DE3920693A1 - Ausloesekreis-ueberwachungsschaltung, insbesondere in fahrzeuginsassen-sicherheitssystemen - Google Patents
Ausloesekreis-ueberwachungsschaltung, insbesondere in fahrzeuginsassen-sicherheitssystemenInfo
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- Automotive Seat Belt Assembly (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Auslösekreis-Überwa
chungschaltung in elektrisch aktivierbaren Sicher
heitssystemen, insbesondere Insassen-Rückhaltesyste
men in Fahrzeugen, wie Airbag, Gurtstraffer oder der
gleichen, mit einem einen Steueranschluß aufweisenden
Zündschaltglied, dessen Schaltstrecke zum Einschalten
eines elektrischen Zündelements des Sicherheitssy
stems dient.
Sicherheitssysteme für die Insassen von Fahrzeugen,
insbesondere Rückhaltesysteme, wie Airbag, Gurtstraf
fer oder dergleichen, kommen während der Lebensdauer
eines Fahrzeugs nur sehr selten, oftmals gar nicht
zum Einsatz. Dennoch ist es erforderlich, daß diese
Systeme stets aktivierbar sind, damit sie ihre be
stimmungsgemäße Funktion ausführen können. Wichtig
ist daher eine in regelmäßigen Abständen erfolgende
Prüfung, insbesondere des Auslösekreises derartiger
Sicherheitssysteme. Diese Prüfung gibt umsomehr eine
zuverlässige Aussage über die Funktionsfähigkeit des
Sicherheitssystems je näher sie dem echten Auslöse
fall kommt.
Die genannten Sicherheitssysteme, z.B. Gurtstraffer
arbeiten mit elektrisch auslösbaren Zündelementen.
Mithin wird ein derartiges Zündelement nach Sensie
rung des Auslösefalls aufgrund des Durchschaltens ei
nes Zündschaltglieds an eine Zündspannung geschaltet,
die über das Zündelement einen Zündstrom treibt, der
als Initialzünder die Zündung eines Treibsatzes her
beiführt, durch den die gewünschte Gurtstraffung er
folgt.
Bei einem bekannten Prüfverfahren wird lediglich kon
trolliert, ob eine Ansteuerung des Steueranschlusses
des Zündschaltglieds erfolgt. Dieser Test findet dem
gemäß nicht unter realen Einschaltbedingungen statt,
so daß keine Kontrolle erfolgt, ob das Zündschalt
glied tatsächlich hinreichend Strom führen kann.
Überdies werden Fehler des elektrischen Zündelements
des Sicherheitssystems nicht aufgedeckt.
Die erfindungsgemäße Auslösekreis-Überwachungsschal
tung mit den im Hauptanspruch genannten Merkmalen hat
demgegenüber den Vorteil, daß eine Prüfung und Über
wachung des Sicherheitssystems nahezu unter realen
Auslösebedingungen erfolgt. Eine die Ansteuerung vor
nehmende Prüfschaltung ist über einen
Stromflußdauer-Begrenzungskondensator mit dem Steueranschluß des
Zündschaltgliedes verbunden, wodurch eine hohe Si
cherheit gegenüber Fehlauslösungen bei gleichzeitig
realen Betriebsbedingungen gewährleistet ist. Selbst
wenn - beispielweise durch einen Fehler in der Prüf
schaltung - eine Ansteuerung des Steueranschlusses
über eine derart lange Zeit erfolgt, daß norma
lerweise eine Zündung des Zündelements stattfinden
würde, so ist dies aufgrund des Stromflußdauer-Be
grenzungskondensators verhindert, da dieser lediglich
aufgrund seines dynamischen Verhaltens einen Steuer
strom-Impuls an den Steueranschluß weiterleitet, wo
bei der Steuerimpuls einen entsprechenden, durch das
Zündelement fließenden Prüfstromimpuls zur Folge hat,
dessen Energieinhalt jedoch nicht ausreicht, um das
Zündelement zu zünden. Dieser impulsartige Prüfstrom
wird in einer Erfassungseinrichtung ausgewertet, so
daß eine Aussage über den Widerstandswert des Zünde
lements getroffen werden kann, mithin also eine quasi
aktive Prüfung vorgenommen wird, wobei überdies stets
eine Funktionsprüfung des den Prüfstrom führenden
Zündschaltglieds erfolgt. Die erfindungsgemäße Auslö
sekreis-Überwachungsschaltung nimmt somit einerseits
eine aussagekräftige Prüfung über die Funktionsfähig
keit des Auslösekreises vor; stellt dabei jedoch si
cher, daß keine Fehlauslösung erfolgt.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgese
hen, daß der Stromflußdauer-Begrenzungskondensator
Teil einer RC-Schaltung ist. Die Zeitkonstante dieser
RC-Schaltung bestimmt die Stromflußdauer, also die
Länge des Steuerstromimpulses, die sich somit durch
die Wahl des Widerstandes und/oder des Kondensators
einstellen läßt. Die Einschaltzeit des Zünd
schaltgliedes ist damit für den Testzweck genau fest
legbar und kann vorzugsweise sehr klein gehalten wer
den. Insbesondere kann eine Ansteuerung des Zünd
schaltgliedes für eine Zeitdauer von 10 Mikrosekunden
erfolgen.
Die RC-Schaltung ist vorzugsweise aus der Reihen
schaltung des Stromflußdauer-Begrenzungskondensators
und einem Potentialvorgabe-Widerstand gebildet, der
mit seinem einen, ersten Anschluß an einer Sperrspan
nung liegt und der mit seinem anderen, zweiten, zum
Stromflußdauer-Begrenzungskondensator führenden An
schluß mit dem Steueranschluß verbunden ist. Der
Steueranschluß wird somit über den Potentialvorgabe-
Widerstand stets von der Sperrspannung auf ein be
stimmtes Potential vorgespannt. Dieses Potential
liegt über der Durchsteuerschwelle des Zündschalt
glieds. Eine Unterschreitung dieses Potentials er
folgt zum einen nur bei dem gewünschten Auslösen des
Sicherheitssystems, indem dann ein den Auslösefall
erfassender Sensor den Steueranschluß auf Masse legt.
Zum anderen erfolgt eine kurzzeitige Unterschreitung
der Ansprechschwelle des Zündschaltgliedes, wenn die
Prüfschaltung den nicht zum Potentialvorgabe-Wider
stand führenden Anschluß des Kondensators auf Masse
legt, wodurch eine zu den genannten Prüfungszwecken
zeitlich befristete dynamische Einkopplung (Ladungs
verschiebung) des Massepotentials an den Steueran
schluß des Zündschaltgliedes erfolgt.
Wie bereits erwähnt, ist der Steueranschluß mit einem
Auslösesensor des Sicherheitssystems verbunden. Bei
dem Auslösesensor kann es sich beispielsweise um
einen Beschleunigungsaufnehmer handeln, der die Be
schleunigung des Fahrzeugs aufintegriert. Wird eine
bestimmte Größe überschritten, so wird ein Auslöseim
puls abgegeben. Vorzugsweise ist eine Entkopplungdi
ode parallel zum Stromflußdauer-Begrenzungskondensa
tor geschaltet. Diese nimmt eine Entkopplung des vom
Auslösesensor kommenden, vorzugsweise digital ausge
bildeten Auslösesignalpfads gegenüber der Prüfschal
tung vor.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgese
hen, daß die Erfassungseinrichtung einen in Reihe zum
Zündelement liegenden Meßkondensator aufweist. Die
Prüfung des Auslösekreises bewirkt, daß der Meßkon
densator durch den Prüfstrom geladen wird. Der Lade
zustand (Ladespannung) des Meßkondensators gibt somit
Aufschluß über den sich einstellenden Prüfstrom. Die
Überwachungsschaltung ist nun derart ausgebildet, daß
die Prüfschaltung die den Prüfstrom treibende Prüf
spannung erfaßt, so daß durch die Kenntnis von Lade
zustand des Meßkondensators und Prüfspannung eine
Aussage über den Widerstandswert des Auslöse
strompfads erfolgen kann.
Vorzugsweise liegt parallel zum Meßkondensator ein
Schalter mit beschleunigungsabhängiger Schließfunk
tion. Dieser Schalter bietet eine zusätzliche Sicher
zeit gegen Fehlauslösungen des Sicherheitssystems, da
er nur beim Auftritt großer Beschleunigungswerte
schließt, so daß nur dann der Zündstrom durch das
Zündelement fließen kann.
Vorzugsweise ist das Zündschaltglied als Transistor
ausgebildet. Seine Kollektor-Emitter-Strecke liegt im
Auslösestrompfad, also in Reihe zum Zündelement und
zu dem beschleunigungsabhängigem Schalter. Die den
Steueranschluß bildende Basis des Transistors ist
über den erfindungsgemäßen Stromflußdauer-Begren
zungskondensator an die Prüfschaltung angeschlossen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Prinzipschaltbild der erfindungsgemäßen
Auslösekreis-Überwachungsschaltung und
Fig. 2a, 2b ein Flußdiagramm des Testprogramms der
Auslösekreis-Überwachungsschaltung gemäß Fig. 1.
Die Fig. 1 zeigt eine Auslösekreis-Überwachungs
schaltung für einen Gurtstraffer eines Kraffahrzeugs.
Im Kollisionsfall wird der Gurtstraffer durch Anspre
chen eines Auslösesensors elektrisch gezündet. Die
Straffung der Sicherheitsgurte bewirkt, daß die In
sassen des Kraftfahrzeugs möglichst fest in ihrer je
weiligen Sitzposition gehalten werden, um möglichen
Verletzungen entgegenzuwirken.
Die Spannungsversorgung der erfindungsgemäßen Auslö
sekreis-Überwachungsschaltung erfolgt über eine Be
triebsspannung UB, deren Pluspol an einer Klemme 1
und dessen Minuspol an Masse 2 liegt. Die Klemme 1
ist mit der Anode einer Diode D1 verbunden, deren Ka
thode zu einem Verbindungspunkt 3 führt. Ferner ist
eine weitere Diode D2 vorgesehen, deren Anode eben
falls mit der Klemme 1 verbunden ist und deren Ka
thode zu einem weiteren Sicherheitssystem x führt.
Dieses weitere Sicherheitsystem x kann beispielsweise
ein Airbag sein, so daß die Diode D2 die Energiever
sorgung dieses Airbags übernimmt.
An dem Verbindungspunkt 3 ist ein Zündschaltglied 4
angeschlossen, das als Transistor T ausgebildet ist.
Der Verbindungspunkt 3 steht mit dem Kollektor des
Transistors T in Verbindung. Der Emitter des Transi
stors T führt zu einem Zündelement 5, das als soge
nannte Zündpille ZP ausgebildet ist. An die Zündpille
ZP ist über einen Verbindungspunkt 6 der eine Pol ei
nes mechanischen Schalters MS mit beschleuni
gungsabhängiger Schließfunktion angeschlossen. Der
andere Pol des Schalters MS steht mit Masse 2 in Ver
bindung.
Parallel zum Schalter MS liegt ein Meßkondensator C1.
Ferner ist ein aus den in Reihe geschalteten Wider
ständen R3 und R4 gebildeter Spannungsteiler 7 vorge
sehen, der über eine Diode D4 von einer stabilisier
ten Spannung UStab (Sperrspannung) versorgt wird. Der
Widerstand R4 ist parallel zum Kondensator C1 ge
schaltet.
Eine Prüfschaltung 8 ist über eine Leitung 9 an den
Verbindungspunkt 6 angeschlossen. Hierdurch wird der
Prüfschaltung 8 die am Meßkondensator C1 liegende
Spannung U2 zugeführt. Ferner steht der Verbindungs
punkt 3 über eine Leitung 10 ebenfalls mit der Prüf
schaltung 8 in Verbindung, so daß letzterer eine
Prüfspannung U1 zugeführt wird. An ein Port AE der
Prüfschaltung 8 ist die Anode einer Diode D3 ange
schlossen, dessen Kathode zu einem Eingang 11 einer
Treiberschaltung 12 führt, die die Basis des Transi
stors T ansteuert. Die Versorgung der Treiberschal
tung 12 erfolgt über Leitungen 13 und 14, die mit dem
Verbindungspunkt 3 bzw. Masse 2 in Verbindung stehen.
Parallel zur Diode D3 ist ein Stromflußdauer-Begren
zungskondensator C2 geschaltet. Der Port AE ist fer
ner an den einen Anschluß eines Widerstands R2 ange
schlossen, dessen anderer Anschluß mit der stabili
sierten Spannung UStab in Verbindung steht. Parallel
zum Widerstand R2 liegt eine Schutzdiode D6. Die sta
bilisierte Spannung UStab versorgt ferner über eine
Leitung 15 die Prüfschaltung 8, die über eine Leitung
16 mit Masse verbunden ist.
Der Eingang 11 der Treiberschaltung 12 ist mit einem
Ausgang A eines Auslösesensors 17 verbunden, der über
Leitungen 18 und 19 von der stabilisierten Spannung
UStab versorgt wird. Der Ausgang A steht ferner mit
dem einen Anschluß eines Widerstands R1 in Verbin
dung, dessen anderer Anschluß zu dem Pluspol der sta
bilisierten Spannung UStab führt. Parallel zum Wider
stand R1 liegt eine Schutzdiode D5. Die Schutzdioden
D5 und D6 sind im Hinblick auf die stabilisierte
Spannung UStab in Sperrichtung geschaltete. Über eine
gestrichelt dargestellte Leitung 20 kann der Ausgang
A des Auslösesensors 17 mit der Zündeinrichtung des
weiteren Sicherheitssystems x verbunden sein.
Es ergibt sich folgende Funktionsweise:
Im Normalbetrieb wird der Ausgang A des Auslösesen sors 17 über den Widerstand R1 von der stabilisierten Spannung UStab auf ein positives Potential vorge spannt, wodurch der Transistor T über die Treiber schaltung 12 in seinen Sperrzustand versetzt ist. Die stabilisierte Spannung UStab stellt somit eine Sperr spannung dar. Entsprechendes gilt auch für den Port AE der Prüfschaltung 8, der über den Widerstand R2 von der stabilisierten Spannung UStab auf ein positi ves Potential vorgespannt wird. Die Sperrung des Transistors T bewirkt, daß durch die Zündpille ZP der Sicherheitseinrichtung kein Strom fließen kann, wobei ein eine Auslösung bewirkender Stromfluß überdies auch noch dadurch verhindert wird, daß sich der Schalter MS im geöffneten Zustand befindet. Am Meß kondensator C1 liegt die von dem Widerstand R4 des Spannungsteilers 7 vorgegebene Spannung U2 an.
Im Normalbetrieb wird der Ausgang A des Auslösesen sors 17 über den Widerstand R1 von der stabilisierten Spannung UStab auf ein positives Potential vorge spannt, wodurch der Transistor T über die Treiber schaltung 12 in seinen Sperrzustand versetzt ist. Die stabilisierte Spannung UStab stellt somit eine Sperr spannung dar. Entsprechendes gilt auch für den Port AE der Prüfschaltung 8, der über den Widerstand R2 von der stabilisierten Spannung UStab auf ein positi ves Potential vorgespannt wird. Die Sperrung des Transistors T bewirkt, daß durch die Zündpille ZP der Sicherheitseinrichtung kein Strom fließen kann, wobei ein eine Auslösung bewirkender Stromfluß überdies auch noch dadurch verhindert wird, daß sich der Schalter MS im geöffneten Zustand befindet. Am Meß kondensator C1 liegt die von dem Widerstand R4 des Spannungsteilers 7 vorgegebene Spannung U2 an.
Sofern in einem crash-bedingten Auslösefall der Aus
lösesensor 17 anspricht, wird dessen Ausgang A auf
Masse gelegt, wodurch die Treiberschaltung 12 den
Transistor T derart ansteuert, daß letzterer seinen
leitenden Zustand einnimmt. Die bei einem Kollisions
fall auftretende Beschleunigung führt ferner zum
Schließen des Schalters MS, so daß die Betriebsspan
nung UB über die Diode D1, den Transistor T und den
Schalter MS einen Auslösestrom über die Zündpille ZP
treibt.
Hierdurch wird die Zündpille ZP stark erwärmt und
zündet nachfolgend, so daß ein Treibsatz des Gurt
straffers auslöst.
Um die Funktionsfähigkeit des Sicherheitsystems ga
rantieren zu können, sind in regelmäßigen Abständen
Funktionsprüfungen erforderlich, die etwa den Auslö
sebedingungen entsprechen, jedoch nicht zu einer Aus
lösung führen. Hierzu schaltet die Prüfschaltung 8
den Port AE auf Massepotential. Die Diode D3 kann
diesen "Low-Zustand" nicht auf den Eingang 11 der
Treiberschaltung 12 übertragen, da diese nur dann
durchschalten würde, wenn an ihrer Anode ein gegen
über ihrer Kathode höheres Potential liegt. Der
Stromflußdauer-Begrenzungskondensator überträgt auf
grund seines dynamischen Verhaltens für eine kurze
Zeitdauer das Massepotential auf den Eingang 11 der
Treiberschaltung 12. Die Zeitdauer des daraus resul
tierenden Steuerimpulses wird über die Zeitkonstante
einer von dem Widerstand R1 und dem Stromflußdauer-
Begrenzungskondensator C2 gebildeten RC-Schaltung 21
bestimmt. Die Steuerimpulsdauer beträgt vorzugsweise
10 Mikrosekunden. Ein derartiger Steuerimpuls verur
sacht ein entsprechendes Durchschalten des Transi
stors T, wodurch ein pulsförmiger Prüfstrom IPrüf
über die Zündpille ZP in den Meßkondensator C1
fließt, der sich dadurch auf einen bestimmten Wert
auflädt, der ein Maß für den Prüfstrom IPrüf dar
stellt und der über die Leitung 9 der Prüfschaltung 8
zugeführt wird (U2).
Bei der Prüfung wird nun vorzugsweise so vorgegangen,
daß ein Steuerimpuls von der Prüfschaltung 8 über den
Stromflußdauer-Begrenzungskondensator C2 abgegeben
und dabei die Spannung U2 am Meßkondensator C1 gemes
sen wird. Erreicht die Spannung U2 eine bestimmte
Schwelle, so wird die dafür benötigte Zeitdauer er
mittelt. Diese Zeitdauer läßt unmittelbar einen Rück
schluß auf die Größe des Zündpillenwiderstandes zu,
so daß sich eine Aussage über die Funktionsfähigkeit
der Zündpille treffen läßt. Der Zündpillenwiderstand
kann sehr genau ermittelt werden, wenn über die Lei
tung 10 der Prüfschaltung 8 die Prüfspannung U1 zuge
führt wird. Eine entsprechende Auswertung wird
selbsttätig von der Prüfschaltung 8 gegebenenfalls
mit Hilfe von Mikroprozessoren vorgenommen. Sofern
man aus Kostengründen auf eine Erfassung der Prüf
spannung U1 verzichtet, läßt sich die Widerstandsbe
stimmung der Zündpille ZP unter Berücksichtigung der
maximal auftretenden Toleranz der versorgenden Span
nung ebenfalls vornehmen. Da die Toleranz beispiels
weise +/- 30% ausmachen kann, ist das Ergebnis der
Widerstandsbestimmung jedoch mit einem entsprechenden
Unsicherheitsfaktor behaftet.
Folgende Betrachtung soll verdeutlichen, daß es durch
den Testbetrieb trotz des im Prüfstromzweig erfolgen
den Stromflusses nicht zu einer Auslösung des Sicher
heitssystems kommt. Die im Test zugeführte Energie
kann durch die Kenntnis des Kapazitätswertes des
Meßkondensators C1 ermittelt werden. Beträgt der Ka
pazitätswert von C1 z. B. 2 µF und erfolgt während der
Prüfung ein Spannungshub von 7 Volt am Meßkondensator
C1, wobei von einem durch den Spannungsteiler 7 vor
gegebenen Wert U2 min von 1,75 Volt ausgegangen wird,
so gilt für die Energie:
Damit ist die umgesetzte Energie wesentlich kleiner
als die typische Zündenergie, die bei einer Zündpille
für ein derartiges Gurtstraffersystem etwa 3 mJ be
trägt. Trotz der aktiven Prüfung (Strombeaufschlagung
der Zündpille und des Transistors) sind Fehlauslösun
gen nicht zu befürchten.
Die Fig. 2a,b zeigen ein Flußdiagramm eines auf
der Auslösekreis-Überwachungsschaltung gemäß Fig. 1
ausführbaren Testprogramms.
Zunächst erfolgt gemäß Fig. 2a beim Einschalten des
Gesamtsystems ein Power-On-Reset 23, um zu verhin
dern, daß undefinierte Zustände, die beim Hochfahren
der Betriebsspannung UB auftreten können, zu einer
Fehlauslösung führen. Nach Ablauf einer Power-On-Zeit
verschwindet der Power-On-Reset und es wird eine In
itialisierung 23 vorgenommen. Im folgenden Schritt 24
wird ein Laufindex n auf Null gesetzt. Anschließend
erfolgt eine Wartezeit 25 von vorzugsweise T = 500
Mikrosekunden. Diese Wartezeit wird im wesentlichen
durch den Zeitbedarf für Prüfschritte weiterer
Sicherheitseinrichtungen, die beispielsweise an die
Diode D2 und die Leitung 20 angeschlossen sein kön
nen, vorgegeben (Fig. 1). Nunmehr wird mehrfach
eine Schleife S1 durchlaufen. Zwei Sekunden nach
Power-On wird bevorzugt alle 500 Mikrosekunden der
Zündkreis des Gurtstraffers auf Kurzschluß zur Be
triebsspannung UB bzw. Masse 2 untersucht. Bei jedem
Schleifenzyklus wird der Laufindex n um 1 erhöht
(Schritt 26) und dabei geprüft, ob die Spannung U2 am
Meßkondensator C1 innerhalb des durch den Widerstand
R4 des Spannungsteilers 7 vorgegebenen Bereichs von
1,5 V < U2 < 2 V
liegt. Ist die Spannung am Meßkondensator C1 fehler
haft - d. h. sie liegt nicht in dem genannten Bereich
(vgl. Schritt 27), so wird der Schritt 28 eingelei
tet. Hierbei wird geprüft, ob der Fehler möglicher
weise aufgrund des Schalters MS hervorgerufen ist,
der sich fälschlicherweise in seinem geschlossenen
Zustand befinden könnte. Ferner erfolgt eine Prüfung,
ob im Gurtstrafferzündkreis ein Kurzschluß zur Be
triebsspannung UB oder nach Masse 2 vorliegt. Eine
Testansteuerung durch die Prüfschaltung 8 wird dann
auf jeden Fall unterbunden.
Im nachfolgenden kann eine Fehleranzeige und/oder
Fehlerbehandlung 29 erfolgen. Hieran können sich wei
tere Prüfschritte 30 anschließen.
Liegt die Spannung U2 im vorgegebenen Bereich und
wurde die Prüfschleife S1 nmax1-mal durchlaufen
(Schritt 31), so schließt sich der Schritt 32 der Fig.
2b an. Hierbei wird die Prüfspannung U1 erfaßt.
Dieses kann über einen A/D-Wandler erfolgen, wobei
der ermittelte Wert über die Leitung 10 der Prüf
schaltung 8 zugeführt wird. Es ist - nach einer al
ternativen Ausführungsform - jedoch auch möglich, daß
lediglich geprüft wird, ob die Prüfspannung U1 inner
halb vorgegebener Min- und Max-Grenzen liegt.
Im Folgeschritt 33 erfolgt in Abhängigkeit der ermit
telten Prüfspannung U1 die Festlegung einer oberen
Grenze no und einer unter Grenze nu für den Laufindex
n. Dieses deshalb, weil die Größe der Prüfspannung U1
die Ladezeit des Meßkondensators C1 beeinflußt. Die
Anzahl der Durchläufe der im nachfolgenden noch näher
erklärten Schleife S2 bis zum Erreichen einer be
stimmten Schwellenspannung am Meßkondensator C1 (z. B.
5 V) ist insofern von der Größe der Prüfspannung U1
abhängig.
Im Schritt 34 erfolgt nochmals - sozusagen als Aus
gangswert für die nachfolgende Prüfung - der Check,
ob sich die Kondensatorspannung U2 innerhalb des zu
lässigen Bereiches zwischen 1,5 und 2 V befindet. Ist
dies nicht der Fall, so wird auf den zuvor schon er
wähnten Schritt 28 übergegangen. Befindet sich der
Zündkreis des Gurtstraffers in einwandfreiem Zustand,
so erfolgt Schritt 35, bei dem der Port AE auf "Low"-Poten
tial gesetzt wird. Mithin wird nun über die
Prüfschaltung 8 eine Testansteuerung des Gurtstraf
fer-Auslösekreises vorgenommen.
Im Schritt 36 wird der Laufindex n = 0 gesetzt. Der
Meßkondensator C1 kann nunmehr innerhalb einer be
stimmten Zeit (nmax2× Schleifendauer S2) die vorge
gebene Schwellenspannung von U2 = 5 V erreichen, so
fern keine Fehler vorliegen. Die bereits erwähnte,
dem Schritt 36 nachfolgende Schleife S2 beginnt mit
der Prüfung, ob der Laufindex n bereits den Endwert
nmax2 erreicht hat (37). Sofern dieses nicht der Fall
ist, wird eine Wartezeit 38 von T = 1 Mikrosekunde
durchlaufen und der Laufindex n dann um einen Wert
erhöht (39). Anschließend erfolgt im Schritt 40 die
Prüfung, ob die Spannung U2 am Meßkondensator C1 be
reits den Schwellenwert 5 V überschritten hat. Ist
dieses nicht der Fall, so springt die Schleife S2 zu
rück auf den Schritt 37. Wurde nmax2-mal die Schleife
S2 durchlaufen und nicht der Schwellenwert am Meßkon
densator C1 erreicht, so wird zum Schritt 41 überge
gangen, der eine Fehleranzeige und/oder Fehlerbehand
lung hinsichtlich eines fehlerhaften Gurtstraffer
zündkreises betrifft. Hieran können sich weitere
Prüfschritte 42 anschließen.
Wurde im Schritt 40 die 5 V-Schwelle der Spannung U2
am Meßkondensator C1 überschritten, so erfolgt gemäß
Schritt 43 die Prüfung, ob die Anzahl der Durchläufe
der Schleife S2 innerhalb des im Schritt 33 festge
legten unteren und oberen Laufindex nu, no liegt. Ist
dies nicht der Fall, so wird zur Fehlermeldung (41)
übergegangen. Anderenfalls wird die Prüfung erfolg
reich beendet, d.h. der Auslösestromkreis des Gurt
straffers befindet sich in einwandfreiem Zustand.
Die Vorteile der beschriebenen Auslösekreis-Überwa
chungsschaltung bestehen insbesondere darin, daß
durch den Stromflußdauer-Begrenzungskondensator C2
auf einfache Weise hardwaremäßig die Maximalzeit der
Ansteuerung der Gurtstrafferendstufe (Transistor T)
festgelegt werden kann. Diese Ansteuerung kann bei
spielsweise für die Zeit von 10 Mikrosekunden erfol
gen. Eine Zündung der Zündpille ist selbst bei ge
schlossenem Schalter MS in der durch den Strom
flußdauer-Begrenzungskondensator C2 vorgewählten Zeit
nicht möglich. Es reicht die bei der Prüfung umge
setzte Energie nicht aus, um eine Zündung herbeizu
führen.
Überdies ist es durch eine geeignete Ausgestaltung
der Software möglich, eine Prüfung des Zündkreises
über mehrere Sekunden mit einer hohen Abtastrate
durchzuführen, so daß auch prellende Kurzschlüsse
entdeckt werden können (vgl. Schleife S1 in Fig. 2a).
Vor der eigentlichen Prüfung, bei der eine Ansteue
rung der Endstufe (Transistor T) des Zündkreises er
folgt, kann durch geeignete Software eine Prüfung im
Hinblick auf die Stellung des Schalters MS und bezüg
lich eines Kurzschlusses nach Masse 2 oder zur Be
triebsspannung UB vorgenommen werden (vgl. Schritte
27, 28, 34).
Claims (10)
1. Auslösekreis-Überwachungsschaltung in elektrisch
aktivierbaren Sicherheitssytemen, insbesondere Insas
sen-Rückhaltesystemen in Fahrzeugen, wie Airbag,
Gurtstraffer oder dergleichen mit einem einen Steuer
anschluß aufweisenden Zündschaltglied, dessen Schalt
strecke zum Einschalten eines elektrischen Zündele
ments des Sicherheitssystems dient, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Prüfschaltung
(8) über einen Stromflußdauer-Begrenzungskondensator
(C2) mit dem Steueranschluß (Eingang 11, Basis eines
Transistors T) verbunden ist und daß ein über das
Zündelement (5) fließender Prüfstrom (IPrüf) von ei
ner Erfassungsschaltung (C1, 8) ausgewertet wird.
2. Überwachungsschaltung nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß der
Stromflußdauer-Begrenzungskondensator (C2) Teil einer
RC-Schaltung (21) ist.
3. Überwachungsschaltung nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die RC-Schaltung (21) aus der Reihenschal
tung des Stromflußdauer-Begrenzungskondensators (C2)
und einem Potentialvorgabe-Widerstand (R1) gebildet
ist, der mit seinem einen, ersten Anschluß an einer
Sperrspannung liegt und der mit seinem anderen,
zweiten, zum Stromflußdauer-Begrenzungskondensator
(C2) führenden Anschluß mit dem Steueranschluß (11,
Basis des Transistors T) verbunden ist.
4. Überwachungsschaltung nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß der Steueranschluß (11, Basis des Transi
stors T) mit einem Auslösesensor (17) des Sicher
heitssystems verbunden ist.
5. Überwachungsschaltung nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, gekennzeichnet durch
eine parallel zum Stromflußdauer-Begrenzungskondensa
tor (C2) liegende Entkopplungsdiode (D3).
6. Überwachungsschaltung nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Erfassungseinrichtung (C1, 8) einen in
Reihe zum Zündelement (5) liegenden Meßkondensator
(C1) aufweist.
7. Überwachungsschaltung nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß der Prüfstrom (IPrüf) durch Erfassung des
Ladezustands des Meßkondensators (C1) ermittelt wird.
8. Überwachungsschaltung nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Prüfschaltung (8) die den Prüfstrom
(IPrüf) treibende Prüfspannung (U1) erfaßt.
9. Überwachungsschaltung nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß parallel zum Meßkondensator (C1) ein
Schalter (MS) mit beschleunigungsabhängiger Schließ
funktion liegt.
10. Überwachungsschaltung nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß das Zündschaltglied (4) als Transistor (T)
ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893920693 DE3920693A1 (de) | 1989-06-24 | 1989-06-24 | Ausloesekreis-ueberwachungsschaltung, insbesondere in fahrzeuginsassen-sicherheitssystemen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893920693 DE3920693A1 (de) | 1989-06-24 | 1989-06-24 | Ausloesekreis-ueberwachungsschaltung, insbesondere in fahrzeuginsassen-sicherheitssystemen |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3920693A1 true DE3920693A1 (de) | 1991-01-10 |
Family
ID=6383465
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19893920693 Withdrawn DE3920693A1 (de) | 1989-06-24 | 1989-06-24 | Ausloesekreis-ueberwachungsschaltung, insbesondere in fahrzeuginsassen-sicherheitssystemen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1989
- 1989-06-24 DE DE19893920693 patent/DE3920693A1/de not_active Withdrawn
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| WO1989009147A1 (fr) | Dispositif electronique |
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