DE4124431A1 - Schutzschaltung fuer schaltkontakte eines transformator-stufenschalters - Google Patents
Schutzschaltung fuer schaltkontakte eines transformator-stufenschaltersInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schutzschaltung für Schalt
kontakte der Schaltstufen eines Transformator-Stufenumschalters.
In gasisolierten Schaltanlagen (GIS) entstehen bei Spannungs
überschlägen steile Spannungszusammenbrüche mit Stirnzeiten im
Nanosekundenbereich. Durch Wellenreflektionen in der GIS
werden als Folge solcher Überschläge hochfrequente Störspan
nungen mit Frequenzen im MHz-Bereich erzeugt. Die im Einzelfall
entstehenden Frequenzen hängen sowohl von der räumlichen Aus
dehnung der GIS als auch vom Ort des Überschlags bzw. der Lage
des betätigten Schaltgeräts (Leistungs- oder Trennschalter) ab.
Insbesondere die an solche GIS angeschlossenen Transformatoren
einschließlich Steuerleitungen und Lastschalter sind den Stör
spannungen ausgesetzt. Dabei kann es zwischen Lastumschalter
kontakten und den dazugehörigen Verbindungsleitungen der
Transformatoren zu beträchtlichen örtlichen Spannungsbean
spruchungen kommen. Dies betrifft insbesondere solche Last
umschaltkontakte, die in Reihe mit einem Überschaltwiderstand
geschaltet sind.
Bekannte Schutzmaßnahmen sind beispielsweise Schutzfunken
strecken oder Varistoren, die zwischen Schalterkontakten jeder
Phase geschaltet sind. Diese Maßnahmen sind jedoch bei den oben
genannten Stirnzeiten nicht in befriedigender Weise wirksam.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Überspannungs
schutz von Schalterkontakten und den dazugehörigen Verbindungs
leitungen bei Stufentransformatoren zu verbessern.
Die Lösung dieser Aufgabe gelingt mit einer Schutzschaltung ge
mäß den Merkmalen des Anspruchs 1.
Der Erfinder hat erkannt, daß die Überschaltwiderstände der
Schaltkontakte für hochfrequente Vorgänge nicht wirksam sind.
Dies beruht darauf, daß die Überschaltwiderstände gewickelte
Drahtwiderstände sind und daher induktivitätsbehaftet sind.
Durch die erfindungsgemäße Schutzschaltung werden die zwischen
den Anschlußleitungen des Transformator-Stufenschalters auftre
tenden Überspannungen kurzgeschlossen bzw. abgeleitet. Auf
diese einfache Weise ist ein zuverlässiger Schutz für die mit
dem Transformator-Stufenumschalter in Verbindung stehenden Bau
teile und Leitungen gegeben.
Vorzugsweise kann der Hochpaß parallel zu dem Überschaltwider
stand geschaltet sein. Damit sind auch die zwei Knotenpunkte,
an denen der Überschaltwiderstand angeschlossen ist, für hoch
frequente Überspannungen miteinander verbunden. Der Hochpaß
sollte eine Resonanzfrequenz im kHz- oder MHz-Bereich auf
weisen. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
sind in den übrigen Unteransprüchen angegeben.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand
der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Schutzschaltung für Schaltkontakte zweier benach
barter Schaltstufen eines Transformator-Stufenum
schalters;
Fig. 2 eine Schutzschaltung gemäß Fig. 1 mit einem Varistor;
Fig. 3 eine weitere Ausbildung der Schutzschaltung gemäß
Fig. 1 mit einem Varistor;
Fig. 4 eine Schutzschaltung mit einem Hochpaß parallel zum
Überschaltwiderstand;
Fig. 5 eine Schutzschaltung nach Fig. 4 mit einem Varistor und
Fig. 6 eine dreiphasige Ausführung der Schutzschaltung.
In den Figuren der nachfolgenden Beschreibung sind gleichen
Bauteilen mit gleichen Funktionen dieselben Bezugszeichen
zugeordnet. Mit n und m sind zwei Anschlüsse für benachbarte
Stufen eines Stufentransformators bezeichnet, wobei m = n + 1
ist. Die vereinfachte Darstellungsart ist beispielhaft für alle
Stufen. A bezeichnet den spannungsführenden Ausgangsanschluß
des Stufenumschalters. Die schematische Darstellung des Stufen
transformators 2 in Fig. 1 gilt sinngemäß für alle Figuren.
Fig. 1 zeigt eine Schutzschaltung 1a, bei der zwischen den An
schlüssen n und m des schematisch dargestellten Stufentrans
formators 2 und dem Anschluß A jeweils ein Schaltkontakt K1
bzw. K4 geschaltet sind. Parallel zu diesen Schaltkontakten
K1, K4 ist jeweils eine Reihenschaltung aus einem Überschalt
widerstand Rün, Rüm und einem Schaltkontakt K2, K3 geschaltet.
Wie dargestellt, ist der Schaltkontakt K1 geschlossen. Mit
dieser Schaltungsanordnung ist es zunächst möglich, eine Um
schaltung von K1 nach K4 bzw. n nach m durchzuführen, ohne
daß der Laststrom des Stufentransformators 2 unterbrochen wird,
wobei möglichst nur zwei aufeinander folgende Schaltkontakte je
weils gleichzeitig geschlossen sind.
Um bei einer derartigen Schaltungsanordnung einen Schutz vor
Überspannungen bei transienten Vorgängen zu gewährleisten, ist
zwischen den Anschlüssen n, m ein Hochpaß geschaltet. Der Hoch
paß wird dabei von zwei Widerständen Rn, Rm und einem Konden
sator Cv gebildet, wobei die Widerstände Rn, Rm jeweils einem
der Überschaltwiderstand Rün, Rüm parallel zugeordnet sind und
der Kondensator Cv zwischen den Schaltkontakten K2 und K3 ge
schaltet ist. Auf diese Weise ist ein Überspannungsschutz
zwischen den Anschlüssen n und m gegeben.
Die Widerstände Rn, Rm sind vorzugsweise als rein ohmsche
Widerstände ausgebildet, wodurch eine optimale Wirkung des
Hochpaßes erzielt wird.
Fig. 2 zeigt eine Schutzschaltung 1b in Weiterbildung nach Fig. 1,
bei der parallel zum Hochpaß ein Varistor Rv geschaltet ist.
Der Varistor Rv verbindet dabei gleiche Punkte benachbarter
Schaltstufen n, m. Der Varistor Rv bedämpft dabei Überspannun
gen, die nicht von dem Hochpaß erfaßt werden.
Fig. 3 zeigt eine Schutzschaltung 1c in Ausgestaltung nach Fig.
1, bei der der Varistor Rv parallel zum Kondensator Cv ge
schaltet ist. Auf diese Weise wird der Frequenzgang des Hoch
paßes günstig beeinflußt, wobei der Strom durch den Varistor
Rv zusätzlich durch die Gesamtschaltung der Widerstände be
grenzt wird. Dies betrifft auch sein Stromverhalten.
Fig. 4 zeigt eine Schutzschaltung 1d, bei der jeweils parallel
zu einem Überschaltwiderstand Rün, Rüm ein Hochpaß geschaltet
ist, welche jeweils aus einer Reihenschaltung von einem Konden
sator Cn, Cm und einem Widerstand Rn, Rm besteht. Mit dieser
Schutzschaltung 1d ist eine direkte Kompensation der induktiven
Wirkung der Überschaltwiderstände Rün, Rüm möglich, wobei diese
Schutzschaltung 1c nur beim Überschaltvorgang, also wenn
Schaltkontakt K2 oder K3 geschlossen ist, wirksam ist.
Fig. 5 zeigt eine Weiterbildung der Schutzschaltung nach Fig. 4,
bei der analog zu Fig. 3 zwischen den Schaltkontakten K2 und K3
ein Varistor Rv geschaltet ist.
In dieser Schutzschaltung 1e sind die Daten für den Hochpaß so
zu wählen, daß bei transienten Überspannungen im kHz-Bereich
zwischen den Anschlüssen n und m der Gesamtwiderstand Rv + 2 Rün
und im MHz-Bereich näherungsweise der Gesamtwiderstand Rv + 2
Rn ist. Dabei sind Rün = Rüm und Rn = Rm.
Die Schaltungsanordnungen gemäß Fig. 1 bis 3 weisen gegenüber
den Schaltungsanordnungen gemäß Fig. 4 und 5 den Vorteil auf,
daß nur ein Kondensator Cv benötigt wird, der jedoch für eine
höhere Spannung ausgelegt sein muß. Darüber hinaus wird bei den
Schutzschaltungen 1a-c gemäß Fig. 1-3 eine Dämpfung oder Ablei
tung transienter Vorgänge bereits unterhalb der Ansprechspan
nung des Varistors Rv erzielt.
In Fig. 6 ist eine Schutzschaltung 1f nach Fig. 3 in dreiphasiger
Ausführung gezeigt. Dabei ist jeweils für jede Phase U, V, W eine
Schutzschaltung 1c vorgesehen. Zusätzlich sind die Schutzschal
tungen 1c einer jeden Phase U, V, W über jeweils einen Hochpaß,
der von einem Kondensator Cq gebildet ist, miteinander verbun
den. Dadurch können auch Überspannungen zwischen zwei Phasen
einer Drehstromanordnung bedämpft werden. Eine Vereinfachung
der Schaltungsanordnung ist dadurch möglich, daß die mit "X"
gekennzeichneten Leitungen und die Varistoren Rv entfernt wer
den. Die Kondensatoren Cv und Cq aller Phasen können zu einer
einzigen 6-gängig gewickelten Kondensatorspule als ein Bauteil
zusammengefaßt sein.
Claims (5)
1. Schutzschaltung (1a bis 1f) für Schaltkontakte (K1 bis K4)
der Schaltstufen (n, M) eines Transformator-Stufenumschalters,
wobei zumindest ein Schaltkontakt (K2, K3) des Stufenumschalters
mit einem Überschaltwiderstand (Rün, Rüm) in Reihe geschaltet
und dem Überschaltwiderstand ein Hochpaß im Sinne einer Ab
leitung von transienten Überspannungen zugeordnet ist. (Fig. 1).
2. Schutzschaltung nach Anspruch 1, wobei der Hochpaß parallel
zum Überschaltwiderstand (Rün, Rüm) geschaltet ist. (Fig. 4)
3. Schutzschaltung nach Anspruch 1 oder 2, wobei zwei benach
barten Schaltkontakten (K2, K3) jeweils ein Überschaltwiderstand
(Rün, Rüm) zugeordnet und parallel zu den Überschaltwiderständen
(Rün, Rüm) ein Hochpaß geschaltet ist. (Fig. 4)
4. Schutzschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der
Hochpaß eine Grenzfrequenz im KHz- oder MHz-Bereich aufweist.
5. Schutzschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei zwi
schen elektrisch gleichen Punkten benachbarter Schaltstufen
zumindest ein Varistor (Rv) geschaltet ist. (Fig. 2, 3 und 5).
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| EP90115701 | 1990-08-16 |
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|---|---|---|---|
| DE19914124431 Expired - Fee Related DE4124431C2 (de) | 1990-08-16 | 1991-07-23 | Schutzschaltung für Schaltkontakte eines Transformator-Stufenschalters |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4124431C2 (de) |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4124431C2 (de) | 1997-07-24 |
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