DE3931058C1 - Pipeline laying method - outer pipe casings are welded before inner flow pipes, and latter pushed into already laid pipe casing - Google Patents
Pipeline laying method - outer pipe casings are welded before inner flow pipes, and latter pushed into already laid pipe casingInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verlegen eines
für den Transport von Medien vorgesehenen Rohrleitungssystems
mit einem äußeren Hüllrohr und wenigstens einem in dem Hüllrohr
angeordneten inneren Mediumrohr, wobei zwischen Hüllrohr und
Mediumrohr Abstandhalter vorgesehen sind, sowie auf ein Rohr
leitungssystem, welches mit diesem Verfahren verlegt werden
kann.
Zum Transport gefährlicher flüssiger oder gasförmiger chemi
scher Medien oder Abwässer wurden und werden Förderrohre aus
Beton oder Steinzeug, aber auch aus Guß oder Stahl verwendet.
Der Nachteil dieser Rohre besteht in einem hohen Gewicht, so
daß die Rohrleitungen nur mit großem Aufwand und dennoch nur
ungenau verlegt werden können. Es besteht ferner die Gefahr der
Beschädigung und Rißbildung schon bei der Verlegung, was bei
Leitungen für den Transport von gefährlichen flüssigen oder
gasförmigen Medien unbedingt vermieden werden muß. Eine weitere
Gefahr besteht darin, daß die bekannten Leitungen häufig den
chemischen Angriffen der Medien nicht gewachsen sind. Des
weiteren stellten bei bisherigen Rohrsystemen die Dichtungen
zwischen den einzelnen Rohren Schwachpunkte dar. Insbesondere
bei aggressiven Medien nimmt die Standfestigkeit der Dichtungen
und somit auch ihre Dichtwirkung schnell ab. Aufgrund der
genannten Probleme mit derartigen Rohrleitungssystemen ist man
schon zu Kunststoffleitungen übergegangen, wobei deren ein
zelnen Förderrohre miteinander dicht verschweißt werden. Beim
Transport von Stoffen mit einem Molekulargewicht, das geringer
als das des Kunststoffmaterials der Leitungen ist, tritt jedoch
eine Diffusion durch die Rohrwandung auf, so daß die geför
derten giftigen Medien aus der Kunststoffleitung austreten und
bspw. in das Erdreich gelangen können.
Ein aus dem Prospekt "pp pe pvdf rohr-in-rohr-systeme für
höchste sicherheit-agru" der Alois Gruber + Sohn OHG, Öster
reich, 88/1 bis 88/7 bekanntes Kunststoffrohrleitungssystem
sieht vor, daß das eigentliche Förder- oder Mediumrohr in einem
weiteren Schutz- oder Hüllrohr angeordnet ist, so daß nach
Diffusion von geringmolekularen Gasen durch die Wandung des
Mediumrohres diese noch innerhalb der Hüllrohrleitung gesammelt
werden. Bei dem bekannten Rohrleitungssystem sitzt ein Medium
rohrabschnitt vorgegebener Länge jeweils über Vorsprünge mit
Preßsitz fixiert in einem Hüllrohrabschnitt vorgegebener Länge.
Zum Verlegen einer derartigen aus Hüllrohrabschnitten und
Mediumrohrabschnitten zusammengesetzten Rohrleitung müssen
einzelne Hüllrohrabschnitte und Mediumrohrabschnitte zunächst
unter Verwendung von Abstandhaltern ineinandergepreßt und die
so vorgefertigten Doppelrohrabschnitte zu einer Leitung verlegt
werden.
Zum Verschweißen derartiger Doppelrohre wird lediglich das
äußere Hüllrohr in eine Schweißmaschine eingespannt und auch
nur auf das Hüllrohr beim Zusammenschweißen Druck ausgeübt.
Dies hat zur Folge, daß zwar zwischen den Hüll
rohrabschnitten eine Schweißnaht mit hinreichender Dichtigkeit
gebildet werden mag, aber die innen liegenden Mediumrohre, die
zum eigentlichen Transport der gefährlichen Medien dienen, nur
unzureichend verschweißt werden. Wegen des Umstandes, daß bei
gleicher Nenndruckstufe die Wandstärken von Innenrohr und
Außenrohr unterschiedlich sind, was unterschiedliche Schweiß
drucke voraussetzt, läßt sich auf diese Weise ein gemeinsames
einwandfreies Verschweißen von Innenrohrabschnitt und Außen
rohrabschnitt nicht durchführen. Schließlich muß bei dem be
kannten Verfahren darauf geachtet werden, daß die Mediumrohre
völlig zentrisch in den Hüllrohren sitzen, um überhaupt ein
Verschweißen sowohl der Hüllrohre als auch der Mediumrohre zu
gewährleisten.
Bei einem anderen bekannten Verfahren ragt ein Mediumrohr aus
beiden Enden eines Hüllrohres um ein Stück heraus. Zum Verlegen
einer Rohrleitung muß daher zunächst eine Muffe über das Hüll
rohr geschoben und anschließend müssen die überstehenden Me
diumrohre durch Stumpfschweißen miteinander verbunden werden.
Sodann wird die Muffe über den Bereich der verschweißten Me
diumrohre geschoben und an der Außenmantelfläche der benach
barten Hüllrohre verschweißt. Die Hüllrohre müssen dabei einzeln
mit der Muffe mittels des Extruder-Schweißverfahrens ver
schweißt werden, was jedoch insbesondere bei erdverlegten Rohren
eines erhöhten Arbeits- und Zeitaufwandes bedarf, da Muffe und
Hüllrohr über den gesamten Umfang verschweißt und dazu ange
hoben werden müssen.
Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren
zum Verlegen eines Rohrleitungssystems der eingangs genannten
Art zu schaffen, mit welchem das Rohrleitungssystem unter
Verwendung der bekannten Schweiß- bzw. Verbindungstechniken
einfach, schnell und sicher verlegt werden kann. Eine weitere
Aufgabe besteht in der Schaffung eines Rohrleitungssystems,
welches eine hohe Sicherheit gegen den Durchtritt von Trans
portmedien, insbesondere an den Verbindungsstellen, bietet sowie
einfach und schnell verlegt werden kann. Des weiteren sollen
kontinuierliche Dichtigkeitsprüfungen unter Verwendung be
kannter Dichtigkeitsprüfverfahren durchgeführt werden können
und vorzugsweise eine kostengünstige Erneuerung von beschädig
ten oder leckgeschlagenen Leitungsabschnitten möglich sein.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch
gelöst, daß zunächst die Hüllrohre untereinander zu einer
Hüllrohrleitung vorgegebener Länge verschweißt bzw. verbunden
und verlegt und erst dann die Mediumrohre untereinander zu
einer im wesentlichen gleich langen Mediumrohrleitung ver
schweißt bzw. verbunden und in die bereits verlegte Hüllrohr
leitung unter Freihaltung eines vorgegebenen radialen Zwischen
raumes eingeschoben werden.
Eine nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Rohr
leitung ist aufgrund ihrer Dichtigkeit insbesondere für den
Transport von chemischen Medien, aber auch für Abwässer ge
eignet.
Durch das vorhandene geringe Spiel zwischen Mediumrohrleitung
und Hüllrohrleitung kann erstere leicht in letztere einge
schoben werden. Auf eine genaue Zentrierung der Mediumrohr
leitung in der Hüllrohrleitung kommt es nicht mehr an. Auch ist
es im Bedarfsfalle möglich, die Mediumrohrleitung beim Ein
schieben in die Hüllrohrleitung etwas zu drehen. Die Medium
rohrleitung liegt gleichmäßig frei in der Hüllrohrleitung, so
daß zwischen beiden Rohrleitungen ein Zwischenraum zur Dichtig
keitsprüfung verbleibt. Somit können auch weiterhin die be
kannten Prüfverfahren durch Abdrücken mit Luft oder Wasser oder
auch, während des Betriebs, mit Videokamera, Luftanalyse durch
Druckluft, Vakuum oder destilliertem Wasser durchgeführt wer
den. Beim Hindurchdiffundieren der Medien durch die Wandung der
Mediumrohrleitung oder bei Undichtwerden der Mediumrohrleitung
können die Medien aus der Hüllrohrleitung abgesaugt werden. Die
Reparatur einer Mediumrohrleitung kann in einfacher Weise im
Relining-Verfahren durchgeführt werden, wobei die locker in der
Hüllrohrleitung liegende Mediumrohrleitung in einfacher Weise
aus der Hüllrohrleitung herausgezogen werden und anschließend
eine neue Mediumrohrleitung wieder in die Hüllrohrleitung
eingeschoben werden kann.
Die Erfindung eignet sich nicht nur für Rohrleitungssysteme,
deren Hüllrohre und Mediumrohre aus dem gleichen Material
bestehen, sondern auch für solche aus Kombinationen von Ma
terialien, da Hüllrohre und Mediumrohre aus unterschiedlichen
Materialien bestehen können.
Wenn ein Hüllrohr und/oder ein Mediumrohr aus Kunststoff ver
wendet wird bzw. werden, kann auf einfache und schnelle Weise,
z. B. unter Anwendung der Stumpfschweißtechnik, sowohl für die
Hüllrohrleitung als auch die Mediumrohrleitung hohe Dichtigkeit
erzielt und gewährleistet werden.
Vorteilhafterweise werden einzelne Hüllrohre vor dem oder beim
Verlegen durch Stumpfschweißen oder sonstige Verbindungstech
niken untereinander verbunden. Die Hüllrohre können auf diese
Weise einfach und schnell miteinander verbunden werden und die
Schweißnaht bietet eine hinreichende Dichtigkeit. Durch die
Wahl des Stumpfschweißverfahrens wird das arbeits- und zeitauf
wendige Extruder-Schweißverfahren zur Verbindung der Hüllrohre
vermieden, wie es beim Stand der Technik erforderlich ist.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es ebenso möglich, auch
die Mediumrohre mit hinreichender Dichtigkeit vor dem oder beim
Einschieben in die Hüllrohrleitung durch Stumpfschweißen oder
sonstige Verbindungstechniken in einfacher Weise miteinander zu
verbinden.
Zur Erleichterung der Durchführung des erfindungsgemäßen Ver
fahrens sind bei dem Rohrleitungssystem die Abstandshalter
vorzugsweise als über die Außenmantelfläche der Mediumrohre
oder über die Innenmantelfläche der Hüllrohre verteilte Kufen
einer solchen radialen Bemessung ausgebildet, daß das jeweilige
Mediumrohr mit radialem Spiel in dem jeweiligen Hüllrohr angeordnet
ist. Auf diese Weise sitzt das innere Mediumrohr nicht
gepreßt im äußeren Hüllrohr, sondern liegt exzentrisch darin.
Aufgrund dieser beweglichen Anordnung des Mediumrohres im
Hüllrohr können selbst z. B. durch Lagerung verzogene Medium
rohre einfacher in die Hüllrohrleitung eingeschoben werden. Die
Zwischenräume zwischen den Kufen lassen eine freie Strömung der
Medien in dem Ringraum zwischen Mediumrohrleitung und Hüll
rohrleitung zu.
Um zu verhindern, daß die Mediumrohrleitung in der Hüllrohr
leitung aufliegt, was ein Absaugen von sich in der Hüllrohr
leitung angesammelten chemischen Medien erschweren würde, sind
in einem Längenabschnitt der Außenmantelfläche bzw. der Innen
mantelfläche mehrere, vorzugsweise drei über den Umfang der
Außenmantelfläche oder der Innenmantelfläche verteilte Kufen
ausgebildet. Dadurch, daß vorzugsweise drei Kufen über den
Umfang verteilt sind, ist stets gewährleistet, daß ein Auflie
gen der Mediumrohrleitung auf der Hüllrohrleitung vermieden
wird, sondern sich beide über die Kufen aufeinander abstützen.
Zweckmäßigerweise sind die Kufen daher in einem Längenabschnitt
etwa im gleichen Umfangswinkelabstand voneinander angeordnet.
Um eine gleichmäßige Lage der Mediumrohrleitung in der Hüll
rohrleitung zu gewährleisten, sind die Kufen der benachbarten
Längenabschnitte umfangsmäßig versetzt zu den Kufen der Längen
abschnitte angeordnet.
Wenn die Kufen benachbarter Längenabschnitte etwa den gleichen
Umfangswinkelabstand voneinander aufweisen, ist an jeder Stelle
zwischen Mediumrohr und Hüllrohr ein ausreichender Abstand zum
Absaugen der in diesem Zwischenraum sich angesammelten Medien
vorhanden, selbst wenn die Mediumrohrleitung beim Einschieben
gedreht werden muß.
Zur Verminderung der Reibungskräfte beim Einschieben der Me
diumrohrleitung in die Hüllrohrleitung sind die Kufen als in
Rohrlängsrichtung verlaufende Flachmaterialstücke ausgebildet.
Zweckmäßigerweise weisen die Außenkanten der Kufen wenigstens
an ihrem einführungsseitigen Ende in Längsrichtung eine Ab
schrägung auf. Auf diese Weise wird zum einen das Einführen der
Mediumrohre in die Hüllrohrleitung erleichtert und zum anderen
verhindert, daß beim Einschieben der Mediumrohrleitung in die
Hüllrohrleitung die sich beim Verschweißen gebildeten Schweiß
wülste der Schweißnähte der Hüllrohrleitung bzw. der Medium
rohrleitung und somit die Schweißnähte selbst beschädigt wer
den.
Wenn die Außenkanten der Kufen an ihren beiden Enden in Längs
richtung Abschrägungen aufweisen, muß beim Verlegen der Rohr
leitung nicht auf die Orientierung der Kufen geachtet werden.
Außerdem wird beim Herausziehen einer Mediumrohrleitung aus
einer Hüllrohrleitung z. B. zum Zwecke der Reparatur die Be
schädigungsgefahr für die Schweißnähte ebenfalls verringert.
Die Hüllrohre und/oder die Mediumrohre bestehen vorteilhafter
weise aus einem thermoplastischem Kunststoff. Derartige Kunst
stoffe besitzen eine hohe chemische Beständigkeit. Des weiteren
weisen sie eine ausreichende Schlagzähigkeit, hohe Zeitstand
festigkeit und gute Dehnungswerte auf, die z. B. bei unter einer
Straße mit Schwerlastverkehr verlegten Rohren erforderlich ist.
Gemäß einer weiteren besonderen Ausführungsform der Erfindung
sind zur einfachen Herstellung der Mediumrohre die Kufen auf
die Außenmantelfläche des Mediumrohres geschweißt. Auf diese
Weise wird ferner die Gefahr der Beschädigung der Hüllrohr
leitung beim Einschieben der Mediumrohrleitung in die Hüll
rohrleitung durch die Reibung der Außenkanten der Kufen ver
ringert.
Insbesondere bei aus Kunststoff bestehenden Mediumrohren ist es
besonders vorteilhaft, wenn die Kufen ebenfalls aus Kunststoff
bestehen.
Günstigerweise bestehen auch die Kufen aus einem thermoplasti
schen Kunststoff, so daß diese mit den Mediumrohren einfach
verschweißt werden können und ein Abbrechen während des Ein
schiebens in die Hüllrohrleitung verhindert ist.
Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand
der Zeichnung.
Es zeigt
Fig. 1 einen Ausschnitt des erfindungsgemäßen Rohrleitungs
systems im Längsschnitt,
Fig. 2 einen Querschnitt durch das Rohrleitungssystem nach
der Schnittlinie II-II von Fig. 1,
Fig. 3 eine erfindungsgemäße Kufe in vergrößerter Darstel
lung in Seitenansicht, und
Fig. 4 die Einzelheit IV aus Fig. 2.
Das Rohrleitungssystem 2 gemäß Fig. 1 ist aus äußeren Hüll
rohren 4 und darin angeordneten inneren Mediumrohren 6 ge
bildet, indem die vorher durch Stumpfschweißen der einzelnen
Mediumrohre 6 hergestellte Mediumrohrleitung in eine entspre
chend aus Hüllrohre 4 hergestellte Hüllrohrleitung eingeschoben
worden ist. An der Außenmantelfläche 10 des Mediumrohres 6 sind
als Kufen 8, 9 ausgebildete Abstandhalter vorgesehen. In einem
Bereich A des Rohrleitungssystems 2 sind über den Umfang des
Mediumrohres 6 bzw. drei Kufen 8, 9 verteilt, die jeweils
einen Winkelabstand l zueinander haben. In den dem Bereich A
benachbarten Bereichen A - 1, A + 1 des Rohrleitungssystems
sind ebenfalls jeweils drei Kufen 8, 9 über den Umfang der
Außenmantelfläche 10 des Mediumrohres 6 im Winkelabstand l
verteilt. Die einzelnen Kufen 8, 9 der Bereiche A - 1, A und
A + 1 sind, im Querschnitt gesehen, wie dies in Fig. 2 darge
stellt ist, jeweils in einem Winkelabstand k zueinander ange
ordnet. Da die Kufen 8, 9 gleichmäßig über den Umfang verteilt
sind, beträgt der Winkelabstand l etwa 120°, der Winkelabstand
k dementsprechend etwa 60°. Die Kufen 8, 9 können u. U. auch an
der Innenmantelfläche 12 der Hüllrohre 4 angeordnet sein.
Die Mediumrohrleitung 6 ist mit radialem Spiel in der Hüll
rohrleitung angeordnet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
der Fig. 1 und 2 ist der lichte Durchmesser D 1 der Hüllrohre 4
geringfügig größer als die Summe D 3 von Außendurchmesser D 2 des
Mediumrohres 6 und doppelter Höhe 2H der Kufen 8, 9 (D 1 D 3 =
D 2 + 2H), so daß die Mediumrohrleitung 6 exzentrisch in der
Hüllrohrleitung 4 angeordnet ist. Die Mittelachse M der Hüll
rohrleitung 4 liegt oberhalb der Mittelachse E der Medium
rohrleitung, so daß sich die unterhalb der horizontalen Mittel
ebene liegenden Kufen 8 auf der Innenmantelfläche 12 des Hüll
rohres 4 abstützen, während die oberhalb der horizontalen
Mittelebene liegenden Kufen 9 einen geringen Abstand von der
Innenmantelfläche 12 des Hüllrohres 4 wahren.
Die Wandstärke b 1 der Hüllrohre 4 und die Wandstärke b 2 der
Mediumrohre 6 sind entsprechend der Diffusionsfähigkeit sowie
dem Molekulargewicht der zu transportierenden chemischen Medien
gewählt. Die Hüllrohre 4 und Mediumrohre 6 können z. B. aus
einem thermoplastischen Kunststoff bestehen.
Die in Fig. 3 dargestellte Kufe 8, 9 ist als ein in Rohrlängs
richtung verlaufendes Flachmaterialstück ausgebildet und weist
an ihren Enden jeweils eine Abschrägung 14, 16, eine Aufstands
fläche 18 und eine Auflagefläche 20 auf. Zum Befestigen der
Kufe 8, 9 wird diese mit ihrer Auflagefläche 20 auf die Außen
mantelfläche 10 des Mediumrohres 6 geschweißt, so daß die
Aufstandsfläche der Kufe 8 zum Anliegen gegen die Innenmantel
fläche 12 des Hüllrohres 4 kommt.
In Fig. 4 ist die über Schweißnähte 22 an der Außenmantelfläche
10 des Mediumrohres 6 befestigte Kufe 8 ausschnittweise darge
stellt, welche ebenfalls aus einem thermoplastischen Kunststoff
bestehen kann.
Zum Verlegen des Rohrleitungssystems 2 werden zunächst die
einzelnen Hüllrohre 4 zu einer Hüllrohrleitung verschweißt und
diese verlegt. Hierbei können die einzelnen Hüllrohre 4 bspw.
durch Stumpfschweißen miteinander verbunden werden. Dazu werden
zwei Hüllrohre 4 auf einer Schweißmaschine befestigt und
mittels hydraulischer Zylinder gegeneinander gefahren, um
Unebenheiten der zu verschweißenden Oberflächen der Hüllrohre 4
festzustellen. Dann werden die Hüllrohre 4 über die hydrauli
schen Zylinder in die Ausgangsposition zurückgefahren und die
Unebenheiten auf den Oberflächen beseitigt. Anschließend wird
zwischen den Hüllrohren 4 ein Schweißspiegel herabgesenkt,
gegen den die Hüllrohre 4 gefahren und dadurch erhitzt werden.
Nach dem Zurückfahren der Hüllrohre 4 und Hochfahren des
Schweißspiegels werden die Hüllrohre 4 gegeneinandergefahren
und dadurch miteinander verschweißt. Nach dem kompletten Ver
legen der verschweißten Hüllrohre 4 werden die Mediumrohre 6 in
gleicher Weise, z. B. durch Stumpfschweißen wie oben beschrie
ben, miteinander zu einer Medienrohrleitung verbunden und diese
in die Hüllrohrleitung eingeschoben. Nach Verschweißen und
Verlegen des gesamten Rohrleitungssystems wird dieses auf
Dichtigkeit geprüft.
Bezugszeichenliste
2 Rohrleitungssystem
4 Hüllrohr
6 Mediumrohr
8 Kufen
9 Kufen
10 Außenmantelfläche (Mediumrohr)
12 Innenmantelfläche (Hüllrohr)
14 Abschrägung
16 Abschrägung
18 Aufstandsfläche
20 Auflagefläche
22 Schweißnaht
A Längsabschnitt
A - 1 Längsabschnitt
A + 1 Längenabschnitt
b 1 Wandstärke (Hüllrohr)
b 2 Wandstärke (Mediumrohr)
D 1 lichter Durchmesser (Hüllrohr)
D 2 Außendurchmesser (Mediumrohr)
D 3 Durchmesser Mediumrohr mit Kufen
H Höhe (Kufen)
l Winkelabstand
k Winkelabstand
M Mittelachse (Hüllrohr)
E Mittelachse (Mediumrohr)
4 Hüllrohr
6 Mediumrohr
8 Kufen
9 Kufen
10 Außenmantelfläche (Mediumrohr)
12 Innenmantelfläche (Hüllrohr)
14 Abschrägung
16 Abschrägung
18 Aufstandsfläche
20 Auflagefläche
22 Schweißnaht
A Längsabschnitt
A - 1 Längsabschnitt
A + 1 Längenabschnitt
b 1 Wandstärke (Hüllrohr)
b 2 Wandstärke (Mediumrohr)
D 1 lichter Durchmesser (Hüllrohr)
D 2 Außendurchmesser (Mediumrohr)
D 3 Durchmesser Mediumrohr mit Kufen
H Höhe (Kufen)
l Winkelabstand
k Winkelabstand
M Mittelachse (Hüllrohr)
E Mittelachse (Mediumrohr)
Claims (16)
1. Verfahren zum Verlegen eines für den Transport von Medien
vorgesehenen Rohrleitungssystems (2), mit einem äußeren Hüll
rohr (4) und wenigstens einem in dem Hüllrohr (4) angeordneten
inneren Mediumrohr (6), wobei zwischen Hüllrohr (4) und Me
diumrohr (6) Abstandhalter vorgesehen sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß zunächst die Hüllrohre (4) untereinander zu einer
Hüllrohrleitung vorgegebener Länge verschweißt und verlegt und
erst dann die Mediumrohre (6) untereinander zu einer im wesent
lichen gleichlangen Mediumrohrleitung verschweißt und in die
bereits verlegte Hüllrohrleitung unter Freihaltung eines vor
gegebenen radialen Zwischenraumes eingeschoben werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Hüllrohr (4) und/oder ein Mediumrohr (6) aus Kunststoff ver
wendet werden bzw. wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hüllrohre (4) vor dem oder beim Verlegen durch Stumpf
schweißen untereinander verbunden werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Mediumrohre (6) vor dem oder beim Ein
schieben in die Hüllrohrleitung durch Stumpfschweißen unter
einander verbunden werden.
5. Rohrleitungssystem (2) zur Durchführung eines Verfahrens
nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abstandshalter als über die Außenmantelfläche (10) der
Mediumrohre (6) oder über die Innenmantelfläche (12) der Hüll
rohre (4) verteilte Kufen (8, 9) einer solchen radialen Be
messung ausgebildet sind, daß das jeweilige Mediumrohr (6) mit
radialem Spiel in dem jeweiligen Hüllrohr (4) angeordnet ist.
6. Rohrleitungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß in einem Längenabschnitt (A) der Außenmantelfläche (10)
bzw. der Innenmantelfläche (12) mehrere, vorzugsweise drei über
den Umfang der Außenmantelfläche (10) oder der Innenmantel
fläche (12) verteilte Kufen (8, 9) ausgebildet sind.
7. Rohrleitungssystem nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kufen (8, 9) in einem Längenabschnitt (A)
etwa im gleichen Umfangswinkelabstand (l) voneinander ange
ordnet sind.
8. Rohrleitungssystem nach einem der Ansprüche 5 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß die Kufen (8, 9) der benachbarten
Längenabschnitte (A - 1, A + 1) umfangsmäßig versetzt zu den
Kufen (8, 9) des Längenabschnitts (A) angeordnet sind.
9. Rohrleitungssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kufen (8, 9) benachbarter Längenabschnitte (A, A + 1
bzw. A - 1, A) umfangsmäßig etwa den gleichen Umfangswinkel
abstand (k) voneinander aufweisen.
10. Rohrleitungssystem nach einem der Ansprüche 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kufen (8, 9) in Rohrlängs
richtung verlaufende Flachmaterialstücke sind.
11. Rohrleitungssystem nach einem der Ansprüche 5 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Außenkante der Kufen (8, 9)
wenigstens an ihren einführungsseitigen Enden in Längsrichtung
eine Abschrägung (14) aufweisen.
12. Rohrleitungssystem nach Anspruch 5 bis 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Außenkanten der Kufen (8, 9) an ihren beiden
Enden in Längsrichtung Abschrägungen (14, 16) aufweisen.
13. Rohrleitungssystem nach einem der Ansprüche 5 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hüllrohre (4) und die Medium
rohre (6) aus einem thermoplastischen Kunststoff bestehen.
14. Rohrleitungssystem nach einem der Ansprüche 10 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kufen (8, 9) auf die Außen
mantelfläche (10) des Mediumrohres (6) geschweißt sind.
15. Rohrleitungssystem nach einem der Ansprüche 5 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kufen (8, 9) aus Kunststoff
bestehen.
16. Rohrleitungssystem nach einem der Ansprüche 5 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kufen (8, 9) aus einem thermo
plastischen Kunststoff bestehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893931058 DE3931058C1 (en) | 1989-09-18 | 1989-09-18 | Pipeline laying method - outer pipe casings are welded before inner flow pipes, and latter pushed into already laid pipe casing |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893931058 DE3931058C1 (en) | 1989-09-18 | 1989-09-18 | Pipeline laying method - outer pipe casings are welded before inner flow pipes, and latter pushed into already laid pipe casing |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3931058C1 true DE3931058C1 (en) | 1990-07-26 |
Family
ID=6389630
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893931058 Expired - Fee Related DE3931058C1 (en) | 1989-09-18 | 1989-09-18 | Pipeline laying method - outer pipe casings are welded before inner flow pipes, and latter pushed into already laid pipe casing |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3931058C1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4332689A1 (de) * | 1993-09-25 | 1995-03-30 | Scharf Gmbh Maschf | Verfahren und Vorrichtung zum Verlegen von Rohren |
| FR2712065A1 (fr) * | 1993-11-03 | 1995-05-12 | Lefebvre Gentilhomme Sa | Procédé et dispositif pour le transport des hydrocarbures liquides comprenant la réalisation d'une tuyauterie double enveloppe avec un dispositif de détection à distance de l'étanchéité. |
| DE4434522A1 (de) * | 1994-09-27 | 1996-03-28 | Siemens Ag | Distanzschelle für eine Doppelrohrleitung |
| US10577871B2 (en) | 2015-02-03 | 2020-03-03 | Acergy France SAS | Subsea pipe-in-pipe structures |
-
1989
- 1989-09-18 DE DE19893931058 patent/DE3931058C1/de not_active Expired - Fee Related
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| Prospekt: pp pe pvdf rohr-in-rohr-systeme für höchste Sicherheit-agru, Fa. A. Gruber + Sohn OHG, Österreich, S. 88/1-88/7 * |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4332689A1 (de) * | 1993-09-25 | 1995-03-30 | Scharf Gmbh Maschf | Verfahren und Vorrichtung zum Verlegen von Rohren |
| FR2712065A1 (fr) * | 1993-11-03 | 1995-05-12 | Lefebvre Gentilhomme Sa | Procédé et dispositif pour le transport des hydrocarbures liquides comprenant la réalisation d'une tuyauterie double enveloppe avec un dispositif de détection à distance de l'étanchéité. |
| DE4434522A1 (de) * | 1994-09-27 | 1996-03-28 | Siemens Ag | Distanzschelle für eine Doppelrohrleitung |
| US10577871B2 (en) | 2015-02-03 | 2020-03-03 | Acergy France SAS | Subsea pipe-in-pipe structures |
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