss.
Ber. AEG-Telefunken 55 (1982) 1 bis 2, Seite 7 bis 24 sind
Untersuchungen an pn-Übergängen bzw. pnn+-Strukturen be
kannt. Dort wird beispielsweise beschrieben, daß auch die
n+-Zone Sperrspannung aufnehmen kann. Andererseits wird
dort die Abhängigkeit der Sperrspannung von der Dicke der
Mittelzone für abrupte und diffundierte pn-Übergänge un
tersucht. Die spezielle Problematik der Zerstörungssicher
heit von Freilaufdioden für GTO-Thyristoren ist jedoch
auch aus diesen Dokumenten zum Stand der Technik nicht be
kannt.
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteran
sprüche.
Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels in
Verbindung mit Fig. 1 und 2 näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 einen schematischen Schnitt durch einen Halblei
terkörper einer Freilaufdiode und
Fig. 2 den Feldstärkeverlauf bei einer herkömmlichen
Freilaufdiode für einen GTO-Thyristor und einer Frei
laufdiode gemäß Erfindung.
Die Freilaufdiode nach Fig. 1 hat eine schwach dotierte
Mittelzone 1 vom ersten Leitungstyp. An diese schließt
sich eine höher dotierte Katodenzone 2 an. Zwischen den
Zonen 1 und 2 liegt ein nn+-Übergang 5. Anodenseitig
schließt sich an die Mittelzone 1 eine höher dotierte An
odenzone 3 an. Zwischen den Zonen 1 und 3 liegt ein pn-
Übergang 4. Die Zonen 1, 2 und 3 haben die Dotierung
nn+p+, sie kann jedoch auch pp+n+ sein.
Bei Anliegen der maximalen Sperrspannung an den Anschlüs
sen A und K bildet sich eine Raumladungszone 6 aus, die
einerseits in die Anodenzone 3 und andererseits in die Ka
todenzone 2 hineinreicht. Die Grenzen der Raumladungszone
sind gestrichelt gezeichnet.
Der zu einer Diode nach dem Stand der Technik gehörige
Feldstärkeverlauf ist in Fig. 2 dargestellt. Am pn-Über
gang 4 tritt die maximale Feldstärke auf. Die maximale
Sperrspannung der Diode wird dann erreicht, wenn am pn-
Übergang 4 die maximal erreichbare Feldstärke E1 auftritt.
Die Feldstärke E2 am nn+-Übergang beträgt z. B. 0,1 E1.
Dieser Feldstärkeverlauf ist mit 8 bezeichnet. Die erwähn
te maximal erreichbare Feldstärke ist abhängig von der Do
tierung und beträgt im Volumen bei einem spezifischen Wi
derstand von 125 Ohm.cm 1,88 × 105 V/cm, bei 270 Ohm.cm
etwa 1,75 × 105 V/cm und bei 400 Ohm.cm 1,6 × 105 V/cm. Da
die bekannten Freilaufdioden derart dimensioniert sind,
daß ihre Feldstärke E3 am pn-Übergang 4 bei maximal zuläs
siger Sperrspannung nach Herstellerangaben nur wenig unter
der maximal erreichbaren Feldstärke E1 liegt, sind diese
Dioden auch bei deutlich niedrigerer Betriebsspannung noch
gegen Höhenstrahlung empfindlich.
Der Feldstärkeverlauf der erfindungsgemäßen Freilaufdiode
bei maximaler Sperrspannung ist mit 9 bezeichnet. Er wird
dadurch eingestellt, daß die Dicke und die Dotierung der
Mittelzone 1 so aufeinander abgestimmt sind, daß die Feld
stärke E5 am nn+-Übergang mindestens gleich dem 0,2fachen
der für die gewählte Dotierung maximal erreichbaren Feld
stärke E4 am pn-Übergang 4 ist. Es ist ersichtlich, daß
die Diode nach 9 eine geringere Dotierung (kleinerer Gra
dient der Feldstärke) als die Diode nach dem Stand der
Technik hat bei gleicher Dicke der Mittelzone 1. Im Aus
führungsbeispiel ist die Feldstärke E5 am nn+-Übergang
4 ≈ 0,66 E4. Da die Fläche ∫ Edx für 9 größer ist als die
Fläche ∫ Edx für 8, kann diese Diode eine größere Sperr
spannung aufnehmen. Im Ausführungsbeispiel wurde der spe
zifische Widerstand der Mittelzone etwa verdreifacht, z. B.
von 200 Ω.cm auf 600 Ω.cm.
Bei einer Sperrspannung entsprechend der nach Hersteller
angaben maximal zulässigen Sperrspannung der Diode nach
dem Stand der Technik (Kurve 11 im Vergleich mit Kurve 10)
ist die Feldstärke E6 bezogen auf E4 entsprechend dem Ab
stand a jedoch erheblich geringer als E3 im Vergleich zu
E1. Damit läßt sich die Ausfallrate solcher Dioden signi
fikant verringern. Bei einer Erhöhung des spezifischen Wi
derstandes um den Faktor 1,3 wurde bereits eine Verringe
rung der Ausfallrate um eine Größenordnung beobachtet.
Bei einer Freilaufdiode für eine Nennsperrspannung von
2500 V wird der spezifische Widerstand der Mittelzone
zweckmäßigerweise zwischen 100 und 240 Ohm.cm betragen ge
gen 80 Ohm.cm bei herkömmlichen Dioden. Die Dicke der Mit
telzone liegt dabei etwa bei 280 µm. Bei Freilaufdioden
für eine Nennsperrspannung von 4500 V empfiehlt sich eine
Dotierung der Mittelzone zwischen 250 und 600 Ohm.cm und
eine Dicke der Mittelzone von etwa 440 µm.
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Diode liegt bei ihrer
relativen Unempfindlichkeit gegen Höhenstrahlung bei ge
genüber bekannten. Dioden gleichen Durchlaßverlusten.
Claims (3)
1. Diode mit einem Halbleiterkörper mit einer schwach
dotierten Mittelzone vom ersten Leitungstyp, mit einer an
die Mittelzone angrenzenden höher dotierten Kathodenzone
vom ersten Leitungstyp und einer an die Mittelzone
angrenzenden Anodenzone vom zweiten Leitungstyp und
höherer Dotierung als die Mittelzone, mit einer solchen
Dotierungshöhe der Mittelzone, daß sich die
Raumladungszone bei maximaler Sperrspannung bis in die
Kathodenzone erstreckt, wobei die Dicke und die Dotierung
der Mittelzone so gewählt ist, daß bei angelegter
maximaler Sperrspannung die Feldstärke am Übergang (5)
zwischen Mittelzone (1) und Kathodenzone (2) mindestens
gleich dem 0,2fachen der bei maximaler Sperrspannung
auftretenden Feldstärke am pn-Übergang ist,
gekennzeichnet durch die Verwendung
als Freilaufdiode für einen GTO-Thyristor.
2. Freilaufdiode nach Anspruch 1,
für eine Nennsperrspannung von 2500 V,
dadurch gekennzeichnet, daß der
spezifische Widerstand der Mittelzone zwischen 100 und 240
Ohm.cm und die Dicke der Mittelzone bei 280 µm liegt.
3. Freilaufdiode nach Anspruch 1 für eine Nennsperrspan
nung von 4500 V,
dadurch gekennzeichnet, daß der
spezifische Widerstand zwischen 250 und 600 Ohm.cm und die
Dicke der Mittelzone bei 440 µm liegt.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4305040A DE4305040C2 (de) | 1993-02-18 | 1993-02-18 | Freilaufdiode für einen GTO-Thyristor |
| CH00123/94A CH687793A5 (de) | 1993-02-18 | 1994-01-17 | Freilaufdiode fuer einen GTO-Thyristor. |
| JP6043119A JPH06260661A (ja) | 1993-02-18 | 1994-02-16 | Gtoサイリスタ用フリーホイーリングダイオード |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4305040A DE4305040C2 (de) | 1993-02-18 | 1993-02-18 | Freilaufdiode für einen GTO-Thyristor |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4305040A1 DE4305040A1 (de) | 1994-08-25 |
| DE4305040C2 true DE4305040C2 (de) | 1999-07-22 |
Family
ID=6480812
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4305040A Expired - Lifetime DE4305040C2 (de) | 1993-02-18 | 1993-02-18 | Freilaufdiode für einen GTO-Thyristor |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPH06260661A (de) |
| CH (1) | CH687793A5 (de) |
| DE (1) | DE4305040C2 (de) |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE10208965B4 (de) * | 2002-02-28 | 2007-06-21 | Semikron Elektronik Gmbh & Co. Kg | Leistungshalbleiterbauelement für Sperrspannungen über 2000V |
| US10403711B2 (en) | 2016-02-24 | 2019-09-03 | General Electric Company | Designing and fabricating semiconductor devices with specific terrestrial cosmic ray (TCR) ratings |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3631136A1 (de) * | 1986-09-12 | 1988-03-24 | Siemens Ag | Diode mit weichem abrissverhalten |
-
1993
- 1993-02-18 DE DE4305040A patent/DE4305040C2/de not_active Expired - Lifetime
-
1994
- 1994-01-17 CH CH00123/94A patent/CH687793A5/de not_active IP Right Cessation
- 1994-02-16 JP JP6043119A patent/JPH06260661A/ja active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3631136A1 (de) * | 1986-09-12 | 1988-03-24 | Siemens Ag | Diode mit weichem abrissverhalten |
Non-Patent Citations (2)
| Title |
|---|
| E. Spenke: pn-Übergänge, Springer-Verlag 1979, S. 58-65 * |
| H. Schlangenotto et. al. in: Wiss. Ber. AEG- Telefunken 55 (1982) 1-2, S. 7-24 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4305040A1 (de) | 1994-08-25 |
| JPH06260661A (ja) | 1994-09-16 |
| CH687793A5 (de) | 1997-02-14 |
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