DE4139630A1 - Schaltungsanordnung zum erzeugen von binaeren pseudo-zufallsfolgen - Google Patents
Schaltungsanordnung zum erzeugen von binaeren pseudo-zufallsfolgenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltung zum Erzeugen von
binären Pseudo-Zufallsfolgen gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 und einen mit einer solchen
Schaltungsanordnung versehenen Scrambler.
Schaltungsanordnungen zum Erzeugen binären
Pseudo-Zufallsfolgen sind bekannt. Unter einer binärer
Pseudo-Zufallsfolge, wird eine binäre Symbolfolge
verstanden, die in sich keine Regelmäßigkeit aufweist
und eine endliche Länge von q Symbolen hat. Solche
Pseudo-Zufallsfolgen werden in der Regel in einem
Schieberegister-Wortgenerator mit Rückkopplung zyklisch
erzeugt, dabei wird durch die Art der Rückkopplung das
Bildungsgesetz der Pseudo-Zufallsfolge definiert. Aus
PROC. IEE, Vol. 111, No. 11, Nov. 1964, Seiten 1803 bis
1806 ist eine Schaltungsanordnung bekannt, in der eine
Pseudo-Zufallsfolge in einem rückgekoppelten
Schieberegister erzeugt wird. Das Schieberegister weist
dabei n-Speicherzellen auf, die die Erzeugung von
Pseudo-Zufallsfolgen mit der Länge q = 2n-1
ermöglichen.
Für verschiedene Anwendungen, z. B. in der Verwendung
der Schaltungsanordnung in einem parallel arbeitenden
Scrambler ist es nun unter gegebenen Voraussetzungen
erforderlich, gleichartige, aber zu einander
phasenverschobene Pseudo-Zufallsfolgen parallel zu
erzeugen. Für den Fall, daß in einer
Schaltungsanordnung mit einem m-stufigen
Schieberegister mehr als m gleichartige aber zueinander
phasenverschobene Pseudo-Zufallsfolgen erzeugen sollen,
können die Abgriffe an einzelnen Speicherzellen des
Schieberegisters mit einem Netzwerk verbunden werden.
In dem Netzwerk werden die abgegriffenen
Pseudo-Zufallsfolgen in logischen Verknüpfungselementen
miteinander Modulo-2-addiert, wodurch weitere
gleichartige Pseudo-Zufallsfolgen mit anderer
Phasenverzögerung erzeugt werden. Unterschiedliche
Kombinationsmöglichkeiten sind in der oben genannten
Schrift ausführlich beschrieben.
Soll nun auf die oben genannte Weise eine große Anzahl
gleichartiger phasenverschobener Pseudo-Zufallsfolgen
erzeugt werden, erfordert dies ein Netzwerk in dem
einzelne Pseudo-Zufallsfolgen während einer Taktperiode
zwei oder mehrmals Modulo-2-addiert werden müssen,
wodurch die minimale Taktzeit durch die Laufzeit in den
logischen Verknüpfungselementen bestimmt wird.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde eine
Schaltungsanordnung zum parallelen Erzeugen von
gleichartigen, phasenverschobenen binären
Pseudo-Zufallsfolgen zu schaffen, in der die minimale
Taktperiode unabhängig von der Anzahl der
durchzuführenden Modulo-2-Additionen, zur Erzeugung von
Pseudo-Zufallsfolgen mit bestimmter Phasenverzögerung,
ist.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1
gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Ansprüchen 2 bis
9 zu entnehmen. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
wird im folgenden anhand der Fig. 1 bis 7 und der
Tabellen 1 und 2 beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen
Scramblers,
Fig. 2 ein Wortgenerator zur Erzeugung von
Pseudo-Zufallsfolgen, wie sie in der
CCITT-Empfehlung G.709 2.4 vorgeschlagen werden,
Fig. 3 ein Wortgenerator nach Fig. 1 mit
Setzanschlüssen und einem Teil eines Netzwerkes,
Fig. 4 ein Teil eines Netzwerkes zur Erzeugung
weiterer gleichartiger Pseudo-Zufallsfolgen mit
unterschiedlicher Phasenbeziehung, der mit
Pseudo-Zufallsfolgen des Wortgenerators
versorgt wird,
Fig. 5 ein zweiter Teil des Netzwerkes, der mit
Pseudo-Zufallsfolgen des Wortgenerators und des
ersten Teils versorgt wird,
Fig. 6 ein dritter Teil des Netzwerkes, der mit
Pseudo-Zufallsfolgen des Wortgenerators, des
ersten und des zweiten Teils des Netzwerkes
versorgt wird,
Fig. 7 ein Scrambler, in dem ein 32 Bit-Datenwort mit
32 gleichartigen phasenverschobenen
Pseudo-Zufallsfolgen bitweise verwürfelt wird,
Tab. 1 eine mit einem Wortgenerator gemäß den Fig. 2
und 3 erzeugte Pseudo-Zufallsfolge mit der
Länge q = 127 und sechs weiteren jeweils um 1
Bit phasenverschobene Pseudo-Zufallsfolgen, und
Tab. 2 die Phasenlage der im Ausführungsbeispiel
genannten Pseudo-Zufallsfolgen in Bezug auf die
Phasenlage der Pseudo-Zufallsfolge Nr. 1 und
deren Bezeichnung.
Im Ausführungsbeispiel wird eine Schaltungsanordnung
zum parallelen Erzeugen von gleichartigen,
phasenverschobenen binären Pseudo-Zufallsfolgen in
einem sogenannten Scrambler eingesetzt. Scrambler sind
Schaltungen, die einen Eingangsdatenstrom verwürfeln,
so daß längere 0- oder 1-Folgen nur mit geringer
Wahrscheinlichkeit auftreten und die
Auftrittswahrscheinlichkeit von 0 und 1 gleich groß
ist. Sie dienen hauptsächlich dazu in
taktregenerierenden Schaltungen genügend Flankenwechsel
zu gewährleisten, es sind aber auch Anwendungen
bekannt, wo Scrambler zur Verschlüsselung von Daten
verwendet werden. Descrambler sind Schaltungen, die aus
den vom Scambler verwürfelten Daten wieder die
Originaldaten herstellen. Generatoren von
Pseudo-Zufallsfolgen werden zur Erzeugung von
Testmustern eingesetzt, welche z. B. Meß- und
Überwachungszwecken in Übertragungseinrichtungen dienen
können.
In Fig. 1 ist das Ausführungsbeispiel als
Blockschaltbild gezeigt. Ein additiver Scrambler SCR
enthält eine Schaltungsanordnung SCH mit einem
Wortgenerator PNG, dem ein Netzwerk NE nachgeschaltet
ist. Das Netzwerk NE besteht aus vier Teilen A bis D in
denen aus schon bestehenden Pseudo-Zufallsfolgen
weitere Pseudo-Zufallsfolgen erzeugt und diese weiteren
Pseudo-Zufallsfolgen für eine Taktperiode
zwischengespeichert werden. Aus den
zwischengespeicherten Pseudo-Zufallsfolgen werden in
der nächsten Taktperiode zum Teil wiederum
Pseudo-Zufallsfolgen erzeugt und/oder an einen Ausgang
der Schaltungsanordnung SCH geführt. In einem
Modulo-2-Addierer ADD werden die in der
Schaltungsanordnung SCH erzeugten parallel anliegenden
Pseudo-Zufallsfolgen und die ebenfalls an einer
Datenleitung DL parallel anliegenden Teildatenströme
miteinander verknüpft und in einem Muliplexer MUX
parallel-seriell gewandelt.
Aus der CCITT-Empfehlung G.709 2.4 und Fig. 2.10 ist
ein Scrambler bekannt, der in der Lage ist einzelne zu
verwürfelnde Datenströme mit einer Pseudo-Zufallsfolge
zu verwürfeln, die nach dem Bildungsgesetz
Di = 1⊕ D6 ⊕ D7 generiert wird. Eine solche
Pseudo-Zufallsfolge wird in einem rückgekoppelten
siebenstufigen Schieberegister erzeugt. Zur
Rückkopplung werden, wie in Fig. 2 dargestellt, die
prinzipiell auch der Fig. 2.10 der CCITT-Empfehlung
G.709 entspricht, die Speicherzellen FF6 und FF7 in
einem exclusiven ODER-Gatter EXOR1 (im folgenden
EXOR-Gatter genannt) miteinander verknüpft und auf den
Eingang ESR des Schieberegisters SR geführt. Di ist
dabei der am Eingang anliegende, D6 der in der
Speicherzelle FF6 und D7 der in der Speicherzelle
FF7 anliegende binäre Wert.
In Fig. 2 ist der Wortgenerator PNG aus sieben
D-Flip-Flops FF1 bis FF7 und einem EXOR-Gatter
EXOR1 aufgebaut. Die D-Flip-Flops stellen die
Speicherzellen des Schieberegisters SR dar und sind
jeweils über die Q-Ausgänge und die D-Eingänge
miteinander in Reihe geschaltet. Die Q-Ausgänge der
D-Flip-Flops FF6 und FF7 sind auf die Eingänge des
EXOR-Gatters EXOR1 geführt und über den Ausgang des
EXOR-Gatters EXOR1 mit dem D-Eingang des ersten
Flip-Flops FF1 verbunden. Über eine Setzleitung SET
können die Setzeingänge S der Flip-Flops FF1 bis
FF7 auf 1 gesetzt werden.
Die Erfindung wird an einem Scrambler beschrieben, der
zum Verwürfeln von Datenströmen vorgesehen ist, die
nach der synchronen digitalen Hierarchie SDH gemäß der
CCITT-Empfehlungen G.707 bis G.709 aufgebaut sind und
übertragen werden. Im Ausführungsbeispiel soll der
Scrambler einen STM-16-Rahmen mit einer
Bitfolgefrequenz von 2,48832 GBit/s verwürfeln. Das
Verwürfeln erfolgt für ein 32 Bit breites Wort bei
einer Worttaktfrequenz von 77,76 MHz wortweise.
Die Erfindung eignet sich besonders zum Einsatz in dem
oben genannten Scrambler ist aber auf diesen Einsatz
nicht beschränkt. Vorteile beim oben genannten Einsatz
liegen darin, daß trotz eines hohen
Parallelisierungsgrades Teildatenströme mit hoher
Bitfolgefrequenz verwürfelt werden können.
Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung SCH kann
grundsätzlich auch in einem Descrambler, oder einer
anderen Vorrichtung eingesetzt werden, in der
Pseudo-Zufallsfolgen benötigt werden.
Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung läßt sich
vorteilhafterweise als CMOS-Gate-Array realisieren,
eignet sich aber auch zur Realisierung in jeder anderen
Technologie, wie z. B. in GaAs-Technologie.
Der in Fig. 2 gezeigte Wortgenerator ist für einen
seriellen, additiven Scrambler bestimmt und erzeugt
eine Pseudo-Zufallsfolge gemäß der CCITT-Empfehlung
G.709 2.4. Bei einem parallelen additiven Scrambler muß
berücksichtigt werden, daß ein zu verwürfelnder
Datenstrom zuerst in einem Seriell-Parallel-Wandler in
parallele Teildatenströme mit niedrigerer
Bitfolgefrequenz gewandelt wird, und jeder
Teildatenstrom für sich verwürfelt wird und die
gesamten verwürfelten Teildatenströme in einem
Multiplexer parallel seriell gewandelt werden. Es ist
dabei zu beachten, daß der nun wieder seriell
gewandelte Teildatenstrom nach dem Bildungsgesetz der
CCITT-Empfehlung G.709 2.4 verwürfelt sein muß.
Im Ausführungsbeispiel wird der serielle Datenstrom aus
32 parallelen Teildatenströmen, durch Multiplexen
parallel-seriell-gewandelt. Hierzu werden zwei
benachbarte parallele Teildatenströme mit jeweils einer
gleichartigen Pseudo-Zufallsfolge verwürfelt, wobei die
Pseudo-Zufallsfolgen für zwei benachbarte
Teildatenströme zu einander um 4 Bit phasenverschoben
sind. Der durch Multiplexen erzeugte serielle
Datenstrom, wird auf diese Weise gemäß der oben
genannten CCITT-Empfehlung verwürfelt.
Da der Wortgenerator PNG im Ausführungsbeispiel ein
7-stufiges Schieberegister SR aufweist, das aus
D-Flip-Flops aufgebaut ist, ist er in der Lage,
Pseudo-Zufallsfolgen mit einer Länge von 127 Symbolen
zu erzeugen.
Der Wortgenerator PNG nach Fig. 2 erzeugt parallel 7
gleichartige Pseudo-Zufallsfolgen, wobei am Ausgang Q
des D-Flip-Flops FF1 eine erste Pseudo-Zufallsfolge
abgegriffen wird, die im folgenden mit Folge Nr. 1
bezeichnet wird. Sämtliche nachfolgend genannten
Phasenverschiebungen werden als Phasenverzögerung Ai
bezeichnet, wobei i die Verzögerung in Taktperioden
gegenüber der Folge 1 darstellt. Die an den Ausgängen Q
der nachfolgenden D-Flip-Flops FF2 bis FF7
anliegenden Pseudo-Zufallsfolgen weisen jeweils
zueinander eine Phasenverzögerung von einem Bit und auf
die Folge 1 bezogen eine Phasenverzögerung A2 bis
A7 auf. Durch die Gesamtlänge einer
Pseudo-Zufallsfolge von 127 Bits lassen sich, wie im
folgenden gezeigt wird, 127 gleichartige
Pseudo-Zufallsfolgen erzeugen. In Tabelle 1 sind die an
den Ausgängen Q der D-Flip-Flops FF1 bis FF7
anliegenden Pseudo-Zufallsfolgen mit den
Phasenverzögerungen A0 bis A6 über die Gesamtlänge von
127 Bits oder temporär gesehen über eine Periode von
127 Taktzyklen abgebildet.
Da im Ausführungsbeispiel lediglich 32 gleichartige
Pseudo-Zufallsfolgen benötigt werden, die zueinander
jeweils eine Phasenverschiebung von 4 Bit aufweisen,
ist die in den Fig. 3 bis 6 abgebildete
Schaltungsanordnung zur Erzeugung paralleler
gleichartiger Pseudo-Zufallsfolgen nur soweit
ausgebildet, daß sie 32 in der Tabelle 2 beschriebene
Pseudo-Zufallsfolgen erzeugt. Zunächst sei nur auf die
Spalten 1 und 2 der Tabelle 2 verwiesen, in der 32
Pseudo-Zufallsfolgen durch ihre Phasenlage gegenüber
der Folge Nr. 1 definiert sind. Spalte 3 ist zu
entnehmen, daß die Folgen Nr. 1 und 32 direkt am
Schieberegister SR mit einer Phasenverzögerung A0 und
A3 abgegriffen werden können.
Zur Erzeugung der weiteren 30 Folgen, den Folgen 2 bis
31 ist das Schieberegister SR wie in Fig. 3 bis 6
gezeigt mit einem Netzwerk NE verbunden.
In Fig. 3 ist das Schieberegister SR des Wortgenerators
PNG aus Fig. 1 um ein Flip-Flop FF8 verlängert. Das
Flip-Flop FF8 ist funktionell nicht dem Wortgenerator
PNG zuzuordnen, sondern stellt den Teil A des Netzwerks
NE dar. Das Flip-Flop FF8 erzeugt als getaktetes
Verzögerungsglied die Folge Nr. 31 mit einer
Phasenverzögerung A7, wie dies der Tab. 2 zu entnehmen
ist. Die an den Ausgängen Q der Flip-Flops FF1 bis
FF7 anliegenden Folgen werden im folgenden als
Pseudo-Zufallsfolgen der ersten Generation bezeichnet.
Die Folge 31 gehört schon zu einer im folgenden als
Pseudo-Zufallsfolge der zweiten Generation bezeichneten
Gruppe.
Da die Schaltungsanordnung SCH zum Erzeugen 32
gleichartiger parallel jeweils um 4 Bit
phasenverschobener Pseudo-Zufallsfolgen herangezogen
wird, werden die D-Flip-Flops FF1 bis FF7 des
Wortgenerators PNG und das Netzwerk NE wie in den Fig.
3 bis 6 gezeigt, derart gesetzt, daß ein über die
Setzleitung SET anliegender Setzimpuls, ein Bitmuster
erzeugt, von dem ausgehend die in Tabelle 2
aufgeführten Pseudo-Zufallsfolgen mit der in ebenfalls
Tabelle 2 gezeigten Phasenbeziehung entsteht. D.h.,
wenn die Setzleitung SET am Setzeingang S anliegt, wird
das entsprechende D-Flip-Flop FF mit einer logischen 1
und wenn die Setzleitung mit dem Setzimpuls Setzeingang
R eines D-Flip-Flops verbunden ist, wird dasjenige
Flip-Flop mit einer logischen 0 gesetzt.
Die weiteren Folgen der zweiten Generation, die Folgen
Nr. 2, Nr. 13, Nr. 3, Nr. 15, und Nr. 6, werden in dem
in Fig. 4 gezeigten Teil B des Netzwerks NE erzeugt.
Der Teil B besteht aus fünf Exclusive-ODER-Gattern
EXOR3 bis EXOR7 und fünf D-Flip-Flops FF9 bis
FF13, die wie in Fig. 4 gezeigt, untereinander, mit
dem Wortgenerator PNG, dem Teil A und den nachfolgend
beschriebenen Teilen C und D des Netzwerks NE verknüpft
sind.
Eine dritte Generation von Pseudo-Zufallsfolgen, die
Folgen Nr. 14, Nr. 23, Nr. 27, Nr. 12, Nr. 21, Nr. 10,
Nr. 26, Nr. 4, Nr. 22 und Nr. 25 wird im in Fig. 5
abgebildeten Teil C des Netzwerks NE erzeugt. Der Teil
C besteht aus 10 Exclusive-ODER-Gattern EXOR8 bis
EXOR17 und 11 D-Flip-Flops FF14 bis FF24, die wie
in Fig. 5 gezeigt, untereinander, mit dem Wortgenerator
PNG und den anderen Teilen A, B und D des Netzwerks NE
verknüpft sind.
Eine vierte Generation von Pseudo-Zufallsfolgen, die
Folgen Nr. 17, Nr. 30, Nr. 20, Nr. 16, Nr. 5, Nr. 24,
Nr. 8, Nr. 19, Nr. 11, Nr. 7, Nr. 28, Nr. 29, Nr. 9 und
Nr. 18 werden in dem in Fig. 6 gezeigten Teil D des
Netzwerks erzeugt. Teil D besteht aus 14
Exclusive-ODER-Gattern EXOR18 bis EXOR31 und 15
D-Flip-Flops FF25 bis FF39, die wie in Fig. 6
gezeigt untereinander und mit dem restlichen Teil der
Schaltungsanordnung verbunden sind.
Die Verbindungen zwischen den einzelnen Teilen A, B, C
und D des Netzwerks NE und dem Wortgenerator PNG sind
durch die in den Figuren angezeigten Werte Ai für die
Verzögerung der an den jeweiligen Anschlüssen
anliegenden Pseudo-Zufallsfolgen gegeben.
Bezeichnend für das Netzwerk NE ist es, daß die 32
Pseudo-Zufallsfolgen Nr. 1 bis Nr. 32 aus Tab. 2
grundsätzlich durch die an und für sich bekannten
Schiebe- und Addiereigenschaften von
Pseudo-Zufallsfolgen und durch Modulo-2-Addition von
zwei zueinander phasenverschobenen Pseudo-Zufallsfolgen
zu einer dritten, eine andere Phasenlage aufweisenden,
gleichartigen Pseudo-Zufallsfolge erzeugt werden.
Aus Pseudo-Zufallsfolgen der ersten Generation können
nun mit anderen bereits in vorhergehenden Taktperioden
erzeugten Pseudo-Zufallsfolgen durch Modulo-2-Addition
weitere Pseudo-Zufallsfolgen erzeugt werden.
Durch Kombination der Folgen der zweiten Generation
untereinander und mit Folgen der ersten Generation
lassen sich Folgen der dritten Generation erzeugen.
Durch entsprechende Kombination lassen sich auch Folgen
weiterer Generationen erzeugen. Beim dem im
Ausführungsbeispiel verwendeten siebenstufigen
Schieberegister müssen vier Generationen von
Zufallsfolgen erzeugt werden um 32 gleichartige
phasenverschobene Pseudo-Zufallsfolgen zu erhalten.
Um nun eine Pseudo-Zufallsfolge der vierten Generation
zu erhalten, müssen bis zu drei Modulo-2-Additionen
durchgeführt werden. Im Ausführungsbeispiel geschieht
dies dadurch, daß eine schon bestehende
Pseudo-Zufallsfolge auf den Eingang eines
Exclusive-ODER-Gatters geführt und in diesem
Exclusive-ODER-Gatter mit einer anderen
Pseudo-Zufallsfolge Modulo-2-addiert wird. Das Ergebnis
der Modulo-2-Addition wird in einem nachgeschalteten
D-Flip-Flop zwischengespeichert.
Ist nun eine Pseudo-Zufallsfolge, z. B. die Folge Nr. 19
zu erzeugen, die erst nach der Durchführung von drei in
Serie durchgeführten Modulo-2-Additionen entsteht, ist
zu berücksichtigen, daß die Erzeugung drei Taktperioden
dauert.
Als Beispiel für die Erzeugung einer
Pseudo-Zufallsfolge der vierten Generation wird die
Entstehung der Folge 19 beschrieben. Zur Erzeugung der
Folge Nr. 19 werden die an den Ausgängen Q der
D-Flip-Flops FF4 und FF6 anliegenden Folgen mit den
Verzögerungen A3 und A5 im EXOR-Gatter EXOR5 (Teil B)
zu einer Folge der zweiten Generation mit einer
Phasenverzögerung A118 in einer ersten Taktperiode
Modulo-2-addiert. Die Folge mit der Verzögerung A118
wird im D-Flip-Flop FF11 zwischengespeichert und in
einer zweiten Taktperiode als Folge mit einer
Verzögerung A119 ausgelesen, im Exclusive-ODER-Gatter
EXOR9 (Teil C) mit einer Folge der Verzögerung A1,
die direkt aus dem Wortgenerator PNG stammt,
Modulo-2-addiert, wodurch eine Folge mit der
Verzögerung A38 entsteht. Die Folge mit der Verzögerung
A38 wird im D-Flip-Flop FF15 zwischengespeichert.
In einer dritten Taktperiode liegt am Ausgang Q des
D-Flip-Flops FF15 eine Folge mit der Verzögerung A39
an, aus der, durch Modulo-2-Addition mit einer Folge
der Verzögerung A23 im Exclusive-ODER-Gatter EXOR25
(Teil D) eine Folge mit der Verzögerung A54 der dritten
Generation entsteht. Die Folge mit der Verzögerung A54
wird in das D-Flip-Flop FF32 eingeschrieben. In einer
vierten Taktperiode wird eine Pseudo-Zufallsfolge mit
der Verzögerung A55 ausgelesen, diese Folge stellt
gemäß Tab. 2 die Folge Nr. 19 dar.
Damit in der dritten Taktperiode am
Exclusive-ODER-Gatter EXOR25 eine Folge mit der
Verzögerung A23 zur Verfügung steht, werden schon in
der ersten Taktperiode im Exclusive-ODER-Gatter
EXOR10 (Teil C) die Folgen mit der Verzögerung A119
und A2 Modulo-2-addiert und das Ergebnis, eine Folge
mit der Verzögerung A21 in das D-Flip-Flop FF16
eingeschrieben. In der zweiten Taktperiode wird die in
D-Flip-Flop FF16 zwischengespeicherte Folge mit der
Verzögerung A22 an das D-Flip-Flip FF24
weitergeschoben, wodurch in der dritten Taktperiode
eine Folge mit der Verzögerung A23, wie oben
beschrieben mit der Folge der Verzögerung A39 im
Exclusive-ODER-Gatter EXOR25 Modulo-2-addiert wird.
Im Ausführungsbeispiel werden zwei Mechanismen zur
Erzeugung gleichartiger aber phasenverschobener
Pseudo-Zufallsfolgen herangezogen. Einmal wird eine
Pseudo-Zufallsfolge lediglich unter Verwendung eines
Verzögerungsgliedes FF8, FF24 und FF39 geführt
und eine Verzögerung um ein Bit erreicht. Im zweiten
Fall wird durch Modulo-2-Addition zweier
Pseudo-Zufallsfolgen eine Pseudo-Zufallsfolge mit neuer
Phasenlage geschaffen.
Das wesentliche der Erfindung ist nun, daß im Netzwerk
NE durch Modulo-2-Addition erzeugte
Pseudo-Zufallsfolgen in einem D-Flip-Flop FF8, . . .,
FF38 zwischengespeichert werden und so zur Erzeugung
neuer Zufallsfolgen höherer Generationen durch
Modulo-2-Addition in der nächsten Taktperiode sofort
zur Verfügung stehen. Bei der Berechnung der Folgen
müssen hierzu Zwischengenerationen von Zufallsfolgen,
z. B. A54, A86, A102, A18, A14, A94, A58 erzeugt werden,
die dann erst während der nächsten Taktperiode die
gewünschte Phasenverschiebung, z. B. A55, A87, A103,
A19, A15, A95 und A59 aufweisen.
Das gezeigte Ausführungsbeispiel ist so ausgelegt, daß
es eine möglichst kurze Taktperiode ermöglicht, da
während einer Taktperiode lediglich eine
Modulo-2-Addition in Serie durchgeführt wird. Es sind
durchaus auch Anwendungen denkbar, bei denen es von
Vorteil ist, zwei Modulo-2-Additionen in Serie während
einer Taktperiode durchzuführen. Dies hätte dann
allerdings eine längere minimale Taktperiode zur Folge.
In Fig. 7 ist die Schaltungsanordnung SCH mit den
Ausgängen, an denen die Folgen 1 bis 32 anliegen mit 32
parallelen Exclusive-ODER-Gattern EXOR50 bis EXOR81
einer Modulo-2-Additionseinrichtung ADD verbunden. Am
jeweils zweiten Eingang der 32 Exclusive-ODER-Gatter
EXOR50 bis EXOR81 liegen jeweils ein zu
verwürfelnder Teildatenstrom D1 bis D32 an. Durch die
Verknüpfung der Schaltungsanordnung SCH mit den
Exclusive-ODER-Gattern EXOR50 bis EXOR81 ist die
Schaltungsanordnung zu einem parallelen additiven
Scrambler mit einer Breite von 32 Bit ergänzt. Die
Modulo-2-Additionseinrichtung ADD weist 32 Ausgänge
OUT1 bis OUT32 auf, die auf den Multiplexer MUX geführt
sind.
Claims (10)
1. Schaltungsanordnung zum parallelen Erzeugen von
gleichartigen, zueinander phasenverschobenen binären
Pseudo-Zufallsfolgen,
- - mit einem Wortgenerator, der binäre Pseudo-Zufallsfolge erzeugt und m Ausgänge aufweist, an denen jeweils gleichartige, zueinander phasenverschobene Pseudo-Zufallsfolgen anliegen,
- - mit einem dem Wortgenerator nachgeschalteten Netzwerk, in dem in logischen Verknüpfungsgliedern aus den im Wortgenerator erzeugten Pseudo-Zufallsfolgen durch Modulo-2-Addition weitere Pseudo-Zufallsfolgen erzeugt werden,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß das Netzwerk (NE) getaktete Speicherelemente (FF9, . . . , FF38) enthält, in denen erzeugte Pseudo-Zufallsfolgen zwischengespeichert werden, und
- - daß weitere Pseudo-Zufallsfolgen wenigstens teilweise aus den zwischengespeicherten Pseudo-Zufallsfolgen erzeugt werden.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Netzwerk (NE) in Serie
geschaltete logische Verknüpfungselemente (EXOR3
. . . , EXOR31) und Speicherelemente (FF8, . . . ,
FF38) aufweist, und daß zwischen zwei
Speicherelementen höchstens ein Verknüpfungselement
angeordnet ist.
3. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Pseudo-Zufallsfolge
eine Länge q hat, und daß das Netzwerk (NE) derart
ausgebildet ist, daß die Schaltungsanordnung (SCH) eine
Anzahl r gleichartiger jeweils um ein Bit verschobene
Pseudo-Zufallsfolgen erzeugt, wobei m < r < q ist.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Wortgenerator (PNG) ein
Schieberegister (SR) mit sieben Speicherzellen (FF1,
. . . , FF7) aufweist, und die beiden letzten
Speicherzellen (FF6, FF7), in Schieberichtung
betrachtet, über eine exclusive ODER-Verknüpfung
(EXOR1) mit dem Eingang (ESR) des Schieberegisters
(SR) rückgekoppelt sind.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß in ihr eine Reihe von 32 jeweils um
4 Bit phasenverschobene Pseudo-Zufallsfolgen erzeugt
werden.
6. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die getakteten
Speicherelemente (FF8, . . . , FF38) nach dem
FiFo-Prinzip arbeiten und zur Erzeugung einer
n-ten-Zufallsfolge in das Speicherelement (FF16,
FF24; FF31, FF39) mit einer Tiefe m die
(n-m)-te-Zufallsfolge eingeschrieben wird.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Speicherelemente (FF8, . . . ,
FF38) aus einem oder mehreren in Reihe geschalteter
bistabilen Kippschaltungen besteht.
8. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß die Pseudo-Zufallsfolgen
an den Ausgängen der Speicherelemente (FF1, . . . ,
FF7) des Wortgenerators (PNG) an den Ausgängen der
logischen Verknüpfungsglieder (EXOR3, . . . , EXOR31)
und/oder an den Ausgängen der Speicherelemente (FF8,
. . . , FF38) abgegriffen werden und die Abgriffe
Ausgänge der Schaltungsanordnung (SCH) darstellen.
9. Paralleler, additiver Scrambler (SCR) mit einer
Schaltungsanordnung (SCH) nach einem der Ansprüche 1
bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein paralleler
Datenstrom leitungsweise parallel mit
Pseudo-Zufallsfolgen unterschiedlicher Phasenlage
verwürfelt wird.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4139630A DE4139630A1 (de) | 1991-11-30 | 1991-11-30 | Schaltungsanordnung zum erzeugen von binaeren pseudo-zufallsfolgen |
| DE59209784T DE59209784D1 (de) | 1991-11-30 | 1992-11-21 | Schaltungsanordnung zum Erzeugen von binären Pseudo-Zufallsfolgen |
| AT92119864T ATE188047T1 (de) | 1991-11-30 | 1992-11-21 | Schaltungsanordnung zum erzeugen von binären pseudo-zufallsfolgen |
| EP92119864A EP0545183B1 (de) | 1991-11-30 | 1992-11-21 | Schaltungsanordnung zum Erzeugen von binären Pseudo-Zufallsfolgen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4139630A DE4139630A1 (de) | 1991-11-30 | 1991-11-30 | Schaltungsanordnung zum erzeugen von binaeren pseudo-zufallsfolgen |
Publications (1)
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| DE4139630A1 true DE4139630A1 (de) | 1993-06-03 |
Family
ID=6446043
Family Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE4139630A Withdrawn DE4139630A1 (de) | 1991-11-30 | 1991-11-30 | Schaltungsanordnung zum erzeugen von binaeren pseudo-zufallsfolgen |
| DE59209784T Expired - Fee Related DE59209784D1 (de) | 1991-11-30 | 1992-11-21 | Schaltungsanordnung zum Erzeugen von binären Pseudo-Zufallsfolgen |
Family Applications After (1)
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|---|---|---|---|
| DE59209784T Expired - Fee Related DE59209784D1 (de) | 1991-11-30 | 1992-11-21 | Schaltungsanordnung zum Erzeugen von binären Pseudo-Zufallsfolgen |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1594229A1 (de) | 2004-05-07 | 2005-11-09 | Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG | Verfahren und Vorrichtung zur Ermittlung der Anzahl von abgelaufenen Taktzyklen eines binären Zufallsgenerators |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1591805A (en) * | 1978-01-12 | 1981-06-24 | Gen Electric Co Ltd | Electric signal generators |
| DE3403650A1 (de) * | 1984-02-02 | 1985-08-08 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Selbstsynchronisierender verwuerfler (scrambler) |
| EP0301383B1 (de) * | 1987-07-31 | 1994-03-16 | Advantest Corporation | Gerät zur Erzeugung eines Pseudo-Zufallsmusters |
-
1991
- 1991-11-30 DE DE4139630A patent/DE4139630A1/de not_active Withdrawn
-
1992
- 1992-11-21 DE DE59209784T patent/DE59209784D1/de not_active Expired - Fee Related
- 1992-11-21 EP EP92119864A patent/EP0545183B1/de not_active Expired - Lifetime
- 1992-11-21 AT AT92119864T patent/ATE188047T1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1594229A1 (de) | 2004-05-07 | 2005-11-09 | Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG | Verfahren und Vorrichtung zur Ermittlung der Anzahl von abgelaufenen Taktzyklen eines binären Zufallsgenerators |
| DE102004022647B4 (de) * | 2004-05-07 | 2015-07-09 | Rohde & Schwarz Gmbh & Co. Kg | Verfahren und Vorrichtung zur Ermittlung der Anzahl von abgelaufenen Taktzyklen eines binären Zufallsgenerators |
Also Published As
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|---|---|
| EP0545183B1 (de) | 1999-12-22 |
| DE59209784D1 (de) | 2000-01-27 |
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| ATE188047T1 (de) | 2000-01-15 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |