DE4228740C2 - Laserbearbeitungsvorrichtung - Google Patents
LaserbearbeitungsvorrichtungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Laserbearbei
tungsvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Es sind Laserbearbeitungsvorrichtungen bekannt, die eine
thermische Bearbeitung - etwa Schneiden, Schweißen und Erhit
zen - durch Einstrahlen eines Laserstrahles auf die Oberfläche
eines Werkstückes ausführen. Im Sinne eines Beispiels wird hier
auf die in Fig. 6 gezeigte Vorrichtung Bezug genommen.
Der Umlenkspiegel 53 dient dazu, die Ausbreitungsrichtung eines
von einem Laserstrahlerzeuger 51 ausgesandten Laserstrahls 52
zu verändern. Der durch den Umlenkspiegel 53 reflektierte
Laserstrahl gelangt in einen Bearbeitungskopf 54. Ein Werkstück
55 ist unmittelbar unterhalb des Bearbeitungskopfes 54 und an
einer Bewegungsvorrichtung 56 befestigt angeordnet. Die Bewe
gungsvorrichtung 56 wird bewegt, während der Laserstrahl 52 auf
das Werkstück 55 einstrahlt, wodurch sich ein auf dem Werkstück
55 gebildeter Punkt des Laserstrahles 52 relativ zum Werkstück
bewegt. Auf diese Weise wird das Werkstück 55 unter Verwendung
des Laserstrahles 52 einer vorbestimmten thermischen Bearbei
tung unterzogen.
Als ein Beispiel für eine solche thermische Bearbeitung wird
nachfolgend eine Schneidarbeit erklärt. Wie in Fig. 7 gezeigt,
ist die Kondensorlinse 57 feststehend im Inneren des Bearbei
tungskopfes 58 angeordnet. Der Laserstrahl 52, der auf den Be
arbeitungskopf 58 auftrifft, geht durch die Kondensorlinse 57
hindurch, während er durch diese Linse fokussiert wird. Damit
wird das Werkstück 55 an der Stelle des Brennpunktes 59 des
Laserstrahles 52 aufgeschmolzen. Im Ergebnis dessen wird der
Teil des Werkstückes 55, der durch den Laserstrahl 52 ge
schmolzen wird, als geschmolzenes Metall 60 durch einen starken
Strahl eines Bearbeitungsgases 61, das ein aktives Gas, - z. B.
Sauerstoffgas - ist, hinweggeblasen, womit ein Schnitt 62 im
Werkstück 55 gebildet wird.
Bei einer Schweißarbeit muß der Laserstrahl eine höhere Aus
gangsleistung haben als der bei einer Schneidarbeit verwendete
Laserstrahl. Deshalb wird üblicherweise ein parabolischer
Spiegel, der unter den Bedingungen eines starken Lichteinfalls
oder einer großen Wärmeentwicklung gegenüber der Kondensorlinse
eine höhere Standfestigkeit hat, verwendet. Wie in Fig. 8
gezeigt, sind ein ebener Umlenkspiegel 63 und ein Parabol
spiegel 64, der gegenüber dem ebenen Umlenkspiegel 63
angeordnet ist, fest im Inneren des Bearbeitungskopfes 65 ange
ordnet. Der Laserstrahl 52, der auf den Bearbeitungskopf 65
auftrifft, wird vom ebenen Umlenkspiegel 63 reflektiert und
trifft auf den Parabolspiegel 64 auf. Nachdem durch den
Parabolspiegel 64 die Ausbreitungsrichtung des Laserstrahls 52
verändert wurde, ist der Laserstrahl 52 fokussiert, und der
fokussierte Laserstrahl 52 wird auf das Werkstück 55 einge
strahlt. Dadurch wird das Werkstück 55 an der Stelle des Brenn
punktes 66 des Laserstrahles 56 aufgeschmolzen. Zur gleichen
Zeit wird das Bearbeitungsgas 68, das ein Inertgas - z. B.
Argongas - ist, unter geringem Druck dem Werkstück 55 zuge
führt. Im Ergebnis dessen wird der durch den Laserstrahl 52 in
ein geschmolzenes Metall 67 aufgeschmolzene Abschnitt des Werk
stückes 55 mit einem schwachen Strom des Bearbeitungsgases 68
bedeckt und erstarrt wieder, während seine Oxidation verhindert
wird.
Bei einer Erhitzungsarbeit - etwa dem Härten - ist es anderer
seits erforderlich, daß die Energie eines Laserstrahles gleich
förmig verteilt wird. Deshalb ist, wie in Fig. 9 gezeigt, ein
Kaleidoskop 70 fest im Inneren des Bearbeitungskopfes 51 ange
ordnet. Der Laserstrahl 52, der auf dem Bearbeitungskopf 71
auftrifft, geht durch die Kondensorlinse 72 hindurch, während
er durch diese Linse fokussiert wird. Der konvergierende
Laserstrahl 52 trifft auf das Kaleidoskop 70 auf. Der Laser
strahl 52 wird im Kaleidoskop 70 mehrfachen Reflexionen
ausgesetzt, so daß die Energieverteilung des Laserstrahles 52
gleichförmig wird. Der Laserstrahl 52 wird nach Durchgang durch
die Kondensorlinse 73 auf das Werkstück 55 eingestrahlt. Ein
Laserstrahl-Absorptionsmittel 74 des Graphit-Typs ist auf die
Oberfläche des Werkstückes 55 aufgebracht, um den Laserstrahl
52 wirksam zu absorbieren. Nachdem das Werkstück 55 durch den
eingestrahlten Laserstrahl 52 schnell aufgeheizt wurde, um eine
Härtungstemperatur zu erreichen, wird das Werkstück 55 infolge
seiner eigenen Wärmeleitung schnell abgekühlt. Im Ergebnis
dessen bildet der Laserstrahl 52 einen gehärteten Abschnitt 75
im Werkstück 55.
Es ist somit wünschenswert, den Bearbeitungskopf mit optischen
Elementen, etwa einer Kondensorlinse, einem Parabolspiegel oder
einem Kaleidoskop, entsprechend der Art der auszuführenden
thermischen Bearbeitung zu verwenden. Wenn die Laserbearbei
tungsvorrichtung eine Art einer thermischen Behandlung
ausführt, ist es wünschenswert, den Bearbeitungskopf so aus
zuwählen, daß er die für die gewünschten Bearbeitungsbedingun
gen geeignetsten optischen Elemente enthält.
Bei herkömmlichen Laserbearbeitungsvorrichtungen ist der
Bearbeitungskopf jedoch halbfest oder abnehmbar befestigt. Es
ist daher im Falle einer Ausführung unterschiedlicher Arten
thermischer Behandlung bei einer solchen herkömmlichen Laser
bearbeitungsvorrichtung erforderlich, die Bearbeitungsköpfe
entsprechend der Art der auszuführenden thermischen Behandlung
in geeigneter Weise gegeneinander auszutauschen. Bei der
herkömmlichen Laserbearbeitungsvorrichtung wird dieser Vorgang
des Auswechselns der Köpfe von Hand ausgeführt, was zu dem
Problem einer verringerten Produktionseffizienz führt.
Eine Laserbearbeitungsvorrichtung, die zur Lösung dieses
Problems in der Lage ist, ist in Fig. 10 gezeigt. Die
Laserbearbeitungsvorrichtung weist ein Gestell 102 und weiter
einen Bearbeitungskopf für Schweißarbeiten 106, einen Bearbei
tungskopf für Schneidarbeiten 105 und einen Bearbeitungskopf
für Härtungsarbeiten 107 auf, die über einen Halter 119 fest am
Gestell 102 angebracht sind. Darüber hinaus enthält die Laser
bearbeitungsvorrichtung einen ebenen Umlenkspiegel 104, der
verschoben werden kann, um einen vom Laserstrahlerzeuger 101
ausgesandten Laserstrahl in einen der Bearbeitungsköpfe 106,
105 und 107 einzuleiten. Das heißt, bei dieser Laserbearbei
tungsvorrichtung kann der geeignetste Bearbeitungskopf aus den
drei Bearbeitungsköpfen 106, 105, 107 durch Verschieben des
Umlenkspiegels 104 ausgewählt werden. Eine gewünschte thermi
sche Bearbeitung kann durch Bewegen eines Werkstückes 126 aus
geführt werden. Das Werkstück 126 wird durch eine Bewegungsvor
richtung 127 mit einer Vorschubeinrichtung 130 für eine erste
Richtung und einer Vorschubeinrichtung 140 für eine zweite
Richtung bewegt. Daher gibt es keine Notwendigkeit, die
Bearbeitungsköpfe entsprechend der Art der auszuführenden
thermischen Bearbeitung gegeneinander auszutauschen.
Bei der erwähnten Laserbearbeitungsvorrichtung sind jedoch die
drei Bearbeitungsköpfe 106, 105 und 107 fest am Gestell 102
angeordnet. Es ist daher nötig, eine große Fläche vorzusehen, in
der die Bewegungsvorrichtung 127 das Werkstück bewegen kann, da
die Bewegungsvorrichtung 127 sich entsprechend jedem der Bear
beitungsköpfe 106, 105 und 107 zu drei Positionen und weiterhin
innerhalb eines Bearbeitungsbereichs zum Bearbeiten des Werk
stückes 126 durch einen Bearbeitungskopf bewegen muß. Beispiels
weise muß, wie auf der linken Seite von Fig. 10 gezeigt, sich
die Bewegungsvorrichtung 127 in eine Position bewegen, die durch
die gepunktete Linie gezeigt ist. Damit gibt es die Schwierig
keit, daß die Laserbearbeitungsvorrichtung größer wird.
Aus der DE 32 06 210 A1 ist ein Schweißarm mit einer Laserquelle
und zwei in einem Abstand voneinander angeordneter Öffnungen be
kannt, bei dem der Laserstrahl jeweils durch die Öffnungen zum
Schweißen und Trennen eines Werkstückes herausgelenkt wird.
Aus der DE 37 43 461 A1 ist eine Laserbearbeitungsvorrichtung
bekannt, die einen positionierbaren Bearbeitungskopf aufweist.
Aus der JP 1-15298 ist eine Laserbearbeitungsvorrichtung nach
dem Oberbegriff des Anspruches 1 bekannt.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Laserbearbei
tungsvorrichtung mit geringen Abmessungen, hoher Produktionsef
fizienz und der Möglichkeit zum leichten Austauschen der Bear
beitungsköpfe gegeneinander entsprechend der Art der auszufüh
renden thermischen Bearbeitung anzugeben.
Die Aufgabe wird durch die Laserbearbeitungsvorrichtung des An
spruchs 1 gelöst.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
angegeben.
Bei der Laserbearbeitungsvorrichtung des Anspruchs 2 ist die
Mehrzahl der Bearbeitungsköpfe durch die Befestigungsvorrich
tung befestigt, und die Befestigungsvorrichtung ist bewegbar
durch die Halteeinrichtung gehalten. Die Steuereinrichtung po
sitioniert einen der Mehrzahl von Bearbeitungsköpfen durch
Steuerung der Antriebseinrichtung in der Bearbeitungsposition
und nach einer solchen Positionierung erzeugt die Laser
strahlerzeugungsvorrichtung den Laserstrahl, und der ausgewähl
te Bearbeitungskopf führt einen gewünschten thermischen Bear
beitungsschritt aus.
Die Laserbearbeitungsvorrichtung kann, da sie zur Ausführung
einer thermischen Bearbeitung - etwa eines Schneidens, Schwei
ßens und Aufheizens - mit einem optimalen Bearbeitungskopf in
der Lage ist, ein Werkstück hoher Qualität erzeugen. Darüber
hinaus ist mit der Laserbearbeitungsvorrichtung die Produkti
onseffizienz zu erhöhen, da es keine Notwendigkeit gibt, einen
Vorgang des Auswechselns der Bearbeitungsköpfe von Hand auszu
führen. Weiterhin wird eine kompakte Laserbearbeitungsvorrich
tung bereitgestellt, da die Laserbearbeitungsvorrichtung Bear
beitungsköpfe hat, die bewegbar durch die Halteeinrichtung ge
halten sind.
Weitere Merkmale und Zweckmäßigkeiten ergeben sich aus der Er
läuterung von Ausführungsformen an Hand der Figuren.
Von den Figuren zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Laserbearbei
tungsvorrichtung,
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung eines Bearbeitungs
kopfes und dessen Umgebung,
Fig. 3 eine Darstellung eines Schneidvorganges unter Ver
wendung der Laserbearbeitungsvorrichtung nach
dieser Ausführungsform,
Fig. 4 eine Darstellung eines Schweißvorganges unter Nut
zung der Laserbearbeitungsvorrichtung nach dieser
Ausführungsform;
Fig. 5 eine Darstellung eines Härtungsvorganges unter Ver
wendung der Laserbearbeitungsvorrichtung nach die
ser Ausführungsform,
Fig. 6 eine schematische Darstellung einer herkömmlichen
Laserbearbeitungsvorrichtung,
Fig. 7 eine Darstellung eines Schneidvorganges unter Ver
wendung der herkömmlichen Laserbearbeitungs
vorrichtung,
Fig. 8 eine Darstellung eines Schweißvorganges unter Ver
wendung der herkömmlichen Laserbearbeitungsvor
richtung,
Fig. 9 eine Darstellung eines Härtungsvorganges unter Ver
wendung der herkömmlichen Laserbearbeitungsvor
richtung,
Fig. 10 einen anderen Typ einer Laserbearbeitungsvorrich
tung mit feststehenden Bearbeitungsköpfen und
Fig. 11 eine weitere Ausführungsform der Erfindung unter
Einsatz einer Hydraulikvorrichtung als Antrieb.
Zuerst wird unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 der Aufbau
einer eine Ausführungsform der Erfindung darstellenden
Laserbearbeitungsvorrichtung beschrieben.
Ein Laserstrahlerzeuger 1, indem vorzugsweise ein CO2-Laser
eingesetzt ist, ist in einem beispielsweise aus Stahl herge
steltes Gestell 2 eingesetzt und sendet einen Laserstrahl 3 mit
einer Wellenlänge von z. B. 10,6 µm (Mikrometer) aus. Der
ebene Umlenkspiegel 4 ist fest im optischen Weg des vom
Laserstrahlerzeuger ausgesandten Laserstrahls 3 angeordnet und
verändert die Ausbreitungsrichtung des Laserstrahles. Der La
serstrahl 3 trifft auf einen der Bearbeitungsköpfe 8, das heißt
einen Bearbeitungskopf für Schneidarbeiten 5, einen Bearbei
tungskopf für Schweißarbeiten 6 und einen Bearbeitungskopf für
Härtungsarbeiten 7, der in einer Bearbeitungsposition ange
ordnet ist.
Wie Fig. 2 zeigt, weist der Bearbeitungskopf für Schneid
arbeiten 5 eine Kondensorlinse 9 und eine Bearbeitungsdüse 11
mit einem Bearbeitungsgas-Zufuhrstutzen 10 auf. Die Bearbei
tungsdüse 11 ist direkt unterhalb des Bearbeitungskopfes für
Schneidarbeiten 5 angeordnet.
Der Bearbeitungskopf für Schweißarbeiten 6 weist einen ebenen
Umlenkspiegel 12, einen Parabolspiegel 13 und eine Bearbei
tungsdüse 15 mit einem Bearbeitungsgas-Zufuhrstutzen 14 auf.
Der Parabolspiegel 13 ist gegenüber dem ebenen Umlenkspiegel 12
angeordnet. Der Bearbeitungsgas-Zufuhrstutzen 14 ist direkt
unterhalb des Parabolspiegels 13 angeordnet.
Der Bearbeitungskopf für Härtungsarbeiten 7 weist eine
Kondensorlinse 6, auf die der Laserstrahl 3 auftrifft, ein
Kaleidoskop 17 und eine Kondensorlinse 18, aus der der Laser
strahl 3 austritt, auf.
Der Bearbeitungskopf für Schneidarbeiten 5, der Bearbeitungs
kopf für Schweißarbeiten 6 und der Bearbeitungskopf für Här
tungsarbeiten 7 sind jeweils fest an einem Bearbeitungskopf
halter 19 angebracht. Der Bearbeitungskopfhalter 19 ist über
eine geradlinige Führung 20 gleitbar unter dem Gestell 2 an
geordnet.
Der Bearbeitungskopfhalter 19 ist zu einer Bewegung relativ zum
Gestell 2 in der Lage, die durch eine Bearbeitungskopf-
Antriebseinheit 21 bewirkt wird. Die Bearbeitungskopf-Antriebs
einheit 21 weist einen Antriebsmotor 22, der fest auf dem Ge
stell 2 angeordnet ist, ein Ritzel 23 und eine Zahnstangenvor
richtung 24 auf. Das Ritzel 23 wird durch die Ausgangswelle des
Antriebsmotors 22 angetrieben. Die Zahnstangenvorrichtung 24
ist fest am Bearbeitungskopfhalter 19 angeordnet, so daß sie
mit dem Ritzel 23 im Eingriff steht. Der Antriebsmotor 22 wird
durch eine Steuereinrichtung 25 so gesteuert, daß er das Ritzel
23 antreibt.
Ein Schrittmotor wird als Antriebsmotor 22 verwendet.
Die Steuereinrichtung 25 steuert die Drehung durch Steuerung
der Anzahl von Ansteuerimpulsen, die an den Antriebsmotor 22
geliefert werden. Wie in Fig. 1 gezeigt, ist in der rechten
oberen Stellung des Gestells 2 ein Mikroschalter 95 vorgesehen.
Der Mikroschalter 95 ist elektrisch mit der Steuereinrichtung
25 verbunden. Der Mikroschalter 95 liefert ein Referenzposi
tionssignal an die Steuereinrichtung 25, wenn das rechte Ende
des Bearbeitungskopfhalters 19 den Mikroschalter 95
niederdrückt.
Die Steuereinrichtung 25 speichert Ansteuerimpulszahlen, die
zur Positionierung der Bearbeitungsköpfe 5, 6 und 7 in der
Bearbeitungsposition bezüglich einer durch den Mikroschalter 95
ermittelten Referenzposition erforderlich sind. Dementsprechend
kann die Steuereinrichtung auf der Grundlage der gespeicherten
Ansteuerimpulszahlen einen gewünschten der Bearbeitungsköpfe in
der Bearbeitungsposition positionieren, nachdem die Referenz
position durch den Mikroschalter 95 bestimmt wurde. Die
Referenzposition, die durch den Mikroschalter 95 repräsentiert
wird, wird jedesmal erreicht, wenn durch den ersten Antriebs
motor 21 ein Neupositionierungs-Vorgang ausgeführt wird, so daß
der Halter 19 in Eingriff mit dem Mikroschalter 95 kommt.
Ein Werkstück 26 ist auf einer Bewegungsvorrichtung 27
befestigt und direkt unterhalb der Bearbeitungsköpfe 8
angeordnet. Die Bewegungsvorrichtung 27 wird bewegt, während
der Laserstrahl 3 auf das Werkstück 26 eingestrahlt wird,
wodurch eine Relativbewegung eines Punktes des Laserstrahles 3,
der auf dem Werkstück 26 gebildet ist, bewirkt wird, so daß
eine vorbestimmte thermische Bearbeitung ausgeführt wird.
Die Bewegungsvorrichtung 27 weist eine Vorschubeinrichtung 90
in einer ersten Richtung und eine Vorschubeinrichtung 92 für
eine zweite Richtung zur Bewegung des Werkstückes 26 in eine
gewünschte Position in der waagerechten Ebene auf. Die
Vorschubeinrichtung 90 für die erste Richtung hat eine sich in
der ersten Richtung erstreckende Kugelrollenspindel 94 und
einen Motor 91 zum Drehen der Kugelrollenspindel 94. Die Vor
schubeinrichtung 92 für die zweite Richtung hat eine (nicht
gezeigte) Kugelrollenspindel, die sich in die zweite Richtung
senkrecht zur ersten Richtung erstreckt, und einen Motor 93 zum
Drehen der Kugelrollenspindel.
Es folgt eine Beschreibung eines Schneidvorganges unter Verwen
dung der Laserbearbeitungsvorrichtung nach dieser Ausfüh
rungsform unter Bezugnahme auf Fig. 3.
Wenn ein Schneiden auszuführen ist, wird der Bearbeitungs
kopfhalter 19 angetrieben, so daß der Laserstrahl 3 mit dem
Bearbeitungskopf für Schneidarbeiten 5, der durch den Bearbei
tungskopfhalter 19 gehalten ist, ausgerichtet ist und dessen
Mittelachse entlang läuft. Das heißt, der Bearbeitungskopf für
Schneidarbeiten 5 wird durch den Bearbeitungskopfhalter 19 in
diese Ausrichtungsposition bewegt. Der Bearbeitungskopfhalter
19 wird angetrieben, während die Bearbeitungskopf-Antriebsein
heit 21 durch die Steuereinrichtung 25 gesteuert wird. Das
heißt, wenn der Antriebsmotor 22 angesteuert wird, wird das
Ritzel 23 angetrieben, so daß die Zahnstangenvorrichtung 24,
die in das Ritzel 23 eingreift, angetrieben wird, wodurch der
Bearbeitungskopfhalter 19 bewegt wird.
Der Laserstrahl 3, der auf den Bearbeitungskopf zum Schneiden 5
auftrifft, geht durch die Kondensorlinse 9 hindurch, während er
durch diese fokussiert wird. Damit wird das Werkstück 26 an der
Stelle des Brennpunktes 28 des Laserstrahles 3 aufgeschmolzen.
Ein Bearbeitungsgas 29, das ein aktives Gas (z. B. Sauerstoff)
ist, wird durch den Bearbeitungsgas-Zuführstutzen 10 zugeführt
und schießt längs der Achse des Laserstrahles 3 aus der
Bearbeitungsdüse 11. Im Ergebnis dessen wird der Teil des
Werkstückes 26, der durch den Laserstrahl 3 aufgeschmolzen
wurde, durch den starken Luftstrom des Bearbeitungsgases 29
weggeblasen, so daß ein Einschnitt 30 im Werkstück 26 gebildet
wird. Das Werkstück 26 wird durch die Bewegungsvorrichtung 27
bewegt, und auf diese Weise wird eine vorbestimmte Schneidar
beit ausgeführt.
Unter Bezugnahme auf Fig. 4 wird nun ein Schweißvorgang unter
Verwendung der Laserbearbeitungsvorrichtung nach dieser Aus
führungsform beschrieben.
Beim Schweißen wird der Bearbeitungskopfhalter 19 so
angetrieben, daß der Laserstrahl 3 in Ausrichtung mit dem
Bearbeitungskopf zum Schweißen 6, der durch den
Bearbeitungskopfhalter 19 gehalten wird, ausgerichtet ist und
längs dessen Mittelachse verläuft. Das heißt, der
Bearbeitungskopf zum Schweißen 6 wird durch den
Bearbeitungskopfhalter 19 bewegt. Der Bearbeitungskopfhalter
19 wird angetrieben, indem die Bearbeitungskopf-Antriebseinheit
21 durch die Steuereinrichtung 25 gesteuert wird.
Der auf den Bearbeitungskopf zum Schweißen 6 auftreffende
Laserstrahl 3 wird auf dem ebenen Umlenkspiegel 12 reflektiert
und trifft auf den Parabolspiegel 13. Nachdem die Ausbreitungs
richtung des Laserstrahles 3 durch den Parabolspiegel 13
geändert wurde, ist der Laserstrahl 3 noch fokussiert. Der
konvergente Laserstrahl 3 wird auf das Werkstück 26 einge
strahlt. Dadurch wird das Werkstück 26 an der Stelle des
Brennpunktes 31 des Laserstrahles 3 aufgeschmolzen. Ein
Bearbeitungsgas 32, das ein Inertgas (z. B. Argon) ist, wird
durch den Bearbeitungsgas-Zufuhrstutzen 14 zugeführt und tritt
unter niedrigem Druck aus der Bearbeitungsdüse 15 aus, wobei es
koaxial mit dem Laserstrahl 3 strömt. Im Ergebnis dessen wird
der durch den Laserstrahl 3 aufgeschmolzene Teil des
Werkstückes 26 mit einem schwachen Strom des Bearbeitungsgases
32 bedeckt und erstarrt wieder, während seine Oxidation
verhindert wird, wodurch eine Schweißstelle 33 im Werkstück 26
gebildet wird. Das Werkstück 26 wird durch die Bewegungsvor
richtung 27 bewegt, und auf diese Weise wird ein vorbestimmter
Schweißvorgang ausgeführt.
Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf Fig. 5 ein Härtungsvor
gang unter Verwendung der Laserbearbeitungsvorrichtung nach
dieser Ausführungsform beschrieben.
Beim Härten wird der Bearbeitungskopfhalter 19 so angetrieben,
daß der Laserstrahl 3 mit dem Bearbeitungskopf zum Härten 7,
der durch den Bearbeitungskopfhalter 19 gehalten ist, ausge
richtet ist und längs dessen Achse verläuft. Das heißt, der
Bearbeitungskopf zum Härten 7 wird durch den Bearbeitungskopf
halter 19 bewegt. Der Bearbeitungskopfhalter 19 wird angetrie
ben, indem die Bearbeitungskopf-Antriebseinheit 21 durch die
Steuereinrichtung 25 gesteuert wird.
Der Laserstrahl 3, der auf den Bearbeitungskopf zum Härten 7
auftrifft, durchläuft die Kondensorlinse 16 und wird durch
diese Linse fokussiert. Der konvergente Laserstrahl 3 trifft
dann auf das Kaleidoskop 17 auf. Der Laserstrahl 3 wird
innerhalb des Kaleidoskops 17 mehrfachen Reflexionen ausge
setzt, so daß die Energieverteilung des Laserstrahles 3 ge
genüber derjenigen beim Schneiden oder Schweißen über eine
größere Breite gleichförmig wird. Der Laserstrahl 3 wird dann
nach Durchgang durch die Kondensorlinse 18 für den austretenden
Laserstrahl auf das Werkstück 26 eingestrahlt. Ein Laserstrahl-
Absorptionsmittel 34 vom Graphit-Typ ist auf die Oberfläche des
Werkstückes 26 aufgebracht, um den Laserstrahl 3 wirksam zu
absorbieren. Nachdem das Werkstück 26 durch den eingestrahlten
Laserstrahl 3 schnell aufgeheizt wurde und eine Härtungstem
peratur erreicht hat, wird das Werkstück 26 infolge seiner
eigenen Wärmeleitung schnell abgekühlt. Im Ergebnis dessen
bildet der Laserstrahl 3 einen gehärteten Abschnitt 25 im
Werkstück 26. Das Werkstück 26 wird durch die Bewegungsvorrich
tung 27 bewegt, und auf diese Weise wird ein vorbestimmter
Härtungsvorgang ausgeführt.
Wie oben erwähnt, kann die Laserbearbeitungsvorrichtung ent
sprechend der Erfindung, da die Laserbearbeitungsvorrichtung
zum Ausführen einer thermischen Bearbeitung wie Schneiden,
Schweißen und Erhitzen jeweils mit einem optimalen Bearbei
tungskopf in der Lage ist, ein Werkstück hoher Qualität
erzeugen. Darüber hinaus kann mit der Laserstrahlbearbeitungs
vorrichtung entsprechend der Erfindung, da es keine Notwendig
keit zum manuellen Austausch der Bearbeitungsköpfe gibt, die
Produktionseffizienz erhöht werden. Weiter können sowohl die
Bearbeitungsköpfe als auch das Werkstück bewegt werden, wodurch
die Abmessungen der Laserbearbeitungsvorrichtung verringert
werden.
Für die Härtungsarbeit kann anstelle des
Kaleidoskops ein Polygonspiegel verwendet werden, der im
Inneren des Bearbeitungskopfes fest angebracht ist, um die
Energie des Laserstrahls 3 gleichförmig zu verteilen.
Darüber hinaus kann die Bearbeitungskopf-Antriebseinheit eine
Hydraulik- oder Pneumatikeinrichtung - etwa einen Pneumatik
zylinder - enthalten. Weiterhin kann ein beliebiger Typ von
Bearbeitungskopf verwendet werden.
Beispielsweise können - wie in Fig. 11 gezeigt - die Bearbei
tungsköpfe 8 durch einen fest am Gestell 2 angeordneten Pneu
matikzylinder 230 bewegt werden. Eine Kolbenstange 235 des
Pneumatikzylinders 230 ist mit der rechten Seite des Bearbei
tungskopfhalters 19 verbunden. Wenn eine Steuereinrichtung 225
den Pneumatikzylinder 230 so steuert, daß die Kolbenstange 235
aus dem Zylinder herauskommt, wird der Bearbeitungskopf für
Schneidarbeiten 5 in die Bearbeitungsposition bewegt. Wenn die
Steuereinrichtung 225 den Pneumatikzylinder 230 so steuert, daß
die Kolbenstange 235 zurückgezogen wird, wird der Bearbeitungs
kopf für Schweißarbeiten 6 in die Bearbeitungsposition
verschoben.
Claims (10)
1. Laserbearbeitungsvorrichtung mit:
einer Laserstrahlerzeugungsvorrichtung (1) zum Erzeugen eines Laserstrahles (3),
einer Mehrzahl von Bearbeitungsköpfen (5, 6, 7) zum Auf bringen des Laserstrahles (3) auf ein Werkstück (26),
einer Befestigungsvorrichtung (19) zum Befestigen der Mehrzahl von Bearbeitungsköpfen (5, 6, 7),
einer Halteeinrichtung (20) zum bewegbaren Halten der Be festigungsvorrichtung (19), gekennzeichnet durch eine Re ferenzpositions-Bestimmungseinrichtung (95) zum Bestimmen einer Referenzposition der Befestigungsvorrichtung (19).
einer Laserstrahlerzeugungsvorrichtung (1) zum Erzeugen eines Laserstrahles (3),
einer Mehrzahl von Bearbeitungsköpfen (5, 6, 7) zum Auf bringen des Laserstrahles (3) auf ein Werkstück (26),
einer Befestigungsvorrichtung (19) zum Befestigen der Mehrzahl von Bearbeitungsköpfen (5, 6, 7),
einer Halteeinrichtung (20) zum bewegbaren Halten der Be festigungsvorrichtung (19), gekennzeichnet durch eine Re ferenzpositions-Bestimmungseinrichtung (95) zum Bestimmen einer Referenzposition der Befestigungsvorrichtung (19).
2. Laserbearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 1, mit
einer Antriebseinrichtung (21) zum Bewegen der Befesti gungsvorrichtung (19) und
einer Steuereinrichtung (25) zum Steuern der Antriebsein richtung (21) zum Positionieren von einem der Mehrzahl von Bearbeitungsköpfen (5, 6, 7) in einer Bearbeitungspositi on, wo der durch die Laserstrahlerzeugungsvorrichtung (1) erzeugte Laserstrahl (3) zu einem der Mehrzahl der Bear beitungsköpfe (5, 6, 7) gelenkt wird.
einer Antriebseinrichtung (21) zum Bewegen der Befesti gungsvorrichtung (19) und
einer Steuereinrichtung (25) zum Steuern der Antriebsein richtung (21) zum Positionieren von einem der Mehrzahl von Bearbeitungsköpfen (5, 6, 7) in einer Bearbeitungspositi on, wo der durch die Laserstrahlerzeugungsvorrichtung (1) erzeugte Laserstrahl (3) zu einem der Mehrzahl der Bear beitungsköpfe (5, 6, 7) gelenkt wird.
3. Laserbearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
bei der jeder der Bearbeitungsköpfe (5, 6, 7) mindestens
ein optisches Element (9; 12, 13; 16, 17) aufweist,
wobei das mindestens eine optische Element jedes Bearbei
tungskopfes von einem anderen Typ als das mindestens eine
optische Element des anderen Bearbeitungskopfes ist.
4. Laserbearbeitungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 3, gekennzeichnet durch eine Werkstückbewegungsvor
richtung (27) zum Bewegen des Werkstückes (26) relativ zum
Bearbeitungskopf (5, 6, 7), der durch die Antriebseinrich
tung (21) in der Bearbeitungsposition positioniert ist.
5. Laserbearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Werkstückbewegungsvorrichtung (27)
eine Einrichtung (90, 92) zum Bewegen des Werkstückes (26)
in zwei zueinander senkrechten Richtungen aufweist.
6. Laserbearbeitungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtung
eine Vorrichtung (24) zum bewegbaren Halten der Befesti
gungsvorrichtung (19) für eine geradlinige Bewegung auf
weist.
7. Laserbearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Antriebseinrichtung (21) ein drehba
res Zahnrad (23) sowie eine an der Befestigungsvorrichtung
(19) befestigte Zahnstange (24), in die das drehbare Zahn
rad (23) eingreifen kann, aufweist.
8. Laserbearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Antriebseinrichtung (21) einen
Schrittmotor (22) zum Antreiben des drehbaren Zahnrades
(23) aufweist, und daß die Steuereinrichtung (25) eine
Speichereinrichtung zum Speichern der Ansteuerimpulszah
len, die für den Schrittmotor (22) benötigt werden, um je
den der Bearbeitungsköpfe (5, 6, 7) von der Referenzposi
tion in die Bearbeitungsposition zu bringen, aufweist.
9. Laserbearbeitungsvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, da
durch gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtung (21) ei
nen Fluidzylinder (230) zum Antreiben der Befestigungsvor
richtung (19) aufweist.
10. Laserbearbeitungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Mehrzahl der Bear
beitungsköpfe (5, 6, 7) einen Schneidkopf (5), einen
Schweißkopf (6) und einen Wärmebehandlungskopf (7) ein
schließt.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| JP3279747A JPH05115993A (ja) | 1991-10-25 | 1991-10-25 | レーザ加工装置 |
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|---|---|
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