Die Erfindung bezieht sich auf ein Turbotriebwerk für
Hyperschallfluggeräte, umfassend einen Gaserzeuger mit
Axialverdichter, Brenneinrichtung sowie zugeordneter Antriebsturbine,
ferner einer Leistungsturbine mit gekuppeltem
Tangentialgebläse, weiterumfassend Lufteintritts- und
Gasaustrittsteile, die front- und heckseitig an einem umhüllenden,
mit Nachbrennereinrichtung versehenen zylindrischen
Strömungsrohr befestigt sind, in dem ein Basistriebwerk
mit seinem Gaserzeuger beabstandet untergebracht
ist, wobei dieses Basistriebwerk einen zentral angeordneten
front- und heckseitig offenen Schubkanal umfaßt, dem
ein zweites Lufteintrittsteil vorgeschaltet ist, weiterhin
ist dem Gaserzeuger ein an einem umhüllenden Mantelrohr
befestigtes Lufteintrittsringteil vorgeschaltet und
ferner fördern die Axialverdichter das Arbeitsmedium in
eine Verbundringbrennkammer, der die Verdichterantriebsturbine
sowie die Leistungsturbine nachgeschaltet sind,
sodann ist an dem heckseitigen Lagerschild des Tangentialgebläses
eine Nachbrennerglocke befestigt, die in eine
Mischkammer einmündet.
Es sind bereits Konzepte bekannt, bei denen übliche
Turbotriebwerke in eine als Flugzeug ausgebildete Trägerstufe
eingebaut werden, die eine darüber angeordnete,
ebenfalls mit Tragflächen versehene Orbitalstufe trägt,
mit der sie horizontal startet.
Diese raketengetriebene Orbitalstufe wird in einer gewissen
Flughöhe von der Trägerstufe bei Hyperschallfluggeschwindigkeit
getrennt und mit einem zugeordneten Aufstiegsbahnwinkel
in eine kreisförmige Umlaufbahn um die
Erde gesteuert, während die wiederverwendbare Trägerstufe
zu ihrem Bestimmungsflugplatz zurückkehrt.
Zum Antrieb der Trägerstufe werden bevorzugt Bläsertriebwerke
vorgesehen, die in einem sie umschließenden Gehäuse
untergebracht sind, an das sowohl der Lufteintritt als
auch das Schubteil angeschlossen sind. Bei hohen Flugmachzahlen
wird das Triebwerk abgeschaltet und die Arbeitsluft
durchströmt dann ausschließlich den Bläserkanal, wobei die
Beschaufelung auf Segelstellung geschaltet ist, um den Flugwiderstand
zu verkleinern. Der Antrieb arbeitet dann ausschließlich
im Staustrahlbetrieb, wobei auch Konzepte mit
gesondertem Staustrahlrohr bekannt sind.
Als Bläser werden sowohl axiale als auch tangentiale Bauarten
konzipiert.
Die Triebwerke mit tangentialen Gebläseausführungen haben
dabei die Fähigkeit, Schubkräfte orthogonal zu ihrer Längsachse
durch Verschwenken eines radial gerichteten, um 360°
verdrehbaren Gehäuseteils zu erzeugen, wodurch ein Teil
der Gebläseluftmasse eine Schubvektorsteuerung um die
drei Hauptflugachsen ermöglicht.
Bei bekannten Ausführungen bilden diese Antriebe eine zusammenhängende
Einheit mit der Trägerstufe.
Eine derartige Triebwerksanordnung für Hyperschall-Fluggeräte
mit Bodenstarteigenschaften ist aus der Patentschrift
DE 38 11 614 bekannt, bei der die benötigte
Arbeitsluftmasse vom Trägerkörper eine Vorkompression
erfährt, mit der das eigentliche, mit einer variablen
Verstellgeometrie versehene und zu einem mit dem Trägerrumpf
fest verbundenen Gehäuse gehörende Überschallufteintrittsteil
beaufschlagt wird. In diesem Gehäuse befindet
sich ein Triebwerk üblicher Konstruktion für den
Start und die unteren Flugmachzahlbereiche, dem eine
ebenfalls zum Gehäuse gehörende Brennkammer mit angeschlossener
Schubdüse nachgeschaltet ist. Diese stellt
ein integriertes Teil des Trägerhecks dar, dessen untere
Kontur zu einem Nachexpansionsteil mit Überschallabströmung
ausgestaltet ist.
Parallel dazu ist oberhalb dieses Triebwerks besonders
für den Hyperschallflugbereich ein Staustrahltriebwerk
angeordnet, mit dem auch die Grenzschicht des Trägerrumpfes
abgeleitet wird.
Neben dieser Parallelschaltung sind auch koaxiale Ausführungen
bekannt, die aus einem Nebenstromtriebwerk
bestehen, das bei einer bestimmten Flugmachzahl abschaltet,
wobei das Nebenstromgebläse gleichzeitig auf Windmühlenbetrieb
gesteuert wird, sodaß die Arbeitsluft ungehindert
am Kerntriebwerk vorbei in die Brennkammer eintreten
kann, um das Düsen- und Expansionssystem für die
Hyperschallflugphase nach Energiezuführung zu verlassen.
Die DE-OS 35 07 035 beschreibt ein solches zum Einbau
in eine Trägerstufe verwendbares Nebenstromtriebwerk,
umfassend einen Gasgenerator, eine gegenläufige Leistungsturbine
zum Antrieb von frontseitig angebrachten gegendrehenden
Gebläseschaufelreihen, die der Energieerhöhung
einer außen am Triebwerk vorbeigeführten Nebenstromluftmasse
dienen. Zur Herstellung eines Gegenschubs sind die
Schaufelblätter verdrehbar eingerichtet, allerdings ohne
Drehrichtungsänderung, sodaß keine optimale Bremskraft
erreichbar ist. Weiterhin vermindert sich bei dieser Ausführung
der in Flugrichtung wirksame Bremsschubvektor um
den entgegengesetzt gerichteten Heißgasvektor des Kerntriebwerks.
Ferner ist in der DE 36 14 311 ein Tangentialgebläse
mit mehreren axial hintereinandergeschalteten Laufwalzen
dargestellt, das zum einen dem Axialverdichter und zum
anderen dem aufheizbaren Nebenstromkreis vorgeschaltet
ist. Die Luftmassen beider Strömungskreise beaufschlagen
die gemeinsame Leistungsturbine. Durch axiales Verschieben
der Gebläselaufwalzen ist ein Teil der Gebläsekaltluftmasse
mittels schwenkbarer Gehäuseteile zur Erzeugung
von Vertikalschub- und Seitenkraftvektoren verwendbar.
Eine Vergrößerung der Nebenstromluftmasse würde bei diesem
Triebwerk zwar eine günstige Lauftwalzenvergrößerung
in axialer Richtung bedingen, jedoch führt diese Maßnahme
sehr bald zu einem Grenzwert, der vom Schaufelraddurchmesser
der Leistungsturbine bestimmt wird, die damit
eine eventuell erforderlich werdende Steigerung der Arbeitsluftmasse
ausschließen kann.
Des weiteren ist aus der DE 27 35 886 C3 ein von einer
Turbine über Zahnräder angetriebenes Vorschaltaggregat
bekannt, das aus mehreren ummantelten Tangentialgebläsen
besteht, die aus der Umgebungsluft ansaugen und das Arbeitsmedium
in ein zentral angeordnetes Ansauggehäuse
eines Radialverdichters fördern. Zur Luftmassenregulierung
befinden sich innerhalb der Laufwalzen verschiebbare
Verdrängerkolben.
Der Luftmassendurchsatz ist dabei nicht beliebig zu vergrößern,
sondern ist vom Schluckvermögen des Radialverdichters
abhängig.
Der Vorteil dieser Ausführungen besteht darin, daß vom
Start bis zu den mittleren Überschallfluggeschwindigkeiten
bewährte und bereits erprobte Triebwerke zum Einbau
in die Trägerstufe Verwendung finden können.
Diese Triebwerke haben jedoch den gemeinsamen Nachteil
eines eingeschränkten Luftmassendurchsatzes, der bezüglich
der Gestaltung, der Durchmesser und Drehzahlen der
Gebläseschaufeln hinsichtlich der örtlichen Strömungsmachzahl
und der Lärmemission begrenzt ist.
Des weiteren setzt nun das Erreichen des erforderlichen
Bahnwinkels der raketengetriebenen Orbitalstufe zur Erfüllung
der Steigflugbedingungen zum Zeitpunkt der Stufentrennung
eine ausreichende Schubkraft des luftatmenden
Antriebs der Trägerstufe voraus. Bei der vorerwähnten
PS DE 38 11 614 ist der Lufteintritt nach den Erfordernissen
des Turbotriebwerks bemessen, sodaß bei gleichzeitigem
Betrieb von Turbo- und Staustrahlantrieb beide im
Teillastbereich arbeiten, wobei ein Gesamtschubabfall gerade
in dieser kritischen Flugphase unvermeidbar ist.
Bei der DE-OS 35 07 035 werden hingegen im Hyperschall-Flugbereich
sowohl die Bläser- als auch die Gaserzeugerbeschaufelung
von den dann vorherrschenden hohen Total-Stautemperaturen
des Arbeitsmediums beaufschlagt, denen
nur mit keramischen Werkstoffen begegnet werden kann,
deren Anwendung für axial durchströmte Laufschaufelgitter
jedoch nicht problemlos ist.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Turbotriebwerk
für Hyperschallfluggeräte zu schaffen, das einen gesteigerten
Luftmassendurchsatz erlaubt sowie längs seiner
Referenzflugbahn einen verbesserten Schubverlauf aufweist,
bei besserer Beherrschung des Temperaturniveaus im hohen
Flugmachzahlbereich.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 dargelegten
Merkmale gelöst.
Die Verwertung der Abgasenergie zur Beschleunigung der
Laufwalzenaustrittsmasse zur Schuberzeugung, ist ein Wärmeaustauschvorgang
und gewährleistet somit eine optimale
Ausnutzung der Kraftstoffenergie sowie eine Steigerung des
thermischen Wirkungsgrades und des Vortriebswirkungsgrades,
da die Schubstrahlgeschwindigkeit durch die zweite Nachbrenneinrichtung
zur zeitlichen Fluggeschwindigkeit konform
regelbar ist, wodurch gleichzeitig die Wärmebilanz
der schuberzeugenden Bauelemente verbessert wird.
Die Erzeugung der Hauptschubmasse durch Beschleunigung
der Mantelströmung in den Laufwalzen des Tangentialgebläses
bewirkt eine Verbesserung des Schubverhaltens, denn
die scheitellose Kennlinie dieser Gebläseart erlaubt ein
hohes Druckverhältnis im Nachbrenner und damit einen fließenden
Übergang in den Staustrahlbetrieb.
Bekanntlich lassen sich bei Tangentialgebläsen erhebliche
Drucksteigerungen erzielen, wobei der Reaktionsgrad um
Null herum pendelt, so daß sie hinreichend genau als Gleichdruckgebläse
zu bezeichnen sind, die als reine Geschwindigkeitserzeuger
arbeiten.
Der allgemein als triebwerksdimensionierend bezeichnete
transsonische Flugbereich ist hinsichtlich des erforderlichen
Nettoschubs, besonders im Einlaufbereich, sehr
empfindlich gegen sogenannte Installationsverluste, die
als Zusatzwiderstände in Erscheinung treten.
Die am Basistriebwerk vorbeigeführte Mantelströmung sowie
die den Schubkanal passierende Kernströmung schließen sowohl
einen Überlaufwiderstand als auch die üblichen Bypass-
und Abblasewiderstände aus, denn der auf die Triebwerksfrontfläche
bezogene Luftmassendurchsatz wird vollständig
vom Lufteintrittsteil aufgenommen, wobei die Körpergrenzschicht
der Trägerstufe und diejenige der Lufteintrittsrampen
zusammen mit der Innenwandgrenzschicht des Strömungskanals
an der Peripherie der Mantelströmung durch die
verstellbare Grenzschichtschleuse in den Nachbrenner eingeleitet
und der Kernströmung zugemischt werden.
Eine Durchsatzdrosselung mit ihren nachteiligen Folgen im
Strömungsverhalten des Lufteintrittsteils kann sich nicht
ausbilden, da ein eventueller Druckanstieg vor den Axialverdichtern
zwangsläufig über die Mantel- und Kernströmung
abgebaut wird.
Durch den zum Lufteintrittsteil hin offenen Schubkanal
wird ferner das Luftmassen- und damit Sauerstoffangebot,
vom Gebläse unabhängig, im Nachbrenner gesteigert sowie
das für die Schubdüse zur Verfügung stehende Enthalpiegefälle
durch die Stautemperatur der Kernströmung vergrößert.
Im Staustrahlbetrieb wird hingegen zusätzlich die gesamte
Mantelstrommasse über die Grenzschichtschleuse bei gleichzeitiger
Kühlung der Außenhaut der Nachbrennerglocke in
die Mischkammer mit einem Nachverbrennungseffekt eingeleitet
und bewirkt dort eine Kühlung der die Nachbrennerglocke
verlassenden, weitgehend dissoziierten Heißgasmasse,
wodurch deren Temperatur bereits vor der Überschalldüse
soweit abfällt, daß eine zumindest teilweise Rückgängigmachung
der Dissoziation unter Energiefreisetzung
erfolgt, wobei weiter stromabwärts, entlang der Düsenachse
eine weitere Senkung der statischen Gastemperatur bei steigender
Strömungsgeschwindigkeit stattfindet. Dieser Vorgang
leitet eine noch weitergehende Rekombination ein, wodurch
ein quasi gleitendes Strömungsgleichgewicht hergestellt
wird. Die Gebläsebeschaufelung liegt dabei thermisch vorteilhaft
außerhalb der Staustrahlströmung.
Der zum Lufteintritt hin offene Schubkanal erlaubt ferner
einen exakt mit der Triebwerkslängsachse übereinstimmenden
Bremsschub, indem durch Verschieben des Strömungslenkapparats
in die heckseitige Position, die relativ kleine, aus
heißen Abgasen der Gaserzeuger bestehende Impulsstrahlmasse
der frontseitigen Impulsdüse, die demgegenüber
große Luftmenge der Gebläseschubmasse in Flugrichtung
beschleunigt, wodurch diese aufgrund des Mischungsverhältnisses
eine nur unwesentliche Temperaturerhöhung erfährt,
die eine merkliche Wärmebeeinträchtigung der Axialverdichterleistung
durch Rezirkulation während des Bremsschubmanövers
ausschließt, auch dann, wenn die Abgasmassen
zum Zwecke einer zeitlich begrenzt erhöhten Schubmassenbeschleunigung
zuvor im Gassammelraum aufgeheizt werden
sollte, denn die Frischluft sowohl für die Gaserzeuger
als auch für das Tangentialgebläse wird bei diesem Manöver
radial durch die zur Deckung gebrachten Lufteintrittsschlitze
des Strömungskanals und diejenigen des Verstellkörpers
angesaugt. Dieser Saugvorgang wird durch den
Strahlpumpeneffekt des Bremsschubstrahls verstärkt und
verbessert damit die Luftversorgung von Gebläse und Verdichtern.
Bei bekannten Entwicklungsformen erfolgt die Schuberzeugung
durch eine Nebenstrommasse unmittelbar mittels der
Gebläseschaufelblätter, wobei der Schubstrahl kreisringförmig
ausgebildet ist und eine schaufel- sowie drehzahlabhängige
Richtung und Geschwindigkeit besitzt.
Bei dem erfindungsgemäßen Triebwerk erfolgt im Gegensatz
dazu die Schuberzeugung mittelbar, indem der die Gebläselaufwalzen
zentripetal verlassende Massenstrom durch den
regelbaren Impulsstrahl heck- oder frontseitig beschleunigt
wird und beim Eintritt in die Nachbrennerglocke
einen mischungsgünstigeren Kreisquerschnitt besitzt, der
in Zusammenschaltung mit dem zentralen Schubkanal und der
dadurch möglichen zusätzlichen Ausnutzung der durch die
Fluggeschwindigkeit gewonnenen Strömungsenergie eine
optimale Temperaturverteilung gewährleistet.
Beim Vergleich eines durchmesserentsprechenden Propfantriebwerks
mit dem erfindungsgemäßen Basistriebwerk, hat
letzteres, neben einem durch die Bauweise des Tangentialgebläses
bedingten extrem niedrigen Leerlaufkraftbedarf,
den Vorteil eines auch bei Vergrößerung des Luftmassendurchsatzes
geringen Lärmpegels, denn der durch ein
Ringleitprofil in der Zuströmung begünstigte Lufteintritt
der Laufwalzen liegt auf einem Zylindermantel und kann
somit für eine Durchsatzvergrößerung vorteilhaft axial erweitert
werden, somit also niemals in den Schallgrenzbereich
und damit in die Zone verstärkter Lärmabstrahlung
gelangen. Dies aber ist beim axial ansaugenden Propfan
der Fall, dessen Schaufelspitzengeschwindigkeit sich
dabei im Bereich störender Schallfrequenzen bewegen würde.
Der Vergleich ergibt somit einen aus dem Gebläseaußendurchmesser
und der axialen Erstreckung seiner Laufwalzen
resultierenden, missionsbedingt zu steigernden Luftdurchsatz,
der bei bestehenden Projekten durch die Parallelschaltung
mehrerer Einzeltriebwerke erreicht wird, mit
den Nachteilen eines größeren Bauaufwands und einer komplizierteren
Regelung sowie der Interferenzmöglichkeit
der Expansionsstrahlen, wobei die Breite der Trägerstufe
der zur Verfügung stehenden Schubkraft Grenzen setzt -
Jahrbuch 1989 I, Deutsche Gesellschaft für Luft- und
Raumfahrt DGLR, Auslegung eines Hyperschall-Antriebs für
Sänger . . ., MTU München, insbesondere Seite 270
Bild 4.6 -.
Die erfindungsgemäßen Maßnahmen ermöglichen es, mit den
Entwicklungserfordernissen der luftatmenden Triebwerke
hinsichtlich ihrer Schubkräfte Schritt zu halten, die
eine Trägerstufe aus Gründen der Geräuschverminderung für
steile Startmanöver und zum Transport sowie zum Beschleunigen
der zu erwartenden steigenden Nutzlastenforderung
der Orbitalstufe benötigen wird, wobei die funktionellen
Eigenschaften auch steile Landeanflugpfade erlauben, wodurch
ebenfalls bei dieser Flugphase die Geräuschbelastung
des Flugplatzumfeldes vermindert wird.
Die Erfindung verhindert wirkungsvoll bei Staustrahlbetrieb
eine direkte Temperaturbeaufschlagung der Axialverdichter
durch das Arbeitsmedium, da bei abgeschalteten
Gaserzeugern das Lufteintrittsringteil von dem axial
verschiebbaren Einlaufkurventeil vollständig abgedeckt
wird, ebenso wie bei geöffneter Grenzschichtschleuse
eine Durchströmung der Laufwalzen des Tangentialgebläses
nicht stattfindet.
Aufgrund des auf den Durchmesser bezogenen, gegenüber üblichen
Triebwerken großen Luftdurchsatzes ist das beschriebene
Turbotriebwerk allgemein für Großraumflugzeuge
nützlich, wobei maximal lediglich zwei Triebwerke
erforderlich werden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand des in den Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispiels noch näher
erläutert.
Dabei zeigt in schematischer Darstellung:
Fig. 1 die heckseitige Anordnung von zwei
Turbotriebwerken in einer Trägerstufe,
in Flugrichtung gesehen.
Fig. 2 eine Ansicht in Richtung A auf das
Turbotriebwerk gemäß Fig. 1 bei
aufgeschnittenem Strömungsrohr.
Fig. 3 einen Längsschnitt des Turbotriebwerks
gemäß Fig. 2 zwischen den
Ebenen I und II.
Fig. 4 das Turbotriebwerk gemäß Fig. 3
im Staustrahlbetrieb, teilweise
aufgebrochen.
Fig. 5 das Turbotriebwerk gemäß Fig. 3
im Bremsschubbetrieb, teilweise
aufgebrochen.
Fig. 6 eine Anordnung des Basistriebwerks
als selbständige Antriebseinheit.
Fig. 7 einen Querschnitt des Turbotriebwerks
mit den Teilschnitten R-R
und T-T gemäß Fig. 3 und dem
Teilschnitt D-D gemäß Fig. 6.
Fig. 1 zeigt die Einbauräume E bei einer Rumpf-Flügel-Befestigung
von zwei Turbotriebwerken 1, die in der Heckpartie
einer Trägerstufe 51 beabstandet angeordnet sind.
Diese Maßnahme erlaubt eine Schubvektorsteuerung um die
Gierachse z-z mit Hilfe von Schubstrahlgeschwindigkeitsdifferenzen
der beiden Triebwerke, die damit bezüglich
des flugzeugfesten Achsenkreuzes ein zur Steuerung
verwertbares Drehmoment md erzeugen, hervorgerufen durch
kurzzeitig einstellbare Querschnittsänderungen der Grenzschichtschleuse
41 (Fig. 3), wodurch das Verhältnis der
Mantel- zur Kernstrommasse QM/QK (siehe Fig. 2); also der
nichtaufgeheizten zur aufgeheizten Luftmasse sowohl für
das linke als auch für das rechte Turbotriebwerk 1 separat
veränderbar werden. Die durch dieses Schubmanöver
erzielten, beispielsweise entgegen Uhrzeigersinn drehenden
Momente bewirken eine Flugrichtungsänderung der Trägerstufe
51 durch Drehung um die Gierachse z-z und damit
unterschiedliche Anströmgeschwindigkeiten der linken
und rechten Tragfläche, an denen entgegengesetzte Auftriebskomponenten me und mh erzeugt werden, die als Kräftepaar
in Erscheinung treten und ein Steuermoment um die
Rollachse x′-x′ der Trägerstufe 51 betriebsgerecht zur
Verfügung stellen (durch Pfeile angedeutet).
Diese Steuerungsvorgänge erfolgen bei konstantem Gesamtluftdurchsatz
und dienen im Hyperschallflugbereich der
Unterstützung der aerodynamischen Steuerflächen F, die in
großen Flughöhen ein träges Betriebsverhalten zeigen.
Fig. 2 zeigt bei aufgeschnittenem Strömungsrohr 40
einen in Richtung A gemäß Fig. 1 gesehenen axialen Längsschnitt
des Turbotriebwerks 1 im Zusammenbau mit einem
ersten Lufteintrittsteil 27, einer Ringmulde 46, einem
Basistriebwerk 25 mit Abstandshaltern 47 und einer ersten
Schubdüse 37 mit angeschlossenem Nachexpansionsteil 32.
Das zweite Lufteintrittsteil 50 des zentralen, front- und
heckseitig offenen Schubkanals 2, das so ausgebildet ist,
daß es die Funktion einer Schubdüse in der Bremsschubphase
übernimmt, befindet sich in einem auslegungsbedingten
Abstand a vom ersten Lufteintrittsteil 27 entfernt,
nach dessen Durchströmung die Gesamtluftmasse Q in vier
Massenströme unterteilt wird; und zwar in die hauptsächlich
aus der Körpergrenzschicht der Trägerstufe 51 und
aus den Grenzschichten der Rampen 38 resultierenden
Grenzschichtmasse QG, die Mantelstrommasse QM, die Arbeitsluftmasse
QA und die Luftmasse der Kernströmung QK.
Diese Einzelluftmassen vereinigen sich, nach Durchströmung
der entsprechenden Triebwerksbauteile sowie erforderlicher
Kraftstoffzuführung und Aufheizung, in der Mischkammer 28
und verlassen als Gesamtheit die erste Schubdüse 37 bzw.
das Nachexpansionsteil 32 als Schubgasmasse QS.
Bekannterweise ist es vorteilhaft, wenn das erste Lufteintrittsteil
27 und die erste Schubdüse 37 rechteckig,
mit verstellbaren Rampen 38 ausgeführt werden. Dabei ist
jedoch zwischen den Ebenen I und II das mit der Trägerstufe
51 örtlich verbundene Strömungsrohr 40 zylindrisch
und nimmt anschließend zum ersten Lufteintrittsteil 27
bzw. zur ersten Schubdüse 37 hin rechteckige Querschnitte
an.
Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt des Turbotriebwerks 1
gemäß Fig. 2 zwischen den Ebenen I und II in der Betriebsphase
des Vorwärtsschub SV, daran erkenntlich, daß der
Strömungslenkapparat 13 durch die zweiten Stelleinrichtungen
14 auf die Seite der zweiten Impulsdüse 11 gesteuert
wurde, wodurch die Impulsmasse QI, verstärkt durch die
Teilmasse QT der den Luftdurchtritt 20 passierenden Kernstrommasse
QK, die erste Impulsdüse 10 verläßt und als
Leitstrahl LV unter Mitnahme der Laufwalzenaustrittsmasse
QW in die Nachbrennerglocke 34 mit der temporär zuschaltbaren
ersten Nachbrenneinrichtung 53 gelenkt wird.
Die durch die zweite Impulsdüse 11 eingeströmte Teilmasse
QT dient bei aufgeheizter Impulsmasse QI gleichzeitig
zur Kühlung des Strömungsleitapparats 13.
Des weiteren strömt die Arbeitsluftmasse QA durch das am
Mantelrohr 22 befestigte Lufteintrittsringteil 29 zunächst
in die Axialverdichter 9 und anschließend, nach
Energieaufnahme, in die Verbundringbrennkammer 3, beaufschlagt
dann, nach Kraftstoffzuführung und Zündung die
Verdichterantriebsturbinen 4 und danach die Leistungsturbinen
5, die über die Antriebswellen 6 kraftschlüssig
mit den Laufwalzen 36 des Tangentialgebläses 7 verbunden
sind, dessen Lagerungen sich im front- 48 bzw. heckseitigen
Lagerschild 49 befinden.
Die in den Leistungsturbinen 5 weiter entspannte Arbeitsluftmasse
QA tritt dann in den Gassammelraum 8 ein und
durchströmt als Impulsmasse QI nach Umlenkung in den
Strömungsleitrippen 21 die Gasableitungskanäle 33 mit den
temporär zuschaltbaren zweiten Nachbrenneinrichtungen 54.
Die Kernstrommasse QK tritt durch das zweite Lufteintrittsteil
50 in den Schubkanal 2 ein, dabei stehen die
ersten Lufteintrittsschlitze 16 des Strömungsrohrs 40
zu den zweiten Lufteintrittsschlitzen 17 des Verstellkörpers
18 auf Lücke, sodaß kein Luftzutritt von außen
erfolgen kann.
Das Einlaufkurventeil 19 des ersten Lufteintrittsteils
27 befindet sich dazu im eingerückten, mit der Kurvenkontur
bündigen Zustand.
Die Mantelstrommasse QM und die dazu periphere Grenzschichtmasse
QG strömen in dem vom Strömungsrohr 40 und
dem Mantelrohr 22 gebildeten Ringkanal, der stromabwärts
in die Grenzschichtschleuse 41 übergeht, deren Verdränger
35 mittels der dritten Stelleinrichtung 39 den von
der Ringmulde 46 und der Nachbrennerglocke 34 gebildeten
Schleusenkanal 30 so weit verengt hat, daß lediglich die
Grenzschichtmasse QG passieren kann, während die Mantelstrommasse
QM in die Laufwalzen 36 des Tangentialgebläses
7 eintritt.
Diese Anordnung erlaubt die Ableitung der Grenzschichtmasse
QG in Verbindung mit einem Verlustrückgewinn, indem
QG einmal zur Kühlung der Nachbrennerglocke 34 Verwendung
findet und ferner in der Mischkammer 28 der
Schubgasmasse QS zugemischt wird (hierzu Fig. 2).
Zu Steuerungszwecken und während des Staustrahlbetriebs
kann der Schleusenkanal 30 durch Verschieben des Verdrängers
35 in Strömungsrichtung so weit geöffnet werden, daß
die Grenzschichtmasse QG und die Masse der Mantelströmung
QM ihn gemeinsam durchströmen können (siehe auch Fig. 4).
Fig. 4 zeigt das Turbotriebwerk 1 gemäß der Darstellung
in Fig. 3, jedoch in der Flugphase des Staustrahlbetriebs.
Die Gaserzeuger 24 sind jetzt abgeschaltet. Das Einlaufkurventeil
19 ist aus seinem ursprünglichen Sitz im ersten
Lufteintrittsteil 27 (hierzu Fig. 3) herausgelöst
und mit Hilfe der ersen Stelleinrichtung 23 durch den
Teleskopkolben 56 bis zum zweiten Lufteintrittsteil 50
des Schubkanals 2 bzw. bis zum Lufteintrittsringteil 29
des Mantelrohrs 22 vorgeschoben.
Es verhindert damit den Luftzutritt zu den Gaserzeugern
24, denn bei gesteigerter Fluggeschwindigkeit würden diese
sonst mit einer Arbeitsluftmasse QA (hierzu Fig. 3)
beaufschlagt, deren Temperaturhöhe sich derjenigen der
Verbundbrennkammer 3 nähern würde. Wegen des dann fehlenden
Energiegefälles sind daher die Gaserzeuger 24 außer
Betrieb gesetzt.
Die das erste Lufteintrittsteil 27 in Strömungsrichtung
verlassende Gesamtluftmasse Q teilt sich zum einen in die
Mantelstrommasse QM und die dazu periphere Grenzschichtmasse
QG, die beide unter Umgehung der Gaserzeuger 24 mit
dem nachgeschalteten Tangentialgebläse 7 den von dem Strömungsrohr
40 und dem Mantelrohr 22 gebildeten Ringkanal
durchströmen sowie zum anderen in die Kernstrommasse QK,
die durch das zweite Lufteintrittsteil 50 in den Schubkanal
2 eintritt, sodann als Teilmasse QT die zweite und
erste Impulsdüse 11 und 10 sowie den Luftdurchtritt 20
des in Flugrichtung verschobenen Strömungslenkapparats
13 und damit auch die innere Impulskammer 12 durchfließt
und des weiteren die äußere Impulskammer 12 sowie die
profilierten Gasableitungskanäle 33 umströmt, um dann in
die Nachbrennerglocke 34 einzumünden.
Die zweiten Lufteintrittsschlitze 17 des Verstellkörpers
18 sind in dieser Schubphase verschlossen, da sie bezüglich
der ersten Lufteintrittsschlitze 16 des Strömungsrohres
40 auf Lücke stehen (hierzu Fig. 3).
Der Verdränger 35 der Grenzschichtschleuse 41 ist dabei
in Strömungsrichtung verschoben, sodaß der Schleusenkanal
30 seine maximale Öffnung besitzt (hierzu auch Fig. 3)
und der aus der Mantelstrommasse QM und der Grenzschichtmasse
QG gebildete Massenstrom ihn ungehindert passieren
kann.
Fig. 5 zeigt das Turbotriebwerk 1 zwischen den Ebenen
I und II gemäß der Darstellung in Fig. 3, jedoch in der
Betriebsphase eines Bremsschubmanövers, daran erkenntlich,
daß der Strömungslenkapparat 13 die Impulsmasse QI nach
dem Durchströmen der Gasableitungskanäle 33 frontwärts
durch die zweite Impulsdüse 11 leitet, aus der QI als
Leitstrahl LB in Flugrichtung unter Einbeziehung der Teilmasse
QT, der Laufwalzenaustrittsmasse QW austritt, deren
Strömungsrichtung in Flugrichtung durch diese Maßnahme
eingeleitet und durch den Leitstrahl LB verstärkt wird,
um dann aufgrund des im Schubkanal 2 entstehenden Strahlpumpeneffekts
als Bremsschubmasse QB zunächst durch das
zweite Lufteintrittsteil 50 und weiter unter Beimischung
der Frischluftmasse QF durch das erste Lufteintrittsteil
27 das Turbotriebwerk 1 als Bremsschub SB zu verlassen.
In diesem Betriebszustand sind die zweiten Lufteintriffsschlitze
17 des Verstellkörpers 18 mit seiner inneren Umfangsverzahnung
42 mit Hilfe eines Ritzels 43 des Stellmotors
44 durch Verdrehen mit den ersten Lufteintrittsschlitzen
16 des Strömungsrohrs 40 zur Deckung gebracht
worden, sodaß durch die Leitstrahlwirkung der Frischluftmasse
QF sowohl die Mantelstrommasse QM zur Speisung der
Laufwalzen 36 als auch die Arbeitsluftmasse QA zum Betrieb
der Gaserzeuger 24, unter Umgehung des wegen der Bremsschubmasse
QB jetzt nicht mehr verfügbaren ersten Lufteintrittsteils
27, radial durch die Lufteintrittsschlitze
16 und 17 in das Turbotriebwerk 1 eintreten können (durch
Pfeile gekennzeichnet).
Durch Verschieben des Verdrängers 35 wird dabei der Schleusenkanal
30 der Grenzschichtschleuse 41 mit abnehmender
Fluggeschwindigkeit zunehmend geschlossen (hierzu auch
Fig. 3).
Fig. 6 zeigt eine Anordnung des Basistriebwerks 25 als
selbständige Antriebseinheit eines Flugzeugs, die mit dem
Pylon 26 an der Tragfläche 52 befestigt ist.
Die vor dem Triebwerk befindliche Gesamtluftmasse Q teilt
sich in die das Lufteintrittsringteil 29 anströmende Arbeitsluftmasse
QA und die in das zweite Lufteintrittsteil
50 des Schubkanals 2 eintretende Kernstrommasse QK sowie
in die Mantelstrommasse QM, die nach Umströmung des mit
Profilstegen 58 beabstandeten Ringleitprofils 57 in die
Laufwalzen 36 des Tangentialgebläses 7 eintritt und sich
daraufhin, analog zu Fig. 3, mit den Luftmassen QK und
QA in der Nachbrennerglocke 34 zur Schubgasmasse QS vereinigt,
die jedoch auch in der ersten Nachbrenneinrichtung
53 aufgeheizt werden kann, um dann das Basistriebwerk 25
durch die zweite Schubdüse 31 zu verlassen.
Die Laufwalzen 36 sind zwischen dem frontseitigen 48 und
dem heckseitigen Lagerschild 49 angeordnet, wobei 49 die
Betätigungsteile 45 für die Verdrehung der in den Laufwalzen
36 befindlichen Strömungsleiteinrichtungen 15
trägt, die den Vertikalschub SS bzw. den Seitenkraftschub
SK lenken (hierzu auch Fig. 7).
Fig. 7 zeigt zunächst in den beiden oberen Quadranten
sowie im Zentrum einen Teilquerschnitt durch das Turbotriebwerk
1 in der Ebene R-R gemäß Fig. 3.
Im äußeren Strömungsrohr 40 ist dabei mit Hilfe der Abstandshalter
47 das Mantelrohr 22 befestigt, in dem bei
diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel zwölf Gaserzeuger 24
am Umfang gleichmäßig verteilt angeordnet sind, deren Abgase
nach Verlassen der Leistungsturbinen 5 in den Gassammelraum
8 eintreten, an dem 3 Gasableitungskanäle 33 angeschlossen
sind, die das Arbeitsmedium, also die Impulsmasse
QI mittels des in der Impulskammer 12 befindlichen
Strömungslenkapparats 13, je nach dessen Position in die
erste 10 bzw. zweite Impulsdüse 11 lenken. Bei einer bestimmten
Zwischenposition ist unter Berücksichtigung der
Fig. 5 auch Schubgleichgewicht zu Testzwecken erreichbar,
ohne daß ein Triebwerksausbau erforderlich wird.
Außerhalb der Impulskammer 12 sind die hydraulisch betätigten
zweiten Stelleinrichtungen 14 angebracht, mit denen
der Strömungslenkapparat 13 steuerbar verbunden ist, dessen
Bewegungsrichtung senkrecht zur Zeichenebene steht.
In den beiden unteren Quadranten sind die Querschnitte der
offenen Laufwalzen 36 des Tangentialgebläses 7 dargestellt
sowie die Käfigstege 55, die den frontseitigen 48 mit
dem heckseitigen Lagerschild 49 dreh- und biegefest verbinden
(hierzu auch die Fig. 3 und 6). Die offenen Laufwalzen
36 haben dabei kein besonderes Eintritts- oder Austrittsgehäuse, sondern die Strahlrichtung wird ausschließlich
durch die in jeder Laufwalze 36 befindlichen Strömungsleiteinrichtungen
15 gesteuert.
Dabei besteht einmal die Möglichkeit, die Strömungsleiteinrichtungen
15 fest einzustellen, wie es in Teilschnitt
T-T gemäß Fig. 3 im Quadranten unten rechts gezeigt ist,
sodaß die Mantelstrommasse QM nach Umströmung des Ringleitprofils
57 von außen zutritt, um dann die Laufwalzen 36
als Laufwalzenaustrittsmasse QW wieder zu verlassen und
in den Schubkanal 2 einzutreten.
Die zweite Möglichkeit besteht gemäß Teilschnitt D-D
nach Fig. 6, dargestellt im Quadranten unten links, in
einer beliebigen Verstellung der Strömungsleiteinrichtungen
15, sodaß beispielsweise ein Teil der Laufwalzen 36
der beiden unteren Quadranten auch aus dem Schubkanal 2
die Laufwalzenaustrittsmassen QW der in den beiden oberen
Quadranten befindlichen Laufwalzen 36 sowie die Kernstrommasse
QK, zusammen mit der Impulsmasse QI ganz oder teilweise
ansaugen können. Damit wird die dann austretende
Luftmasse durch die Strömungsleiteinrichtungen 15 senkrecht
zur Triebwerkslängsachse x-x, entweder als Vertikalschub
SS oder als Seitenkraftschub SK oder aber auch
kombiniert nach außen abgeströmt, um Auftriebsunterstützungen
insbesondere beim Landeanflug in Bodennähe sowie
Roll- und Kippmomente der Trägerstufe 51 auszuregeln
(hierzu auch die Fig. 1 und 6).