DE3900973C1 - Filter unit with progressively responding warning and extinguishing device - Google Patents

Filter unit with progressively responding warning and extinguishing device

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Description

Die Erfindung betrifft eine Filteranlage mit mehreren im Filtergehäuse angeordneten Filtereinheiten in Form von Filtertaschen oder Filterschläuchen, insbesondere für den Einsatz im untertägigen Berg- und Tunnelbau, mit einer dem Filtergehäuse zugeordneten Warn- und Löscheinrichtung.
Im untertägigen Berg- und Tunnelbau aber auch in der übrigen Industrie eingesetzte Entstaubungsfilter werden insbesondere dann mit Löscheinrichtungen gekoppelt, wenn sie mit aus Tuch oder ähnlichem Material bestehenden Filter­ taschen und Filterschläuchen ausgerüstet sind. Diesen Filteranlagen mit den Löscheinrichtungen sind zusätzlich Warneinrichtungen meist mit Temperaturfühlern ausgerüstete Warneinrichtungen zugeordnet, die rechtzeitig auf die Ent­ zündung von Filtereinzelteilen aufmerksam machen sollen. Nach Anspringen der Warneinrichtung wird dann der Glimm- oder offene Brand mit im Bereich der Filteranlage ange­ ordneten Feuerlöschern gelöscht.
Diese Filter haben jedoch alle den Nachteil, daß die Temperaturüberwachung nicht immer an der Stelle sein kann, wo der Brandherd entsteht. Das bedeutet zum Beispiel bei Großfilteranlagen mit 100 oder bis zu 1000 einzelnen Filter­ schläuchen oder Filtertaschen, daß bei Entzündung einer der Taschen die Temperatur an dieser Tasche zufällig nicht abgenommen wird, der Brand erst viel spät entdeckt wird, da es nicht möglich ist, beispielsweise 1000 Temperatur­ fühler an jeder möglichen Stelle zu positionieren, wo eventuell ein Brand entstehen könnte. Weisen diese Filter 2 bis 3 m Höhe auf, so müßten darüber hinaus Temperatur­ fühler auch noch über die Höhe verteilt vorgesehen sein, über die dann entsprechende Warnvorgänge ausgelöst würden. Aufgrund dieser Mängel hat sich das Warnfiltersystem bisher nicht durchsetzen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine auch unter Tage einsetzbare Filteranlage mit einer die die Funktionstüchtigkeit und Verfügbarkeit des Filters bei Fehlalarm und zugleich auch nach dem Ansprechen optimal gewährleistenden Warn- und Löscheinrichtung zu schaffen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Filtergehäuse ein- und ausgangsseitig einen über eine Steuerung betätigten Klappverschluß aufweist, dem Filter­ gehäuse zusätzlich zum Temperaturmelder ein Rauchmelder zugeordnet ist, die die Steuerung ansprechend miteinander und über die Steuerung mit der Löscheinrichtung gekuppelt sind und daß die Steuerung so ausgebildet ist, daß
  • - bei Überschreiten des vorgegebenen CO-Grenzwertes zunächst der Lüfter ausschaltet und die Klappenverschlüsse schließen,
  • - bei dann weiter ansteigender Temperatur und ansteigendem CO-Wert die Löscheinrichtung anspringt und
  • - bei konstanter Temperatur und konstantem CO-Wert ohne oder nach Anspringen der Löscheinrichtung die Klappenverschlüsse öffnen und der Lüfter wieder anspringt.
Bei einer derart ausgerüsteten Filteranlage ist sicher­ gestellt, daß im Filter entstehende Brände frühzeitig ent­ deckt und durch geeignete Maßnahmen bekämpft werden, wobei das den Betrieb ein zeitverhinderndes Löschen nur dann vorgenommen wird, wenn aufgrund einer Nachprüfung sich der Feueralarm als richtig erwiesen hat. Dabei macht sich die Erfindung zu Nutze, daß bei einem wirklichen Schwelbrand oder sonstigen Brand nach dem Schließen des Filtergehäuses der CO-Wert und auch die Temperatur sprunghaft ansteigen. Nur dann wird über die Steuerung das Ventil der Löschein­ richtung geöffnet, so daß der Löschvorgang dann schnell und absolut sicher abläuft. Erst nach dem Ablöschen öffnet der Filter wieder und kann seinen Betrieb nach Austausch der beschädigten Filtertaschen wieder aufnehmen. Dringt beispielsweise aufgrund von Schießarbeiten mit CO belastete staubhaltige Luft in das Filtergehäuse ein, so wird der Vorwarnmechanismus ausgelöst, ohne daß die eigentliche Löscheinrichtung anspringt, da nach entsprechender Nach­ prüfung wegen fehlenden Anstieges des CO-Wertes und der Temperatur das Filtergehäuse wieder geöffnet und der Lüfter eingeschaltet wird. Damit ist ein gerade für den unter­ tägigen Einsatz optimal geeignetes System geschaffen, das gerade dem besonderen Sicherheitsbedürfnis der unter Tage Tätigen voll genügt.
Weitere Merkmale sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß eine Filteranlage mit einer Warn- und Löscheinrichtung geschaffen ist, die sehr kurzfristig und sicher arbeitet und mit der sichergestellt werden kann, daß auch nur bei wirklich vorhandenem Brand eine Flutung des Filtergehäuses vorgenommen wird. Das gesamte System arbeitet automatisch, wodurch vorteilhafterweise ein Fehlverhalten von Personen ausgeschlossen bleibt.
Weitere Einzelheiten werden anhand der einzigen Figur erläutert, die einen Längsschnitt durch die Filteranlage wiedergibt.
Die Filteranlage ist in Seitenansicht wiedergegeben, wobei die Wände des geschnittenen Filtergehäuses (1) ledig­ lich als einfache Linien wiedergegeben sind, weil diese Einzelheiten für die vorliegende Erfindung nicht von Bedeu­ tung sind. Im Filtergehäuse sind ein Temperaturmelder (2) und ein Rauchmelder (3) untergebracht, und zwar zwischen dem eingangsseitigen Klappenverschluß (6) und dem ausgangs­ seitigen Klappenverschluß (7). Da es darum geht, einen im Filtergehäuse (1) entstandenen Brand festzustellen, sind der Temperaturmelder (2) und auch der Rauchmelder (3) im Bereich des ausgangsseitigen Klappenverschlusses (7) vorgesehen.
Im Filtergehäuse (1) ist eine Löscheinrichtung (5) installiert, die aus über die Länge verteilt angeordneten Löschdüsen (5′, 5′′, 5′′′) besteht. Diese werden bei Öffnen des Magnetventils (4) mit Wasser versorgt, so daß das Filtergehäuse (1) in kurzer Zeit geflutet ist, so daß ein Brand kurzfristig gelöscht werden kann.
Ein im Filtergehäuse (1) entstandener Schwelbrand erzeugt zwangsläufig CO. Kleinste CO-Spuren auch im Bereich unter 0,1% sind einwandfrei meß- und wahrnehmbar, was über den als CO-Wächter ausgebildeten Rauchmelder (3) er­ folgt. Meldet dieser Rauchmelder (3) über einem vorgegebenen Grenzwert liegende CO-Meßwerte, so werden die Klappenver­ schlüsse (6 und 7) aus Sicherheitsgründen geschlossen, wobei gleichzeitig der Lüfter ausgeschaltet wird.
Sollte nun im Filtergehäuse (1) ein Schwelbrand vor­ handen sein, steigt naturgemäß der CO-Meßwert sowie die Temperatur, die am Temperaturmelder (2) und Rauchmelder (3) ermittelt werden, sprunghaft an. Dies führt zum Anspre­ chen der Löscheinrichtung (5), wobei die vorgesehene Steuerung die notwendigen Schaltsignale veranlaßt.
Im Berg- und Tunnelbau, aber auch in anderen Bereichen ist es möglich, daß durch das Abtun von Schüssen oder ähnlichen Maßnahmen zwangsläufig eine CO-Anreicherung in der Luft vorhanden ist, die aber nicht dazu führen muß, daß die Filteranlage abgeschaltet wird. Auch wäre ein Lösch­ vorgang völlig unzweckmäßig, da dann das gesamte Filter­ system für einige Stunden außer Betrieb genommen werden müßte. Deshalb wird nach etwa 30 Sekunden oder auch 60 Sekunden oder einer anderen vorgegebenen Zeit, je nach Größe der Filteranlage, noch einmal Temperatur und CO gemessen, woraus dann gefolgert werden kann, ob im Filter tatsächlich ein Brand vorhanden ist oder nicht. Ist das nicht der Fall, öffnen die Klappenverschlüsse (6, 7) wieder und nach Anspringen des Lüfters kann die Filteranlage auto­ matisch wieder in Tätigkeit treten.
Ist jedoch ein Filterbrand vorhanden, so wird gleich­ zeitig über den Temperaturmelder (2) und den Rauchmelder (3) und die Steuerung das Magnetventil (4) betätigt, so daß nun ausschließlich Wasser über die Löscheinrichtung (5) in das Filtergehäuse (1) eingedüst wird. Es wird nur Wasser eingedüst, weil dann praktisch im Filter durch das hermetische Abschließen auf der Saug- und Druckseite das Wasser das Filtergehäuse (1) flutet und dabei den Brand löscht, ohne daß die Funktion der Filteranlage als solche vollständig zerstört würde. Nach dem Fluten ist es vielmehr schnell möglich, die schadhafte Filtertasche oder den Schlauch auszuwechseln und mit normaler Luft das gesamte Filtergehäuse (1) zu trocknen und damit die Filteranlage nach kurzer Zeit wieder einsatzbereit zu haben.

Claims (6)

1. Filteranlage mit mehreren im Filtergehäuse ange­ ordneten Filtereinheiten in Form von Filtertaschen oder Filterschläuchen, insbesondere für den Einsatz im unter­ tägigen Berg- und Tunnelbau, mit einer dem Filtergehäuse zugeordneten Warn- und Löscheinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß das Filtergehäuse (1) ein- und ausgangsseitig einen über eine Steuerung betätigten Klappenverschluß (6, 7) aufweist, dem Filtergehäuse zusätzlich zum Temperaturmelder (2) ein Rauchmelder (3) zugeordnet ist, die die Steuerung ansprechend miteinander und über die Steuerung mit der Löscheinrichtung (5) gekuppelt sind und daß die Steuerung so ausgebildet ist, daß
  • - bei Überschreiten des vorgegebenen CO-Grenzwertes zunächst der Lüfter ausschaltet und die Klappenverschlüsse (6, 7) schließen,
  • - bei dann weiter ansteigender Temperatur und ansteigendem CO-Wert die Löscheinrichtung (5) anspringt und
  • - bei konstanter Temperatur und konstantem CO-Wert ohne oder nach Anspringen der Löscheinrichtung die Klappen­ verschlüsse öffnen und der Lüfter wieder anspringt.
2. Filteranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Temperatur- und Rauchmelder (2, 3) oder der Steue­ rung eine Uhr zugeordnet ist.
3. Filteranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Löscheinrichtung (5) als Wasserfluteinrichtung ausgebildet ist.
4. Filteranlage nach Anspruch 1 und Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Löscheinrichtung (5) von über die Länge des Filter­ gehäuses verteilt angeordnete Löschdüsen (5′, 5′′, 5′′′) gebildet.
5. Filteranlage nach Anspruch 1, Anspruch 3 und Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Löscheinrichtung (5) ein den Löschdüsen (5′, 5′′, 5′′′) vorgeordnetes und mit der Steuerung verbundenes Magnetventil (4) aufweist.
6. Filteranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rauchmelder (3) ein CO-Wächter ist.
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