DE4006690C2 - Verfahren und Anordnung zur Messung der Geschwindigkeit einer bewegten Oberfläche mittels eines von einem Laser ausgehenden Meßlichtstrahls - Google Patents
Verfahren und Anordnung zur Messung der Geschwindigkeit einer bewegten Oberfläche mittels eines von einem Laser ausgehenden MeßlichtstrahlsInfo
- Publication number
- DE4006690C2 DE4006690C2 DE19904006690 DE4006690A DE4006690C2 DE 4006690 C2 DE4006690 C2 DE 4006690C2 DE 19904006690 DE19904006690 DE 19904006690 DE 4006690 A DE4006690 A DE 4006690A DE 4006690 C2 DE4006690 C2 DE 4006690C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- laser
- light
- measuring
- doppler
- light beam
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 28
- 230000003287 optical effect Effects 0.000 claims description 16
- 238000011156 evaluation Methods 0.000 claims description 13
- 230000003321 amplification Effects 0.000 claims description 11
- 238000003199 nucleic acid amplification method Methods 0.000 claims description 11
- 238000001228 spectrum Methods 0.000 claims description 7
- 239000004065 semiconductor Substances 0.000 claims description 4
- 230000035559 beat frequency Effects 0.000 claims description 3
- 239000000835 fiber Substances 0.000 claims description 3
- 230000008878 coupling Effects 0.000 claims description 2
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 claims description 2
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 claims description 2
- 239000003365 glass fiber Substances 0.000 claims description 2
- 238000010009 beating Methods 0.000 claims 1
- 238000005259 measurement Methods 0.000 description 6
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 230000010287 polarization Effects 0.000 description 2
- XUIMIQQOPSSXEZ-UHFFFAOYSA-N Silicon Chemical compound [Si] XUIMIQQOPSSXEZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000005422 blasting Methods 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 238000011161 development Methods 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 238000012545 processing Methods 0.000 description 1
- 108090000623 proteins and genes Proteins 0.000 description 1
- 229910052710 silicon Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010703 silicon Substances 0.000 description 1
- 230000003595 spectral effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01S—RADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
- G01S17/00—Systems using the reflection or reradiation of electromagnetic waves other than radio waves, e.g. lidar systems
- G01S17/02—Systems using the reflection of electromagnetic waves other than radio waves
- G01S17/50—Systems of measurement based on relative movement of target
- G01S17/58—Velocity or trajectory determination systems; Sense-of-movement determination systems
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01P—MEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
- G01P3/00—Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
- G01P3/36—Devices characterised by the use of optical means, e.g. using infrared, visible, or ultraviolet light
- G01P3/366—Devices characterised by the use of optical means, e.g. using infrared, visible, or ultraviolet light by using diffraction of light
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Radar, Positioning & Navigation (AREA)
- Remote Sensing (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Optical Radar Systems And Details Thereof (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Messung der Ge
schwindigkeit einer bewegten Oberfläche, wobei ein von
einem Laser ausgehend er Meßlichtstrahl auf die Oberfläche
gerichtet wird und das doppler-verschobene Streulicht und
nicht doppler-verschobenes Laserlicht zur Erzielung einer
Schwebung überlagert werden, deren Frequenz ein Maß für
die Geschwindigkeit der Oberfläche bildet, wobei das
Streulicht zur optischen Verstärkung zum Laser zurückge
führt und die dadurch im Ausgangslicht des Lasers hervor
gerufene Schwebung ausgewertet wird, sowie eine Anordnung
zur Durchführung des Verfahrens.
Bei einem bekannten Verfahren der vorstehend beschriebe
nen Art, das als Referenzstrahl-Dopplerverfahren bezeich
net wird, wird der vom Laserresonator, für den der Ein
fachheit halber im folgenden der Begriff "Laser" verwen
det wird, ausgehende Lichtstrahl in einen Referenz- und
einen Meßlichtstrahl aufgeteilt. Der Meßlichtstrahl wird
auf die bewegte Oberfläche eines Objektes gerichtet,
deren Geschwindigkeit kontinuierlich gemessen werden
soll. Das von dieser Oberfläche zurückgestreute Laser
licht, dessen Frequenz je nach Geschwindigkeit der Ober
fläche mehr oder weniger doppler-verschoben ist, wird mit
optischen Mitteln erfaßt und zur Auswertung einem Foto
detektor zugeführt, der auch den vorgenannten Referenz
strahl empfängt. Die Verarbeitung des Lichts erfolgt
interferrometrisch, d. h. das doppler-verschobene Streu
licht und der Referenzstrahl werden zu einer Schwebung
überlagert, deren Frequenz proportional zur Geschwindig
keit der bewegten Oberfläche ist, so daß die gesuchte Ge
schwindigkeit kontinuierlich aus der Modulationsfrequenz
ermittelt und dargestellt bzw. angezeigt werden kann.
Neben dem Referenzstrahl-Dopplerverfahren findet auch das
aus der JP 1-97866 A, auszugsweise veröffentlicht in Patents Abstracts of
Japan P-906, July 28, 1989 Vol. 13 No. 337, bekannte
sog. Differenz-Dopplerverfahren Anwendung, bei dem der
vom Laser ausgehende Lichtstrahl in zwei Teilstrahlen
zerlegt wird, die unter verschiedenen Winkeln auf die be
wegte Oberfläche gerichtet sind. Da beide Strahlen den
selben Ort des Meßobjektes treffen, findet eine Überlage
rung der unterschiedlich doppler-verschobenen Streulicht
wellen statt. Hierdurch entsteht wieder eine Schwebung,
deren Frequenz proportional zur Geschwindigkeit der be
wegten Oberfläche ist.
Beim Differenz-Dopplerverfahren oder auch Zweistrahlver
fahren wird der Überlappbereich der beiden Teilstrahlen
mit einem Detektor aus beliebiger Richtung beobachtet,
wobei die Überlagerung der beiden doppler-verschobenen
Streulichtanteile im Meßvolumen zu einer Schwebung führt,
deren Frequenz Proportional zur Objektgeschwindigkeit ist
und als einzige Frequenzkomponente vom Detektor regi
striert wird. Beim Zweistrahlverfahren müssen sich zudem
die beiden Teilstrahlen im Meßvolumen, also in einem be
stimmten, der zu messenden bewegten Oberfläche zugeordne
ten Bereich schneiden, um eine auswertbare Schwebungsfre
quenz zu erzielen. Außerdem ist für eine Maximierung der
Signalamplitude ein optimaler Strahlüberlapp, verbunden
mit einer präzisen Justage der einzelnen Strahlen, erfor
derlich.
Beim Referenzstrahl-Dopplerverfahren sind das aufgefan
gene doppler-verschobene Streulicht und der vom Meßlicht
strahl abgezweigte nicht doppler-verschobene Referenz
strahl einander so zu überlagern, daß die für die weitere
Auswertung erforderliche Schwebung entsteht, deren Fre
quenz kontinuierlich als Naß für die gesuchte Geschwin
digkeit der bewegten Oberfläche zu ermitteln ist. Die
Wirksamkeit des Verfahrens setzt unter veränderlichen Um
gebungseinflüssen verschiedenster Art eine genaue Justie
rung der zusammenwirkenden Komponenten voraus und ist da
mit mit einem für die notwendigen optischen Mittel erfor
derlichen erheblichen optischen Aufwand verbunden.
Schließlich ist aus US 39 58 881 und aus dem Fachartikel S. Shinohara,
A. Mochizuki, H. Yoshida and Masao Sumi, "Laser Doppler
velocimeter using the self-mixing effect of a semiconducter
laser diode", veröffentlicht in Applied Optics 1 May 1986/
Vol. 25, No. 9/S. 1417-1419, ein Verfahren zur Messung der Geschwin
digkeit mit einem auf die bewegte Oberfläche gerichteten
Meßlichtstrahl bekannt, bei dem das doppler-verschobene
Streulicht und nicht doppler-verschobenes Laserlicht zur
Erzielung einer Schwebung überlagert werden und das
Streulicht zur optischen Verstärkung zum Laser zurückge
führt und die im Ausgangslicht des Lasers hervorgerufene
Schwebung als Maß für die Geschwindigkeit ausgewertet
wird.
Die gewünschte Geschwindigkeitsinformation wird dadurch
zu einer Eigenschaft des Laserlichts selbst, so daß nur
das emittierte Licht des Lasers beobachtet bzw. die darin
enthaltene Schwebung ausgewertet werden muß und somit der
optische Aufwand erheblich verringert wird.
Der Nachteil des vorgenannten Verfahrens besteht in der
Winkelabhängigkeit, d. h., daß der Winkel, unter dem der
Meßlichtstrahl auf die bewegte Oberfläche auftrifft, kon
stant gehalten werden muß. Im Falle von Materiallängen
messungen bedingt die erforderliche Winkelkonstanz, bei
der der Winkel ungleich 90° sein muß, einen vergleichs
weise hohen Aufwand, ohne damit die Winkelabhängigkeit
beseitigen zu können.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Ver
fahren zur Messung der Geschwindigkeit einer bewegten
Oberfläche mittels eines von einem Laser ausgehenden Meß
lichtstrahls anzugeben, das die Winkelabhängigkeit des
bekannten Meßverfahrens mit resonatorinterner Verstärkung
des in den Laser zurückgeführten Streulichts mit geringem
Aufwand reduziert und zuverlässige Meßwerte liefert.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einem Meßverfahren
der eingangs erwähnten Art dadurch gelöst, daß der Meß
lichtstrahl in zwei Teilstrahlen aufgeteilt wird, die
unter verschiedenen Winkeln auf die bewegte Oberfläche
auftreffen, und daß die im Frequenzspektrum des Streu
lichts enthaltenen zwei verschiedenen Anteile zur Auswer
tung herangezogen werden.
Im Gegensatz zu der einzigen Frequenzkomponente des Dif
ferenz-Doppler- oder Zweistrahlverfahrens stehen bei der
Strahlteilung in Kombination mit der resonatorinternen
Streulichtverstärkung zwei unterschiedliche Frequenzan
teile zur Verfügung, da nur mit einem Detektor gemessen
wird, die Rückführung des Streulichts in den Resonator
aber einer Beobachtung in Rückwärtsrichtung des jeweili
gen Meßstrahls entspricht.
Auf diese Weise läßt sich bei entsprechender Auswertung
mit vergleichsweise geringem Aufwand die Winkelabhängig
keit des bekannten, mit resonatorinterner Verstärkung
verbundenen Meßverfahrens erheblich reduzieren.
Durch die resonatorinterne Verstärkung des Streulichts
der beiden Teilstrahlen liefert das Frequenzspektrum des
Streulichts grundsätzlich zwei verschiedene auswertbare
Anteile, nämlich das zur optischen Verstärkung zum Laser
zurückgeführte Streulicht und die dadurch im Ausgangs
licht des Lasers hervorgerufenen Schwebungen der beiden
Teilstrahlen. Aufgrund dieser beiden verschiedenen An
teile im Frequenzspektrum des Streulichts bedarf es kei
ner Strahlüberlappung im Meßvolumen, so daß der Aufwand
für die Justierung gegenüber dem herkömmlichen Zwei
strahlverfahren vermindert wird. Falls dennoch ein
Strahlüberlapp stattfindet, ergibt sich im Frequenzspek
trum des Streulichts ein weiterer Anteil, nämlich das
arithmetische Mittel der beiden Einzelfrequenzen, das je
doch im Vergleich zur Schwebung des üblichen Zweistrahl
verfahrens, je nach Winkelkonfiguration, bei erheblich
höheren Frequenzen liegen kann.
Weitere Merkmale und zweckmäßige Ausgestaltungen der Er
findung sind in den Unteransprüchen aufgeführt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird mit Bezug auf
die einzige Zeichnung, die eine schematische Darstellung
einer Meßanordnung zur Durchführung des Verfahrens wie
dergibt, näher erläutert.
Aus der Öffnung eines HeNe-Lasers 1 tritt ein Meßlicht
strahl 3 aus, der durch einen Strahlteiler 13 in zwei
Teilstrahlen 6.1 und 6.2 in einem Winkel ε aufgeteilt
wird. Die aufgespaltenen Teilstrahlen 6.1, 6.2 treffen
auf eine Linse 4, deren Brennweite beispielsweise f = 100 mm
beträgt, und werden durch die Linse 4 mit einer Aus
gangsfrequenz νo, entsprechend einem aus der Zeichnung
ersichtlichen Winkel ψ, in dem die zu messende
Oberfläche angeordnet ist, auf die als Geschwindigkeits
vektor u dargestellte bewegte Oberfläche abgebildet. Das
von der bewegten Oberfläche 5 zurückgeworfene und
entsprechend der Geschwindigkeit der bewegten Oberfläche
5 hinsichtlich seiner Frequenz doppler-verschobene
Streulicht 7.1, 7.2 der beiden Teilstrahlen 6.1, 5.2 wird
in Rückwärtsrichtung des
jeweiligen Meßstrahls
über die Linse 4 auf dem
gleichen Weg in den Laser 1 zurückgeführt, auf dem der
Meßlichtstrahl 3 der Linse zugeführt wurde.
Die beiden in der Frequenz unterschiedlich doppler-ver
schobenen, in den Resonator des Lasers 1 zurückgeführten
Streulichtanteile 7.1 und 7.2 werden nun im Resonator des
Lasers 1 verstärkt. Da die Frequenz des dopp
ler-verschobenen Streulichts 7.1, 7.2 des jeweiligen
Teilstrahls 6.1, 6.2 und die Frequenz des vom Laser 1 er
zeugten Originallichtstrahls eng beieinander liegen, bil
det sich infolge der Verstärkung des Streulichts 7.1, 7.2
eine optische Schwebung mit zwei verschiedenen Frequen
zanteilen.
Somit stehen durch die im Strahlteiler 13 vorgenommene
Strahlteilung und die Verstärkung des jeweils doppler
verschobenen Streulichtanteils im Resonator des Lasers 1
zwei verschiedene Anteile
aus dem Frequenzspektrum des Streulichts zur Verfügung,
die in herkömmlicher Weise ausgewertet werden können.
Von dem aus dem Laser 1 austretenden Meßlichtstrahl 3,
dessen Polarisation mit dem Doppelpfeil 2 angedeutet ist
und dessen Signalinhalt auch die Modulationsfrequenz der
genannten optischen Schwebung umfaßt, wird mittels einer
Strahlteilerplatte 8 ein Teilstrahl 9 in der darge
stellten Weise ausgekoppelt und einem Detektor 10, bei
spielsweise einer handelsüblichen Avalanche-Fotodiode,
sowie einem Spektrumanalysator 11 zur Auswertung zuge
führt.
Da für die Aus
wertung des Teilstrahls 9 durch den Detektor 10 bereits
eine sehr geringe Lichtmenge ausreicht, ist die Strahl
teilerplatte 8 unter Berücksichtigung der Laserpolarisa
tion in Brewster-Geometrie ausgeführt, um so eine geringe
Reflexion des Meßlichtstrahls in Richtung des Detektors
10 zu erreichen. Die gewählte Brewster-Geometrie ist
durch Einzeichnen des Winkels αB angedeutet.
Die in der Zeichnung dargestellte Meßanordnung kann ohne
weiteres dahingehend abgewandelt werden, daß die Auswer
tung des Laserlichts auch ohne Strahlteilerplatte 8 vor
genommen wird, indem der Detektor 10 so hinter dem Reso
nator-Endspiegel 12 angeordnet wird, daß trotz der hohen
Reflexion das vom Resonator-Endspiegel 12 des Lasers 1
noch ausgehende Laserlicht ausgewertet werden kann.
Bei dem im Ausführungsbeispiel verwendeten HeNe-Laser be
tragt die spektrale Breite des Lasermediums ca. 1400 MHz
bei einem Longitudinalmodenabstand Δν (Frequenzabstand
der Eigenfrequenzen) von ca. 608.5 MHz entsprechend einer
Resonatorlänge von 24,65 cm, wobei die sich im vorliegen
den Beispiel ergebenden Longitudinalmoden eine gewisse
Linienbreite besitzen, die etwa im Bereich von 1-2 MHz
liegt. Wenn die doppler-verschobene Frequenz der in den
Laser 1 zurückgelangenden Streulichtanteile 7.1, 7.2 noch
innerhalb der Linienbreite einer Longitudinalmode liegt,
d. h., durch den Dopplereffekt sich nicht etwa eine so
weitgehend verschobene Frequenz ergibt, daß diese außer
halb der Longitudinalmode, also außerhalb der Wirksamkeit
des Lasers liegt, wird das doppler-verschobene Licht im
Laser verstärkt. Um die Frequenz der optischen Schwebung
elektrisch auswerten zu können, liegen die Frequenz des
jeweils doppler-verschobenen Streulichts 7.1, 7.2 und die,
Frequenz der zugehörigen Longitudinalmode des Lasers 1
eng beieinander.
Die Dopplerfrequenz hängt
direkt von der Geschwindigkeit u der bewegten Oberfläche
5 ab, und für kleine Geschwindigkeiten der bewegten Ober
fläche 5 und folglich kleine Dopplerfrequenzen werden
größere Signalamplituden als bei entsprechend größeren
Dopplerfrequenzen erreicht, weil die Frequenz eines nur
gering doppler-verschobenen Streulichts 7.1, 7.2 näher am
Maximum einer nicht doppler-verschobenen, einem Glocken
kurvenverlauf folgenden Longitudinalmode liegt. Im vor
liegenden Ausführungsbeispiel ergibt sich bei einer Aus
gangsleistung des verwendeten Lasers von ca. 2,2 mW,
einer Geschwindigkeit der bewegten Oberfläche 5 von u=0,5 m/s
und bei Benutzung einer handelsüblichen Silicium-
Avalanche-Fotodiode eine Signalamplitude von ca. 13 mV,
die aufgrund der Amplitudengröße eine differenzierte Aus
wertung zuläßt. Bei höheren Dopplerfrequenzen des Streu
lichts 7.1, 7.2 und bei entsprechenden Geschwindigkeiten
im Bereich von 30 m/s bis 50 m/s werden noch Signalampli
tuden zwischen 300 µV und 200 µV erreicht. Neben der
Dopplerfrequenz wird die Signalhöhe naturgemäß in der
Menge des zum Laser zurückgeführten Streulichts bestimmt.
Bereits mit der oben beschriebenen einfachen optischen
Anordnung, bei der der Meßlichtstrahl 3 durch eine Linse
4 fokussiert und deshalb auf der bewegten Oberfläche
gebündelt auftrifft, wird bereits ein relativ hoher
Lichtanteil als Streulicht im Bereich vor der Linse 4
zurückgeworfen, so daß die Linse 4 für die Einkopplung
einer hohen Anzahl gestreuter Photonen in den Laser 1
sorgen kann. Bei Annahme einer isotropen Streuung werden
von der Linse 4 ca. 1010 Photonen/s von 1015 Photonen/s,
die den Laser 1 verlassen, zum Laser 1 zurückgeführt.
In einer weiterentwickelten Variante des optischen Auf
baus ist die Strahlzu- und Strahlrückführung über Glas
fasern denkbar. Damit wäre es möglich, das der bewegten
Oberfläche zugewandte Faserende zu einem kleinen Sende-
und Empfangsteil auszubilden, welches abweichend vom
gradlinigen Strahlverlauf an schwer zugänglichen Meßstel
len positioniert werden kann. Dabei können das als Sende-
und Empfangseinheit genutzte Faserende schon als entspre
chende Linse ausgeführt sein.
Statt der hier hauptsächlich behandelten HeNe-Laser sind
auch Halbleiter-Laserdioden und
Laser anderer Art einsetzbar. Halbleiter-Laserdioden
haben beispielsweise im Vergleich zu HeNe-Lasern eine
sehr viel größere Longitudinalmodenlinienbreite, die in
der Größenordnung von ca. 500 MHz liegt und sich deshalb
beispielsweise für die Messung von sehr hohen Geschwin
digkeiten anbietet.
Ein weiterer Vorteil beim Einsatz von Halbleiter-Laser
dioden besteht darin, zur Detektion der Schwebungsfre
quenz die bereits eingebaute Monitordiode zu benutzen.
Damit arbeitet das Laserdiodenmodul einerseits als Sende
einheit für das Laserlicht und andererseits als Empfangs
einheit für die Umsetzung der optischen Schwebungssignale
in elektrische Signale.
Eine Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen Verfahrens
und der entsprechenden Anordnungen läßt auch eine Erken
nung der Bewegungsrichtung der bewegten Oberfläche zu.
Dies kann beispielsweise durch den Einsatz eines akku
stooptischen Modulators herbeigeführt werden.
Eine Realisierung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist
zukünftig auch auf der Basis der integrierten Optik denk
bar.
Claims (12)
1. Verfahren zur Messung der Geschwindigkeit einer be
wegten Oberfläche, wobei ein von einem Laser aus
gehender Meßlichtstrahl auf die Oberfläche gerichtet
wird und das doppler-verschobene Streulicht und nicht
doppler-verschobenes Laserlicht zur Erzielung einer
Schwebung überlagert werden, deren Frequenz ein Maß
für die Geschwindigkeit der Oberfläche bildet, wobei
das Streulicht zur optischen Verstärkung zum Laser
zurückgeführt wild und die dadurch im Ausgangslicht
des Lasers hervorgerufene Schwebung ausgewertet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Meßlichtstrahl in zwei Teilstrahlen aufgeteilt wird,
die unter verschiedenen Winkeln auf die bewegte Ober
fläche auftreffen, und daß die im Frequenzspektrum
des Streulichts enthaltenen zwei verschiedenen An
teile zur Auswertung herangezogen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Meßlichtstrahl und
das Streulicht über denselben optischen Weg geführt
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine Linse zur Fokussie
rung der beiden Teilstrahlen des Meßlichtstrahls auf
die Oberfläche und zur Parallelisierung des von der
Oberfläche ausgehenden Streulichts der Teilstrahlen
verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das
am Resonatorendspiegel des Lasers austretende Licht
ausgewertet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch ge
kennzeichnet, daß ein Teil des vom Laser
ausgehenden Meßlichtstrahls ausgekoppelt und ausgewertet
wird.
6. Anordnung zur Messung der Geschwindigkeit einer bewegten
Oberfläche zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
1, bei der ein von einem Laser ausgehender Meßlichtstrahl
auf die Oberfläche gerichtet ist, das von der Oberfläche
zurückgeworfene, doppler-verschobene Streulicht zur op
tischen Verstärkung in den Laser zurückgeführt ist, so
daß das doppler-verschobene Streulicht und das nicht
doppler-verschobene Laserlicht zur Erzielung einer
Schwebung überlagert sind, deren Frequenz ein Maß für
die Geschwindigkeit der Oberfläche bildet, und ein
Detektor zum Empfangen des Ausgangslichtes des Lasers
und eine Auswerteeinrichtung zur Auswertung der im
Ausgangslicht des Lasers hervorgerufenen Schwebung vorge
sehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Strahlteiler (13) zur Aufteilung des vom Laser (1)
ausgehenden Meßlichtstrahls (3) in zwei Teilstrahlen
(6.1, 6.2), die unter verschiedenen Winkeln auf die
bewegte Oberfläche (5) auftreffen, vorgesehen ist, und
daß die Auswerteeinrichtung (11) die im Frequenzspektrum
des Streulichts enthaltenen zwei verschiedenen Anteile
auswertet.
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine Strahlteilerplatte (8) zur
Auskopplung eines Teiles (9) des vom Laser (1) ausgehen
den Meßlichtstrahles (3) und der Detektor (10) und
die Auswerteeinrichtung (11) zum Empfangen und zur Aus
wertung des ausgekoppelten Teilstrahls (9) vorgesehen
sind.
8. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Detektor (10) und die Auswerte
einrichtung (11) zum Empfang und zur Auswertung des
vom Resonator-Endspiegel (12) des Lasers (1) ausgehenden
Laserlichtes vorgesehen sind.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß für die Strahlzuführung
und Strahlrückführung Glasfasern vorgesehen sind.
10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß das der bewegten Ober
fläche zugewandte Faserende als Sende- und Empfangs
teil, gegebenenfalls in Form einer Linse, ausgebildet
ist.
11. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis
10, dadurch gekennzeichnet, daß als Laser
(1) eine Halbleiter-Laserdiode und die eingebaute
Monitordiode zur Detektion der Schwebungsfrequenz
vorgesehen ist.
12. Anordnung nach einem oder mehreren der Anspruche 6 bis
11, dadurch gekennzeichnet, daß die op
tische Anordnung auf der Basis integrierter Optik vor
gesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904006690 DE4006690C2 (de) | 1990-03-03 | 1990-03-03 | Verfahren und Anordnung zur Messung der Geschwindigkeit einer bewegten Oberfläche mittels eines von einem Laser ausgehenden Meßlichtstrahls |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904006690 DE4006690C2 (de) | 1990-03-03 | 1990-03-03 | Verfahren und Anordnung zur Messung der Geschwindigkeit einer bewegten Oberfläche mittels eines von einem Laser ausgehenden Meßlichtstrahls |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4006690A1 DE4006690A1 (de) | 1991-09-05 |
| DE4006690C2 true DE4006690C2 (de) | 1994-07-28 |
Family
ID=6401347
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904006690 Expired - Fee Related DE4006690C2 (de) | 1990-03-03 | 1990-03-03 | Verfahren und Anordnung zur Messung der Geschwindigkeit einer bewegten Oberfläche mittels eines von einem Laser ausgehenden Meßlichtstrahls |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4006690C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10106801A1 (de) * | 2000-02-15 | 2001-11-08 | Suzuki Motor Co | Schwingungsmessverfahren und Frequenzmessvorrichtung |
| DE10111974B4 (de) * | 2000-03-13 | 2007-04-12 | Suzuki Motor Corp., Hamamatsu | Einrichtung und Verfahren zur Schwingungsmessung |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2144194C1 (ru) * | 1998-03-10 | 2000-01-10 | Институт автоматики и электрометрии СО РАН | Лазерный доплеровский измеритель скорости |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3958881A (en) * | 1970-11-18 | 1976-05-25 | Raytheon Company | Method of operating a laser oscillator and amplifier |
| DE3401535A1 (de) * | 1984-01-18 | 1985-07-25 | Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung mbH, 8000 München | Verfahren und schaltungsanordnung zur beruehrungslosen real-time-bestimmung von geschwindigkeiten |
-
1990
- 1990-03-03 DE DE19904006690 patent/DE4006690C2/de not_active Expired - Fee Related
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10106801A1 (de) * | 2000-02-15 | 2001-11-08 | Suzuki Motor Co | Schwingungsmessverfahren und Frequenzmessvorrichtung |
| DE10106801B4 (de) * | 2000-02-15 | 2007-04-12 | Suzuki Motor Corp., Hamamatsu | Schwingungsmessverfahren und Frequenzmessvorrichtung |
| DE10111974B4 (de) * | 2000-03-13 | 2007-04-12 | Suzuki Motor Corp., Hamamatsu | Einrichtung und Verfahren zur Schwingungsmessung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4006690A1 (de) | 1991-09-05 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69212966T2 (de) | Radareinrichtung mit laser | |
| DE102015004272B4 (de) | Störlicht-tolerantes Lidar-Messsystem und Störlicht-tolerantes Lidar-Messverfahren | |
| DE10006493C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur optoelektronischen Entfernungsmessung | |
| EP3612860B1 (de) | Lidar-messvorrichtung | |
| DE69738173T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Informationen über die optische Absorption eines streuenden Mediums | |
| EP1405037B1 (de) | Vorrichtung zur optischen distanzmessung über einen grossen messbereich | |
| EP0726729B1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur analyse von glucose in einer biologischen matrix | |
| DE19511869B4 (de) | Verfahren und Anordnung zur Responseanalyse von Halbleitermaterialien mit optischer Anregung | |
| DE69535012T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Messung der Konzentration von absorbierenden Bestandteilen in einem streuenden Medium | |
| EP2730947A1 (de) | Lidar-Messsystem und Lidar-Messverfahren | |
| DE69911650T2 (de) | Speckleverringerung zur kohärenten detektion mittels eines breitbandsignals | |
| DE19721843C1 (de) | Interferometrische Meßvorrichtung | |
| DE69814591T2 (de) | Vorrichtung und verfahren zum nachweis eines objektes | |
| EP3029488B1 (de) | Distanzmessgerät mit einer Laser-artigen Lichtquelle | |
| EP2520924A1 (de) | Verfahren und Messanordnung zur Verbesserung der Signalauflösung bei der Gasabsorptionsspektroskopie | |
| EP0479999B1 (de) | Einrichtung zur berührungslosen geschwindigkeits-, verschiebeweg- und/oder entfernungsmessung | |
| DE102018101554B4 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur Abstandsmessung für ein Laserbearbeitungssystem, und Laserbearbeitungssystem | |
| DE112017008083B4 (de) | Ferninfrarotlichtquelle und ferninfrarotspektrometer | |
| DE4006690C2 (de) | Verfahren und Anordnung zur Messung der Geschwindigkeit einer bewegten Oberfläche mittels eines von einem Laser ausgehenden Meßlichtstrahls | |
| DE68905384T2 (de) | Vorrichtung zur korrelation von lichtintensitaet. | |
| DE60106555T2 (de) | Sensor unter Verwendung von abgeschwächter Totalreflektion | |
| DE3441088C2 (de) | ||
| DE102021121211A1 (de) | Lasersystem zur Entfernungsmessung und Verfahren zur Entfernungsmessung | |
| DE102008045366B4 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur Geschwindigkeitsmessung | |
| DE2043290A1 (de) | Verfahren zur Geschwindigkeitsmessung in Strömungsfeldern mittels einer selbstjustierenden, für den Empfang rückwärts gestreuter Signale dienenden Laser-Dopplersonde |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |