DE371979C - Verfahren zur Herstellung einer Cyanamidloesung aus Kalkstickstoff - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Cyanamidloesung aus KalkstickstoffInfo
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- DE371979C DE371979C DEW61204D DEW0061204D DE371979C DE 371979 C DE371979 C DE 371979C DE W61204 D DEW61204 D DE W61204D DE W0061204 D DEW0061204 D DE W0061204D DE 371979 C DE371979 C DE 371979C
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- cyanamide
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01C—AMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
- C01C3/00—Cyanogen; Compounds thereof
- C01C3/16—Cyanamide; Salts thereof
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Inorganic Chemistry (AREA)
- Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
- Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)
- Removal Of Specific Substances (AREA)
Description
Es ist bekannt, konzentrierte Cyanamidlösungen derart 'herzustellen, daß Kalkstickstoff
allmählich in Wasser bzw. in eine verdünnte Cyanamidlösung unter gleichzeitiger energischer Kohlensäurezufuhr eingetragen
wird, wobei das Reaktionsgemisch in dauerndem Umlauf durch eine Pumpen- und Rührvorrichtung
gehalten wird, in welcher die Kohlensäure zugeführt und mit dem in dem
Wasser gelösten oder aufgeschwemmten Kalkstickstoff in innige Berührung !gebracht wird.
Die Eintragung des Kalkstickstoffs geschieht dabei mit geregelter Geschwindigkeit in
einem Behälter vor der Pumpe, von welchem die Lösung durch die Pumpe in· die Rührvorrichtung
gefördert wird·, worin sie mit Kohlensäure gesättigt wird und wovon sie gegebenenfalls
nach erforderlicher Kühlung nach dem Behälter zurückgeleitet wird und
ao wieder einen neuen Zusatz von Kalkstickstoff erhält.
In dem Maße wie die eingetragene Kalkstickstoffmenge wächst, wird auch' das Gesamtvolumen
der unter Behandlung stehenden Lösung samt den darin aufgeschwemmten festen Stoffen vergrößert, und damit die Lösung in Uem Zirkulationssystem. Platz findet,
ist ein verhältnismäßig großer Eintragungsbehälter erforderlich, der den Überschuß aufnehmen
kann. In dem Maße wie die Behändlung fortgesetzt wird, wächst somit die Flüssigkeitsmenge
in dem genannten Behälter. Die Folge davon ist, daß je stärker die Konzentration
wird, es um so länger dauert, ehe der neu zugeführte Kalkstickstoff der Kohlensäurebehandlung
unterworfen wird, und unter ungünstigen Verhältnissen kann daher eine beträchtliche Polymerisation des Cyanamids
in Dicyandiamid in dem Eintragungsbehälter stattfinden. .
Die Erfindung bezweckt, den genannten Ubelstand zu beseitigen, und besteht im wesentlichen
darin, daß die Flüssigkeitsmenge zwischen dem Punkte, wo der Kalkstickstoff eingetragen wird, und dem Punkte, wo die
Kohlensäure zugeführt wird, während der ganzen Operation konstant oder annähernd
konstant gehalten wird. Dies kann dadurch geschehen, daß die durch die Kalkstickstoffeintragung
allmählich entstehende Vergrößerung des Flüssigkeitsvolumens in einem besonderen
Behälter aufgenommen wird, der zwischen der Stelle, wo die Kohlensäure zugeführt
wird, und der Stelle, wo der Kalkstickstoff " eingetragen wird1, in der Umlaufrichtung
gerechnet, eingeschaltet ist. Hier-
durch wird erreicht, daß der neu eingetragene Kalkstickstoff praktisch unmittelbar zu der
Stelle weiterbefördert wird, wo der Kalk als Karbonat ausgefällt wird, so daß die Lösung
nur während sehr kurzer Zeit in einem höheren Grade alkalisch ist.
DieErfindung ist in der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht, die schematisch beispielsweise
eine Vorrichtung zur Ausführung ίο des Verfahrens darstellt.
ι bezeichnet einen Behälter mit verhältnismäßig geringem Volumen, der mit einem
Speisetrichter 2 für den zu behandelnden Kalkstickstoff und mit einem umlaufenden
»5 Zellenrad 3 zur langsamen Eintragung des Kalkstickstoffs in den Behälter versehen ist.
Der Behälter 1 steht durch ein am Boden angeschlossenes
Rohr 4 mit der Saugseite einer kombinierten Pumpen- und Rührvorrichtung
5 in Verbindung, deren Ablaufseite durch ein Rohr 6 mit einem Kühler 7 verbunden
ist, von welchem eine Rohrleitung 8 nach dem oberen Teil eines Behälters 9 führt,
der unten mit dem Behälter 1 durch eine Rohrleitung 10 verbunden ist. Die erste Abteilung
des Pumpen- und Rührapparates 5 enthält ein Flügelrad 11 und ist als gewöhnliche
Kreiselpumpe ausgeführt, während die übrigen Abteilungen nur Räder 12 mit Rühr-
oder Schlagarmen enthalten, so daß sie somit lediglich rührend, dagegen nicht pumpend
wirken. 13 bezeichnet eine Pumpe zum Einpressen
von Kohlensäure oder kohlensäurehaltigen Gasen in das Zirkulationssystem unmittelbar
hinter dem Flügelrad 11. Die Rohrleitung18
mündet zweckmäßig tangential in dem Beiiälterg ein, so daß die zuvor in die
Lösung eingeführten Gase abgeschieden werden und dann .durch das Abzugrohr 14 entweichen
können. Der Zufluß der Lösung von dem Behälter 9 nach dem Behälter 1 kann !mittels eines in dem Ablauf des Behälters 9
eingesetzten verstellbaren Kegelventils τ5 geregelt werden. 16 ist ein Bodenhahn zum
Abziehen des Inhalts des Behälters 9.
Bei der Benutzung der X'orrichtung wird
zunächst der Behälter 9 zu entsprechender Höhe mit reinem Wasser oder mit cyanamidhaltigem
Wasohwasser aus einer vorhergebenden Operation, und der Trichter 2 mit gepulvertem
Kalkstickstoff gefüllt. Dann wird das Ventil 15 geöffnet, so daß der Behälter I
teilweise gefüllt wird, und gleichzeitig werden der Pumpen- und Rührapparat 5, das Zellenrad
3 und die KoMensäurepumpe 13 angelassen.
Die Lösung läuft dann kontinuierlich in dem System um und das. Ventil 15 wird
! derart eingestellt, daß sich der Flüssigkeitsj spiegel im Behälter 1 konstant oder annähernd
j konstant hält. Die durch den eingetragenen Kalkstickstoff bewirkte Volumenvergrößerung
wird von dem Behälter 9 aufgenommen, indem die Flüssigkeit in diesem Behälter
j während des Verlaufs der Operation allmählieh steigt. Dadurch, daß der Behälter 1 ein
verhältnismäßig geringes Volumen besitzt, ist der Zeitunterschied zwischen dem Augenblicke,
wo der Kalkstickstoff eingetragen wird, und dem Augenblicke, wo er der Einwirkung
der Kohlensäure ausgesetzt wird, sehr kurz und demzufolge kann die Eintragung des Kalkstickstoffs verhältnismäßig
reichlich vorgenommen werden, ohne daß eine beträchtlichere Umwandlung des Cyanamide
zu befürchten ist. Auch wenn die Lösung im Behälter 1 auf Grund einer beschleunigten
Eintragung des Kalkstickstoffes ziemlich stark alkalisch werden würde, bewirkt dies
nur eine unbedeutende Polymerisation des Cyananiids wegen der kurzen Zeit zwischen
der Eintragung des Kalkstickstoffes und der Neutralisation der Lösung durch die Kohlensäure.
Wenn die Lösung den gewünschten Konzentrationsgrad
erhalten hat, wird der Übersohuß aus dem Behälter 9 abgezogen, worauf
eine neue Menge von Wasser oder cyanamidhaltigem Waschwasser zugesetzt wird, und
der Prozeß unmittelbar fortgesetzt werden kann, so daß sich der Betrieb praktisch zu
einem dauernden gestaltet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung einer Cyanamidlösung aus Kalkstickstoff durch allmähliches Eintragen des Kalkstickstoffes in Wasser bzw. in eine verdünnte Cyanamidlösung unter gleichzeitiger Kohlensäurezufuhr, wobei die Lösung beständig in Umlauf gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeitsmenge zwischen dem Punkte, wo der Kalkstickstoff eingetragen wird, und dem Punkte, wo die Kohlensäure zugeführt wird, während der Operation konstant oder annähernd konstant gehalten wird1, indem die durch die Kalkstickstoffzufuhr bewirkte Volumenvergrößerung in einem Behälter aufgenommen wird, der in dem Umlaufsystem zwischen dem Punkte, wo die uo Kohlensäure zugeführt wird, und dem Punkte, wo der Kalkstickstoff eingetragen wird, in der Umlaufrichtung gerechnet, eingeschaltet ist.Hierztt 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE186020X | 1921-12-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE371979C true DE371979C (de) | 1923-03-19 |
Family
ID=20304423
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW61204D Expired DE371979C (de) | 1921-12-01 | 1922-05-12 | Verfahren zur Herstellung einer Cyanamidloesung aus Kalkstickstoff |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE371979C (de) |
| FR (1) | FR551707A (de) |
| GB (1) | GB186020A (de) |
| NL (1) | NL11803C (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NO176136C (no) * | 1988-05-18 | 1995-02-08 | Nippon Carbide Kogyo Kk | Fremgangsmåte ved fremstilling av cyanamid |
-
0
- NL NL11803D patent/NL11803C/xx active
-
1922
- 1922-05-12 DE DEW61204D patent/DE371979C/de not_active Expired
- 1922-05-17 GB GB13888/22A patent/GB186020A/en not_active Expired
- 1922-05-18 FR FR551707D patent/FR551707A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR551707A (fr) | 1923-04-12 |
| GB186020A (en) | 1922-09-21 |
| NL11803C (de) |
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