DE4136238A1 - Ueberstromschutzanordnung in gleichstromversorgungsnetz - Google Patents
Ueberstromschutzanordnung in gleichstromversorgungsnetzInfo
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- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H3/00—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
- H02H3/08—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to excess current
- H02H3/087—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to excess current for DC applications
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- H02H3/00—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
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Description
Die Erfindung betrifft eine Überstromschutzanordnung in
Gleichstromversorgungsnetzen, wie sie insbesondere in Zentralen der
elektronischen Nachrichtentechnik eingesetzt werden, um bei erhöhten
Lastströmen in Betriebsstromkreisen die gefährdeten Verbraucher und
deren Versorgungsleitungen vom Gleichstromversorgungsnetz
abzuschalten. Um im abgeschalteten Verbraucherstromkreis völlige
Potentialfreiheit zu gewährleisten, werden üblicherweise
Überstromschalter mit elektromagnetisch betätigten Schaltkontakten
eingesetzt. In modernen Stromversorgungssystemen für Zentralen der
elektronischen Nachrichtentechnik besteht einerseits die Forderung,
daß Überstromschutzschalter schon bei geringer Überschreitung des
Nennstromes auslösen, um den Schutz der Einrichtungen zu sichern,
andererseits sollen jedoch Überströme, die durch Aufladung von
Kapazitäten bedingt sind, nicht zur Auslösung führen.
Es sind Anordnungen bekannt, die den Abschaltvorgang mit
elektronischen Schutzschaltungen ohne die geforderte potentialfreie
Abschaltung des Verbraucherstromkreises realisieren. Weiterhin
setzen sie entweder das Ansprechen des Überstromschutzes für die
Dauer einer definierten Verzögerungszeit gänzlich aus, vgl. DD 144 483,
oder sie bewirken zumindest zeitweilig über ein Stellglied eine
Strombegrenzung des Laststromes, vgl. DE 15 13 287. Diese Maßnahmen
verhindern zwar das Abschalten, wenn Überströme durch Aufladungen
von Kapazitäten auftreten, verzögern aber das Abschalten auch, wenn
Kurzschlüsse durch Bauelementeschäden oder Fehlhandlungen von
Personal hervorgerufen werden.
Es ist weiterhin eine Anordung bekannt, bei der die Erregung eines
elektromagnetisch betätigten Überstromschalters ausschließlich durch
elektronische Mittel erfolgt, indem der über einem Widerstand im
Laststromkreis abgegriffene Spannungsabfall als Überstromkriterium
verwertet wird, vgl. DE 33 42 326 A1. Zwar läßt sich durch das
Schwellwertverhalten eine unverzögerte Abschaltung erreichen,
dennoch muß der Schwellwert so eingestellt werden, daß Ladeströme
für Kapazitäten nicht zu unerwünschtem Abschalten führen. Diese
Anordnung verliert die Überstromschutzeigenschaften völlig, wenn die
elektronische Steuerschaltung ausfallen sollte.
Schließlich ist es noch bekannt, bei einer elektronischen
Auswerteschaltung die Wirksamkeit der Überstromauslöseanordnung von
zwei unterschiedlichen Auslösestromstärken mit unterschiedlichen
Ansprechzeiten abhängig zu machen, vgl. EP 01 25 043 A1. Dabei wirkt
die höhere Auslösestromstärke mit unverzögerter Auslösung nur
kurzzeitig nach dem Einschalten der Überstromauslöseanordnung. Damit
schützt diese Anordnung unmittelbar nach dem Einschalten gegen
unerwünschte Auslösung durch Ladeströme, jedoch werden Ladeströme,
verursacht während des Betriebes durch Schaltvorgänge im
vorgelagerten Netz, nicht in ihrer Auslösewirkung gehindert. Die
Auslösemöglichkeit im Kurzschlußfall ist an die Funktionsfähigkeit
der elektronischen Steuerschaltung gebunden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Überstromschutzanordnung
anzugeben, die bei geringer Überschreitung eines Betriebsstromes
unverzögert den Verbraucherstromkreis galvanisch vom
Gleichstromversorgungsnetz trennt, jedoch unerwünschtes Abschalten
infolge von Ladeströmen beim Schalten kapazitiver Lasten vermeidet.
Die Schutzwirkung soll in Havariefällen, in denen die
Funktionsfähigkeit elektronischer Steuerschaltungen beeinträchtigt
sein kann, erhalten bleiben.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein magnetisch betätigter
Überstromschutzschalter mit in den Lastkreis eingefügtem
Schaltkontakt eingesetzt und erfindungsgemäß für eine definierte
Zeitdauer auf eine erhöhte, die Ladeströme der Kapazitäten im
Verbraucherstromkreis berücksichtigende Auslösestromstärke
umgeschaltet. Dazu wird der zeitliche Spannungsverlauf am
Verbraucherstromkreis mittels eines du/dt-Detektors überwacht, die
Spannungsänderung erfaßt und als Kriterium für die Umschaltung auf
eine erhöhte Auslösestromstärke verwendet. Die Umschaltung erfolgt
über einen von einem Zeitrelais gesteuerten Strom in einer
Kompensationswicklung am Überstromschutzschalter. Diese Umschaltung
wird vorteilhafterweise abhängig gemacht von einem
Spannungstoleranzdetektor, der ein Steuersignal nur dann abgibt,
wenn die Spannungsänderungen einen festgelegten
Spannungstoleranzbereich überschreiten. Das ist zweckmäßig, wenn die
Überstromschutzanordnung entfernt vom Verbraucherstromkreis,
beispielsweise wegen zentraler Zugänglichkeit, angeordnet ist.
Dadurch wird vermieden, daß mögliche Spannungsschwankungen an den
Schienen des Gleichstromversorgungsnetzes zur Umschaltung der
Auslösestromstärke führen. Bei Funktionsausfall der elektronischen
Steuerschaltung bleibt die Überstromschutzfunktion der Anordung
erhalten, so daß der Verbraucherstromkreis zumindest gegen
Kurzschlußströme geschützt ist.
Die Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel
erläutert. Die dazugehörige Zeichnung zeigt
Überstromschutzanordnung 10, die eingangsseitig 2a, 2b an die
Schienen 1a, 1b eines Gleichstromversorgungsnetzes 1 angeschlossen
ist und die ausgangsseitig 16a, 16b mit einem Verbraucher 3
verbunden ist. Somit wird die Überstromschutzanordnung 10 auf der
Stromzuführungsleitung 2 vom Laststrom durchflossen. In den nicht
geerdeten Stromzuführungspfad 2a ist ein Überstromschutzschalter 14
mit seiner Erregerwicklung 14a und seinem Schaltkontakt 15 direkt
eingeschleift. Die am Verbraucher 3 liegende Spannung wird einem
du/dt-Detektor 17 zugeführt, der bei einer zeitlichen
Spannungsänderung ein Signal an einen ersten Eingang eines ersten
Gatters 19 abgibt. Ebenso liegt diese Spannung an einem
Spannungstoleranzdetektor 18, der aus zwei Spannungskomparatoren
18a, 18b mit ihnen zugeordneten Referenzspannungsquellen 18c, 18d
und einem zweiten Gatter 18e besteht. Der Ausgang des zweiten
Gatters 18e ist mit einem zweiten Eingang des ersten Gatters 19
verbunden, dessen Ausgang über ein Zeitrelais 20 an eine
Kompensationswicklung 14b des Überstromschutzschalters 14 geschaltet
ist.
Wird von dem du/dt-Detektor 17 eine Spannungsänderung festgestellt
und überschreitet diese Spannungsänderung den vom
Spannungstoleranzdetektor 18 festgelegten Toleranzbereich, so wird
über das Zeitrelais die Kompensationswicklung 14b des
Überstromschalters 14 aktiviert. Für eine definierte Zeitdauer, die
an die Ladezeit der Kapazitäten im Verbraucherstromkreis angepaßt
ist, wird somit die Auslösestromstärke des Überstromschutzschalters
14 erhöht. Es wird dadurch vermieden, daß die betriebsbedingten
Ladeströme der Kapazitäten zum Ansprechen des
Überstromschutzschalters 14 führen. In den Stromkreis der
Kompensationswicklung 14b kann ein Kaltleiter 21 eingefügt sein, um
eine zweckmäßige Erhöhung des Anfangswertes des in der
Kompensationswicklung 14b fließenden Stromes zu erreichen. Die
gesamte Steuerschaltung 10 erhält über eine separate Sicherung 4 die
erforderliche Versorgungsspannung.
Claims (4)
1. Überstromschutzanordnung in Gleichstromversorgungsnetzen,
insbesondere in Zentralen der elektronischen Nachrichtentechnik, mit
mindestens einem elektromagnetisch betätigten
Überstromschutzschalter (14), dessen Kontakt (15) und dessen erste
Wicklung (14a) im Verbraucherstromkreis (3) liegen,
dadurch gekennzeichnet,
daß parallel zum Verbraucherstromkreis (3) ein du/dt-Detektor (17)
geschaltet ist, dessen Ausgang über ein Zeitrelais (20) mit einer
zweiten Wicklung (14b) des Überstromschutzschalters (14) verbunden
ist, wobei der Richtungssinn der magnetischen Flüsse in erster und
zweiter Wicklung entgegengesetzt ist.
2. Überstromschutzanordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ausgang des du/dt-Detektors (17) und der
Ausgang eines Spannungstoleranzdetektors (18) jeweils an einen
Eingang eines Gatters (19) geschaltet sind, dessen Ausgang mit dem
Eingang des Zeitrelais (20) verbunden ist und daß die beiden
Eingänge des Spannungstoleranzdetektors (18) jeweils an eine zum
Verbraucher führende Stromversorgungsleitung geschaltet sind.
3. Überstromschutzanordnung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Spannungstoleranzdetektor (18)
eingangsseitig aus zwei Spannungskomparatoren (18a, 18b) mit ihnen
zugeordneten Referenzspannungsquellen (18c, 18d) besteht und daß
die Ausgänge jeweils an einen Eingang eines Gatters (18e) geschaltet
sind, dessen Ausgang auch Ausgang des Spannungstoleranzdetektors
(18) ist.
4. Überstromschutzanordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die vom Zeitrelais (20) bestimmte Zeitdauer der
Umschaltung auf eine erhöhte Auslösestromstärke in Abhängigkeit von
der Ladezeitkonstanten des Verbraucherstromkreises festgelegt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914136238 DE4136238A1 (de) | 1991-11-02 | 1991-11-02 | Ueberstromschutzanordnung in gleichstromversorgungsnetz |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914136238 DE4136238A1 (de) | 1991-11-02 | 1991-11-02 | Ueberstromschutzanordnung in gleichstromversorgungsnetz |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4136238A1 true DE4136238A1 (de) | 1993-05-06 |
Family
ID=6444033
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914136238 Withdrawn DE4136238A1 (de) | 1991-11-02 | 1991-11-02 | Ueberstromschutzanordnung in gleichstromversorgungsnetz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4136238A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19829802A1 (de) * | 1998-07-03 | 2000-02-10 | Siemens Ag | Elektromagnetisches Relais |
| EP0973239A3 (de) * | 1998-07-10 | 2000-05-10 | Ellenberger & Poensgen GmbH | Schutzschalteinrichtung |
-
1991
- 1991-11-02 DE DE19914136238 patent/DE4136238A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19829802A1 (de) * | 1998-07-03 | 2000-02-10 | Siemens Ag | Elektromagnetisches Relais |
| DE19829802B4 (de) * | 1998-07-03 | 2004-05-13 | Tyco Electronics Logistics Ag | Schaltungsanordnung zum Schutz eines durch einen steuerbaren Schalter geschalteten Lastkreises |
| EP0973239A3 (de) * | 1998-07-10 | 2000-05-10 | Ellenberger & Poensgen GmbH | Schutzschalteinrichtung |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |