DE3779546T2 - Blochzeilenspeicheranordnung. - Google Patents

Blochzeilenspeicheranordnung.

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Blochzeilenspeicheranordnung und insbesondere den Aufbau von Streifenmagnetbereichen, der vertikale Blochzeilen als Informationsträger speichert.
  • BESCHREIBUNG DES ENTSPRECHENDEN STANDES DER TECHNIK
  • Wie eine Magnetblasenspeicheranordnung verwendet eine Blochzeilenspeicheranordnung einen magnetischen Granatfilm als ein Speichermedium. Der magnetische Granatfilm wird so gebildet, daß seine Filmebene eine (111)-Fläche hat. Jedoch ist eine Informationsspeicherart bei diesen beiden Anordnungen sehr unterschiedlich. Und zwar entspricht bei der Magnetblasenspeicheranordnung die Anwesenheit oder Abwesenheit eines Blasenbereichs einer Information von "1" oder "0". Bei der Blochzeilenspeicheranordnung entspricht andererseits die Anwesenheit oder Abwesenheit eines Blochzeilenpaares in einer magnetischen Wand, die einen Streifenmagnetbereich einschließt, der eine gestreckte Magnetbereichform hat, einer Information von "1" oder "0". Diese Situation ist in Fig. 1 veranschaulicht. In dieser Figur stellt ein Aufwartspfeil 103 in einem Streifenmagnetbereich 2, der in einem magnetischen Granatfilm 6 vorliegt, die Magnetisierungsrichtung im Streifenmagnetbereich 2 dar, und ein Pfeil 5 in einer magnetischen Wand 1 stellt die Magnetisierungsrichtung der magnetischen Wand 1 dar. Besonders stellt ein Pfeil 101 auf einer Mittellinie in der magnetischen Wand 1 die Magnetisierungsrichtung der magnetischen Wand in einem mittleren Teil der magnetischen Wand 1 dar. Ein zur Fläche der magnetischen Wand 1 senkrechter Pfeil 102 stellt die Magnetisierungsrichtung in einem mittleren Teil einer vertikalen Blochzeile (anschließend einfach als Blochzeile bezeichnet) dar. Ein Teil 4a, wo ein Paar von Blochzeilen 3 vorliegt, entspricht der Information von "1", während ein Teil 4b, wo keine Blochzeile vorliegt, der Information von "0" entspricht.
  • Das als Informationsträger verwendete Paar 4a von Blochzeilen 3 ist ein Mikrogefüge einer Bereichswand, die in der magnetischen Wand 1 vorliegt und den Streifenmagnetbereich 2 einschließt, wie in Fig. 1 gezeigt ist. Die Blochzeilen 3 existieren in der magnetischen Wand 1 stabil und können sich in der magnetischen Wand 1 frei bewegen. Daher kann, wenn eine Vielzahl von Streifenmagnetbereichen 2 in einer Gegenüberstellung mit den Blochzeilen 3 in den magnetischen Wänden der zugehörigen Streifenmagnetbereiche angeordnet werden, ein Speicherbereich wie eine kleinere Schleife des Magnetblasenspeichers aufgebaut werden.
  • Die Existenz solcher Blochzeilen ist lange bekannt, und Versuche und Analysen derselben haben gezeigt, daß die Bewegungsgeschwindigkeit eines Magnetbereichs wegen der Existenz der Blochzeilen langsamer wird. In der Magnetblasenspeicheranordnung, in der Magnetbereiche bewegt werden müssen, wird ein Blochzeilen enthaltender Magnetbereich eine harte Blase genannt, und es wurden Anstrengungen unternommen, um die Entstehung solcher harter Blasen zu vermeiden. Andererseits wird in der Blochzeilenspeicheranordnung die Existenz der Blochzeilen positiv ausgenutzt.
  • Die physikalische Abmessung einer Blochzeile ist etwa ein Zehntel der Breite eines Streifenmagnetbereichs mit der Blochzeile darin. Viele Blochzeilen können in einem Streifenmagnetbereich enthalten sein. Beispielsweise kann im Fall, wo ein magnetischer Granatfilm verwendet wird, der zur Verwendung in einem Magnetblasenspeicher entwickelt wurde, worin die Breite des Streifenmagnetbereichs 1 um ist, der Streifenmagnetbereich etwa 5 x 10&sup8; Blochzeilen je 1 cm² aufweisen. Demgemäß kann, wenn zwei Blochzeilen paarweise als Informationsträger zugeordnet werden, ein Speicher in der Größenordnung von 256 Mbit/cm² hergestellt werden.
  • Die Blochzeilen haben außer dem Aufweisen ihrer feinen Abmessung noch einen Grund, weshalb ein Speicher hoher Kapazität geschaffen werden kann. Und zwar nimmt, da in der Blochzeilenspeicheranordnung ein Magnetfeld in einer zu einer Oberfläche oder Filmebene des magnetischen Granatfilms senkrechten Richtung zur Fortpflanzung oder Übertragung von Information verwendet wird, während in der Magnetblasenspeicheranordnung ein Informationsträger durch Rotieren in einem innerebenigem Feld fortgepflanzt wird, ein Fortpflanzungsspurmuster in der Biochzeilenspeicheranordnung eine vereinfachte planare Ausbildung und Konstruktion an, die eine Verbesserung der Dichte der Anordnung erleichtert
  • Fig. 2 zeigt ein Beispiel des Ausbreitungsspurmusters. Ein Blochzeilenpaar 4 liegt in einer magnetischen Wand vor, die einen Streifenmagnetbereich 2 einschließt, der in einem magnetischen Granatfilm 6 vorhanden ist, der auf einem Substrat 9 gebildet ist. Der Streifenmagnetbereich 2 liegt vor, um eine Nutenvertiefung 8 einzuschließen, die in einem Teil des magnetischen Granatfilms 6 gebildet ist. Die Nutenvertiefung 8 ist ein Mittel zum Anordnen vieler Streifenmagnetbereiche 2 in Gegenüberstellung und zum Festlegen ihrer Lagen. Das Blochzeilenpaar 4 wird in der magnetischen Wand 1 durch ein senkrecht zur Oberfläche des magnetischen Granatfilms 6 angelegtes Magnetfeld HP bewegt. Damit das Blochzeilenpaar 4 zu dieser Zeit um einen bestimmten Betrag bewegt wird, ist ein Fortpflanzungsspurmuster 7 auf dem Streifenmagnetbereich 2 vorgesehen. Das Blochzeilenpaar 4 wird durch ein innerebeniges Feld 104 mit der gleichen Richtung wie der Magnetisierung 105 eines durch das Blochzeilenpaar eingeschlossenen Bereichs festgelegt. Durch Wahl der Größen der senkrechten und innerebenigen Felder HP und 104 derart, daß sie innerhalb ihrer vorbestimmten Bereiche liegen, und durch einmaliges Anlegen des senkrechten Feldes HP kann das Blochzeilenpaar 4 unter das nächste Fortpflanzungsspurmuster 7 bewegt werden. Das Erfordernis des Fortpflanzungsspurmusters 7 zur Durchführung dieses Vorgangs ist nur, eine Funktion der Erzeugung des innerebenigen Feldes 104 zu haben, und daher kann das Muster 7 durch Wiederholung einer einfachen rechteckigen Form, wie in Fig. 2 gezeigt, vorgesehen werden.
  • Wie aus der vorstehenden Erläuterung ersichtlich, kann sich das Blochzeilenpaar als ein Informationsträger frei um den Streifenmagnetbereich bewegen. Um Information, wie erfordert, einzuschreiben und abzulesen, ist es erforderlich, Funktionsbereiche an der Außenseite des Speicherbereichs anzuordnen. Ein Blochzeilenspeicher ist schematisch in Fig. 3 gezeigt. Der Speicherbereich ist aus einer Vielzahl von gegenübergestellten Streifenmagnetbereichen 2 aufgebaut. Das Fortpflanzungsspurmuster 7 ist so vorgesehen, daß es die Streifenmagnetbereiche 2 angenähert unter einem rechten Winkel kreuzt. Einschreib- und Ablesefunktionsbereiche 121 und 120 sind auf der rechten bzw. der linken Seite der Streifenmagnetbereiche 2 vorgesehen.
  • Das Einschreiben der Blochzeilen wird durchgeführt, indem man einen Strom durch einen Leiter fließen läßt, der in der Nähe eines linksendigen Teils des Streifenmagnetbereichs 2 gebildet ist, um ein örtliches Magnetfeld zu erzeugen, so daß die Magnetisierung der Magnetwand um 180º umgekehrt wird. Und zwar wird die Magnetisierung des Bereichs 4b von "0", die in Fig. 1 gezeigt ist, so umgekehrt, daß sie die Magnetisierungsrichtung des Teils 4a von "1" annimmt. Zu dieser Zeit ändert sich die Magnetisierung kontinuierlich an einer Grenzfläche zwischen dem umgekehrten Bereich und einem nicht umgekehrten Bereich, um einen Zustand zu erzeugen, in dem die Magnetisierung bezüglich der magnetischen Wand um 90º geändert wird. Dieser Zustand liefert eine Blochzeile. Solche Blochzeilen werden notwendigerweise in einer Paarform erzeugt, und daher wird ein Speicher durch Zuordnung eines Blochzeilenpaars zu einer Informationseinheit aufgebaut.
  • Wenn es erwünscht ist, "0" oder kein Blochzeilenpaar in den Streifenmagnetbereich einzuschreiben, wird ein Abstand zwischen dem linken Endteil des Streifenmagnetbereichs 2 und dem Einschreibleiter groß gemacht, so daß ein Magnetfeld, das die Magnetisierungsumkehr hervorruft, auf den Streifenmagnetbereich 2 nicht einwirkt. Um nur einen gewünschten Streifenmagnetbereich vom Einschreibleiter zu beabstanden, wird ein Mittel verwendet, das die Existenz einer Magnetblase 10 am Endteil dieses Streifenmagnetbereichs verursacht. Die Magnetblase 10 ruft eine elektromagnetische Abstoßkraft hervor, die am linken Endteil des Streifenmagnetbereichs 2 wirkt, wodurch der Streifenmagnetbereich 2 kontrahiert wird. Als Ergebnis wird die oben erwähnte Lagebeziehung zwischen dem Einschreibleiter und dem Streifenmagnetbereich 2 verwirklicht. Um zu bewirken, daß Magnetblasen im Einschreibfunktionsbereich 120 existieren, wird der Einschreibfunktionsbereich 120 mit einer Magnetblasenübertragungsspur 110 und einem Magnetblasenerzeuger 11 versehen. Die Magnetblasenfortpflanzungsspur 110 überträgt eine Magnetblase 10 vom Magnetblasenerzeuger 11 zur linken Seite eines vorbestimmten Streifenmagnetbereichs 2.
  • Das Ablesen von Information wird durchgeführt, indem man die Anwesenheit ober Abwesenheit von Blochzeilen in die Anwesenheit oder Abwesenheit einer Magnetblase umwandelt. Für diese Umwandlung wird ein Verfahren angewendet, das von Konishi auf den Seiten 1838-1840 und 1841-1843 von IEEE TRANSACTIONS ON MAGNETICS, vol. Mag-19, No. 5 (1983) beschrieben ist. Und zwar werden, wenn eine Blochzeile vorliegt, die Magnetisierungsrichtungen der magnetischen Wand auf den entgegengesetzten Seiten der Blochzeile bezüglich einander umgekehrt. Wegen dieser Änderung der Bereichswandstruktur findet eine Änderung bezüglich der Leichtigkeit des Zerhackens eines Endteils des Streifenmagnetbereichs statt, wenn eine Blochzeile zum Endteil des Streifenmagnetbereichs bewegt wird. Durch Auswahl einer vorbestimmten Zerhackerbedingung kann daher das Zerhacken einer Magnetblase vom Streifenmagnetbereich nur in dem Fall erfolgen, wo eine Blochzeile am Endteil des Streifenmagnetbereichs vorliegt. Dieses Zerhacken wird am Ablesefunktionsbereich 121 durchgeführt. Die abgetrennte Magnetblase wird durch eine Fortpflanzungsspur 111 zum Ablesen zu einem Magnetblasendetektor 12 übertragen, durch den die Anwesenheit der Magnetblase in ein elektrisches Signal umgewandelt wird. Die Anwesenheit oder Abwesenheit dieses elektrischen Signals entspricht der Anwesenheit oder Abwesenheit der Magnetblase und somit der Anwesenheit oder Abwesenheit der Blochzeilen (d. h. Information) am Endteil eines vorbestimmten Streifenmagnetbereichs. In dieser Weise wird der Ablesevorgang durchgeführt. Eine solche Blochzeilenspeicheranordnung ist im einzelnen im US-Patent 4 583 200 (= EP-A-0 106 358) beschrieben.
  • Die oben beschriebene Blochzeilenspeicheranordnung hat ein Problem, daß eine Information oder Blochzeile an dem Speicherbereich oder Funktionsbereich(en) eingefangen wird, so daß die Information verloren geht oder von einer gewünschten Adressenlage abweicht, wodurch ein genaues Ablesen von Information unmöglich wird. Dieses Problem wird unter Verwendung von Fig. 4 erläutert. Fig. 4 ist eine Darstellung, die den Zustand eines Streifenmagnetbereichs 2 zeigt, der in einem magnetischen Granatfilm 6 vorliegt, der auf einem Substrat 9 gebildet ist. Ein Blochzeilenpaar 4 liegt in einer magnetischen Wand 1 des Streifenmagnetbereichs 2 vor. Ein Leiter 14 ist zur Steuerung der Lage des Blochzeilenpaars 4 vorgesehen. Der Leiter 14 nimmt einen der in den in Fig. 3 gezeigten Funktionsbereichen 120 und 121 enthaltenen Leiter an. Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, ist der Leiter 14, eine Längsrichtung des Streifenmagnetbereichs 2 unter einem angenähert rechten Winkel kreuzend, angeordnet.
  • Der Leiter 14 wird durch Fotolithografie gebildet oder erarbeitet. Üblicherweise bleibt, da der Wärmeausdehnungskoeffizient des Leiters 14 von dem des magnetischen Granatfilms 6 verschieden ist, eine Restspannung nach der Bildung des Leiters 14. Diese Spannung liefert eine Änderung einer senkrechten magnetischen Anisotropie des magnetischen Granatfilms 6. Und zwar ist eine magnetische leichte Achse des magnetischen Granatfilms 6 üblicherweise in einer zur Filmebene senkrechten Richtung, doch die durch den Leiter 14 hervorgerufene Restspannung ändert die magnetische leichte Achse direkt unterhalb des Leiters 14 zu einer Richtung in der Filmebene. Daher ergibt sich eine Erscheinung, daß die Magnetisierung 103', die aufwärts ander Außenseite des Streifenmagnetbereichs 2 ist, in die Filmebene an einem Teil 150 direkt unterhalb des Leiters 14 fällt. Diese Erscheinung tritt auch in der magnetischen Wand 1 auf, in der Blochzeilen existieren. Wenn das Fallen der Magnetisierung in die Filmebene auftritt, wirkt diese innerebenige Magnetisierung als Widerstand beim Bewegen eines Blochzeilenpaars. Als Ergebnis werden die Blochzeilen durch die innerebenige Magnetisierung eingefangen, wodurch eine glatte Ausbreitung der Blochzeilen unmöglich wird.
  • Ein ähnliches Problem tritt auch direkt unterhalb des Fortpflanzungsspurmusters 7 auf. Dieses Problem ist allen auf dem magnetischen Granatfilm gebildeten Mustern gemeinsam.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Blochzeilenspeicheranordnung vorzusehen, die sich zum glatten Bewegen eines Blochzeilenpaars in Speicher- und Funktionsbereichen eignet, wodurch bessere Betriebseigenschaften erreicht werden.
  • Wie schon erwähnt wurde, bleibt, wenn ein Leitermuster od. dgl. auf einem magnetischen Granatfilm gebildet wird, eine Restspannung nach der Bildung des Musters zurück. Diese Restspannung stört die uniaxiale magnetische Anisotropie des magnetischen Granatfilms direkt unter dem Muster. Die Störung der uniaxialen Anisotropie führt zu einem Widerstand beim Bewegen eines Blochzeilenpaars oder zum Auftreten einer Einfangerscheinung, die die glatte Bewegung des Blochzeilenpaars beeinträchtigt.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung werden das obige Ziel erreicht und dieses Problem durch eine Blochzeilenspeicheranordnung gelöst, die einen senkrecht magnetisierten Magnetfilm mit einer (111)-Fläche als Oberfläche, Schreibmittel zum Einschreiben eines Blochzeilenpaares in einen Streifenmagnetbereich entsprechend einer Information und Lesemittel zum Lesen einer Information auf der Basis der Anwesenheit oder Abwesenheit eines Blochzeilenpaares in einem Streifenmagnetbereich aufweist, wobei eine Mehrzahl von Streifenmagnetbereichen im Magnetfilm gebildet werden, jeder der Streifenmagnetbereiche eine magnetische Wand hat, in der ein Blochzeilenpaar als ein Informationsträger gespeichert wird, und die Anordnung außerdem ein Leitermuster enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifenmagnetbereiche im wesentlichen mit ihrer Längsrichtung parallel zu den kristallographischen Richtungen [ 2] und [11 ], [ 2 ] und [1 1] oder [2 ] und [ 11] des Magnetfilms angeordnet sind und das Leitermuster im wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung der Streifenmagnetbereiche angeordnet ist.
  • So kann jeder etwaige Einfluß, den die in die Filmebene des magnetischen Granatfilms fallende Magnetisierung auf ein Blochzeilenpaar ausübt, verringert werden, wodurch eine glatte Ausbreitung des Blochzeilenpaares erreicht wird.
  • Die obigen Aufgaben und viele der zugehörigen Vorteile der vorliegenden Erfindung werden beim Lesen der folgenden näheren Beschreibung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen ohne weiteres erkannt.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Fig. 1 ist eine Darstellung, die einen Streifenmagnetbereich zusammen mit Blochzeilen zeigt, die in einer magnetischen Wand des Streifenmagnetbereichs vorliegen;
  • Fig. 2 ist eine Darstellung, die einen Teil des Streifenmagnetbereichs zeigt, der einen Speicherbereich bildet;
  • Fig. 3 ist eine Darstellung, die einen allgemeinen Aufbau einer Blochzeilenspeicheranordnung zeigt;
  • Fig. 4 ist eine Darstellung zur Veranschaulichung eines Einflusses, den eine in einem Leiter od. dgl. zurückbleibende Restspannung auf die uniaxiale magnetische Anisotropie eines magnetischen Granatfilms ausübt;
  • Fig. 5A und 5B sind Darstellungen zur Veranschaulichung der Anwesenheit und Abwesenheit des Auftretens eines Blochzeilenpaar-Einfangfehlers, der von einer Beziehung zwischen der magnetischen leichten Achse eines magnetischen Granatfilms und der Längsrichtung eines Streifenmagnetbereichs herrührt; und
  • Fig. 6A und 6B sind Darstellungen, die eine Blochzeilenspeicheranordnung gemaß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung zeigen.
  • BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
  • Ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben werden.
  • Die meisten der Leitermuster, die Speicher- und Funktionsbereiche einer Blochzeilenspeicheranordnung aufbauen, kreuzen rechtwinklig Streifenmagnetbereiche 2, die eine kleinere Schleife bilden, wie in Fig. 3 gezeigt ist. Dies ist deshalb, weil ein magnetisches Feld in der Tangentialrichtung einer Blochzeilen einschließenden magnetischen Wand erforderlich ist, um die Blochzeilen zu steuern.
  • Das Leitermuster bringt eine Restspannung mit sich, die zum Betrieb der Anordnung unnötig ist. Die Restspannung wird unvermeidlich bei der Herstellung der Anordnung erzeugt. Diese Restspannung wird hauptsächlich wegen eines Unterschieds des Wärmeausdehnungskoeffizienten zwischen dem Material des Leitermusters und eines magnetischen Granatfilms erzeugt. Man wird verstehen, daß die Restspannung hauptsächlich auf eine Längsrichtung des Leitermusters einwirkt. Und zwar neigt die Restspannung dazu, in der Richtung 122 der Breite des Streifenmagnetbereichs 2 zu entstehen. Wenn die Restspannung auf den senkrecht magnetisierten Granatfilm wirkt, fällt die Magnetisierung der Filmoberfläche, die die Spannung am stärksten annimmt, in die innerebenige Richtung (siehe den Teil 150 in Fig. 4). Diese Erscheinung wird Magnetostriktionseffekt genannt.
  • Im Fall eines senkrecht magnetisierten Granatfilms ist es bekannt, daß der Magnetostriktionseffekt in Abhängigkeit von der kristallographischen Richtung wegen der dreizähligen Symmetrie des Kristalls unterschiedlich ist. Die Richtungen, die dem Magnetostriktionseffekt ausgesetzt sind, sind [11 ] und [ 2], [ 11] und [2 ], und [1 1] und [ 2 ]. Wenn diese kristallographischen Richtungen parallel zur Längsrichtung 21 eines Leitermusters 14 sind, wie in Fig. 5A gezeigt ist, neigt die Magnetisierung dazu, in die innerebenige Richtung gelenkt zu werden. Demgemäß wird, wenn das Leitermuster 14 parallel zu diesen kristallographischen Richtungen gebildet wird, eine starke innerebenige Magnetisierungsschicht direkt unterhalb des Leiters 14 gebildet. Die Magnetisierungsrichtung dieser innerebenigen Magnetisierungsschicht wird festgelegt. Wenn daher ein Blochzeilenpaar 4 direkt unterhalb des Leiters 14 verläuft, wird das Blochzeilenpaar 4 durch die innerebenige Magnetisierungsschicht eingefangen, wodurch ein fehlerhafter Betrieb verursacht wird.
  • Andererseits tritt, wenn die Längsrichtung 21 des Streifenmagnetbereichs 2 so gewählt wird, daß sie parallel zu entweder den kristallographischen Richtungen [11 ] und [ 2], oder [1 1] und [ 2 ], oder [ 11] und [2 ] ist, wie in Fig. 5B gezeigt ist, die Bildung der innerebenigen Magnetisierungsschicht kaum auf, da die Restspannung der Längsrichtung des Leiters 14 nicht mit der magnetischen leichten Achse des senkrecht magnetisierten Granatfilms übereinstimmt. Demgemäß wird das Problem, daß das Blochzeilenpaar 4 direkt unter dem Leiter 14 eingefangen wird, beseitigt, und daher kann eine bessere Betriebsleistung erhalten werden.
  • Fig. 6A ist eine Darstellung, die einen allgemeinen Aufbau einer Blochzeilenspeicheranordnung als Beispiel der vorliegenden Erfindung zeigt. Die Aufbauten der Speicher- und Funktionsbereiche der Blochzeilenspeicheranordnung in Fig. 6A sind die gleichen wie die in Fig. 3. Jedoch unterscheidet sich das Ausführungsbeispiel nach Fig. 6A von der Anordnung nach Fig. 3 dadurch, daß die Streifenmagnetbereiche 2 mit ihren Längsrichtungen 21 parallel zu den kristallographischen Richtungen [11 ] und [ 2], [1 1] und [ 2 ] oder [ 11] und [2 ] eines senkrecht magnetisierten Granatfilms angeordnet sind, wie aus Fig. 6B ersichtlich ist.
  • Als der senkrecht magnetisierte Granatfilm wurde (Y2,6Sm0,4) (Fe&sub4;Ga&sub1;)O&sub1;&sub2;, aufgewachsen auf einer (111)- Fläche eines Gd&sub3;Ga&sub5;O&sub1;&sub2;-Substrats, verwendet. Ein Muster von Nutenvertiefungen zur Festlegung von Streifenmagnet bereichen wurde im senkrecht magnetisierten Granatfilm gebildet. Anschließend wurde SiO&sub2; auf dem senkrecht magnetisierten Granatfilm nach einem einem üblichen Verfahren zur Herstellung von Halbleiteranordnungen ähnlichen Verfahren abgeschieden. Ein Fortpflanzungsspurmuster 7 wurde auf dem SiO&sub2;-Film gebildet. Auf dem Muster 7 wurde wiederum SiO&sub2; abgeschieden. Weiter wurde Au durch Verdampfung abgeschieden, und ein Leitermuster 14 wurde dann durch Fotolithografie gebildet. Eine Vielzahl von Streifenmagnetbereichen 2 wurde an Stellen angeordnet, wo sie das Leitermuster unter rechten Winkeln schneiden, wodurch eine kleinere Schleife oder ein Speicherbereich zum Speichern von Information aufgebaut wurde.
  • Die Längsrichtung 21 des Streifenmagnetbereichs 2 wurde parallel zu den kristallographischen Richtungen [11 ] und [ 2] gemacht, wie in den Fig. 6A und 6B gezeigt ist. Ein gleichartiger Effekt wurde erhalten, wenn die Längsrichtung 21 des Streifenmagnetbereichs 2 parallel zu [2 ] und [ 11] oder [ 2 ] und [1 1] gewählt wird.
  • Vorstehend wurde die vorliegende Erfindung in Verbindung mit dem Ausführungsbeispiel beschrieben. Ein Merkmal der vorliegenden Erfindung beruht darauf, daß die Längsrichtungen der einen Speicherbereich zum Speichern von Information bildenden Streifenmagnetbereiche parallel zu den kristallographischen Richtungen [11 ] und [ 2], [1 1] und [ 2 ] oder [ 11] und[2 ] des senkrecht magnetisierten Granatfilms gemacht werden. Demgemäß gilt natürlich, daß die vorliegende Erfindung aut eine Blochzeilenspeicheranordnung anwendbar ist, die einen anderen Aufbau als das oben beschriebene Ausführungsbeispiel hat.
  • Wenn die Streifenmagnetbereiche in den oben erwähnten Richtungen angeordnet werden, wird die Blochzeilenübertragungs- oder -fortpflanzungsleistung auch bei Auftreten einer Restspannung im Leitermuster nicht verschlechtert, da die Magnetisierungsrichtung der Blochzeile nicht mit der magnetischen leichten Achse des magnetischen Granatfilms direkt unterhalb des Leiters übereinstimmt.

Claims (7)

1. Blochzeilenspeicheranordnung, die einen senkrecht magnetisierten Magnetfilm (6) mit einer (111)-Fläche als Oberfläche, Schreibmittel (120) zum Einschreiben eines Blochzeilenpaares in einen Streifenmagnetbereich entsprechend einer Information, und Lesemittel zum Lesen einer Information auf der Basis der Anwesenheit oder Abwesenheit eines Blochzeilenpaares in einem Streifenmagnetbereich aufweist, wobei eine Mehrzahl von Streifenmagnetbereichen (2) im Magnetfilm gebildet werden, jeder der Streifenmagnetbereiche eine magnetische Wand (1) hat, in der ein Blochzeilenpaar als ein Informationsträger gespeichert wird, und die Anordnung außerdem ein Leitermuster (7 und/oder 14) enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifenmagnetbereiche im wesentlichen mit ihrer Längsrichtung (21) parallel zu den kristallographischen Richtungen [ 2] und [11 ], [ 2 ] und [1 1], oder [2 ] und [ 11] des Magnetfilms angeordnet sind und das Leitermuster (14) im wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung (21) der Streifenmagnetbereiche angeordnet ist.
2. Blochzeilenspeicheranordnung nach Anspruch 1 , in der der Magnetfilm (6) ein magnetischer Granatfilm ist.
3. Blochzeilenspeicheranordnung nach Anspruch 1, in der das Schreibmittel Erzeugungsmittel (11) zum Erzeugen eines magnetischen Blasenbereichs (10) entsprechend der Information, Übertragungsmittel (110) zum Überführen des magnetischen Blasenbereichs vom Erzeugungsmittel zu einer Endseite eines vorbestimmten der Streifenmagnetbereiche in dessen Längsrichtung und Mittel zum Einschreiben des Blochzeilenpaares in den vorbestimmten Streifenmagnetbereich entsprechend der Anwesenheit oder Abwesenheit des magnetischen Blasenbereichs enthält, wobei das zuletzt erwähnte Mittel das Leitermuster (14) enthält, das, die Längsrichtung des Streifenmagnetbereichs kreuzend, vorgesehen ist.
4. Blochzeilenspeicheranordnung nach Anspruch 1, in der das Lesemittel ein Mittel zum Abhacken eines magnetischen Blasenbereichs vom Streifenmagnetbereich entsprechend der Anwesenheit oder Abwesenheit des Blochzeilenpaares im Streifenmagnetbereich, welches Abhackmittel ein Leitermuster (111) enthält, das an der anderen Endseite des Streifenmagnetbereichs in dessen Längsrichtung zum Kreuzen der Längsrichtung vorgesehen ist, und ein Mittel (12) zum Lesen als Information die Gegenwart oder Abwesenheit des vom Streifenmagnetbereich abgehackten magnetischen Blasenbereichs enthält.
5. Blochzeilenspeicheranordnung nach Anspruch 1, die außerdem Mittel zum Festlegen der Blochzeilenpaare in den Streißenmagnetbereichen in vorbestimmten Lagen aufweist, welche Festlegungsmittel eine Mehrzahl von Ausbreitungsspurmustern (7) enthalten, die, die Längsrichtungen der Streifenmagnetbereiche kreuzend, vorgesehen sind.
6. Anordnung nach Anspruch 1, in der das Leitermuster zum Steuern der Lage des Blochzeilenpaares vorgesehen ist.
7. Anordnung nach Anspruch 1, in der das Leitermuster ein Ausbreitungsspurmuster (7) ist.
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