DE4092301C2 - Einrichtung in Druckfilm-Dämpfern für Wellenlagerungen - Google Patents
Einrichtung in Druckfilm-Dämpfern für WellenlagerungenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung
zur Zentrierung einer Wellenlagerung mit Druck
filmdämpfer gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Wenn Wellen in Maschinen wie beispielsweise Turbinen
und Generatoren rotieren, treten nicht ausgeglichene
Kräfte und verschiedene Arten von Instabilitäten auf, die
zum Ergebnis haben können, daß der Rotor in der Ma
schine wegen hoher Vibrationsamplituden in der Maschine
nicht laufen kann. Zusätzlich führen die Vibrationen zu
erhöhten Lagerbeanspruchungen in den Wellenlagerungen,
was einen erhöhten Verschleiß und eine reduzierte Le
bensdauer zur Folge hat. Das Problem kann auf ver
schiede Arten gelöst werden. Eine der Lösungen dieses
Problems besteht darin, zur Reduzierung der Vibrationen
Dämpfer vorzusehen.
Bei bestimmten Maschinentypen wie beispielsweise
leichten Gasturbinen für Flugzeuge stellen Dämpfer in
Form von Druckfilm-Dämpfern schon lange eine Stand
ardlösung dar. Diese Art der Dämpfer hat sich auch bei
größeren Maschinen als ebensogut brauchbar erwiesen.
Wenn zwei Flächen mit einem dazwischen befindlichen
viskosen Medium, wie beispielsweise Öl, mit einer
bestimmten Geschwindigkeit zusammengebracht werden,
entsteht ein zur Geschwindigkeit proportionaler
Druckaufbau. Ein Druckfilm-Dämpfer verwendet einen
Ölfilm als Dämpfungsmittel zwischen zwei konzen
trischen Flächen. Bei einem Druckfilm-Dämpfer entsteht
der Druckaufbau zwischen den konzentrischen Flächen,
wenn diese Flächen relativ zueinander in Vibration
sind. Der Dämpfer ähnelt daher einem zylindrischen La
ger mit dem Unterschied, daß der innere Teil des
Dämpfers nicht rotiert. Der innere Teil des Dämpfers
besteht aus einer Wellenlagerung der Maschine, die von
irgendeiner beliebigen Art sein kann. Im Falle des
Auftretens von Vibrationen bewegt sich das Lager, das
heißt, der innere Teil des Dämpfers auf einer mehr
oder weniger kreisförmigen Bahn, was dazu führt, daß
in dem Ölfilm eine Quetsch-Fortbewegung entlang des
kreisförmigen Ölfilms zwischen den konzentrischen
Flächen auftritt, die von der Außenfläche des inneren
Teils des Dämpfers und der umgebenden inneren Fläche
der Halterung des Dämpfers gebildet sind. Die
Quetschung erzeugt eine rotierende Druckfront innen
seitig des kreisförmigen Ölfilms. Die Druckfront wirkt
in einer dämpfenden Weise auf die Vibrationen der
Welle. Die Maschine reagiert mit niedrigen Vibrations
amplituden, erhöhter Stabilität und, wie man hofft, mit
reduzierter Lagerbeanspruchung.
Heutzutage sind Druckfilm-Dämpfer standardisierte Ma
schinenelemente bei beispielsweise Gasturbinenwellen,
die in Rollenlagern laufen. Es gibt sie in zwei
Versionen, mit zentrierter und nicht zentrierter
Anordnung. Der zentrierte Dämpfer ist im allgemeinen
mit Federungsmitteln gekoppelt. Die Federungsmittel
halten den inneren Teil des Dämpfers zentriert und
nehmen das Gewicht der Welle und der an dieser befind
lichen Last auf. Der nicht zentrierte Dämpfer ist lose
angeordnet, und nur daran gehindert, zu rotieren. In
beiden Arten von Dämpfern gelangt das Öl, welches
einen Druckfilm mit rotierender Druckfront aufbaut,
durch radiale Bohrungen in der Halterung für den Dämp
fer in eine ringförmige Nut, die entlang des Umfangs
des ganzen Dämpfers in Form einer Ausnehmung entweder
im inneren Teil des Dämpfers oder in der Halterung
verläuft. Aufgrund des vorhandenen Öldrucks wird das
Öl aus der erwähnten Nut heraus in den ringförmigen
Spalt zwischen dem inneren Teil des Dämpfers und deren
Halterung gedrückt. Das Spiel in diesem Spalt liegt in
der Größenordnung von 0,25 mm. Da das Öl an beiden
Seiten der Nut in axialer Richtung gesehen herausge
drückt wird, entsteht ein dünner Ölfilm an beiden
Seiten der Nut des Dämpfers. Dieser Ölfilm stellt das
viskose Medium des Dämpfers für die rotierende Druck
front dar, und die Aufgabe dieses Mediums besteht darin,
den durch die Vibrationen entstehenden Belastungen
entgegenzuwirken.
Der Öldruck, mit dem der Dämpfer betrieben wird, ist
für die dynamische Steifheit des Dämpfers von großer
Wichtigkeit.
Bei Ausführungsformen mit einem zentrierten Dämpfer
stellen die Stützfedern die kritische Komponente dar,
besonders bei großen Maschinen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu
grunde, die Zentrierung einer Wellenla
gerung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 so zu
gestalten, daß sie eine möglichst niedrige dynamische
Steifheit hat und ohne mechanische Federn auskommt.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus dem Anspruch 1.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine kombinierte Ra
diallagerung und einen Druckfilm-Dämpfer, der an einer
rotierenden Welle einer Maschine fest angeordnet ist.
Der Dämpfer ist als Ringflansch ausgebildet, der die
Lagerung konzentrisch umgibt. Der Flansch besitzt
zuäußerst eine zylindrische Fläche. Dieser Flansch des
Dämpfers ist wiederum in einer Halterung mit einer in
neren zylindrischen Fläche angeordnet. Diese einander
benachbarten zylindrischen glatten Flächen stellen die
sogenannten Dämpfungsbereiche dar. Zwischen dem Dämpfer
und der Halterung, das heißt zwischen den Dämpfungs
bereichen, ist ein Spiel vorhanden. Dieses Spiel stellt
einen Raum dar, welcher das viskose Medium ein
schließt, welches das Druckmedium des Dämpfers dar
stellt und den Druckfilm entstehen läßt. Dieser
Druckfilm wird beispielsweise mit Öl als viskoses
Medium von einer Nut beschickt, die entweder in der
Mitte der nach außen zeigenden zylindrischen
Umfangsfläche der Flanschaußenseite oder in der Mitte
der nach innen zeigenden zylindrischen Umfangsfläche
der Halterung für den Dämpfer ausgebildet ist. Diese
Nut erstreckt sich nicht vollständig herum, sondern ist
in dem unteren Teil unterbrochen. Anstelle der Ölnut
sind ein oder mehrere Taschen im unteren Teil des
Flansches ausgebildet und bilden getrennte Kammern, die
nicht miteinander oder mit der langen Nut des Drucköls
kommunizieren. Durch die Malterung des Dämpfers er
strecken sich Bohrungen in diese Kammern hinein, durch
welche die Kammern mit Öl versorgt werden. Wenn Öl
mittels einer Pumpe durch die Bohrungen gedrückt wird
und die genannten Kammern unter Druck setzt, wird die
Maschinenwelle aus der Ruhestellung in der Halterung
angehoben. Bei richtig angepaßtem Öldruck kann die
Maschinenwelle dann ohne die Verwendung von Zentrie
rungsfedern zentriert werden. Infolge dessen handelt es
sich dann um einen hydrostatisch angeordneten Dämpfer.
Dieser hydrostatische Dämpfer ist mit Öl zum Anheben
von einer Pumpe mit einem Ventil zum Aufrechterhalten
des Drucks versorgt, welches in der Lage ist, den Öldruck
aufrechtzuerhalten, und den inneren Teil des
Dämpfers in einer zentrierten Stellung zu halten. Das
Druckniveau wird so gewählt, daß der Dämpfer eine
niedrige dynamische Steifheit erhält. Die Höhe dieses
Drucks bestimmt sich außer durch die Wellenabmessungen
und die Lasten außerdem auch durch die Geometrie des
Dämpfers, wie beispielsweise durch die Anzahl der Kam
mern, die mit dem Öl zum Anheben versorgt werden, wie
auch durch die Gesamtfläche und Lage dieser Kammern.
Öl ist hier als viskoses Medium zur Ausbildung des
Druckfilms und als Druckübertragungsmedium für die hy
drostatische Lagerungsanordnung vorgeschlagen worden.
Es liegt jedoch kein Grund vor, der die Verwendung ei
nes anderen viskosen Mediums für diesen Zweck aus
schließen würde. Anstelle einer Pumpe als Transport
mittel für das Öl zum Anheben können natürlich auch
andere Einrichtungen zum Fördern eine Mediums verwendet
werden. Die Überwachung des Drucks des Mediums in der
hydrostatischen Lagerung kann mit anderen automatischen
Regeleinrichtungen wie beispielsweise mit geregelten
Pumpen oder mit geregelten Ventilen erreicht werden.
Mit der beschriebenen Erfindung ist die angestrebte
Zentrierung des inneren Teils des Dämpfers ohne die
Verwendung mechanischer Mittel erreicht, was insofern
möglich ist, als die Welle mittels hydraulischer Mittel
in der zentrierten Stellung gehalten ist. Das Ventil
zum Druck-Aufrechterhalten hat eine geringe Steifheit
der Zentrierung zum Ergebnis. Auf diese Weise ist die
mechanische Steifheit eliminiert, die normalerweise bei
hydrostatischen Lagerungen groß ist und im hier vor
liegenden Zusammenhang unerwünscht ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen
näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen Axialschnitt einer erfindungsgemäßen
Ausführungsform entlang der Rotorwelle mit
den zugehörigen Lagerungen und dem Dämpfer
einschließlich der Versorgungseinrichtung
für das Öl zum Anheben und für den Druck
film;
Fig. 2 einen radialen Schnitt des Dämpfers gemäß
Fig. 1, aus dem die Ausgestaltung der Ölnut
und der verschiedenen Kammern hervorgeht.
Eine Ausführungsform des beschriebenen Dämpfers geht
aus den Zeichnungen hervor. Die gedämpfte Welle 1 ist
von einem Radiallager 2 umschlossen, welches wiederum
von einem Flansch 3 des Dämpfers umschlossen ist. In
der Mitte des Flansches 3 ist außen eine Nut 4 ausge
bildet, welche mit Öl gefüllt ist, welches in den Ab
standsraum zwischen dem Flansch 3 und der Halterung 6
für den Dämpfer austritt. Die beiden einander zuge
kehrten Flächen der Halterung 6 und des Flansches 3
stellen die Dämpfungsflächen oder -bereiche 5 dar. Die
Oberflächen dieser Dämpfungsbereiche 5 sind zylindrisch
oder stellen kurvenförmige Flächen von zwei konzentri
schen sphärischen Segmenten zweier Basiskörper dar. Der
Abstandsraum zwischen diesen Flächen ist mit Öl ge
füllt, welches das eigentliche Dämpfungsmittel dar
stellt. Aus Fig. 2 geht hervor, daß die Nut 4 in dem
Flansch 3 kreisringförmig ist, aber sich nicht über den
vollen Umfang erstreckt. Die Kammern 7 sind Ausnehmun
gen im unteren Teil des Flansches, und sie sind vonein
ander wie auch von der Nut 4 durch Trennwände getrennt.
Zu diesen Kammern 7 führende Bohrungen 8 erstrecken
sich durch die Halterung 6 in radialer Richtung gegen
das Zentrum. Durch die Förderung von unter Druck ste
hendem Öl durch die Bohrungen 8 wird der Flansch 3 des
Dämpfers einschließlich der Lagerung 2 und der ge
dämpften Welle 1 in eine zentrierte Stellung angehoben.
Die beiden Ölkammern 7 sind beispielsweise symmetrisch
zu beiden Seiten einer vertikalen Symmetrieachse ange
ordnet, um von den ölgefüllten Kammern 7 Zentrie
rungskräfte zu erhalten. Das Öl 9 gelangt zu den Kam
mern 7 von dem Ölbehälter 10, von welchem eine Pumpe
11 den Dämpfer mit Öl versorgt. Auf diesem Weg zum
Dämpfer strömt das Öl durch ein Ventil 12 zur
Aufrechterhaltung des Drucks, welches den Druck in der
Leitung regelt, und dadurch den inneren Teil des Dämp
fers auf dem gewünschten Niveau hält und außerdem die
dynamische Steifheit der Dämpfer kleiner werden läßt.
Der Ölzulauf für die Druckfilm-Dämpfung erfolgt durch
den Einlaß 13, durch den auch die Lagerung 2 mit Öl
versorgt wird.
Bei einer abgewandelten Ausführungsform kann der Dämp
fer mit einer abweichenden Anzahl von Kammern 7 ausge
stattet sein. Ebenfalls ist es möglich, sich nur auf
eine Kammer 7 zu beschränken. Bei einer solchen Aus
führungsform kann es schwieriger sein, eine ausrei
chende Zentrierungsfunktion zu erreichen, die auf den
Dämpfer vom Druckmedium wirkt, wenn dieses unter Druck
gesetzt wird. Die Form und die Länge dieser einzelnen
Kammer 7 kann jedoch die Zentrierungsfunktion des
Dämpfers bei einer solchen Ausführungsform beeinflus
sen.
Eine größere Möglichkeit, die Zentrierungsfunktion und
die Steifheit des Dämpfers direkt zu regeln, erhält man,
wenn die Anzahl der Kammern 7 drei oder mehr beträgt.
Wenn beispielsweise drei Kammern 7 vorhanden sind, kann
beispielsweise eine Kammer direkt unterhalb des Wel
lenzentrums und die anderen beiden Kammern 7 können
dann zu beiden Seiten der ersteren entlang des Umfangs
des Dämpfers angeordnet sein. Auf diese Weise erreicht
man die gewünschte Zentrierung.
Bei der hier beschriebenen Ausführungsform sind die
Kammern 7 für das zum Anheben bestimmte Öl aus dem
inneren Teil der Kammer nämlich dem Flansch 3 des
Dämpfers herausgearbeitet. Statt dessen können die
Kammern auch in entsprechender Weise und an ent
sprechenden Stellen in der Halterung 6 ausgebildet
sein.
Claims (5)
1. Einrichtung in Druckfilm-Dämpfern für Wellenlagerungen,
- - mit einem auf einer Welle (1) angeordneten Lager (2),
- - mit einem außerhalb des Lagers (2) angeordneten Dämp fungsflansch (3), der konzentrisch von einer Halterung (6) für den Dämpfungsflansch umschlossen ist,
- - mit einer in dem Flansch (3) oder der Halterung (6) in Umfangsrichtung verlaufenden Nut (4), die an eine Druckmittelquelle (13) anschließbar ist,
- - mit einem zwischen einander zugewendeten konzentrischen Flächen (5) des Dämpfungsflansches (3) und der Halterung (6) vorhandenen, in Umfangsrichtung verlaufenden Spiel raum, der in Verbindung mit der Nut (4) steht und einen Raum für den Druckfilm des Dämpfers bildet,
dadurch gekennzeichnet, daß im unteren
Bereich der Nut (4) eine oder mehrere gegenüber
der Nut und gegebenenfalls voneinander durch Trennwände
getrennte Kammer(n) (7) vorhanden ist/sind, die an
eine Druckmittelquelle (10, 11, 12) anschließbar ist/sind, de-
ren Druck auf einen Wert einstellbar ist, der so be
messen ist, daß er den Dämpfungsflansch (3) zwecks
Zentrierung der Welle anzuheben vermag.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die
Druckmittelquelle (10, 11, 12) aus einer Einrich
tung, zum Beispiel einer Pumpe (11), besteht, die Druckmit
tel (9) mit einem überhöhten Druck aus einem Druckmittelbe
hälter (10) zur Verfügung stellt, und daß an die Zuführlei
tung (8) zu der/den Kammer(n) (7) ein einstellbares oder ge
regeltes Überdruckventil (12) angeschlossen ist.
3. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die eine
oder mehreren Kammer(n) (7) durch Kanäle (8) in der Halte
rung (6) des Dämpfers mit einer Einrichtung (11) für den
Transport des Druckmittels beschickbar ist.
4. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (4)
durch einen getrennten Kanal (13) mit einem viskosen Medium
zur Bildung des Druckfilms beschickbar ist.
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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Owner name: SIEMENS AG, 80339 MÜ NCHEN, DE |
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