DE4032844C1 - Inductive current generator for shell or mortar - has permanent magnet sliding under gas pressure inside coil - Google Patents
Inductive current generator for shell or mortar - has permanent magnet sliding under gas pressure inside coilInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Generator zur induktiven Er
zeugung elektrischen Stroms in einem eine stromverbrauchen
de elektronische Einrichtung aufweisenden Geschoß, mit einem
innerhalb einer Spule axial verschiebbaren Permanentmagneten.
Ein derartiger Generator ist aus der DE-PS 8 47 119 bekannt.
Bei modernen Munitionen werden in immer größerem Maße elek
tronische Einrichtungen für Zünd-, Anzünd- und Sicherheits
funktionen eingesetzt, weil sich mit ihnen logische Abfrag
vorgänge, Vergleiche und Verzögerungszeit wesentlich einfa
cher realisieren lassen als mit mechanischen Elementen. Dabei
stellt sich jedoch das Problem einer Versorgung mit elektri
scher Energie für die Elektronik selbst sowie auch für das
den Funktionsablauf abschließende Auslösen eines elektrischen
Zünders oder Anzünders. Wünschenswert ist es dabei, die Energie
im Geschoß selbst zu erzeugen, um so auf Zuführungen von außen
verzichten zu können. Seit langem bekannt, beispielsweise aus
der oben erwähnten DE-PS 8 47 119, und bewährt sind dabei in
das Geschoß einbaubare Generatoren, die im wesentlichen aus
einer Spule und einem innerhalb der Spule verschiebbaren Per
manentmagneten bestehen. Alle diese Generatoren arbeiten nach
dem Trägheitsprinzip, d. h., bei der beim Abschuß des Geschos
ses auftretenden Beschleunigung kommt es infolge der Trägheit
des Permanentmagneten zu einer Relativbewegung zwischen die
sem und der Spule, womit in letzterer ein Strom induziert
wird, der dann beispielsweise dazu dient, einen Zündkonden
sator aufzuladen.
Diese Trägheitsgeneratoren setzen jedoch eine bestimmte Höhe
der Abschußbeschlußbeschleunigung voraus, etwa Abschußbeschleunigungen
von 5000 bis 100 000 g. Für mit vergleichsweise kleinen Beschleuni
gungswerten zu verschießende Geschosse oder Submunitionsein
heiten, insbesondere Wurfkörper mit niederen ballistischen
Reichweiten, bei denen die Abschußbeschleunigungswerte von
unter 5000 g bis zu unter 1000 g reichen, sind jedoch diese
Trägheitsgeneratoren kaum oder überhaupt nicht verwendbar.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, einen Gene
rator der eingangs erwähnten Art zu schaffen, der im wesent
lichen von den vorgegebenen Abschußbeschleunigungswerten un
abhängig ist, also auch dann wirkungsvoll arbeitet, wenn die
Abschußbeschleunigung, wie dies insbesondere bei Wurfkörpern
der Fall ist, sehr niedrig ist. Die Lösung dieser Aufgabe er
gibt sich aus den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs
1.
Während also bisher die Trägheit (Beharrung) des Permanentmag
neten für die Herbeiführung einer Relativbewegung zwischen Spule
und Magnet genutzt wurde, wobei der Magnet in Ruhe bleibt und
die Spule sich mit dem Geschoß nach vorne bewegt, erfolgt die
Erzeugung der Relativbewegung Permanentmagnet/Spule gemäß der
Erfindung durch den Gasdruck, der den Magneten durch die Spule
hindurchtreibt. Dabei genügen selbst die beim Abschuß von
kleinen Wurfkörpern auftretenden Gasdrücke zur Erzeugung
der erforderlichen elektrischen Energie. Zweckmäßigerweise
wird man bei dieser Art von Geschossen, bei denen die Ab
schußbeschleunigung so gering ist, daß die Trägheit des Per
manentmagneten vernachlässigbar ist, so verfahren, daß der
Gasdruck auf die - bezogen auf die Richtung der Geschoßbe
wegung - rückwärtige Stirnfläche des Permanentmagneten ein
wirkt, was konstruktiv sehr einfach erreicht werden kann. Ist
dagegen die Abschußbeschleunigung so hoch, daß die Magnet-
Trägheit nicht mehr vernachlässigbar ist, dann sollte der Gas
druck auf die - bezogen auf die Richtung der Geschoßbewegung -
vordere Stirnfläche des Magneten einwirken, womit eine Addi
tion der Wirkungen von Gasdruck und Trägheit erreicht wird.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung wird der Permanent
magnet durch eine Membrane gehaltert, die erst nach Über
schreitung eines Gasdruckschwellenwerts reißt, um so zum einen
eine hohe Relativgeschwindigkeit zwischen Magnet und Spule zu
erreichen und andererseits sicherzustellen, daß es bei Trans
porterschütterungen oder dergleichen nicht zu einer Stromer
zeugung kommt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher er
läutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Schemaskizze des Generators im Verti
kalschnitt, und
Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch ein Abschuß
rohr mit Wurfkörper, wobei der Wurfkörper
mit einem Generator gemäß Fig. 1 versehen
ist.
Der im Ganzen mit 10 bezeichnete Generator weist gemäß Fig. 1
ein Gehäuse 11 auf, in welchem eine Induktionsspule 12 unterge
bracht ist. In einer zentralen Zylinderkammer 13 des Gehäuses 11
ist ein kolbenartiger Permanentmagnet 14 untergebracht, der
mit einer die Öffnung der Zylinderkammer 13 abdeckenden Mem
bran 15 verbunden ist. Am Boden der Zylinderkammer 13 befin
det sich eine Entlüftungsöffnung 16.
Die Arbeitsweise des Generators 10 ist aus Fig. 1 leicht er
sichtlich. Wirkt auf die Membran 15 Gas in Richtung der Pfeile
P ein, dann reißt nach Überschreiten eines vorgegebenen Gas
druckschwellenwerts die Membran 15 und der Permanentmagnet
14 wird in Art eines Kolbens mit beträchtlicher Geschwindigkeit
durch die Zylinderkammer 13 getrieben, bis er am Kammerboden
anschlägt; die in der Kammer 13 enthaltene Luft kann dabei durch
die Entlüftungsöffnung 16 entweichen. Bei seiner Bewegung durch
die Zylinderkammer 13 induziert der Permanentmagnet 14 in der
Induktionsspule 12 eine Spannung bzw. einen Strom, der nach außen
abgeleitet wird, vorzugsweise über eine Diode zu einem als Ener
giespeicher dienenden Kondensator. Der Kondensator kann dann zum
gewünschten Zeitpunkt entladen werden, d. h., die angeschlossene
elektronische Einrichtung mit Strom versorgen.
Die Höhe der in der Spule erzeugten Induktionsspannung wird
konstruktiv durch die Spulendimensionierung und durch die Mag
netfeldstärke des Permanentmagneten bestimmt, wobei eine Opti
mierung anzustreben ist. Darüberhinaus hängt die Induktions
spannung entscheidend von der Geschwindigkeit ab, mit der sich
der Permanentmagnet durch die Spule bewegt. Aus diesem Grund
wird der Permanentmagnet auf geeignete Weise, beispielsweise
durch die Membrane 15 derart fixiert, daß er möglichst erst
bei Erreichen des Spitzenwertes der Gasdruck-Anstiegsflanke
sich von der Fixierung löst (Abreißen der Membrane) und dann
vom maximal anstehenden Gasdruck durch die Zylinderkammer ge
trieben wird.
Lediglich als Zahlenbeispiel sei angegeben, daß bei einem
Permanentmagneten mit einem Durchmesser von 20 bis 25 mm und
einer Höhe von 20 mm sowie einer geeigneten Spulenauslegung
mit einer Energieerzeugung von 5 bis 10 mJ gerechnet werden
kann und dies auch dann, wenn der Gasdruck lediglich in der
Größenordnung zwischen 25 und 60 bar (Wurfkörper) liegt.
Fig. 2 zeigt nun die Verwendung des Generators 10 in Verbindung
mit einem Wurfkörper 20. Der Wurfkörper 20 steckt dabei in einem
Werferrohr 21. Der Generator 10 ist am Boden des Wurfkörpers 20
angebracht, ebenso wie die Treibladung 22. Mit 23 ist der Druck
raum bezeichnet. Beim Abschuß des Wurfkörpers wird die Treib
ladung 22 gezündet, womit sich im Raum 23 ein Gasdruck aufbaut,
der einerseits den Wurfkörper 20 aus dem Werferrohr 21 treibt
und andererseits den Generator 10 in der beschriebenen Weise
betätigt. Die Konstruktion und Anbringung des Generators 10
sind bei diesem Ausführungsbeispiel offensichtlich sehr einfach.
Zu erwähnen ist dabei noch, daß der Generator 10 den zum Aus
schieben des Wurfkörpers 20 aus dem Werferrohr 21 zur Verfügung
stehenden Gasdruck nicht bzw. nicht merklich beeinflußt, weil
das Volumen der Zylinderkammer 13 (Fig. 1) des Generators 10 gegen
über dem Volumen des Druckraums 23 vernachlässigbar klein ist.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist vorausgesetzt, daß
die Abschußbeschleunigung des Wurfkörpers 20 so gering ist, daß
die Trägheitsbeharrung des Permanentmagneten 14 vernachlässigt
werden kann. Ist dies nicht der Fall, handelt es sich also bei
dem Körper 20 um ein Geschoß mit höherer Abschußbeschleunigung,
dann muß der Generator 10 in gegenüber Fig. 2 um 180° gedrehter
Position am Geschoß 20 angebracht und zusätzlich ein Kanal vor
gesehen werden, der einerseits mit dem Druckraum 23 in Verbin
dung steht und andererseits gegen die Membran 15 des Generators
10 mündet. Der Gasdruck wirkt also dann in Richtung gegen die
Geschoßaustrittsrichtung auf die Membran 15 bzw. den Permanent
magneten 14 ein und treibt den Magneten gegen die Geschoßrich
tung durch die Spule 12. Damit wirkt also der Gasdruck nicht
gegen, sondern mit der Trägheit. Dies erhellt, daß die Erfindung
auch mit Vorteil dann anzuwenden ist, wenn die Abschußbeschleu
nigung so groß ist, daß sich zwar schon aufgrund der Trägheit
eine gewisse Relativbewegung zwischen Permanentmagnet und Spule
ergibt, diese Bewegung jedoch alleine nicht für eine ausreichen
de Energieerzeugung genügt. Hier unterstützt dann der Gasdruck
die Energieerzeugung. Darüberhinaus aber kann die Erfindung
selbstverständlich auch dann Anwendung finden, wenn die Abschuß
beschleunigung für eine Energieerzeugung durch Trägheit des Per
manentmagneten ausreichen würde, und zwar als Alternative zum
Trägheitsgenerator.
Claims (4)
1. Generator zur induktiven Erzeugung elektrischen Stroms
in einem eine stromverbrauchende elektronische Einrichtung auf
weisenden Geschoß, mit einem innerhalb einer Spule axial ver
schiebbaren Permanentmagneten, dadurch gekennzeichnet, daß der
Permanentmagnet (14) an seiner in Richtung seiner Verschiebe
möglichkeit hinteren Stirnfläche von dem beim Abschuß des Ge
schosses (20) auftretenden Gasdruck (P) beaufschlagt ist.
2. Generator nach Anspruch 1 für Geschosse mit einer so
geringen Abschußbeschleunigung, daß die Trägheit des Permanent
magneten vernächlässigbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß
der Permanentmagnet (14) aus seiner Ruhelage in Richtung der
Bewegungsrichtung des Geschosses (20) verschiebbar ist.
3. Generator nach Anspruch 1 für Geschosse mit einer so
hohen Abschußbeschleunigung, daß die Trägheit des Permanent
magneten nicht vernachlässigbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Permanentmagnet (14) aus seiner Ruhelage gegen die
Richtung der Bewegungsrichtung des Geschosses (20) verschiebbar
ist.
4. Generator nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Permanentmagnet (14) durch eine Mem
brane (15) oder eine sonstige Haltevorrichtung in seiner Ruhe
lage fixiert ist, die bei einer vorbestimmten Gasdruckhöhe reißt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904032844 DE4032844C1 (en) | 1990-10-16 | 1990-10-16 | Inductive current generator for shell or mortar - has permanent magnet sliding under gas pressure inside coil |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19904032844 DE4032844C1 (en) | 1990-10-16 | 1990-10-16 | Inductive current generator for shell or mortar - has permanent magnet sliding under gas pressure inside coil |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4032844C1 true DE4032844C1 (en) | 1991-06-06 |
Family
ID=6416399
Family Applications (1)
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| DE19904032844 Expired - Fee Related DE4032844C1 (en) | 1990-10-16 | 1990-10-16 | Inductive current generator for shell or mortar - has permanent magnet sliding under gas pressure inside coil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4032844C1 (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1990
- 1990-10-16 DE DE19904032844 patent/DE4032844C1/de not_active Expired - Fee Related
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