DE4213139A1 - Verfahren und anordnung zur ultraschallpruefung eines zylindrischen koerpers - Google Patents
Verfahren und anordnung zur ultraschallpruefung eines zylindrischen koerpersInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und auf eine
Anordnung zur Ultraschallprüfung eines zylindrischen Kör
pers, insbesondere eines in der Gitterplatte eines Kernge
rüstes eingebauten Brennelementzentrierstiftes.
Die in der Gitterplatte des Kerngerüstes eines Kernreak
tors eingebauten Brennelementzentrierstifte müssen in re
gelmäßigen Abständen auf Fehler untersucht und bei Vor
liegen eines Fehlerbefundes ausgetauscht werden. Besonders
beanspruchte Stellen befinden sich im Bereich des Wand
dickensprungs, mit dem der Zentrierstift auf der Gitter
platte aufsitzt, und im Randbereich des in die Gitterplat
te hineinragenden Schaftes, der durch die Gitterplatte
hindurchragt und auf ihrer Rückseite gegen die Gitterplat
te durch eine Schraubsicherung oder durch Verformung ver
spannt ist.
Eine Prüfung eingebauter Zentrierstifte ist jedoch nur von
der Oberseite der Gitterplatte her möglich. Um mit einer
Ultraschallprüfung nach dem Impuls-Echo-Verfahren auch
innerhalb der Gitterplatte liegende Fehlstellen zu errei
chen, ist beispielsweise aus den Tagungsband der DGZfP-Jah
restagung 21. bis 23. Mai 1990 in Trier, Seiten 385 bis
392, eine Meßanordnung bekannt, bei der ein Prüfkopf ver
wendet wird, der nach der sogenannten Winkelspiegeltechnik
arbeitet. Bei dieser Winkelspiegeltechnik wird die vom
Ultraschallgeber emittierte Ultraschallwelle mehrfach an
der innerhalb der Gitterplatte liegenden Oberfläche des
Zentrierstiftes reflektiert und durchquert ihn dabei mehr
mals.
Dieses bekannte Verfahren ist jedoch nicht geeignet für
die Ultraschallprüfung von Zentrierstiften, die eine in
Längsrichtung verlaufende durchgehende Bohrung aufweisen.
Diese Bohrung stellt für die Fortpflanzung der bei der
bekannten Anordnung eingekoppelten Ultraschallwellen ein
Hindernis dar, so daß diese Ultraschallwellen die inner
halb der Gitterplatte liegenden Bereiche des Zentrier
stiftes nicht mehr erreichen können.
Zur Prüfung solcher Zentrierstifte ist aus dem vorstehend
genannten DGZfP-Tagungsband, S. 556 bis 563, insbesondere
Bild Nummer 5, eine sogenannte Sondenprüftechnik bekannt,
bei der eine Ultraschallprüfsonde in die Bohrung des
Zentrierstiftes eingeführt wird.
In ein und derselben Gitterplatte können jedoch sowohl
Zentrierstifte mit als auch ohne Längsbohrung angeordnet
sein. Die Prüfung der Zentrierstifte einer Gitterplatte
erfordert dann zwei unterschiedliche Verfahren, für die
entsprechende Prüfsonden bereitgestellt werden müssen.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Ver
fahren und eine Vorrichtung zur Ultraschallprüfung eines
Zentrierstiftes anzugeben, die eine Prüfung von Fehlern im
eingebauten Schaftteil des Zentrierstiftes ermöglichen,
und die sowohl bei einem mit einer durchgehenden zentralen
Bohrung versehenen Zentrierstift als auch bei einem
ungebohrten Zentrierstift anwendbar sind.
Die genannte Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit einem
Verfahren mit den Merkmalen des Anspruches 1 bzw. mit
einer Anordnung mit den Merkmalen des Anspruches 2 gelöst.
Bei einem Verfahren zur Ultraschallprüfung eines zylindri
schen Körpers nach dem Impuls-Echo-Verfahren gemäß der Er
findung werden Echosignale erfaßt, die von einer auf den
Körper einfallenden Ultraschallwelle erzeugt sind, deren
Einfallsebene schräg zur Längsachse des Körpers orientiert
ist. Die auf den Körper einfallende Ultraschallwelle
trifft somit auf seine Oberfläche unter einem schiefen
Winkel zur senkrecht zur Längsachse des Körpers verlaufen
den Ebene und unter einem schiefen Winkel zur senkrecht
zur Längsachse des Körpers verlaufenden Oberflächentangen
te auf. Durch die schiefwinklig zur die Oberflächennormale
enthaltenden und zur Längsachse senkrechten Ebene erfol
gende Einkopplung können Fehlstellen erreicht werden, die
sich in dem Teil des Zentrierstiftes befinden, der in die
Gitterplatte hineinragt. Die schiefwinklige Einstrahlung
zur senkrecht zur Längsachse des Körpers verlaufenden
Oberflächentangenten bewirkt eine zusätzliche Beugung der
Ultraschallwelle in Richtung des Außenmantels, so daß die
zentrale Bohrung des Zentrierstiftes von den Ultraschall
wellen umgangen werden kann.
Eine Anordnung zur Ultraschallprüfung von zylindrischen
Körpern, insbesondere von Zentrierstiften im eingebauten
Zustand, umfaßt einen Ultraschallsender zum Erzeugen einer
auf den Körper einfallenden Ultraschallwelle und einem
Ultraschallempfänger zum Empfangen von Echosignalen, wobei
die Sendefläche des Ultraschallsenders derart angeordnet
ist, daß die von ihr ausgehende Ultraschallwelle eine
schräg zur Längsachse des Körpers orientierte Einfalls
ebene bildet.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist eine
Anordnung vorgesehen, bei der der Ultraschallsender und
der Ultraschallempfänger mit ihrer Sende- bzw. Empfangs
fläche spiegelsymmetrisch zu einer die Längsachse des
Körpers enthaltenden Ebene einander gegenüber angeordnet
sind.
In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
ist eine hohlzylindrische Meßzelle vorgesehen, die den
Ultraschallsender und den Ultraschallempfänger enthält,
und die auf den Zentrierstift aufgesteckt und um ihn ge
dreht werden kann.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf das Aus
führungsbeispiel der Zeichnung verwiesen, in deren
Fig. 1 und 2 eine Anordnung gemäß der Erfindung in ei
ner seitlichen Draufsicht bzw. einem Querschnitt schema
tisch veranschaulicht ist.
Gemäß Fig. 1 sitzt ein Zentrierstift 2 mit seiner Bund
kante auf der Gitterplatte 4 eines Kerngerüstes auf und
ragt mit einem Schaftteil 3 in die Gitterplatte 4 hinein.
Der Zentrierstift 2 ist entlang seiner Längsachse 5 mit
einer Bohrung 6 versehen, durch die beispielsweise ein
Werkzeug zum Fixieren des Schaftteiles 3 in der Gitter
platte 4 eingeführt werden kann.
Zur Prüfung von Fehlern 30, die sich innerhalb dieses
Schaftteiles 3 befinden, ist eine Meßanordnung vorgesehen,
die einen Ultraschallsender 12 und einen Ultraschall
empfänger 14 enthält, die einander gegenüberliegend in
einer hohlzylindrischen Meßzelle 10 angeordnet sind. Der
Ultraschallsender 12 sendet ein Ultraschallwellenbündel,
dessen Mittenstrahl 20 an einem Punkt 21 auf die Oberflä
che des Zentrierstiftes 2 auftrifft. Der Mittenstrahl 20
fällt mit der Mittensenkrechten der Sendefläche des Ultra
schallsenders 12 zusammen und ist in der Figur gestrichelt
gezeichnet. Er verläuft oberhalb der die zeichnerisch
dargestellten Längskanten des Zentrierstiftes 2 enthalten
den Ebene. Der Punkt 21, in dem der Mittenstrahl 20 auf
die Oberfläche des Zentrierstiftes 2 auftrifft, liegt dann
ebenfalls außerhalb dieser Ebene. Die Ultraschallwelle 20
trifft im Punkt 21 unter einem schiefen Winkel α zur die
Oberflächennormale zu diesem Punkt 21 enthaltenden und
senkrecht zur Längsachse 5 verlaufenden Ebene 26 auf die
Oberfläche des Zentrierstiftes 2 auf und wird in Richtung
auf das Schaftteil 3 hin gebrochen. Die eingekoppelte,
gebrochene Ultraschallwelle 22 wird an der Fehlerstelle 30
reflektiert. Die an der Fehlerstelle 30 reflektierte
Ultraschallwelle 24 wird am Punkt 23 aus dem Zentrierstift
2 ausgekoppelt. Die ausgekoppelte Ultraschallwelle 25 wird
als Echosignal vom Ultraschallempfänger 14 empfangen.
Die einfallende Ultraschallwelle 20 und die eingekoppelte
Ultraschallwelle 22 legen somit eine Einfallsebene fest,
die schräg zur Längsachse 5 orientiert ist.
Im Querschnitt gemäß Fig. 2 ist zu erkennen, daß die vom
Ultraschallsender 12 emittierte Ultraschallwelle 20 mit
ihrer parallel zur Zeichenebene verlaufenden Komponente
unter einem schiefen Winkel β zur senkrecht zur Längs
achse des Zentrierstiftes 2 durch den Punkt 21 verlaufen
den Tangente 27 auftrifft. Die Ultraschallwelle 20 ist ge
strichelt eingezeichnet, da sie unterhalb der Zeichenebene
unter dem Winkel α schräg nach unten verläuft. Dadurch
wird die Ultraschallwelle 20 in Richtung zum Außen
mantel des Zentrierstiftes 2 gebrochen. Die sich im Innern
des Zentrierstiftes 2 fortplanzende gebrochene Ultra
schallwelle 22 verläuft dann schräg nach unten zum unter
unterhalb der Zeichenebene befindlichen Fehler 30 und
wird dort reflektiert. Die reflektierte Ultraschallwelle
24 trifft am Punkt 23 auf die Oberfläche des Zentrier
stiftes 2 und tritt dort als Ultraschallwelle 25 aus dem
Zentrierstift 2 aus und wird vom Ultraschallempfänger 14
erfaßt.
Die Mittensenkrechten der Sende- bzw. Empfangsfläche des
Ultraschallsenders 12 bzw. des Ultraschallempfängers 14,
die im Beispiel der Figur mit den dargestellten Mitten
strahlen der Ultraschallwellen 20 bzw. 25 zusammenfallen,
schneiden den Zentrierstift 2 in Punkten 21 bzw. 23, deren
Verbindungslinie eine parallel zur Längsachse 5 des
Zentrierstiftes aufgespannte Ebene 28 festlegen, die im
Ausführungsbeispiel die Längsachse 5 nicht enthält.
Der Ultraschallsender 12 und der Ultraschallempfänger 14
sind im Beispiel der Figur mit schräg nach unten geneig
ter Sende- bzw. Empfangsfläche zueinander spiegelsymme
trisch derart angeordnet, daß die von den Mittensenkrech
ten ihrer Sende- und Empfangsflächen senkrecht zu diesen
aufgespannten Ebenen mit dieser Ebene 28 zusammenfallen
und senkrecht zur Zeichenebene in einem Abstand a von der
Längsachse 5 des Zentrierstiftes 2, die mit der Längsachse
der Meßzelle 10 zusammenfällt, verläuft. Im Beispiel der
Figur sind somit die Schnittkanten der Sende- und
Empfangsfläche parallel zueinander angeordnet. Es sind
jedoch auch Anordnung möglich, bei der die Schnittkanten
der Sende- und Empfangsfläche ebenfalls geneigt zueinander
verlaufen.
Claims (5)
1. Verfahren zur Ultraschallprüfung eines zylindrischen
Körpers (2) nach dem Impuls-Echo-Verfahren, bei dem
Echosignale erfaßt werden, die von einer auf den Körper
(2) einfallenden Ultraschallwelle (20) erzeugt sind, deren
Einfallsebene schräg zur Längsachse (5) des Körpers (2)
orientiert ist.
2. Anordnung zur Ultraschallprüfung eines zylindrischen
Körpers (2) mit einem Ultraschallsender (12) zum Erzeugen
einer auf den Körper (2) einfallenden Ultraschallwelle
(20) und einem Ultraschallempfänger (14) zum Empfangen von
Echosignalen, wobei die Sendefläche des Ultraschallsenders
(12) derart angeordnet ist, daß die von ihr ausgehende
Ultraschallwelle (20) eine schräg zur Längsachse (5) des
Körpers orientierte Einfallsebene bildet.
3. Anordnung zur Ultraschallprüfung eines zylindrischen
Körpers nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Ultraschallsender (12) und der
Ultraschallempfänger (14) mit ihrer Sende- bzw. Empfangs
fläche spiegelsymmetrisch zu einer die Längsachse (5) des
Körpers (2) enthaltenden Ebene einander gegenüber ange
ordnet sind.
4. Anordnung zur Ultraschallprüfung eines zylindrischen
Körpers nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Mittensenkrechten der Sende-
bzw. Empfangsfläche den Körper (2) in Punkten (21 bzw.
23) schneiden, deren Verbindungslinie eine parallel zur
Längsachse (5) des Körpers (2) aufgespannte Ebene (28)
festlegen, die die Längsachse (5) nicht enthält.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Ultraschallsender (12) und der Ultraschallempfänger (14)
in einer Meßzelle (10) angeordnet sind, die auf den Körper
(2) aufschiebbar ist.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19924213139 DE4213139A1 (de) | 1992-04-22 | 1992-04-22 | Verfahren und anordnung zur ultraschallpruefung eines zylindrischen koerpers |
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DE19924213139 DE4213139A1 (de) | 1992-04-22 | 1992-04-22 | Verfahren und anordnung zur ultraschallpruefung eines zylindrischen koerpers |
Publications (1)
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---|---|
DE4213139A1 true DE4213139A1 (de) | 1993-06-09 |
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DE19924213139 Ceased DE4213139A1 (de) | 1992-04-22 | 1992-04-22 | Verfahren und anordnung zur ultraschallpruefung eines zylindrischen koerpers |
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Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE4213139A1 (de) |
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CN113916422A (zh) * | 2021-09-29 | 2022-01-11 | 航天精工股份有限公司 | 一种用于空心类紧固件超声传感器加工中的绝缘遮蔽结构 |
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- 1992-04-22 DE DE19924213139 patent/DE4213139A1/de not_active Ceased
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